Lenkkopf ausgeschlagen/unrund

Begonnen von Kompressor_Peter, 10 Juni 2010, 19:55:34

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bullet

Zitat von: mekgyver am 15 Juni 2010, 00:02:52
weil der Rahmen an der Unterseite in der Belastungsrichtung, massiv verstärkt ist.
oben ist der Außenrand zur Verformung freigegeben.

Gruß mek  :schrauber:

Müßte man dann nicht einen Ring aufschrumpfen, um auch oben zu verstärken?   :Frage:

Grüße!
HaGü

bullet


mekgyver

Bin gerade mal in den Keller gerannt und habe mir verschiedene Lenkköpfe angeschaut :

Bei R25/2 und R25/3 reicht die Rahmenschweissnaht unten bis an die Führung für die Lagerschale.
Bei R26 steht der Führungsring unten schon frei.

Oben könnte man einen Verstärkungsring an alle Rahmen anschweissen, oder aufschrumpfen sofern es die Zusatzbauteile der Gabel es zulassen.
Muss jeder selbst wissen, ob es für seine Fahrweise Sinn macht und ob er diese Modifikation für ok hält.

Gute N8, mek
... 73er-Gang

guest474

Ich würde mir trotzdem den Rahmen sehr genau ansehen.....
Dass diese Ovalität nur von einem kleinen Topser kommt glaube ich nicht.
Mir ist in den USA ein Elch ins Moped gerannt. Ovalität der Aufnahme der Lagerschalen lag bei 2/10mm. Habe mich gefreut wie ein Schneekönig. Als dann die Gabel wieder drin war und ich eine lange Latte an Vorderrad  und  Hinterrad gehalten hatte, stand die Gabel nur 5cm aus der Spur.....

Gruss Manfred

berndr253

Interessantes Thema das "hinbiegen" von Passungen, die aus der Form sind.

Mir wäre aber nicht sonderlich wohl dabei, wenn ich mich darauf verlassen müsste dass sich ein oder mehrere Folienlagen zwischen Lagerring und Lager befindet die dieses form- und kraftschlüssig halten sollen. Bei den einwirkenden Kräften, die das Lager hin und her bewegen wollen und das auch tun, wenn es hier "Luft hat" sind Folien und andere Maßnahmen die das Lager sicher positionieren meiner Meinung nach absolut untauglich.

Das beste wäre es sicherlich die Passung rund zu fräsen und einen Ring einzusetzen, meinetwegen auch noch einen weiteren "aussen herum" (dann passt die Staubkappe aber nicht mehr über den Lagersitz, müsste man dann ändern beziehungsweise einen neuen machen (kein großes Problem).

Irgendwie sollte es auch möglich sein den Lenkkopf so unter einer Fräse zu fixieren, dass man mit einem Ausdrehkopf die Passung spindeln könnte. Ich biete an, das mal an einem Rahmen auszuprobieren - kostenfrei, wenns klappt - gut - wenn nicht, ....

Bernd
Leben und Leben lassen

cledrera

Bernd,
die Bedenken habe ich auch.
Kleben ist m.E. schon grenzwertig (muss man nicht haben).
Ich bin aber mal gespannt, ob das Kompressorteam nachlegt
und noch einen Versuch wagt, den Spalt mechanisch weiter
zu minimieren.
Das wäre das Beste, gegebenenfalls  mit einem Verstärkungsring,
an den Mek wohl gedacht hat. Er hat soweit vollkommen Recht.
Das obere Teil des Lenkkopfes ist anfälliger, als das untere.

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

cledrera

Nun ja,
die Folien sind mir auch deutlich sympathischer als Fühlerlehren.
Zudem gehört ein Preßsitz zu den kraftschlüssigen Welle-Nabe-Verbindungen.
Allerdings wird der für die Kraftübertragung erforderliche Fugendruck durch
Verformung von Welle und Nabe erzeugt.
Soweit ich weiß, gibt es dafür aber - grob gefasst - nur zwei Methoden:
1. Man erhitzt das Außenteil und erzeugt die Pressung durch anschließende Schrumpfung.
2. Man kühlt das Innenteil und erzeugt die Pressung durch Dehnung.
Mischformen gibt es natürlich auch.

@Schraubenkoenig,
hast du so schon einmal einen Lenkkopf repariert?

