Hallo aus dem Bayerischen Wald

Begonnen von bock, 15 Oktober 2010, 12:53:26

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bock

Vielen Dank für die nette Aufnahme bei Euch.

Rahmen ist schnurgerade und hat auch nur ein paar Lackschäden.

Motor ist laut defektem Tacho 39817 km gelaufen, war auch nur vom 12.05.54 - 02.12.64 zugelassen.

Warum sollte der Motor nicht mehr funktionieren? Bin nach dem Kauf 1981, noch vielleicht 50 km gefahren und habe den kompletten Motor wie er auf dem Bild ist, ausgebaut, Öle drinnen gelassen und nichts zerlegt. Habe vielleicht zwei oder dreimal im Jahr den Kickstarter durchgetreten. Es klemmt nichts. Wurde im Haus trocken gelagert.

Wie schon geschrieben traue ich mir nicht zu, den Motor auseinanderzunehmen. Habe nur den Ventildeckel geöffnet.

Der Sektkorken im Auspufflanschluß schießt ca 8 Meter hinaus wenn ich den Kickstarter mit der Hand herunterdrücke ein Freund sagte mal das sei Verdichtung 8. :juhuu:

Den Antrieb und die Gabel möchte ich, falls möglich auch am Rahmen lassen.
Wie gesagt ich habe noch nie an so einem Teil geschraubt.

Gruß Manfred





bock



† Knut

Zitat von: bock am 18 Oktober 2010, 18:08:32

...die Dichtungen der Einfüll- und Ablassschrauben sind entweder aus Alu oder Kupfer, ist das egal aus welchem Material die sind ...


letzteres, wenn Du weniger als 150 Jahre mit der Maschine fahren willst - ersteres, wenn sie länger halten soll.

@Clemens, verschrecke hier nicht immer die Newbee's mit Deiner "Kolben-am-Boden-abgerissen" Geschichte! Das passiert 3 mal pro Jahrhundert in und im Umkreis von 30 Lichtjahren um Köln herum. Rechne mal die Wahrscheinlichkeit aus!!

@Manfred: Bevor Du die Ventildeckel wieder auflegst, darunter alles ordentlich mit M-Öl einjauchen. Dann Öl in den Motor und Getriebe, Zündung kontrollieren, Vergaser fluten und anreissen. Dann sehen wir weiter. Ich tippe auf:"Läuft ein bisschen rauh, aber geht noch".
Is' doch typisch: die Leute haben sich den Bock 1954 zugelegt und sind damit über Land zu den Kunden gefahren. Selbst hatten sie keine Ahnung und sind gefahren, gefahren, gefahren. Ab und zu mal ein Ölwechsel und 'ne neue Kerze...
Nach 10 Jahren kam der erste Käfer auf den Hof und die BMW wanderte in den Schuppen und ward vergessen. Natürlich läuft die noch genauso wie 1964 - is' doch in der Zwischenzeit nix passiert.

Knut

cledrera

@Knut,
ich will niemanden verschrecken und es geht nicht um Kolben, sondern um das Pleuellager,
dessen Höhenspiel sich einfach durch das Zündkerzenloch prüfen lässt.

@Manfred,
geh mal so vor, wie Knut das beschrieben hat.
Prüf aber zusätzlich das Ventilspiel (Richtiges Spiel bei richtigem OT).
Dichtung kommt.

Clemens


Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Fastnachter

Hallo Manfred,

sieht sehr vielversprechend aus was Du da hast. Bisschen putzen, Fertan drauf, zusammenbauen, fahren. Mehr würd ich nicht machen. Ehrlich. Klar, alles was du so probieren kannst (Pleullagerspiel, Kompression, etc.) auch testen. Aber jetzt restaurieren? Lieber nicht. Die wird super, wenn du nur einfach zusammen baust...

Gruß und viel Spaß beim  :schrauber:

Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

bock

Damit kann ich nicht viel anfangen!

Stell mal den Kolben auf OT und drück dann mit einem stumpfen Schraubenzieher auf den Kolben.
Pleullagerspiel, Kompression prüfen
das Pleuellager,dessen Höhenspiel sich einfach durch das Zündkerzenloch prüfen lässt.
Prüf aber zusätzlich das Ventilspiel (Richtiges Spiel bei richtigem OT).
ob in der Gabel neues Öl drin ist und bleibt,
mit M-Öl einjauchen,
Hab auch in der Suche und im Google nichts vernünftiges gefunden.

Fertan habe ich gekauft, spitzt aus der weißen Kiste unter dem Rahmen raus.
Hirafen und Gier-Affen kenne ich.

