Gleithülsenfrage

Begonnen von Karl, 07 Juli 2008, 00:35:09

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berndr253

Wichtig zu wissen wäre WELCHE Glycodur-Buchsen ihr verwendet habt!

Da gibts es nämlich ein recht große Anzahl unterschiedlicher Ausführungen.

Bernd
Leben und Leben lassen

berndr253

Leben und Leben lassen

rolf

Erzähl mal!
Ich kenne nur eine.
Rolf

berndr253

#62
Hallo Rolf,

neben den gerollten Lagern mit unterschiedlichen Beschichtungen bieten Glycodur auch Lager aus gespritztem Polymer an - vergleichbar mit der Ausführung von IGUS (W300 usw).
Diese haben grundsätzlich eine bessere Dämpfung, können Schmutz aufnehmen und sind in einem gewissen Umfang kompressibel. Lagerwerkstoffe können auch für die Fertigung von Kolbenringen verwendet werden (Kompressoren, Stirlingmotoren).
Problematisch  bei diesen Materialien ist die "Fixierung" im Sitz. Hier muss ggf auch eingeklebt werden oder aber durch konstruktive Maßnahmen das "Wandern" verhindert werden.

Grusz

Bernd

PS
Hab die Lagerspezifikation im "Vorlauf" gefunden.

Die von Jörg vorgeschlagene Buchsenlösung (Messing/Graphit von MISUMI) habe ich bei der Maschine von Dennis eingebaut. Werden eingeklebt, wichtig dabei ist es dabei ist es die Oberflächen vor dem Einkleben mit "Aktivator" einzusprühen, denn auf dem passiven Aluminium ist die Haftung von Loctite und anaeroben Klebstoffen anderer Hersteller nicht sonderlich gut.
Leben und Leben lassen

Jürgen 57

Hallo Bernd,

was verwendest Du als 'Aktivator'?

Grüsse

Jürgen

berndr253

#64
Eine Chemikalie, die ich vom Hersteller des Klebers beziehe. Ich verwende KEIN Loctite (ist mir zu teuer) sondern ein vergleichbares Produkt mit Namen EUROLOCK, ähnliche Flasche, riecht fast genauso, Farbe der Kleber ist auch ähnlich.
Hersteller sitzt glaube ich in Bochum Ascheberg.

http://www.euro-lock.de

Hier gibts  auch den Aktivator in einer Pumpsprühdose (150 ml)

Bernd
Leben und Leben lassen

Jürgen 57

Danke Bernd, interessante Alternative. Mal sehen, ob die auch Einzelflaschen verkaufen...

Viele Grüsse  Jürgen

berndr253

Ist kein Problem,
wenn Du dort anfragst bekommst Du sicher den nächsten Stützpunkthändler wo Du die Dinge kaufen kannst.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Kompressor_Peter

Hallo Bernd,

wir haben die PG 252825 A verwendet.

Viele Grüße,
Kevin und Peter

berndr253

#68
Wenn sich die Büchsen aus den Sitzen lösen kann das eigentlich nur daran liegen, dass die Reibungskräfte beim Federn in den Buchsen größer war als die Haftkräfte in den Sitzen.
Ich gehe davon aus, dass ihr beide Seiten der Federung gleich bearbeitet habt - aber nur an einer Seite haben sich die Buchsen gelöst. Das könnte auch mit der Temperatur zusammen hängen.
1. Möglichkeit
Kein Schmierstoff, dann gehen die Buchsen "fest" (nicht bei rotierender wohl aber bei linearen Bewegungen)
2. Möglichkeit
Der Kardan wird insgesamt ja doch recht heiss - oder kann es beim Bremsen werden. Damit verbunden ist, dass sich auch die Sitze weiten - da Aluminium mehr als die eingedrückten Buchsen.
Wenn der Kleber "nur" eine Schraubensicherung war, dann hält die schon bei geringfügig höherer Temperatur nicht mehr. Da solltet ihr Kleber FügenNabeWelle nehmen und die zu verklebenden Oberflächen gut reinigen und "aktivieren".

Bernd
Leben und Leben lassen

Kompressor_Peter

Hallo Bernd,

geklebt war beim ersten Einbau nichts, nur eingepresst.
Schmierstoff war genügend vorhanden. Vermutlich Wärme-
einwirkung in Zusammenspiel von größeren Reibungskräften.

Jetzt haben wir die Sitzfläche gereinigt und mit Loctite 660
geklebt (ohne Aktivator). Diese Beschaffungsschwierigkeiten
für den Aktivator hatten wir schon vor ca. einem Jahr beim
Kleben unseres Lenkkopflagers.


Viele Grüße,
Kevin und Peter

berndr253

Besteht eurerseits noch Interesse am "Aktivator"? Dann würde ich mal schauen ob ich noch welchen beschaffen kann. Je größer das Interesse (also auch anderer Forianer) umso größer wohl auch die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs dieser Aktion.
Vielleicht ist auch ein Paket, bestehend aus
FügenNabeWelle, Schraubensicherung mittelfest und Aktivator eine Option?

