Auspuffgewinde Shit happens II: Die Rache des Einzylinders

Begonnen von cledrera, 21 November 2009, 20:43:13

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cledrera

So, man wäre dann mal wieder soweit, hier die Kurzfassung:
Hier wurde beschrieben, wie das Auslassgewinde von Moppelchens Zylinderkopf das Zeitliche segnete: http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=6112.msg71759#msg71759. Der Kopf wurde durch  Reduzierung des Alugewindes auf M42x2 und Einsatz eines helicoilähnlichen Stahlflansches mit M45x2 Außengewinde dank Jörg`s Hilfe wieder instand gesetzt. Die Reparatur ist ähnlich der von Thomas hier http://www.tfmicrosystems.de/Auspuffgewinde/Gewinde.htm beschriebenen Methode. Die Methoden unterscheiden sich dadurch, dass Thomas seinen Ring synchron geschnitten hat, Jörg hingegen nicht.
Etwa 2000 Kilometer später war es soweit: Im schönen Bergischen Land meldete sich Moppelchen nach etwa 300 Kilometern Tour mit tiefem Sound und wenig Anzug. Nun ja, was ein anständiger Einzylinder ist, der wird auch mit Stahl fertig. Der schöne Stahleinsatz war in Draht verwandelt worden, das darf wörtlich genommen werden. Das M42x2 Alugewinde aber war heil.
Die Analyse des Vorgangs wurde dankenswerterweise von Jürgen57 und einem Materialprüfer begleitet. Der Verdacht auf Wärmeversprödung ließ sich nicht halten. Der Stahleinsatz war zu dünn. Zwischen Gewindetal außen und Gewindetal innen mag teilweise nur etwas mehr als ein Millimeter gewesen sein. Jörg meinte, und ich stimme ihm vollkommen zu, dass die Überwurfmutter bei dieser Dicke wie ein Mikrohammer gewirkt haben muss.
Thomas war, wie stets, behilflich. Unversehens lag sein alter Synchronring bei mir. Bei diesem konnte man sehr deutlich sehen, wo Kopf- und wo Auspuffseite sind, ansonst sah er schlicht nach geprüfter Qualität aus (Liegt wohl am bayrischen Benzin.).
Also flugs an Werk. Ging drauf wie Butter der Synchronring. Die Überwurfmutter einen halben Gang, dann saß alles fest. Beim Abschrauben kam der Synchrinring direkt wieder mit runter. Ein schöne Kompositum aus Überwurfmutter und unlösbar darin steckendem Synchronring. Auf Empfehlung von Thomas habe ich das Ganze wieder auf den Zylinderkopf geschraubt; diesmal mit Loctite festgeklebt. Tags drauf: Runter war die Ü-Mutter. Der Synchronring nicht.  :juhuu:.
Da Thomas auch irgendwas von "der harte Weg ist das Gewinde nachzufeilen" gemurmelt hat, wurde eine Gewindefeile erworben; Stahlwille, die taugt was. Feil feil, feil, (Stunden später), die Überwurfmutter ging drüber und wieder ganz runter - mit Synchronring - . Diesmal steckte der Synchronring ganz drin  :schimpf: in der Ü-Mutter.
Nochmal? und dann reißt mir das ganze Alugewinde vom Zylinderkopf ab? Nein, das braucht meines Vaters Sohn nicht und sein Moped schon gar nicht.
Es hub an das Grübeln, was nun.
Jörg schlug vor, das M42x2 Gewinde auf M40x2 runter zu schneiden. Guter Vorschlag, nur nicht für mich. Alleine bei dem Gedanken vom heiligen Alu noch mehr abzutragen, wurde mir anders. Also: Eine Überwurfmutter mit M48x2 statt M45x2 muss her; nur wer hat den sowas?
Einige Wochen später folgendes Gespräch an einem gewissen Sprungplatz: Wie, Du fährst was? Und was ist da passiert? Bring mal mit, die Überwurfmutter, dann habe ich ein Muster. Wieder zwei Wochen später: Das ist aber nicht ordentlich, dass die Bohrungen für den Schlüssel durch die Mutter durch gehen. Wer macht sowas? Da wird doch das Innengewinde verletzt und vielleicht auch das Zylinderkopfauslaßgewinde direkt mit geschädigt. Da gehören Sackbohrungen hin und ein wenig besser könnte das Material auch sein.
Heute eingetroffen: Eine Ü-Mutter mit M48x2 Innengewinde, Sackbohrungen für den Schlüssel und ein Stück Gewindeflansch innen M42x2, außen M48x2, alles Werkzeugstahl. Ach ja, was ein Werkzeugmachermeister ist, der denkt natürlich weiter: Ein passender Schlüssel lag auch im Paket.

