Kahlos Elektronikzündung TSZ-k Z9, mein Status als Testfahrer

Begonnen von strichzwojan, 15 Mai 2025, 11:21:06

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strichzwojan

Kahlo hat eine Elektronikzündung für den Betrieb mit Unterbrecher und FKR gebaut und auch schon hier darüber berichtet. Von mir kam die Anregung, ob man nicht das Forum nutzen könne, um Langzeiterfahrungen unter verschiedensten Bedingungen, in unterschiedlichen Klimazonen ( ;D ) und Modellen zu sammeln.

Ich habe nun Testfahrerstatus!

Der Einbau verlief kinderleicht, und die Ausführung der Platine ist wirklich zum Zungenschnalzen! Superprofessionelle Anmutung. Die Elektronik liegt gut zugänglich, geschützt nur durch einen Isolierlack, damit im Fall des Falles ein Austausch von defekten Komponenten noch möglich ist.

Ein nagelneuer NOS-Kontakt von Doduco wurde montiert, um den Zustand der Kontaktoberflächen zweifelsfrei ab "Stunde Null" dokumentieren zu können. Der alte Noriskontakt hatte bereits 14.000 km gesammelt.

Der WIMA-MKP-Kondensator wurde nach Kahlos Vorgabe abgeklemmt, aber als Backup in der Lichtmaschine gelassen. Er sitzt bei mir an einer Stelle, wo er die Montage der neuen Zündplatine nicht stört. Weitere Änderungen unterblieben. Eine kleine rote LED zeigt den Moment des Kontaktöffnens an, was das Einstellen des ZZPs ganz leicht macht und mich darüber nachdenken ließ, ob ich nun die Lima in "Kohlendisko" umtaufe, wo zu flippiger Beleuchtung getanzt werden darf...(eigentlich will ich die Kohlen nicht dazu auffordern  ;) .)

Anders als bei einer voll-elektronischen Zündung wäre bei Ausfall ein Rückbau auf Originalzündung auch am Straßenrand in 10 Minuten zu machen. Das ist für mich entscheidend.
 
Es sind erst 130 Kilometer zusammengekommen, aber ich berichte hier trotzdem schon mal über meine Eindrücke:

Startverhalten unverändert (sehr gut).
Endgeschwindigkeit: keine messbaren Unterschiede (wurde auch nicht erwartet)
Zündfunke kommt stabiler rüber. Dies äußert sich beim Durchbeschleunigen. Es wäre interessant, auf einem Oszilloskop das Zündbild von original und Kahlos-Zündung zu vergleichen. Subjektiv habe ich das Gefühl, dass die Einzelzündungen kürzer und präziser stattfinden, sozusagen "nadelstichartig".
Es könnte sein, dass die Maschine etwas besser beschleunigt, was aber nur ein subjektiver Eindruck ist.

Was eindeutig für eine Präzisierung der Funken spricht ist die Tatsache, dass im Schiebebetrieb bergab der Motor nun noch kultivierter klingt als bislang. Keine Unwilligkeit, keine noch so kleine Fehlzündung, kein Geruckel und Gepröttel.
Natürlich kann das alles auch mit dem neuen NOS-Kontakt zu tun haben. Der schaltet mit spiegelblanken Oberflächen, die sich vollflächig berühren.
Kahlo sagte mir auf meine neugierigen Nachfragen, dass die Zündung einen Unter-, wie auch einen Überspannungsschutz hat und ausschließlich für 6 Volt vorgesehen ist. Der handwerkliche und entwicklungstechnische Anspruch ist offenbar hoch gewesen!

Gerne kann ich hier über weitere Testkilometer berichten. Ab Juni werde ich wieder mehr fahren, und die interessanten "heißen Tage" kommen ja erst noch.

Danke, Kahlo!


Jan

Hier noch ein link zu kahlos Vorstellungsthread:
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=22765.msg378758#msg378758

strichzwojan


kahlo

Zitat von: strichzwojan am 15 Mai 2025, 11:21:06Gerne kann ich hier über weitere Testkilometer berichten. Ab Juni werde ich wieder mehr fahren, und die interessanten "heißen Tage" kommen ja erst noch.