Bernd
Leben und Leben lassen

guest474

Aktivator ?
Ja. Ich.
Wieviel ist in so einem Sprühding drin?

Gruss Manfred

cledrera

276 ccm  ;D

Ne Quatsch; passt bei der Haltbarkeit auf.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

berndr253

Hallo Manfred,

in der Sprühflasche die ich hier hab hat sind 150 ml drin.

Bernd
Leben und Leben lassen

Kompressor_Peter

Hallo Bernd,

ich muss heute Abend einen Blick auf das Haltbarkeitsdatum werfen. Dann kann ich unseren Bedarf mitteilen.
Die Schraubensicherung mittelfest haben wir erst vor ein paar Tagen gekauft.
Dazu noch ein Erfahrungswert: das flüssige Zeug trocknet sehr schnell
ein bzw. die Tülle verstopft dauernd. Hier wäre die Pastenform zu empfehlen,
sieht aus wie ein Prittstift. Ist aber auch nicht an jeder "Ecke" zu bekommen.

Viele Grüße.
Kevin und Peter


berndr253

Der anaerobe Kleber darf keine Probleme machen. Der härtet nur aus, wenn er in Kontakt mit Metall unter Luftabschluss ist. Klar sollte die Flasche schon verschlossen sein, aber dass sich die Spitze zusetzt finde ich bedenklich.

Ich hab den Kleber teilweise schon eineinhalb Jahre im Schrank und der ist immer noch in Ordnung.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

guest474

sach mal wie teuer.
Wenns geht nehme ich als alter Kleber 2 Flaschen.

Gruss Manfred

berndr253

#77
Hallo Manfred,

ich hab beim Hersteller mal angefragt

10 Einheiten Aktivator 150 ml
10 Einheiten FügeNabeWelle 50 ml
10 Einheiten Schraubensicherung mittelfest 50 ml

Wenn ich kein Angebot direkt bekomme, dann aber den Link zu einem onlineshop oder einem Stützpunkthändler

Bernd

Stand heute morgen: Lesebestätigung meiner Anfrage erhalten
Leben und Leben lassen

Kompressor_Peter

Hallo Bernd,

obwohl auch die Schraubensicherung mittelfest von Loctite ein anerober Kleber ist hatten wir bei zwei Flaschen die Probleme, dass der Kleber in der Tüllenspitze aushärtete und somit das Ding dauernd mit einer Nadel aufgestochen werden musste.
Unser Kleber hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis Januar 2012. Daher hätten wir eigentlich nur am Aktivator Interesse.

@Manfred: wir haben für Loctite 660 etwas über 40,- € plus 9,- € für den Reiniger (7063) bezahlt. Kann leider die Rechnung nicht mehr finden.

Viele Grüße,
Kevin und Peter

4Taktix

#79
Hallo Gemeinde,

Nach meiner bescheidenen Ansicht sind hier die vielzitierten "Blechstreifen" das Problem.
(wenn das so gemacht wurde, wie hier irgendwo in einem bebilderten Fred gezeigt ist)
Damit hat man quasi eine längs geschlitzte, "unrunde Buchse",
damit lässt sich keine Presspassung realisieren !
In dieser sitzt dann noch eine längs geschlitzte Buchse ( PG 252825 A bei R 25/3 ),
beides kann "Federn", halte ICH für Profimurks !

Die Fakten:

1. Glycodur PG 252825 A = Innendurchmesser 25mm (Längsschlitz zusammengedrückt)
2. Neue Gleitrohre R25/3 = Aussendurchm. 24,815 bis 24,82 mm (Mikrometerschraube 12 Messpunkte)
--> 0,18 bis 0,185 mm Spiel = Zuviel ( lt. Datenblatt Glycodur A )

Die Massnahmen:

