Motor hat keine Leistung/Druck --> hängt das mit ungeklärtem Röhrchen zusammen?

Begonnen von Sunkillmoon, 19 Juni 2022, 20:45:27

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rolf.soler

...und den Hinterradantrieb zu checken..
wobei mit zu kurzem Antrieb hätte sie enorm power, einfach langsamer...

rolf.soler


Elefantentreiber

Die Verdichtung zu erhöhen ist die billigste Art der Leistungssteigerung.

Zu viel Verdichtung kehrt den Spaß aber schnell um.

Um so viel Kompressionsdruck zu erhalten würde ich denken da stimmen die Steuerzeiten oder gar die Nockenwelle nicht.

Es gehören auch immer Verluste dazu, deswegen versucht man mit Nockenwellen ja einen Kompromis in Sache Füllung und Spülverlust.

Ich würde da mal die Steuerzeiten mit einer Gradscheibe überprüfen.

Ich hatte sowohl schon Tuning Nockenwellen als auf Kettenräder mit Produktionsfehlern usw.
Zündapps sind für mich die besseren Boxer

berndr253

Mit einem normalen R50-Kolben halte ich dieses Verdichtungsverhältnis/Kompression für nicht realistisch. Könnte es sein, dass hier ein R50S-Kolben eingebaut wurde?
Dieser führt durch die starke Ausbildung des Kolbendoms naturgemäß zu einer hohen Verdichtung.
Es wäre hier vielleicht mal sinnvoll das Verdichtungsverhältnis korrekt auszulitern/auszumessen. Ist ja mit einer Einwegspritze aus der Apotheke und einem nicht zu dünnen Motoröl keine große Sache.

Grusz

BerndUlis_Motorradladen_12021_15.jpg UlisMotorradladen_12254.jpg
Leben und Leben lassen

Sunkillmoon

@rolf.soler genau dann wäre die Endgeschwindigkeit niedrig aber die Beschleunigung umso höher was nicht wirklich der Fall ist.

@Elefantentreiber die höhere Verdichtung kommt sicherlich teileweise vom Kolben der r50 s mit mehr Aufbau aber gleich so viel? Wie Messe ich denn die Steuerzeiten? Um vorne den Deckel aufzumachen und an das Kettenrad zu kommen, muss man halt den ganzen Motor ausbauen was bei der r26 ein riesen Aufwand ist. Aber sowas habe ich auch noch in Vermutung. Was ich auch noch machen werde, was einfach und schnell geht einfach noch die Kerze Mal zu tauschen. Kerzenbild war bisher immer rehbraun. Auf keinem Fall schwarz oder nass. Eher gefühlt zu trocken als zu nass.

Würdest von der Zündung dann auch eher von 38 Grad auf 34 Grad gehen oder? Was den Motor mehr schont aber eher sogar noch Leistungen nimmt.

Grüße und vielen Dank für die ganzen Tipps

Sunkillmoon


Elefantentreiber

Hochachtung, so einen Kolben einzubauen aber den Aufwand der Steuerzeitenkontrolle zu scheuen.

In meinen Augen ist der Kolben "ohne" weitere Maßnahmen kompl. untauglich und vermutlich für Deine Probleme verantwortlich.

Und, je höher die Verdichtung, desto weniger Frühzündung.

Ich halte sogar 34° noch für zu viel, zumindest solange nicht alle Parameter überprüft und ggf. angeglichen sind.

Wenn ich mit einem solchen Kolben derart an der Leistungsspirale drehe, dann muss ich das große Besteckt auspacken und alles machen.

Und leider würde ich dazu auch keine Vape nehmen, sondern eine Zündung dich ich selber an die Bedürfnisse anpassen/programmieren kann. Bei soviel Verdichtung eine sehr flach ansteigende Kurve und vermutlich max. 30-32° Vorzündung.
Zündapps sind für mich die besseren Boxer

berndr253

Alternativ wäre der Umstieg auf Glühkerze und Pflanzenöl/Diesel.

