Radfelgen innen mit Tectyl gegen Rost schützen?

Begonnen von Bart Sanders, 14 Februar 2024, 21:38:39

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Bart Sanders

Hallo Zusammen!

Weil ich momentan dabei bin ziemlich teurere Sicherheitsfelgen 2,15x19 zu speichen, kommt mir die Gedanke "Wie diese Felgen - von innen - gegen Rost schützen?"

Als ich lange her meine R60/2 mit Gespannfelgen intensiv gewartet habe, hatte ich auch die Reifen mit Inhalt runter. Da sind die Rostbrocken von selbst rausgefallen...  Nach erster Enttäuschung alles sauber gemacht. Es waren sicher Narben anwesend, aber ich habe diese Felgen wieder verwendet.
Zuerst aber: mit Eisenmenie gegen Rost geschützt. Das funktioniert, aber so ganz voll geschützt? Nein.

Jetzt mit meinen Sicherheitsfelgen (ERWE) die folgende Frage:

Ist die Benutzung von Tectyl Rostschutz (von Valvoline) eine gute Idee?

Wer es nicht kennt: es kann mit der Bürste aufgepinselt oder sogar gespritzt werden. Es härtet zu einer trockenen, dünne Wachsschicht aus, die immer etwas elastisch bleibt. Als Unterbodenschutz, Holraumschutz usw. sehr geeignet.

Jetzt aber wird die Schicht zugedeckt: Auf diese Wachschicht kommt danach Felgenband und Innenschlauch zu sitzen und zwar heftig unter Druck und führ sehr lange Zeit.

Wird das Butyl vom Schlauch irgendwan in einer Form reagieren mit/auf diese Wachsschicht? So schlimm, dass  ein Sicherheitsrisiko entsteht?


Ich bin kein Chemiker, wer kennt sich aus, wer hat eine Antwort?

Freue mich über eure Antworten!

Gruss,

Bart

Mit freundlichem Gruss,

Bart Sanders

Bart Sanders


Mit freundlichem Gruss,

Bart Sanders

Heiko

Wie alt waren denn die Felgen schon, als die Rostbrocken rausgefallen sind?
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

cledrera

Halte ich für keine gute Idee.
Fett und Gummi unter Walkarbeit zusammenbringen?
Nö, würde ich nicht machen.

Fertan, nasse Lappen und ausreagieren lassen.
Dann mit Brunox Epoxy drüber.


Das Ganze ist nicht unkritisch.
Zuviel Rost: Weg damit.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

berndr253

Felgen ausspeichen und gegen Alufelgen austauschen wäre mein Tipp

Bernd
Leben und Leben lassen

bullet

Tectyl ist zwar kein Fett, sondern Wachs, aber das wird vom Reifendruck mit der Zeit weggedrückt.  Also keine gute Idee.  Bei etwas Oberflächenrost hab ich das zuletzt so gemacht: mit Drahtbürste und Schleifpapier entrostet, mit Verdünnung abgeputzt und mit Hammerite angestrichen.  Anschließend mit gutem Gewebeklebeband (das teure von Tesa) das Tiefbett zugeklebt, waren wohl zwei Streifen nebeneinander.  Damit sind die Löcher dicht und es kann kein Wasser hereinlaufen.  Das hatte sich zuvor schon bewährt.  Dann können Felgenband (zur Sicherheit) und Reifen wieder drauf.

Grüße!
Bullet

CowBoy

Hallo Bart,
die Felgen von innen gegen Korrosion zu schützen ist keine dumme Idee!
Mir sind mal DKW-Felgen von innen nach außen in etwas mehr als 25 Jahren durchgerostet (!)
Der Verkäufer der Felgen wollte das partout nicht als Gewährleistung anerkennen  8)
Seitdem werden meine Felgen - nach dem Einspeichen - mit Korrosions-Schutzgrund gepinselt/gesprüht.

Zusätzlich kommt unter die Haltemutter vom Ventil eine Gummidichtung aus einem alten Auto-Ventil,
um Wassereinbruch zu vermeiden.

Wie schon geschrieben, würde ich ich auch kein Gummi vom Schlauch mit Wachs etc, beaufschlagen wollen.

Beste Grüße, Ulli

Bart Sanders

Meine Herren!

Danke für diese wertvollen Tipps!  Ich neige stark zu der Antwort von Bullet: Hammerite (Ultima) und Tesa Textilband.

Zu den Fragen/Bemerkungen: Wir haben im Sommer 1978 unsere R60/2 (Bj. 1964) gekauft. Bei BMW Notten in Brunssum (NL). Da waren diese (Gespann)Felgen schon drauf. In 2004 die erwähnte Generalüberholung und Motor-Revision. Seit 1980 viele, viele Gespannkilometer. Die Felgen war zwar vom Rost angenagt, aber kritisch (Materialstärke) war es nicht.
Alufelgen: Wie gesagt, Gespanntauglich. Seit 2004 zwar Solo untwerwegs, aber eine S350 wartet geduldig auf Restauration und Einsatz...

Also,

De groeten!

Bart
Mit freundlichem Gruss,

Bart Sanders

bullet

Zitat von: CowBoy am 15 Februar 2024, 00:00:45Zusätzlich kommt unter die Haltemutter vom Ventil eine Gummidichtung aus einem alten Auto-Ventil, um Wassereinbruch zu vermeiden.

Ah, die Kirsche auf der Torte.  Danke, das muß ich noch nachrüsten.  :thumbsup:

strichzwojan

Alternativ kann man auch einen trockenen Stellplatz suchen und seine Fahrweise anpassen. Wer ordentlich am Kabel zieht und eine heißere Fahrweise vorlegt, dürfte keine Probleme mit Feuchtigkeit in diesem Bereich haben.

CowBoy


Anulu

Gruß Manuel



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