Haltbarkeit Motor

Begonnen von Fastnachter, 29 Februar 2012, 12:44:18

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Fastnachter

Hallo zusammen,

ein komplett neu gemachter Motor, ungetuned hält 40.000 + X km hab ich jetzt schon öfters gehört. Gute Behandlung inklusive. Auch 30.000 + X hab ich schon gehört. Ok, geschenkt. Meine Frage ist: Kann jemand aus der Erfahrung (die ich noch nicht habe) auch einen Wert angeben, wann ein Motor "Aus dem gröbsten raus ist"? Sprich: Wenn man bei der Montage was falsch gemacht hat. Nach wieviel km merkt man das bevor man davon ausgehen kann: Der hält... ? 1000km? Einfahren und Vollgasfestigkeit verstehen sich von selbst...

Gruß

Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Fastnachter


"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Andre.Hubein

Ich würde sagen wenn der Motor dir nach 100 Km nicht um die Ohren geflogen ist kannst du davon ausgehen das alles O.K. ist.
Gruß
André

† odeon8

bei meiner 800er R75/5 (EZ 1973) bin ich jetzt bei ca. 250000 km . . .
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

rolf

Sehe ich ähnlich....und Gleitlager gildet nicht!!

Fastnachter

Thomas meinen 2.4D im Bulli hab ich jetzt auch endlich fertig eingefahren (269.000km). ;) Meinte tatsächlich die Einzylinder.

Also nach 100km ohne Schmierung wäre ein Lager hin? Oder ein Kipphebel? Ui. Ich hätte gedacht 1000 müssten es schon sein...

Na dann bin ich ja mit meinem 300er schonmal durch :D

Danke für die Info. Wieder was gelernt...

Gruß
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

sigi_rs

Zitat von: Andre.Hubein am 29 Februar 2012, 13:23:52
Ich würde sagen wenn der Motor dir nach 100 Km nicht um die Ohren geflogen ist kannst du davon ausgehen das alles O.K. ist.
Gruß
André

Nö, kann ich leider nicht bestätigen. Siehe meine R26-Feuerwehr. Ca. 250 bis 300 km ohne Probleme gefahren, dann auf große Tour gen Axel. Und dann begann das Verderben. Gebrochene Kolbenringe und extremer Abrieb am Zylinder und Kolben. Nach weiteren 200 km hatte ich keine Kompression mehr. Kolben war neu, Zylinder neu gehont und Zylinderkopf auch neu gemacht.

Wie das kam ist mir heute noch ein Rätsel.

Viele Grüße
Jörg

Fastnachter

Das heißt du sagst "wenn er 500km gehalten hat... Dann hält er " ?

Gruß

"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

sigi_rs

ich will Euch ja nicht schockieren, Kolbenklemmer nach 3000 km hatte ich auch schon mal.  ;D

Viele Grüße
Jörg


Andre.Hubein

Mit 100km meinte ich nicht 50 mal 2 Kilometer oder 10 mal 10.
Wenn der Motor 100 Kilometer hintereinander fehlerfrei gelaufen ist wird er halten.
Ausser es fehlt Öl oder sowas.
Gruß
André

professor buxus

Zitat von: odeon8 am 29 Februar 2012, 13:26:49
bei meiner 800er R75/5 (EZ 1973) bin ich jetzt bei ca. 250000 km . . .
Ja, die "Scheppertonne", die hält!   :bike:

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

† odeon8

Wie kommst Du auf diesen Ausdruck - das Teil läuft fast ohne mech.
Geräusche. Der Rest kommt vom (4-Gang) Getriebe . . .