 :) Mach das.
Bei mir sind es inzwischen 700km. Definitiv besser als vorher  ;D . Aber ich bin gespannt auf Jan's weitere Kilometer, da es hier in Norwegen einfach nicht warm genug für wirkliche Temperaturstresstests wird.

Grüsse,
Kahlo (seit einer Woche Sonne, max. Temperatur bei 15 Grad...).

Brendel

Hallo Jan,
vielen Dank für deinen interessanten Testbericht.
Bin gespannt, wie sich der Kohlenstaubabrieb bei einem
Langzeittest auf die Zündwilligkeit auswirkt.
Gruss
Werner
Wissen ist der Unterschied, der den Unterschied macht.

strichzwojan

#3
Werner, ich bin unerschrocken und guten Mutes!

Und das, nachdem ich mit der ZTK1 von Laubersheimer so schlechte Erfahrungen machen musste.
Vor dem Umbau habe ich natürlich die Kohlendisko nochmal so richtig ausgeblasen.
Im Übrigen sind die Kontaktoberflächen des Doduco so spiegelglatt, dass ich nicht weiß, wie sich da Kohlenstaub festhalten soll. Aber Kohlenstaub gibt es natürlich. Ich hatte mal die Länge der Kohlen vor dem Einbau und beim Ersetzen gemessen. Der Verschleiß lag bei 4mm auf 40.000 km! Da kommt schon was zusammen.
Andererseits entstaubt man ja seine Bremsen auch! Das kann man dann einfach in die Wartungsroutine übernehmen, immer beim Ventile-Einstellen den Limadeckel runter und durchblasen. Ein klein wenig Fett an den Unterbrecherklotz und gut ist es!

kahlo

Durch den Kontakt fliessen immernoch etwas über 50mA. Wir werden sehen, ob die winzigen Fünkchen zur Reinigung des Kontaktes ausreichen. In 300km habe ich das Ölwechselintervall voll, dann schaue ich auch mal wieder unter den Limadeckel  :hit: .

Grüsse,
Kahlo.

kahlo

Heute war kleiner Service für meine R25/2. Inklusive Kontrolle des Kontaktabstandes. So war die Lima nach 750km mit der Zündung offen. Sieht aus wie am ersten Tag:
IMG_8183_web.jpeg

Und noch ein kleines Video in Slow-Motion (Zeitlupe  ;D ). Sogar die von Jan beschriebene Reflexion im Kotflügel ist sichtbar - mit der kann man tatsächlich den Zündzeitpunkt perfekt einstellen.

Ich mag den Ton  :hit: . Bumm...Schnüffel...Bumm  :) .

strichzwojan

#6
Super Sound! Wie ein Lufthammer vor 100 Jahren...

patro

Interessante Berichte! Für die nächste Wartung der Lima habe ich das mal mit eingeplant.

Motorradmechaniker i. A.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

strichzwojan

Mir fällt übrigens auf, dass man im Video in #6 sehr gut den "wasted spark" an der LED ablesen und mit den Ohren abgleichen kann!

strichzwojan

#9
Hier noch zwei Details, die vielleicht interessant sind.

Das eine Bild zeigt einen Noris-Kontakt nach 14.000 km. Man sieht die nicht gut überlappende Position zwischen Hammer und Amboss, auch die Kraterlandschaft ist gut zu sehen.
Wenn man sich nun vorstellt, das der Hammer etwas Spiel hat, dann weiß man, wie ungenau die Berührungen bzw. das Trennen der zwei Kontaktflächen im Betrieb sein muss. Vom Einstellen des Kontaktabstandes will ich gar nicht reden.

Und dann die Vorstellung, dass mit der neuen Zündplatine dieser Abbrand in vernachlässigbare Dimensionen verschoben wird... :)


Auf Bild 2 sieht man meine Grundplatte. Und die sieht völlig anders aus  als die von Kahlo, auch anders, als die auf den Händlerfotos.

Bei mir fehlt der umgebördelte Rand, der Stabilität bringt. Dafür sind zwei Sicken eingeformt.
Wann wurde das denn geändert bzw. eingeführt?

