Jemand Erfahrung mit Hochtemperatur Wärmepumpen?

Begonnen von Fastnachter, 11 März 2022, 10:38:32

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Axel

Moin Jan,

Schon einmal über eine Hybridlösung nachgedacht,
kleine Wärmepumpe, Warmwasserspeicher mit dem Heizsystem verbunden.
Dann hast du Warmwasser, Übergangsheizung bzw Unterstüzung deines alten Heizsystems.
Der Kehrmeister gibt Dir weiterhin eine Plakette.

1980 hatte ich mit einer Happelwärmepumpe ( so groß wie ein Kleiderschrank) Wärmepumpentarif, Heag, 3,4 PFENNIG, als Hybrid betrieben
die wurde von meiner Tochter 2010 gegen eine neue ausgetauscht.

Das hatte sich sehr gut gerechnet.

( Ja Manuel, das auch ein Hobby von mir )

Gruß
Axel

Axel

Axel


Axel

Oerlov

Genauso lief es bei uns : Wärmepumpe vor 11 Jahren (Neubau) , Solaranlage vor 4 Jahren, E-Auto vor 1.5 Jahren (ein Diesel im Haushalt war gerade gestorben, mit Förderung als FirmenwAgen gut bezahlbar). Zudem ist das E Auto mangels beweglicher Teile derart wartungsarm, dass ein Ersatzakku nach 10 Jahren nicht mehr so erschreckend wäre. Ist beim LFP Akku wahrscheinlich nicht einmal nötig.

Das Ganze kann aber mittelfristig nur funktionieren, wenn die aktuellen Preise durchgestellt werden. Dann wird das Netz automatisch dezentral durch bidirektionales Laden gestützt und man bräuchte vermutlich nicht mal mehr eine PV Anlage, damit sich das E Auto rechnet... Dann auch ohne Cloud.

Gesendet von meinem ELS-NX9 mit Tapatalk


BenW

Zitat von: Fastnachter am 12 März 2022, 10:07:19
Klar ist Sole-Wasser-Wärmepumpe besser. Aber wie gesagt: bei mir unrealistisch. Zumal wir schon "oben" sind in Mainz. Bis zum Grundwasser bohrt man also ein Stück.

Um das Erreichen des Grundwassers geht es nicht, es sei denn, Du willst auch noch nen Brunnen haben... ;) Die notwendige Bohrtiefe ergibt sich aus der Wärmeleistung, die Du haben möchtest. Je mehr Leistung, desto tiefer muss Du bohren. Abhängig ist das auch noch von der Bodenbeschaffenheit. Du musst aber nicht bis zwingend zum Rhein runter... ;)

Grüsse
Andreas

berndr253

#33
Ich hab mal ein wenig im Netz "gewühlt" und ein Auslegungsprogramm für Wärmepumpen gefunden - ist von Bosch.

Mit den Verbrauchsdaten unseres Hauses und den Kosten fürs Öl und Strom von Anfang des Jahres ergäbe sich eine Einsparung von 350 €/a beim Einsatz einer entsprechend dimensionierten Wärmepumpe.
Das sieht so schlecht nicht aus - auch wenn ich eine "Amortisation" wohl eher nicht mehr erleben werde - na und? Ich nehm nix mit in die Kiste

Schönen Abend

Bernd
https://www.bosch-thermotechnology.com/de/de/wohngebaeude/fachkunde/architekten-planer-und-energieberater/tools-und-planungsdaten/planungssoftware/

Leben und Leben lassen

Fastnachter

Bernd, der Link geht nicht. Kannst du nochmal schauen?

Gruß
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

berndr253

Am Donnerstag werd ich mehr erfahren - da kommt ein Berater der auf Grundlage einiger Daten mir wohl ein Angebot machen wird.

Wie das Procedere mit der Förderung/Zuschuss ausschaut muss ich noch recherchieren - läuft wohl über die bafa. Hab noch mal nachgeschaut - der Ölkessel ist schon 20 Jahre alt - erfüllt aber immer noch die gesetzlichen Emissionsvorgaben.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Anulu

Die Bafa hat auch meine ST Anlage gefördert ( gab 2000,-€ Brutto wenn man Heizung und Warmwasser unterstüzt und die Fläche >10m2 ist... Meine Anlage ist 10,1m2 gross )

Aber!
Erst Antrag stellen dann Rechnung erstellen lassen sonst gibts nix!

Gruss
Gruß Manuel



Rock or Bust!

berndr253

Joh - das ist wohl so, dass man den Antrag stellen muss bevor man das Projekt startet.

Bin nun dabei einige Varianten zu vergleichen. Insbesondere die Speichergrößenauslegung ist dabei nicht ganz unwichtig, besonders dann, wenn der Energieversorger Sperrzeiten hat. Dann sollte der Speicher so groß sein, dass man in diesen Zeiten keine kalten Füsse bekommt.

Mal schauen was mir der Fachberater am Donnerstag anbietet ...

