R26 Probleme mit der Ladekontrolllampe

Begonnen von Kraemo228, 01 August 2023, 20:13:42

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Kraemo228

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für eure Hilfe von neulich. Jetzt kam aber ein neues Problem dazu.

Kurze Zusammenfassung:
Als meine R26 neulich nicht mehr angesprungen ist habe ich Zündspule, Zündkontakte und Kondensator erneuert, was dazu geführt hat, dass sie wieder angesprungen ist und auch einwandfrei ohne irgendwelche Probleme lief. Die Kohlen wurden auch während der Restauration erneuert weshalb diese noch gut sind.

Nun zu meinem Problem:
Als ich vor ein paar Tagen eine kleiner Ausfahrt machen wollte, ging sie plötzlich einfach aus und auch nicht mehr an. Nachdem ich sie bis nach Hause abgeschleppt habe, hab ich mit der Fehlersuche begonnen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Batterie nur noch 3,4V Spannung aufwies.

Die Batterie hatte ich dann direkt aufgeladen und anschließend abgeklemmt 2 Tage (bis heute) stehen lassen, wo sie wieder nurnoch 4,1V hatte (nach dem Aufladen hatte sie 6,2V). Das heißt die Batterie werde ich als nächstes erneuern.

Wenn ich jetzt die Batterie einbaue und anklemme leuchtet die LKL (manchmal) und sobald ich den Kickstarter langsam bewege und damit den Motor drehe geht diese aus und an.

Ich habe heute mal mit einem anderen Kondensator, den ich noch auf Ersatz hier liegen hatte probiert sie zu starten, was auch funktioniert hat. Die LKL geht bei etwas höherer Drezahl auch ordnungsgemäß aus. Sobald ich jetzt einen "größeren" Gasstoß gebe, geht sie nach dem runterdrehen meistens direkt aus. Im stand läuft sie super. Die Ladespannung (im Standgas an der Batterie gemessen) schwankt zwischen 6,5 und 8,5V.

Den Kondensator habe ich nochmal getauscht, weil ich den Eindruck hatte, dass der andere nicht mehr in Ordnung ist, weil Spannung auf dem Kondensatorgehäuse war.

Hat jemand von euch vielleicht eine Idee, woran es liegen kann das die LKL aus und an geht, wenn ich den Kickstarter langsam durchdrücke?

Vielen Dank schonmal im voraus und viele Grüße!

Kraemo228


CHAMBONDU

Guten abend

Die Spannung der Batterie 6V, darf nicht 8,5 V erhalten!    Der Regler funktioniert nicht.

Jean-Claude

strichzwojan

#2
Die Batteriespannung darf bei erhöhter Drehzahl nicht mehr als max. 7,3V haben. Ich tippe auch auf den Regler. Wenn du so weitermachst, dann würde eine neue Batterie gleich wieder zerstört.
Du musst einen gründlichen Check  machen: Regler, Anker, Verkabelung. Deine Batterie ist - wie du richtig erkannt hast - mit 4,1V mausetot. Keine Versuche mehr damit machen, denn eine kaputte Batterie zieht mächtig Ladestrom.

Heiko

#3
...und: Der Kondensator hat nichts(!) mit der Lima zu tun.

LKL hell/dunkel = Batteriespannung zu niedrig.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Eppo

#4
Wie Heiko schon zur LKL schrub:

Hell/Dunkel beim langsamen Heruntertreten des Kickstarters hat etwas mit der Batteriespannung zu tun.
Genauer gesagt, bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle wird der Unterbrecher geöffnet und geschlossen.
Sobald der Unterbrecher geschlossen ist, fließt Strom über deine Zündspule zur Masse (im Stand bei nicht laufendem Motor ca. 2A).
Wird der Unterbrecherkontakt geöffnet, fließt auch kein Strom mehr über Zündspule, sondern nur noch über die LKL und LiMa zur Masse.
-> je mehr Verbraucher im Stand an sind, umso stressiger für deine Batterie und damit sinkt die Spannung.

Wenn du eine Batterie mit großer Kapazität oder ein Netzteil mit ausreichend Leistung anklemmst, bleibt die LKL die ganze Zeit an.

Und bei 2V Selbstentladung in 2 Tagen würde ich sagen, dass die Batterie einen Treffer hat (eine Zelle T.O.T.  :tot2: / :galgen: / :rip: )

Zum Kondensator sind dir Begriffe wie Lade-/Entladekurve und Verhalten im Gleichstromkreis bekannt?

