günstiges Motoröl

Begonnen von timbuchholz, 31 August 2010, 13:05:35

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Mopedwoife

Hab ich grad beim Studium der Frühstückslektüre gefunden:

Ist besagter Hondamotor, dessen einziger Ölfilter ein Ölschleuderfilter ist.

Mopedwoife


berndr253

Rolf,

der Abstand zwischen Loch und Kragen beträgt  6 mm - nicht 10 mm, die Schlitzbreite 2,5 mm. Damit reduziert sich das schmutzaufnehmende Potenzial schon einmal erheblich. Duch die Zentrifugation des Öls des Abasetzen der Partikel im Randbereich ist allerdings eine Reinigung keinesfalls sichergestellt. Spätestens beim Stillstand des Motors sammeln sich die noch nicht in einer festen Packung eingebundenen Partikel am Boden - Bodensatz. WENN nun die Bohrung genau im UT steht läuft die ganze dreckige Suppe ins Pleuellager.
Nach wie vor bin ich der Ansicht, dass ein Ölschleuderblech mit Abscheidefunktion anders aussehen müsste.

UND

JA, ich bin der festen Überzeugung, dass BMW Motoren ohne Ölfilter gebaut hat! Die kurzen Ölwechselintervalle von 1.500 Kilometer sind ein eindeutiger Hinweis darauf, denn die mögliches Gebrauchsdauer auch eines Öls aus den 50er Jahren war durchaus höher. Deshalb häufige Ölwechsel um den Dreck aus dem Motor heraus zu bekommen - teilweise auch die Maßgabe die Ölwanne zu demontieren und den Schlamm heraus zu nehmen.

Ich habe mir gerade noch einmal ein altes Schleuderblech aus einem meiner Motoren angeschaut der sicher 20 bis 30.000 Kilometer gelaufen war. Da ist nichts, aber auch gar nichts an Bodensatz zu sehen, der sich abgelagert hat. Die Ölwechselintervalle habe ich recht genau eingehalten - verwendetes Motoröl mineralisches 15W40 aus dem Baumarkt.

MÖGLICHERWEISE ist das Ölschleuderblech als Feinfilter nur für das Pleuellager zu verstehen - das halte ich noch für diskutabel aber nicht unbedingt diskussionswürdig.

Grusz

Bernd


Leben und Leben lassen

berndr253

@Mopedwoife

Scheinbar kommt man an dieses Schleuderblech, dass wohl ein Ölfilter ist, erheblich einfacher als an das der BMWs. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen - übertragen auf die BMW mit einem "Soliditätszuschlag" von 100% würde das bedeuten: Motor und Getriebe alle 10.000 Kilometer raus, Komplettdemontage des Motors, Schleuderblech freikratzen und wieder montieren!

Und alles in einer Fachwerkstatt Deines Vertrauens??  :schimpf: :spinnt: (nicht alle BMW-Fahrer hatten/haben Fähigkeit und Möglichkeiten diese Arbeit selber auszuführen).

Bernd
Leben und Leben lassen

rolf.soler

Nicht alle 10'000, aber mein alter BMW-Mechaniker sagte mir, in den BMW Rundschreiben sei ein Reinigen des Schleuderbleches alle 20'000 - 30'000 km empfohlen worden. Tatsächlich hätten sie oft länger gewartet, aber nicht seeehr viel. Bei 40'000 - 50'000 seien die Bleche dann oft (fast) bis zur Bohrung vollgewesen - aber sehr unterschiedlich (die mit dem Baumarktöl vielleicht nicht  ;D)

berndr253

Grundsätzlich spricht das eigentlich dafür, dass das Schleuderblech eben NICHT zur Filterung vorgesehen war. Wäre das der Fall gewesen wären definierte Reinigungsintervalle bereits sehr frühzeitig formuliert worden.
Bei den alten Ölen ist es so, dass man ohne die Detergentien und Additive wohl auch tatsächlich ein Absetzen des Ölschlamms beobachten kann. Ich hatte in einem Forum (Traktoren) gelesen, dass jemand aus einer alten Motorpumpe das sehr alte (betriebswarme) Öl abgelassen hat und dieses eine Weile "ruhen" lassen" Nach diesen Schilderungen habe sich nach recht kurzer Zeit Ölschlamm abgesetzt und der Überstand soll "bernsteinfarben/durchsichtig" gewesen sein.

