Reaktivierung R27

Begonnen von berndr253, 07 Februar 2015, 20:12:19

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Andre.Hubein

Auch solchen abwegigen Ideen wie ein klappernder Schraubenschlüssel im Werkzeugfach oder ähnliches schon nachgegangen? Werkzeugfachdeckel fest?
Gruß
André

Andre.Hubein


cledrera

Was ist mit den Kipphebeln?
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

berndr253

Werkzeug hab ich im Rucksack - da klappert nix! Auch das Geräusch von Seitenspiel der Kipphebel würde niemals so laut werden!

Last not least - hab heute noch mal 100 km runtergespult - Motor hat inzwischen immer mehr Leistung, raucht auch nicht mehr aus dem Auspuff. Zündung nochmal nachgestellt, Zylinderkopfschrauben nachgezogen und die Ventile nachgestellt - logisch, auch noch einen Ölwechsel gemacht.

Morgen gehts nach Hilgen - werde es sehr langsam angehen lassen - hoffen den "Gelben Wagen" vermeiden zu können

Bernd
Leben und Leben lassen

Schorsch

Bernd,

Glückwunsch zu der R 27!

Schau mal nach dem Bremsgestänge, das klappert gerne unten am Bremshebel.

Schorsch
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

professor buxus

#244
Also, Leute, dass könnt ihr glauben: Das ist nichts "Aussermotorisches".
Es ist Drehzahl und Lastabhänig. Auch kein typisches Klingeln. Es hört sich original so an wie bei einem nagelnden Diesel
Das ist soon ähnlicher Mist wie bei mir.
Wenn es Einbauspiel bedingt wäre, würde es ja mit zunehmender Temperatur verschwinden oder zumindest weniger werden.
Aber das ist es ja eh nicht. Bernd hat, glaube ich, 8/100 gemessen.
Das Einzige was mir noch einfällt: Ist der Zylinder auch grade gebohrt? Das stellst Du ja mit den Parallelauflagen nicht fest.

Bin echt gespannt wie die Graue sich morgen hält. Ich drück auf jeden Fall die Daumen.

Bis Morgen dann auf Hilgen

Gruß Detlef

Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

FietePF

Jungs, kommt gut an und zurück  :rip:

PS: Tippe auf etwas zu viel Luft im Pleuelager

VG
Alfred

Fastnachter

Vielleicht tickt der Kolben gegen den Kopf / ein Ventil? Wie viel Aludichtung hadt Du unter dem Zylinder Bernd?

Gruß und gute Fahrt.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

professor buxus

Hallo Bernd, darf ich?     ;D

@ Fiete: Stramme Excenterwelle. Eher das Gegenteil ist der Fall! Schätze mal 1/100 Luft da unten.

@ Fastnachter: Quetschkante min. 1,5 mm plus Überstand welcher durch die Kopfdichtung bedingt ist.

Richtig?

Gruß Buxus

Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

hannes55

Und die Pleuelbüchse?

Nicht nur auf Spiel., auch auf Parallelität geprüft?

Viel Glück morgen!

Gruß, Hannes
Was dann?!

mekgyver

Ist der Bolzen im Kolben desachsiert ?
Aus bislang nicht geklärten Gründen werden ja heutzutage mittig liegende KoBos gefertigt,
obwohl sich die Verhältnisse nicht geändert haben.
Ich halte das für einen Rückschritt  :spinnt:

Gruß mek  :schrauber:  :bike:
... 73er-Gang

professor buxus

Ich darf noch mal kurz   ;)  (juckt in den Fingern   ;D  )

Hannes:   « Antwort #237   :)

mek: ja

In Vertretung von Bernd253, nach Diktat verreist! (Nach Hilgen   ;)  )
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

Fastnachter

Ok, einen hab ich noch: Ölpumpenwelle nicht genug abgedreht und die KW schlägt jetzt gegen. Kann ja sein dass die von Hand frei läuft und gerade eben frei dreht und bei laufendem Motor eben nicht.

Sonst weiß ich außer einem kippelnden Kolben auch nix mehr.

Gruß
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

berndr253

Wieder vom Treffen aus Hilgen zurück. Motor läuft ganz ordentlich - auf dem Hinweg hats einmal geklemmt!! Bei ca. 70km/h, ebene Strecke, 75 Grad Öltemperatur! (Laufleistung des Kolbens/Zylinders 120 km)
Hab den Motor abkühlen lassen - aus der Entlüftung kam beim zweimaligen Kicken etwas Rauch - dann nichts mehr und sie ist angesprungen. Keine merkwürdigen Geräusche mehr, das Klappern schien weg zu sein.
Dann den Rest des Weges noch nach Hilgen gefahren (sehr langsam und vorsichtig) und mein Leid den anwesenden Forianern geschildert - ohne eine Erklärung zu erwarten.

