Gibt's noch Qualitäts-Schläuche?

Begonnen von HaseIgel, 15 Mai 2023, 20:16:29

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4Taktix

Du hast Recht - "Chlorhexamed" heisst die Mundspülung. Die Assoziation Zähne/Fluorid hat meine Hirnrinde
wohl flüchtig appendiert.  ;)  ;D
Think outside the box !

4Taktix

Think outside the box !

strichzwojan


berndr253

Im Nachbarforum hat mal jemand versucht diesem schleichenden Druckverlust mit Reifendichtmittel zu Leibe zu rücken. Das war wenig erfolgreich zumal sich kurz nach dieser Aktion erhebliches Lenkerflattern ein.

Nach dem Zerschneiden zeigte sich, dass sich im Schlauch eine Menge kleiner Gummikugeln gebildet und gesammelt hatten (https://forum.2-ventiler.de/vbboard/showthread.php?59662-Hoher-Luftverlust-bei-Schlauchreifen/page2)
Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

strichzwojan

Ob diese Flüssigkeit nicht doch irgendwann fest wird und dann eine fiese Unwucht erzeugt?
Wir stoßen immerhin in ganz andere Geschwindigkeitsbereiche vor als ein Mountainbiker...

Ich habe gerade spaßeshalber Schläuche gewogen

Kowalit 3.25-19   442g
Metzeler (Reserveschlauch, Mai 2000 gekauft) 3.25- 19   754g
Michelin (von 2022), 4.00-18   660g.

berndr253

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass das Problem in undichten Ventilen zu finden ist. Schliesslich ist das Problem der "schleichenden Plattfüsse" nicht nur bei uns Thema!

Von daher schätze ich die Ursache in der mangelnden Qualität der Schläuche begründet. Vielleicht hat hier die Regelungswut der EU zugeschlagen und irgend einen Zusatzstoff der bei der Produktion von Schläuchen verwendet wird verboten?!

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Hans Otté

Das originäre Problem liegt vermutlich in der Komposition des Ausgangsmaterials für die Herstellung der Luftschläuche und dann auch noch in der Wandstärke (Dicke) dieser Luftschläuche begründet. Ein alter Luftschlauch aus den frühen 80igern von Michelin in der Größe 4.00x18" ist spürbar stärker ausgelegt und wiegt auf der Briefwage stolze 910Gr. Grüße, *****
Pour être le meilleur il suffit parfois que les autres soient moins bon!
Et le chemin le plus court d'un point à un autre, c'est de ne pas y aller!

pallas

Dann müsste das mit dicken Enduro Schläuchen ja besser sein.
Die haben aber, so glaube ich, keine Strassenzulassung. Ist die Frage, ob man das wirklich beachten will.
Wenn es diese Schläuche denn in unseren Dimensionen überhaupt gibt...
Glaube aber auch gelesen zu haben, dass die auf der Strasse nicht besonders gut abrollen sollen und sich (zu?) stark erhitzen sollen.

strichzwojan

#37
Zitat von: Hans Otté am 17 Mai 2023, 10:19:53Das originäre Problem liegt vermutlich in der Komposition des Ausgangsmaterials für die Herstellung der Luftschläuche und dann auch noch in der Wandstärke (Dicke) dieser Luftschläuche begründet. Ein alter Luftschlauch aus den frühen 80igern von Michelin in der Größe 4.00x18" ist spürbar stärker ausgelegt und wiegt auf der Briefwage stolze 910Gr. Grüße, *****

Hans, und dann kam irgendein Reifenmann auf die Idee, die Einsparung beim Material als "Optimierung der ungefederten Massen" zu verkaufen...

Da muss ich gerade auch an meinen Stromanbieter denken, der mir neue Geschäftsbedingungen mitteilte,  die "nicht ausschließlich zu meinen Gunsten" ausfallen würden... So nennt man eine starke Preiserhöhung heutzutage.