Zu meinen Handwerklichen fähigkeiten: Habe Fernmeldehandwerker gelernt, mit Werkstoffbearbeitung, für den W48 einen Kabelbaum gefertigt, löten gelernt und sonst noch so Elektronikkram.

Mein Werkzeugfundus ist auch ziemlich begrenzt.
Nußkasten bis Gr 21, Schraubenschlüßel, Schraubenzieher , Hammer, Schieblehre und verschiedene andere Teile,  besitze ich schon.war mal Jäger und Sammler.


† odeon8

Zitat von: cledreradas Pleuellager,
dessen Höhenspiel sich einfach durch das Zündkerzenloch prüfen lässt.

Servus Clemens,

hast Du da ein "einfaches" Rezept wie das gehen soll ?

Thomas
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

cledrera

Hallo Thomas,
Höhenspiel im Pleuellager konnte man bei meinem alten Motor daran erkennen,
dass man den Kolben in OT-Stellung ca 6mm nach unten drücken konnte, ohne das sich an der OT-Stellung etwas änderte.
Im Prinzip nichts anderes, als die Knack-Prüfung bei ausgebauter Kurbelwelle, aber eben nur geeignet, die kapitalen
Fälle zu entdecken.

Clemens

(Knack-Prüfung: Das Pleuel mit der rechten Hand so festhalten, dass man die eigentliche Kurbelwelle nicht berührt. Nun mit
der linken Hand von oben kräftig auf das Pleuel schlagen. Bei einer defekten Welle ist ein Knacken zu hören.)

@Manfred,
was Du haben solltest, ist
- einen anständigen Drehmomentschlüssel, der den Bereich um 35 NM (Zylinderkopf) umfasst, nebst 14er Nuss.
- Fühlerlehre
- Hakenschlüssel für Auspuff- bzw. Zylinderkopfüberwurfmutter

Beim Schrauben hilfreich ist es, die ausgedruckte Instandsetzungsanleitung da liegen zu haben und die Ersatzteilliste.
Beides ist hier im Forum zum Download.

Good  :schrauber:

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

rolf

Nanana Clemens...6mm??...dann ist das Pleuellager nicht defekt, dann ist es nicht mehr vorhanden!


Knacken: wenn es klickt ist es hin!

Fastnachter

Ich übersetzte mal ein wenig  ;D

Zitat von: bock am 19 Oktober 2010, 14:54:49
Damit kann ich nicht viel anfangen!

Stell mal den Kolben auf OT und drück dann mit einem stumpfen Schraubenzieher auf den Kolben.

Das hat Clemens beschrieben. Allerdings wirst du damit nur ganz krasse Fälle von Pleullagerschaden feststellen können.

Pleullagerspiel, Kompression prüfen

1. s.o. 2. Dafür gibt es Kompressionstester. Werden wie die Zündkerze eingeschraubt und dann heißt es größten Gang rein und SCHIEBEN. Das Manometer zeigt dir dann wie viel Kompression dein Motor (noch) hat. Gibt es bei Polo/Louis/etc. ~20€ oder du leihst es dir von einem Forianer.

das Pleuellager,dessen Höhenspiel sich einfach durch das Zündkerzenloch prüfen lässt.
jaja, einigen ist das Pleullager ganz schön wichtig :-)

Prüf aber zusätzlich das Ventilspiel (Richtiges Spiel bei richtigem OT).

Ventilspiel einstellen ist beschrieben im Werkstatthandbuch (WHB). Wichtig hierbei: Es gibt beim 4Takter 2 verschiedene OT (Obere Totpunkte). Einen, bei dem gezündet wird und einen, bei dem ehm ja was genau eigentlich passiert. Egal. Jedenfalls darf ich hier mal rolf aus einem anderen Thema zitieren:

Tchenso (und Andere Grin):
stelle einfach mal den /zusammengebauten ) Motor auf OT, Zündkerze raus, 4. Gang rein, und jetzt am Hinterrad drehen: 1/4 Umdrehung nach vorne, 1/4 U nach hinten (können auch 1/8 U's sein)...paarmal hintereinander (so erkläre/zeige ich immer den Unterschied der OT's....nachdem ich erklärt habe warum es 2 gibt und wie und warum sie sich so verhalten)

Überschneidungs OT: beim bewegen des Hinterrades bewegt sich sofort(!) mind. 1 Ventil, wenn man hin und her bewegt sieht man wie die ventile sich wechselnd bewegen...das eine geht gerade zu, das ander gerade auf