Auf dem Nachhauseweg (ca. 85 km) hat das Klappern dann auch wieder angefangen - Leistung des Motors zufriedenstellend. Auch im Berg im 4. Gang zieht der Motor kräftig durch.

Morgen werde ich den Tank demontieren Zyllinderkopf und Zylinder abnehmen, dann gibts ein paar Bilder.

Bernd

Leben und Leben lassen

berndr253

#253
Motor auseinandergebaut - dabei musste ich den Kolbenbolzen mit einem Abzieher rausdrücken! Der saß bombenfest im Kolben - auch mit Wärme war der nicht heraus zu bekommen. Im Pleuelauge war der Kobo leichtgängig.
Der Kolben ist im Durchmesser ein wenig eingegangen - von 71,95 auf 71,85 mm.
Im Zylinder gibts zwei Laufspuren - nicht überraschend - sind aber nicht tief - mit dem Daumennagel kaum zu erahnen.

Anbei ein paar Bilder
Einmal der Kobo - dann Bilder von meinem und dem Kolben von Buxus, der mit diesem Zylinder ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

Da Buxus und ich nur den Zylinder gemeinsam (dh nacheinander) verwendet haben erscheint es mir wahrscheinlich, dass die Ursache für die Probleme wohl eher hier zu finden sind.

Bernd
Leben und Leben lassen

FietePF

Mensch Bernd,

schade um das Material ... irgendwie hast du einfach Pech, oder wir müssen vielleicht das digitale Einfahren nochmals üben  ;D

VG
Alfred

berndr253

Der Zylinder wurde auf einem großen Bohrwerk nochmal vermessen (das macht schon Eindruck, wenn man die geschliffene Prüfplatte nur mit Hebezeug auf das Bohrwerk bekommt!
In allen Richtungen wurde der Zylinder dann vermessen und als gut befunden. Abweichung über die gesamte Höhe des Zylinders nicht mehr als 2 Hundertstel.
Sowohl der Kolben als auch der Zylinder sowie der Kolbenbolzen kann weiter benutzt werden, die Spuren Im Zylinder mit dem Honapparat beseitigt (1 Minute), die Reibstellen am Kolben geglättet und die Nut des Ölabstreifrings mit dem Dreikantschaber wieder auf Maß gebracht.
Bis auf die Montage des Tanks ist nun alles wieder zusammen.

Auf Anraten des Zylinderschleifers hab ich die Papierdichtung weg gelassen und die Distanzscheibe unter dem Zylinder beidseitig dünn mit Hylomar bestrichen. Bei der Montage hab ich einen 3,5 mm starken Stift in das Ölröhrchen gesteckt der bis in die Bohrung im Gehäuse reicht. Mit dem eingesteckten Stift dann die Fußschrauben angezogen. Das Dichtungsmaterial was ins Ölrohr reingequollen ist konnte ich mit dem rau gedrehten Stift entfernen. Öl, das ich von oben in das Rörchen reingegossen hab floss sofort durch - ein Hinweise, dass die Bohrung frei geblieben ist.

Morgen montier ich noch den Tank (da muss ich erst noch die M8x1-Gewindelöcher auf der Tankunterseite nachschneiden) - dann sehen wir weiter.

Bernd
Leben und Leben lassen

cledrera

Um wieviel war das Kolbenbolzenauge eingefallen?
Meine Vermutung ist, dass das schiefgegangen ist, weil der Kolben nicht getempert wurde.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

professor buxus

Hallo Clemens,
bei mir war nicht das Loch eingefallen, sondern der Kobo muss wie blöd hin und her geflitzt sein und dabei ist er immer an den Sicherungsringen angestoßen. Diese haben dann durch dieses Hämmerei eine regelrechte Wulst erzeugt.
Ich denke mal dass es bei Bernd genauso ist.

Gruß Detlef
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

Rütz

Das denke ich auch.
Der Kolben hat getaumelt.
Die typische Ursache dafür ist eigentlich ein verdrehtes Pleuel.
Mein KW-Instandsetzer hat damals die Theorie aufgestellt, daß sich diese China-Pleuel bei Erwärmung aufgrund nicht abgebauter innerer Spannungen verziehen, daß sie ovale Augen bekommen und sich verdrehen.
Ich habe das eigentlich nicht geglaubt, aber mittlerweile glaube ich es... fast... irgendwie... :gewissen:
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

Timmmäh

#259
Würde das Taumeln denn auch Bernds Klappern erklären?
Also müsste man das Pleul tempern und danach vermessen?