Seh das Problem so wie Patrick

Wäre schon interessant zu schauen wie das Verdichtungsverhältnis aussieht ...

Bernd
Leben und Leben lassen

4Taktix

Das könnte auf den allerältesten "Tuner-Witz" hinauslaufen:
FAZIT nach hunderten von versenkten Euros, Stunden, Nachbesserungen, Abstimmungen, Schweisstropfen:
SERIENLEISTUNG ERREICHT !
Think outside the box !

Dieter57

Zitat von: berndr253 am 21 Juni 2022, 12:11:35Alternativ wäre der Umstieg auf Glühkerze und Pflanzenöl/Diesel.

Du weißt schon das Öl knapp und teuer ist.  :auslach:

Seh das Problem so wie Patrick

Wäre schon interessant zu schauen wie das Verdichtungsverhältnis aussieht ...

Bernd
BMW R 27 Gespann  Wilma
BMW R 27 Solo  Bob
BMW R 50/2 Berta
BMW R 1250 RS noch namenlos

Viele Grüße
Dieter

Elefantentreiber

Zündapps sind für mich die besseren Boxer

4Taktix

Kann ich absolut unterschreiben !!!
Taugt ebenso als kurzweilige, unterhaltsame Lektüre, wenn man grad kein konkretes Problem zu lösen hat.
Der Ulf Penner "spricht" wie wir - man versteht den !  ;D

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

Einzylindär

Ich greife den Hinweis von Patrick mal auf:

Steuerzeiten haben einen ERHRBLICHEN Einfluss auf die Kompressionsmessung.

Nach dem Einbau einer Nockenwelle mit schärferen Steuerzeiten, insbesondere späterem Einlaßschluss ist die messbare Kompression beim SELBEN Motor geringer...


Angenommen die Nockenwelle ist einen Zahn oder mehr nach früh verstellt.

Dann haben wir einen sehr frühen Einlaßschluss, vielleicht bei UT. Dadurch haben wir bei niedrigen Drehzahlen (Kompressionstest!) sehr gute Zylinderfüllung und damit einen hohen Kompressionsmesswert.

Im Motorbetrieb wirkt der frühe Einlaßschluss in UT bei höheren Drehzahlen als Drossel, weil die Frischgassäule erst beschleunigt werden muss... und wenn sie in Bewegung ist, ist das Einlaßventil schon zu.

Das wäre für mich die einzige Erklärung, wie ein Motor mit einer mutmaßlich hohen Verdichtung nicht klingelt und keine Leistung hat....

David, prüfe mal bitte die Steuerzeiten...

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Sunkillmoon

Zitat von: Elefantentreiber am 21 Juni 2022, 11:36:03Hochachtung, so einen Kolben einzubauen aber den Aufwand der Steuerzeitenkontrolle zu scheuen.

In meinen Augen ist der Kolben "ohne" weitere Maßnahmen kompl. untauglich und vermutlich für Deine Probleme verantwortlich.

Und, je höher die Verdichtung, desto weniger Frühzündung.

Ich halte sogar 34° noch für zu viel, zumindest solange nicht alle Parameter überprüft und ggf. angeglichen sind.

Wenn ich mit einem solchen Kolben derart an der Leistungsspirale drehe, dann muss ich das große Besteckt auspacken und alles machen.

Und leider würde ich dazu auch keine Vape nehmen, sondern eine Zündung dich ich selber an die Bedürfnisse anpassen/programmieren kann. Bei soviel Verdichtung eine sehr flach ansteigende Kurve und vermutlich max. 30-32° Vorzündung.


ich verstehe nicht ganz wieso oft mit einer "Miesepeter" Einstellung geschrieben wird und wieso du drauf kommst, dass das nicht gehen würde und das alles so schlimm wäre.