Thomas  :o
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

professor buxus

Hi,

die Strich-Fünft mit dem Leichtmetallmotor habe ich anders kennen gelernt.
73 habe ich mir die 60/5 gekauft und 80000 km gefahren und später dann eine
75/5 restauriert.
Bei beiden ist es das Gleiche: Kommst Du mit einer Öltemperatur von 130 Grad
von "der Bahn" und stehst an der Ampel, meinst Du, es dauert nur noch zwei Minuten und
das Teil zerlegt sich von selbst weil alle beweglichen Teile zu hören sind.
Und das Motorentlüftungsventil rülpst in einem nicht vorhersehbaren Rhytmus dazu.
Aber der Ausdruck "Scheppertonne" ist nicht abwertend gemeint ( - eher liebevoll.) ;D
Dagegen: Wenn sie kalt ist (z. B.: nach einer Frostnacht) läuft sie nach dem Start
wirklich (fast) geräuschlos und aus den Auspüffen kommen abwechsend kleine weisse Wölkchen.
Tolle Maschienen und unglaublich zuverlässig. (Mögen mir die Einzylindirgen dieses Beitrag nachsehen,
gehöhrt ja eigendlich nach unten)

Gruß Buxus   :)
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

mekgyver

#12
Wär' ja mal aufschlussreich,
wenn wir herausfinden könnten, woran es hauptsächlich liegt,
dass die Boxer, also die Generation ab /5,
die 4 fache Lebenserwartung haben, als unsere 1Zyl  8)

Gruß mek K(onstruktiv)
... 73er-Gang

professor buxus

Guten Morgen mek,

dass die Strich-Fünf länger halten wird wohl mehrere Gründe haben:
Die Zylinder (dicke Fußrasten) liegen optimal im Fahrtwind.
Der Leistungsüberschuss führt dazu, das man nur beim Beschleunigen Vollgas geben muss,
der Rest wird mit Halb- oder Viertelgas erledigt.
Das gesamte Drehzahlniveau ist entsprechend geringer.
Entsprechend geringer ist die mechanische und thermische Belastung.
Die verwendete Gleitlagerung dürfte sich auch positiv auf die Haltbarkeit auswirken.
Die durch die besagte Gleitlagerung notwendige leistungsfähige Eaton-Ölpumpe
sorgt an allen "Orten" für gute Schmierung und Kühlung.
Noch was vergessen?

Gruß Buxus  :)
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

Andre.Hubein

Auch die doppelte Anzahl der Zylinder dürfte Anteil an der längeren Lebenserwartung haben.
gruß
André

cledrera

Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

rolf

Ich verabschiede mich mal für ein paar Tage um mir mal in Ruhe Gedanken darübner zu machen wieso ein neu konstrierter Motor (zumindest Ende 60) mit mind. doppelten Hubraum, doppelter Zylinderanzahl, mind. doppelter Leistung (Denkansatz für mich : bei 100km/h esentlich weniger Drehzahl),völlig anderer Ölpumpe, Ölfilterung und Pleuellagerung etc. etc. etc. etc. länger hält als unsere 1950er Möhren.
Rolf D(estruktiv)

cledrera

Mmhh, jetzt wo Rolf meditieren ist,
da war doch noch der 100.000-Kilometermotor.

Das Thema mit Ölpumpe und Ölfilter ist ja forenmäßig durch.
Der Hinweis auf die Pleuellager ist aber nicht verkehrt.
Wäre nicht schlecht, wenn wir dazu eine bessere Lösung hätten.
Ich denke mal laut:
Änderung des Ölkreislaufs mit gleichzeitiger Kühlung des Kolbens von unten?
Bringt das auch was für die Pleuellager?

clemen(tiv)
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

thoro

Weitere kleine Punkte könnten sein: Waren Ende der Sechziger die Metallegierungen und die Oberflächenvergütungen besser als in den Fünfzigern? Fertigungstoleranzen doch auch schon zumindest etwas besser als davor, oder? Hauptpunkt dürfte aber eher sein, wie Buxus sagte, das der Motor besser gekühlt ist und mehr im Teillastbereich läuft.
Gruß
Thomas

Stefan

Zitat von: cledrera am 01 März 2012, 19:34:10
Das Thema mit Ölpumpe und Ölfilter ist ja forenmäßig durch.

Optimist! Mußt nur Manfred überreden, nächstes Mal länger als 0,75 Stunden zu suchen.
The evil is always and everywhere!

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