LiMa umpolen bei elektr. Regler?

Begonnen von campingmeile, 25 Dezember 2015, 23:45:47

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campingmeile

Hallo,

im Betreff steht alles. Muß man da was anders machen als bei einem mech. Regler?

Danke
Gruß
Werner
--
BMW R26      : Matching numbers
Produziert     : 25.11.1955
Auslieferung  : 17.02.1956 an BMW Philipps, Backnang
EZ               :April 1956

campingmeile


Gruß
Werner
--
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Produziert     : 25.11.1955
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Andre.Hubein

Umpolen ist nicht nötig,warum auch. Es muss nur der Widerstandsdraht, der aus der Lima kommt,weglassen,wird nicht mehr benötigt,wird isoliert.
Gruß
André

Hansdampf

Umpolen tut man wenn man ein Fahzeug von  Minusmasse auf Plusmasse umstellen will, oder umgekehrt. Das Vorgehen unterscheidet sich derwohl man das mit dem selben mechanischem Regler machen kann. Dieser arbeitet unabhänig der Polarität. Beim elektronischen Regler braucht man einen der die entsprechende Polartät hat.
Diese Probelmatik tritt nur bei englischen Fahrzeugen und noch ein paar anderne auf. Fast alle sonst haben Minusmasse, und es gibt keinen Grund das zu ändern.
(Es gibt keinen Kurzschluss wenn ein Fahzeug mit +Masse mit einem Minusmassigem kollidiert)

rolf

Ich glaube CM meint was man macht wqenn sich die Lima umgepolt hat.
Dasselbe wie beim "normalen" Regler: kurz B+ und D+ verbinden

campingmeile

Zitat von: rolf am 26 Dezember 2015, 12:01:51
Ich glaube CM meint was man macht wqenn sich die Lima umgepolt hat.
Dasselbe wie beim "normalen" Regler: kurz B+ und D+ verbinden
Hallo Rolf,

genau das suchte ich. Ich habe letzte Tage meinen Anker zurück gekriegt, nachdem ich den abgefackelt hatte.

Da ich im Rahmen der gesamten Aktion wahrscheinlich versehentlich auch noch die Batterie verpolt angeschlossen hstte (andere Kontaktbelegung) , wollte ich auf Nummer sicher.

Danke
Gruß
Werner
--
BMW R26      : Matching numbers
Produziert     : 25.11.1955
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FietePF

Gleichstrom-Lichtmaschinen sollten vor Inbetriebnahme einmalig polarisiert werden.
D.h. nach Zusammenbau muß die Feldwicklung einmal (wie von Rolf beschrieben) magnetisiert werden.

VG
Alfred

OldsCool!

#6
Hallo Alfred,

Du hast natürlich recht :)

Der Rest von mir ist Müll wegen Denkfehler. Ich lass es mal durchgestrichen stehen, damit andere an meiner Dummheit lernen können und die Diskussionsgrundlage klar bleibt  ::)

Nicht die Feld-(Stator)Wicklung muss vormagnetisiert werden, sonnn er anfängt sich durch Motorkraft zu drehen. Sobald dann der Strom (durch die induzierte Spandern die Anker-(Rotor)Wicklung. Das ist nötig weil der Anker sonst keine Spannung induziert bekommt, wenung) im Anker fließt, erzeugt dieser sich selber sein Magnetfeld und die Lima läuft. Von dem Magnetfeld bleibt dann nach abschalten noch ein Restmagnetismus über. Das reicht dann wieder zum "starten" beim nächsten mal...
Wurde der Anker verpolt oder ist neu, muss er deswegen einmal kurz richtig herum an die Batterie angeschlossen werden. Dadurch fließt Strom durch, es baut sich ein Magnetfeld auf, von dem dann genug übrig bleibt zum nächsten Start :)



Gruß Steffen

(editiert wegen gefährlichem Halbwissen  :-X)
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen. Ich wurde nicht erzogen, ich habe ÜBERLEBT!

Hape25/3

Und ich dachte immer die 4 zu magnetisierenden Polschuhe sitzen im Feld?
Gruß
H.P.

Hansdampf

Das Eisen der polschuhe muss einen restmagnetismus behalten, bzw. haben und das in der richtigen Richtung. Das heißt ein polschuhe muss Nord der andere Süd haben. Im Stillstand ist dieser sehr schwach, im Betrieb stark.  Der Anker dreht sich in diesem Magnetfeld, im Anker fließt Wechselstrom, der Kollektor richtet ihn zu Gleichstrom.

OldsCool!