Laut Uli ist es gar kein Problem diesen Kolben zu verbauen und dieser erhöht natürlich das Verdichtungsverhältnis, was ja auch gewünscht war. Es musste damals sowieso ein neuer Kolben nach dem hohnen rein, wieso also keinen R50S, der einen Tick mehr Leistung bringt?  Weiter Anpassungen außer eventuell die Bedüsung müssen nicht gemacht werden. Die muss ich ja aber sowieso neu Bedüsen beim Mikuni.

Wenn ich Frühzündung wegnehme, auf 30-32 dann läuft der Hobel ja noch schlechter. Und klar muss ich mal länger fahren und die Temperatur messen, aber bei 130 Grad ist ja auch noch gut Luft nach oben.

Ich scheue mich nicht die Steuerzeiten zu checken. Aber ich habe gefragt wie man das an der R26 macht und das wurde nicht erklärt, sondern vorwurfsvoll geschrieben wie ich denn nur eine R50S Kolben einbauen kann und die Steuerzeiten nicht messen möchte! hääää? verstehe ich nicht. (Schön wäre gewesen: Wenn der Deckel vorne ab ist, muss die Nockenwelle mit Ritzel in dieser und jener Position zur Kurbelwelle stehen, das kann man so prüfen/sehen/messen usw.)

Ich bevorzuge nur Themen anzuschauen, die weniger Aufwand bedeuten, als das ganze Moped zu zerlegen, um mir die Steuerzeiten anzuschauen, um nachher festzustellen, dass die passen. Das ist alles. Natürlich würde ich das machen, wenn keine weitere Idee mehr im Raum ist, die leichter und schneller zu prüfen sind.

Da ihr mich ziemlich verunsichert habt, dass die Kompression viel zu hoch ist, habe ich heute nochmals mit Uli telefoniert (1,5 Stunden).

Er meinte:

-Kompression ist doch super, wenn sie hoch ist. Er hatte Maschinen mit 13-14bar. --> gar kein Problem
- Zündung auf jedenfall bei F (38 °) belassen, sonst läuft das Ding natürlich nichts mehr.
- Klar steiget sich die Leistung noch etwas durchs Einfahren (weniger Reibung/ Kolbenringe dichten besser ab und legen sich an) Aber laut ihm (Kolben und Ringe sind von ihm er kennt die Bauteile) reichen 500km bei ca. 80km/h Einfahren völlig aus. Ringe fahren sich anscheinend schnell ein. Kein unnötig langes rumeiern und 70kmh fahren gas weg und Kupplung bis 50 kmh usw.
-klar zwischendurch nen Ölwechsel und fertig.
-Vermutung liegt aktuell groß bei verstellten Ventilen, da sich die neue Kopfdichtung (aufgrund fehlendem Aspest) schnell gesetzt hat und daher Ventilspiel daneben. --> Falls sich der Kopf gesetzt hat, ist das Spiel zu groß, was auch widerum eine Kompressionssteigerung zur Wirkung hat.

Das werde ich mir jetzt mal anschauen, dann die Maschine ca.500km einfahren. Hierbei ab und an die Temperatur prüfen.

Wenn sich hierbei die Leistung nicht steigert (inkl. Vergaseranpassung) werden die Steuerzeiten überprüft -versprochen- doch vorher schau ich, ob das die Lösung ist.


4Taktix

Korrigiert mich, wenn ich falsch liege - aber meiner Meinung nach VERKLEINERT sich das Ventilspiel,
wenn sich der Kopf/die Dichtung "setzt".

@Sunkillmoon: Steuerzeiten "prüfen": Kerze raus, Ventildeckel ab, Motor mit Kicker (oder eingelegtem Gang)
in die Position drehen, bis beide Ventile bei der Überschneidung gleich weit geöffnet sind.
-> nicht ganz einfach bei montiertem Kopf, vermutl. mehrere Versuche nötig. Kipphebel beobachten.
Bei Serien-Nockenwelle mit Serien-Nockenwellenkettenrad sollte das genau im OT der Fall sein. (Schauloch)
(bei allen Modellen ausser R27 )
Lt. Handbuch soll dazu der Kopf runter, so dass nur die Stoßstangen aus dem Zylinder ragen.
Dann kann man über beide Stoßstangenenden ein Lineal legen, und wenn das bei der Überschneidung
parallel zur Kopfdichtfläche liegt, muss die KW im OT stehen.
Ich halte es auch bei montiertem Kopf für möglich. Ungleich verschlissene Stoßstangen, unterschiedlich weit
reingedrehte Ventileinstellschrauben und derlei müssen natürlich berücksichtigt werden.

