Bremsbeläge Meterware

Begonnen von Beppo, 28 März 2025, 11:17:57

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Beppo

hallo zusammen,

ich möchte mal über meine selbstgeschnitzten Bremsbeläge berichten.
Ich hatte mir für meine 25/0 neue Beläge aus "Frankfurt" kommen lassen und diese auch mit Erfolg auf die Hinterradbacken aufgenietet. Bremswirkung im gegensatzt zu Vorne mit Uraltbelägen(grüne), hervorragend.
Leider nicht lange, wegen falscher Lagerdistanzen hatte ein Belag seitlicht Druck bekommen und sich verabschiedet. Jetzt schon wieder 35,- für nen Satz Beläge? und vorne müssten auch neue rein?
Also hab ich im Netz nach Alternativen gesucht und bin im Bulldog-Zubehör auf Meterware gestoßen 20-30,-€ für einen ganzen Meter! Da hab ich Beläge für alle Zeiten, so dachte ich.
Und tatsächlich hatte die Landmaschinenwerkstatt um die Ecke auf Nachfrage noch so nen Meter 30X4mm rumliegen, die wollten nicht mal was dafür, war ne alte Karteileiche und altes Handwerk wird in den heutigen Werkstätten sowiso nicht mehr geflegt.Also gabs einen Bonus in die Kaffeekasse und zuhause frisch ans Werk.
Von 30 auf 25mm kann ja problemlos runtergeschliffen werden, (in Kiel gibts aber auch 4x25er Band)
Es muss sehr sorgfältig und genau angezeichnet und gebohrt werden. Mit einem normalen Holzbohrer hab ich die Flachsenkung mit genauer Tiefenbegrenzung gemacht, min 1,5mm Reststärke für die Niete. Nach dem Aufnieten einen Streifen Schmirgelleinen in die Trommel gelegt und den Belag, der eher 4,5mm stark war, runterschliffen bis er passte. Die Meterware ist sehr elastisch und steht nach der letzten randniete gerne vom Backen ab.
Weil ich faul bin hab ich natürlich nur den defekten Belag ausgetauscht und den anderen belassen. Die Bremswirkung ist weiterhin sehr gut.
Nach einigen Wochen waren nun beide Beläge für das Vorderrad dran. Hier habe ich versucht den Radius durch "formieren" bleibend anzupassen damit sich der Belag nicht wieder vom Backen aufwölbt.Die Belag-Rohlinge auf Länge schnitten und mit großer Schlauchschelle auf die Backen gespannt und dann mit dem Heißluftfön gut warm gemacht. Jetzt war die Passform besser aber nicht perfekt.Die Schleifprozedur machte den Rest passend.
Die Bremswirkung hier leider mangelhaft, auch nach einigen Kilometern Einlaufphase wird es nicht besser die Bremswirkung ist so schlecht das ich die Maschine am Berg ,nur übers Vorderrad, nicht zum Stillstand bringe.Das Tragbild schätze ich mal auf 70% und es fühlt und hört sich an wie wenn die Beläge verglast wären, was sie aber nicht sind. Den Grund dafür sehe ich nur noch in der Zusammensetzung, ev, sind die Messingpartikel im Belag zu groß.
 
DIE GANZE ARBEIT WAR UMSONST   :Frage:  aber lehrreich.
Habe jetzt wieder Frankfurter Beläge drauf, ziehn ein bisschen besser. Hinten mit der Mischbesetzung immer noch super.

Hat sonst schon mal jemand Beläge selbst geschnitzt? Die Kieler Firma bieten auch weiche Meterware an. Aber die meisten werden dort aufkleben lassen.

Gruß Beppo
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

Beppo


Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

Schorsch

Beppo,

erstmal Hut ab, für Deine Arbeit und, dass Du Deine Erfahrungen hier
geteilt hast.

Abschließend eine Fage an die Gemeinde:

Altern Bremsbeläge, auch wenn sie neu im Regal liegen ?

Gruß
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

Beppo

Ja.

