Motor (R25/2) während einfahren (~500km) überhitzt (?) ausgefallen

Begonnen von felixcurly, 29 August 2025, 22:06:21

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felixcurly

Hallo zusammen,

Achtung, viel Text  ::)
2018 habe ich die /2 von meinem Onkel ,,bekommen", recht bald gemerkt dass der Motor durch ist und den getauscht. Dann kamen Hochzeit, Renovierung, 2 Kinder... also nur ca 500km mit dem neuen Motor. Jetzt bin ich mal wieder auf Tour gegangen und wollte die /2 endlich von meinen Eltern (St. Ingbert) zu mir nach Karlsruhe fahren . Da steht sie jetzt auch, allerdings kam sie aus eigener Kraft nur bis zur Rheinbrücke  :D.
Sie lief super, sicher > 100. nahm dann kein Gas mehr an. Rollen lassen, wieder einkuppeln, lief wieder - 3-4mal. Ziemlich stressig auf der Autobahn :(. Dann irgendwann Fehlzündungen und Schluss. Gerade noch eine Nothaltebucht bekommen. Motor wirkte sehr sehr heiß  :-\\ . Ca 20-30min abkühlen lassen, sprang aber nicht mehr an. Ein netter Heinkel-Roller Fahrer hielt dann an und wollte mir helfen, Verdacht Zündung. Die Zündkerze sah auch nicht mehr gut aus. Beim Rausdrehen ist aufgefallen dass sich der Stahleinsatz mitdreht. Zündung war wohl zu früh. Und die Schrauben der Grundplatte nivht besonders fest. Leider hat er geschaut und nicht ich, ich weiß also nicht wieviel. Habe sie wieder auf ,,S" eingestellt aber sie sprang nicht mehr an. Also abholen lassen...  :\'(   Das war dann wohl die erste und letzte Fahrt für längere Zeit.

Zu Hause angefangen zu obduzieren:
- Ventilspiel zu knapp! Verdichtung nur ca 4, mit korrigiertem Ventilspiel 10 - Ventile und Kolbenringe sollten also dicht sein.
- Unterbrecher hatte nur ca 0,25mm Abstand. Ich vermute mal da hat sich was verstellt. Zumindest würde ich den nicht willentlich so knapp einstellen.
- wie oben geschrieben ist der Stahleinsatz mit dem Kerzengewinde lose. Beim Zerlegen ist mir außerdem ein Riss zwischen dem Einsatz und dem Einlassventil aufgefallen. Wie tief sollte die Kerze eigentlich im Kopf sitzen?
- den Fliehkraftversteller braucht wohl auch Aufmerksamkeit. Die Bleche sehen unsymmetrisch aus? Und wenn ich die Gewichte nach außen drücke und loslasse gehen sie nicht ganz zurück (ein Bild so, eins mit zurückgeschobenen Gewichten)

Meine Theorie: Zündung hat sich durch Vibration verstellt, dadurch überhitzt, irgendwann war die Zündung/Zündkerze so daneben dass nix mehr ging. Ventilspiel hat sich verringert durch die Überhitzung in Kombination mit Volllast. Stahleinsatz wurde locker durch den Riss —> ??

Geschichte des Motors:
Ventile mit Führungen Federn und Sitzringen vor ca 500km neu. Kolben und Zylinder auch. Nach 150km Zündung und Ventilspiel geprüft, unauffällig (Wollte ich jetzt eigentlich auch wieder machen). Ich bin den Motor mit immer längeren Vollgasabschnitten eingefahren. Außer einem Mini-Klemmer (?) nach ca 70km unauffällig bis zur letzten Tour. So lange am Stück bin ich ihn halt auch noch nie gefahren.
Vergaser ist original bestückt.

Ich hoffe ich habe nix vergessen vor lauter erzählen. Tja, was nun? Den Kopf zum Rabenbauer, Einsatz raus und Loch plus Riss zuschweißen lassen und Langgewinde rein?
Dann alles einstellen und weiter einfahren, dabei engmaschiger (alle 100?) kontrollieren?
Zylinder werde ich mal noch ziehen und den Kolben begutachten.
Fliehkraftversteller muss ich mir nochmal anschauen.

