Kollektor immer wieder schwarz - LKL glimmt

Begonnen von 4Taktix, 03 August 2023, 15:24:32

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4Taktix

Moin werte BMWsen.
LKL leuchtet bei Zündung an und Motor aus. Nach dem Starten und Gas geben wird sie deutlich dunkler,
glimmt aber noch ganz leicht. Abhilfe: Kollektor mit 600er Schmirgel abgezogen, dann mit Lappen und Bremsen-
reiniger abgewischt. Alles in eingebautem Zustand, Kohlen nicht angehoben.
Halt nur Kerze 'raus, Schmirgel bzw. Lappen um eine Fingerkuppe, und irgendwie am FKR vorbei auf den Kollektor
gedrückt und am Kicker von Hand mehrmals durchgedreht, bis der Kollektor kupfern blank war.
Danach war das Glimmen weg und die LKL ging lehrbuchmäßig aus beim Gas geben.
Innerhalb von ca. 200 bis 300 km glimmte die LKL wieder trotz Drehzahl.
Das Licht wird beim Gasgeben definitiv heller, es erhöht sich also die Spannung.
Offenbar aber nicht genug, um den Ladezustand der Batterie zumindest zu halten.
Sie wird langsam aber sicher leergezutzelt.
Diese Symptome hatte ich erstmals auf der Rückfahrt vom Ost-Treffen. Timmäh kam das bekannt vor und hatte den
Tipp, den Kollektor wie beschrieben zu reinigen.
Ich habe das damals bezweifelt, weil der Kollektor optisch keinen Anlass zur Kritik gab.
Wir haben es dennoch gemacht und es hat geholfen.
Jetzt das gleiche wieder. Offenbar gibt es einen Unterschied zwischen der "normal dunklen" Kollektorlauffläche,
und der "schwarzen Beschichtung", wie ich sie jetzt mehrmals hatte.
Die Kohlen klemmen nicht in Ihren Schächten, die Feder liegt gut mittig auf, die Anschlusslitzen sind noch
weit entfernt vom Ende des Litzenschlitzes, also sind die Kohlen noch deutlich lang genug.
Was kann die Ursache sein ?
- Kohlen minderwertig ? Herkunft nicht zweifelsfrei nachvollziehbar, aber vermutl. FFM, keine "NOX"-Bezeichung
- Schmirgel zu grob/Kollektor zu rauh ?
- Feuchtigkeit ?
- WD40-Sprühnebel ?
- Kohlenfedern zu schlapp ?
- Regelkreisspannung Lambdasonde zu gering ?
- sonstwas ?

Scheinbar bildet sich aus Kohlenabrieb gemischt mit "irgendwas" eine Art Schicht mit erhöhtem Übergangswider-
stand auf dem Kollektor.

Für Tipps bin ich dankbar.

Nebenbei: Die Bestellnummer 8002106 "Kohlebürsten Satz 6V für Noris-Lichtmaschine" kostete im Februar 2011 beim Uli ganze 6,- Euro.
Inzwischen sind wir bei 23,- Euro ......
Ich habe dazu eine Rechnung, aber die eingebauten haben ein schräges Ende, die vom Uli explizit ein "gerades Ende", aktuell.
Ist also nicht sicher, dass die z.Zt. bei mir verbauten aus FFM sind.

Gruß,
Sascha

Think outside the box !

4Taktix


Think outside the box !

