Zylinderkopf undicht

Begonnen von professor buxus, 19 Februar 2011, 20:48:27

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professor buxus

Gerade erst Mitglied geworden in diesem hervorragenden Forum und schon stellen sich die ersten Fachfragen:
Vor ca. 3000 km habe ich meine R27 (Gespann) restauriert und dabei, wie es sich gehört, die Dichtfläche des
Zylinderkopfes auf Muttis bestem Spiegel mit Ventileinschleifpaste plangeschliffen.
Und jetzt ist das Ding dort undicht und mittlerweile auch wieder auseinandergenommen.

Der Uli aus Frankfurt hat mir eine neue ,,sikikonverstärkte" Dichtung verkauft und sagt:
Anzugsmoment soll statt 3,5 mindestens 4 mkp betragen
Was heißt den das? Nach fest kommt lose – ich habe Angst!
Wie wäre hier die Empfehlung des Forums?

Die andere Frage: Wie konnte das bereits nach der kurzen Laufzeit passieren?

Über Antworten freut sich

Professor Buxus :-\\
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

professor buxus

Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

berndr253

Hallo Professore,

zur Vorgeschichte vielleicht eine Frage - hast Du den Zylinderkopf nach der Montage mal "nachgezogen", d.h. geprüft ob die Schrauben auch fest waren?
Das erhöhte Anzugsmoment von 40 Nm (also 4 kpm) werden die Schrauben schon halten, ICH würde diese Dichtung gar nicht verwenden, sondern statt dessen wieder eine "Standarddichtung" einbauen.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

professor buxus

Guten Abend Bernd,
die Antwort kam ja fix!
Also die Zylinderkopfmuttern habe ich nach ca. 500 km nachgezogen und die Ventile natürlich dann nachgestellt.
Daran wird es nicht gelegen haben.
Der Spalt zwischen Zylinderkopf und Zylinder ist auch dünner als die Dichtung dick ist, diese kann also verdichtet
werden (Da habe schon etwas von im Forum gelesen).

Also: Pech gehabt und auf den zweiten Versuch bauen!?

lg. Prof. Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

berndr253

Hallo Professor,

hm, Du hast die Kopfschrauben also nur ein einziges Mal nachgezogen, nach 500 Kilometern und dann nie wieder?
Hast Du die Verschraubungen auf festen Sitz geprüft nachdem Du die Undichtigkeit bemerkt hast?

Ich würde einmal schauen ob es eine erkennbare Beschädigung gibt, ein Riss im Kopf, sonst irgend etwas was die Undichtkeit verursachen könnte. Wenn da nichts zu finden ist würde ich die Ölkohle, am Feuersteg entfernen und die Gegenseite, die Nut im Kopf ebenfalls gut reinigen. Dann eine neue Dichtung auflegen und wieder montieren.

Schauen wir mal was die Spzialisten dazu bemerken werden.

Bernd
Leben und Leben lassen

professor buxus

Hallo Bernd,

Danke für die schnellen Antworten!

Einen schönen Abend noch,

Prof. Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

Rütz

Prüfe auch mal, ob sich die Zylinderkopfschrauben auch falschrum (also von unten nach oben) durch den Kopf stecken lassen (Wenn nicht, die Bohrungen entsprechend aufbohren).
Es kommt oft vor (vielleicht auch speziell bei R27...?), daß sich die Bohrungen über die Jahre im unteren Teil verengen ("kriechendes Alu"). Folge ist, daß sich die ZK-Schrauben beim anziehen nur im Kopf verklemmen, aber nicht den Kopf mit der nötigen Kraft an den Zylinder ziehen.

Rütz
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

mekgyver

Richtig (wie öfter) was Rütz sagt,
unten klemmt's schon mal bei den Köpfen, nicht nur bei R27.
Kann man ganz unbedenklich mit 'nem 11er Bohrer beseitigen.
Gruß mek  :prost:
... 73er-Gang

cledrera

Schmeiß die Silikondichtung raus und nimm eine normale.
Das langt und ist gut gegen Silikon in Ölbohrungen.

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Christof

Da kann ich nur zustimmen!!! Ich habe in meinen neu gemachten Motor auch auch zuerst diese Kopfdichtung mit Silikon eingebaut. Fazit: Ich konnte anziehen so fest ich wollte und das Ding war nie dicht. Also hab ich alles wieder runter gerissen und eine "normale" Kopfdichtung eingebaut. Fazit jetzt: Seither ist Ruhe und alles dicht!