Selbst mit den heutigen Einbereichsölen, die man für unsere Oldtimer empfiehlt wird man derartiges wohl kaum schaffen - die fein verteilten Partikel werden auch in diesem Öl in der Schwebe gehalten.

Vermutlich sind die Partikel, die sich in diesen Ölen absetzen auch grober und schwerer gewesen, so dass sich in der Schleuderscheibe dann auch eine nicht unerhebliche Menge an Feststoffen abgesetzt hat.

Um hier endgültige Klärung über die ursprünglich geplante Funktion des Ölschleuderblechs bei unseren Einzylindern herbei zu führen habe ich heute eine Anfrage an BMW rausgeschickt mit der Bitte mir hier das was bei BMW noch an "Restwissen" darüber verfübar ist mitzuteilen. Es ist offen ob und wenn ja was ich hier an Wissenswertes höre - auf jeden Fall werdet ihr hier auf dem aktuellen Stand gehalten werden!

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Jürgen 57

@ Rolf: da ist kein Unterschied - Mai spricht von 'etwaigen Schmutzteilchen', aus meiner Sicht also von denen, die das grobe Siebfilter passiert haben und es bis kurz vor das Pleuellager geschafft haben. Aber von einem regelrechten weiteren Filter kann hier eher nicht die Rede sein.
Vielleicht haben die Konstrukteure auch nicht mit diesem Effekt gerechnet??

Viele Grüsse

Jürgen

Stefan

Zitat von: rolf.soler am 01 November 2010, 13:23:49
Bei 40'000 - 50'000 seien die Bleche dann oft (fast) bis zur Bohrung vollgewesen - aber sehr unterschiedlich (die mit dem Baumarktöl vielleicht nicht  ;D)

War wahrscheinlich vor 1960 so.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

rolf.soler

Na ja. Meins war 2010 so voll, dass das Pleuellager dahingegangen ist. Wobei ich keine Ahnung habe, was der Vorbesitzer eingefüllt hat, wie oft, und nach wievielen km

rolf.soler

Zitat von: berndr253 am 01 November 2010, 14:09:27
Selbst mit den heutigen Einbereichsölen, die man für unsere Oldtimer empfiehlt wird man derartiges wohl kaum schaffen - die fein verteilten Partikel werden auch in diesem Öl in der Schwebe gehalten.
doch, mit meinem Oel setzt sich einiges ab, wenn ich es eine Weile stehen lassen (SAE 30 non detergent). Beim Oelablassen kommts es ganz am Anfang schwarz, dann immer klarer.

isie

ÖlFilter = Gewebe usw Filter
SchleuderBlech = ZentrifugalAbscheider = Huiii.... Fängt nur die schweren Partikeln ein => ... 5mym (10e-6m) bei den "üblichen" Dichten.
Wer sich jetzt die Maschenweite des Ölsiebes VORr der Pumpe ansieht wird erkennen dass das durchaus Sinn macht. 
Und nein... nix mit Papierfilter VOR der Pumpe: Solches ist immer dahinter .

VG IS


cledrera

ZitatSchleuderBlech = ZentrifugalAbscheider = Huiii.... Fängt nur die schweren Partikeln ein => ... 5mym (10e-6m) bei den "üblichen" Dichten.

Nö,
wegen Partikelträgheit, Diffusionseffekt, Elektrostatik und Sperreffekt bleibt es dabei, dass das Ölschleuderblech per Definition ein Filter ist.
Hat noch jemand Chips?

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

isie

Zitat von: cledrera am 01 November 2010, 20:05:55
Nö,
wegen Partikelträgheit, Diffusionseffekt, Elektrostatik und Sperreffekt bleibt es dabei, dass das Ölschleuderblech per Definition ein Filter ist.
Hat noch jemand Chips?