rolf.soler

#1
eher umgekehrt..eine feine blauschwarze Schicht auf dem Kollektor ist normal und begünstigt die Stromübertragung. Die Schicht ist ja auch aus Kohle. Vorausgesetzt natürlich die Kohlen sind die richtigen aus dem richtigen Material..es gibt auch harte Kohlen (mit Metallpartikeln drin) von Elektromotoren, die reinpassen, aber den Kollektor rasch schädigen.
Man soll die Schicht NICHT wegmachen, schon gar nicht mit Schmirgelpapier. Ich dachte auch mal ich tue was gutes und hab die Schicht mit Lappen mit Aceton weggeputzt. Es ging mehrere 100 km bis die LKL wieder perfekt tat, nämlich als sich wider eine feine Schicht gebildet hatte. Am Kollektor sollte man nur den überschüssigen Staub wegblasen. Meine Meinung und Erfahrung.
Hingegen kann der Kollektor abgenutzt sein, das gibt dann so eine U-förmige Vertiefung wo die Kohlen schleifen und der Kollektor läuft nicht mehr ganz rund, das führt dann dazu, dass die LKL bei höheren Drehzahlen etwas flackert. Auch neue Kohlen tanzen dann trotz guter Federn.
Wenn die Lima nicht mal die Batterie lädt, und die LKL glimmt/flackert, dann liefert die Lima zuwenig Strom udn der Kontakt zum Kollektor ist nicht gut. Wenn alles richtig angeschlossen ist, ist evtl. das Feld oder noch wahrscheinlicher der Anker nicht mehr gut. Würde ich mal testen (lassen) von jemandem mit Prüfrex oder Hansdampf, und auf Rundlauf checken (lassen).

Freude

#2
Ich würde vor allen Spekulationen ! erst einmal prüfen: U und / oder  I  an Reglerausgang und an Bakterie, unrunder Lauf vom Anker u.ä. ?
Und ja .. die  KohleFedern können auch ausleiern ...

strichzwojan

Je rauher der Kollektor, desto schlechter. Allgemein heißt es, dass ein Kollektor abgedreht werden muss und nicht mit Schmirgelpapier abgezogen werden darf. Ich habe das allerdings auch gemacht, mit Erfolg. Der Anker lag 25 Jahre im Keller in einer Kiste. Ich hatte aber dazu den Anker ausgebaut und auf eine abgesägte Schaftschraube mit Mutter geschraubt. Das wurde dann in die Bohrmaschine gespannt, die im Schraubstock fixiert war. Sozusagen eine "Drehbank des kleinen Mannes".
Ich hatte VOR dem Abziehen die Nuten mit einem kleinen, scharfen Schraubenzieher etwas freigekratzt, und dann einen schmalen Streifen Schmirgelleinen auf einen Pappstreifen (zur Verstärkung) auf- und angelegt. Also nicht Fingerkuppe und Pi mal Daumen. Abschließend mit 1000er gearbeitet, Pressluft, Bremsenreiniger etc.

Vergleiche die Kohlen mal mit Neuteilen. Die schrägen Dinger waren nach 40.000 km vier Millimeter kürzer, was OK ist, aber schon den Anpressdruck verringern dürfte. Und der elektrisch leitende Abrieb der Kohlen hatte sich in der Lima verteilt. Es funktionierte aber alles noch.
Ich würde - wenn die Lima ab ist und schon z.B. 20.000 km hinter sich hat - immer neue Kohlen einbauen. Im Moment fahre ich die Noris NOX mit schräger Anlagefläche. Die sind jetzt 18.000 km alt. Bei Rabenbauer kosten die Kohlen aktuell 11,5 Euro das Paar!
Der Boschdienst in meiner Stadt konnte den Anker, über dessen Status ich keine Klarheit hatte, mit einem Gerät durchmessen und gab anschließend grünes Licht. Dafür wollte man dort kein Geld haben! So was gibts also auch noch.
Ich würde auch den kleine Anschlußsockel der Kohlen, wo die Kabel angeschraubt werden gründlich saubermachen und kontrollieren. In meiner Lima waren dort die Pertinaxscheiben etwa morsch und konnten sich verdrehen. Saubergemacht mit Zahnbürste und Bremsenreiniger und mit 2-K-Kleber fixiert funktioniert das jetzt wieder einwandfrei seit etwa 30.000 km.
Das war übrigens ein gutes Gefühl, als der Boschmann glasklar sagte: "Der Anker ist einwandfrei". Mit so einem Statement kann man wieder arbeiten.