Vielleicht kommt es auch auf die Zusammensetzung an. Ich hatte im Fundus des Vorbesitzers 4 Nagelneue Beläge mitgekauft. Beim Aufnieten.. zag.. der erste Riss! Mist nicht aufgepasst? Nein, die Beläge lagen schon 20 oder 30 Jahre in der Garage ich konnte sie in einer Hand zerbröseln.
Jene welche ich im Vorderrad hatte waren steinhart.
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

Kees

Ich kann auch nur dazu raten die Beläge zum aufkleben ab zu senden. Ich habe gerade auch meine R25 Vorderradbremse neu belegt. Der Eerste war kein Problem. Beim Zweiten waren die Löcher ein bischen versetzt und beim gewalttätig einpressen der Nagel ist der gerissen. Also, neue gekauft, da ist weder einer gerissen, weiss nicht warum. Die Letzte habe ich die Löcher ein bischen gefeilt und der sitzt jetz perfekt. Das war aber ein teures Vergnügen!

Noch keine Probefahrt gemacht weil kein Zeit.

Fastnachter

Mal grundsätzlich:
Die Halbnabe vorne bremst generell nicht gut.
Selbst opimal eingestellt.

Gruß

Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Beppo

Zitat von: Fastnachter am 28 März 2025, 13:12:42Mal grundsätzlich:
Die Halbnabe vorne bremst generell nicht gut.
Selbst opimal eingestellt.

Zieht den die hintere Bremse generell besser obwohl sie baugleich ist?

Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

Fastnachter

Hinten zieht viel besser.
Das ist auch nicht zu vergleichen mit der Vollnabe ab 25/3.

Bei meiner /2 kriege ich das Hinterrd auch mit Beiwagen problemlos zum Blockieren.
Vorderrad merkt man eine deutliche Bremswirkung, aber von Blockieren bin ich meilenweit weg.
Die Bremswirkung vorne hat sich mit den Jurid111 zu den Belägen aus Ffm deutlich verbessert.

Gruß

Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

M. Bumerang

#7
Ich habe ca. 6 verschiedene Hersteller ausprobiert. Hinten nie Probleme aber vorne.
Den Bremshebel von der /3 montiert. Weiche Beläge, mit Messing und was weiß ich , alles montiert.
Dann habe ich mich endlich durchgerungen und die kplt. Gabel der /3 mit Rad montiert. Jetzt kann man von einer Bremse reden.
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

strichzwojan

#8
Mit den Dosendeckeln meiner 25/2 habe ich auch schon alles durch. Genietet, geklebt, mit Metallfasern, ohne, Beral, Jurid 111...

Ich habe in keine Baugruppe mehr Arbeit investiert in den letzten 10 Jahren, als in die Bremsen. Merkwürdigerweise ist das mit "vorne schlechter als hinten" genauso wie bei Jan (Fastnachter), obwohl es doch technisch nicht zu begründen ist, und mit der dynamischen Radlastverlagerung bei Betätigung doch genau andersrum sein müsste.

Ich kann mich nicht erinnern, dieses Phänomen bei den alten asbesthaltigen Belägen erlebt zu haben.

Gerade war ich zufällig im Frankfurter Raum, bin bei Uli vorbei und habe einen Satz Nietbeläge gekauft mit den 10mm langen Nieten. Das werde ich dann als Nächstes ausprobieren.

Die Beläge sind sehr gut vorgeformt und ziemlich unflexibel, im Übrigen noch nicht abgeschrägt an den Enden, und aus irgendeinem Grund sagte man mir, ich solle unbedingt eine Feile dafür nehmen und nicht ein Teppichmesser (weil ich erwähnte, das immer so zu machen). 

Auf dem Foto unten der Uli-Belag, sehr dunkel, mit wenig Metall in der Mischung. Oben von RBK als "Jurid 111" aufgeklebt, viel heller im Neuzustand, ohne Metall.

rolf

selbst wenn die Bremsen gleich gut WÄREN...hinten blockieren sie eben eher
1. genau wegen der Lastverteilung, hinten ist beim bremsen das Rad leichter zum blockieren zu bringen.....hinten wiegt die Maschine eben weniger..die Last geht eben zum Vorderrad
2. mit dem Bein hat man eben normal wesentlich mehr Kraft wie mit den Armen

auflaufende Backe versus ablaufende Backe
kontrolliert doch mal welche Backe zuerst anliegt....ist es die ablaufende hat man eben nur 30% Bremswirkung

ich habe damals nach Rützens Vorschlag beide Backen verglichen (ist irgendwo hier im Forum hinterlegt...suchen).....die ablaufende lag vorher an..aha..-Backen getauscht....zack.... wesentlich mehr Bremswirkung....ohne jede weitere Arbeit