Das wars erstmal von mir. Danke fürs Lesen und fürs Mitdenken.
Felix

felixcurly


felixcurly

#1
Über Bremse und Tank (die Lötung war wohl nicht dauerhaft dicht) rede ich ein andermal...  ;D  :traurig:

Beppo

Die Kerze sieht ja abenteuerlich aus. ISt in dem Kopf nicht schon ein neuer Gewindeeinsatz drin? Ob der Riss noch zu flicken ist? Raben fragen. Fliehgewichte sahen bei mir auch so aus eine Feder mehr wie die andere gespannt. Muss mann probieren und vermutlich Buxusblech einbauen. Info darüber reichlich hier im Forum.

Gruß Beppo
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

felixcurly

Die Beschreibung hier im Bosch Fehlerbild passt auch nicht so ganz zu dem was ich beobachtet habe:
https://bosch24.de/zuendkerzen-richig-deuten/
(,,Masseelektrode verschlissen")

strichzwojan

Die Sitzringe wirst du ja nicht selbst getauscht haben?
Das Kerzengewinde sieht nicht original aus (der Einsatz). Da würde ich den Instandsetzer mal fragen, was er da gemacht hat, oder eben nicht, z.B. den Riss zumachen oder eine neue ZK-Buchse reinwürgen, die diesen erst verursacht hat. Über 100 Sachen nach 500km auf der Autobahn abzufordern ist allerdings sportlich.

Besorg dir ein Stroboskop und prüfe den ZZP bei höherer Drehzahl. Das, was du selber angesprochen hast natürlich auch.

Eppo

Naja nur 500km Einfahren und langer Standzeit gleich auf die AB ist sportlich und zeugt von viel Vertrauen in die alte Technik.
Hätte ich so nicht gemacht, da es einfach auch kein schönes Fahren ist. Dann lieber Landstraßen oder Bundesstraßen gemütlich bei 70-80kmh.

Schau dir mal die Vergleichsbilder an:
kerzen10.jpg

Wenn ich mir dein Foto von der Kerze unterhalb vom Sechskant ansehe, ist die Kerze schon gut heiß geworden.

Der Stahleinsatz vom Zündkerzengewinde sieht auf dem Foto nach eingeschraubter Version aus.

Wenn die Passungen beim Einsetzen der neuen Ventilsitzringe nicht gut waren, kann das unter Umständen zu Ausdehnungsspannugen geführt haben, welche sich dann über den Riss entspannt haben. Als Folge ist dann der ZK-Einsatz locker geworden.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Eppo

Zitat von: felixcurly am 29 August 2025, 22:48:19Die Beschreibung hier im Bosch Fehlerbild passt auch nicht so ganz zu dem was ich beobachtet habe:
https://bosch24.de/zuendkerzen-richig-deuten/
(,,Masseelektrode verschlissen")

Das Fehlerbild kannst du nicht so auf die Bosch-Tafel übertragen, da du eine Blitz Kerze hast  ;D .
(Spaß)
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Heiko

Moin,

Zitat von: strichzwojan am 29 August 2025, 23:01:17...über 100 Sachen nach 500km auf der Autobahn abzufordern ist allerdings sportlich.

Ich verweise auf den Hertweck

IMG_1411.jpeg
IMG_1412.jpeg

und auf die zahlreichen Erfahrungen anderer hier im Forum und auf eigene Erfahrungen.
Wenn es doch klemmt, war was falsch. Wer rumbummelt beim Einfahren, verschenkt Leistung  :engel: , Sicherheit  :rip: und zuletzt auch Spaß  :bike: .

Das Buxusblech ist übrigens nur zum begrenzen des ausgenudelten Anschlages der FKR bei voll ausgeschwenkten Fliehgewichten.