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Kompressor_Peter

Hallo zusammen,

die Sache mit dem "oberen Rand messen" war etwas missverständlich.... Wenn man die Lagerschale des Kegelrollenlagers in den Lagersitz des Rahmens einsetzt, kann man nur den oberen Spalt beurteilen. Wie es weiter unten aussieht entzieht sich jeglicher Kenntnis. Ein Bild zur Verdeutlichung. Leider hilft da auch keine Abformung mit Knete.
Bedenken bezüglich Verklebung haben wir nicht. Erst wenige Stunden her und ich hab in so einem geklebten Vogel ein paar tausend Meter über festem Grund gesessen. Eher so, dass die Lageschale des Kegelrollenlager recht dünnwandig ist und mit Kleber eine flächige und kraftschlüssige Verbindung zum Rahmen erhält.
Ja Mek, die unter Lageraufnahme ist wesentlich besser abgestützt als oben. Trotzdem werden wir uns den Rahmen und die untere Lageraufnahme nochmal etwas genauer ansehen. Über einen aufgeschrumpften Verstärkungsring haben wir auch bereits nachgedacht, aber wegen Zeitmangel nicht weiter verfolgt. Evtl. höher als der originale Lagersitz, so dass die Lagerschale in voller Höhe eine Abstützung erhält. Müssen vorher prüfen, ob das Ding irgendwo hindern kann. 

Viele Grüße,
Kevin und Peter




berndr253

Zitat von: schraubenkoenig am 16 Juni 2010, 07:48:18
Der Witz ist doch, daß ich mit der Folie das Spaltmaß auf 0 setzen kann. Und wenn der Ring "press" sitzt wandert nichts. Bei unseren Werkzeugen wird mit diesen Folien das Spiel eingestellt. Das ist auch keine Alufolie sondern ordentliche Stahl. Und wenn der Lagerring im Steuerkopf wandert stimmt sowieso wieder ird´gendwas nicht.

Jaaaaa, aber,
nimm eine Folie, oder meinetwegen auch 2 bis 3 Lagen und schlage hier mal mit einem Stahlhammer drauf, nicht zu feste - also so, als ob der äussere Lagerring gegen die Folie gepresst wird wenn Du mit 30 bis 40 über eine gepflasterte Straße fährst. Die wirksame Fläche mit der der Innenring auf die "Lagerfolie" drückt ist schrecklich gering und die Kräfte sind schon gewaltig.
Aber jeder ist seines Glückes Schmied (im warsten Sinne des Wortes) und ich habe keinen missionarischen Eifer meine Meinung als die einzig wahre darzustellen - deswegen kann auch jeder machen was er für richtig hält.

Bernd

@Kompressoren
Wie schon sagte - also schrieb - wird bei einem größeren Aussendurchmesser des Lagersitzes die Staubscheibe nicht mehr passen - kann man aber aus dem Vollen oder einen Rohrstück nachdrehen.
B.

Leben und Leben lassen

Oerlov

Zitat von: berndr253 am 16 Juni 2010, 11:50:13
Jaaaaa, aber,
nimm eine Folie, oder meinetwegen auch 2 bis 3 Lagen und schlage hier mal mit einem Stahlhammer drauf, nicht zu feste - also so, als ob der äussere Lagerring gegen die Folie gepresst wird wenn Du mit 30 bis 40 über eine gepflasterte Straße fährst. Die wirksame Fläche mit der der Innenring auf die "Lagerfolie" drückt ist schrecklich gering und die Kräfte sind schon gewaltig.

Hallo Bernd,

ich kenne diese Foilen auch. Die gibt das in definierten Dicken (auf den hundertstel mm genau) ... man muss sie also nicht in mehrere Lagen legen. Was das Material angeht, bin ich nicht ganz sicher: Die Folien, die ich kenne, sind Messingfarben. Ich vermute (!), dass es sich um einen qualitativ hochwertigen, beschichteten Stahl handelt.
Das Ziel ist ja das Spaltmaß auf Null zu reduzieren (der Ängstliche kann ja zusätzlich noch kleben). Somit kommt es ja nicht zum Schlagen, da "der Hammer" (aus Deinem Vergleich) nicht ausholen kann. Zudem soll der Folienstreifen so eingelegt werden, dass er den vorhandenen Raum ausfüllt -> wohin soll der sich dann noch ausdehnen (Wenn er gestaucht wird, müsste er in die Breite gehen - da ist aber kein Platz)?
Zudem wird durch diese Maßnahme die Flächenpressung minimiert, da man hierdurch ja gerade die Auflagefläche vergrößert.