Grüße
Chrisof

gradweg

Hi,

bei der silikon dichtung muss mit wenigsten 5mkp angezogen werden.habe ich auch mal ausprobiert,aber dann haben die

ständerhülsen angefangen zu knacken (haben sich nochmal nachgesetzt)bin dann wieder auf "altdeutsch" zurückgegangen.

reinhold (u.immer schön die gewinde nachschneiden)

sigi_rs

Hallo Professor,

ich habe auch schlechte Silikonerfahrungen gemacht. Raus damit und die normale Dichtung einbauen. Bitte prüfe, ob der Kopf noch planparallel ist. Durch das hohe Anzugsmoment verzieht sich der Kopf gerne. Wenn nicht, kannst Du mich mal ansprechen.

Viele Grüße aus Remscheid
Jörg

professor buxus

Zitat von: sigi_rs am 20 Februar 2011, 15:47:55
Hallo Professor,

ich habe auch schlechte Silikonerfahrungen gemacht. Raus damit und die normale Dichtung einbauen. Bitte prüfe, ob der Kopf noch planparallel ist. Durch das hohe Anzugsmoment verzieht sich der Kopf gerne. Wenn nicht, kannst Du mich mal ansprechen.

Viele Grüße aus Remscheid
Jörg

Hallo Bergischer Nachbar,

so wie es sich anhört ist das Verwenden der Silikondichtung wohl eher ein ,,Schuss in den Ofen".
Der Kopf ist noch planparallel, habe ich auf besagtem Spiegel nachgeschliffen und das Tragbild ist sehr gleichmäßig.

Dir und den Anderen die sich bisher gemeldet haben vielen Dank für die hilfreichen Ratschläge.

Prof. Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

professor buxus

Hallo Forengemeinde,

die Dichtung (ohne Silikon) ist eingebaut, die guten Ratschläge habe ich beachtet und nun steht
den Fahrten nicht mehr im Wege.
Wie ich (leider erst im Nach herein) festgestellt habe, ist die neue Dichtung dünner als die alte.
Das hätte mir eigentlich auffallen müssen, da das Ventilspiel weg war.
Jetzt sind die Gummis an den Stößelrohren etwas blöd gestaucht. Auf was man nicht alles achten muss!
Ich denke aber, das dies nicht schlimm sein wird und werde erst mal fahren.
Für die guten Ratschläge bedanke ich mich mit folgenden Link:

(passt auch zum Forum finde ich)

schönen Gruß
Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

sigi_rs

...und hier ein kleiner Trick für alle. Wenn man einen Dorn für die Stößelschutzrohre hat, kann man die vor dem Einbau des Zylinders ein Stück zurückschlagen.

Das Aufsetzen des Zylinders geht jetzt ganz einfach und man schlägt nach dem Anschrauben der Fußschrauben dann von oben nur so viel die Schutzrohre zurück, daß die Pressung derselben mit den Stößelgummis nur leicht ist. Das ist trotzdem dicht und macht die Gummis nicht kaputt.

Viele Grüße
Jörg

Fastnachter

Jörg: Das Verfahren kenne ich genau so, ABER: Wo kriege ich denn den Spezialdorn? Habe bis jetzt immer "irgendwas" genommen.

Gruß
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

† Oldtimerfahrer

Moin,
ich mein das hätte ich damals mit einer Nuss (Knarrenkasten) gemacht.

Gruß Rudi
2011 Schottland I 2012 Großglockner-Hochalpenstraße I 2013 Schottland I 2014 Lettland/Litauen I 2017 Südengland

rolf

Iiiih! Drehen (lassen)!...Im Ernst, ansonsten  wird das kantig!

Heiko

Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Fastnachter

"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

BenW

Zitat von: Fastnachter am 21 März 2011, 10:11:40
Na den bestell ich mir mal mit beim nächsten Mal...

Oder leihst ihn Dir von mir... ;)

Grüsse,
BenW

Kompressor_Peter

Hallo Andreas,

hast Du einen Messschieber (am Samstag gelernt  ;) ). Könntest Du die Abmessungen einstellen?

Vielen Dank und schöne Grüße,
Kevin und Peter

cledrera

Peter,
wenn du ihn nachbauen willst, kannst du zwecks Vermessung meinen haben.
Sach was.

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Kompressor_Peter

was   ;)

Klar Clemens, würde ich gerne ausgeliehen haben.
Können wir ja im Austausch machen, wenn wir die Bastelarbeit fertig haben....

Viele Grüße,
kevin und Peter




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