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

Sunkillmoon

Zitat von: 4Taktix am 21 Juni 2022, 16:06:02Korrigiert mich, wenn ich falsch liege - aber meiner Meinung nach VERKLEINERT sich das Ventilspiel,
wenn sich der Kopf/die Dichtung "setzt".

@Sunkillmoon: Steuerzeiten "prüfen": Kerze raus, Ventildeckel ab, Motor mit Kicker (oder eingelegtem Gang)
in die Position drehen, bis beide Ventile bei der Überschneidung gleich weit geöffnet sind.
-> nicht ganz einfach bei montiertem Kopf, vermutl. mehrere Versuche nötig. Kipphebel beobachten.
Bei Serien-Nockenwelle mit Serien-Nockenwellenkettenrad sollte das genau im OT der Fall sein. (Schauloch)
(bei allen Modellen ausser R27 )
Lt. Handbuch soll dazu der Kopf runter, so dass nur die Stoßstangen aus dem Zylinder ragen.
Dann kann man über beide Stoßstangenenden ein Lineal legen, und wenn das bei der Überschneidung
parallel zur Kopfdichtfläche liegt, muss die KW im OT stehen.
Ich halte es auch bei montiertem Kopf für möglich. Ungleich verschlissene Stoßstangen, unterschiedlich weit
reingedrehte Ventileinstellschrauben und derlei müssen natürlich berücksichtigt werden.

Gruß,
Sascha


Hi Sascha,

ja hast völlig recht wird kleiner, ist mir auch vorher noch einfallen.

danke für die Beschreibung, werde ich wie gesagt machen nach dem Ventil-check und dem Einfahren

Grüße
David

4Taktix

Ventilspiel würde ich zuerst checken. Bei "zu kleinem" oder "null" Ventilspiel verbrennt Dir schnell
das Auslassventil, mit manchmal heftigen Folgeschäden - muss ja nicht sein.

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

Elefantentreiber

#46
Wenn Du Dir das als Vorwurf anziehen möchtest bitte.

Aber so Info´s wie die Kopfdichtung wurde noch nicht nachgezogen und Ventilspiel kontrolliert gebe ich vielleicht auch mal vorher an.

Ansonsten bin ich jetzt raus, bin eh nur ein Universal-Dilettant der keine Ahnung von Motorenbau hat.

Meine Motoren sind nur zufällig schnell und zuverlässig.


Zitat von: Sunkillmoon am 21 Juni 2022, 15:51:00ich verstehe nicht ganz wieso oft mit einer "Miesepeter" Einstellung geschrieben wird und wieso du drauf kommst, dass das nicht gehen würde und das alles so schlimm wäre.

Laut Uli ist es gar kein Problem diesen Kolben zu verbauen und dieser erhöht natürlich das Verdichtungsverhältnis, was ja auch gewünscht war. Es musste damals sowieso ein neuer Kolben nach dem hohnen rein, wieso also keinen R50S, der einen Tick mehr Leistung bringt?  Weiter Anpassungen außer eventuell die Bedüsung müssen nicht gemacht werden. Die muss ich ja aber sowieso neu Bedüsen beim Mikuni.

Wenn ich Frühzündung wegnehme, auf 30-32 dann läuft der Hobel ja noch schlechter. Und klar muss ich mal länger fahren und die Temperatur messen, aber bei 130 Grad ist ja auch noch gut Luft nach oben.

