Laufbüchse

Begonnen von Schoki, 19 Oktober 2008, 18:51:57

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Schoki

Hallo,  Heute war ein schlechter Tag.....

Fangen wir von vorne an.
Das Wetter war sehr schön, die Benzinpreise im Keller, das Moped sprang an, es ging los....

Nach 30 gemütlichen Kilometern, ohne Vorwarnung, ging der Motor mit einem Rassel aus.
Schnell hab ich festgestellt: Keine Kompression.
Mein persönlicher Abschleppdiest kam binnen Minuten und ich fing an zu schrauben.

Der Kopf sieht schlimm aus, als hätte jemand mit dem Hammer draufgehauen, Der Kolben hat ein riesiges Loch, die Laufbahn etliche Einschläge und am unteren Ende ist Sie ausgebrochen !

Teile des abgerissenen Auslassventiles und der Laufbüchse hab ich noch nicht gefunden.

Nun nachdem meine erste schlechte Laune vorbei ist die alles entscheidende Frage ?
Wie gehe ich am besten vor ?
Zylinder komplett irgendwo (nur wo) einschicken zur Reparatur ?
Einzelteile (Neuteile/überholte Teile) bestellen ?
Was wird mich den der Spass ca. Kosten, außer Nerven ?
Hat jemand ernsthaftes Interesse an einem Winterprojekt ?
Und was hab ich falsch gemacht ? Ventilspiel falsch vermutlich, oder Frühzündung oder...
Öl war immer genügend vorhanden, nie zuviel !

Es grüßt Schoki, der viel beruhigungsschokolade frisst.
A Bikers work is never done.

Schoki


A Bikers work is never done.

kruemel

#1
Hi Schoki, das ist ja mehr als dämlci, immerhin besser als wenn es im Mai passiert wäre (das ist nicht wirklich trost spendend). Stell doch mal Bilder von der kerze usw. ein...

Gruß, kruemel (größter Knusperflakes-Kunde)
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

hannes55

Ja, was ist passiert?

Ich vermute mal, das, was immer passiert, nämlich:

Mit verschlissenen Ventilführungen läuft der Motor eine ganze Weile (mehrere 1000 km)

ganz normal weiter. Bis dann eines Tages das Auslassventil abreisst, weil das Spiel in der Ventilführung so gross geworden ist, dass

beim Zurückziehen des Ventils durch die Ventilfeder sich dasselbe erst im Ventilsitz "aufrichtet".

Dadurch bekommst Du dann ein gewaltiges "Kippmoment" auf das Ventil, dem es irgendwann nicht mehr widerstehen kann.

Es reisst ab, zerschlägt den Kolben und macht Hackfleisch aus vielen Bauteilen... :kotz:

Ich glaub einfach, Du hast, weil das Moped ja gut fuhr, mit der Überholung des Kopfes zu lang gewartet...

Gruß0 Hannes

Was dann?!

Knaudel

#3
Hallo Schoki,

tja, das sieht ja übel aus...
Die Frage ist jetzt: Was ist alles kaputt?
- Kolben und Zylinder in die Tonne
- das Auslaßventil solltest Du auch wegschmeißen
- was ist mit der Kurbelwelle?
- den Kopf würde ich mit etwas Nacharbeit wiederverwenden (wenn ich keinen besseren hätte)


Gruß Knaudel (Winterprojekt)
Keiner hat immer Recht!!

Seltener hier als Rolf und Heiko!!!

guest474

Würde an Deiner Stelle den Motor nun kplt. überholen. Den, wie Hannes vermutet die Führungen verschlissen sind, könnte der Rest ev. nicht viel besser aussehen.

Gruss Manfred

Rütz

Oh man!
Da mußt du aber ganz laut "hier" gerufen haben, als der Herrgot noch drei Eimer Pech über hatte...

Daß Ventile abreissen kann vorkommen, wie Hannes geschildert hat... Aber daß der Kolbenboden so weich ist, daß sie da gleich durchfallen...? :o
Glühzündungen und Klingeln durch falschen Zündzpkt oder zu mageres Gemisch würde ich daher in die Überlegungen mit einbeziehen.

Mein herzlichstes Mitgefühl, nicht aufgeben!