Wenn ich jetzt noch die mögliche DKW-Schaltung der LiMa für Betrieb ohne Batterie aus dem Hut zauber, werde ich noch der Ketzerei bezichtigt  ;D  :waffen093: .

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

rolf.soler

1. Batterie neu. AGM empfohlen (oder LiFePo4)
2. Ladespannung darf nicht 8,5 V sein, ideal 7,0, max, 7,2 (wobei alte mech. Regler auch mal bis 7,4 durchliessen ohne grosse Schäden), Bei Lei-Gel-Battreie max, 6,9 V Also ev. auch neuer Regler. Aber it guter Batterie sieht alles vlt. schon besser aus

Kraemo228

Vielen Dank schonmal für die schnellen Antworten!

Dann werde ich mal den Regler tauschen.. gibt es da Unterschiede zwischen dem Original und dem elektronischen Regler? Könnt ihr da etwas empfehlen?

Zum Thema Kondensator Lade-/Entladekurve und Verhalten im Gleichstromkreis ist mir leider nicht bekannt, da ich nicht so der Elektronik Profi bin ;D

Wie kann ich denn das ganze mal testen bzw. durchmessen?

Gruß Dominik



Eppo

Kondensatortest ist eig. ganz simpel:
bei laufendem Motor nach den Lichtblitzen am Unterbrecher sehen.
Wenn der Kondensator OK ist, dann sind nur minimale Funken.
Kondensator defekt, dann dauerhaft große Funken am Unterbrecher.
Als Gut/Schlecht-Referenz kannst du dir das Unterbrecherfunken einmal mit angeschlossenem Kondensator und einmal mit abgeklemmten Kondensator als Vergleich ansehen.

Die elegante Lösung wäre dann mit Prüfrex oder Speicheroszi die Lade-/Entladekurve ansehen.

Die meisten Schrauber wechseln den Kondensator und haben damit einen einfachen vorher/nachher Vergleich.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

strichzwojan

Zitat von: Eppo am 02 August 2023, 07:46:35Kondensatortest ist eig. ganz simpel:
bei laufendem Motor nach den Lichtblitzen am Unterbrecher sehen.
Wenn der Kondensator OK ist, dann sind nur minimale Funken.
Kondensator defekt, dann dauerhaft große Funken am Unterbrecher.
Als Gut/Schlecht-Referenz kannst du dir das Unterbrecherfunken einmal mit angeschlossenem Kondensator und einmal mit abgeklemmten Kondensator als Vergleich ansehen.



Die meisten Schrauber wechseln den Kondensator und haben damit einen einfachen vorher/nachher Vergleich.

MfG
Eppo

Aus dem Grund habe ich mein Kondensatorkabel mit Flachsteckeranschluss an der isolierten Schraube gemacht. So einfach wie früher ist das mit dem Kondensator heute leider nicht mehr. Da hieß es: neuer Kontakt, neuer Kondensator und erstmal Ruhe.
Heute tauscht man einen alten, vielleicht angeschlagenen Kondensator gegen einen neuen, vielleicht schon kaputten aus... Wenn dann das Problem weiterhin besteht denkt man: "Am Kondensator kanns offenbar nicht liegen".

Deswegen machen sich ja einige von uns die Kondensatoren selbst zurecht (WIMA).

Dein Tipp ist sehr gut, Eppo. Generell sollte man sich den guten Ist-Zustand von Komponenten seiner Maschine immer wieder mal vergegenwärtigen, wenn es eigentlich keinen Grund gibt, nachzuschauen. Dann kann man vergleichen.
Zum Beispiel Farbe, Helligkeit und Geräusch des Zündfunkens zwischen den Elektroden, den Widerstand des Kickstarters beim Herunterdrücken und auch mal ohne aufgesetzten Helm den Motor rundherum anhören, oder an einer "Referenz-Mauer" entlangfahren und genau auf den zurückgeworfenen Schall achten. Wie tief tauchte die Gabel im unbelasteten Zustand vor 5 Jahren noch mal ein? Und so weiter...

Jan

Kraemo228

Vielen Dank, Eppo.

Weißt du zufällig auch wie man den Rest durchmessen/testen kann?

Gruß Dominik

Eppo

Ohne großes Testgerät würde ich jetzt der Reihe nach vorgehen und ein Bauteil nach dem anderen ersetzen bzw vergleichen (von günstig/schnell gewechselt bis zum Bauteil mit großen Wechselaufwand).
Dabei kannst du die Zündung und LiMa vorerst getrennt betrachten.

