R27 ZKopf: Ablagerungen nach 3000Km

Begonnen von Werner-#49, 03 Januar 2023, 22:25:11

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Einzylindär

Oder bei kaltem Kopf und Dorn und Hammer zart anköpfen. Da dürfen die sich nicht bewegen...

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Einzylindär


4Taktix

und was sagt das über das Spiel des Ventils in der Führung aus ?
Think outside the box !

Einzylindär

Damit kann man einfach ohne Wärme prüfen, ob die FÜHRUNG im Kopf fest ist, also ein Pressitz besteht.

Warm verschieben ist auch ungenau... außer man misst die Kraft.

Gruß
Stefan, der Einzylindär


Andre.Hubein

Sascha meinte wohl,das der eventuell lockere Sitz der Führung nicht das Problem sein kann,warum sich soviel Öl im Brennraum befindet.
Grunz
André

rolf.soler

Zitat von: Einzylindär am 10 Januar 2023, 07:45:45Bei ordentlich neu gemachten Führungen gleitet das Einlaßventil geölt leichtgängig ohne fühlbares Spiel, das Auslaßventil hat gaaanz leichtes Spiel, fast nicht mehr fühlbar.
Ja in etwa so hatte ich das auch gemeint, vlt. nicht so gut beschrieben (saugend)
Ich finde das muss man spüren, messen kann ich (!) das nicht. Sollten m.E. nicht oder nur minimst wackeln, aber sofort durch die Schwerkraft aus den Führungen fallen.
Da ist zuviel Oel im Brennraum und das wahrscheinlichste sind eben doch die Führungen/Ventilschäfte. Ich schätze dein wackeln ist eben doch etwas zuviel. Soviel Kohle haben nicht mal meine Zweitakter nach Jahren (dort läge es nicht an den Ventilen)
Ich hab die Führungen mal gewechselt bei R27: verschiedene Masse bestellt und neue Ventile, dann geschaut durch welche Führung das Ventil ohne wackeln aber sanft nur mit Schwerkraft gleitet, so ists bis heute gut.
Ausbau /Einbau geht mit Backofen eigentlich recht einfach.

Werner-#49

#65
Zitat von: rolf.soler am 10 Januar 2023, 19:42:24Sollten m.E. nicht oder nur minimst wackeln, aber sofort durch die Schwerkraft aus den Führungen fallen.
Da ist zuviel Oel im Brennraum und das wahrscheinlichste sind eben doch die Führungen/Ventilschäfte. Ich schätze dein wackeln ist eben doch etwas zuviel.
Ja. Ich sehe da nun auch zuviel Spiel. Beim Einlass noch etwas mehr als beim Auslass.
Ich werde den Kopf morgen wegbringen. Vielleicht kann ich bald schon mehr sagen...

Gruss, Werner
Habe schöne Behörden R27

Eppo

Zitat von: Einzylindär am 10 Januar 2023, 07:45:45Alles andere ist nicht nach Spezifikation! Oft wird die Standardreibahle 7H7 durchgejagt, weil das ja immer so ist. 7K7 ist richtig. Meine neuen Ventile hatten zudem einen sehr geringen Schaftdurchmesser, das Auslaßventil war sogar 0,01mm kleiner als von der BMW Toleranz vorgegeben.

Genau deswegen hab ich mir eine verstellbare Ventilführungsreibahle inkl. Zentrierdorn gegönnt und vor dem Einbau die Ventilschäfte mit der Bügelmessschraube mehrfach vermessen.
Ergebnis: die neuen Ventileschäfte waren auch Untermaß, mit Standartreibahle wäre das zu locker geworden.
Dann die alten Ventile vermessen und auf der Drehmaschine soweit abgeschliffen, dass sie als Grenzlehrdorn herhalten konnten, also minimal kleiner waren als die neuen Ventile.
Als das Grenzlehrdorn dann in die Führung passte, die Reibahle noch ein minimales Stück weiter gestellt und fertig war die Führung.
Bei der verwendeten Ventilführungsreibahle war ein Gewindegang 0,03mm Aufweitung, mittels Markierung an der Verstellschraube und da es 3 Messer hat, konnte ich so ohne Weiteres pro Umdrehung 6-fach abstufen (Messer-Lücke-Messer-Lücke-... etc.). Damit waren Schrittweiten von 0,005mm möglich und die Gefahr zu weit aufzureiben ging gegen 0.
Für die Situation Grenzlehrdorn passte, aber neues Ventil noch nicht, einfach noch 1/6 weiter stellen und schon war man innerhalb der Passung und selbst zwei Stellungen weiter liegen damit noch innerhalb der Passung.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Werner-#49

#67
Kurze Rückmeldung: Es ist gemacht!