Ich scheue mich nicht die Steuerzeiten zu checken. Aber ich habe gefragt wie man das an der R26 macht und das wurde nicht erklärt, sondern vorwurfsvoll geschrieben wie ich denn nur eine R50S Kolben einbauen kann und die Steuerzeiten nicht messen möchte! hääää? verstehe ich nicht. (Schön wäre gewesen: Wenn der Deckel vorne ab ist, muss die Nockenwelle mit Ritzel in dieser und jener Position zur Kurbelwelle stehen, das kann man so prüfen/sehen/messen usw.)

Ich bevorzuge nur Themen anzuschauen, die weniger Aufwand bedeuten, als das ganze Moped zu zerlegen, um mir die Steuerzeiten anzuschauen, um nachher festzustellen, dass die passen. Das ist alles. Natürlich würde ich das machen, wenn keine weitere Idee mehr im Raum ist, die leichter und schneller zu prüfen sind.

Da ihr mich ziemlich verunsichert habt, dass die Kompression viel zu hoch ist, habe ich heute nochmals mit Uli telefoniert (1,5 Stunden).

Er meinte:

-Kompression ist doch super, wenn sie hoch ist. Er hatte Maschinen mit 13-14bar. --> gar kein Problem
- Zündung auf jedenfall bei F (38 °) belassen, sonst läuft das Ding natürlich nichts mehr.
- Klar steiget sich die Leistung noch etwas durchs Einfahren (weniger Reibung/ Kolbenringe dichten besser ab und legen sich an) Aber laut ihm (Kolben und Ringe sind von ihm er kennt die Bauteile) reichen 500km bei ca. 80km/h Einfahren völlig aus. Ringe fahren sich anscheinend schnell ein. Kein unnötig langes rumeiern und 70kmh fahren gas weg und Kupplung bis 50 kmh usw.
-klar zwischendurch nen Ölwechsel und fertig.
-Vermutung liegt aktuell groß bei verstellten Ventilen, da sich die neue Kopfdichtung (aufgrund fehlendem Aspest) schnell gesetzt hat und daher Ventilspiel daneben. --> Falls sich der Kopf gesetzt hat, ist das Spiel zu groß, was auch widerum eine Kompressionssteigerung zur Wirkung hat.

Das werde ich mir jetzt mal anschauen, dann die Maschine ca.500km einfahren. Hierbei ab und an die Temperatur prüfen.

Wenn sich hierbei die Leistung nicht steigert (inkl. Vergaseranpassung) werden die Steuerzeiten überprüft -versprochen- doch vorher schau ich, ob das die Lösung ist.


Zündapps sind für mich die besseren Boxer

berndr253

Bezüglich der Steuerzeiten ists so, dass es auch noch recht wichtig ist zu wissen was an dem Motor noch geändert wurde. Wenn hier beispielsweise ein Nockenwellenrad angepasst an die R27-Steuerzeiten montiert wurde ist die Montage der Steuerkette anzupassen.
Hier ist die Instandsetzungsanleitung wirklich hilfreich.
Sollte hier ein Nockenwellenrad von Ulis montiert worden sein ist die Prüfung der Steuerzeiten wie sie für die R26 in der Instandsetzungsanleitung steht falsch!

Bernd
Leben und Leben lassen

Kees

Am besten meßt man die Steurzeiten mit eine Gradscheibe. Werten im Instandsetzunganleitung. Achtung aber, die sind bei 2mm Ventilspiel bestimmt. Also, erst das Ventilspiel auf 2mm vergrößern.

berndr253

#49
Dieser thread scheint sich nun zu einer endlosen Geschichte zu entwickeln
Die Fragen der Kollegen, die sich bemühen hier eine Lösung herbei zu führen werden nicht beantwortet (Nockenwellenrad original oder Tuning-Nockenwellenrad?) und wenn Lösungsvorschläge genannt werden kommen die auf eine "Präferenzliste" die weniger inhaltlich sondern eher "nach Gusto" strukturiert ist.
Und wenn die Vorschläge "nicht genehm" sind werden diese in Frage gestellt (Modifikation des Zündzeitpunktes, Prüfung der Steuerzebesciten).