Deshalb :  Neue Luft in alten Schläuchen!

jo.gi

Für eine Marokko-Tour hielt ich die (doppelt so) dicken Enduro-Schläuche mal für eine gute Idee.
Läßt sich nicht 1:1 auf die BMWs übertragen weil die dicke KTM in ganz anderen Gewichts- und Geschwindigkeitsbereichen unterwegs ist.
Aber nach 700 (Autobahn-)Kilometern war Schluß, Ventil ist abgerissen. Diese Schläuche sind für andere Anwendungsfälle.
(Im Vertrauen auf arabische Reifenflicker habe ich die Fähre mit einem Transporter trotzdem genommen.
War ein schöner Urlaub ...  ;D )

Hans Otté

Das ist richtig : nie verstätkten Motocross Luftschläuche für den normalen Strasseneinsatz verwenden! Dafür sind sie nicht gemacht oder gedacht.
Ich sprach implizit von der normalen Standartqualität der früheren Schläuche für unsere Motorräder.
Da gibt es heute wirklich erstaunliche Unterschiede zu beobachten. Alles wurde hier auf "leicht" getrimmt.
Ich hatte damals in den Ende 70igern bis Anfang 80igern öfters Kontingente ausgemusterter (Strassen-)Maschinen, R50 & R60, von der frz.Gendarmerie erworben. Da waren jedesmal deutlich dickere und schwerere Schläuche montiert. Davon habe ich noch immer bis heute mehrere Schläuche im Einsatz und Druckverlust ist bei diesen Qualitäten nie ein Thema gewesen. Ich gehe einfach davon aus, dass die Gendarmerie mit Sicherheit keine Motocross Schläuche bei Motorrädern für Strassenbetrieb einsetzte oder sonst wie verwendete. Alles verändert sich, aber nicht alles wird dadurch unbedingt besser. Grüße, *****
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Eppo

Das würde ich jetzt gern näher erfahren, warum dicke "Motocross"-Schläuche nicht für Straßeneinsatz geeignet sind, wenn früher die Schläuche generell dicker waren? Das ein Mantel mit Enduro-Profil im Straßenverkehr auf festen Untergrund weniger geeignet ist, verstehe ich ja noch, aber beim Schlauch?
Klar muss der Luftdruck angepasst werden und bei voll beladener Maschine mehr Druck drauf als bei Solofahrt.
Ob Gelände oder Straße, so oder so muss die Kraft vom Antriebsstrang auf den Untergrund gebracht werden und wenn es zum Ventilabriss kommt, ist eindeutig der Schlauch mit dem Mantel auf der Felge gewandert.
Sowas kenne ich nur, wenn man mit zu wenig Luft im Reifen unterwegs ist.
Da würde ich ins blaue Wetten, dass es die meisten Ventilabrisse an dem angetriebenen Rad gibt und weniger an dem Mitlaufenden.

Übrigens bieten einige Reifenhersteller (u.a. Heidenau) eine Auswuchtmarkierung in Form eines roten Punktes auf dem Mantel an, diese Markierung gehört auf Position des Ventilloches.
Damit lässt sich auch gut auf einen Blick erkennen, ob der Reifen auf der Felge wandert.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

berndr253

Keine Straßenzulassung weil die Herstller wohl keine beantragt haben würde ich vermuten. Ob die Schläuche technisch geeignet sind auch bei hohen Geschwindigkeiten den Ansprüchen gerecht zu werden - keine Ahnung.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

strichzwojan

Es gibt auf Schäuchen doch keine E-Prüfzeichen. Wie soll ein "regelungsgerechter" Schlauch denn dann aussehen, bzw. daraufhin überprüft werden können?
Bei den Mänteln sieht es anders aus. Da gibt es seit einiger Zeit die E-Zeichen, und auch schon früher Zusätze wie "not for highway use", "front wheel use only" etc.
Das mit dem roten Punkt für die leichteste Stelle des Reifens ist eigentlich bekannt. Als ich mal einen Händler beim Kauf eines Reifens auf einen fehlenden roten Punkt hinwies, hörte ich "die sind heutzutage so perfekt hergestellt, dass das bei der Montage nicht mehr ins Gewicht fällt!"