Sprich du fährst eine definierte gleichbleibende Teststrecke/Runde (vornehmlich nicht zu weit weg von Zuhause) und nimmst noch Messgerät und eine Ersatzbatterie nebst Ersatzkerzen und Ersatzkondensator mit.

Wenn du dann liegen bleibst, miss die Batteriespannung.
Wenn zu niedrig, dann Batterie Wechseln, ist Funke wieder da und läuft der Motor, dann nach Hause.
Nächste Testfahrt mit der zweiten Batterie angeschlossen und die erste Batterie geladen als Backup.
Wie weit kannst du mit dieser fahren? Bleibst du auch wieder liegen.
Wenn mit einer geladenen Batterie der Funke wieder sauber da ist und die Maschine dann auch betriebswarm läuft, dann kannst du schonmal davon ausgehen, dass deine Zündung OK ist.
Springt der betriebswarme Motor mit geladener Batterie nicht an, dann weiter Fehlersuche Zündung.
Dabei vom schnell/günstigen Teil zum komplexen/teuren Teil durcharbeiten.
Dabei würde ich mit Kerze/Kondensator anfangen. Kannst du ein Bauteil ausschließen, dann weiter suchen.
Niemals mehrere Dinge gleichzeitig wechseln oder einstellen!
Die Wahrscheinlichkeit, dass neue Zündkerzen defekt sind, ist geringer als das neue Kondensatoren nix taugen.

Z.B auch ein Unterbrecher geht nicht sporadich kaputt und hat dann wieder Selbstheilung, sondern eher langsam immer schlechter werden bis garnix mehr geht (z.B. wenn der Unterbrecherabstand nicht stimmt)

Hingegen können Kondensatoren, Kerzen und Zündspulen schon Temperaturempfindlich sein.

Eine Unterbrecherzündung geht so um die 5-5,5V nicht mehr richtig.
Wird die Spannung noch kleiner, gibt es keine Zündfunken mehr.

Wenn du dir sicher bist, dass deine Zündung dann ordentlich funktioniert, kann es mit dem Laderegler/LiMA weiter gehen. Das ist dann gerade für Laien etwas komplizierter.
Am Besten wäre es da, wenn du einen erfahrenen Forumskollegen in deiner Nähe hast, der dir dabei Vororthilfe geben kann.

MfG
Eppo
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Borgward

Vor den Tests aber erst einmal eine neue Batterie und vor allem einen neuen Regler einbauen!
Der alte mechanische Regler könnte zwar ggf neu eingestellt werden, das ist aber eine etwas knifflige Geschichte und nicht unbedingt von Erfolg gekrönt.
Als Ersatz bietet sich heutzutage ein elektronischr Regler an, von den Abmessungen passende findest du bei den einschlägigen Händlern (Uli, Rabenbauer etc,) für ca. 120€. Das sind dann meistens die sog. Zofia Regler - kann/konnte man auch direkt beim Hersteller kaufen.
Wesentlich günstiger sind die 6V-Regler von VAPE (ca. 30€), die sind qualitativ so gut, dass sie sogar als Fake aus Fernost für den halben Preis angeboten werden. Leider sind die VAPE Regler von den Abmessungen her etwas zu groß für unsere Lichtmaschinen, sie werden daher außerhalb (z.B. wie bei der R27 unter dem Tank) verbaut.
Für die Umrüstung auf alle elektronischen Regler gilt: Der sog. Regelwiderstand der Lichtmaschine muss deaktiviert (abgeklemmt und isoliert) werden - ist hier im Forum ausführlich beschrieben.

Hubi

strichzwojan

Zitat von: Borgward am 03 August 2023, 10:12:24Wesentlich günstiger sind die 6V-Regler von VAPE (ca. 30€), die sind qualitativ so gut, dass sie sogar als Fake aus Fernost für den halben Preis angeboten werden. Leider sind die VAPE Regler von den Abmessungen her etwas zu groß für unsere Lichtmaschinen, sie werden daher außerhalb (z.B. wie bei der R27 unter dem Tank) verbaut.

Kann ich 100% bestätigen. Und die schlechten Kopien sind nur minimal billiger, sodass sich das sowieso nicht lohnt.
Die echten haben einen VAPE und einen Powerdynamo-Aufdruck.

Eppo

#13
@Kraemo228 :
Da du selbst von dir sagst, dass du Elektrolaie bist, würde ich dir abraten jetzt den Regler zu wechseln,
am Ende geht garnix mehr  :thumbdown: .