Jan

bullet

Zitat von: 4Taktix am 03 August 2023, 15:24:32Kollektor mit 600er Schmirgel abgezogen

Fehler.  Du hast eine Kohlenfräse gebaut.  Anker ausbauen, zum Feindrehen bringen, Nuten aussägen lassen, wieder einbauen.  Alles andere ist Gefrickel.  Tut mir leid, Sascha, ich habe keine bessere Nachricht für Dich.   :\'(

Kollektor abwaschen mit Lösungsmittel ist OK, aber jede mechanische Bearbeitung führt in den Ruin.

Wenn Du den Kohlen nicht vertraust, kannst Du welche bei Spezialisten ordern, z.B. lima-shop.de, simon-auto-shop.de (beide getestet, Ware war OK) und anderen.  Tip: mit der Bosch-Ersatzteilnummer oder LiMa-Typenbezeichnung googeln, sollte noch mehr brauchbare Treffer geben.  Vielleicht bekommst Du passende Kohlen im örtlichen Autoteile-Handel, die sind aus zuverlässiger Quelle und manchmal überraschend günstig.

Grüße!
Bullet

Anulu

Gab schon mal einen Geheimtip bzgl. guter Kohlen.
Ergebnis: war anscheinend Sintermetall mit drin. Anker ( frisch überholt) : Schrott.
Selbst gesehen am See.

Ich hab die Schwierigkeiten zum Glück nicht, aber ich würd die bei den Üblichen kaufen. Oder sicherer Quelle.

Bei 600 Schmirgel kann ich fast nicht an Abrieb dadurch denken.

My5 Groschen

Gruss
Gruß Manuel



Rock or Bust!

Heiko

#6
Zitat von: Anulu am 05 August 2023, 20:47:59Gab schon mal einen Geheimtip bzgl. guter Kohlen.
Ergebnis: war anscheinend Sintermetall mit drin. Anker ( frisch überholt) : Schrott.
Selbst gesehen am See.

Geheimtipp ???

Dennis hatte anscheinend Kohlen von einem Anlasser eingebaut, der eine viel höhere Stromaufnahme hat, als eine Lima Strom liefert. Ich meine Bullet hätte darauf hingewiesen. Neue Kohlen hat Dennis dann von mir bekommen. Standard stinknormal von Rabenbauer. Danach lief es wieder... nur der Kollektor war etwas abgefräst durch die anderen Kohlen. 🤷
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

bullet

Danke für die fremden Federn, Heiko, aber war das nicht.  Zumindest kann ich mich nicht erinnern.   ???   

Und von wegen Geheimtip: ein LiMa-Spezi kann es sich nicht erlauben, untaugliche Kohlen zu verticken.  Außerdem sind die Dinger dort Schüttgut und entsprechend bepreist.

Grüße!
Bullet

Heiko

Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Stefan

Zitat von: bullet am 04 August 2023, 23:40:52Fehler.  Du hast eine Kohlenfräse gebaut.  Anker ausbauen, zum Feindrehen bringen, Nuten aussägen lassen, wieder einbauen.

Was verändert der Schmirgel am Kollektor derart, dass das nachher Schrott ist? Was ist der Unterschied zum drehen? Die nicht perfekt zylindrische Oberfläche?

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

rolf.soler

1. ist die Oberfläche nach dem Drehen glatter als nach dem Schmirgeln, v.a. wenn das Pi mal Daumen gemacht wird
2. beim Abdrehen ist der Kollektor nachher wieder ganz rund, mit Schmirgeln wird evtl. eiern nicht behoben
Ich hatte lange Zeit flackernde LKL bei höheren Drehzahlen , Kohlen & Federn mehrmals geprüft / gewechselt ohne Erfolg
Der Anker sah dann so aus:

Stefan

Wenn ich Pi mal Daumen drehe, dann wird die Oberfläche auch nicht so dolle.
Das Argument mit dem Rundlauf zieht, danke.
The evil is always and everywhere!

bullet

#12
Deshalb Feindrehen, die Oberfläche soll eben nicht pi * Daumen sein.  Da gibt es wohl spezielle Drehmeißel für Kupfer.