Fastnachter

Zitat von: rolf am 28 März 2025, 16:57:27selbst wenn die Bremsen gleich gut WÄREN...hinten blockieren sie eben eher
1. genau wegen der Lastverteilung, hinten ist beim bremsen das Rad leichter zum blockieren zu bringen.....hinten wiegt die Maschine eben weniger..die Last geht eben zum Vorderrad
2. mit dem Bein hat man eben normal wesentlich mehr Kraft wie mit den Armen

auflaufende Backe versus ablaufende Backe
kontrolliert doch mal welche Backe zuerst anliegt....ist es die ablaufende hat man eben nur 30% Bremswirkung

ich habe damals nach Rützens Vorschlag beide Backen verglichen (ist irgendwo hier im Forum hinterlegt...suchen).....die ablaufende lag vorher an..aha..-Backen getauscht....zack.... wesentlich mehr Bremswirkung....ohne jede weitere Arbeit
Trotzdem!
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Fastnachter

Zitat von: strichzwojan am 28 März 2025, 16:39:03Mit den Dosendeckeln meiner 25/2 habe ich auch schon alles durch. Genietet, geklebt, mit Metallfasern, ohne, Beral, Jurid 111...

Ich habe in keine Baugruppe mehr Arbeit investiert in den letzten 10 Jahren, als in die Bremsen. Merkwürdigerweise ist das mit "vorne schlechter als hinten" genauso wie bei Jan (Fastnachter), obwohl es doch technisch nicht zu begründen ist, und mit der dynamischen Radlastverlagerung bei Betätigung doch genau andersrum sein müsste.

Ich kann mich nicht erinnern, dieses Phänomen bei den alten asbesthaltigen Belägen erlebt zu haben.

Gerade war ich zufällig im Frankfurter Raum, bin bei Uli vorbei und habe einen Satz Nietbeläge gekauft mit den 10mm langen Nieten. Das werde ich dann als Nächstes ausprobieren.

Die Beläge sind sehr gut vorgeformt und ziemlich unflexibel, im Übrigen noch nicht abgeschrägt an den Enden, und aus irgendeinem Grund sagte man mir, ich solle unbedingt eine Feile dafür nehmen und nicht ein Teppichmesser (weil ich erwähnte, das immer so zu machen). 

Auf dem Foto unten der Uli-Belag, sehr dunkel, mit wenig Metall in der Mischung. Oben von RBK als "Jurid 111" aufgeklebt, viel heller im Neuzustand, ohne Metall.
...und sagst nix?

Viele Grüße
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

strichzwojan

Ich sprach aber auch nicht vom Blockieren. Dass das hinten schneller erreicht ist als vorne, dürfte klar sein.

Ich meinte die Bremswirkung, und dass die Kiste mit "nur hinten" gebremst schneller zu stehen kommt als mit "nur vorne", ist physikalisch schlecht zu erklären.

strichzwojan

Zitat von: Fastnachter am 28 März 2025, 17:06:40...und sagst nix?

Viele Grüße

Das zufällig war eher falsch formuliert, kurzfristig anberaumt trifft es besser (wichtiger Familientermin bei meinem Bruder), also mal ganz schnell am Westkreuz raus und bar einkaufen... War übrigens eine nette Erfahrung, mal wieder persönlich in der Gutleutstraße vorbeizuschauen. Da steht übrigens gerade eine tolle kleine Geländemaschine mit Alutank im Hof, mit ganz verrückter Auspuffführung.

Außer Eppo habe ich noch keinen aus dem Forum mal live zu sehen gekriegt, was sich unbedingt mal ändern muss...  :)

Jan

Beppo

Zitat von: strichzwojan am 28 März 2025, 16:39:03Gerade war ich zufällig im Frankfurter Raum, bin bei Uli vorbei und habe einen Satz Nietbeläge gekauft mit den 10mm langen Nieten. Das werde ich dann als Nächstes ausprobieren.