Rütz
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

mekgyver

#6
Hi Schoki,
shit happens  :saufen:
Die Saison ist fast vorbei, sieh's entspannt.
Ich hatte bislang 2 Auslass-Ventilabrisse ....in der Pampa  :kopfhau:

Wie Hannes schreibt, könnte es auch auf meine Vorgehensweise von früher gelten.
Ich habe, wenn möglich Altmaterial aufgebraucht, obwohl ich die Ventile immer eingeschliffen habe,
da wäre mit übermäßiges Spiel aufgefallen.
Bei einer Isetta-Motor-Version sind die Auslaßventile 8mm stark. Sind wohl sowieso hoch belastet.

Dass der Kolben durchgeschmolzen ist, hat aber die Ursache : mageres Gemisch über längere Zeit bei Vollgas !
Damit hat auch das Auslassventil zuviel Hitze ertragen müssen und ist wohl deshalb abgerissen.

Zyl + Kolben sind hin, is klar.
Beim Zyl-Kopf würde ich die scharfen Ecken und Kanten vorsichtig entgraten, nicht zuviel abschleifen.
Die Grübchen setzen sich später mit Ölkohle zu. kein Prob.
Neue Ventile mit neuen Führungen einsetzen (lassen).
Der Kolben hat das Loch mittig, daher kann die Kurbelwelle sich wohl nicht verschlechtet haben.
Hol die KW heraus, Pleuelspiel-Hubzapfen und Kolbenbolzenspiel feststellen , Schleuderscheibe reinigen, Ölkanäle im Hubzapfen freistoßen.
Steuerkette wechseln, alle Lager wechseln.
Kurz : den Motor machen .
Gebrauchten Zyl besorgen, passenden Kolben besorgen , schleifen lassen >> Motorinstandsetzer.
zB Huschke&Wirth in Bochum : 45€

Danach hast Du die Chance, den Motor nach der Methode "Run-it-hard" (im Prinzip nach hertweck) einfahren zu dürfen
umd ihm eine powerfulle Zukunft zu bescheren  8)
hat bei mir allerdings 1200km gedauert, man kann es am Ölverbrauch auf 1000km recht gut beurteilen
Ziel erreicht bei < 0,25L/1000km

Gruß und viel Erfolg  8)
mek P(owerful)


... 73er-Gang

Kompressor_Peter

Echt Sch... und Mist!
Tut uns leid für Dich und deinen geschundenen Motor.
Wir kennen diese Gefühle die in solchen Momenten hochkommen mittlerweile zur Genüge.
Schlaf mal ´ne Nacht drüber.
Morgen sieht die Welt schon wieder besser aus.

Alles Gute,
Kevin und Peter

hannes55

Zitat von: mekgyver am 19 Oktober 2008, 21:19:53


Dass der Kolben durchgeschmolzen ist, hat aber die Ursache : mageres Gemisch über längere Zeit bei Vollgas !
Damit hat auch das Auslassventil zuviel Hitze ertragen müssen und ist wohl deshalb abgerissen.








Ich denk nicht, dass der Kolbenboden durchgeschmolzen ist.

Der sieht auch so aus, wenn ein Ventilteller ne Weile drauf rumklötert...

Gruß, Hannes
Was dann?!

mekgyver

#9
Zitat von: hannes55 am 19 Oktober 2008, 22:19:02
Der sieht auch so aus, wenn ein Ventilteller ne Weile drauf rumklötert...
Schoki soll uns sagen , ob die Bruchstücke durchweg scharfkantig sind,
oder ob es auch Bruchstücke mit runden Kanten gibt, oder sogar Alu-Tropfen.

Es muss ja auch nicht zwingend dieses Entweder-Oder geben,
vielleicht war der Kolbenboden schon weich,als das Ventil abgerissen ist  ::)

gibt es andere Meinungen ?

gruß mek F(uzzy)
... 73er-Gang

Andre.Hubein

Auch von mir mein Beileid!
Denke auch das du den Kopf überarbeiten lassen solltest,das wird so teuer nicht,etwa `n Hunderter.Und wenn´s dir hilft Kosten zu sparen werde ich morgen mal nachsehen ob ich noch einen Zylinder mit passendem Kolben finde,ansonsten kriegste nur den Zylinder und du mußt eine neuen Kolben ans Bein binden was fast schon besser wäre,nur nicht für den Geldbeutel.Näheres morgen.
Gruß André.

Rütz

Zitat von: hannes55 am 19 Oktober 2008, 22:19:02
Der sieht auch so aus, wenn ein Ventilteller ne Weile drauf rumklötert...
Dafür müßte ein zweiter Zylinder es aber auch eine Weile haben klötern lassen.
So ein Einzylinder bleibt aber ohne Auslaßventil ganz ohne Weile stehen...