CHAMBONDU

Guten Tag Zusammen

Es kann Unterschiede im Durchmesser zwischen einem neuen und einem gebrauchten Anker Kollektor geben.
( 30,90 mm...30,50 mm )

Jean-Claude

4Taktix

Vielen Dank schonmal für die Tipps und Infos, die aber teilweise an der Frage vorbei, bzw. über sie hinaus gehen.
- Die LKL "flackert" nicht, sie "glimmt". Also keine Anzeichen für einen "unrunden" Kollektor.
- Der Kollektor ist nicht nennenswert eingelaufen, wurde vor ca. 5000 bis 10000 km als AT-Teil aus FFM eingebaut,
  zusammen mit neuen Kohlen. ( die aber inzwischen wohl nochmals erneuert wurden, keine genauen Aufzeichnungen vorh. )
- Das lief jahrelang problemlos, irgendwann ist der erste elektronische Regler von Omega-Oldtimer durch einen Zofia
  ersetzt worden. Der Omega-Regler lieferte irgendwann überhaupt keinen Ladestrom mehr. Der Zofia funktionierte
  auf Anhieb problemlos. ( Ohne irgendwelche Änderungen an Anker oder Feld oder Verkabelung )
- Die glimmende LKL und langsam leergesaugte Batterie ( Panasonic 6V 4,5 Ah ) trat erstmals um 2018 herum auf,
  nach einer mehrstündigen Fahrt in strömendem Regen. Zu dem Zeitpunkt wurde der Kollektor noch niemals bearbeitet.
- Die "Not-Behandlung" mit damals wohl 1000er Schmirgel und reinigen mit Waschbenzin hat das Problem erstmal
  definitiv beseitigt - danach ging die LKL bei Gas sofort komplett aus und hat auf der Fahrt ab da auch nicht
  mehr geglimmt. Harz bis Münster, ca. 300 km.
- Vor 4 Wochen bei der Vorbereitung auf den TÜV-Termin glimmte die LKL wieder auch bei Gas.
  Daraufhin habe ich das Prozedere mit Schmirgel (diesmal 600er) und Bremsenreiniger wiederholt
  und wieder war es danach "behoben" - die LKL ging bei Gas komplett aus.
  Diesmal dauerte es nur ca. 200 km, bis das Glimmen wieder anfing.

Das Problem liegt demnach nicht im Abziehen des Kollektors mit Schmirgel - es trat ja vor der ersten
"Schmirgelbehandlung" erstmals auf. Ein Zusammenhang mit Feuchtigkeit ist deutlich wahrscheinlicher.
Damals die Regenfahrt, jetzt vor dem TÜV 4 Jahre draussen nur "geschützt" durch eine Regenhaube.
Ich fokussiere mal die Kohlenschächte, Kohlenfedern und ggf. Regler/Lima-Anschlüsse, inbes. Regler-Masse.

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

Freude

warum nicht einfach direkt:
Akku laden, 1h warten, messen: U> 6,3V ? falls ja einbauen und dann Lima- Lade"Spannung" am Akku bei erhöhter Drehzahl messen: >= 6,9V ?
Und gerne nochmals aus dem anderen Fred  .. die Kohle-Federn leiern auch mit der Zeit aus - tauschen und mit "180° Dreh Vorspannung" einbauen,
Zudem bei Lima-Akku-Regler alle auf (eine gemeinsame) Masse legen.
Und wennd as alles nciohts gebarcht hat: LIMA u.o. Anker, Regler zu Hansdampf ..

strichzwojan

#16
Sascha, ich würde alle Kabelverquetschungen, -verschraubungen, -verlötungen einer optischen Prüfung unterziehen. Dabei auch die Fassung der Ladelichtbirne und die Lötknubbel nicht vergessen! Glimmen der LLB kann von Übergangswiderständen / zu dünnen Kabeln herrühren. Bei elektronischen Reglern ist das Phänomen manchmal auch bei bester Verkabelung nicht ganz wegzukriegen (z.B. bei meinem VAPE-Regler nachts zu sehen, aber nur leicht). Solange die bei der Batterie ankommende Ladung die Spannung auf 7 bis 7,4 Volt ansteigen lässt, sähe ich keinen Handlungsbedarf.
Bei meinem VAPE-Regler habe ich, bei dem günstigen Preis, einen auf Reserve gelegt, den ich in einem solchen Fall einfach mal testweise montieren würde.

