Tipp: Abgebrochene Kontaktfedern, was tun?

Begonnen von sigi_rs, 02 Juni 2006, 08:41:30

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sigi_rs

Hallo zusammen,

bei der Überholung meines Eber-Rücklichts hatte ich das Problem, daß die Kontaktfedern für die Sofitten-Glühbirnen teilweise abgebrochen waren. Die Lampen konnten also nicht mehr eingeklemmt werden, das Innenleben war eigentlich unbrauchbar. :kopfhau:

Vielleicht steht jemand vor dem gleichen Problem und kann von meinen Versuchen profitieren.

Die Kontaktfedern sind aus hartem, federndem Messingblech hergestellt und nun stellte sich die Frage, wie man sowas mit Hobbyschraubermitteln wieder hinbekommt?

In meiner Materialkiste habe ich weiches Messingblech, ca. 0,5 mm stark gefunden. Dieses kann man mit einer Blechschere oder auch mit einer stabilen Haushaltsschere (lasst Euch nicht von der Mamma erwischen ;D) leicht passend zuschneiden. Die Löcher (3 mm) habe ich mit einem passenden Dorn auf einer Stahlunterlage mit einer Bohrung, die etwas größer als der Dorn ist, mit einem kräftigen Hammerschlag eingestanzt. Der Vorteil ist, daß man die winzigen Federn nicht beim Bohren festhalten muß, denn der Bohrer hakt garantiert im Blech ein und reißt das Zünglein rum.
Das gibt Löcher im Daumen, also Vorsicht, wenn man trotzdem bohren möchte! :oberlehrer:

Jetzt kommt der Trick: Wenn man die Feder in diesem Zustand nun biegt, federt gar nichts, denn beim Einklemmen der Sofitte würde das Blech lediglich weiter verbogen.

Abhilfe: Das Blech wird vor dem Biegen durch leichte Hammerschläge auf einer Stahlunterlage kaltverfestigt. Durch das Hämmern wird das Blech härter und federt wesentlich stärker. Wenn die Oberfläche komplett gehämmert ist, kann nun die Biegung reingemacht werden. Dies geht bedeutend schwerer als bei einem ungehämmerten Blech.

Klemmt man nun die Sofitten ein, ist eine kräftige Federwirkung erreicht und man verliert nicht ständig die Glühbirnen.

Vielleicht ist dieser Tipp hilfreich, wenn Ihr Fragen habt, immer her damit.

Viele Grüße, Jörg D(ünnbrettbohrer und Blechbieger)

sigi_rs



Heiko

#1
Hey,

coole Sache das! :respekt:

Heiko

PS: Was sehe ich denn da? Da hat mir doch jemand einen Karma-Punkt geklaut!... Unfassbar  ;D
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

mekgyver

Hi Siggi,

Messingblech kaltverfestigen und 'ne Lampenfeder daraus machen, ... ich bin begeistert  :dance:
... hätte Mac Gyver auch nicht besser machen können.  :respekt:
Sieht auch alles ganz gut aus, hoffentlich sind es aber PVC Leitungen und nicht eine Bügeleisenzuleitung mit einer gummiartigen Isolation, die kann recht schnell an den Bleckanten durchscheuern.

Als ich meine R25/3 übernommen hatte, war die Lampe mit solchen Leitungen verkabelt ....
mit der Zeit hatte ich Freileitungen um den Tacho herum, weil diese weiche Isolation nicht vibrationsfest war.

Gruss mek B (ritzel)
... 73er-Gang

Dennis

Tach Jörg!

:respekt:

Sieht sehr gut aus! Leider kann ich es nicht nachbauen.  :(
(Mein Eber ist in top Kondition  ;) )

Gruß
Dennis
Chrome won't bring you home!

sigi_rs

Hallo,

danke für die Blumen! :blumen:

Solche Ideen entstehen immer dann, wenn man resigniert vor einer neuen (hier Ebay-)Erungenschaft sitzt, die dann doch nicht hält, was sie verspricht. Als ich das Rücklicht zum ersten mal aufgeschraubt habe, habe ich direkt im Schrottcontainer in meiner Werkstatt nachgeguckt, ob da wohl noch Platz wäre.
Aber dann packte mich der Ehrgeiz... Ich habe mal meiner besseren Hälfte aus Kupfer einen Zimmerbrunnen gedengelt und da natürlich die gleiche Kaltverfestigung gehabt. Da war sie natürlich höchst unpraktisch, beim Ms-Blechstreifen jedoch sehr erwünscht.

Das Kabel ist übrigens der Original-Nachbau-Kabelbaum für das Rücklicht der hiesigen Firma Stemler. Als ich die Strippe gesehen habe, habe ich etwas ähnliches (Stehlampenstrippe)  ??? gedacht.

Ist aber Ölflexleitung und feindrahtige Litze, also durchaus verwendbar. Die Kabelfarben stören mich schon etwas, ich hatte aber nichts passendes für den Kabeltunnel auf Lager und habe das zähneknirschend doch eingebaut, weil ich sehen wollte, ob die Funzel auch brennt.

Viele Grüße, Jörg

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