R25/3 Tank undicht an der vorderen Lasche

Begonnen von Taz, 12 Mai 2009, 22:33:36

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Taz

Hallo zusammen.

Mein R25/3 Tank hat vorne an der rechten Lasche eine Undichtigkeit (habe ich wohl trotz aller Vorsicht ein wenig zu fest angezogen :kopfhau:). Das Benzin tritt genau am vorderen Ende der unteren Schweißnaht aus. Ein erster Lötversuch am Wochenende war leider nur teilweise erfolgreich, denn jetzt näßt es nur noch leicht...aber auf Dauer ist auch das kein Zustand.

Nachdem ich bestimmt nicht der erste mit dieser Problemstelle bin: gibt es Erfahrungswerte, wie man diesem Problem am besten beikommt? Die Stelle ist gerade unter der Lasche extrem schwer zugänglich...macht es da überhaupt Sinn, was zu probieren oder sollte ich ein Loch in den Tank bohren und ihn mir an die Werkstattwand hängen?

Der Edersee rückt näher und mit tropfendem Tank wollte ich die 340km nicht in Angriff nehmen...

Vielen Dank im Voraus, Tas I(m Moment leicht gefrustet)
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Taz


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mekgyver

Hi Tas,
ist jetzt bestimmt der richtige Zeitpunkt, Dir ein WIG-Schweissgerät zuzulegen,
'ne Pulle Argon dazu und fertigmachen.
Halte ich für ziehmlich minimal-invasiv  8)
Gruß mek  :koenig:
... 73er-Gang

sigi_rs

Hallo Tas,

ich hatte bereits mehrfach dieses Problem, Du erinnerst dich an den grundierten Tank beim vorletzten Ederseetreffen? Vor kurzem war der Tank wieder leck. Der Haarriß ging bis unter die Lasche und ließ sich durch Weichlöten nicht mehr in den Griff bekommen. Ich habe schlicht und ergreifend mit dem Dremel die untere Schweißnaht abgetrennt und die Lasche "halbiert.

Die Schweißnaht habe ich durch eine fette Lage Karosseriezinn ersetzt. Bis jetzt hat die Reparatur 1000 km Gespannbetrieb mit exotischen Vibrationen und gigantischer Schüttelei (durch ungefederten Seitenwagen) durchgehalten.

Die (schlechte) Zeichnung zeigt vorher und nachher.

Viele Grüße,
Jörg

Taz

Hallo Jörg.

Das ist doch ein machbarer Ansatz...bei mir schauts wohl genauso aus (Riß bis unter die Lasche).

Aber ein anderer Gedanke: haben wir hier niemanden im Forum, der so einen Tank mal simulationstechnisch unter die Lupe nehmen und herausfinden kann, ob nicht ein anderes Konzept für die vordere Befestigung vielleicht hilfreicher ist?

Die aktuelle Position der steifen Laschen mitten in einer strukturlosen, schwingungsfähigen Fläche ist doch sicher suboptimal, oder? Alle Vibrationen werden nur schwach von den Gummikegeln gedämpft auf diese Fläche übertragen, die Kopplung erfolgt nur über die Schweißnähte. Und daß konstruktionsbedingt die Kräfte von der vorderen Schraube ebenfalls direkt in die Schweißnähte abtragen halte ich auch für ungeschickt...

Maschinenbauer nach vorn ;D Wenn einer eine praktikable Lösung hat...ich muß eh nochmal an den Tank und würde den als Versuchsträger nutzen...wieder ein Schritt näher zum 100Mm-Einzylinder....

Schöne Grüße, Tas
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rolf

Hatte ich doch schon mal beschrieben wie ich meinen tank nach 20 jahren endlich (und dauerhaft) dicht bekommen habe..steht das nicht unter tipps und co?

Taz

Hallo rolf.

Meinst Du diesen Beitrag? Gelesen habe ich ihn, allerdings habe ich das Löten probiert und bin wegen der schlechten Erreichbarkeit des Lochs mit dem Ergebnis nicht zufrieden (ob das daran liegt, daß die Methode an dieser Stelle nicht optimal ist oder ob ich handwerklich Fehler gemacht habe, sei dahingestellt).

Schöne Grüße, Tas

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rolf

Nein..den, wo ich beschrieben habe womit ich den tank soweit gebracht habe nicht mehr zu reissen!..Verlängerung der laschen, anlöten weiter zur Mitte des tankes etc.

Taz

Hallo Rolf.

So langsam wird ein Bild draus...am nächsten kommt das hier...da habe ich vor lauter Bäumen den Wald nicht gesehen :kopfhau: Asche, Staub und kleine Steinchen auf mein Haupt.