Meiner erster elektronischer Regler von Data-Kleiber hielt immerhin 27 Jahre! Meine Regler sitzen außerhalb der Lima, auf einem Silentblock. Auch die Z-Regler von Bosch saßen außerhalb und  hatten eine leicht elastische Lagerung.

Meintest du, dass die ganze Maschine vier Jahre draußen unter einer Plane stand? Dann würde ich alle Messingteile der Elektrik (auch das Zündschloß) gründlich säubern. Bei meiner Strichfünf macht zum Beispiel das Anlassersperrrelais mit seinen 8(?) Flachsteckerzungen jeden Frühling den gleichen Stress und verlangt nach Reinigung und Kontrolle.

Vielleicht ist die Lima für den Regler einfach kein guter Platz, auch wenn sich das damals aus produktionstechnischen oder ästhetischen Gründen angeboten haben mag.

Jan

rolf.soler

#17
Zitat von: 4Taktix am 07 August 2023, 14:22:44Das Problem liegt demnach nicht im Abziehen des Kollektors mit Schmirgel - es trat ja vor der ersten
"Schmirgelbehandlung" erstmals auf. Ein Zusammenhang mit Feuchtigkeit ist deutlich wahrscheinlicher.
Damals die Regenfahrt, jetzt vor dem TÜV 4 Jahre draussen nur "geschützt" durch eine Regenhaube.
Ich fokussiere mal die Kohlenschächte, Kohlenfedern und ggf. Regler/Lima-Anschlüsse, inbes. Regler-Masse.
Glimmen und flackern kann ich nicht immer eindeutig unterscheiden. ganz schnelles Flackern sieht man auch als Glimmen (230 V 50 Hz Glühbirne z.B....). Ich meine nur dass das reinigen des Kollektors nur vorübergehende Besserung bringt
Aber es stimmt, leises Glimmen würde mich nicht so stören, hingegen stört es gewaltig, wenn die Batterie nicht geladen wird. Ich würde auch mal alle Kontakte, Kabel etc. testen..
den Lima-dummie-Test hast Du gemacht ? der müsste die entsprechenden Werte liefern, kann auch auch zwischen Regler udn Lima-Problem unterscheiden.
Ich habe ja immer noch den Anker im Verdacht...wenn da einfach nicht genug Strom aus der Lima kommt um zu laden und die Anschlüsse, Kabel alle OK sind...und Regler funktioniert...würd ich den mal testen (lassen) wenn auch nicht mit Hausmitteln möglich, Ganz egal wie "neu" der ist.

Eppo

Kannst du die Spannung über die LKL messen?
Die LKL kann nur glimmen, wenn ein Strom fließt, ergo muss ein Spannungsunterschied an den Anschlussklemmen vorliegen.

Bei elektronischen Reglern kenne ich mich nicht sonderlich aus.
Aber was wäre, wenn der Rückstromschalter im Regler (Transistor oÄ.) nicht schließt dann fließt an Klemme 51 vom Regler kein Ladestrom (Strommessung machen) und an Klemme 61 zur LKL ist höhere Spannung als von Batterieseite zur LKL und damit glimmt die LKL, weil die Verbraucher an der Batterie diese langsam entladen.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

CHAMBONDU

Guten Abend

hatte ich eine Montage gemacht, um die Wicklungen des Ankers zu testen. Ich halte eine Gabel in der Hand, um Kontakt zwischen zwei nahe beieinander liegenden Lamellen herzustellen. Ich versorge die beiden Lamellen mit einer 6-V-Batterie und habe eine Lampe in Reihe geschaltet, um einen Kurzschluss zu vermeiden, wenn eine Spule defekt ist. Wenn ich den Kollektor drehe, muss ich zwischen zwei nahen Lamellen etwa 9,5 mV für einen R26-Anker und 14,5 mV für einen R25-Anker messen.