Ich habe die Korrektur von Lagersitzen mehrfach mit diesen Folien gesehen und die Standfestigkeit der Reparaturen war (soweit ich das Verfolgen konnte) gut. Ich (!) würde es jedenfalls genau so reparieren:
1. Spaltmaß des Lagerringes durch Einsetzen eines Einlegestreifens minimieren und zugleich annährend kreisförmigen Sitz herstellen
2. Lager in diesen korrigierten Sitz Einkleben

Gruß

Carsten V(iele Wege führen zum Ziel)

guest474

d
Zitatie Bedenken habe ich auch.
Kleben ist m.E. schon grenzwertig (muss man nicht haben).

@cledrera kannst Du mir das mal näher erklären ,wie Du das meinst?

Gruss Manfred

cledrera

Gerne Manfred,
ich habe das genau so gemeint, wie es geschrieben steht.
Dahinter steckt der Gedanke, dass eine Klebestelle immer fachgerecht ausgeführt werden muss,
aber selbst dann ein weiteres Element bildet, welches den Kräften erst einmal standhalten muss.
Rein logisch also eine mögliche Schwachstelle (falscher Kleber/falsche Verarbeitung etc.)
Kurz: Passende Lager in passendem Lenkkopf sind das Gelbe vom Ei.

Und bitte jetzt keine Kommentare darüber, dass man das doch alles richtig machen werde.
Ich hatte mal den Fall, wo ein Estrichhersteller Rohstoffe von einem namhaften Großkonzern bezogen hatte.
Der fachgerecht daraus zusammengestellte Fließestrich auf Kunststoffbasis hat mehrere Häuser zerrissen.

Daher kommt auch meine Suche nach einer Methode, das Lenkkopflager möglichst weit in Richtung passend
mechanisch zu richten, bevor man rumklebt.
Daher ist mir der Gedankenansatz von Mek (Verstärkung) auch sehr sympathisch.


Clemens


Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

bullet

Zitat von: Oerlov am 16 Juni 2010, 14:11:52
Was das Material angeht, bin ich nicht ganz sicher: Die Folien, die ich kenne, sind Messingfarben. Ich vermute (!), dass es sich um einen qualitativ hochwertigen, beschichteten Stahl handelt.

Obacht: Die Dinger gibt es wirklich in Messing-Ausführung, ist im Modellbau üblich.  Magnetprobe!   :o

Grüße!
HaGü

guest474

ZitatUnd bitte jetzt keine Kommentare darüber, dass man das doch alles richtig machen werde.
Doch: Kommentar: Wenn Du es in diesem Fall richtig machen willst, wirst Du ein armer Mann. (Du vielleicht nicht ;D).
Denken wir den Fall doch mal durch: Aufspindeln und Buchse einsetzen ist nicht. Nach dem aufspindeln dürfte zu wenig Material da sein.
Also: Obere Aufnahme abtrennen, neue Aufnahme einschweißen, auf Bohrwerk, ausspindeln.
Ich überschlage mal mit 8 Std. x  100 € (Freundschaftspreis)= 800 €  ?
Da ist doch fachgerechtes Kleben einfacher, oder?

Gruss Manfred  (Kleb Dir eine)

Kompressor_Peter

Wir kleben (noch nicht)   ;)
Heute Abend haben wir uns die Sache noch mal angesehen.
Wir werden versuchen einen erhöhten Außenring aufzuschrumpfen.
Und dann eine neue Staubkappe drehen. Mal sehen ob wir das alles
hinbekommen.
@Clemens: Angst vor Kleber ist berechtigt. Mit dem Hammer ist es
aber auch nicht ungefährlich. Ein falscher Schlag und Du hast Wella
und Taft nicht nur für 24 Stunden (das hält ewig)  :P . Als Schreib-
tischtäter hab ich mit beiden Verfahren wenig Übung. Mit dem Kleber
kostet es mich evtl. ein neues Lager. Mit dem Hammer einen neuen
Rahmen. Hammerseinsatz soweit wie ich es vertreten kann, den Rest
eben kleben.

Wir werden weiter berichten,
Kevin und Peter



mekgyver

#44
Hallo Peter&Kevin,
ich nehme an, die obere Führung für das Lenkkopflager ist deformiert.
Meines bescheidenen Erachtens sollte diese Stelle erstmal rund sein,
bevor ein erhitzter und somit weicher Ring, sich um die Stelle legt.
Der erhitzte Ring folgt mit Hammerschlägen leicht der kalten (evtl unrunden) starren Führung.
Hast Du (oder kannst Du Dir besorgen) den Hoischen, in dem die Passungen stehen
ua.für die Presspassungen der jeweiligen Durchmesser ?
Dann musst Du noch wissen wie stark die Pressung sein soll und auch
wie dick der Ring sein soll, damit er die erwartete Haltekraft liefert.