Danke an Jörg, Thomas & Jürgen57, aber auch an Kluthi, den hier keiner kennt.
Ich bin jedenfalls erst einmal sprachlos angesichts dieser Odyssee und der zahllosen Hilfe, die ich erhalten habe.


Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

cledrera


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Taz

Hi Clemens.

Das ist wohl öfter so...wenn man schon mal kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu :kopfhau:

Aber es scheint, als hättest Du wieder mal Glück gehabt und nun endlich eine Lösung gefunden, die auf Dauer Halt verspricht-Glückwunsch.

Dann gute Fahrt, Tas

PS: Bleibt noch zu klären, wer um alles in der Welt die besagte Trümmerlotte ist :Frage:
Life's a bugger, and then you die

auf Tour:
Northumbria (2025)
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Austria Großglocknerhochalpenstrasse (2012)
Alba "Spittal of Glenshee" (2011)

Jürgen 57

Hallo Clemens,

na toll, dann hat ja alles geklappt!    :juhuu:   :dance:  Nun ist hoffentlich 'Ruhe' mit dem Auspuffgewinde.
Für das 'Rätsel' hätte ich ja eine Lösung anzubieten - aber ich bin im Vorteil und muss mich zurückhalten.   

Beste Grüsse

Jürgen

isie

#3
schön dass Du eine Lösung gefunden hast.
Die simple - wohl gut für die nächsten 15 jahre -  wäre halt die Aufsch(w)eissSache zu rd. 80 E (UliS Ffm z.B.). Sicherlich mit dem geringsten Aufwand verbunden ...

† odeon8

Hallo Clemens,

gratuliere -  :dance:  - mit M48x2 sollte in Zukunft nix mehr passieren.
Dein Nothelfer hat ja auch Werkzeugstahl verwendet, so dass der 42-auf-48-Adapter
bestimmt nicht kaputt gehen dürfte. Mein "Synchronring" hielt ja auch, nur das Rest-Alu
war schwach . . .

Die jetzige Lösung hält bis jetzt auch; bisher ca. 1000 km.

weiterhin gute Fahrt,

Thomas
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

cledrera

Danke für die Blumen. Aber erst einbauen und dann jubeln.

@Tas,
wenn ich ein Moped wollte, das mir Unglück bringt, würde ich eins kaufen, dass nie kaputt geht.
Gibt`s in Köln an jeder Haltestelle, nennt sich Straßenbahnticket und man kommt immer zu spät und nie dort hin, wo man hin will.
Trümmerlotte wird übrigens meine Regierung in Fallschirmspringerkreisen genannt.

@Isie,
ja das mit dem Aluschweißen wäre einfacher gewesen. Nur:
a) Ich glaube die Nummer nicht.
b) Wenn es einen einfachen und einen schweren Weg gibt, neige ich dazu den schweren zu nehmen. Bloß keinem Problem aus dem Weg gehen!

@Thomas,
was heißt hier Dein Synchronring hielt? Der hält!
Interessant ist, dass es jetzt vier Varianten der Methode gibt:
a) Synchronring a la Odeon (aus dem Test ausgeschieden nach 15.000 Kilometern)
b) M42x2 auf M45x2 (ca. 2.000 Kilometer und Schluss)
c) M40x2 auf M45x2 (aktuell wohl schon im Test)
d) M42x2 auf M48x2 (folgt bald)

@all,
der größte Murks ist Diskussionen um 4/10er zu lesen, wenn man selbst nicht fahren kann.

Schönen Sonntag

Clemens


Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
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Taz

Hallo Clemens.

Die technischen Halte sind doch die Würze im Leben eines Mopedfahrers...wie sonst käm wohl der Stoff für die endlosen Abende zusammen, bei denen man sich unter ständigem Sperrfeuer mit 0.5 Glasmantelgeschossen die Zeit vertreibt, bis die Plätzchen aus dem Ofen sind und man mit der Kopfüberholung fortfahren kann ;D

Was Trümmerlotte angeht: da fällt mir ein Stein vom Herzen, ich hatte schon befürchtet, Moppelchen hätte sich einen Spitznamen eingefangen...