Habe ich nun den "richtigen  (Arbeits-OT): passiert gar nichts bei der Hinterraddreherei...wenn ich das Hinterrad weiterdrehen geht irgendwann das Auslassventil auf (muss es ja auch....nach der Verbrennung= Arbeit muss der Mist ja raus)


Ich kontrolliere immer , nachdem ich die Ventile eingestellt habe durch weiter drehen ob sich danach das Auslassventil bewegt....dann habe ich beim richtigen OT eingestellt

Also Tchenso, mache das mal so...um ein Gefühl dafür zu bekommen....ruhig ein paarmal


ob in der Gabel neues Öl drin ist und bleibt,

Will heißen: In die Gabel soll neues Öl rein und auch drin bleiben. Sprich: Ist sie dicht oder nicht?

mit M-Öl einjauchen,

M-Öl = Motorenöl und einjauchen ist ein norddeutschen Synonym für "benetzen"  ;D. Hat den Grund: Bis bei erstem Anlassen das erste Öl oben ankommt dauerts nen Moment. SOlange laufen die Kipphebel sonst trocken. Also mal schön dick drübergehen mit dem Ölkännchen...

Hab auch in der Suche und im Google nichts vernünftiges gefunden.


das wundert mich nicht ;-)

Fertan habe ich gekauft, spitzt aus der weißen Kiste unter dem Rahmen raus.
Hirafen und Gier-Affen kenne ich.

Hinterradfedern :-)

Zu meinen Handwerklichen fähigkeiten: Habe Fernmeldehandwerker gelernt, mit Werkstoffbearbeitung, für den W48 einen Kabelbaum gefertigt, löten gelernt und sonst noch so Elektronikkram.

Mein Werkzeugfundus ist auch ziemlich begrenzt.
Nußkasten bis Gr 21, Schraubenschlüßel, Schraubenzieher , Hammer, Schieblehre und verschiedene andere Teile,  besitze ich schon.war mal Jäger und Sammler.



Keine Panik. Klingt alles viel, ist aber halb so wild. Gruß

Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

cledrera

ZitatNanana Clemens...6mm??
Das ist das, was 2009 am See nach Abnahme des Zylinderkopf zu sehen war.
Stefan`s Kommentar: Das ist aber schlecht (Mir klingeln immer noch die Ohren.)
Bin selber gespannt, wie sich das bei Auseinanderrupfen des Restmotors darstellt.

@Manfred,
Jan hat das schon richtig formuliert. Es klingt nach viel und ist doch wenig.
Was ich aber noch machen würde, da der Motor schon etwas ( ;D seit 1964?) liegt,
wäre nach erster Inbetriebnahme, quasi nachdem er das erste Mal  warm
geworden ist, sofort das Öl wieder raus und neues rein.

Viel Spaß

Clemens

PS: Dichtung ist raus; wärm sie vor Einbau gut weich.
PPS: Bedienungsanleitung für Fahrerverhalten nach Einbau steht drauf.


Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

rolf.soler

Manfred, weghören (nur für Wiederholungstäter am Kolben )
6 mm...Clemens....schlicht unmöglich (die Rollen sind ja kaum grösser...um 7 mm Durchmesser, glaube ich. Du kannst doch nicht mit um 6 mm abgeschliffenen Pleuellagerrollen  fahren....- das meint rolf wohl). Ich hatte (bei eindeutig kaputtem Pleuellager, mit deutlichem Tickeln beim Fahren) irgendwas um 0,5 mm.
Zum (groben) prüfen des Spiels (Thomas): also man kann auf OT stellen und eine Spur darüber hinaus, sodass das Pleuel am Kolben wieder nach unten zieht, und dann einen kurzen Druck auf den Kolben geben - geht er etwas runter (ohne dass die Schwungscheibe dreht), ist das Lager schlecht. Sieht man ganz eindeutig (wenigstens bei meinen 0,5 mm war das so). Ich hatte allerdings den Zylinderkopf weg. Aber ich kann mir vorstellen, dass das auch durch das Kerzenloch geht, mit einem Schraubendreher, wobie die Beobachtung des Kolbens etwas erschwert ist...vielleicht mit Stirnlampe...

cledrera

@RolfS,
genau aus dem Grund bin ich ja auch gespannt auf die Motordemontage.
Abgesehen mal davon, dass die Rollen - von oben nach unten gesehen -
die Kurbelwelle idealerweise 2 x 7,00 mm vom Pleuel trennen  ;D, stimme
ich Euch ja zu. Nur: Woher kommen dann die ca. 6 mm, die der Kolben
bei OT nach unten ging? Wahrscheinlich hat sich das aufgeteilt, warten wir
es ab.

