Lagerschaden / Wasser im Getriebe bei R26

Begonnen von Mopedwoife, 06 September 2010, 09:10:06

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Mopedwoife

Hallo zusammen,

habe vor ca. 6000 Kilometern mein Getriebe überholen lassen inkl. neuen Lagern. Jedoch hatte ich immer bei warmen Getriebe und Standgas Lagergeräusche.

Als ich nun einen Ölwechsel im Getriebe machte, fand ich neben Spänen auch Wasser.

Wie kann das Wasser ins Getriebe kommen? Manschette bei der Tachoausgangswelle war montiert und m. E. dicht.

Viele Grüße,

Mopedwoife.

Mopedwoife


† Knut

Wie sah denn das Öl aus? Milchig oder nur verfärbt? Welches Öl war drin?

Knut

Mopedwoife

Drinnen war ein 15/40 Baumarktöl. Das Öl war eine milchige Emulsion.

Viele grüße,

Mopedwoife!

Peter

Wasser kann ins Getriebe kommen, wenn die Gummimanschette der Tachowelle nicht richtig sitzt oder kaputt ist!
Zum Thema Späne: was sind das für Geräusche, eher malende, heulend? vielleicht wurde das Getriebe beim Zusammenbau nicht richtig ausdistanziert und Wellen und Lager haben unter zu großem Druck gestanden oder zu viel Spiel gehabt.  Sicher sagen kann man das erst, wenn das Getriebe geöffnet wurde!
Gruß Peter
Am Sichersten ist die Unfreiheit

Mopedwoife

Hallo Peter!

Überholt wurde das Getriebe damals in "Frankfurt".

Gleich nach dem überholen sprang aber immer der dritte Gang raus, danach nochmals eingeschickt und danach war eigentlich gut bis auf das mahlende Geräusch. Zitat war, dass das das Ausrücklager ist und man das bei einer R26 immer hört.

Wie gesagt, kein heulendes Geräusch sonder ein mahlendes.

Werde es dann einmal öffnen... Aber wie gesaft die Manschette am Tachowellenausgang sass fest und meines Erachtens Dicht.

Viele Grüße,

Mopedwoife

cledrera

Also:
Ein Motorenöl wie z. B. SAE 10W- 40 oder 15W- 40 funktioniert nur zuverlässig mit einen extrem hohen Anteil an detergierenden und dispergierenden Additiven. Bei diesen Ölen tritt eine Trübung durch Wasser erst im Bereich von 0,15 – 0,20 % ein.
Lässt man ein solches (abgelassenes) Öl stehen, setzt sich das Wasser wieder vom Öl ab und man kann sagen, wieviel Wasser in dem Öl enthalten war.
Das Problem ist nur, wieviel Wasser noch in dem Gehäuse verblieben ist.
Davon ab:
Druckstange und Ausrücklager laufen bei R26/R27 im Getriebeöl, zusammen mit dem hinteren Lager der Getriebeeingangswelle. Vom Filzring auf der Druckstange bis zum Simmerring auf dem "Kupplungsdruckstück" füllt sich der Raum im Betrieb mit Getriebeöl, welches vom hinteren Wellenlager abläuft. Ist dieser Simmering (Dichtring zum Druckstück; Teil Nr. 97, S. 18, 20 des Katalogs von Stemler) undicht, besteht auch da die Möglichkeit, dass Wasser eintritt.
Hierfür würden jedenfalls auch die "Lagergeräusche" sprechen. Wer ein Getriebe so zusammenschraubt, wird wohl auch Schwierigkeiten mit der sachgerechten Behandlung von Simmerringen haben.

Dazu
ZitatGleich nach dem überholen sprang aber immer der dritte Gang raus, danach nochmals eingeschickt und danach war eigentlich gut bis auf das mahlende Geräusch. Zitat war, dass das das Ausrücklager ist und man das bei einer R26 immer hört. Wie gesagt, kein heulendes Geräusch sonder ein mahlendes.
nur eine Frage: Was könnten die mit Ausrücklager gemeint haben?


@Bernd,
Du bist doch hier einer der Getriebekardinäle, sach Du was dazu.

Clemens

Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Mopedwoife

Hallo Cledrera,

der genannte Dichtring war dicht, der wurde von mir persönlich eingesetzt. Die Drucklager sind auch in Ordnung, keine Spuren von Pitting oder gar einer Fressspur. Muss also irgendein Kugellager innerhalb des Getriebes sein. Schade nur, dass die Überholung schon 5 Jahre her ist und die Garantie abgelaufen...

Werde auf jeden Fall die Manschette an der Tachoausgangswelle erneuern. Mal schaun, wass das Öffnen des Gehäuses ans Licht bringt!

Viele Grüße,

Mopedwoife!

Stefan

War da vielleicht eine der Schaltgabelhalteschrauben lose, wodurch Wasser eindringen und der dritte Gang herausspringen konnte?

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

Mopedwoife

Hallo Stefan,

könnte gut sein! Sind die Schrauben speziell abgedichtet (Loctite)?

Viele Grüße,

Wolfgang.

cledrera

Die Schrauben sind nicht mit einer gesonderten Dichtung versehen.
Allerdings sind die bei alten Getrieben durch Schmodder meist derart "festgedichtet", dass es Probleme beim Lösen gibt.

@Stefan,
gute Idee!

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

rolf.soler

Wasser im Getriebe kann theoretisch an verschiedenen Orten eintreten (s.oben), praktisch ist es aber immer im Bereich der Tachowelle eingetreten. Sage ich. Deshalb montiere ich über diese Tülle einen Kabelbinder oder einen kleinen O-Ring.

mekgyver

Ja, die Tachowelle ist ja gerade ein Zuleitungskanal für Regenwasser ins Getriebe.

O-Ring  ::) nicht schlecht, aber wie montieren ?? Kabelbinder kann man oft sehen,
man kann auch die Einlassstelle mit Bremsenreiniger ölfrei sprühen und
ein bisschen schwarzes Silikon reindrücken, so ist von außen nichts zu sehen.

Gruß mek  :schrauber:
... 73er-Gang

rolf.soler

Beim Wechsel der Tachowelle habe ich es geschafft, 2 kleine O-Ringe über das Ende zu murksen und die Kabelhülle raufzuschieben, dann kommt die Tülle drauf + hoch, Welle montieren, Tülle runter, O-Ringe über den oberen Teil der Tülle murksen. Geht nur mit wirklich elastischen O-Ringen, oder vielleicht besser gesagt kleine Gummiringe. Die standard O-Ringe dehnen sich zu sehr aus und schliessen dann auch nicht mehr.

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