Und gegen das nicht-fahren-können gibts nur eins: Raustreten ins Exil, schrauben, Testfahrt...marsch, marsch ;D

Schöne Grüße, Tas
Life's a bugger, and then you die

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cledrera

#7
Sodele,
wenn es auch manchmal etwas länger dauert. Now we proudly present:
Einen Zylinderkopf mit M48x2 Auspuffgewinde und passender Mutter.

Was natürlich nicht fehlen darf, sind Vergleichsbeispiele, wozu auch Odeon`s unverwüstlicher Synchronring gehört. Der Bursche widerstand zuletzt sogar den Drehmomentschlüsseln die Jörg seine Arme nennt. Er ist jetzt jedenfalls auf ewig verheiratet mit einer Überwurfmutter und erhält einen Ehrenplatz im Exil; neben der Schraube des Grauens.

Und weil es so schön war, haben wir gleich noch einen Motor auseinandergerupft. Bei Jörg`s Abzieher (Gewindestange mit Schlaggewicht) und einem Steinel 630 Grad-Fön kommen selbst eingerostete Lager schon fast auf  bloßen Zuruf raus aus dem Sitz.
Und weil wir einmal dabei waren, wurden ein paar unebene Kupplungsdruckringe geplant. Auch davon ein paar Bilder anbei. Die Teile sollen zwar angeblich nur 20,00 € kosten; aber ob die dann plan sind? (Glaub ich erst, wenn ich ein Haarlineal drüber gehalten habe) Wegschmeißen? (Igitt!)

Genug der Worte, morgen kommt der Kopf drauf (wenn ich die blöde Nuß zu dem Drehmomentschlüssel finde)

Clemens
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cledrera

Hier die Fotos zum "Planspiel"

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GüllepumpeCH

Hallo Clemens

Mach Dir mal nicht in die Robe: Das Teil hält.  ;D

Daniel
Lieber länger unterwegs sein, als früher ankommen.

berndr253

Hi Clemens,

na das ist ja eine komische Flex mit der ihr da die Ringe plant - sieht ja bombastisch aus - und so was hast Du im Keller??

Die Geschichte mit dem Auspuffgewinde ist schon eine "endlose" - gibt es einen Grund warum Du das Gewinde nicht einfach hast nachschweissen lassen?? Das ist doch normalerweise immer das Verfahren der Wahl.
Ich hoffe mal, dass Du Dich traust mit dem Motorrad auch zum Edersee zu kommen - wenn Du die Fahrt nicht in einem "Rutsch" machen willst - kannst in Dortmund einen Ruhetag einlegen und dann in Gesellschaft weiter reisen.
Aber das bereden wir wohl besser noch einmal wenn der Termin ansteht

Maht et joot - un denk draan - ett hätt noh immer jot jejange

Bernd

Leben und Leben lassen

rolf.soler

Letzte Woche hat mir Mark Huggett (BMW mobile tradition Schweiz) erzählt, dass es nichts nütze, Druckringe zu planen, weil die einen memory effekt hätten und bald wieder so verzogen seien wie vorher . Hoffentlich stimmt das nicht  ;D
Bei uns kosten die aber etwa 60 Euro

cledrera

@Bernd,
ich bin nach einem Telefonat mit Herrn Rabenbauer auch der Meinung, dass Aufschweißen durchaus ein Mittel der Wahl ist.
Allerdings hat mich die von Thomas ins Leben gerufene Reparaturmethode faziniert. Die Arbeit, welche Jörg beim ersten Mal an meinem Zylinderkopf geleistet hat, hat mich so begeistert, dass ich nachdem Moppelchen mit dem ersten Stahlteil fertig war, einfach nicht aufgeben wollte. (und schon gar nicht, wenn man die Teile zügig da liegen hat, sie aber minimal nicht passen.)
Ich habe mich also einfach an die Forumsregel, gehalten (Trotzdem®  ;D).
Mein vermeintlicher "Keller" ist übrigens ein Teil von Jörg`s Werkstatt.

@Rolf S.,
hab es gerade bei Stemmler nachgeschaut. Du hast Recht. Die Dinger kosten tatsächlich soviel.
Aber memory effekt? Steht deshalb etwa auf den R25/3 Druckringen 6V/4Ah? Sind das Batterien? Nein, Spaß beiseite, das glaube ich so nicht. Was ich glaube, ist das Druckringe immer heiß werden und sich so oder so verziehen. Plant man dann einen Druckring und lässt alles andere so, wie es ist, wird sich natürlich der Druckring irgendwann wieder so verziehen, wie gehabt. Insoweit ist memory effekt vielleicht nicht ganz verkehrt.
Aber ganz ehrlich? Bei 60 € für das Teil, darf sich der geplante Druckring ruhig nach 30.000 Kilometern wieder verziehen. Vielleicht macht ein neuer das auch? Wer weiß es?