Grusz

Bernd

Leben und Leben lassen

Karl

Zitat von: Oerlov am 13 März 2022, 08:46:16
Na ja, ich kann die "Warnung" nur bedingt nachvollziehen :
1. Die Anlage (PV Module, Wechselrichter,...) laufen normal weiter
2. Wenn ich es richtig verstanden habe, wurden die Speicher nach einem fehlerhaften Software Update in Standby gesetzt. Die angebliche Tiefentladung / Schädigung kann ich erstmal nicht erkennen.
3. Ja, Batterie Speicher enthalten eine Menge Energie (Genauso wie bei Gas usw. Auch). Da ist mir eine eine vorsorgliche Abschaltung lieber als ein Brand. Und sollte tatsächlich ein technischer Fehler vorliegen, glaube ich noch immer daran, dass EnBW deswegen seine Zukunftssparte nicht Konkurs gehen läßt.
Aber ich werde berichten...
[...]


@Karsten > Kurze info - der YouTuber hat ein Update / Ergänzung zu dem Video veröffentlicht:


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felixcurly

Spannende Infos hier, vielen Dank euch!  :)
Zwei Fragen von mir:
Wenn ihr von euern Vorlauftemperaturen redet, mein ihr die maximale Vorlauftemperatur zum Einstellen der Heizkurve (bei bspw. -15 Grad)?
Weil hier auhc ein BHKW angesprochen wurde: mein Kenntnisstand von vor 2-3 Jahren war bzw ist, dass die sich eher lohnen wenn das Haus einen großen Wärmebedarf hat, also eher shclecht gedämmt ist - oder gibt es da gegenteilige Erfahrungen/Meinungen?

Viele Grüße
Felix

berndr253

Richtig
Vorlauftemperatur der Heizung bei Normaussentemperatur.
Diese ist naturgemäß regional - und hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert!
Hier in Dortmund stand die mal bei -12 °C - nun (offiziell) bei -9,1 °C - eingependelt hat sich das inzwischen auf -8,3°C.

Richtig ist auch das BHKW nur bei größeren Objekten Sinn machen. Zumal diese auch in der Regel mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Vorteil ist hier, dass die chemische Energie des Brennstoffs zu 100% ausgenutzt werden kann (Abwärmenutzung).

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Fastnachter

Bernd: Was hat Dein Berater dir denn nun erzählt?

Gruß

Jan.

"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

berndr253

Termin auf Dienstag kommende Woche verschoben!

:\'(

Bernd
Leben und Leben lassen

berndr253

Kurzbericht des heutigen Beratungstermins.
Heute ist dann der Heizungsbauer tatsächlich gekommen und hat sich die Situation vor Ort angeschaut. Einiges an Datenmaterial über das Haus und den Energieverbrauch hatte ich ihm schon im Vorab zukommen lassen.
Dem Ölverbrauch von 1.200 Liter/Jahr konnte der Berater allerdings erstmal keinen Glauben schenken. Erst als ich ihm erläutert hab was an dem Haus von 1890 energietechnisch umgesetzt wurde hat er den Jahresenergieverbrauch von 12.000 kWh/a doch akzeptiert. Ich hätte ihm naturgemäß auch die Tankrechnungen der letzten Jahre vorlegen können ...

Mit den Informationen über die Vorlauftemperatur (max 50°C) usw. wird nun eine Anlage spezifiziert und mir angeboten werden. Ein monoenergetischer Betrieb wird wohl möglich sein - hochstwahrscheinlich sogar ein monovalenter Betrieb - heisst es braucht auch bei extremen Anforderungen nicht zugeheizt werden.

50 Grad Vorlauftemperatur sieht der Planer als noch vernünftig an - wenn es deutlich darüber hinaus geht würde er mir keine Wärmepumpe empfehlen.

Ich denke, dass ich in der kommenden Woche das Angebot bekomme - dann gibts weitere Infos.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

IO65

Hallo Häuslebauer,
gibt's schon Neuigkeiten zum Thema Heizungssanierung ?
Vor dem Hintergrund der weltpolitischen  Entwicklung muss man die Frage: "alten Gaskessel raus und neuen Gaskessel rein" oder umbau auf WP ja völlig neu betrachten.....

Gruss Ingo

Hodima

Hallo Bernd,

mit 50 Grad Vorlauftemperatur kommt Du klar? Erstaunlich.
Meine Heizung ist Werksseitig auf 75 Grad eingestellt.
Um Öl zu sparen hatte ich die Vorlauftemperatur auch auf 50 Grad eingestellt.
Das war uns eindeutig nicht warm genug. Jetzt steht sie auf 60 Grad, dass
geht gerade mal so eben. Das Wohnzimmer kommt gerade so auf 20 / 21 Grad.
Wirklich warm ist das nicht.
Gruß Ho-Di
wer will, findet Wege
wer nicht will, findet Gründe

Fastnachter

Hodima,

das ist doch Kaffeesatzleserei!
Du hast ein Gebäude. Von dem Musst du den HeizBEDARF kennen. Der ergibt sich pro Zimmer aus der Fläche und dem energetischen Zustand (Fenster, Dämmung, etc.).
Dann brauchst du die Heizform (Radiatoren? Fußboden? Decke?)
Dann rechnen
Dann Heizungseinstellung.

