Vergaser entleeren bei längerer Standzeit

Begonnen von graumannj, 06 Mai 2025, 14:47:19

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graumannj

Guten Tag,
ich möchte gerne wissen, ob jemand schon einmal die Siebmutter des Vergasers mit einer Ablassschraube versehen hat, um bei längerer Standzeit den Vergaser zu entlehren.
Mit freundlichen Grüßen

graumannj


Schorsch

#1
Tach auch,

ich nicht.

Meiner Ansicht nach unnötig. Bei längerer Standzeit einfach die Siebschraube etwas lösen, dann rinnt der Sprit raus (Lappen unterlegen).


Beim wieder festschrauben nur handfest, sonst wandert der Einsatz nach unten, Folge undicht.


Gruß
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

Kees

Ein Sieb? Im Vergaser? Wo sitzt das?

Schorsch

#3
@Kees,

nirgendwo, die Schraube Benzinanschluss (Schlauch) heißt Siebschraube.

Zumindest laut Rabenbauer bei der R26/27.
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

Kees

Oh, merkwürdig....

Aber man kan doch auch der Schlauch abziehen! Oder wie du schreibst, die "Siebschraube" lösen. Dafür würde ich keine extra Ablasschraube anbringen.

Schorsch

Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

Borgward

Einfach Vergaser leerlaufen lassen.Mach ich eigentlich fast immer wenn ich heim komme (rechtzeitig den Benzinhahn schließen)
Hubi

Kees

Das vergesse ich IMMER.

Regelmässig damit fahren hilft auch. Und der Winter mit etwa 4 Monaten Stillstand hat er auch wieder überlebt.

Schorsch

#8
:o  :o  :o

Heureka,

das hat mich gewurmt, warum heißt die Siebschraube Siebschraube ???
Da ist kein Sieb !

DENKSTE !

Einen Hinweis bei oldtimervergaser.de gefunden.

Dort ist sie abgebildet die:
,,Verschraubung (Siebschraube) für Schlauchanschluss / Schwenkanschluss für Bing Motorradvergaser."

Abgebildet ist die Schraube mit einem feinen Messingsieb außen.
Die Schraube hat ja ein Innengewinde.

Frage an die Auskenner, Spezialisten, Koniferen:

Sowas schon mal gesehen ??
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

strichzwojan

Wahnsinn... Nie zuvor gesehen. Hier nochmal genauer: https://www.oldtimervergaser.de/de/moped-bing-vergaser-teil-duesennadel-dn-4821-4834-7352-7359-7360-7361-7362-7363-7364-7365-7366-8405.html

Macht ja schon irgendwie Sinn, aber ich bin seit immer schon ohne dieses Drahtgeflecht unterwegs.

rolf

ja...ich...war original immer mit dem Messingnetz

Einzylindär

Exportversion für Privatversicherte... ;D

Gruß
Stefan, der Einzylindär

kahlo

Noch nie gesehen. Das erklärt aber endlich, warum die Schraube so geformt ist. Ich musste so eine Schraube letztens neu kaufen (Haarrrisse im Aluminium). Die kam wie erwartet - ohne Sieb.

Danke für den Link und die Aufklärung...
Kahlo.

patro

Wofür soll das Netz sein? Soll das Korkstückchen vom Benzinhahn rausfiltern? Eine Filterredundanz?

Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

bullet

Zitat von: patro am 06 Mai 2025, 21:51:44Soll das Korkstückchen vom Benzinhahn rausfiltern?

... und die Gummistückchen, wenn der Schlauch sich auflöst.  Sowas hatte ich mal im Schwimmernadelventil stecken.  :schimpf:

bullet

Ach ja, die eigentliche Frage: einfach den Motor über den Benzinhahn abstellen, wenn man nicht garantiert am nächsten Tag wieder fährt.  Dann kann man sich bei abgenommenem Helm am sanften Tuckern erfreuen.  :thumbsup:

patro

Ist das nicht ungesund für den Motor, wenn der quasi abgemagert regelmäßig in den Feierabend geht?

Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

bullet

Nö, nicht beim Viertakter.  Ist ja keine Last drauf, wenn der Motor im Hof eine Weile im Leerlauf tuckert.  Bei Flugmotoren ist das die Regel, die doppelten Magnetzünder gehen nicht abstellen.  Beim Rasenmäher mache ich das auch so, dann kann ich ihn auf die Seite legen, um das Mähwerk zu säubern.  Da läuft nichts über, und es rostet das Gehäuse nicht, wenn die feuchten Grasreste raus sind.

Bei gemischgeschmierten Zweitaktern sieht das anders aus, aber die haben bei mir alle Membranvergaser, also keine Schwimmerkammer.

strichzwojan

Wer weiß schon, wie das Benzin damals aus den Zapfsäulen kam. Wahrscheinlich wollte sich niemand nachsagen lassen, man hätte keinerlei Vorkehrungen getroffen.
Das fing mit dem damals durchaus üblichen "Flammschutzsieb" in der Einfüllöffnung des Tanks an, ging über den Benzinhahn mit oft zwei Sieben, und die Vergaserhersteller, egal ob Dellorto oder Bing, hatten im Benzinzufluss eben auch Siebe.
Wenn wir die Benzinhähne am Ende des Fahrtages bei laufendem Motor zudrehen, dann doch eher mit dem Gedanken "frischer Sprit beim nächsten Tupfen". Ich lasse jedenfalls nicht den Motor durch Abmagerung ausgehen. Und für die Winterpause wäre mir das auch noch zu wenig, da müsste schon der Vergaser richtig abgelassen werden.
Angst, dass der Motor Schaden nimmt, braucht man nicht zu haben, wenn man ihn durch Benzinhahnabdrehen ausmacht. Die Phase, wo das Gemisch zu mager ist, ist einfach viel zu kurz, um einen Schaden durch Überhitzung zu erreichen.

Heiko

Die Grundfrage ist ja überhaupt:

Wozu das ganze?
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

graumannj

Zitat von: Heiko am 07 Mai 2025, 05:08:59Die Grundfrage ist ja überhaupt:

Wozu das ganze?
... recht einfach, ich möchte mir das Auf- und Zudrehen Siebschraube sparen, um die Dichtungen zu schonen. Bei der Honda XL gibts dafür eine extra Messingschraube unten an der Schwimmerkammer (Ok, das ist dort auch opportun, da man ansonsten ne Menge Bastelei hätte, um den Vergaser zu entleeren.
mfg

Eppo

Zitat von: Heiko am 07 Mai 2025, 05:08:59Die Grundfrage ist ja überhaupt:

Wozu das ganze?

Ich dreh, wie bullet, den Benzinhahn vor Ankunft (egal wo) vorher zu und lass den Motor kurz nachlaufen. Vor der Winterpause auch mal bis der Motor abstirbt.
Warum? :
Dann kommt beim nächsten Start garantiert auch neuer Sprit in den Vergaser (wegen den leichtflüchtigen Bestandteilen).

Selbst beim 2takter sehe ich da im Standgas kein Problem.
Bei Vollgas vielleicht eher, aber da muss man auch unterwegs den Benzinhahn von Normal auf Reserve umstellen, wenn der Tank leer wird.
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Kees

Letztes Jahr habe ich meist mit der R69 gefahren, sehr wenig mit der R25. In Oktober noch mal mit der Auspuff gespielt und ein paar Testfahrten gemacht. Danach nicht mehr bis März. Ich habe nichts abgelassen, oder freigespullt, oder leergefahren. Probleme gibt es überhaupt nicht. Es ist einfach kein Problem das eine Lösung benötigt.

Natürlich nur mit E5 Bensin. E10 würde ich nicht so lange drin lassen.

Heiko

Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Kees

Vor nicht zu lange Zeit im Amerikanischen Forum gelesen von Craig Vechoric:

Do NOT use ethanol fuel. Ethanol loves water, attracts it right out of the air, and the presence of water in the fuel will cause your brass idle and main jets to corrode and shut eventually. And it will corrode and eat a hole through the bottom of the pot metal float chamber given enough time.