Jan

Heiko

#10
Hallo Jan 2,

oben sollte, meine ich, glaube ich R 25/x sein.

Unten R 26...?IMG_8415.jpeg

Müsste mal im meine 26 Lima schauen.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

strichzwojan

Rabenbauer verkauft nur noch die mit dem gebördelten Rand.
Funktionieren tut meine jedenfalls auch ohne den Rand. Aber dass die "ohne" die modernere sein soll finde ich interessant.

Wenn du mal Zeit hast, dann schau gerne mal!

Jan

strichzwojan

#12
Heute war Belastungstag. Hohe Drehzahlen, lange Anstiege, warme Frühsommerluft selbst in den Bergen.
Da ich ja eine "Six-days-Verschraubung" am Limadeckel habe, konnte ich blitzschnell eine Messung auf der Passhöhe machen. Alles im grünen Bereich. Kahlos Platine hatte 68 Grad. Und die Ölwanne zeigte von unten im Bereich der Ansaugglocke angemessen auch nur 68 Grad...
Der Kollektor hatte 80 Grad.
Keine einzige Fehlzündung in den letzten 500 km seit dem Umbau.

Heiko

Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

strichzwojan


CHAMBONDU

Hallo Kahlo.

Kompliment für diese gelungene Zündung. Mich würde die Spannung an der Zündspule interessieren, denn ich habe zwei Transistorzündungen ausprobiert, und die Spannung an der Zündspule sank auf 4,5 V, als der Kontakt schloss. Ich konnte nicht starten, und das Motorrad knallte, wenn ich langsamer wurde. (Die Lima lieferte weniger Spannung.) Ich habe in einem Forum gelesen, dass die Selbstreinigung der Kontakte mindestens 250 mA benötigt. Ich hatte überlegt, einen 10,8-V-Makita-Bohrschrauber-Akku zu verwenden, um den Spannungsabfall auszugleichen. Aber ich könnte ihn am Motorrad nicht wieder aufladen!

Jean-Claude

RTwenty7

Bitte nicht wieder Spannung an der Spule... >:(  >:(  >:(
Roll On!
Amir

Chrome don´t bring you Home

kahlo

Hat jemand Spannung gesagt?  :hit:

Unter der Annahme, dass das Motorrad steht: Die Spannung über die Zündspule hängt vor allem von der Batterie ab. Wenn sie alt ist und einen hohen Innenwiderstand hat, gibt es einen hohen Spannungseinbruch bei Belastung.

Speziell für diese Zündung gilt, wenn die Batterie 6,5V halten kann:
  • bei "neuen" Zündspulen mit 1,5 Ohm fallen 0,6V über die Zündung ab,
  • bei "alten" Zündspulen mit 3 Ohm fallen 0,3V über die Zündung ab.

Bis knapp unter 5V Batteriespannung werden Zündfunken produziert. Weiter runter schafft es auch die mechanische Zündung nicht. Das Ganze gilt nur bei stehendem Motor und geschlossenem Kontakt. Und auch nur ein paar Sekunden, bis der Stromfluss automatisch abgeschaltet wird. In Fahrt ist sowieso alles ganz anders ;-).

Grüsse,
Kahlo.

Eppo

Bei 5V, dann aber an der Zündspule, ohne die ganzen Leitungsverluste gemessen  ;D .
Ich hatte bei mir spaßeshalber mal den Test mit Regelnetzteil als Batterieersatz gemacht und im Standgas so bei Unterschreitung von ca. 5,5V kamen die ersten Zündaussetzer.
Wann exakt die Zündaussetzer beginnen, hängt natürlich auch vom Hochspannubgsteil ab, von Zündkerzenzustand, Elektrodenabstand, Kompression etc...
Also vielen individuellen Faktoren

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

strichzwojan

#19
Hier nochmal mein Setup, für alle Interessierten...