Rütz G(laubt trozdem eher an Überhitzung)
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

kruemel

fehleranalyse vom feinsten... blöde frage: was passiert denn, wenn das auslassventil nur noch teilweise schließt? kann das den motor so weit erhitzen, dass die kobodentemperatur sich erhöht, das ventil verklemmt und dann abreißt?

Schocki hat ja ein markantes geräusch beschrieben, wenn das der bruch war, dreht sich der motor ja noch einige male, bis er steht und die metallischen reste sorgen für den hammerschlageffekt. die beste hilfe für schoki ist wohl, festzustellen ob es vom kopf her kam oder von der einstellung gasi, ventilspiel,zzpt. (damit es nicht noch mal passiert). kann man das eingrenzen?
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

rolf

#13
Brauch man nicht eingrenzen:
1. alles Schrott
2. Kolben ist immer weich (relativ), wenn scharf gefahren wird
3. wenn Ventil nicht richtig schliesst wird es immer zu heiß (wo soll es denn seine Hitze sonst loswerden?)...der Rest natürlich auch ...weil Höchstleistung verlangt wird die er nicht leisten kann
4. Ich kann ihn notfalls machen
5. Keine Laufbuchse....bringt nur Probleme...lieber neuen (gebrauchten) Zylinder.
6. Rolf

mekgyver

Bei meinen genannten Abrissen des Auslassventils
haben die Kolben keine derartigen Löcher gehabt.
mek

@ krümel : Hannes hat's geschrieben : die Teller zentrieren sich nach jedem Hub,
die Schäfte längen sich allenfalls.
Schoki hat das Klötern des abgerissenen V-tellers gehört,
er kann sich mal die BRUCHSTÜCKE ANSEHEN, oje..capslock
... 73er-Gang

rolf

Wahrscheinlich weil bei deinen ausgelutschten Motoren sich die Ventile nicht erst bei Vollgas nach 20 Minuten verabschiedet haben  sondern schon kurz nach dem ankicken ;D....da war der Kolben noch nicht mal handwarm.

F.-M.

Hi Freunde des Longdrinks,
herzliches Beileid Schoki. Viel Arbeit und ein Abtrag am Taschengeld wird die Folge sein. Doch nimm es gelassen. Wie Krümmel schon bemerkte es ist Oktober.

Hier sind keine Temp. aufgetreten, die einen Kolbenboden hat schmelzen lassen können. Nicht bei einem 250er BMW-Einzylinder, da fehlt die Leistung, die evtl. fehlgeleitet wird. z.B. durch eine falsche eingestellte Zündung oder Glühzündung (gleiches Ergebnis) Wenn Schoki zum Beginn des Klöterns gleich die Kupplung gezogen hätte, wäre das Loch im Kolben evtl. nicht so groß gewesen, geholfen hätte es vielleicht nur der Zylinderbuchse das ist aber auch spekulativ. Bei 4000 U/min kommt der Kolben 66 x in der sec. am abgerissenen Ventilteller vorbei. Jetzt kommt es darauf an, ob der Ventilteller überwiegend waagerecht oder senkrecht steht. Und hieraus folgt das ist das Schicksal des Kolbens, dort wird entschieden, wie groß das Loch im Kolben wird. Das ist ein sehr undefinierbarer Prozeß innerhalb von sec. Diese Schäden habe ich bei vielen Schiffsmotoren gesehen. Die Wahrheit kann am abgerissenen Ventilschaft metalogisch untersucht werden. Der ist bekanntlich noch unversehrt. Das Ergebnis wird vermutlich, dass Versagen der Biegewechselfestigkeit in Folge einer ausgeschlagenen Ventilführung in Verbindung mit der hohen Temp. am Schaft des A-Ventils sein. Hier dran sterben die  BMW-Auslaßventile. Vielfach wurde auch schon vermutet, dass Ölkohle nach längeren Standpausen den Ventilschaft angegriffen hat. Meines erachten wurde das aber nie untersucht. Sofern das Ventil nicht richtig schließt, verbrennt der Ventilteller. Außerdem würde hierbei die Motorleistung nicht vorhanden sein. Das geht eigentlich nur bei Mehrzylinder-Motoren, unbemerkt.