Ich habe dann beim Auswuchten etwa 50g Gewichte anbringen müssen... >:(

Hans Otté

@#41

Morgen Eppo,
das Ausgangs- und Rohmaterial für die Fertigung der heutigen Luftschläuche ist einfach sehr unterschiedlich im Vergleich zu damals. Hier kommen mit Sicherheit auch neue Umweltschutzauflagen und andere Faktoren zum Zuge.
Im Motocrosseinsatz sind die Schläuche teils extremen Bedingungen ausgesetzt. Weite Sprünge und oft sehr hartes Aufsetzen unter voller Motorenleistung vordern einiges an Standfestigkeit von der Bereifung und der Beschaffenheit der Schläuche. Auch sind die hier gefahrenen Geschwindigkeiten nicht mit denen auf der Autobahn vergleichbar.
Jede Kombination von Schlauch und Reifen walkt im Betriebund erzeugt dadurch eben auch viel Reibungswärme. Ein passender Luftdruch im Reifen ist natürlich sebstredend immer voraus gesetzt!
Die Schläuche für permanenten Strassenbetrieb müssen diese Belastungen auch auf Dauer aushalten und ohne Panne überstehen können. Damals wurde der Anteil an Naturkautschuk in den Gummimischungen noch relativ hoch angesetzt und das Vulkanisieren dauerte (zeitlich) deutlich länger bei etwas geringeren Backtemperaturen. Auch die Zuschläge für die damaligen Gummimischungen waren andere wie heutzutage.
Ein technischer Verfahrensingenieur von Michelin am Standort in Karlsruhe hatte mir dazu ein paar wertvolle Infos während einer Führung 1985 durch die Produktionsstätte gegeben.
Die größere Wandstärke der alten Luftschläuche für den Strasseneinsatz war eben technisch bedingt und mit Sicherheit auch in vielen Tests von den Herstellern "erfahren" worden. Produkthaftung ist auch damals schon ein wichtiger Begriff für die Firmen gewesen so wie es auch heute noch immer ist.
Ich vermute mal das diese, seine  Aussagen auch heute noch technisch relevant sein dürften. Grüße, *****
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strichzwojan

Auf jeden Fall beschweren sich auch heutige Schläuche nicht darüber, wenn sie mit etwas Babypuder in den (am besten nicht Tubeless-) Reifen eingesetzt werden. Das beugt innerem Gummi-Kügelchen-Abrieb vor.
Und wie man wandernde Mäntel erkennt, das ist hier ja auch schon oft beschrieben worden.
Und dass unsere Einzylinder auf der Autobahn mehr Hitzestress für die Reifenkomponenten erzeugen als eine zünftige Motocrosseinlage einer KTM bezweifle ich ehrlichgesagt.
Sind die Empfehlungen hier, keine "Motocross-Schläuche" auf Straßenmaschinen zu verwenden, eigene Erfahrungen, oder gibt es dazu offizielle Anweisungen?

Jan

pallas

#45
Zitat von: strichzwojan am 18 Mai 2023, 13:39:47Sind die Empfehlungen hier, keine "Motocross-Schläuche" auf Straßenmaschinen zu verwenden, eigene Erfahrungen, oder gibt es dazu offizielle Anweisungen?

Ich hatte das in einem ADV Forum gelesen, in welchem ich mit wegen meiner DR 650 SE angemeldet bin.
Ob das nun advrider.com, thumpertalk.com, oder drriders.com war - keine Ahnung mehr.
Jedenfalls ein Forum, in welchem viele mit ihren Motorrädern sowohl Off-Road, wie auch auf asphaltierten Strassen unterwegs sind.