Das Problem lag sehr wahrscheinlich am gnadenlos verstellten ZZP. Sei froh, dass durch das zu geringe Spiel kein Ventil abgerissen ist. Nebenbei scheint das Zündkerzengewinde auch nicht die korrekte Länge zu haben, was ich mir im Moment aber nicht erklären kann.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

strichzwojan

#8
Über 100 Sachen auf der Autobahn mit einer 25/2 sind auch nach  50.000 km sportlich!

Felix, zieh den Zylinder und schau dir den Kolben unbedingt an (Reibespuren, Klemmspuren).

Nach Hertweck kann man einfahren, wenn man einen guten Qualitätskolben, am besten NOS, hat. Mindestens sollte ein unbekannter Kolben vorher im Backofen getempert werden.

Und nimm eine Zündkerze, die hier gut beleumundet ist, z.B. eine NGK B7HS, eine Bosch W4AC oder auch eine Denso W22FS-U.

Jan

Kees

Na ja, Heiko, ich hatte meine erste Kolben auch nach 600 km geschrottet. Frei nach Hertweck eingefahren, da dachte ich auch, jetzt ist es gut. Dann auf der Autobahn nacht etwa 10 km vollgas eine schreckliche Klemmer. Und bei mir waren Zündung und Ventilen gut eingestellt. Das war eine etwas ältere KS Kolben mit 4 Ringen.

Man sagt aber auch das man die neue KS Kolben fast nicht mehr einfahren muss. Da sind die Kolbenringe irgendwie so geformmt das die sich blitschnell am Zylinderwand anpassen. Na ja, ich habe es dieses mal mit so eine neue KS Kolben etwas ruhiger gemacht und länger vorsichtig gefahren. Nicht gebummelt, oft mit Vollgas, nur eben nicht so lange hintereinander. Der hat jetzt gut Leistung.

Verstellte Zündung war bei Felix sicher ein Problem. Die Kerze sieht sehr überhitzt aus.

M. Bumerang

Wenn der Kolben Reibespuren  hat dürfte der Zylinder auch einige haben.
Um das zu sehen nimmt der heutige gut ausgebildete Mechanikus ein Endoskop mit Speicherkarte.
Kerze raus, rein gucken, Diagnose gucken, fertg.
Etwa so was.
https://www.amazon.de/Bosch-Inspektionskamera-UniversalInspect-Softtasche-Kamerakopf-%C3%98/dp/B073S65LRP?th=1
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

Kees


Heiko

Zitat von: strichzwojan am 30 August 2025, 08:03:03Über 100 Sachen auf der Autobahn mit einer 25/2 sind auch nach  50.000 km sportlich!

Sicher > 100... steht da  ;D mit dem VDO Schätzeisen...  :thumbsup:

@Kees:

Dann hast Du Seite 86 nicht beachtet!  ;D
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Kees

Ja schön, Klemmerprobe. Meine Klemmer hat damals die ganze Kolben verformt. Der war einfach nur schrott. Davon sagt Herr Hertweck nichts! Ich denke er hat solche Kolben nie nachgemessen.

strichzwojan

Nach nur 500 km mit einem "getauschten Motor", was immer man darunter verstehen soll, Vollgasfahrten auf der Bahn zu machen, ist einfach leichtsinnig. Und die Peripherie wie Zündanlage und Vergaser kann man natürlich vor solchen Dauerbelastungstests mal genauer inspizieren.

Kees, die Kolbenringe von damals und heute sind wirklich nicht mehr vergleichbar. Bei einem NOS-Kolben würde ich mir immer den Luxus eines modernen Kolbenringsatzes von KS leisten. Und bei einem Vier-Ring-Kolben die dritte Nut von oben freilassen.

Eppo

Einfahren, Warmfahren egal, viele haben da ihre eigene Vorstellung von dem Was die Technik abkönnen muss.
Teils sind Anleitungen von Herstellern übervorsichtig ausgelegt (Bsp. R35 mit verblombten Gasschieberanschlag, damit man ja nicht zu viel Gas gibt während der Einfahrzeit) teils werden gegensätzliche Infos verstreut.
Es mag jeder machen wie er/sie es mag.