Mach lieber alles in kleinen Schritten und dazu zählt klar eine neue Batterie
und um Funktion der Zündung zu kontrollieren, klemme die LiMa vom Stromkreis ab.
Das kannst du zum einen durch Ausbau der LKL und wenn dein Laderegler funktioniert, dann trennt der Rückstromschalter bereits den Weg zur Batterie.
Alternativ dann Klemme #51 und #61 trennen und Kabelenden isolieren (z.B. Schrumpfschlauch, Lysterklemme).

Dann mit neuer Batterie und geladener Reservebatterie im Gepäck auf Testfahrt gehen, am Besten mit ausgeschaltenem Licht, dann hält die Batterie länger  ;D .
Schauen wie der Motor läuft und ob es Aussetzer gibt. Die Reservebatterie dient dir dann als wieder Heimbringer.
Wenn alles läuft, kannst du dir sicher sein, dass deine Zündanlage schonmal geht und das Absterben damit an der Unterspannung liegt. Wenn nicht, dann Fehlersuche "Step-by-Step".


Lag das Motorabsterben an der leeren Batterie, dann weiter mit Laderegler...

Am Ende liegt es vielleicht nur an der defekten Batterie (Zellenschluss, geringer Innenwiderstand der Batterie führt zu erhöhtem Stromfluss) und damit zum Zusammenbruch des Ladekreises und du wechselst auf Verdacht den Regler, schrottest durch Verpolung noch einen elektronischen Regler und hast Frust und Kosten.

MfG
Eppo
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Kraemo228

Vielen Dank schonmal an alle!
Ich werde es erstmal schrittweise ausprobieren wie Eppo sagt, vielleicht liegt es ja wirklich an der kaputten Batterie  :)

Gruß

Borgward

Zitat von: Kraemo228 am 01 August 2023, 20:13:42Die Ladespannung (im Standgas an der Batterie gemessen) schwankt zwischen 6,5 und 8,5V.


Wenn du die 8,5 Volt, die über deinen aktuellen Regler geliefert werden, ignorieren willst, nimm wenigstens eine billige Batterie

Hubi

Kraemo228

Also ich habe gerade mal eine neue Batterie eingebaut, womit mein Problem mit der LKL behoben ist.
Da ich die neue Batterie nicht direkt kaputt machen wollte habe ich direkt im Standgas mal an der Batterie die Spannung gemessen.

Im noch ausgebauten Zustand hatte die neue Batterie 6,3V.
Eingebaut mit laufendem Motor (LKL aus) habe ich dann konstant 6,1V an der Batterie gemessen, was ja zu wenig ist.
Was könnte denn das jetzt sein?

Gruß

Einzylindär

Welche Spannung misst du bei erhöhter Drehzahl? Hast du bei "Angesprungen und LKL gerade aus" gemessen?

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Guzzi Fuzzi

Nicht im Leerlauf die Spannung messen, das ist falsch.
Ist klar dass bei 6,1Volt die LKL nicht mehr leuchtet.
Wie schon x mal geschrieben bei steigender Drehzahl soll die Spannung an der Batterie steigen bis ca. 7,4 Volt, nicht höher, auch wenn Du den Motor noch höher drehst.
Wenn die gemessene Spannung zu niedrig oder zu hoch ist, dann Regler hin.
Servus aus Bayern, Alex

cledrera

ZitatWie kann ich denn das ganze mal testen bzw. durchmessen?

Na so:

Ultimativer Lima Dummie Kurzcheck

Übrigens:

1. Du hast kein Problem mit der LKL. Die leuchtet oder leuchtet nicht und funktioniert daher.
2. Du hast kein Problem mit der Batterie, da neu (Was für eine?)
3. Du hast kein Problem mit dem Kondensator, da der zum Zünd- und nicht Batterieladekreis gehört.

Daher steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Du ein Problem mit dem Regler hast.
Allerdings muss das auch nicht sein.
Ein einziges Kabel an der richtigen Stelle ab und der Regler ist "out of order".

Miss mal wie oben im Lima Dummie Check beschrieben.
Schau mal unter den LimaDeckel nach losen Kabeln und poste Fotos und Ergebnisse nach hier.

Good Luck und das wird schon

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Eppo

LiMa-Dummie-Test ist ein guter Ansatz.
Interessant ist aber auch der Ladestrom, ob deine Batterie geladen oder entladen wird.