@ Daniel,
was glaubst Du eigentlich, weshalb Roben vorne offen sind? Das hat natürlich(e) Gründe. ;) (Nicht was Du jetzt denkst. Die flattern einfach besser im Fahrtwind!)

Clemens B(atman)





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sigi_rs

Moin zusammen,

da ich das ja mit den Druckplatten verbrochen habe, muß ich auch meinen Senf dazugeben. Ja ich glaube auch an den "Memory-Effekt", kann aber nicht abschätzen, wie stark sich der bemerkbar macht. Ich werde es einfach mal probieren, im schlimmsten Fall rutscht die Kupplung und ich brauche 'nen DAU-Abschleppdienst.

Da fällt mir gerade ein: ich werde meine Platte mal in den Anlassofen packen. Bei 300 Grad mal tüchtig entspannen lassen. Gehärtet ist sie nämlich nicht und nach dem Funkenbild ganz einfacher Feld-, Wald- und Wiesenstahl.

Viele Grüße
Jörg

Rütz

Mal eine dumme Frage: Plant ihr die Druckringe auf den Bildern nicht von der flaschen Seite? :Frage:

Die Sache mit dem Memory Effekt bezieht sich doch auf das Zurückdrücken der Druckringe durch Biegen in einer Presse und nicht auf Planen in einer Planschleifmaschine... oder nicht,oder doch?...

Rütz
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

sigi_rs

Zitat von: Rütz am 28 März 2010, 12:02:28
Mal eine dumme Frage: Plant ihr die Druckringe auf den Bildern nicht von der flaschen Seite? :Frage:

Wiesoooo?

Als alter Flächenschleifer habe ich "auf Umschlag" geschliffen. Erstmal ein bischen von der Reibseite, so daß die Anschraubohren blank waren. Dann kann man die Scheibe sauber auflegen und schleift eine Auflagefläche an die Außenseite. Und dann dreht man nochmal und schleift von innen fertig. ;)

Sonst fällt die Scheibe von selbst vom Magneten, weil sie krumm wie eine Tellerfeder ist.

Viele Grüße
Jörg

Rütz

I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

rolf.soler

da mein Druckring ganz verzogen war und ich trotzdem nicht die geringsten Kupplungsprobleme hatte, denke ich auch dass ein gelegentlich sich wieder verziehender Druckring nicht allzu schlimm ist.
Hab das Zeug nur gewechselt da aussen 1 mm dünner als innen + Druckring egwölbt und ich sowieso alles ausbauen musste und das nicht in 6 Monaten wieder machen möchte und nicht so teuer im Vergleich mit den anderen Teilen usw. usf.
den alten schick ich Euch zm planen, o.k. ?  ;D

rolf

Memoryeffekt beim planschleifen...das ist doch nicht dein Ernst , Jörg?

cledrera

Rolf,
das ist wie beim Kuchenbacken. Der Kuchen passt sich der Form an und nicht umgedreht.
Einen echten Memory-Effekt (so jetzt haben wir alle Schreibweisen durch) meint Jörg sicher nicht.

Clemens
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sigi_rs

Zitat von: rolf am 28 März 2010, 22:28:37
Memoryeffekt beim planschleifen...das ist doch nicht dein Ernst , Jörg?

Doch, mir hat der Begriff sehr gut gefallen.  ;D Memory-Effekt

Klasse. Aber was wirklich passieren könnte: An der Oberfläche sind Wärmespannungen ins Gefüge reingekommen. Wenn man die Oberfläche abschleift, werden dabei auch die Spannungen verändert oder abgebaut und das Ding verzieht sich dadurch. Das hat aber mit Memory-Effekt nichts zu tun. Deshalb mein Gedanke, das Ding zu normalisieren, sprich so heiß zu machen, daß sich die Gefügespannungen abbauen können. Danach kann man schleifen, bis nichts mehr da ist, ohne das sich viel tut.

