Bremsbacken eingelaufen

Begonnen von Feuerlöscher, 15 April 2013, 13:37:55

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Feuerlöscher

Hallo,

habe ein Problem mit den Bremsbacken meiner R25/3;

Im Bereich wo der Bremsschlüssel anliegt, sind die Backen stark eingelaufen.  Was kann man hier machen???  Gibt es neue (bezahlbare) Backen??? 
Hat es schon mal einer mit aufschweissen probiert??  Müsste man dann wahrscheinlich aber Fräsen, damit es gerade wird.

Danke für Eure Tipps.

Gruß
Feuerlöscher

Feuerlöscher


berndr253

#1
Einen oder zwei Sätze Bremsbacken kann ich wohl abgeben, muss mal schauen, ob ich noch welche habe die belegt sind.

Stelle heute abend ein paar Bilder ein - oder schick mir Deine email-Adresse, dann kann ich Dir Bilder direkt zusenden. Kosten je nach Zustand (mit oder ohne neuen Belag).
Aufschweissen kann man an den Backen nichts - zumindest würde ich an den Alubacken keinesfalls mit einem Schweissgerät rangehen. Normalerweise sind die Bereiche, in den der Bremsschlüssel angreift mit Stahlblech "gepanzert".

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

rolf

Normalerweise sind die Bereich, in den der Bremsschlüssel angreift mit Stahlblech "gepanzert".


Aber nicht bei BMW!

cledrera

Moment, die Bremsbelagtraeger sind aus Alu?
Reines Alu?
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

rolf

Was willst du jetzt wissen? Genaue Materialzusammensetzung?

BamBam

Das kann ein geübter Aluschweißer mit Sicherheit wieder aufschweißen ohne das sich die Backen verziehen.
Die genaue Materialzusammensetzung wird wohl auch nicht immer die gleiche sein - Originalteil? Zulieferer? Nachbau?
Sollte dem Schweißer jedoch relativ Wurscht sein.

Da es die Teile aber noch zu kaufen gibt sehe ich keinen großen Sinn darin.
Ist ja schließlich ein sicherheitsrelevantes Bauteil.

berndr253

#6
Stimmt Rolf, die Bremsbacken der BMWs haben keine Blechpanzerung.

Ich habe noch zwei Sätze Bremsbacken, die Beläge müssen erneutert werden, der technische Zustand ist gut.

Anbei zwei Bilder - neue Brembacken habe ich weder bei Rabenbauer noch bei Ulis oder Stemler gesehen, die geben auch nur gebrauchte ab. Ich biete Dir einen Satz für 20 Euro plus Porto an. Wenn Du einen Satz haben möchtest schick mir eine pm

Bernd

Leben und Leben lassen

professor buxus

Ich habe mich da auch schon drüber gewundert,
dass da "nur" Aluminium ist.
Ist es nicht möglich dort was Material abzunehmen und dann
ein Stahlplättchen aufzukleben.
Klar, es ist sicherheitsrelevant, aber vielleicht gibt es ja
mittlerweile Kleber, die diesen Ansprüchen genügen?

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

rolf

"Vielleicht" und "sicherheitsrelevant" ist das Problem....ich würde da nichts kleben....wenn die Furchen nicht zu tief sind (Bilder wären doch schön ;D) einfach glattfeilen.....wenn man zuviel abnehmen muss:
1. bessere gebrauchte kaufen (dürften 2,3 Millionen noch irgendwo angeboten werden)
2. Glattfeilen, Übermaßbeläge aufkleben lassen (!!).....auf Maß abdrehen (lassen)

berndr253

Auch mal nach der Oberflächenqualität des Bremsschlüssels schauen, sollte die Rostnarben haben oder eine rauhe Oberfläche haben werden auch "neue gute" Bremsbacken wieder geschädigt werden.

Leben und Leben lassen

BamBam

20 Öcken plus Versand - was will Mann mehr?
Viel weniger wirds beim Aluschweißer oder bei ebay auch nicht kosten!  :oberlehrer:
Überleg, denk, überleg, denk, überleg :Frage:

cledrera

cledrera:
ZitatMoment, die Bremsbelagtraeger sind aus Alu? Reines Alu?
Rolf:
ZitatWas willst du jetzt wissen? Genaue Materialzusammensetzung?