#9
Hallo H.P.,

auch Du hast recht... und ich hab mir Mist erdichtet...

50% richtig :) die Polschuhe sind die Feldwicklungen, und die müssen auch magnetisiert werden. Das passiert aber, sobald die Zündung eingeschaltet wird. Der Regler schaltet Df auf Masse durch und es liegt Batteriespannung an der Feldwicklung (den Polschuhen) an. Es fließt Strom -> tadaaaa: Magnetfeld.
Vormagnetisiert werden muss aber der Anker, weil's ein Henne-Ei-Spielchen wird. Ohne Magnetismus im Anker keine Induktion von Spannung (aufgrund des Statorfeldes/Feldwicklung) durch Drehung. Und erst wenn durch Drehung Spannung induziert wird, fließt Strom und die Ankerwicklung erzeugt selbst ein Magnetfeld, aufgrund dessen dann umso mehr Spannung induziert wird, je schneller sich der Anker dreht.

Hansdampf: nicht die Polschuhe.... die Ankerwicklung Der Rest stimmt dann ungefähr


Gruß Steffen

(editiert wegen zerebralem Durchfall)
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen. Ich wurde nicht erzogen, ich habe ÜBERLEBT!

mekgyver

@ Steffen : mit Verlaub, Du verbreitest quer angelesenes Halbwissen und ziehst falsche Schlüsse daraus !
"Henne-Ei-Spielchen" ist Quatsch, das ist hier alles eindeutig.

Kleiner Ausflug in die Grundlagen :
Das Induktionsprinzip ist die Wirkung einer sich drehenden Leiterschleife im Magnetfeld.
Also Magnetfeld ist vorhanden, Leiterschleife dreht sich darin.
Da steht nicht ein drehendes Magnetfeld !

So, wenn man nun B+ auf D+ legt, prägt man eine Stromrichtung vor, die die Richtung des Magnetfeldes festlegt.
Weiter ist es so, dass dieses Magnetfeld den kompletten Eisenweg magnetisiert, darin wird der Restmagnetismus,
nach abschalten (B+ auf D+) gespeichert.
Der Rotor hat nur wenig Eisen, die Polschuhe mit dem zugehörigen Eisenring auf dem sie angeschraubt sind,
speichern somit den größten Anteil des Restmagnetismus.

Noch ein Beobachtung von meinem leichtgängigen Prüfstand :
Wenn die komplette Lima montiert ist und ich kurz polarisiere kann man folgendes beobachten :
Die Lima wird zum Motor, das Polarisieren bewirkt eine Rechtsdrehung,
also die selbe Richtung die später der Generator haben soll.

Gruß mek  :kaffee:
... 73er-Gang

Andre.Hubein

Auweia! Wird das wieder eine Schlacht unter den Spezialisten?
Bitte nicht!
Gruß
André

rolf

#12
Steffen....ich muß auch allen anderen Recht geben...der Anker ist die Spule/Leiterschleife im Magnetfeld.

OldsCool!

Jaja mea culpa  ;D Mein Fachwissen is nicht halb, sondern einfach nur etwas alt und eingerostet, aber keinesfalls quer angelesen sondern beim Erfinder der sensorlosen Drehstrommaschinenregelung persönlich anstudiert  :P.... Der mek und "alle anderen" haben trotzdem recht.
Da hab ich was aus der Motorenkunde mit reingewürfelt (wars die Asynchronmaschine!?). Es stimmt natürlich... bei stehendem Feld reichts wenn sich ein (zunächst unmagnetisierter) Anker (=vielfache Leiterschleife) einfach nur dreht.
Aber trotzdem sollte ich richtig liegen, dass der Sinn der Vormagnetisierung der ist, dem Anker was mitzugeben, nicht der Feldwicklung. Die wird ohnehin jedesmal durchstromert und magnetisiert.
Also dient die Polarisierung des Ankers einzig dem Zweck, dass der Strom im Anker dann bei der vorgegebenen Kurbelwellendrehrichtung auch richtig rum fließt? Das Halbwissen über die Grundlagen ist leider noch älter als das über die Antriebstechnik selbst :traurig:
Ich hätt jetzt gesagt das ergibt sich automatisch aus der Feldrichtung und der Drehrichtung (Lenz'sche Regel mit den drei Fingern!?). Aber bei mir ist das nur graue Theorie :) Und dann kommt ja noch der Kommutator dazu... der dreht auch wieder alles durcheinander  :lol:
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen. Ich wurde nicht erzogen, ich habe ÜBERLEBT!