Clemens

Hä ?

berndr253

@Rolf,

könnte es sein, dass gerade die unlegierten Öl dafür Sorgen, dass sich das Schleuderblech zusetzt?

Wenn das Schleuderblech tatsächlich die FUNKTION hat zumindest das Öl von Partikeln zu säubern, welches durch das Pleuellager geht wäre es schon interessant zu erfahren mit welchem Abscheidegrad dieses Schleuderblech dann arbeitet. Gehen hier noch 10, 20, 50 oder 75 % der Partikel durch bis zum Lager??

Wenn es darum gehen soll möglichst metallische, magnetische Partikel aus dem Öl zurück zu halten ist die Idee von Magnetfolien in der Ölwanne eigentlich so dumm nicht. Ich vermute, dass insbesondere diese Partikel zu einem ernsthaften Problem für die Lager werden können. Wurden in der Vergangenheit schon einmal Tests mir Altölen aus unseren Motoren gemacht die einen Hinweis geben könnten wie groß die Abscheideleistung einer solchen Maßnahme wohl sein könnte??
Also einfach mal einen dicken Magneten ins Altöl eintauchen und "rühren". Allerdings sollte es sich dabei nur um das Öl aus unseren Eintöpfen handeln, Öle aus PKW werden ja normalerweise durch ein Filter geschickt.

Ansonsten bin ich schon gespannt darauf was ich von BMW zu diesem Thema noch hören werde.

Bernd
Leben und Leben lassen

Stefan

Hallo Bernd, ich bin nicht Rolf, möchte diesem aber ein wenig Arbeit und Aufregung abnehmen, er ist nicht mehr der Jüngste!

Zitat von: berndr253 am 01 November 2010, 21:48:40
könnte es sein, dass gerade die unlegierten Öl dafür Sorgen, dass sich das Schleuderblech zusetzt?
Lies bitte mal Rolf in #63. Mein persönliches Gelaber hierzu ist, daß ein Öl, das Dreck in der Schwebe hält (=Dispergentien enthält), auch verhindert, daß der Dreck in der Schleuderscheibe (und im Rest des Motoinneren) anpappt (=Detergentien enthält), weil er sich bei Motorstillstand wieder ablöst. Denn Motoröle enthalten i.d.R. entweder beide D. oder keines. Rolfs Variante (Ölwanne bleibt sauber, Schleuderscheibe wird gefüllt) geht m.E. nur mit Dispergentien, aber ohne Detergentien. Gänzlich unlegierte Öle setzen die Schleuderscheibe deshalb zu, weil nicht immer alle Schwebstoffe zu Ölschlamm werden und in der Wanne lagern.
Für die Diskussion, welches Öl wie schnell die Schleuderscheibe füllt, muß ich noch Erdnuß-Flips kaufen, da schaue ich nur zu.

Zitat von: berndr253 am 01 November 2010, 21:48:40Wenn das Schleuderblech tatsächlich die FUNKTION hat zumindest das Öl von Partikeln zu säubern, welches durch das Pleuellager geht wäre es schon interessant zu erfahren mit welchem Abscheidegrad dieses Schleuderblech dann arbeitet. Gehen hier noch 10, 20, 50 oder 75 % der Partikel durch bis zum Lager??
Meinst Du wirklich, daß Dir das jemand beantworten kann? Das hängt kurz überlegt mindestens von der Partikelgröße und -material, der Fahrweise und vom Öl ab.

Zitat von: berndr253 am 01 November 2010, 21:48:40
...Öle aus PKW werden ja normalerweise durch ein Filter geschickt.
Dann zerlege doch einfach ein solches Filter.

Zitat von: berndr253 am 01 November 2010, 21:48:40
Ansonsten bin ich schon gespannt darauf was ich von BMW zu diesem Thema noch hören werde.
Ich auch.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

berndr253

Allerdings halte ich Rolf durchaus noch jung genug auf meine Bemerkungen zu reagieren - er braucht also nicht unbedingt einen "Fürsprecher".