Kahlos TSZ mit
Zündspule Beru ZS 215 (ca. 2,6 1,9 Ohm), unter dem Tank montiert
Regler von Vape, unter dem Tank montiert
(Diese Teile entfallen also als "Wärmequelle" in der Lima)

Kung Long Akku, 6V, 4,5 Ah, etwa zwei Jahre alt
Kerze Denso W22FS-U, Elektrodenabstand 0,65mm
nagelneuer Doduco 657 U-Kontakt
Buxusblech
S bei 7 Grad, F bei 36 Grad
keinerlei Glimmen der LKL, nachdem sie ausgeht.
Kompression (Ffm-Kolben 68,5mm) ist 10,5 bar
24er Bing mit geänderter Luftführung, Papierluftfilter konisch

Ich habe vor, in der Lima und speziell zwischen den Kontaktflächen NICHT sauberzumachen, bis Probleme auftreten sollten.
Laufleistung bis jetzt knapp über 500 km.
Kleiner cliffhanger: Es zeichnet sich eine weitere positive Überraschung ab. Näheres dazu bei km 1000.

kahlo

#20
Zitat von: Eppo am 02 Juni 2025, 18:20:14Bei 5V, dann aber an der Zündspule, ohne die ganzen Leitungsverluste gemessen  ;D .
Nein. Bei etwa 4,8V Batteriespannung verlöschen die Funken (auf der Testanordnung, 8mm Funkenstrecke, neue Zündspule). Ab 4,5V wird die Zündung und jeder Strom durch die Spule abgeschaltet.

Eppo

Funkenstrecke in Druckkammer nehme ich an?
Dann sind 5V hinreichend genau.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

CHAMBONDU

Zitat von: strichzwojan am 02 Juni 2025, 19:03:55Hier nochmal mein Setup, für alle Interessierten...

Kahlos TSZ mit
Zündspule Beru ZS 215 (ca. 2,6 Ohm), unter dem Tank montiert
Regler von Vape, unter dem Tank montiert
(Diese Teile entfallen also als "Wärmequelle" in der Lima)

Kung Long Akku, 6V, 4,5 Ah, etwa zwei Jahre alt


Hallo Jan

Die Primärwicklung meiner Zündspule ZS 215 hat einen Widerstand von 1,8 Ohm ?

Jean-Claude
Kerze Denso W22FS-U, Elektrodenabstand 0,65mm
nagelneuer Doduco 657 U-Kontakt
Buxusblech
S bei 7 Grad, F bei 36 Grad
keinerlei Glimmen der LKL, nachdem sie ausgeht.
Kompression (Ffm-Kolben 68,5mm) ist 10,5 bar
24er Bing mit geänderter Luftführung, Papierluftfilter konisch

Ich habe vor, in der Lima und speziell zwischen den Kontaktflächen NICHT sauberzumachen, bis Probleme auftreten sollten.
Laufleistung bis jetzt knapp über 500 km.
Kleiner cliffhanger: Es zeichnet sich eine weitere positive Überraschung ab. Näheres dazu bei km 1000.

strichzwojan

Jean-Claude, du hast Recht! Meine ZS 215 hat auch nur 1,9 Ohm. Ich habe gerade nochmal in meinem Restaurationstagebuch nachgesehen.
2,6 Ohm war der Widerstandswert meiner Feldspulen!
Sorry!

kahlo

Zitat von: Eppo am 02 Juni 2025, 21:30:30Funkenstrecke in Druckkammer nehme ich an?
Dann sind 5V hinreichend genau.

MfG
Eppo
Wenn du einen kräftigen 8mm-Funken in Freiluft hast, dann funkt es auch im Zylinder. Und sag jetzt nicht "nein", ich hab inzwischen 750km damit hinter mir.
Viel grössere Funkenstrecken sind auch gar nicht möglich: Ab etwas über 10mm fängt die Isolierung an zu knistern, ab 12..13mm gibt es interne Durchschläge zum Kern (alles bei meiner neuen internen Zündspule).

Eppo

Ich hab bisher noch kein Sichtfenster im Zylinder für eine Funkenbeurteilung und gehe statt Laborbedingungen lieber am lebenden Objekt mit allen Betriebskomponenten testen.

Da es ja auch schon bei den Spulen viele Unterschiede hinsichtlich Funkenstrecke gibt, ist die Unterspannung ab Zündaussetzer für mich auch nicht in Stein gemeißelt.
Ob nun 4,8V ; 5,2V oder 5,5V am Besten sind vor und nach der Zündspule so wenig wie möglich andere Übergangswiderstände.