Das ist alles nicht trivial, aber ich hoffe hier auf die Forumskompetenz  :respekt:
Grüße vom mek  ;)
... 73er-Gang

sigi_rs

Hallo zusammen,

jetzt halte ich es auch nicht mehr aus. Klebt das Lager ein und gut ist. Im Werkzeugbau werden Führungssäulen mit gefülltem 2k-Harz eingeklebt. Da wirken auch starke Kräfte und es funktioniert einwandfrei. Loctite hat da die richtigen Sachen, z.B. das hier:



Bevor ich solche waghalsigen Sachen mit Lagersitz zusammenhämmern, Ring aufpressen etc. versuche, würde ich die Probe mit dem Klebstoff machen. Was könnte denn im schlimmsten Fall passieren, wenn der Kleber nicht hält? Das Moped fährt dann wie vorher, die Gabel wackelt, aber man verliert nicht das Vorderrad dabei. Aber das ist meine persönliche Meinung, ich übernehme keine Haftung!  :oberlehrer:

Viele Grüße
Jörg

cledrera

Sehr schön,
da ist er, der Hinweis aus der professionellen Praxis.
Nur eine Nachfrage: Der Spalt in dem Lenkkopflager des Kompressors war
ursprünglich größer, als nach Spezifikation für Loctite 660 angegeben.

Kompressor Spaltbreite max.: 0,75
Loctite 660  Spaltbreite max.: 0,50

Jörg,
meintest Du, man könne es auch versuchen, wenn der Spalt teilweise größer
als nach Kleberspezifikation zulässig ist?

Danke im voraus

Clemens

Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

sigi_rs

Hallo zusammen,

das hier kann man auch nehmen: Flüssigmetall Loctite 147.



Ist für größere Spalte geeignet.

Viele Grüße
Jörg N(icht so dünnhäutig)

Also: SCHREIT! MICH! AN!  ;D

Taz

Hi Jörg.

Zitat von: sigi_rs am 17 Juni 2010, 10:38:32
...Also: SCHREIT! MICH! AN!  ;D ...

Vergiß es ;D

Schöne Grüße, Tas
Life's a bugger, and then you die

auf Tour:
Northumbria (2025)
Northumbria (2024)
Zipfelreise (2019)
Cymru "Radnor Revivals" (2016)
Alba "Isle of Skye" (2013)
Austria Großglocknerhochalpenstrasse (2012)
Alba "Spittal of Glenshee" (2011)

Axel

Ne Jörg,

Kein Aufschrei  ;),

Ich würde drei Schweißpunkte 120 grad versetzt anbringen( wie Heftpunkte Stumpfstoß bei Rohre ),
die Punkte mit dem Dremel gut anpassen, Lenkkopf gut anwärmen und mit Zugvorrichtung das Lagerschälchen einziehen,
wer möchte die Spalten mit einem Kleber auffüllen.

Jetzt könnt Ihr schreien.

Gruß

Axel (Dickhäuter ) ;D
Axel

cledrera

Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Stefan

Axel, es ist ein Kegelrollenlager, das ich (!) auf jeden Fall in diese krumme Aufnahme nur so einbauen würde, daß die Schale am Ende radial nur durch den Kleber gehalten wird. Keinesfalls darf die Schale an irgendeiner Stelle gedrückt und damit verformt werden. So ein Lager läßt sich nicht mehr ordentlich einstellen.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

sigi_rs

Genau, Stefan.

Spannungsfrei einbauen und kleben.

Viele Grüße
Jörg

@Axel: War mir klar, das Du mit deiner Lötlampe kommst.  :lol:

Aber für ein altes Axial-Rillenkugellager würde das wohl gehen.

Axel

Stimmt Stefan,

das ganze muß genau angepasst sein und die Schale aus Stahl, ich hatte das  ( aus Spieltrieb) bei einem Radlager gemacht, die Kegellager waren noch recht lange in Funktion, ist bei Radlager überkritisch, beim Lenkkopflager halte ich das für unbedenklich wie lange das hält, zeigt der Gebrauchsalltag.