Zudem scheint, dass zu diesem Thema alles gesagt worden ist - ich gehe mal davon aus, dass Du eigentlich verstanden hast, dass es keinen Sinn macht ein Öl auf Komponenten und Bestandteile hin zu untersuchen, die via Filter herausgezogen wurden und das es noch weniger Sinn macht die in einem Bettfilter vorhandenen Reste wieder herauszuklauben zu dispergieren und dann eine Untersuchung durchzuführen - also was soll diese Anmerkung?

Die Abscheideleistung quantitativ zu erfassen ist sehr problematisch und von vielen Faktoren abhängig - dass die von mir genannten Abscheidewerte vielleicht eher rhetorisch zu werten sind hätte auffallen könne - aber naturgemäß nicht müssen.

Bernd
Leben und Leben lassen

Stefan

Hallo Bernd,

1. habe ich nicht Rolf fürgesprochen, da ich zum Teil anderer Meinung bin als er und 2. warum stellst Du drei Fragen (alle rhetorisch?) in #103 und hast gleichzeitig eine Anfrage bei BMW laufen, wenn schon alles gesagt wurde?

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

cledrera

Zitatwenn schon alles gesagt wurde?

1. Ja, aber nicht von jedem.
2. Nein, wo soll ich mit den Chips hin?

Loide,
das darf doch wohl nicht wahr sein.
Die Frage danach, was ein Ölschleuderblech mit Schwebepartikel macht, ist doch im Kern immer gleich:
Es schleudert sie an den Rand, wohingegen das weniger träge Öl weiter dem (recht drucklosen) Kreislauf folgt (Trägheitseffekt).
Dabei folgen kleinere Schwebepartikel den größeren und werden von diesen festgehalten (Diffussionseffekt).
Größere und kleinere Partikel sperren sich infolge Adhäsion dabei gegenseitig (Sperreffekt).
Ferner dürften sich die Partikel infolge Drehung und Verwirblung elektrostatisch aufladen und auch daher am Ölschleuderblech haften.

Dispergentien und Detergentien stören bei diesem Effekt schlimmstenfalls. Bestenfalls passiert nichts.
Ergebnis: Olivenöl, nativ, kalt gepresst in aus alten Whiskyfässern geschnitzte Motorgehäuse füllen und gut ist.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Taz

Äh...Clemens.

Ganz schüchtern gefragt: Fässer irischer, schottischer oder amerikanischer Herkunft?

Schöne Grüße, Tas
Life's a bugger, and then you die

auf Tour:
Northumbria (2025)
Northumbria (2024)
Zipfelreise (2019)
Cymru "Radnor Revivals" (2016)
Alba "Isle of Skye" (2013)
Austria Großglocknerhochalpenstrasse (2012)
Alba "Spittal of Glenshee" (2011)

Oerlov

#108
Moin Clemens,

Zitat von: cledrera am 02 November 2010, 08:54:21
Es schleudert sie an den Rand, wohingegen das weniger träge Öl weiter dem (recht drucklosen) Kreislauf folgt (Trägheitseffekt).

... dachte ich auch bisher, ist aber reine Theorie (und für unlegierte Öle wohl auch wahr) - aber Rütz' Versuch mit legiertem Altöl in der Zentrifuge beweist, dass die Dispergentien und Detergentien sowohl Verklumpung und nachfolgend die Abscheidung wirkungsvoll verhindern.

Zitat von: cledrera am 02 November 2010, 08:54:21
Dispergentien und Detergentien stören bei diesem Effekt schlimmstenfalls.

Das ist hingegen eine Mutmaßung von Dir und durch Rützens Zentrifuge widerlegt worden (=Gelaber ?  ;)  )

Gruß

Carsten L(aber)


cledrera

Moin Carsten,
was das Gelaber angeht, liegst Du teilweise richtig. Vor allen Dingen, wenn es um Holzfässer geht,
welche selbstverständlich aus Spanien zu kommen haben, da nur aus jahrelang genutzte Sherryfässer
Whiskyfässer werden, aus denen man Motrogehäuse schnitzen darf (Nicht so schüchtern Tas, wenn es
um überlebenswichtiges Wissen geht  ;)).