101010

professor buxus

Zitat von: Rütz am 03 August 2015, 21:40:19
daß sie ovale Augen bekommen und sich verdrehen.

Die bekomme ich auch so langsam!    ::)     So ein Wellensalat!
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

Fastnachter

Und bei mir passiert das nicht weil ich noch eine frühe Welle mit R60(?) Pleul habe?

Gruß
Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Rütz

@Tim
Ja, siehe Detlef.
Durch das hin und her des KoBos.
Das schraubende Pleuel drückt den KoBo in die eine Richtung und verspannt sich selbst in die Gegenrichtung. Im Momet der Entlastung schnuckt alles wieder zurück und sagt "Klack".
...soweit die Theorie.

@Jan
Du hast bloß noch nicht nachgeschaut. D&W
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

Timmmäh

Hallo Jan,
Das sind alles 60/2 Pleuel, nur neu gefertigte.
Hast du ein Originales drin?

Jetzt müsste man nur noch beweisen dass sich das Pleuel wirklich verzieht.

Grüße,
Tim
101010

professor buxus

@ Rütz, ja - ja, die Theorie!   :)

Das Klappern bei Bernd (war bei mir auch so) ist Drehzahl und Lastabhänig. Man könnte meinen, dass es dann ja immer, also auch bei unbeschleunigter Konstantfahrt auftreten müsste.  ???   Viele wenn´s und aber´s.

Gruß Detlef
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

Fastnachter

Keine Ahnung Tim. Die Vermutung liegt aber nahe. Bevor man ne Serie auflegt...

Gruß
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

berndr253

Interessante Sache das mit dem Verziehen bei hoher Temperatur.
Das Klappern des Kolbens trat bei meinem Motor aber schon nach dem ersten Ankicken auf - gut - es war warm draussen, aber das wird kaum gereicht haben um das Pleuel thermisch zu verändern.

Müsste man eine "Schraubenbewegung" des Pleuels nicht sogar sehen können?
Hierfür einen (mit "dickem" Fett eingestrichenen) Kolbenbolzen in das Pleuelauge schieben und den Zylinder aufsetzen. Wenn man nun den Motor auf die Seite legt und die Kurbelwelle dreht müsste sich der Kolbenbolzen quer zur Motorlängsachse verdrehen. Aufgrund der Schwergängigkeit des Kobos (gefettet) sollte sich dann der Kobos von der Zylinderfläche bei einer kompletten Drehung der Welle abheben - erst die eine, dann die andere Seite.

Bernd
Leben und Leben lassen

Rütz

#267
Ja. So teste ich, im Prinzip, Pleuel auf Verdrehung.
Satt zu beobachten, ob der KoBo mal mit dem einen, mal mit dem anderen Ende die Bohrungswand zuerst berührt, kann man den KoBo auch trocken einsetzten und beobachten, wie er sich im Pleuelauge bei jedem Umschlag leicht hin- und herbewegt.

Zitat von: professor buxus am 03 August 2015, 22:47:00
Das Klappern bei Bernd (war bei mir auch so) ist Drehzahl und Lastabhänig. Man könnte meinen, dass es dann ja immer, also auch bei unbeschleunigter Konstantfahrt auftreten müsste.  ??? 
Es ist schon typisch, daß es nur bei Last auftritt.
KoBo und Hubzapfen haben ja nicht wirklich ein Gewinde, es ist Druck nötig, damit der Schraubeffekt eintritt.
Je mehr Druck der KoBo auf das Pleuel ausübt, desto stärker ist der Schraubeffekt, desto lauter das anschließende "Klack".

Von mehreren Motorinstandsetzern habe ich schon gehört, "ein verdrehtes Pleuel (im Ggstz zum verkippten) ist nicht so schlimm, das klackert nur...". Der Schlimmigkeitsgrad wird aber womöglich unterschätzt.. :-\\
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

professor buxus

Genau Rütz, das hattest Du ja in einem anderen Fred schon mal beschrieben. 
Den Test werde ich bei mir ausführen.  :schrauber:
Ich könnte mir vorstellen, dass ich den Kobo dann zusätzlich noch einem Lumicolorstift im Bereich des Pleulauges markieren werde.

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

4Taktix

Zitat von: Rütz am 04 August 2015, 10:22:10
Ja. So teste ich, im Prinzip, Pleuel auf Verdrehung.
Satt zu beobachten, ob der KoBo mal mit dem einen, mal mit dem anderen Ende die Bohrungswand zuerst berührt, kann man den KoBo auch trocken einsetzten und beobachten, wie er sich im Pleuelauge bei jedem Umschlag leicht hin- und herbewegt.
Äh, wie kann man das denn beobachten ?
Gruß,
Sascha
Think outside the box !

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