Gruß Axelimmernochdickhäutig
Axel

guest474

Leute, ich muß mir langsam an den Kopf greifen.
Wenn Ihr euch in einen Flieger setzt, dessen Flügel + Rumpf zum Teil verklebt sind, habt Ihr keine Probleme.
Auch verklebte Autos. Kein Problem.
Verklebte Werkzeugmaschinen. Auch kein Problem.
Verklebte Bremsbeläge. Kein Problem.
Aber es wird plötzlich zu einem Riesenproblem wenn man den Lagerring einkleben soll. Im schlimmsten Fall löst sich der Ring wieder und die Gabel schlackert. Mehr kann nicht passieren.
Mein Vorschlag: Geht zum Emin Schwarz und laßt es da reparieren. Oder, wie es Cledera machen würde: Bohrwerk und ausspindeln.

Gruss Manfred (ich werde mich zu diesem Thema nie mehr äußern)

Tino

Zitat von: Manfred250 am 17 Juni 2010, 18:11:19
Leute, ich muß mir langsam an den Kopf greifen.
Wenn Ihr euch in einen Flieger setzt, dessen Flügel + Rumpf zum Teil verklebt sind, habt Ihr keine Probleme.
Auch verklebte Autos. Kein Problem.
Verklebte Werkzeugmaschinen. Auch kein Problem.
Verklebte Bremsbeläge. Kein Problem.
Aber es wird plötzlich zu einem Riesenproblem wenn man den Lagerring einkleben soll.
...
Das ist was mich schon die ganze Zeit amüsiert.
Aus eigener Erfahrung in verschiedensten industriellen Bereichen,Schwerpunkt bei der Luftfahrt,in denen ich mit Klebetechnik zu tun hatte,kann ich diese Aussage nur unterstreichen.
Gruß Tino
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Starrrahmenfahrer werden?"
Verängstigt antworteten die Steine:"Nein,dafür sind wir nicht hart genug."

rolf

T.T.- (Toll, Tino),
mit welchen Kleber????????????????????????????????????????????????????????????????????????????? ;D
Rolf

Tino

#57
Zitat von: rolf am 17 Juni 2010, 23:16:03
T.T.- (Toll, Tino),
mit welchen Kleber????????????????????????????????????????????????????????????????????????????? ;D
Rolf
Meine krasseste Erfahrung aus dem Hubschrabschrab-Bereich.Da haben wir mal Buchsen eingeklebt. Das war eine vortreffliche Wurfpassung. Da hätte noch ein Elefant durchgehen können.
Wir haben mit Loctite gearbeitet,aber welcher Klebstoff es genau war,daß weiß ich leider nicht mehr. Ist zu lange her. Die Unterlagen sind auch schon an den Auftraggeber zurück gegangen oder im Archiv gelandet.
Fürs Tagesgeschäft nutzen wir viele Klebstoffe aus dem Programm von Araldite. Der Araldite AW 2101 mit Härter HW 2951 erreicht z.B. eine sehr hohe Zugscherfestigkeit. Wobei die Vorbereitung der Klebung,Reinigung,evtl Anätzung usw. einen deutlichen Einfluss auf die Festigkeit hat. Es gibt sicherlich noch bessere Klebstoffe,aber eine Klebetechniklösung gibt es auf jeden Fall.
Gruß Tino
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Starrrahmenfahrer werden?"
Verängstigt antworteten die Steine:"Nein,dafür sind wir nicht hart genug."

rolf

Anätzen? Wozu macht man das und womit?
Rolf

Tino

Zitat von: rolf am 18 Juni 2010, 08:39:46
Anätzen? Wozu macht man das und womit?
Rolf
Anätzmethoden gibt es verschiedene.
Wir haben schon Plasmaätzverfahren benutzt oder eben die guten altbekannten Flüssigätzungen.
Die Ätzung selber soll zur Haftsteigerung in der Grenzschicht der Klebung dienen. Einmal durch eine Oberflächenvergrößerung für die Adhäsion im Mikrobereich und durch die Rauigkeiterhöhung in gewissem Maße auch eine Kohäsion erreichen.
Für Flüssigätzungen haben wir jetzt kein Allheilmittel. Da halten wir uns schon an die von den Klebstoffherstellern angebotenen Mittelchen. Und was in denen nun genau drin ist,das weiß ich auch nicht.  ???
Gruß Tino
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Starrrahmenfahrer werden?"
Verängstigt antworteten die Steine:"Nein,dafür sind wir nicht hart genug."

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