Hans Otté

@#46

das war die präzise Aussage des Ingenieurs bei Michelin in Karlsruhe.
Die Motocross Schläuche sind nicht nur stärker in der Auslegung sondern auch die Gummibeschaffenheit scheint hier unterschiedlich (gewesen?)zu sein (Aussage von 1985) ! Ob dies heute noch in allen Bereichen technisch genau so zutrifft kann ich nicht mit Bestimmtheit mehr sagen, aber ich persönlich verwende deshalb keine Motocross Schläuche bei Strassenmotorrädern. Das kann aber jeder wie gehabt doch schließlich für sich selbst entscheiden. Grüße, *****
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HaseIgel

Ja super, Leute, und danke für die vielen Hinweise. Damit können wir das Thema gerne schließen.

Peter

Eppo

Zitat von: Eppo am 15 Mai 2023, 22:39:59Ich hab bei Awina (Tschechische Marke??) zufriedenstellende Ergebnisse: kaum Luftverlust, übers Jahr vielleicht 0,3bar.

Wobei ich vermute, dass der größte Verlust bei vielen Schläuchen übers Ventil erfolgt.
Vielleicht einfach mal das Ventil tauschen und vor dem Einschrauben eine dünne Schicht Vaseline auf den Gummi des Ventilsitzes geben.

MfG
Eppo


Ich muss mich noch einmal korrigieren:
die Awina-Mäntel sind "Made in Vietnam", aber OK (bin eigentlich nur auf trockener Bahn unterwegs), bisher ca. 2500km über 2Jahre damit gefahren und haben auf der Lauffläche hinten vielleicht 1mm abgenommen, vorn ist kaum Abrieb sichtbar.
Die Schläuche sind von "Vee-Rubber" 3.25/19-3.50/19 Made in Taiwan und wiegen ca. 645g, kosten so um die 10€ das Stück.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Einzylindär

Vee Rubber Schläuche fahre ich auch in der R27 mit Dunlop K82. Aber ich pumpe alle 2-4 Wochen 2-3/10 bar nach.

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Eppo

Hab mir heute noch die restaurierten Räder von meinem R25/2-Projekt angesehen.
Diese sind auch mit Vee-Rubber Schläuchen ausgestattet und haben derzeit nur durchs Eigengewicht (sind nicht eingebaut) nur noch 0,5bar.
Letztes Jahr neu montiert und mit 2,3bar abgestellt.
Scheinbar gibt es bei den Schläuchen eine sehr große Qualitätsstreuung.
Ich werde mir noch einmal die Ventile ansehen und versuchsweise andere Ventile einsetzen.

MfG
Eppo
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Fastnachter

Habe seit 6 Wochen neue Schläuche und Mäntel auf den /3 Felgen. Druckverlust aktuell 0,0bar pro Monat. Michelin Schläuche. Ich werde weiter berichten.

Gruß

Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Einzylindär

Zitat von: Eppo am 26 Mai 2023, 20:35:45Hab mir heute noch die restaurierten Räder von meinem R25/2-Projekt angesehen.
Diese sind auch mit Vee-Rubber Schläuchen ausgestattet und haben derzeit nur durchs Eigengewicht (sind nicht eingebaut) nur noch 0,5bar.
Letztes Jahr neu montiert und mit 2,3bar abgestellt.
Scheinbar gibt es bei den Schläuchen eine sehr große Qualitätsstreuung.
Ich werde mir noch einmal die Ventile ansehen und versuchsweise andere Ventile einsetzen.

MfG
Eppo

Das hatte ich auch schon gemacht... neue Ventileinsätze haben nichts verändert. Auch ein Tropfen Fluidfilm Liuid A an das ausgebaute Ventil, um die Dichting zu schmieren half nicht.
Metallventilkappen mit Dichtung brachten auch nichts...

Gruß
Stefan, der Einzylindär

strichzwojan

Versuchen wir es doch positiv zu sehen. Wartungsroutine ist ja auch ein Teil unseres Oldtimerhobbys. Wie langweilig, wenn am Auto kaum noch was zu machen ist. Da freut man sich ja fast auf den Räderwechsel im Frühjahr und Herbst, und wie schön, dass der Fiesta einen Ölkontrollstab hat, den man ab und zu zieht und danach beruhigt weiterfährt, obwohl zwischen den Ölwechseln eigentlich doch nie etwas nachgekippt werden musste die letzten 10 Jahre...