Ich weiss nicht, höchstwahrscheinlich sehr übertrieben, möchte es aber lieber nicht riskieren.

kahlo

Nur vor der Winterpause oder bei Basteleien: Ich stelle ein Schälchen drunter (das Getriebe ist ein wunderbares Tablett  ;D ) und mache den Schlauch am Vergaser ab. Dann läuft der Vergaser bis auf ein paar Tropfen in der Siebschraube leer. Den Schlauch, der ja noch am Tank hängt, wird in einen Kanister gestopft und der Tank geleert. Dann ist die Maschine spritfrei und darf aus der Garage ins Arbeits- und Bastelzimmer... nach ein paar Tagen Auslüften  ;) .

Grüsse vom nach der Beschreibung dieses einfachen Vorgangs irgendwie nicht völlig intellektuell befriedigten
Kahlo.

:popcorn:

--
Wer fährt den mit purem Alkohol? Was anderes kann der Amerikaner ja wohl kaum meinen...

CowBoy

Für mich ist völlig klar, dass ich als gewissenhafter Fahrer vor dem Winter eine ausgiebige Runde fahre und dann das Motoröl ablasse.
Das Motorrad wird sorgfältig gereinigt, die Batterie ausgebaut und an einen warmen Ost gebracht. Dort wird sie regelmäßig geladen und der Säurestand geprüft.
Die Kerzen werden herausgeschraubt und in den Zylinder ein Fingerhut voll Öl geschüttet. Dann den Motor zwei drei Umdrehungen durchdrehen.
In den Auspuff kommt ein öliger Lappen und das Motorrad wird so aufgebockt, dass alle Räder entlastet sind, der Luftdruck wird erhöht.
Der Vergaser wird entleert, der Gasschieber und der Schwimmer herausgenommen und das Gehäuse innen mit Radglanz besprüht.
Alles wieder zusammenbauen. Dann steht der problemlosen Wiederinbetriebnahme nicht entgegen.

Das nehme ich mir schon seit über zwanzig Jahren ganz ganz fest vor.
Leider weiß ich ja nicht, ob nächste Woche noch mal schönes Wetter für eine Rund ist und schwupps sind 3-4 Monate um, ohne das irgend etwas gemacht wurde.

Trotzdem ist jedes Fahrzeug bislang auch so wieder problemlos angesprungen.  ;)

Beppo

Zitat von: CowBoy am 07 Mai 2025, 10:00:47die Batterie ausgebaut und an einen warmen Ort gebracht.

FALSCH !

In einer Batterie läuft ein chemischer Prozess ab. Chemische Prozesse laufen bei Wärme immer schneller als bei Kälte ab.
Wer seine Batterie schön warm hält unterstützt damit die natürliche Selbstentladung. Bei Blei/Säure-
und Ni/mh-Batterien mehr, bei Lithium weniger.
Also besser kühl halten, -aber- entladene Batterien haben eine geringere Säuredichte und das Elektrolyt gefriert früher, da reichen schon -4°C aus und die Batterie platzt. deshalb trotzden darauf achten das die Batterie im geladenen Zustand überwintert, dann verträgt sie auch Frost.

Gruß Beppo
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

Heiko

Zitat von: Kees am 07 Mai 2025, 09:16:28Do NOT use ethanol fuel. Ethanol loves water, attracts it right out of the air, and the presence of water in the fuel will cause your brass idle and main jets to corrode and shut eventually. And it will corrode and eat a hole through the bottom of the pot metal float chamber given enough time.


Könnte von Trump sein.

Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

rolf

Zitat von: kahlo am 07 Mai 2025, 09:28:56Nur vor der Winterpause oder bei Basteleien: Ich stelle ein Schälchen drunter (das Getriebe ist ein wunderbares Tablett  ;D ) und mache den Schlauch am Vergaser ab. Dann läuft der Vergaser bis auf ein paar Tropfen in der Siebschraube leer. Den Schlauch, der ja noch am Tank hängt, wird in einen Kanister gestopft und der Tank geleert. Dann ist die Maschine spritfrei und darf aus der Garage ins Arbeits- und Bastelzimmer... nach ein paar Tagen Auslüften  ;) .

Grüsse vom nach der Beschreibung dieses einfachen Vorgangs irgendwie nicht völlig intellektuell befriedigten
Kahlo.

:popcorn:

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Wer fährt den mit purem Alkohol? Was anderes kann der Amerikaner ja wohl kaum meinen...


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