Wir versuchen schon hier eine Hilfestellung zu geben - es ist allerdings ziemlich frustrierend und wenig zielführend wenn diese nicht angenommen wird. Tipps von professionellen Motoreninstandsetzern wie es der Elefantentreiber ist zu zerreden und grundsätzlich in Frage zu stellen ist vielleicht nicht sonderlich geschickt.

Auch die Aussagen von Ulismotorradladen sind dann - und nur dann gültig - wenn die Steuerzeiten korrekt eingestellt sind.
Stefan hat sehr schön erklärt was passiert wenn die Steuerkette nicht korrekt montiert ist - die Beschreibung ähnelt doch sehr den Effekten die der thread-Ersteller hier eingestellt hat.
Leider fehlen auch einige Informationen über die Vorgeschichte - heisst - ist der Motor vor der Änderung besser gelaufen oder nicht?
Wurde hier nur der Kolben erneuert und der Zylinder gehont. Am Motor wurden sonst keine Änderungen vorgenommen?
Ohne diese Informationen kann man sich die weiteren Tipps eigentlich schenken - das ist "Fischen im Trüben" und bringt nichts

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

mz-henni

ZitatDieser thread scheint sich nun zu einer endlosen Geschichte zu entwickeln

Aber eine recht unterhaltsame ;D

Einzylindär

Bin mal gespannt ob es hier eine Rückmeldung gibt....

Gruß
Stefan, der Einzylindär

4Taktix

Geduld Loide - das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht !  ;)  ;D
Think outside the box !

berndr253

Leben und Leben lassen

Sunkillmoon

Hallo zusammen,

der eine ist gleich eingeschnappt, weil man berechtigt seine Bedenken in Frage stellt (zu viel Kompession und kannman nicht machen usw.)

und der andere beschwert sich weil man nicht innerhalb der ein oder anderen Stunde zurück geschrieben hat. :)

Lass uns bitte wieder zum Thema kommen, anstatt sinnlos zu streiten (oder was auch immer das sein soll) ;)

Ich habe über das Moped alle möglich Infos genannt und auch jede Frage beantwortet. Vielleicht wurde die Frage Nockenwellenrad noch nicht beantwortet, da ich seither nicht online war.

Nockenwellenrad wurde von mir nicht geändert. Hatte aber wie gesagt den Deckel noch nie offen, weil ich den Motor noch nicht draußen hatte. Die Maschine kommt aus Griechenland, hatte einen Rollervergaser, falscher Auspuff usw. montiert. Habe sie dann zurückgebaut. Fahren konnte ich damals noch nicht, da kein TÜV und nicht angemeldet.
Ich denke jetzt nicht, dass sie in Griechenland ein R27 Nockenwellenrad bekommen hat. Aber die Steuerzeiten sind mal zu prüfen, nur dann kann man es wissen.
Werde die Gradscheibenmethode versuchen, die kommt mir genauer und besser durchführbar vor als den Vergleich der Stößelstangen.

Aber wie ihr auch schon gesagt habt, werde ich sie jetzt einmal etwas Einfahren und schauen wie sich dann die Leistung ändert. Denn der Motor läuft an sich ja schon. Und nach Einfahren und Vergaser feinjustieren wird sie ja eventuell noch schneller. --> Vielleicht ist die gute Dame eben etwas schwach auf der Brust. Bin ja noch nie eine gut laufende R26 gefahren. Meine 250ccm 2Takt Pannonia ist auf jedenfall kräftiger.

Kann man denn die Steuerzeiten minimal nur verstellen?
Ein R27 Nockenwellenrad wäre ja gut für die Leistung.
Sind die zwei Zahnräder (Nockenwellenrad /Kurbelwellenzahnrad nicht über Konus und Passfeder montiert? Sodass die Zahnräder nur in einer Position montiert werden können? Dann könnte man die Steuerzeiten ja nicht fein verstellen, sondern nur gleich um einen ganzen Zahn, was anscheinend ja 22,5° sein sollen. Das wäre ja schon einiges.