Aber zu dem Rützschen Zentrifugalversuch:
1. Waren in dem von Rütz benutzten Motoröl abgesehen von farbgebenden Kohlerstoffpartikeln
wesentliche Metallanteile enthalten? Wenn Du über die Antwort nachdenkst, kommst du leicht darauf. Sie lautet
nein, da diese bei 5.000 g gnadenlos auszentrifugiert worden wären. Rütz hat m.E. Altöl genommen, welches sich
schon "gesetzt" hatte.
2. Bei 5.000 g passieren zudem noch ein paar andere Sachen; z.B. wird die Elektrostatik gnadenlos unterbunden.
Das ist bei geringeren Gravitationsverhältnissen, welche Du bei niedrigen Drehzahlen (Standgas etc.) hast anders.
3. Der Zentrifugalversuch wäre m.E. verwertbar geworden, wenn Rütz dabei zugleich auch die Strömung simuliert hätte.

Ich halte daher den Zentrifugalversuch zwar für sehenswert, aber eher für Boxer geeignet, wie der parallele Versuch mit
Kuhmilch zeigt  ;).

Davon abgesehen:
Zitatdie Dispergentien und Detergentien sowohl Verklumpung und nachfolgend die Abscheidung wirkungsvoll verhindern.
Dieser Satz macht mich krank. Was soll das bedeuten? Das mit Metall versetzte Klumpen in meinem schönen Motor rotieren
und mir die Lager, Laufflächen und dergl. mehr versauen?

Nun ja,
was mich interessieren würde, wäre der Inhalt eines Ölfilters, wie er in Peter63 Ölpumpe verbaut ist und zwar nach 5.000 Kilometern
ohne Ölwechsel. Dann könnte man wirklich sagen, was an Spänen und Dreck in einem Einzylinder anfällt.

So long

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Taz

Hi Clemens.

Moment..Sherry ist zwar fürs "double-matured" fein, aber für die Erstlagerung dürfens auch die Bourbon-Fässer von der anderen Atlantikseite sein...die Amis waschen mit ihrer Plörre Gerbstoffe und Schlonz aus (und verkaufen das Zeugels dann als Getränk, weils auf der Sondermülldeponie einfach zu teuer wäre ;D), dann kommen die Fässer in die alte Welt und werden mit richtigem Lebenswasser geadelt...und dann ein Gehäuse draus ist praktisch Heiligsprechung :rip:

Schöne Grüße, Tas K(ommt nun weder jemals wieder in die USA rein noch in den Himmel)

PS: Letzeres macht mir keinen Kopf, die würden sich wegen der Wolken eh bei jedem Ölwechsel aufregen...dann schon lieber an einem Ort, wo es witterungsbedingt keine Streusalzgefahr gibt ;D
Life's a bugger, and then you die

auf Tour:
Northumbria (2025)
Northumbria (2024)
Zipfelreise (2019)
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Alba "Isle of Skye" (2013)
Austria Großglocknerhochalpenstrasse (2012)
Alba "Spittal of Glenshee" (2011)

Stefan

Zitat von: cledrera am 02 November 2010, 08:54:21
Es schleudert sie an den Rand, wohingegen das weniger träge Öl weiter dem (recht drucklosen) Kreislauf folgt (Trägheitseffekt).
Dabei folgen kleinere Schwebepartikel den größeren und werden von diesen festgehalten (Diffussionseffekt).
Größere und kleinere Partikel sperren sich infolge Adhäsion dabei gegenseitig (Sperreffekt).
Ferner dürften sich die Partikel infolge Drehung und Verwirblung elektrostatisch aufladen und auch daher am Ölschleuderblech haften.

Woher hastn das? Die geklammerten Fachbegriffe kenne ich nur von Papier- bzw. Vliesfiltern. Gib mal ne Quellenangabe raus.