Beim Lesen der Beiträge des Freds ging mir eine kurze Erläuterung/Geschichte zu dem Material der Bremsbelagträger durch den Kopf,
welche ich nicht mehr genau auf die Reihe bekam, daher die obige Eingangsfrage. Die Geschichte war aber so interessant, dass ich nachgehakt habe
und sie nicht vorenthalten möchte:

"Der Bremsbelagträger, den ich weiland in der Hand hatte, war ein Druckgussteil mit einem auffallend geringem Gewicht. Nachdem ein Paar Feilenstriche die Feile zugesetzt hatte, habe ich ein kleines Häufchen Späne erzeugt und angezündet. Es brannte hellweiß und ab und zu gab es die typischen Feuerwerksfunken. Diese Funken sind der Indikator für Magnesium!
Magnesium, meist mit einer Zulegierung von Aluminium und Zink (Google Stichwort "AZ91") ist seit WWII ein gängiger Gießwerkstoff als Ersatz für das teurere Aluminium. Sehr häufiges Anwendungsgebiet waren Getriebegehäuse für die ersten VW.
Die physikalischen Eigenschaften der AZ91 prädestinieren Mg-Legierungen für den Bremsenbau. Die hexagonale Kristallanordnung ist vorteilhaft für die spez. Wärmekapazität über 1000 J/(kg · K) und für die Warmfestigkeit. Mg kann also viel Wärme aufnehmen und bleibt dennoch relativ fest."
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

BenW

Clemens, Zitate ohne Quellenangabe führen u.U. zum Entzug von akademischen Graden.

Grüsse
BenW

† Knut

Ich hab's dem Clemens gestern per PM geflüstert  :-X

Knut

BenW


rolf

Toll, dann haben wenigstens alle etwas davon.

cledrera

Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

berndr253

Rolf,

Übermaßbeläge sind eine feine Sache - woher beziehst Du die - und - wo lässt Du die aufkleben? Ich schätze mal, dass diese Info für einige von uns von Interesse ist.

Bernd
Leben und Leben lassen

rolf

Einfach mal die ortsansässigen LKW Kupplungsreparatur Firmen fragen....die machen es in 90% der Fälle

Stefan

Bernd, ich kenne die beiden:

http://www.rebi-gmbh.de/bremstechnik.html
http://www.itb-brandt.de/bremsen/bremsbelaege.htm

Brandt ist teurer als Rebi (vor ein paar Jahren), hat aber die größere Auswahl an Belagsorten.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

professor buxus

Dann  ist "Brand" sicher die bessere Adresse!
Bei Rebi hatte ich vor ein paar Wochen mal angefragt.
Dort sagte man mir, sie würden grundsätzlich eine Standart-
Belags-Sorte verwenden. Und zwar exat die, welche sie auch
für Stemmler draufkelben würden.

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

4Taktix

Ich hätte keine Bedenken, die Anlaufflächen für den Bremsnocken selber mit Stahlblech zu "panzern", bzw. aufzufüttern.
2 bis 3 mm dick, Vorraussetzung ist jedoch, dass das "Blech" sehr genau angefertigt wird.
Es muss quasi um den Amboss an der Backe "herumfassen", und das unter Spannung,
und dann von der Seite her draufgetrieben werden. Zusätzlich mit Körnerschlägen gegen seitliches Verrutschen sichern.
Auf "Kleben" würde ich mich hier nicht verlassen, obwohl es ja heutzutage die tollsten Kleber gibt,
aber rein vom Bauchgefühl her: NEIN ! Lieber eine mechanische, formschlüssige Lösung.
Ggf. muss der Amboss vorher plan gefeilt werden, nämlich wenn der bereits eine eingearbeitete Furche vom Bremsnocken hat.
Eine auf Hochglanz polierte Bremsnockenkante ist auch erstrebenswert, wenn die Chose schon vor einem auf der Werkbank liegt,
ebenso sollte das Stahlblech möglichst glatt sein.
Macht die Bremse feiner dosierbar, erhöht die Rückstellsicherheit.
Habe ich an den dramatisch unterdimensionierten Maico-Halbnabenbremsen meiner HEOS-GS so gemacht, hat tadellos funktioniert.
Gruß,
Sascha

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