Ich finde die Philosophie der Abwechslung ganz gut:
Die Mischung machts, quasi das Einfahren wie eine aufschwingende Sinuskurve mit Phasen des gleichmäßigen Dahingleitens und dann auch wieder mal mehr Gas oder mehr Last und diese Phasen dann immer länger werden lassen.
Damit gibt man den Komponenten Zeit sich aufeinander einzuarbeiten.
Ist wie bei einer guten Freundschaft  ;D.

Andere gehen eben den Weg: Ride it hard!

Ich hatte mal nen Kollegen, welcher der Auffassung war:
Ist der Motor kalt, gib ihm Sechseinhalb.
Löste bei mir nur Kopfschütteln aus.
Seine Meinung: Moderne Motoren sind dafür ausgelegt und vertragen dass.

Ich sehe es etwas anders: je genauer die Passungen in neuen Motoren, umso besser muss alles zusammen warm gefahren werden.

Daher bin ich auch kein Fan von Start-Stop oder gar Hybrid auf AB. Das kann nicht gut sein, wenn man elektrisch aus der Stadt kommt und dann nach 3km auf der AB bei 120km/h plötzlich der kalte Verbrenner gefordert wird.
Da überlasse ich das Zuschalten des Verbrenners lieber nicht der Technik, sondern gehe 10min vor AB schon in Verbrennerbetrieb, damit der Motor schon warm werden kann.

Aber zurück zum Spocht.
MfG
Eppo

Nebenbei, musste ich mir in #8 von Jan "beleumundet" mehrmals durchlesen, weil mein Gehirn daraus immer Buchstabensalat daraus gemacht hat 😅
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

felixcurly

#16
Danke für eure Rückmeldungen! Ich verspüre einen gewissen Rechtfertigungsdruck  ;D
Ich hoffe ich antworte auf alle offenen Punkte, sonst meckern.

Einfahren: Ja ich wollte/will die Maschine grundsätzlich wie von Heiko beschrieben einfahren. Wenn ich so ein Motorrad habe will ich schon wissen was geht und zumindest nach ~ 1000 (2000?)km auch mal längere Zeit Vollgas fahren können falls gewünscht. Das machen doch andere hier im Forum auch so? Zumindest lese ich das so raus... Wobei das oben vielleicht falsch rüberkam: das waren keine 100te km Autobahn! Aber ganz ohne geht es nur mit größeren Umwegen über die Rheinbrücke. Und auch kein stundenlanges Vollgas. Macht mir auch keinen Spaß. Maximal 10min am Stück würde ich sagen, eher weniger. Dann wieder ruhiger. Da waren auch 3 Pausen auf 130km. Das Ventilspiel hätte ich vorher Fahrt nochmal  prüfen sollen, Zündung auch (Strobo habe ich) - ich hätte nicht gedacht dass sich da so schnell was verstellt (nachdem es vorher unauffällig war) bzw war wohl zu zaghaft an den kleinen Schräubchen. Ärgerlich. Vor allem hätte ich während der Fahrt früher skeptisch werden müssen  :verlegen:

Motor: den Rumpf habe ich überholt (Kurbelwelle von Bals), Die Sitzringe&Ventilführungen wurden nicht von mir eingesetzt. Am Kerzengewinde wurde nix gemacht. Rückfragen sind aber schwierig, es gab nie eine offizielle Rechnung ohne dass das so abgesprochen war und wir sind ,,nicht im Guten" auseinander. Kolben kam dann soweit ich mich erinnere vom Rabenbauer, Ringe auch, Zylinder habe ich ihm auch geschickt (edit: falsch, war bei Ulis Motorradladen. ,,Tuning Kolben").