Die Elektrostatik dürfte sich spätestens beim nächsten Tupfen, wahrschelinlich schon beim Schließen des Benzinhahns erledigt haben.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

isie

Zitat von: Stefan am 02 November 2010, 12:05:06
Woher hastn das? Die geklammerten Fachbegriffe kenne ich nur von Papier- bzw. Vliesfiltern. Gib mal ne Quellenangabe raus.

Die Elektrostatik dürfte sich spätestens beim nächsten Tupfen, wahrschelinlich schon beim Schließen des Benzinhahns erledigt haben.

Gruß
Stefan
das fragte ich mich auch !

† Knut

Wiki-Wissen ==> Filtration

rolf

Hauptsache, man kommt dabei nicht ins schleudern.. ;D

Stefan

Zitat von: Knut am 02 November 2010, 13:12:37
Wiki-Wissen ==> Filtration

Also Gelaber, weil hat nichts mit Extraktioninschleuderscheibeunterausnutzungdesdichteunterschiedes zu tun.

Entschuldige, Clemens, aber manche Themen sind etwas tiefgehender alsdaß man dabei nach fünf Minuten Wipipedia-Surfen mitreden könnte.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

Oerlov

Mahlzeit Clemens,

Zitat von: cledrera am 02 November 2010, 10:19:22
1) Rütz hat m.E. Altöl genommen, welches sich schon "gesetzt" hatte.

2) Dieser Satz macht mich krank. Was soll das bedeuten? Das mit Metall versetzte Klumpen in meinem schönen Motor rotieren
und mir die Lager, Laufflächen und dergl. mehr versauen?

3) was mich interessieren würde, wäre der Inhalt eines Ölfilters, wie er in Peter63 Ölpumpe verbaut ist und zwar nach 5.000 Kilometern
ohne Ölwechsel. Dann könnte man wirklich sagen, was an Spänen und Dreck in einem Einzylinder anfällt.

Punkt 1 würde natürlich den Versuch teilweise in Frage stellen. Allerdings ist es schwierig eine aussagekräftige Ölprobe zu bekommen, denn beim Ölwechsel kommt natürlich auch Schlonz mit raus, der sich auf dem Boden mit abgesetzt hatte - der darf nicht in die Zentrifugenprobe. Am besten man zieht eine Probe nach 1500 km Laufleistung bei warmen Motor auf der Druckseite der Ölpumpe... @Rütz: Das hast Du doch sicherlich gemacht, oder?  ;)

Punkt 2 hier möchte ich mein Gelaber noch etwas präzisieren: Im Prinzip berechnet man die Abscheideleistung bei der Auslegung von Zentrifugalabscheidern aus der Summe der Kräfte, die auf die Partikel in dem Öl wirken (1. Schwerkraft: abhängig von Dichteunterschied zwischen Öl und Partikeln sowie dem drehzahlabhängigen Schwerefeld, 2. Widerstandskraft: Strömungswiderstand des absinkenden Partikels abhängig von seiner Sinkgeschwindigkeit, Form und Größe sowie Partikeldichte, Viskosität usw., 3. Elektrostatische Kräfte, ... übrigens, Trägheitskräfte habe ich hierbei noch nie berücksichtigt, da diese in meinen stationären Anwendungen nicht relevant waren). Hierbei gibt es eigentlich immer eine Abscheidegrenze für sehr kleine Partikel. Nun gehe ich davon aus (=möglicherweise Gelaber, da meine Abscheider nie mit mehreren hundert g liefen), dass sich ein großer Teil der hier relevanten Partikel aufgrund ihrer geringen Größe nicht abscheiden lässt und das auch so bleibt, da die Detergenzien ein zusammenpappen verhindern.
Natürlich werden diese Partikel mit umgepumpt, aber ich (!) gehe davon aus, dass der resultierende Verschleiß sich in Grenzen hält, wenn man rechtzeitig das Öl wechselt (= die Partikeldichte im Öl nicht zu groß ist). Zudem werden meiner (!) Meinung nach die größeren (mit unlegiertem Öl zusammengepappten) Partikel einen wesentlich größeren Verschleiß bewirken als die kleinen.