Wenn du ein Strommesser mit 10A Messbereich hast, kannst du diesen dazu nutzen.
z.B. beim Multimeter:
Stelle das Messgerät auf den 10A-Messbereich Gleichstrom, stecke die Messkabel entsprechend des Messbereichs.
Dann klemmst du das Pluskabel von deiner Batterie ab und verbindest das Kabelende mit der roten Messleitung vom Multimeter (+Plus),
das schwarze Massekabel vom Multimeter klemmst du auf das Batterieplus.
Du kannst auch das Messgerät auf deine Masseseite der Batterie klemmen, dann ist die Gefahr von Kurzschluss geringer.
(Rotes Messkabel an Batterie(-) und schwarzes Messkabel an Fahrzeugmasse)
 
Wenn du dann die Zündung einschaltest, fließt Strom von deiner Batterie zu den Verbrauchern (Zündung, Standlicht, etc.), dann hast du bei dieser Verkabelung ein negatives Vorzeichen am Messwert.

Wenn du jetzt den Motor startest und das Standgas etwas erhöhst, sollte dieser negative Wert gegen 0 gehen und dann sogar in den Plusbereich, d.h. deine LiMa liefert Strom zur Batterie.

MfG
Eppo
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rolf.soler

Zitat von: Kraemo228 am 04 August 2023, 15:16:52Also ich habe gerade mal eine neue Batterie eingebaut, womit mein Problem mit der LKL behoben ist.
Da ich die neue Batterie nicht direkt kaputt machen wollte habe ich direkt im Standgas mal an der Batterie die Spannung gemessen.
Im noch ausgebauten Zustand hatte die neue Batterie 6,3V.
Eingebaut mit laufendem Motor (LKL aus) habe ich dann konstant 6,1V an der Batterie gemessen, was ja zu wenig ist.
Was könnte denn das jetzt sein?
Das kann normal sein. Im Standgas liefet die Lima noch keine höhere Spannung as die Batterie, sie ist (vom Regler) noch vom Bordnetz abgehängt. Die Spannung ist tiefer als ausgebaut, weil Du Verbraucher zugeschaltet hast, mindestens die Zündspule.

strichzwojan

Bei welcher Drehzahl hast du gemessen? Das sollte schon die drei- bis vierfache Leerlaufdrehzahl sein.

Eppo

#23
Zitat von: rolf.soler am 04 August 2023, 19:06:22[...], sie ist (vom Regler) noch vom Bordnetz abgehängt. Die Spannung ist tiefer als ausgebaut, weil Du Verbraucher zugeschaltet hast, mindestens die Zündspule.

Richtig ist, dass durch die Verbraucher die Batterie gestresst wird und damit die Spannung an der Batterie sinkt. Allerdings hängt die LiMa über der LKL bereits am Bordnetz  ;D .

bosch_f_regler2.gif

eine erloschene LKL deutet vorerst nur darauf hin, dass die Spannung an den Klemmen der LKL gleich groß ist (Spannung an Klemme 51 & 61 ist gleich) und damit ist die LiMa im Bordnetz kein Verbraucher mehr.
Die Generatorspannung ist dann gleich der Batteriespannung.

WÜrde dann bei höherer Drehzahl die LKL wieder leuchten, könnte es durchaus auch auf einen defekten Rückstromschalter hindeuten.

Wenn der Rückstromschalter geschalten hat, ist eh die LKL kurz geschlossen und wird demzufolge nicht leuchten.
Daher Strommessung mit durchführen, um die Richtung des Stromflusses zu kontrollieren.
Wie ist der Stromfluss bei stehendem Motor mit Zündung an und wie ändert sich der Stromfluss bei laufendem Motor inkl. Drehzahländerungen?

Falls die Lichtmaschine z.B. einen Wicklungsschluss hat, kann es ja sein, dass minimal Ladestrom fließt, der aber eben nur den Stromverbrauch dämpft aber nicht zum Laden der Batterie reicht.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Hansdampf


Die Ladenkontrolle geht aus, wie sie soll, die Batterie wird dennoch nicht geladen, bzw. die Lima gibt keinen Strom ab.
Prüfe mal, bei abgeklemmten Pluspol, ob alles gut mit Masse verbunden ist. Also Widerstansmessung zwischen Rahmen zu: Minus Batt; Motor; Lichtmaschine; Minuskohle. Alles sollte weniger als 1 Ohm haben.
Dann wäre zu prüfen ob der Ausgang des Reglers B+ / 51 / 30 mit dem Pluspol der Batt verbunden ist. Bei stehendem Motor, Zündung aus, muß gegen Masse gemessen die Spannung am Ausgang des Reglers genauso hoch sein wie die Batteriespannung. (Jetzt natürlich Batt wieder angeschlossen)
Dann könntest Du noch messen wie hoch bei laufendem Motor, mittlere Drehzahl,die Spannung auf D+ ist.