Rütz

Zitat von: OldsCool! am 27 Dezember 2015, 13:49:26
Die wird ohnehin jedesmal durchstromert und magnetisiert.
Nee, umgekehrt. Es geht nur um die Feldwicklung.
Daß der Anker beim polarisieren mit "durchstromert" wird, ist sogar lästig und kontraproduktiv (ohne, bzw. mit ausgehängter Kohle geht es eindeutig besser).

Beim Einschalten der Zündung fließt zwar durch die Ladelampe ein Strömchen in richtiger Richtung, aber 99% davon fließen durch den Anker (weil der parallel hängt und einen viel geringeren Widerstand hat.) und fast nix durchs Feld
Dieses "fast nix" reicht nicht, um einen Restmagnetismus aufzubauen oder gar umzupolen.

Alles, was man dem Anker beim umpolen ungewollt an Magnetismus mitgibt, wird bei der ersten 10° Drehung auch schon wieder gelöscht. Denn in ihm kehrt sich die Stromrichtung dauernd um (s. Hansdampf: Wechselstrom).

@Steffen
Ich denke, du hast zu sehr die Drehstromlima im Kopf.
Bei der ist in dieser Beziehung einiges anders:
1. Rotor und Stator sind vertauscht. Der "Anker" (=Rotor) ist hier das Feld. Hier muß, wenn, also der Rotor polarisiert werden.
2. Der Ladelampenstrom (beim Zündungeinschalten) fließt hier ausschließlich durchs Feld. Dadurch reicht hier dieser Strom in der Regel aus, den Feldmagnetismus zu erhalten und sogar umzupolen (wenn falschrum).
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

OldsCool!

Hallo Rütz,

Vielleicht hätt ich einfach mal etwas länger drüber nachdenken sollen... den Kommutator hab ich ja schon erwähnt. Der dreht natürlich das Rotorfeld immer um, also macht auch eine Polarisierung des Ankers keinen Sinn  :kopfhau: Danke!
Jetzt hab ich auch meinen Hauptdenkfehler gefunden, auf dem basierend ich meine grob falschen Schlüsse gezogen habe... Klemme 61 ist ja garnicht die Zündung, sondern das "Lämpchen" bzw. +-Kohle. Damit ergibt sich der Rest so logisch wie von Euch verzweifelt erklärt  ::)
Die Feldwicklung bekommt erst dann richtig Strom, wenn der Anker genug liefert, und nicht bereits bei Stillstand druch die Batterie. Weil der Anker aber nur Strom liefert, wenn etwas "Feld" da ist, brauchts ein klein bisschen Restmagnetismus, bzw. wenn die Feldspulen verpolt waren, killt der falschrumme Restmagnetismus das bisschen Strom, was über das Ladekontrolllämpchen gern fließen wollen würde auch noch.
Deswegen müssen die Feldspulen einmal kurz (per B+ an D+) richtig rum polarisiert werden.

Hab ichs jetzt richtig erklärt und mein bisschen Rest-Ehre gerettet?  ??? :-\\

Gruß Steffen
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen. Ich wurde nicht erzogen, ich habe ÜBERLEBT!

Hape25/3

Sind jetzt die Feldspulen magnetisch oder die Polschuhe?
Gruß

OldsCool!

Wenn Strom durchfließt beides bzw. die Feldspulen (Wicklungen um die Polschuhe) erzeugen das Magnetfeld... im Ruhezustand speichert das Eisen (die Polschuhe) den Restmagnetismus, siehe mek
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen. Ich wurde nicht erzogen, ich habe ÜBERLEBT!

Rütz

#18
Zitat von: OldsCool! am 28 Dezember 2015, 10:15:07
Hab ichs jetzt richtig erklärt und meine bisschen Rest-Ehre gerettet?  ??? :-\\
Yep!  :prost:
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

FietePF


Hansdampf

Theortisch baut sich auch ohne Eisen ein Magnetfeld auf, aber viel schwächer. Das Eisen (Polschuhe, Joch, Anker) wird benötigt um die magnetischen Feldlinien zu leiten. Eisen leitet viel, viel besser als Luft (oder Alu oder Kunststoff). Daher ist der Luftspalt zwischen Anker und Polschuhen so klein.

campingmeile

Soooo ausführlich brauchte ich es eigentlich nicht. ::)
Die LiMa funzte auf Anhieb mit dem elektr.Regler. Alles supi.#

Danke für diie erste Lektion "Elektrokunde für Einzylinder" .
Gruß
Werner
--
BMW R26      : Matching numbers
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