Gruß F.-M.

hannes55

Das Ergebnis wird vermutlich, dass Versagen der Biegewechselfestigkeit in Folge einer ausgeschlagenen Ventilführung in Verbindung mit der hohen Temp. am Schaft des A-Ventils sein. Hier dran sterben die  BMW-Auslaßventile.


Sach ich doch... halt nicht sooo schön formuliert...

Gruß, Hannes
Was dann?!

cledrera

Schoki,
Kopf hoch, Mund auf, rein mit dem Seelentröster und dann ans Werk.
Bislang wurde die Ursachenerforschung per Forum ja gut erledigt. Was bleibt ist m.E.

keine halben Sachen,

da der Motorteufel sonst in 2009 wieder zu schlägt.

Glück auf

cledrera




Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

kruemel

@ krümel : Hannes hat's geschrieben : die Teller zentrieren sich nach jedem Hub,
die Schäfte längen sich allenfalls.


also, für mich heißt das (verständnisprobe):
die führung ist ausgelutscht, das ventil wird dadurch nicht mehr nur axial sondern (zumindest) radial beansprucht, dadurch erhöhen sich die biegewechselspannungen über den langfristig vertretbaren bereich (der schaft wird weich gelutscht) der Sitz schließt irgendwann nicht mehr anständig, wird heiß und "franst" aus, der schaft überhitzt sich und bleibt stecken und bricht dann?

greets kruemel
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

mekgyver

Zitat von: kruemel am 20 Oktober 2008, 11:31:10

die führung ist ausgelutscht, das ventil wird dadurch nicht mehr nur axial sondern (zumindest) radial beansprucht,
genau, das Ventil setzt beim Schließen an einer Stelle auf, weil es nicht mehr zentral geführt wird.
Da der Schaft schon heiß und weich ist, heizt er sich durch die Biegung noch weiter auf,
längt sich und das Ventilspiel wird immer kleiner, bis der Teller den Sitz nicht mehr berührt.
Dann wird er seine Wärme nicht mehr los (der Schaft hat erst an der Führung Berührung, zur Wärmeabgabe) und
der Schaft an der Stelle an der Führung reißt ab.

mek  :poet:
... 73er-Gang

Schoki

Hallo, dankeschön für die rege Anteilnahme.

Beruhigt hab ich mich noch nicht ganz, da halfen auch keine zwei Bier gestern Abend.

Heute hab ich mir mal den Kolben noch mal angeschaut und der sieht NICHT verschmolzen aus.
Nur scharfkantige Abbrüche, die Ölwanne habe ich noch nicht abgebaut und somit hab ich auch noch nicht das Ventil gefunden.
Dafür war ich gerade mal auf den bekannten Online-Händlern und hab zusammengezählt.
Da kommen ca. 500,-€ an Ersatzteillen zusammen.

Ich brauch wohl noch eine Nacht um nachzudenken. Momentan hab ich mich schon mal bei Ebay nach Einstellpreisen erkundigt...

Schoki, der wohl kein Vertrauen mehr in sein Maschinchen bekommen wird.   :\'(
A Bikers work is never done.

rolf

Na Schoki,
hattest du dir denn das Vertrauen verdient....also was hast du denn bisher gemacht...nachdem du sie gekauft hattest?
Rolf

Andre.Hubein

Komisch,manchmal habe ich den Eindruck ein Geist zu sein,oder Unsichtbar,meine Beiträge scheinen selten Beachtung zu finden.
Bei den Händlern wirst du sicher einen Haufen Geld los werden,ebenso bei Ebay,da kostet so ein einfacher Zylinder schonmal `n Hunderter.
Aber wenn man den Motor zerlegt,den Schaden sichtet,und mit dem Nötigsten an Fremdarbeiten auskommt,sollte man mit weit weniger die Kiste wieder zum (gut)laufen bringen können.Wie gesagt,bzw geschrieben,einen Zylinder könnte ich beisteuern.
Und wenn du den Motor selbst überarbeitest,bis auf die Sachen die du dir nicht zutraust,solltest du auch Vertrauen in deine Mühle haben können!

Gruß André.

rolf

Nein André,
ich sehe dich schreiben ;D
ich sehe es genauso...deswegen auch meine Frage was er für seine Maschine gemacht hat, statt sich zu fragen was sie für ihn gemacht hat (J.F. Kennedy ;D)

Schoki

Wohl nicht genug,

1. Zuerst hatte ich den Tank versiegelt, anschließend neue Benzinschläuche (kein Filter)
2. Vergaser gereinigt.
3. Ventile eingestellt, Motor neu abgedichtet ( Zyl.Kopf und Fußdichtung, Stößelgummis erneuert.)
   dabei Kolben, Laufbahn und Ventile optisch überprüft.
4. Bremse vorne demontiert und überprüft.
5. Lenkopflager auf Nadellager gewechselt.