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

rolf

Naja...du hast sowieso einen ziemlichen Totgang bevor sich das Pleuel merklich bewegt.

mekgyver

Cle,  ::)
mal im Ernst ... wie schmerzfrei muss man sein,
bei derart defektem Pleuellager  ::) mit der /3 durch die Gegend zu brettern.
Das ist wohl mehrfach, jenseits von Gut und Böse.  :P
... OK, Vergangenheit

... nix für ungut...
aber ein Lehrling darf auch keine Abnahme machen  :P

Gruß mek A(bgrenzend)

... 73er-Gang

rolf

Naja, wenn man das Geräusch nicht kennt und sie so gekauft hat....kann man durchaus denken das ist (ziemlich) normal.
Als ich sie am Edersee gehört hatte, dachte ich auch gleich "Oha! Hoffentlich Hänger dabei", aber ich will ja auch nicht jeden gleich demoralisieren...jedenfalls, ungefragt halte ich meine Klappe...beim Treffen!  ;D...bei solchen Sachen ;D!

mekgyver

Naja,  ;D bekannt sind ja auch die Betriebsgeräusche von alten Diesel-Maschinen (Lanz ::) )
oder die Dampframmen im Zweitakprinzip aus den 60ern die im Strassenbau benutzt wurden ...
da sind die völlig kultiviert laufenden /3 Maschinen ...Balsam für unsere Trommelfelle  ;D
Wenn man nix von alledem weiß , weiß man eben nix  :P
und muss es nachholen .... und da macht Cle Fortschritte, zugegeben.

Gruß mek  :oberlehrer:
... 73er-Gang

rolf.soler

Na gut....überredet.
Damit bis Du vermutlich aber der Rekordhalter  ;D

cledrera

Zitataber ein Lehrling darf auch keine Abnahme machen

Genau so ist das (immer noch).

Und über schweigende Rölfe sprechen wir ein anderes Mal.
Hätt eh nix genutzt. Stefan, Jörg und Tas haben es auch vergeblich versucht  :verlegen:
Hat Euch eigentlich irgendwer mal erzählt, dass am See 2009 Moppelchen trocken gefahren wurde?
Auf der Rückfahrt von Soest, als wir erst um Mitternacht wieder da waren.
Nicht das Benzin, die andere Betriebsflüssigkeit ..

Madness is always and everywhere
und mein Wappentier ist der Albatros: Tolpatschig am Boden, sauschlechte Landung,
aber je stärker der Sturm, umso besser die Flugeigenschaften.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

† odeon8

@ Clemens: ok, danke, ich hatte mir ein Meßverfahren erhofft das 1/100 mm erfassen kann.
Im Winter wird die /4 sowieso zerlegt (nach 30000 km seit dem letzten Pleuellager) und dann sehen wir weiter . . .

Thomas
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

cledrera

@Thomas,
dann überleg direkt einmal, ob der Hubzapfen nicht ebenso unterdimensoniert ist, wie das Pleuellager selbst.
Deine /4 dürfte recht heftig zu Sache gehen.

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

† odeon8

Clemens,

das hast Du mit der Dir eigenen juristischen Präzision genau richtig erkannt !

Uli hatte mich ganz am Anfang vor meinem 325/344 ccm Experiment gewarnt:
Nimm lieber ein R26/R27 Gehäuse/Kurbelwelle oder die 300er Welle von der Isetta -
die /3 Welle ist für sowas nicht gut geeignet.

Aber der ungläubige Thomas war ja schlauer. Hauptargument: Mein 78er Kolben
ist EXAKT so schwer wie der orginale /3 Kolben.

Und 30000 km sind ja auch nicht soooo schlecht.
Vielleicht finde ich ja noch ein besseres Lager mit mehr Walzen o.ä.

Thomas
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

cledrera

Hallo Thomas,
danke für die Blumen, die unverdienten.
Deine KW war öfter Diskussionsthema in Hilgen.
Nochmals: Wie wäre es mit einem dickeren Hubzapfen und dementsprechendem Pleuel?
Dann würden auch die Lager automatisch stabiler ausfallen.
Setz dich mal mit Peter63 in Verbindung. Ich glaube, der arbeitet gerade an einer Kurbelwelle
für richtig einzylindrige Motoren, also nicht so`n Kleimkram wie wir beide ihn fahren  ;D.
Aber abgesehen davon hast du Recht. 30.000 bei der Leistung ist ein echter Hit.
Was die besseren Lager anbelangt, glaube ich das erst, wenn ich sie samt Käfig aus Alu sehe.