Ich kann mit meinem Prüfrex leider auch nur bei ATM-Druck messen und da sind die meisten 6V Zündspulen so zwischen 6-8mm Funkenlänge, seltene Modelle mal bis 10mm, aber meist gibt es dann schon Funkenaussetzer.

Jan (Fastnachter) hat z.B. einen Prüfrex mit Druckkammer, da kann man bei Betriebsdruck die Spulenspannung runter drehen. Aber die Werte gelten dann auch nur für den Messaufbau und deren Bauteile.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Heiko

Und wie ist das bei Magnetzündern?... oder mit einem guten Akku der auch vernünftig geladen wird?  ;D
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

RTwenty7

Zitat von: Heiko am 03 Juni 2025, 08:29:59Und wie ist das bei Magnetzündern?... oder mit einem guten Akku der auch vernünftig geladen wird?  ;D

Zu nah an perfekt
Roll On!
Amir

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strichzwojan

Ein kleines Update...

913 km nach dem Umbau auf Kahlos TSZ.

Ich hatte die letzte Woche zum Testen auf Passstraßen genutzt, das Wetter spielte ja auch mit. Die Strecken führten mehrere Male auf deutlich über 2000 m. Am 1.Juni das Penserjoch, am 6. Juni der Jaufenpass, gestern die Passhöhe am Kühtai. Heute, am Pfingstmontag bei schönen 20 Grad ging es durch den Gnadenwald Richtung Jenbach und dann zum Bundesstraßen-Vmax-Test.
Beim Jaufenpass fiel mir auf, wie schnell es hinauf ging. Fast nur im dritten Gang, vor Spitzkehren musste ich natürlich in den zweiten, aber dann beschleunigte die Maschine prima und ich war schnell wieder im dritten... Der Motor drehte dabei ohne Zicken und Ruckeln in höchste Bereiche. Die letzte Revision des Zylinderkopfs liegt schon wieder 21.000 km zurück (Winter 19/20). Der Kolben und der Zylinder laufen jetzt 5000 km.
Ich führe die Präzision bei den Zündungen hauptsächlich auf kahlos Platine zurück. OK, der neue NOS-Kontakt von Doduco hat sicher auch einen Anteil. Insgesamt strahlt der Motor jetzt eine große Mühelosigkeit aus - natürlich im Rahmen des doch sehr ordentlichen Gesamtgewichts (ich liege in der 100plus-Klasse...)

Fehlzündungen hatte ich auf diese 913 km genau zwei Stück, mitten im Stadtverkehr, ohne abgeforderte Leistung.

Interessant hat sich der Benzinverbrauch entwickelt. 3,135 Liter auf 100 km. Das sind 0,3 Liter weniger als vorher. Erstaunlich! Gefühlsmäßig bringt die stabiler laufende Zündung eine Drehzahlverlagerung nach unten. Ich bin so ziemlich alle meine Referenzstrecken abgefahren, und es ist definitiv ein Unterschied vorhanden, der in Richtung "durchzugsstärker" geht.

Heute nun die nächste Überraschung: Teststrecke innaufwärts zwischen Jenbach und Schwaz, Bundesstraße ohne jeden Wind, mit einem Verkehr, von dem die Inntalautobahn nur träumen könnte... Start auf dem Parkplatz eines Gewerbebetriebs, dann auf die Straße eingefädelt. 4,6 km Strecke, Zeitdauer 5 Minuten 7sec., Mittlere Geschwindigkeit 69,1 km/h, Vmax 110,6 km/h. Alle Daten aus der SmartphoneApp.

Ich überlege, ob ich nochmal die Hauptdüse etwas zurücknehme (z. Zt. eine 120er montiert). Der 24er Bing ist ansonsten genauso konfiguriert wie bei der 25/3.

Und ich musste natürlich an die Forumsmitglieder denken, die hier von ihren Verbräuchen sprachen, die fast zwei Liter höher liegen...

Gruß, Jan

RTwenty7

Roll On!
Amir

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