A. Längsschlitz Glyco-buchse breiter machen, bis Innendurchm.  zusammengedrückt genau passt! (Bild 1)
B. Entgraten !
C. Immer wieder "Anprobe" am Gleitrohr (Bild 2) und ggf. Schlitz noch breiter sägen/feilen.
D. Buchse ohne Längsschlitz drehen, Innendurchm. muss Aussendurchm. der zusammengedrückten
    (Bild 2) Glycodur entsprechen. Aussendurchm. muss leichte Presspassung im Achshalter haben.
E. Beim Abstechen der Passbuchsen auf der Drehbank lässt man den Grat/Kragen stehen.
F. Zum Einbau das Gleitrohr als Führung in den Achshalter stecken, Glyco-Buchse in Passbuchse stecken,
   beides als Einheit auf das Gleitrohr schieben, jetzt kann man schon eine "Gleitprobe" mit der Hand
   machen und die "Dämpfung" fühlen.
   Man sollte mehr als 4 Passbuchsen herstellen, um durch diese "Gleitprobe" die 4 herauszusuchen,
   die sich vom Reibwert am ähnlichsten sind.(gefühlt)
G. Die Buchse-in-Buchse-Einheit mit einem Passenden Rohr über dem Gleitrohr und Hammer in die Sitze
    im Achshalter treiben. Das "Treibrohr" sollte möglichst knapp über das "Gleitrohr" passen, dann wird
    beim Eintreiben gleich der beim Drehen stehengelassene Kragen nach innen über die Glycobuchse
    gebördelt - das hält ! (beachte bes. Nr.I in Bild3) (Bild4)
H. Nach der Montage abschmieren, bis sich die Presse nicht mehr zusammendrücken lässt.
   ( Lithiumverseiftes Mehrzweckfett, gibt's im Baumarkt, sieht nach 0815 aus -> Kleingedrucktes lesen)
   (Schmiernippel müssen natürlich OK sein)
I. Ggf. müssen die Federeinspannstücke bei neuen Gleitrohren auf der Drehbank ganz leicht
   "ausgedremelt" werden,  passen sonst nicht (war bei mir der Fall)

Als "Halbzeug" für die Passbuchsen habe ich dickwandiges Alurohr verwendet (Mast von Sat-Schüssel),
den "Rest" habe ich als "Treibrohr" benutzt  ;D

Das Resultat:

Die so gemachte HiRaFe ist spielfrei, geht daher recht "stramm", jedoch sind die Glycodur A mit einer
Einlaufschicht ausgerüstet, so dass sich das mit den Kilometern geben sollte.

Kann Eure Fragen erst ab Montag beantworten.

Gruß,  Sascha
Think outside the box !

4Taktix

#80
Die Bilder  --> das Bild ?!

Think outside the box !

4Taktix

#81
irgendwie geht's nur einzeln - hmmm - mal sehen...
...ging eben nur einzeln, jetzt klappts - merkwürdig.
Think outside the box !

berndr253

#82
Schön gemacht -  :respekt: , Karmapunkt hast Du ja schon von mir.

Das Problem ist, dass man für die Anfertigung eine Drehbank braucht die sollte zwar jeder im Haus haben - die Erfahrung zeigt aber, dass dies nicht immer der Fall ist.
Die Sache mit der Einlaufschicht ist allerdings nicht so einfach. Die Buchsen werden vorwiegend für rotierende und oszillierende Anwendungen benutzt, d.h. dass der Laufpartner und die Einlaufschicht immer in direktem Kontakt sind. Bei der linearen Bewegung ist das nicht der Fall, wenn hier nicht immer sehr gut geschmiert wird reibt sich der Gleitbelag heraus.
Ich bin was die Lebensdauer der Buchsen angeht ein wenig skeptisch!

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

4Taktix

So Bernd - über 10.000 km später. Wenn wir uns das nächste mal mit den Krädern treffen,
wackeln wir beide mal an meinem Hinterrad und beurteilen das am Objekt. Woll ?!  ;)  :D
Think outside the box !

berndr253

#84
Hinterrad wackeln? Das ist wenig aussagekräftig - korrekter Test wäre - ein fester Tritt auf die Fußbremse und dann versuchen den Bock vor und zurück zu schieben.
Wenn die Hinterradfederung bei deinem Bock noch taugt - freu dich
Gleitrohr für die 25/3 neu - hartverchromt und geschliffen, 59 € das Stück

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

4Taktix

Tu ich !  ;D
-> Wackeln bei getretener Bremse halte ich schon für Aussagekräftig.
Alles, was es beim Wackeln an Unterschieden zw. "Bremse getreten" und "Bremse gelöst" gibt,
sind die Radlager. Aber Du kannst das dann gerne auch nach Deiner Methode testen.
Bin selber gespannt, habe ich länger nicht versucht. Mir ist aber auch nichts Bedenkliches an der HiRaFe
aufgefallen. Wir gucken dann mal. Spätestens an der Eulenburg.
Think outside the box !

berndr253

Ich denke nicht, dass ich mit meiner /3 zur Eulenburg komme - werde wohl mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit einem 2-Zylinder anrollen - halt altersgerecht ;)

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

4Taktix

Du nich - aber ich  ;)  Also das Krad mit Glycodur hinten - darum geht's doch.

Übrigens:
https://www.ulismotorradladen.de/artikeldetails/Gleitrohr-Hinterradfederung-R253-R513-R68.aspx
 
Gleitrohr neu für knapp über 30,- Euro. Finde ich nicht teuer für die nächsten 40 Jahre.
Think outside the box !

berndr253

Warum Rabenbauer das Doppelte für das Gleitrohr in Rechnung stellt weiß ich auch nicht - hätte nicht gedacht, dass die Preisunterschiede so heftig sind.

Bernd
Leben und Leben lassen

4Taktix

2011 habe ich noch 22,- Euro/Stück bezahlt - auch beim Uli.
Think outside the box !

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