Stell dir mal vor du hättest Fußbodenheizung und würdest da 60° heißes Wasser durchpumpen!

Ich bleibe auch bei um die 50°, häufig drunter.

Gruß

Jan.

"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Einzylindär

#47
Und dazu kommt noch die Größe der Heizkörper. Heizkörper. Mit niedriger Temperatur geht auch, wenn die Heizkörper entsprechend groß dimensioniert werden. Es gibt hier Auslegungstabellen für Heizkörper, bzw. Datenblätter der Heizkörper mit Angaben wieviel Leistung der Heizkörper bei welcher VL Temperatur und Spreizung abgibt. Heizkörper und WP ist also möglich!

Bei unseren Haus von 1927 aus Bims mit 12cm Styropor und 3fach verglasten Fenstern habe ich 6.5 kW Heizlast bei - 5°C ausgerechnet. Ich habe für jeden Raum die Wärmeverluste Wand und Boden gerechnet, Zuschläge für Absenkung drauf, Bad Faktor3 usw. Dann hatte die Heizlasten für die Räume. Damit habe ich dann Fusdboden und Wandheizung (Holzbalkendecken!) ausgelegt 60W/m2 spezifische Heizleistung. Daraus ergibt sich die nötige Heizfläche für jeden Raum. Daraus ergibt sich sie Rohrlänge die bei 15cm Verkegeabstand gewickelt werden muss. Aus gewünschten 35°C Vorlauftemperatur und 5°C Spreizung ergibt sich der Volumenstrom der umgewälzt werden muss um die Leistung in den Raum zu bringen. Mit dieser Wassermenge geht man dann ins Druckverlustdiagramm für 16x2mm Verbundrohr und prüft den Druckverlust. Wenns passt (<100mbar) weiter, sonst nochmal...
Das funktioniert sehr gut. Im unsanierten DG sind noch Heizkörper, deshalb fahre ich schon bei 0°C mit 35°C. Vorlauf. Der Durchluss in den Wand FBH Heizkreisen musste ich dann reduzieren. Wenn oben auch Wandheizung reinkommt, dann geht die VL Temperatur wieder runter....

Machbar... alles nur Physik!  ;D

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Anulu

#48
Oder man probiert es aus.

Ich hab den Heizungs VL auf 45 Grad ( Aussentemeratur 1 Grad) gestellt.
Das reicht ( knapp! ). Holzhaus aus den 70ern.
Der Supergau! .
Digitales Heizen .

Neue Fenster und ein grosser Teil der Dachflächen neu gedämmt. Aber es zieht zT aus den Steckdosen ( sind jetzt neue Hohlwanddosen mit Dichtmembrane verbaut)
Heizkörper sind großzügig demensioniert.

Komfortabel sind 48-50 Grad. Aber ich bin zu Geizig und durch die Russlandgeschichte auch zu Trotzig ( soll sich der verrückte Ivan sein S___ß Gas in den ......... blasen!) und hab den Gasbrenner ausgeschaltet .
Wir leben im Moment aus dem Wassergeführten Ofen und Solarthermie.
55 Grad erreich ich damit immer locker in der mittleren Schicht vom 800 Liter Speicher.
Wenn ich richtig rocken lasse auch 60-65.

Das brauchts aber nicht.

Gruss
Gruß Manuel



Rock or Bust!

Axel

Gestern wurde die Puffertemperatur von 48  auf  55 Grad durch  LW Wärmepumpe erhöht, von Angelika gab,s  Mecker.



Gruß
Axel




Axel

Einzylindär

Bei vorhandener Installation ist ausprobieren und optimieren ok. Aber blind drauflos Heizung bauen ist blöd, weil nicht mal schnell geändert.

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Anulu

Zitat von: Axel am 01 April 2022, 14:51:45
Gestern wurde die Puffertemperatur von 48  auf  55 Grad durch  LW Wärmepumpe erhöht, von Angelika gab,s  Mecker.



Gruß
Axel

Warum das? War ihr das zu warm? Angelika friert doch auch immer serienmäßig. ;-)
Gruß Manuel



Rock or Bust!

berndr253

Hab mich entschieden - WP von Viessmann kommt ins Haus.
Bei dem Wärmeenergieverbrauch von 12.000 kWh/a, Vorlauftemperatur von 50 °C bei Aussentemperatur von -7 Grad ist das für mich die beste Lösung.
Inklusive Öltank 5.000 Liter mit Restölmenge (verschmutz), Entsorgung Ölkessel inklusive.

Auftrag ist raus - Ebenfalls der Antrag für den Zuschuss von 45 % durch die BAFA - sonst wärs doch arg teuer geworden.

Bin gespannt wann es losgeht. Den Restheizölbedarf muss ich demnächst wohl über 20 Liter-Kanister die ich vor den Brenner setze abdecken. Jetzt noch eine größere Menge Heizöl zu ordern ist wenig zielfördernd. Mal schauen ob und wo ich 40 oder 60 Liter Heizöl bekomme. Alternativ werd ich Diesel verfeuern.
Hoffe demnächst auch nur noch die Warmwasserbereitung damit versorgen zu müssen.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

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