Und wenn bei den Mopeds einmal in zwei Wochen der Flaig-Luftdruckmesser (ein Gerät, dass seinen Namen tatsächlich verdient) herausgeholt werden muss, dann erfreue ich mich an der Qualität des 25 Jahre alten Geräts. Ich fahre bei der 25/2 vorne und hinten 2,0 bar. Das ist zwar mehr als seinerzeit von BMW empfohlen, lässt sich bei den heutigen Straßen aber wunderbar fahren. Und die Maschine wirkt zielgenauer. Überhaupt sind wir doch mit der bordeigenen Luftpumpe in einer komfortablen Situation, und das Ding auch mal benutzen zu dürfen (müssen?), gehört zum authentischen Fahrerlebnis dazu.
Insofern kann man also vermutlich jeden Schlauch nehmen. Dass ich meine uralten Metzelerschläuche immer wieder aufziehe hat auch damit zu tun, dass ich ungern funktionierende Dinge wegschmeiße.

Jan

Eppo

Zitat von: Einzylindär am 26 Mai 2023, 23:25:39neue Ventileinsätze haben nichts verändert

Eigentlich ist ja an einem Schlauch nicht viel.
Wenn man den Ventileinsatz ausschließen kann, bleibt ja nur noch Ventilsitz oder anvulkanisierter Teil vom Übergang Ventilschaft zum Schlauch (Übergang Metall auf Gummi).

Das die Luft über den Schlauch diffundiert, glaube ich kaum.

Ich werde weiter beobachten.

MfG
Eppo
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berndr253

Da bin ich anderer Meinung - ich glaube sehr wohl, dass die Schläuche selbst von so schlechter Qualität sind, dass der Luft- und Druckverlust durch Diffusion von Sauerstoff/Stickstoff durch das Schlauchmaterial verursacht wird.
Auch neue Fahrradschläuche zeigen hier ähnliches Verhalten wie das bei unseren Schläuchen - häufiges Nachpumpen ist erforderlich.

Es scheint so zu sein wie mit den Gummiprodukten wie Fußrasten- und Griffgummis - die NEU gefertigen sind von nicht nur mäßiger sondern eher von schlechter Qualität zu sein. Vermutlich liegt das wohl daran, dass die früher verwendeten "Phtalate" (ein "Weichmacher") in synthetischen Gummiprodukten nicht mehr verwendet werden dürfen. Zwar gibt es Ersatzprodukte, die aber wohl nicht die gewünschten Eigenschaften in vollem Umfang sicherstellen.
Wie ich aus der "Nachbarkneipe" ersehen kann sind nun auch Produkte ALLER Händler davon betroffen.

Vielleicht gelingt es irgendwann einmal durch neue Gummimischungen zu entwickeln die keine oder weniger umwelt- und gesundheitsschädliche Komponten enthalten. Derzeit ist wohl die regelmäßige Kontrolle der Reifedrucks und dem Nachpumpen die einzige Lösung die uns bleibt.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

strichzwojan

Bei aufgepusteten Luftballons ist das aber doch der Fall. Und ein Schlauch ist ja doch nichts anderes.

Als diese selbstaufblasenden Luftmatratzen aufkamen, kaufte ich mir sofort eine. Von Metzeler, moosgrün, mit großem Metzeler-Logo und weißem Elefanten. Ein Jahr war alles prima. Dann ließ die Luma plötzlich über Nacht Luft ab, sodass ich morgens ein "hartes Erwachen" hatte. Da der Urlaub an einem See war konnte ich gleich auf Lecksuche gehen. Das passierte sehr gründlich und lange. Es war nirgends auch nur die kleinste Luftblase auszumachen.
Bald war die Luft innerhalb von zwei Stunden so weit raus, dass man nachblasen musste...
Im Herbst kam dann eine Thermarest ins Haus, die hielt über 20 Jahre, bis sie erste, diesbezügliche Schwächen zeigte.