Das geht schon in die Richtung, die mir vorschwebt, es nimmt zumindest massiv Druck raus aus der ganzen Angelegenheit. Aber optimal wäre ja eigentlich eine Art Brücke (die die Funktion der bisherigen Laschen übernimmt) und die dann mit Gummi entkoppelt am Tank befestigt ist...würde also auf Silentblocks rauslaufen...die könnte man ja auch hinten zum Einsatz bringen...vorne müßte man dann evtl. im Rahmentunnel Gewindebuchsen einsetzen...das wär aber (weil man da auch von oben ganz gut rankommt) weniger ein Problem...

Schöne Grüße, Tas G(eknickt und grübelnd)
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rolf.soler

Aber wenn das so ein grundsätzlicher Konstrruktionsfehler wäre....warum sind dann viele (die meisten ?) Tanks auch nach > 50 Jahren dicht ?
Ich glaube (nicht wissenschaftlich  :)) dass ein Tank dann dort rinnt wenn einmal die Laschen zu stark zusammengezogen wurden (natürlich von einem Vorbesitzer  ;D) ; und wenn das mal so war, ist er schwer wieder dicht zu kriegen, und rinnt eben auch wenn man selber nicht wie ein Esel die Laschen zusammenzieht...
O.K. das nützt jetzt konkret nichts  ;D

Taz

Hallo Rolf II.

Ich vermute, daß da einiges zusammenkommt..Am Anfang, wenn das Blech noch jung ist, hält der Tank wohl auch ein bisschen Zug auf die Laschen aus...irgendwann ist durch die endlosen Vibrationen und Korrosion ein Punkt erreicht, wo das Blech keinen Zug mehr abkann...ab da ist es Glückssache...ich hatte meinen Tank heuer Anfang März montiert und seither auch schon dreimal bis zur Reserve leergefahren und wieder aufgefüllt...da war nix...und dann Anfang Mai sabberte er plötzlich...

Ohne größere Aktion wird der wohl nicht mehr dicht...und bevor mir das in einem Jahr wieder passiert, würde ich gerne diese Schwachstelle konstruktiv ausmerzen...

Schöne Grüße, Tas
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rolf

Hallo Rolf...andersrum...fast alle Tanks sind undicht!

sigi_rs

Zitat von: rolf.soler am 13 Mai 2009, 19:23:34
Aber wenn das so ein grundsätzlicher Konstrruktionsfehler wäre....warum sind dann viele (die meisten ?) Tanks auch nach > 50 Jahren dicht ?

Hallo Rolf,

geh nicht von den R26/27-Tanks aus. Da ist das stabiler gelöst. Bei den Laschentanks gibt es fast nur Ärger.

Viele Grüße,
Jörg

Taz

Hallo Jörg.

Zitat von: sigi_rs am 14 Mai 2009, 07:39:24
...Hallo Rolf...

Da haben wir den Salat...der eine (RII) hält alle Tanks für dicht, der andere (R :koenig:) für undicht ... welchen meinst Du denn nun? ;D

Schöne Grüße, Tas
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rolf

Beide haben recht...26/27 haben diese Probleme nicht (da keine Laschen)

rolf.soler

Alles klar....1:0 für die Schwuchteln  ;D

Taz

dafür muß ich für 'nen simplem Hardischeibentausch nicht gleich das halbe Moped zerlegen ;D
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cledrera

Vor allen Dingen werden Tore, die Stunden nach Abpfiff fallen, nicht gezählt.

cledrera
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Taz

Hallo Rolf.

Zitat von: rolf am 08 September 2003, 13:08:39
...vordere laschen abtrennen (komplett), neue machen die eine große Anlge an der tankinnenseite haben (so ca. 50x100mm²), die anlöten (hart!) und vorher so ausrichten das beim anschrauben die laschen nicht wieder zusammengezogen werden...

Du hast nicht zufällig Bilder davon, oder? 2003 ist schon eine Zeit her...

Schöne Grüße, Tas
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rolf

#18
Nein habe ich nicht...und Tank abbauen tue ich auch nicht..u.a. weil ich morgen damit (und den Rest der /2) zum Limfjord fahren werde :attacke:....
Das prinzip ist das wichtige:
lange Laschen, die weit hinten (also ca. mitte des Tanks) angelötet werden, somit kann man die Laschen vorne beim anschrauben ruhig zusammenziehen...auf die Länge der Laschen gesehen bewegt sich da fast gar nichts, erst recht nicht vorne an der empfindlichen Tankkante...die Laschen können sich rel. frei bewegen, sind rel. großflächig befestigt (verteilt also die Belastung auch großflächig), an einer Stelle die das abkann.
Verständlich?
Rolf

Taz

Hi Rolf.

Entspann Dich ;D ... ich will Deine Tour natürlich nicht in Gefahr bringen :bike: ...daß es von 2003 schon Digitalbilder geben würde, habe ich eh nicht ernsthaft angenommen.

Aus Deinen beiden Beschreibungen ergibt sich jetzt ein gutes Bild Deines Umbaus. Damit ist schon mal ein gangbarer (und erfolgreich getesteter) Weg dokumentiert, wie diese Schwachstelle bereinigt werden kann...einzig die dann wohl fällige Neulackierung macht mir im Moment noch ein wenig Kopfzerbrechen...