Punkt 3: Wieso bei 5000 km? Mit der Zeit erhöht sich der Anteil der abrasiven Teilchen, was wiederum den Verschleiß beschleunigt und noch mehr Partikel erzeugt usw. Deshalb würde ich bei 1500 km Bilanz ziehen. Zudem gehst Du davon aus, dass im Filter alle Partikel (bzw. die gleiche Partikelgrößenverteilung) abgeschieden werden, die sich auch im Schleuderblech absetzen. Das glaube ich eher nicht.

Gruß

Carsten

klaus wg

Äääääähm...tschuldigung, dass ich mit Nebensächlichkeiten nerve.... :spinnt:....aber:

Welches preisgünstige Öl nehme ich denn nun, um

- den Motorverschleiss zu minimieren und
- das Schleuderblech möglichst lange sauber zu halten?



k. (dem momentan weder Chips, noch Flips, noch Bier, Wein oder ähnliche Getränke zu Verfügung stehen...daher die etwas weltfremde Frage)
Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung.

† Knut

Vielleicht kann ich ja mal zusammenfassen, bevor hier eine Bombe explodiert:

Stellt euch mal vor, die Motoren hätten gar kein Schleuderblech oder sie wurde beim Einbau vergessen. Wie soll denn genügend Öl zum hochbelasteten Pleuellager hinkommen? Nur durch das Schleuderöl? Niemals!
Und da unsere Kurbelwellen auch keinen geeigneten "Öleinlass" haben - zur Erinnerung, beide Kurbelwellenenden schauen ins Freie: das eine Ende bildet den Lichtmaschinenkonus, das andere die Schwungscheibenaufnahme - ließen sich die Konstrukteure die Schleuderscheibe einfallen. Aus einer Spritzdüse wird das Öl aufgefangen und mit der Drehbewegung und dem Löchlein just an der Stelle des Pleuellagers kann das Öl mit einigermaßen Druck dorthin gefördert werden. Ohne Scheibe bekommt das Lager zu wenig Öl und der Exitus ist nicht weit.

Also Funktion 1: Reichlich Öl zum Pleuellager schicken!

Das sich die Scheibe mit gröberen Dreck zusetzt, ist ein Nebeneffekt der Fliehkraft, der aber nur funktioniert, solange die Scheibe nicht randvoll ist. Wie lange es dauert, bis die Scheibe voll ist, ist von vielen Faktoren abhängig. Bei voller Scheibe funktioniert die Pumpwirkung zum Lager nicht mehr 100%ig und das Lager stirbt - wegen zu wenig Öl und nicht wegen dem bisschen Dreck, der zufällig vorbei kommt.

Funktion 2: Gröberen Dreck abfangen, bevor er zum Pleuellager kommt.

Durchatmen....

Zitat von: klaus wg am 02 November 2010, 14:38:06
Welches preisgünstige Öl nehme ich denn nun, um

- den Motorverschleiss zu minimieren und
- das Schleuderblech möglichst lange sauber zu halten?

k.

Darum geht's Klaus:

Nach den Zentrifugalversuchen von Rütz, die gezeigt haben, dass sich die kleinen Partikel eh nicht vom Öl trennen lassen, bin ich der Meinung, dass man durchaus modernes mineralisches Mehrbereichsöl API SG / SF der Viskositätsklasse 15W-40 fahren kann. Wechsel nach Handbuch bzw. vor längerer Stilllegung.

Knut

Peter

 :applaus: Knut,
ich mache es wie Du seit vielen Jahren und bin bisher gut damit gefahren: 15W40 mineralisch für 20 Euro der 4ltr Kanister bei Louis. Alle 1200 - 1500 Kilometer wechsele ich das Öl, meist am Ende einer Fahrt, wenn der Motor noch warm ist, weil es dann besser fließt. (mal nebenbei für alle Gläubigen  ;D ist es auch das was Uli.S empfiehlt)
Gruß Peter
Am Sichersten ist die Unfreiheit

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