Zündung nicht überprüft  ( bereue ich nun natürlich )
Ventilführungen nicht überprüft. ( wußte ich bis hierher noch gar nicht )

Natürlich immer schön Öl gewechselt und ein Gel Akku hat Sie auch bekommen.
Pleglichst im schongang warmgefahren und lieb zu Ihr gesprochen. (wenn niemand zuhörte )

Also ich denke es haben manche Einzylinder schlechter im Leben.

Schoki
A Bikers work is never done.

isie

#26
Hallo Schoki,

meine Anteilname erst einmal ! Denke das ist eine wunderbare Gelegenheit, hier alles neu aufzuarbeiten. Und auseinandernehmen musst Du den Motor sowieso.

Da heisst es jetz stark sein !  - Mit 500 E wirst Du leider nicht hinkommen, nachfolgend eine grobe Schätzung:

1.) neue Kurbelwelle (die mit den grossen Gewichten) mit neuen Lagern usw.: 350 E
2.) Alten ZK aufarbeiten (wenn machbar), neue Ventile, ggf. Gewinde neu: 200 E  + 100 = 300 E
3.) neuer Kolben, anderer Zylinder + ausschleifen: 100 + 100 + 100 = 300.
4.) Kette + spanner +Kleinteile: 150 E, ev. neue Kupplung 150 E

Das liegt also dann durchaus über 1 kE - dafür hast Du die nächsten 40 Jahre wieder Ruhe an der Stelle.

Nur Mut !

LG Ingo

hannes55

Zitat von: Schoki am 20 Oktober 2008, 19:56:02



Also ich denke es haben manche Einzylinder schlechter im Leben.

Schoki

Aaaalso: Da hast Du nur halb recht, Schoki.

Du hast zwar getan, was Du konntest und was Dir sinnvoll erschien, aber es ist nun einmal ein Fakt, um den man nicht herumkommt:

Spätestens nach 45-50.000 km sind unsere Motörchen einfach verschlissen!

Da muß man sie aufmachen, die Ventilführungen, die Ventile, der Kolben, die Zylinderlaufbahn und die Nockenwellenkette sind dann einfach jenseits aller Toleranz.

Unten rum, d.h. Kurbelwelle, Lager, Simmeringe, das hält länger, so ca 100.000 km.

Das hast Du halt nicht gewusst, und jetzt ist erstmal großer Frust angesagt.

Aber Du hast doch dieses Forum! Und wir helfen wirklich auch gern! :oberlehrer: :schrauber: :oberlehrer:

Halte durch mein Bester, das kriegen wir zusammen schon wieder hin, oder?! :attacke:


Überstürz da mal nix, wir haben den ganzen Winter Zeit...

Gruß, Hannes

Was dann?!

rolf

Naja Schoki...also am Motor hattest du eigentlich nichts gemacht....vielleicht hatte der ja schon 100000km runter, dann solltest du der Kiste dankbar sein.
Rolf

† Knut

Zitat von: hannes55 am 20 Oktober 2008, 20:15:06
Spätestens nach 45-50.000 km sind unsere Motörchen einfach verschlissen!

Da muß man sie aufmachen, die Ventilführungen, die Ventile, der Kolben, die Zylinderlaufbahn und die Nockenwellenkette sind dann einfach jenseits aller Toleranz.


..... und genau dass mag ich einfach nicht glauben oder wahrhaben

Ich starte in den nächsten Tage mal einen Tret, um Einzelheiten zu erfahren / zu erarbeiten.

Mein Ziel: der 100.000km-Motor

Knut

Hauptmenü

Anleitungen & Bücher Baureihe Specials Startseite Vergleichsliste

Presse & Wissen

Bauzeiten & Stückzahlen Historisches Liste der BMW Modelle Presseberichte Prospekte & Plakate

Foren & Literatur

Bildergalerie Bildtafel-Suche Forum: Boxerforum Handbücher Servicedaten

Allgemeine Infos

Bildtafelsuche Glossar Impressum Kontakt Sitemap

Tipps & Service

Dienstleister Händler Märkte & Museen Tipps Verschleißteile & Werkzeuge