Tempo: ein Teilstück ist ein Freund auf seiner CB450 mitgefahren. Und innerorts konnte ich sehen dass mein Tacho fast 10km/h zuviel anzeigt (bei 50). Die Nadel schwankte teilweise aber um die 120, daher meine Schätzung. (Auch das nicht lange am Stück!)

Zündkerze: als ich die Verfärbung gesehen habe habe ich auch einen Schrecke bekommen und hätte mich gerne in den A... gebissen. Aber naja. Aber das Kerzenbild/Fehlerbild kann ich nicht so ganz zuordnen. Gibt es hier Werte wie weit die Kerze in den Brennraum schauen soll?


Montag rufe ich beim Rabenbauer an - solange hier keine Widersprüche/andere Empfehlungen kommen.
Und ja der Zylinder kommt auf jeden Fall runter und dann gibts Bilder. Und danach gehts ans wieder zusammenbauen bzw Fliehkraftregler genauer anschauen (ggf Buxus-Blech oder die Nieten von Stefan). Kann aber immer etwas dauern, das ist keine Missachtung der Vorschläge hier sondern nur Freizeit-bedingt  :angel:

Viele Grüße
Felix

rolf

Die Mischung machts, quasi das Einfahren wie eine aufschwingende Sinuskurve mit Phasen des gleichmäßigen Dahingleitens und dann auch wieder mal mehr Gas oder mehr Last und diese Phasen dann immer länger werden lassen.
Damit gibt man den Komponenten Zeit sich aufeinander einzuarbeiten.
Ist wie bei einer guten Freundschaft  ;D.


genau so wird es gemacht

felixcurly

Wie ist das eigentlich mit den üblichen Verdächtigen Rabenbauer, Bals, Ulis Motorradladen - gibts da aktuelle Empfehlungen oder einfach Preis vergleichen? Oder irgendwie aktuelle schlechtere Erfahrungen? (Gerne auch per PN)

Heiko

Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Kees

Ich kaufe sehr viel bei Salis. Der hat oft die gleiche Teile wie Rabenbauer und Mark Hugget. Ist aber ein bischen teurer. Aber sein Website fuktioniert viel einfacher, für mich sind die Versandkosten viel weniger und er ist sau schnell.

Aber ganz viele Teile sind gleich bei alle Lieferanten. Die werden irgenwo hergestellt (viel komt aus die Turkey) und dann von eine Grosshändler verteilt. Ich habe verstanden das der Hobbyist, auch hier in die Niederlände, viele solche teile als Grosshändler verteilt. Da kann man auch privat kaufen, oft am billigsten. 


4Taktix

Zitat von: Eppo am 30 August 2025, 09:45:47...
Ich finde die Philosophie der Abwechslung ganz gut:
Die Mischung machts, quasi das Einfahren wie eine aufschwingende Sinuskurve mit Phasen des gleichmäßigen Dahingleitens und dann auch wieder mal mehr Gas oder mehr Last und diese Phasen dann immer länger werden lassen.
Damit gibt man den Komponenten Zeit sich aufeinander einzuarbeiten.
Ist wie bei einer guten Freundschaft  ;D.
...

Die "Phasen des gleichmäßigen Dahingleitens" bzw. "Rollen lassen" dienen m.E. hauptsächlich zur Abkühlung
nach den kurzen "Hochlastphasen", in denen bei einer frisch gemachten Garnitur sehr viel Hitze (Reibung) erzeugt wird.
Think outside the box !

M. Bumerang

ZitatIch kaufe sehr viel bei Salis. Der hat oft die gleiche Teile wie Rabenbauer und Mark Hugget. Ist aber ein bischen teurer. Aber sein Website fuktioniert viel einfacher, für mich sind die Versandkosten viel weniger und er ist sau schnell.