Viele Grüße
Jörg

rolf

Ich schätze (!) mal, das hauptproblem liegt darin das sie sich ja nicht ohne grund verzogen hat....nun wird sie dünner geschliffen...nun hat derselbe Grund  ;D es leichter sie wieder krumm zu ziehen.
Rolf...memoryeffect( hatten wir noch nicht)...dzdzdz....erinnert mich an Ventilsitze und bleifrei

cledrera

Zitatdas hauptproblem liegt darin das sie sich ja nicht ohne grund verzogen hat....

Das meinte ich mit Kuchenbacken. Ist der Rest der Kuplung so geartet, dass er eine (minimale) Wölbung zeigt, wird sich auch ein geplanter Druckring wieder verziehen; ein neuer planer Druckring aber auch.
Schau`n wir mal; so in 20 bis 30.000 Kilometern werden wir es wissen.

Clemens  ;)
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sigi_rs

Zitat von: rolf am 29 März 2010, 11:16:29
Ich schätze (!) mal, das hauptproblem liegt darin das sie sich ja nicht ohne grund verzogen hat....nun wird sie dünner geschliffen...nun hat derselbe Grund  ;D es leichter sie wieder krumm zu ziehen.

Mit fast den gleichen Worten habe ich Clemens meine Zweifel angedeutet! Aber der Geiz hat gesiegt, vor allen Dingen, weil der Rest noch einigermaßen gerade war. Nur Probieren hilft hier weiter.

Viele Grüße
Jörg

cledrera

#24
Komm er nicht mit Zweifel,
dem Manne aus der Eifel.
Das geht nicht schief,
weil keiner schlief.
Falls doch
fliegt Druckring
durchs Ozonloch
hintern Saturnring.

Kurzfassung: Versuch macht kluch
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rolf

kein geiz....Forscherwissen ;D
Davon ab...habe ich auch schon gemacht....mit guten Ergebnis (bei meiner 2-Zylinder)...für meine /2 habe ich auch so'n Ding rumliegen....kommt beim nächsten Mal rein.
Rolf

Rütz

Könnte man den Ring vor dem Schleifen nicht irgendwie erstmal "zurechtdrücken"?

Mein alter Druckring hängt mind. 1,5 mm durch (und ist das nicht die übliche Größenordnung?). Das hieße, die Ohren wären nach dem Schleifen um dieses Maß dünner, also fast als nur noch halb so dick wie vorher....
...und die Ohren sind doch eh' die Stelle, an der sie sich am meisten verbiegen... oder nicht?... :Frage: :-\\

Rütz
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For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

cledrera

1,5 mm sind nach meiner Meinung zu heftig zum wegschleifen.
Ohne jetzt der Fachmann zu sein, sollte man es doch mal mit pressen versuchen.
Die Vorgehensweise könnte wie folgt sein:
a) Druckring gut durchwärmen, (z.B. 300 Grad zum entspannen, der erinnert sich schon jetzt an nix mehr  ;D)
b) Druckring zwischen zwei plane Metallplatten mit etwas Druck (wieviel Tonnen?  :Frage:) kalt werden lassen
c) Druckring nochmals gut durchwärmen. (Jetzt hat er garantiert Alzheimer und denkt, er sein Ventil und wilkl bleifrei Gezapftes  ;D ;D)

Interessante Zeiten

Clemens
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rolf

Davon ab...ich habe schon druckringe gehabt die haben nur zu einen Fünftel getragen....und funktionierten tadellos.

sigi_rs

Moin zusammen,

also 1,5 mm ist wohl zu viel. Die geschliffenen Ringe hatten ca. 0,5 mm und 0,7 mm Durchbiegung.

Das mit dem Richten halte ich für wenig zielführend. Das liegt daran, daß man eine gigantische Presse brauchen würde, um sie wirklich plan einzuspannen. Noch schlimmer, man müsste sie überbiegen, ::) fällt mir gerade ein!

Ich sprech da aus langer Erfahrung, denn mein erster Job war Betriebsingenieur in einer Sägenfabrik, die Kreissägen etc. hergestellt hat. Da fielen diese Probleme jeden Tag an. Es gibt da Spezialisten, die die natürlich tellerfedernartigen Sägenrohlinge richten. Das wird zum Teil heute noch von Hand gemacht. Zusätzlich wird Spannung in den Werkstoff gewalzt, damit das Material gezielt vorgespannt wird. Nicht einfach, das ganze. Da ist Planschleifen deutlich einfacher.

Ich werde das Ding definitiv austesten.

Viele Grüße
Jörg

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