Kraemo228

Danke für die vielen Antworten!
Ich werde das alles kommende Woche mal ausprobieren und euch darüber berichten.

Gruß

Kraemo228

Guten Morgen,

hier mal ein Update zu meinem Problem:
Ich habe nach entwas Recherche eine Einstellschraube auf der Unterseite des Reglers entdeckt. Diese habe ich etwas rein (im Uhrzeigersinn) gedreht, womit ich den Kontakt bei den Reglerkontakten etwas verstellt habe.

Die Spannung an der Batterie ist jetzt einwandfrei:
Im Standgas 6,2V
Erhöhte Drehzahl 6,9-7V
Erhöhte Drehzahl mit Licht 6,6V

Verbaut ist momentan eine Blitz AGM Batterie (6V 12Ah)

Ich werde allerdings trotzdem zur Sicherheit noch ein paar (oben erwähnte) Messungen durchführen.

Gruß

strichzwojan

#27
Zitat von: Kraemo228 am 08 August 2023, 06:19:06Ich werde allerdings trotzdem zur Sicherheit noch ein paar (oben erwähnte) Messungen durchführen.

Gruß

Gut! Mach eine längere Fahrt (etwa 1 Stunde) und stell die Maschine ab. Dann nach zwei Stunden die Ruhespannung der Batterie messen. Die sollte etwa 6,25 bis 6,45 Volt sein.
Und nach zwei Tagen die Messung wiederholen. Zwischendrin nicht fahren. Sind die Werte jetzt deutlich niedriger? Das wäre schlecht.

Die beiden elektronischen Regler, die ich in den letzten 30 Jahren hatte, waren nicht einstellbar.
Und das ist das Gute an nicht einstellbaren Reglern: man kann sie nicht verstellen!

Eine zweite, sehr aussagekräftige Messung, ist die während der Fahrt. Dazu Messkabel an der Batterie sicher befestigen und ins Kartenfach des Tankrucksacks führen, wo der Voltmeter gut sichtbar steckt.
Das Problem ist nur, dass man vor lauter hochinteressanten Anzeigewerten den laufenden Verkehr nicht aus dem Auge verlieren darf. Nun kann man das Einschreiten des Spannungsreglers sehr schön beurteilen, auch im Vergleich von "mit Licht" zu "Licht ausgeschaltet" ( bei mir sind das dann 0,3 Volt mehr).

Die Spannung muss an der Batterie, nicht an der Zündspule abgenommen werden. Das spiegelt eben genau die Ladesituation der Batterie wieder, auch wie sie Spannungsspitzen abpuffert.

Kraemo228

Zitat von: strichzwojan am 08 August 2023, 07:55:56Gut! Mach eine längere Fahrt (etwa 1 Stunde) und stell die Maschine ab. Dann nach zwei Stunden die Ruhespannung der Batterie messen. Die sollte etwa 6,25 bis 6,45 Volt sein.
Und nach zwei Tagen das Ganze nochmal. Zwischendrin nicht fahren. Sind die Werte jetzt deutlich niedriger ?

Die beiden elektronischen Regler, die ich in den letzten 30 Jahren hatte, waren nicht einstellbar.
Und das ist das Gute an nicht einstellbaren Reglern: man kann sie nicht verstellen!

Eine zweite, sehr aussagekräftige Messung, ist die während der Fahrt. Dazu Messkabel an der Batterie sicher befestigen und ins Kartenfach des Tankrucksacks führen, wo der Voltmeter gut sichtbar steckt.
Das Problem ist nur, dass man vor lauter hochinteressanten Anzeigewerten den laufenden Verkehr nicht aus dem Auge verlieren darf. Nun kann man das Einschreiten des Spannungsreglers sehr schön beurteilen, auch im Vergleich von "mit Licht" zu "Licht ausgeschaltet".

Okay, vielen Dank. Das werde ich noch ausprobieren wenn das Wetter endlich mal besser würde  ;D

rolf.soler

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was ist das für ein Reger ? mechanisch / elektronisch ? Modell, Hersteller, wie alt...
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