Kondensator " MKP "

Begonnen von CHAMBONDU, 22 April 2024, 06:19:59

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CHAMBONDU

Guten tag zusammen

Ich habe gerade festgestellt, dass die ,,WIMA-MKP"-Kondensatoren nicht für die Zündung am Motorrad geeignet sind. Ich testete Zündspulen mit der Bohrmaschine in meiner Werkstatt und bemerkte plötzlich Funkenunterbrechungen an der Zündkerze. Es war der Kondensator, der gerade ,,gestorben" war. Allerdings war es weder Hitze noch Vibrationen ausgesetzt!

Jean-Claude

CHAMBONDU



strichzwojan

Lieber Jean-Claude,

da werden dir hier einige im Forum, darunter besonders ich, widersprechen!
Deshalb die Frage: welchen Typ von MKP-Kondensator hast dir da eingebaut?

Gruß, Jan

CHAMBONDU

Hallo Jan

Es ist dieser Kondensatortyp, der ,,durchgebrannt" ist.

Jean-Claude

strichzwojan

#3
Den gleichen Typ hatte ich zuerst auch in der 25/2 und in der 75/5 verbaut.
In der 25/2 lief er etwa 10.500 km, bis er kaputt ging.

Nun ist soetwas eingebaut.IMG_0146.JPG
Der scheint mir das maximal Mögliche an Größe zu sein, was man noch unterbringen kann.
Ich würde auf alle Fälle die Anschlußpins mit Harz vergießen, um da Stabilität reinzubringen. Man sieht das auf der linken Unterseite, rechts habe ich den Pin mit einer Messinggrundplatte verlötet und ebenfalls mit Harz eingepackt.
Übrigens fahren wir doch beide die Beru ZS 215-Zündspule, insofern absolut vergleichbare Situation!

Fastnachter

Jean-Claude,

Wir kennen Deinen Versuchsaufbau nicht. Dir geht dabei anscheinend ein Kondensator kaputt. Daraus abzuleiten, dass sie grundsätzlich nicht geeignet sind? Ich bleibe mal skeptisch!

Gruß

Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Anulu

Ich arbeite auch mit dem Kondensator!

Ich zünde damit auch was... aber nicht die BMW....






Gruß Manuel



Rock or Bust!

strichzwojan

#6
Jan (Fastnachter) hat natürlich recht. Ein Prüfstandslauf ist das eine, aber der Fahrbetrieb etwas anderes. Hier gilt natürlich: Wer fährt, hat recht!

Ich gebe übrigens sofort Bescheid, wenn der Jumbo-WIMA bei mir die Grätsche machen sollte. Wobei ich denke, dass der schussfest ist...
WIMA weist im Datenblatt ja explizit auf die "Ausheilfähigkeit" hin.

Ich frage mich die ganze Zeit, was diese aufgedruckten Kürzel links unten zu sagen haben: R2, R9, P8...
2. Werk in Rumänien, 8. Werk in Portugal? ;D
Scherzmodus aus. WIMA garantiert ja "Made in Germany".

@Anulu  Manuel, du fährst ja VAPE, aber wenn man wie ich analog unterwegs ist, dann vertraue ich in Sachen "moskitofreie Lichtmaschine" der Häckselwirkung des FKR... ;D

CHAMBONDU

Hier ist meine Installation, mit der ich die Spannung an den Anschlüssen der Zündspule sowie den aufgenommenen Strom messen kann, wenn sich die Bohrmaschine dreht. Ich habe mit der Transistorbox (Kondensator ausgesteckt) verglichen, dann ohne Transistorbox (Kondensator eingesteckt). Mit der Transistorbox verliere ich etwa 0,53 V und der aufgenommene Strom nimmt deutlich ab. Deshalb furzt das Motorrad beim Fahren; Beim Einschalten kommt es zu Einschnitten, bei den Transistoren. Die Zündspule konnte nicht vollständig gefüllt werden

Jean-Claude

CHAMBONDU

Hallo zusammen

Ich habe nachgedacht und ich glaube, ich weiß, warum der Kondensator durchgebrannt ist, als ich eine Spule mit meiner Bohrmaschine getestet habe. Ich hatte den Abstand zwischen den Elektroden meiner Funkenstrecke auf 2 mm eingestellt. Ich hatte gelesen, dass die Spannung am Kondensator proportional zum Abstand der Elektroden der Zündkerze ist. Der Kondensator, der eine Spannung von 400 V. AC und 600 V. DC aushalten kann, hat nicht genügend Sicherheitsabstand.

Jean-Claude

strichzwojan

Freispruch für den MKP! ;D

Ich habe nie an seine Schuld geglaubt. Trotzdem ist Luft nach oben in der elektrischen Belastbarkeit immer gut.

Eppo

Die 2mm Funkenabstand im Prüfaufbau sollten eigentlich kein Problem darstellen, eher dann evtl. Zündaussetzer, welche dann die Primärspannung ansteigen lassen und damit die Durchschlagsfestigkeit des Kondensators übersteigen.

Wie sieht denn das Verhalten in dem gleichen Messaufbau mit originalem Kondensator aus? Diese Vertragen 250V DC laut Beschriftung.

Im Prüfrex werden auch weit über 2mm Funkenstrecke überwunden, aber da gibt es noch eine parallele Sicherheitsfunkenstrecke um Hochspannungsschäden durch Zündaussetzer zu vermeiden.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Q-Michael

Hallo zusammen, die Energie, wie in der Streuinduktivität der Zündspule gespeichert ist, soll in den Kondensator fließen. die Kondensatorspannung ist nicht sehr von Bedeutung. Der Strom ist hier von Bedeutung. Viele Grüße Michael

CHAMBONDU

Hallo Zusammen

Normalerweise liegt an den Anschlüssen des Kondensators eine Spannung zwischen 200 V und 300 V an. Wenn aber der Hochspannungsstrom nicht zum Minuspol fließen kann, dann kann die Spannung bis zu 500 V betragen ( bei einem Kondensator mit 0,22 Mikrofarad ).

Jean-Claude

Q-Michael

Wie lange denn, bzw. Wie hast du das gemessen? Viele Grüße, Michael

CHAMBONDU

Zitat von: Q-Michael am 02 Mai 2024, 18:07:42Wie lange denn, bzw. Wie hast du das gemessen? Viele Grüße, Michael


Hallo



Auf Seite 11/62 gibt es eine Tabelle, die die Spannung am Kondensator angibt, wenn die Funkenstrecke 5  mm Abstand hat, was einem Abstand von 0,6 mm entspricht, à la zündkerze.  Gute Übersetzung!

Jean-Claude

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