Jean-ClaudeP1080124.jpgP1080112.jpgP1080108.jpgP1080125.jpg   

4Taktix

So, das Neueste von der Front:
Lima ist demontiert, damit man den Kollektor mal in voller Gänze genau ansehen kann.
Ich würde gerne entsprechende Bilder hochladen - auf dem "üblichen" Wege geht es aber nicht.
( Wenn ich "Anhänge und andere Optionen" klicke, bekomme ich nicht das übliche Menu mit Feld für die
Pfadangabe ) ( und ja, ich weiss, wie's normalerweise geht )

Also in Worten:
- Montierter Anker eiert um ca. 0,03 mm, gemessen senkrecht auf dem FKR-Zapfen.
- Anker demontiert, vorderer KW-Stumpf eiert weniger als 0,02 mm.
- Vorderen KW-Stumpf einer defekten Welle abgesägt, als Aufnahme für den Anker im Drehbankfutter.
- KW-Stumpf bestmöglich im Backenfutter ausgerichtet ( 0,02mm unrund ) und Anker montiert.
- FKR-Zapfen um ebenfalls 0,02mm unrund
halte ich bis hierher alles noch für tolerierbar.

- Stativ mit Messuhr senkrecht auf die Kollektorlamellen - hier "eiert" es ein bischen mehr, bis max. 0,04 mm,
  aber graduell über den Umfang.
- Das Auffällige: drei benachbarte Lamellen sind um ca. 0,06 bis 0,07 mm "tiefer" als alle Anderen.
  Der Zeiger macht einen Sprung - eine regelrechte "Stufe".
  Auch deren "Spiegel" sieht gröber und kupferner aus. Wie kann das sein ?
Ist die Ursache Fertigungsbedingt oder elektrischer Natur ?

Und alle Lamellen sind untereinander elektrisch verbunden ( Stichproben ) ( kein Masseschluss ).
Als Elektro-Dummie hätte ich erwartet, dass ich einen nennenwerten Widerstand messe, nur bei um 90° zueinander
liegenden Lamellen einen deutlich kleineren Widerstand. Evtl. ist der kleinste R-Messbereich meines Multimeters
noch zu "unsensibel" - in welcher Größenordnung sollte das denn liegen, und: Denke ich richtig ?

Wenn ich jetzt - wo ich den Anker schonmal auf der Werkbank habe - die Nuten zwischen den Lamellen "säubern"
will (Die Lamellen sind kaum eingelaufen, der Anker hat ca. 10 bis 15 tkm drauf ),
wie und womit mache ich das am Besten ? Ist Metall (z.B. Reissnadel ) dafür TABU ?
Ich nehme an, sinvollerweise zuerst die Nuten "auskratzen" und danach erst sanft überdrehen ?

Zu blöd, dass ich jetzt die Bilder dazu nicht hochladen kann. Karl ?

Gute N8, bis morgen.
Think outside the box !

4Taktix

OK, jetzt hab' ich gesehen, wie's geht.
Hier also die hoffentlich aussagekräftigen Bilder.
4T-Kollektor.jpg4T-Lamellen.jpg
Think outside the box !

Hans Dieter

Bei Ankern von Scheibenwischermotoren kratze ich die Fugen immer mit einem Messer aus,
danach laufen die wie neu. Es kommt halt auf die Breite der Fugen an.
Die Lauffläche deines Ankers sieht echt schlimm aus, den würde ich auch nur noch fein abdrehen lassen.

Gruß
Hans Dieter

strichzwojan

#23
Durchmessen lassen vom Profi, und wenn elektrisch OK und der Kollektordurchmesser noch im Rahmen ist, abdrehen lassen.
Anschließend stinknormale "schräge" Kohlen von Noris nehmen.

Auf dem Bild ist mein nagelneu gewickelter Reserveanker zu sehen, mit neuem Kollektor. Dieser hat 30,2mm Durchmesser. Sehr schön kann man hier übrigens diese Holzdübel sehen, mit denen die Wicklungen an Ort und Stelle gehalten werden...

