Bosch Hupe HO/FCF 6/8

Begonnen von KaiB, 26 Mai 2022, 08:42:16

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KaiB

Moin zusammen,
zum Thema Bosch Hupe gibts ja schon einiges an Hilfen hier.  :thumbsup:
Leider tuts meine auch nicht mehr wie sie soll. Ein leichtes kurzes Trööt kann man ihr entlocken, aber alle einstellerei bringt nix. Mehr klang hat sie leider noch nie von sich gegeben und das was rauskommt entspricht ziemlich genau den Beschreibungen aus dem Forum.
Habe also die Hupe aufgemacht und gemessen. Bekomme zwischen den Anschlussklemmen nicht doe geforderten 0,5 Ohm, sondern eher 1,4 Ohm. Das wäre ja schon knapp dreimal so viel.  :traurig:
Den Unterbrecher habe ich auch gereinigt mit einem Papierstreifen in ausgebautem Zustand. Nach dem wieder zusammenbau bekam ich aber maximal den selben Klang wie vorher hin. Dieses kurze trööt, als wenn der Magnet den Hammer einmal kurz ranzieht aber nicht genug Power hat den Unterbrecher zu öffnen um in den nächsten Zyklus zu kommen.

Nun zur Frage: Hat jemand eine Idee wie dieses, im Vergleich zu den heute erhältlichen Teilen, wirklich ansehnliche Bauteil noch zu retten ist? Will mir  nicht so eine unschöne neue Hupe anbauen. Das widerstrebt mir...

::)

Grüße Kai

KaiB



Anulu

Mach mal auf und schick uns ein paar Bilder.


Gruss
Gruß Manuel



Rock or Bust!

KaiB

Anbei die Bilder ;)

Eppo

Zum Einstellen des "Arbeitspunktes" , also der richtigen Frequenz, hat die Hupe zwei Einstellschrauben: einmal die auf der Rückseite (damit stellst du den Kontaktabstand des Schalters ein) und dann noch an der Membran die Zentralschraube (damit stellst du dir Vorspannung der Membran ein).
Wenn beides sich ideal überschneidet, geht die Hupe in Resonanz, dann hast du das Optimum.
Jedes weitere Verdrehen an einer Schraube verschlechtert dann dein Hup-Erlebnis  ;D .
Ist bissl Einstellerei, aber zuerst die Schraube für den Schaltkontakt, dann die Vorspannung der Membran und immer abwechselnd so weiter bis Du den optimalen Punkt hast.
Zum Einstellen ist auch ein Labornetzteil mit Stromanzeige hilfreich oder Amperemeter.
Denn wenn die Hupe in Resonanz geht, wird auch der Strom in der Spule begrenzt durch das stete Öffnen/Schließen.
Viel Spaß beim Einstellen, hoffe du hast genügend Abstand zu deinen Nachbarn oder gute Schallisolierung  ;D
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Heiko

In Ergänzung zu Eppo:

Einstellen und prüfen besser an einem Netzteil als am Motorrad. Dann kannst Du schlechte Übergangswiderstände und schlechte Masse vorab ausschließen. Ideal ist es die Hupe dann mit dem Federblech in einem Schraubstock einzuspannen.


Heiko
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Hansdampf

Dss Netzteil muß aber in der Lage sein höllisch viel Strom zu liefern. Eine gute Motorrad, Autobatterie, evt noch gleichzeitig mit angeschlossenem Ladegerät tut es dann auch.
PralleL zum Unterbrecher sollte es noch einen Kondensator geben. Bei geöffnetem Kontakt sollte der sich mit einem entsprechenden Multimeter messen lassen. Ich weiß leider keinen Sollwert, möchte aber vermuten ähnlich eines Zündkondensators,  also 2-3 Microfarrad

Eppo

Na höllisch viel Strom braucht's nicht. Ich glaube bei mir waren es damals 2.5-3A als die 6V-Hupe in Resonanz ging.
Ich hab so ein China-Labornetzteil aus der Bucht mit 30V/10A, das reicht mir um auch die Bordelektrik am Moped zu testen. Aber Vorsicht die 10A schafft das Netzteil nur bei 30V, wenn auf 6V gestellt, dann ist schon eher Schluss.
Das Gute am Labornetzteil ist, dass du den Ausgangsstrom begrenzen kannst und somit weniger Gefahr läufst Bauteile abzuschießen und eben auch der Strom angezeigt wird.
Viel Strom zieht die Hupe nur wenn sich der Kontaktschalter nicht Öffnet und dann wird auch die Spule ungesund warm.
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

KaiB

Ich glaube das hilft mir erstmal weiter. An der Zentralschraube der Membran zu verstellen hatte ich noch gar nicht dran gedacht. Da werde ich auch mal einiges testen.
Bedeutet den lange Stift in der Mitte mit dem Schlitz oben und der gekonterten Mutter. Das verstellt ja dann die Höhe der Membran, die ja letztendlich am Gehäuseunterteil angeschraubt wird, ist das richtig?
Ein Laborbetzteil habe ich noch nicht. Wäre aber natürlich nun ein Argument eins zu kaufen 😬

Eppo

Mit der Zentralschraube verstellt du nicht nur die Höhe, eher auch die Vorspannung der Membran und damit deren Frequenz.
Wird jetzt etwas Elektrotheorie zur Funktion der Hupe:
Die Hupe hat den Schaltkontakt zur Unterbrechung des Stromkreises (Spule) und die zentrale Einstellschrauben an der Membran.
Am Schaltkontakt stellst du ein ob und wann das Magnetfeld unterbrochen wird, ist die Vorspannung der Feder am Schaltkontakt zu groß wird der Stromkreis nie unterbrochen, ist die Vorspannung der Feder zu klein erfolgt die Trennung bei zu kleinem Magnetfeld.
Die Zentralschraube der Membran ist unten an einem Blechpaket verschraubt. Dieses Blechpaket schließt bei genügend großem Magnetfeld und passender Vorspannung der Membran den Eisenkreis um die Magnetspule wodurch das Magnetfeld verstärkt wird und damit auch wieder der Schaltkontakt des Spulenstromkreises geöffnet wird.
Also beides jedesmal in Wechselwirkung zueinander einstellen.
Durch das Zu- und Abschalten der Spule schwingt die Membran hin und her und erzeugt dadurch den Klang der Hupe.
Gleichen Spaß kann man auch betreiben, indem man ein Relais über einen seiner Öffnerkontakte in Reihe zur Spule anschließt, ein schönes Rattern ;D  :prost:
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

rolf

dieses Teil das du im letzten Bild in der Hand hälst ist nicht konzentrisch.....es soll denn Kontakt beim anziehenh öffnen....um 180^Grad verdreht öffnet es nicht den Kontakt....erstmal prüfen ob es nicht um 180 Grad verdreht ist

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