Liebe Grüße




4Taktix

ZitatSodass die Zahnräder nur in einer Position montiert werden können?
Genau so ist es. Und beim "Tuning-Nockenwellenrad" für R25/x ist die Nut für die Passfeder versetzt,
das verlegt die Steuerzeiten um ca. 10° Kurbelwellenwinkel Richtung früher.
Damit entsprechen die Steuerzeiten etwa denen der R27.
Beim R50S-Kolben hätte ich Bedenken, dass beim Tuning-Rad der Kolben die Ventile berührt.
Sollte auf jeden Fall genauestens geprüft werden.
Aber bevor Du das in Erwägung ziehst, solltest Du die Ursache für die mangelnde Leistung ermitteln.
80 km/h ist selbst für eine R25 mit Serien-NW-Rad noch deutlich zu wenig.
Rechne mal 500 bis 1000 km je nach Fahrweise, bis der Motor richtig eingefahren ist.
Dann können wir nochmal über Vmax / mangelnde Leistung sprechen.

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

4Taktix

Wenn ich Deinen letzten Post nochmal lese, fällt mir eines auf:
Du schreibst von einem "falschen Auspuff" und "zurückgebaut".
Was für einen Auspuff hast Du jetzt dran ? Wo gekauft und zu welchem Preis ?
-> Es sind viele "Nachbauten" in Umlauf, die sind stark vereinfacht gebaut und drosseln die Leistung extrem.
Bin ich damals auch "drauf reingefallen" - hat mich 10 bis 15km/h Spitze gekostet ..... ( R25/3 )

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

Sunkillmoon

Zitat von: 4Taktix am 22 Juni 2022, 10:21:21Genau so ist es. Und beim "Tuning-Nockenwellenrad" für R25/x ist die Nut für die Passfeder versetzt,
das verlegt die Steuerzeiten um ca. 10° Kurbelwellenwinkel Richtung früher.
Damit entsprechen die Steuerzeiten etwa denen der R27.
Beim R50S-Kolben hätte ich Bedenken, dass beim Tuning-Rad der Kolben die Ventile berührt.
Sollte auf jeden Fall genauestens geprüft werden.
Aber bevor Du das in Erwägung ziehst, solltest Du die Ursache für die mangelnde Leistung ermitteln.
80 km/h ist selbst für eine R25 mit Serien-NW-Rad noch deutlich zu wenig.
Rechne mal 500 bis 1000 km je nach Fahrweise, bis der Motor richtig eingefahren ist.
Dann können wir nochmal über Vmax / mangelnde Leistung sprechen.

Gruß,
Sascha


Hi Sascha,

also laut Uli ist der Einbau des R50S Kolbens mit R27 Nockenwellenrad bedenkenlos möglich. Würde ich auch verbauen, wenn ich es vorne mal aufmache. Dann bekommt man noch etwas mehr Leistung. Weil was ist der Unterschied zwischen R26(15PS) und R27(18PS)? Die höhere Verdichtung und die Steuerzeiten vermute ich jetzt stark.

Meine Ventile hätte es mir ja jetzt schon zusammengeschlagen, wenn das nicht passen würde. Hab damals beim Einbau des Kolbens auch sachte von Hand durchgedreht. War keine Kollision spürbar.

Ich werde sie jetzt erstmal einfahren und wie du sagst wird man dann sehen was sie schafft.
Habe jetzt wieder nach zwei Tagen stundenlangem Schrauben direkt nach der Arbeit bis in den späten Abend keine Lust mehr (vorallem wenn keine Erfolge erzielt wurden  ;D )

Was ich gestern gesehen habe, kann ich euch garnicht erzählen.