Vielen Dank und eine gute  :bike:, Tas
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Dennis

Ich stelle meinen derzeit noch unlackierten Tank gerne einem fähigen (!) Umbauer zum erstellen einer Fotodokumentation zur Verfügung!!!  ;D

@Rolf: Demnächst mal Lust und Zeit? Zuerst natürlich viel Spaß und gute Fahrt bei deiner Tour!  :bike:  ;)

Natürlich bin ich auch bereit anfallende Kosten und Arbeitslohn zu übernehmen, sofern sie sich im für mich tragbaren Rahmen bewegen...müsste man vorher mal abquatschen.

Dennis
Chrome won't bring you home!

rolf

#21
Dennis: Ja, mache ich sowieso nicht selber ;D...gebe ich sowieso einen excellenten Schweisser/Löter
Werde ich haben: 4 Flaschen Teachers, 1 Gammeldansk, 5 Flaschen Rotwein, Fondue...wenn das Wetter sich so weiter entwickelt kommt noch 1 Flasche Rum dazu ;D

Tas: nicht unbedingt, wenn du vorsichtig arbeitest....das abflexen der alten befestigung ist ein bißchen kompliziert, aber da hast du ja schon Flurschaden...das neue Ding ist innen angelötet...das sieht kein Schwein....2003: ICH hatte da garantiert keine Digikamera...schon gar mit umgehen können

Taz

Hallo Rolf.

Hört sich nach "einmal Volltanken, bitte" an... :respekt:

@Dennis: Das ist natürlich eine Idee...ist Dein Tank denn auch schon vorgeschädigt oder willst Du präventiv tätig werden?

Schöne Grüße, Tas
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rolf

All inclusiv mit 100% Selbstbeteiligung ;D....guck dir mal die Bilder von unserer DK tour mit Heiko, peter, Mek, rütz an...speziell das Kühlschrankfoto...ich hoffe heiko hat das parat

Dennis

Hi Tas,

es wäre bei meinem Tank eine Präventionsmaßnahme, dicht ist er momentan, das konnte ich kürzlich bei Jörg in Remscheid mit Druckluft testen.
Aber es wäre ja schon sehr ärgerlich, wenn das Teil mit neuer Lackierung und Linierung kurze Zeit später anfängt zu siffen...  :kopfhau:

Gruß
Dennis
Chrome won't bring you home!

Dennis

Zitat von: rolf am 15 Mai 2009, 12:39:16
All inclusiv mit 100% Selbstbeteiligung ;D....

:lol: schön formuliert!

@ Heiko: Foto her!  ;D
Chrome won't bring you home!

cledrera

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Huber-Eicher

Hallo, war schon länger nicht mehr online, vielleicht hilft meine Erfahrung trotzdem:

hatte das selbe Problem.: Undichtigkeit vorne an der Tankbefestigung meiner R25/3. Hab das zuerst Schweissen lassen ... hielt gerade 200 km. Danach habe ich den Tank zu einem Kühlerbauer gebracht, der sich wirklich im Material auskennt. Er hat das Ganze dann Hartgelötet (keine zusätzlichen Verstärkungen oder Verlängerungen, alles wie es original war). Zusätzlich hat er durch Wärmen an den entsprechenden Stellen jegliche Spannungen entfernt.  Ich habe anschliessend die Befestigung peinlichst ausdistanziert, so dass beim Festzeihen absolut kein Zug auf die Laschen mehr entstehen. Seither habe ich seit 5'000 km keine Probleme mehr. Ich bin überzeugt, dass der Schlüssel darin liegt, dass die Ausdistanzierung wirklich perfekt gemacht ist. Die Befestigung ist stark genug, dass sie mit den Vibrationen klar kommt, aber nicht, wenn sie zusätzlich unter Zug steht .... soweit meine Meinung.

Gruss

Beat
Wer nicht genau hinsieht, sieht überall nur Probleme

Taz

Hallo Beat.

Hat Dein Kühlerbauer die Originallaschen entfernt oder war das nicht nötig, weil er mit dem Hartlöten den Riß auch unter der Lasche erwischt hat oder weil der Riß eh vollständig sichtbar war?

Schöne Grüße, Tas

PS: Nicht böse sein, wenn ich pingelig erscheine, aber ich versuche eben, eine Lösung für mein Problem zu finden, bei der sich möglichst langfristige Sicherheit vor Wiederholungen und ein Maximum an Lackerhaltung kombinieren lassen...der dazu erforderliche Aufwand ist äußerst zweitrangig.
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mekgyver

@ Beat  :applaus:
exakt so ist es !

Es dürfen keine Zugspannungen auf die Löt/Schweißstellen wirken, die durch die Verschraubung entstehen.

Damit es nicht klappert, beim Fahren, muß die Ausdistanzierung so eingestellt werden,
das nur das Gummi etwas gedrückt wird.

Gruß mek  :bike:
... 73er-Gang

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