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

† odeon8

#52
Noch dickerer Hubzapfen ?
Geht nicht - bei 72 mm Hub und dem R69S Pleuel stößt dieses jetzt schon an die
Ölpumpenwelle, die ich deswegen etwas taillieren mußte.

Käfig aus Alu ? Oder Messing oder Kunststoff -
vom Gewicht her ist das egal - das Lager kann als rein rotatorisches
Teil gut kompensiert werden.
Die Vor- und Nachteile der Käfigmaterialien sind hier beschrieben.

Thomas


HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

Stefan

Zitat von: cledrera am 19 Oktober 2010, 09:22:07
ich will niemanden verschrecken

Hhhmmm, wie sieht wohl das Schleuderblech aus, müßte vielleicht mal gereinigt werden?!

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

Rütz

@Thomas:
Dem Clemens geht es weniger ums Material als um die Form des Käfigs:
Original waren es außenringgeführte Vollmaterialkäfige (aus Alu, was aber nicht der Punkt ist).
Die Käfige in den heutigen Pleuelsätzen und Nachbauwellen sind aber immer rollengeführte Blechkäfige.

Das ist, gelinde gesagt, nicht optimal:
Beim einem Pleuel-Rollenlager soll eigentlich der Käfig die Rollen führen und nicht die Rollen den Käfig!
Letzteres kann bei "schräger" Belastung (Winkelfehler, Durchbiegung von Pleuel und/oder KW bei hoher Drehzahl, etc...) schneller zu einem klemmenden oder schraubenden und damit heißlaufenden Pleuellager führen...

Durch ausreichend Radialspiel läßt sich das Problem wohl lösen. Man darf nur nicht die von BMW angegebenen Werte zugrunde legen.

Rütz
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

cledrera

#55
ZitatDem Clemens geht es weniger ums Material als um die Form des Käfigs

Von wegen. Es  geht mir, nachdem die Ausführung des Lagers als Rollenlager feststeht,
genau um zwei Fragen:
a) Material der Lagerkäfige
b) Bauliche Ausführung der Käfige

Die will ich wie folgt haben:

a) Material Käfige: Aluminium wegen der besseren Notlaufeigenschaften
b) Bauliche Ausführung: Außenringgeführte Vollmaterialkäfige aus obigen Gründen und
   weil dann die KWs nicht schon "vorsorglich" mehr Luft zwischen Pleuel und Kurbelwelle haben müssen.

Die Begründung die Rütz betreffend die Lagerkäfigbauform gegeben hat
ZitatDas ist, gelinde gesagt, nicht optimal:
etc. pp., gilt m.E. auch und gerade dann, wenn man das falsche Material nämlich etwa Stahl oder Messing nimmt.
Nimmt man das richtige Alu, ist dessen Eigenschaft schlicht besser oder was sagen die mitlesenden Tribologen?
Dabei denke ich nicht, dass die Erhöhung des Axialspiels das Gelbe vom Ei ist bzw. hierdurch andere Materialien und/oder Bauformen
so kompenisert werden können, dass die Güte eines außenringgeführten Aluminiumkäfigs erreicht wird.

Clemens

@Thomas,
die Ölpumpenwelle kann man verlegen; sagt der, der es gemacht hat.
Dann gibt es auch keinen Streß zwischen Pleuel und Gehäuse.  ;D
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
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Stefan

Zitat von: Rütz am 21 Oktober 2010, 12:15:58
Man darf nur nicht die von BMW angegebenen Werte zugrunde legen.
Hat das mal jemand gemacht? Vielleicht an Deiner KW?

Zitat von: cledrera am 21 Oktober 2010, 15:43:48
genau um zwei Fragen:
a) Material der Lagerkäfige
b) Bauliche Ausführung der Käfige
Motoren, die nach dem überlegenen Prinzip arbeiten, haben i.d.R. vergütete Stahlkäfige, die z.T. galvanisch (Cu, Ag) beschichtet sind. Die Käfige werden von der Pleuelbohrung geführt für genaue radiale Zentrierung. Bei unterdimensionierten Wellen, die zum Durchbiegen neigen, werden ballige Rollen bzw. Nadeln verwendet.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

cledrera

ZitatMotoren, die nach dem überlegenen Prinzip arbeiten,
Entgegen diesen zweifelsohne vornehmen, aber dennoch namenlosen Zunftvertretern
haben unsere Motoren einen Vornamen:

Otto

Du Stefan Du  ;)

PS: Das mit den durchbiegenden KWs vertiefen wir jetzt lieber nicht.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Stefan

The evil is always and everywhere!

cledrera

Otto-Stefan,
ich heiße nicht Otto.  ;D

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
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