Das Einlassventil hatte viel zu viel Spiel (bestimmt über einen Millimeter). Auslassventil war vielleicht bei 0,4

Ich dachte natürlich endlich Problem gefunden. Spiel durch setzen der Dichtung vergrößert ( Karre ist seither nicht mal 20km gelaufen  ??? ) laut Anleitung soll das Spiel nach 500km geprüft werden.

Naja stelle alles neu ein und siehe da. Keine wirklich spürbare Verbesserung. Habe gestern nicht auf Endgeschwindigkeit getestet (war mir zu spät) aber in der Beschleunigung oder in der allgemeinen Fahrweise.

Ich habe auch nichts mehr verstanden und war natürlich deprimiert.

Jetzt kommt erstmal ein Fahrradtacho dran, der genau ist und die Einfahrkilometer aufzeichnet und dann werde ich berichten ob sich durchs Ventilspiel doch in der Endgeschwindigkeit was getan hat oder wie sich die Leistung während dem Einfahren verbessert.

Danke Jungs

Collini out

Sunkillmoon

Zitat von: 4Taktix am 22 Juni 2022, 10:38:06Wenn ich Deinen letzten Post nochmal lese, fällt mir eines auf:
Du schreibst von einem "falschen Auspuff" und "zurückgebaut".
Was für einen Auspuff hast Du jetzt dran ? Wo gekauft und zu welchem Preis ?
-> Es sind viele "Nachbauten" in Umlauf, die sind stark vereinfacht gebaut und drosseln die Leistung extrem.
Bin ich damals auch "drauf reingefallen" - hat mich 10 bis 15km/h Spitze gekostet ..... ( R25/3 )

Gruß,
Sascha

Hi Sascha,

du bist aber schnell ;D

ja genau da war eine Tröte vorher dran, sowas nie gesehen viel zu kleiner Endschalldämpfer (viel längerer Krümmer und ESD dadurch ziemlich weit hinten), hab das Ding gleich in Müll geworfen.

Hab dann damals einen anderen bestellt, glaube aus der Bucht um die 180 Taler (ist schon ne weile her) ist sicher ein Nachbau. Ja stimmt hab auch schonmal gelesen, dass es da Teilweise Murks Dinger gibt.
Wo bekommt man denn nen guten her? Wäre natürlich mal interessant den Testweise auszutauschen.

Grüße

strichzwojan

David, dass die Maschine aus Griechenland kommt, hättest du im Eröffnungsbeitrag ruhig erwähnen können.
Das spricht umso mehr für ein komplettes Zerlegen und Kontrollieren.

Zum Thema "Nockenwellenrad versetzen" gibt es hier in der Suche massig Material (Tuning-Nockenwellenrad).
Die Gleichung "Tuning-Nockenwellenrad + Kompressionserhöhung + großer Vergaser = Alpenburner" muss nicht unbedingt aufgehen! Man hatte bei BMW auch in den 1950er Jahren schon Motorsporterfahrung.

Zu den Tuningkolben aus Ffm gibt es im Forum sehr unterschiedliche Meinungen, auch zur Qualität der Kolbenringe, die auf diesen Kolben sitzen.
Ich finde es auch schwierig, wenn ein "Grieche" gleich getuned wird plus ein Japanvergaser darauf abgestimmt werden soll. Kleine Schritte sind vielversprechender.

Wenn das mit dem Ölgerotze nicht aufhört, dann musst du eh mal unterm Stirndeckel nachschauen.

Ich habe mich nach reiflicher Überlegung damals - obwohl alle Tuningteile, wie Kolben und Kettenrad vorhanden sind - zur Montage des originalen Setups entschlossen und wurde nicht enttäuscht.

Viel Erfolg,
Jan

Edit: Wenn es ein Schalldämpfer mit den Lochplatten vorne und hinten ist, einfach mit einer Zange und einem Bohrer messen, wie groß die Löcher sind... Wenn es 6mm Löcher sind, auf 7mm aufbohren. Das bringt enorm viel.



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