Ja diese hab ich jetzt auch drauf weil ich dachte die sind ja super, aber halt hinten. Sie sind sehr passgenau.Die Senkungen müssen ev. noch ausgepult werden, da sind gern Reste drin. Vom Gefühl aber sind die Dinger auch sehr hart.

Das die auflaufenden Backe zuerst greifen sollte ist einleuchtend, super Tipp. Das hätte ich mit den selbst geschnitzten zuerst noch versuchen sollen. Aber ich habe diese so sorgfälig runtergenommen das ich sie irgendwann nochmal aufnieten könnte.
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

strichzwojan

Ich habe die Uli-Beläge mal an die Bremsbacken gehalten. Die Rundung korrespondiert wirklich perfekt mit dem Belagträger. Da wird nach dem Aufnieten definitiv nichts abstehen. :thumbsup:

Mittlerweile bin ich fast soweit, dass ich das Aufnieten nur in einer klaren Vollmondnacht zur Sommersonnenwende machen würde...  ;D

Stefan

Zitat von: strichzwojan am 28 März 2025, 17:07:44Ich meinte die Bremswirkung, und dass die Kiste mit "nur hinten" gebremst schneller zu stehen kommt als mit "nur vorne", ist physikalisch schlecht zu erklären.

Doch, das sollte sich mit den Hebelgesetzen erklären lassen. Miss doch mal die Hebelübersetzungen der beiden Bremsen aus und Deine Hand- und Fußkraft (müsste mit einer Personenwaage so in etwa gehen). Daraus dann die Drehmomente, die an den Bremsschlüsseln angreifen.
Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

Beppo

Die Nieten vorher eine Nacht lang zusammen mit einer toten Maus genau 35cm Tief unter einer Fichte eingraben.
Das wirkt Wunder  :oberlehrer:

Die genaue Position/Geometrie Bremsschlüssel zum Gegenlager könnte ja tatsächlich unterschiedlich sein.
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

strichzwojan

Zitat von: Stefan am 28 März 2025, 17:28:40Doch, das sollte sich mit den Hebelgesetzen erklären lassen. Miss doch mal die Hebelübersetzungen der beiden Bremsen aus und Deine Hand- und Fußkraft (müsste mit einer Personenwaage so in etwa gehen). Daraus dann die Drehmomente, die an den Bremsschlüsseln angreifen.
Gruß
Stefan

Ich rede aber nicht von Hebelgesetzen, Stefan. Ich rede von dynamischer Radlastverlagerung. Wir könnten uns ja darauf einigen, dass ein blockierendes Rad überhaupt keine Bremswirkung mehr hat außer der Gleitreibung zwischen der Reifenauflagefläche und der Straße. Bleibt man knapp unter dieser Blockiergrenze, ist das Maximium an Bremskraft vorhanden.
BMW hat meines Wissens mit der Länge des hinteren Bremshebelchens am HAG experimentiert, und dann in späteren Modellen um 2 cm gekürzt, damit die Blockiergrenze später kommt und die Feinfühligkeit beim Bedienen besser wird. An der erreichbaren Bremsleistung hat das aber überhaupt nichts geändert!

Ich sehne mich nach der Bremswirkung meiner 80erJahrebeläge. Wirkung und Verschleiß waren eigentlich nie ein Thema. Wahrscheinlich ist es leider doch so, dass Asbest "as best" funktionierte.

strichzwojan

Übrigens gibt es unten bei "Presseberichte" einen link auf den Beitrag über die R25 in Motorrad 1950, wo wieder vollkommen andere Sachen beschrieben werden. Tenor: Hinterradbremse solo nahezu wirkungslos.
Alles sehr merkwürdig.

Kees

Die haben da auch geschrieben das der R 25 fast lautlos ist. Ich weiss nicht was die damals getrunken haben, muss kraeftig gewesen sein. 