CHAMBONDU

Zitat von: berndr253 am 27 Mai 2023, 09:22:49Da bin ich anderer Meinung - ich glaube sehr wohl, dass die Schläuche selbst von so schlechter Qualität sind, dass der Luft- und Druckverlust durch Diffusion von Sauerstoff/Stickstoff durch das Schlauchmaterial verursacht wird.
Auch neue Fahrradschläuche zeigen hier ähnliches Verhalten wie das bei unseren Schläuchen - häufiges Nachpumpen ist erforderlich.

Es scheint so zu sein wie mit den Gummiprodukten wie Fußrasten- und Griffgummis - die NEU gefertigen sind von nicht nur mäßiger sondern eher von schlechter Qualität zu sein. Vermutlich liegt das wohl daran, dass die früher verwendeten "Phtalate" (ein "Weichmacher") in synthetischen Gummiprodukten nicht mehr verwendet werden dürfen. Zwar gibt es Ersatzprodukte, die aber wohl nicht die gewünschten Eigenschaften in vollem Umfang sicherstellen.
Wie ich aus der "Nachbarkneipe" ersehen kann sind nun auch Produkte ALLER Händler davon betroffen.

Vielleicht gelingt es irgendwann einmal durch neue Gummimischungen zu entwickeln die keine oder weniger umwelt- und gesundheitsschädliche Komponten enthalten. Derzeit ist wohl die regelmäßige Kontrolle der Reifedrucks und dem Nachpumpen die einzige Lösung die uns bleibt.

Grusz

Bernd
Zitat von: berndr253 am 27 Mai 2023, 09:22:49Da bin ich anderer Meinung - ich glaube sehr wohl, dass die Schläuche selbst von so schlechter Qualität sind, dass der Luft- und Druckverlust durch Diffusion von Sauerstoff/Stickstoff durch das Schlauchmaterial verursacht wird.
Auch neue Fahrradschläuche zeigen hier ähnliches Verhalten wie das bei unseren Schläuchen - häufiges Nachpumpen ist erforderlich.

Es scheint so zu sein wie mit den Gummiprodukten wie Fußrasten- und Griffgummis - die NEU gefertigen sind von nicht nur mäßiger sondern eher von schlechter Qualität zu sein. Vermutlich liegt das wohl daran, dass die früher verwendeten "Phtalate" (ein "Weichmacher") in synthetischen Gummiprodukten nicht mehr verwendet werden dürfen. Zwar gibt es Ersatzprodukte, die aber wohl nicht die gewünschten Eigenschaften in vollem Umfang sicherstellen.
Wie ich aus der "Nachbarkneipe" ersehen kann sind nun auch Produkte ALLER Händler davon betroffen.

Vielleicht gelingt es irgendwann einmal durch neue Gummimischungen zu entwickeln die keine oder weniger umwelt- und gesundheitsschädliche Komponten enthalten. Derzeit ist wohl die regelmäßige Kontrolle der Reifedrucks und dem Nachpumpen die einzige Lösung die uns bleibt.

Grusz

Bernd


Hallo Bernd

Dasselbe Problem stellt sich derzeit bei Farben und Klebstoffen. Früher gab es "Bleimennige", die ewig hielt, während jetzt die Rostschutzfarben nicht mehr halten. Der heutige Araldite-Kleber hat nicht mehr die gleichen Bestandteile wie der ursprüngliche und ist nicht mehr so wirksam.

Grusz
Jean-Claude

Schorsch

Tja,

dann ist das wohl so (ISSO) und alles lamentieren hilft nicht.
(Ärgere Dich nicht über das, was Du nicht ändern kannst.)
Werde es also weiterhin stoisch hinnehmen, prüfen und pumpen, allerdings beim nächsten Reifenwechsel Michelin Schläuche nehmen.

Gruß
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

CHAMBONDU

Hallo

Ich weiß nicht, ob dieses Produkt geeignet sein könnte, um zu verhindern, dass der Schlauch Luft verliert? Es wird als vorbeugende Flüssigkeit in den Tubuless-Reifen von Mountainbikes verwendet.

Jean-Claude600x600-72181_14811855262858 (1).jpg

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