Zitat von: rolf.soler am 10 Januar 2023, 19:42:24Sollten m.E. nicht oder nur minimst wackeln, aber sofort durch die Schwerkraft aus den Führungen fallen.
Da ist zuviel Oel im Brennraum und das wahrscheinlichste sind eben doch die Führungen/Ventilschäfte. Ich schätze dein wackeln ist eben doch etwas zuviel.

Hallo Rolf, Hallo Alle,
So ist es bzw. war es. Nun sitzen sie satt in der Führung.
Ich habe das anständig gemacht bekommen: Neue Führungen und Ventiele. Die Kopfdichtfläche ist geplant worden.
 ... neue Ventile weil das Auslassventiel (Dichtfläche und Schaft) nicht aussah wie erst 3000Km. Zur Sicherheit: Neu

Voher: Sah zwar alles gemacht und neu aus aber die Ventielführungen hatten zuviel Spiel.
       Die Kopfdichfläche war nicht ganz plan.

Ist einiges (und weiteres) an Interesantem hier beigetragen worden. Ich danke allen dafür!

Ich freue mich auf die kommende Saison mit top Ventielen im Kopf.

Gruss, Werner
Habe schöne Behörden R27

Borgward

Werner, denk dran, dass du nach dem Planen des Zylinderkopfs - je nachdem wie viel weggenommen wurde - der Zentrierbund vom Zylinder zu hoch sein könnte

Hubi

Werner-#49

#69
Zitat von: Borgward am 09 Februar 2023, 10:17:30...denk dran, dass du nach dem Planen des Zylinderkopfs - je nachdem wie viel weggenommen wurde - der Zentrierbund vom Zylinder zu hoch sein könnte
Ja.
Die entsprechende Innenfläche wurde gleich der Dichtfäche "runtergeplant": Bild

Liegt prima auf ... könnte jetzt vielleicht die Kopfdichtung weglassen ... :)

Gruss, Werner
Habe schöne Behörden R27

strichzwojan

Wegen der Schrumpfungs- und Ausdehnungsprozesse im Betrieb wäre das mit der weggelassenen Kopfdichtung keine gute Idee. Auch hatte BMW (bei der 25/2) empfohlen die Einpassbohrung im Kopf auf zwei Millimeter Tiefe um 15 Grad anzuschrägen, um zu verhindern, dass es da zu Rissen kommt am Zentrierbund des Zylinders. Keine Ahnung, ob das auch für die 27 empfohlen wurde...

Einzylindär

Das Problem ist eher der Ölaustritt...

Graugusszylinder und Alukopf waren beim VW Käfer ohne Kopfdichtung. Da war aber die Auflagefläche größer.

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Stefan

Zitat von: Einzylindär am 17 Februar 2023, 22:07:55Graugusszylinder und Alukopf waren beim VW Käfer ohne Kopfdichtung.
Bei alten Vespa auch, da ist die Auflagefläche kleiner.
Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

Eppo

Bei MZ hatten die alten RT125 bis zur /3 auch keine Kopfdichtung zwischen Grauguss-Zylinder und Alu-Kopf. Sicherlich ist aber auch die Wärmeverteilung beim 2-Takter anders (Krümmer sitzt da ja am Zylinder).
Interessant ist allerdings, dass die BK350 mit ähnlichem Bauzeitraum eine Kopfdichtung aus Verbundmaterial mit Pappe/Kupferring hat.
Sowie die späteren MZs eine Kopfdichtung aus Alu, auch in verschiedenen Dicken zur Einstellung des Quetschmaßes.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

strichzwojan

Und vielleicht spielt in diesem Zusammenhang auch noch eine Rolle, ob das Paket Zylinder/Zylinderkopf mit durchgehenden Zugankern am Motorgehäuse festgemacht ist, oder ob, wie bei unseren Einzylindern, der Zylinder separat mit 4 kurzen Stehbolzen befestigt ist und der Kopf wiederum nur auf dem Zylinder.
Wenn ich von dem Kummer höre, den manche Oldiefahrer mit Kopfdichtungen haben, dann bin ich immer wieder froh, dass das bei den 250er BMWs eigentlich kein Thema ist.

Gruß, Jan

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