Jan

4Taktix

Habe grad mal meinen gemessen und lese ca. 30,35 mm Durchmesser ab. ( Mitte Bürstenlauffläche )
Also noch etwas mehr als Deiner, Jan.
Dennoch frage ich mich, ob ein gänzlich FABRIKNEUER Kollektor nicht deutlich größer im Durchmesser wäre/ist.
Mir fällt bei meinem eine "Stufe" in der Lamellenlänge auf, kurz vorm Löt-Ende.
Möglicherweise ein Indiz für einen ursprünglich größeren Durchmesser, der durch Abdrehen bereits kleiner wurde.
Meinen Anker habe ich Ende der Achtziger beim Uli im Austausch gekauft.
Bedeutet ja, dass die alte Anker noch brauchen können, eben um diese zu überarbeiten.

Frage: bis zu welchem Durchmesser kann man noch abdrehen ? Wie "dick" sind die Lamellen ?

Think outside the box !

4Taktix

Think outside the box !

strichzwojan

Ich glaube mal gesagt bekommen zu haben, dass der Kollektor heutzutage immer erneuert wird. Es wird nämlich nicht mehr gelötet, sondern die Drahtenden werden eingeschweißt!

Prima, dass dein Kollektor noch im Limit ist. Dann check den Anker durch und ab damit zum Dreher.

4Taktix

Wieso "ab zum Dreher" ? Ich hab meinen Männeranspitzer ja nicht als Briefbeschwerer angeschafft.  ;)

So - jetzt brauch ich Details zu "Check den Anker durch".
Kein Masseschluss per Multimeter - ich werd jetzt nicht noch mit 60 oder 220 Volt herumbritzeln.
Inzwischen habe ich gefunden, dass der Widerstand zwischen 2 benachbarten Lamellen in der Größenordnung
von 1 Ohm liegen sollte. Der kleinste Messbereich meiner 2 Multimeter ist 200 Ohm.
Wären Messungen damit aussagekräftig ?
Wenn ich das richtig einschätze, geht es wohl nicht so sehr um den absoluten Wert, sondern vielmehr darum,
einzelne "Ausreisser" - also ggf. defekte Windungen herauszufinden. Bzw. festzustellen, ob benachbarte
Lamellen durch Abrieb in der Nut "gebrückt" sind. Richtig ?

Gruß,
Sascha

Think outside the box !

Timmmäh

Hallo Sascha,
Günstige Multimeter kommen mit sehr niedrigen Ohmwerten nicht klar und können diese nur schlecht messen.

Bring den Anker mal mit zum Treffen.
Ich Pack mal mein Fluke ein.

Grüße
Tim
101010

CHAMBONDU

Zitat von: 4Taktix am 21 August 2023, 15:01:03Habe grad mal meinen gemessen und lese ca. 30,35 mm Durchmesser ab. ( Mitte Bürstenlauffläche )
Also noch etwas mehr als Deiner, Jan.
Dennoch frage ich mich, ob ein gänzlich FABRIKNEUER Kollektor nicht deutlich größer im Durchmesser wäre/ist.
Mir fällt bei meinem eine "Stufe" in der Lamellenlänge auf, kurz vorm Löt-Ende.
Möglicherweise ein Indiz für einen ursprünglich größeren Durchmesser, der durch Abdrehen bereits kleiner wurde.
Meinen Anker habe ich Ende der Achtziger beim Uli im Austausch gekauft.
Bedeutet ja, dass die alte Anker noch brauchen können, eben um diese zu überarbeiten.

Frage: bis zu welchem Durchmesser kann man noch abdrehen ? Wie "dick" sind die Lamellen ?



Hallo

Es könnte sein, dass der Vorbesitzer des Motorrads eine Schraube mit einem Durchmesser von 3,5 mm verwendet hat, die zu lang ist, um die Kontaktplatte zu befestigen. In diesem Fall reibt das Ende der Schraube in der Spitze des Ankers und hebt die Kupferlamellen an.

Jean-Claude

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