An meinem /2 Tank lösen sich die beiden Tankgummies auf. Die hielten knapp 40 Jahre.
Beim Rabenbauer neue bestellt. Die bessere Ausführung hat er nicht mehr.Und bekommt die anscheinend auch nicht mehr.
Frage:Wer hat die bessere Gummiqualität?
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

felixcurly

So, habe gerade mal beim Rabenbauer angerufen: Zuschweißen plus neue Sitzringe... es werden wohl ca 450€   :traurig:   Und mir wurde eigentlich ein anderer Kopf empfohlen... mal sehen was ich mache. Ventile und Federn könnte ich ja ,,weiterverwenden".
Weiß jemand wie groß die Chance ist dass man die Sitzringe behalten kann? Bei Riss bis Einlassventilsitzring wahrscheinlich nahe Null?

Felix

4Taktix

Fahre ich in meinem /3-Kopf seit ca. 20.000 km mit herum - bis jetzt kein Problem.
Diese Risse zw. Kerzengewinde und Sitzring kommen häufig vor.
Kommt wohl immer drauf an, wie "tief" der Riss ist.
Das lässt sich aber erst genau sagen, wenn der betreffende Sitzring entfernt wird.
Ohne Sitzringdemontage ist es Glücksache.
Think outside the box !

patro

Zitat von: M. Bumerang am 01 September 2025, 10:40:33An meinem /2 Tank lösen sich die beiden Tankgummies auf. Die hielten knapp 40 Jahre.
Beim Rabenbauer neue bestellt. Die bessere Ausführung hat er nicht mehr.Und bekommt die anscheinend auch nicht mehr.
Frage:Wer hat die bessere Gummiqualität?
Manfred
Manni,

wir könnten das mal in TPU in 3D drucken. Du hast doch Zeit, mess' doch mal einen Tank-Gummi präzise aus, schiebe mir die Daten rüber und ich konstruiere Dir einen 3D TPU Ersatz.

Das hat zwar nicht zu 100% die identischen Eigenschaften, aber es ist auch nicht ganz weit entfernt.

Einziger Haken ist aktuell, ich kann nur in blau ausdrucken, da ich ja auch die "Stay ups" für die Vorderläufe der R25/2 in dieser Farbe gedruckt habe und ich ansonsten erst neues Filament kaufen müsste.

Für die von Dir geplante Tour zum Nordkap wird es auf jeden Fall reichen ...

Anschließend brauche ich dann von Dir noch einen Bericht als Pilotfahrer mit sauber protokollierten Erfahrungswerten aus den verschiedenen Klimazonen ...

Gruß, Ralf.

Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

felixcurly

Zitat von: 4Taktix am 01 September 2025, 15:06:42Fahre ich in meinem /3-Kopf seit ca. 20.000 km mit herum - bis jetzt kein Problem.
Diese Risse zw. Kerzengewinde und Sitzring kommen häufig vor.
Kommt wohl immer drauf an, wie "tief" der Riss ist.
Das lässt sich aber erst genau sagen, wenn der betreffende Sitzring entfernt wird.
Ohne Sitzringdemontage ist es Glücksache.

Leider ist ja bei mir der Einsatz mit dem Kerzengewinde auch lose/dreht ein Stück weit mit. Den zu versuchen wieder fester zu drehen ist wohl auch Murks  ??? 

4Taktix

Naja "Murks" liegt im Auge des Betrachters. Wenn der sich nicht regelmäßig beim Fahren von selbst löst,
bzw. wenn er nach Eindrehen der Kerze (selbst wenn sich der Einsatz dabei mit fest dreht ) nicht rausbläst,
würde ich damit weiterfahren. Du schraubst ja nicht jede Woche Deine Kerze raus und wieder rein.
Think outside the box !

felixcurly

#28
Kennst jemand einen (Schrauben) Kleber den ich auf den freiliegenden Gewindegängen auftragen könnte um den Einsatz so noch etwas zu sichern? Und dann noch verstemmen (außen?)

Heiko

Mit dem Riss stimme ich Sascha zu. Hat meine 26 auch seit Dekaden..., aber den Einsatz kleben und/oder verstemmen ist Mega-Pfusch. Wie lange soll das halten? Würde ich machen lassen.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

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