Stefan

Zitat von: strichzwojan am 28 März 2025, 17:50:39Ich rede aber nicht von Hebelgesetzen, Stefan. Ich rede von dynamischer Radlastverlagerung.
Du sprachst von physikalischer Erklärung und das Hebelgesetz ist Physik wie auch die dynamische Radlastverteilung.
Du kannst am Vorderrad wegen der im Vergleich zur Fußkraft geringeren Handkraft und der schlechteren Hebelübersetzung nicht so hohe Bremskräfte erreichen wie hinten.
Dazu hast Du im Stand mehr Gewicht auf dem Hinterrad (Hinterrad mit Kardan, Kotflügel, Sitzbank ist schwerer als Vorderrad, Fahrerposition auch mehr auf dem Hinterrad). Durch die geringe Bremsleistung und den niedrigen Schwerpunkt verlagert sich das auch beim Bremsen nicht so stark aufs Vorderrad wie bei modernen Mopeds.
Das zusammen ergibt dann trotz blockierenden Hinterrades eine stärkere Bremswirkung an jenem. Du kriegst hinten die Fußkraft nicht auf den Asphalt und vorne die mögliche Wirkung nicht aus der Hand gewrungen.
The evil is always and everywhere!

Schorsch

Ich weiß Nicht, ob es eine Rolle spielt:

Hinten Bremsgestänge
Vorne Bowdenzug
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

Freude

@strichzwojan: Obacht in Ffm gibt oder gab es dazu Cu-Nieten mit zu hohen Köpfen also NON-DIN. Dann bleibt nur wenige mm zum Abtrag bis Nietkopf übrig ...

Zitat von: strichzwojan am 28 März 2025, 17:25:26Ich habe die Uli-Beläge mal an die Bremsbacken gehalten. Die Rundung korrespondiert wirklich perfekt mit dem Belagträger. Da wird nach dem Aufnieten definitiv nichts abstehen. :thumbsup:

Mittlerweile bin ich fast soweit, dass ich das Aufnieten nur in einer klaren Vollmondnacht zur Sommersonnenwende machen würde...  ;D

strichzwojan

Zitat von: Freude am 28 März 2025, 20:20:57@strichzwojan: Obacht in Ffm gibt oder gab es dazu Cu-Nieten mit zu hohen Köpfen also NON-DIN. Dann bleibt nur wenige mm zum Abtrag bis Nietkopf übrig ...


Die von mir dort gekauften Nieten haben 0,5 mm Kopfhöhe. Das braucht es aber mindestens.

bullet

Geringe Bremswirkung hängt auch mit der Hebelübersetzung der Handarmatur zusammen.  Mal wieder hat Hertweck darüber ausführlich geschrieben.  Bei meiner alten Bullet habe ich das Pech, daß die Magura-Armatur durch geringe Hebelübersetzung sehr hohe Handkraft erfordert.  So kann man die eigentlich gut wirkende Duplexbremse kaum dosieren und bleibt bei (zu) geringer Bremswirkung.  Es gibt andere Armaturen mit deutlich längeren Handhebeln, aber da müßte ich alles umbauen, neue Züge machen und zur Kupplungs- und Lichtschalterarmatur paßt es dann optisch nicht mehr...   ::)

Der Belag im Bild von #1 trägt doch nicht mal zu 50%...

Heiko

Zitat von: Schorsch am 28 März 2025, 19:00:45Ich weiß Nicht, ob es eine Rolle spielt:

Hinten Bremsgestänge
Vorne Bowdenzug

Glaube einfach Stefan.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Schorsch

Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

Borgward

btw.  die R25/0 stammt aus einer Zeit als man noch sehr viel auf ungeteerten Straßen gefahren ist. Gebremst hat man daher aus Selbsterhaltungstrieb hauptsächlich mit der Hinterradbremse, die dann auch entsprechend stark ausgelegt war. Bei den Vorkriegsmodellen (z.B. R23) hatte die Hinterradbremse größere Durchmesser (und damit mehr Bremskraft) als die Vorderradbremse. Noch ältere Motorräder aus der Kaiserzeit hatten oft überhaupt keine Vorderradbremse.

p.s. bei meiner R23 bremse ich eigentlich fast nur mit der Hinterradbremse, da muss ich mich dann immer wieder umstellen, wenn ich meine Boxer fahre

Hubi

Beppo

Zitat von: bullet am 28 März 2025, 22:54:59Der Belag im Bild von #1 trägt doch nicht mal zu 50%...

Mathematisch gesehen ist es für den Reibungseffekt unerheblich wieviel % der Belag trägt. Bei weniger Fläche ist der Anpressdruck /Fläche² eben höher und gleicht damit aus.
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

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