R - 26 Übergang aus dem Leerlauf

Begonnen von BMWummer, 03 Mai 2015, 21:16:35

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BMWummer

Meine R26 hat einen überholten Original-Bing-Vergaser. Die ersten Fahrten offenbarten eine Unart, welche ich bislang nicht abstellen konnte: Öffnet man nach dem Schiebebetrieb das Gas ein wenig, fettet das Gemisch auf dem ersten - sehr kurzen - Weg so weit an, dass sich der Motor verschluckt, also eher ein paar Takte bremst und dann erst die Leistung kommt. Im Fahrbetrieb schon störend, man gibt Gas und die Reaktion kommt verzögert, gefühlt sogar ganz kurz ein Bremsmoment. Gibt man im Stand Gas, so kommt die Drehzahlanhebung schon, ganz leichter Verschlucker begleitet von schwarzem Auspuffrauch. Hätte sie eine, würde ich auf eine zu große Einspritzmenge der Beschleunigerpumpe schließen. Sie hat aber keine solche.... ???

Der Vergaser wurde sehr ordentlich restauriert (Betrieb hier im Forum empfohlen), Schieber usw. läuft sahnig und satt im Gehäuse. Mit der Grundeinstellung lief sie auch auf den zweiten Tritt ("neuer" Vergaser und 7 Monate Pause!). Der Leerlauf musste nur minimal justiert werden, jedoch dauert es manchmal ziemlich lange, bis die endgültige LL-Drehzahl erreicht wird, die Maschine läuft dann, etwa an der Ampel, für geraume Zeit mit störend erhöhter LL-Drehzahl. Der Zug hat Spiel, ggf. werde ich das noch etwas vergrößern, scheint mir aber nicht die Ursache zu sein.

Gegenüber dem Ursprungszustand des Vergasers in allen anderen Bereichen entweder keine fühlbare Änderung oder eine Verbesserung, hängt z.B: "besser am Gas" im oberen Bereich.

In welche Richtung sollte ich meine Bemühungen richten, die Suchfunktion half mir trotz der zahlreichen Vergaser-Themen nicht weiter?

BMWummer

BMWummer


FietePF

Hallo,

stimmt das Leerlaufgemisch? Vermute das ist viel zu fett!

VG
Alfred

Schorsch

Guten Abend BMWummer,

welcher Vergaser ?  welche Hauptdüse ?  Welche Stellung der Schiebernadel ?

Steht alles im WHB. je nach Vergaser aufgeführt, mach mal die Grundeinstellung, die dort steht, danach in kleinen Schritten verbessern.

Schorsch


Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

professor buxus

#3
Hallo, bei mir hat der Einbau einer Leerlaufdüse, eine Größe kleiner, den gewünschten Erfolg gebracht.
Obwohl, wenn ich Deinen Text so lese, würde ich mich zuerst um den Schwimmerstand und Schwimmernadelventil kümmern.

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

mekgyver

Ja, wenns hinter schwarz rauskommt, ists zu fett.
Ich meine auch Schwimmerstand und Leelaufgemisch kontollieren.
Gruß mek
... 73er-Gang

rolf

Gerade beschrieben:
Da kann man viel machen:
Warm fahren (sowieso....vorher nicht mal an den Vergaser denken)
tuckern lassen.....ganz (!) zart Gas geben....so das gerade eben Leerlaufdrehzahl verlassen wird
beim Gas geben darf die Drehzahl nicht abfallen bzw der Motor ausgehen....er muss (soll) ein bißchen schneller drehen...ohne Loch

Tut er das nicht....Gemischschraube 1/4 Drehung rein...wird es dadurch schlimmer....1/4 Drehung raus (also gesamt 1/2!).....dann in immer kleineren Schritten (1/8....1/16...etc.) weitergehen....bis beim zartesten gasgeben der Motor reagiert (durch schneller werden).....DAS ist die Leerlaufgemischeinstellung!

BMWummer

Danke, schon klar. Die Einstellung werde ich mir zuerst und Schritt für Schritt vornehmen, der Vergaser ist quasi "neu" und in der Grundeinstellung. Die Einstellung habe ich seit 1971 schon öfter mal gemacht, aber so ein Verhalten - starkes Anfetten beim Aufziehen - kam mir bislang nicht vor. Üblich ist auch eher ein Abmagern, wenn der Schieber öffnet. Etwas stutzig macht auch der verspätet Abfall auf die endgültig und niedrige Leerlaufdrehzahl. Ich gehe aber erst mal den Übergang an und versuche über die Leerlaufluftschraube Besserung zu erreichen.

Wummer

cledrera

Hallo Wummer,
mach das mal erst so, wie von Rolf empfohlen.
Falls sich das dann immer noch nicht bessert, sehe ich noch Ansätze.
Du hattest folgendes geschrieben:

ZitatDer Leerlauf musste nur minimal justiert werden, jedoch dauert es manchmal ziemlich lange, bis die endgültige LL-Drehzahl erreicht wird, die Maschine läuft dann, etwa an der Ampel, für geraume Zeit mit störend erhöhter LL-Drehzahl. Der Zug hat Spiel, ggf. werde ich das noch etwas vergrößern, scheint mir aber nicht die Ursache zu sein.

a) Stimmt das Spiel des Gaszugs am Vergaserdeckel? (Handbuch R27, S. 66: 0,5 mm)
b) "Schnappt" der Vergaserschieber nach unten oder gleitet er nur? (Neue Feder nach Länge und Kraft prüfen)
c)  Ist der Mischkammereinsatz unten und fest? (Unwahrscheinlich, aber der Teufel ist ein Eichhörnchen)

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

27-steib

dein Zug hat ja Spiel wie du beschrieben hast, schau mal

d. ob der Schieber eine Kante unten auf der Motorseite hat. Wenn ja kann das der Grund sein, das der Schieber nicht ganz zu geht, da sich die Kante des Schiebers in der Öffnung des Vergasergehäuses verhakt, vorsichtig abrunden und probieren obs hilft

Gruesse Jan

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