Blaue "Ferrozellbuchsen", für R25/0 und /2-Erfahrungsbericht

Begonnen von strichzwojan, 15 Oktober 2026, 14:03:02

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strichzwojan

Hallo,

durch das löbliche Engagement von Patro hatte ich damals von seinen selbstgedrehten "Anti-Klapper-Buchsen" bekommen.
Nun sind schon 12.000 km ins Land gegangen. Heute habe ich meine alten Federn rausgeholt und ersetzt - sie waren etwas schlapp geworden.

Die Buchsen sehen aus wie beim Einbau.
Auf der Außenseite sind sogar noch die Filamentspuren zu erkennen, wonach es wirklich nahezu keinen Abrieb gegeben haben dürfte! Super!

Das einzige ungelöste Problem ist (wie bei den originalen braunen Pertinaxbuchsen, die es nicht mehr neu gibt), dass sich die Dinger auf Wanderschaft machen. Auf der einen Seite war die Buchse etwa fünf, auf der anderen 12 cm nach unten gewandert, weshalb man auch beim Einfedern der Gabel die Feder am Innenrohr reiben hörte.

Ansonsten ist das eine super Sache gewesen. Danke nochmal, @patro!

Jan

strichzwojan


patro

Danke, Jan.
Dass sich die Buchsen verschieben ist ein klares Zeichen dafür, das die BMW bewegt worden ist.

Gruß, Ralf.

Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

M. Bumerang

Das hatte ich bei meinen originalen nicht.Da fehlt die Selbsthemmung.
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

strichzwojan

Also meine noch vorhandenen Pertinaxdinger sind beide gebrochen, und da fehlte die Eigenhemmung auch.
Aber Manfred, so dunkel erinnere ich mich, dass du ja auch andere Federn hast - ohne Progression an den Enden...

M. Bumerang

Du irrest. Ich hatte die vom Raben drin. Die waren mir zu hart. Dann ließ ich mir ein paar wickeln.Gefiel mir auch nicht.Dann kam die Gabel einer /3 ein. Und vom Raben die Feder. Die waren länger und strammer. Das mit dem länger war nicht so gut.  Die Maschine stand mit dem Vorderrad und dem Hinterrad auf dem Boden.  Daraufhin kamen wieder originale rein. Soweit ich noch weiß sind die Federn der /2 linear gewickelt. Müssen sie auch. Wären sie oben und unten progressiv könnte man die Buchse nicht darüber schrauben.
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

strichzwojan

Da irrest nun du, Pursche!  :)  Die eine alte Feder war schon 1979 drin, und sie ist an den Enden enger gewickelt als in der Mitte, sprich: progressiv.
Dann brach mir im Schottlandurlaub eine, was ich aber erst zu hause merkte. Es war Sommer, viele Händler hatten Urlaub, und ich bekam von irgendwoher eine gebrauchte Feder: auch progressiv an beiden Enden.

Die heute eingebauten sind es ebenso. Patros blaue Buchsen lassen sich drüberschrauben. Wie auch über die alten.

kahlo

Sagen wir: Ganz leicht progressiv. Die hier ist mit Sicherheit noch die originale Feder:
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Patros blaue Buchsen sind übrigens original schwarz  :-X .

M. Bumerang

Bei einer progressiven Feder sind die weiter auseiander. Linear sind die enger gewickelt. Das Bild von Kahlo sagt doch alles aus.
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

strichzwojan

#8
So ihr zwei...

Auf meinen Fotos könnt ihr sowohl die Farbe der von Patro mir persönlich nach Innsbruck geschickten Buchsen, als auch die Progressivität der Federn sehen.
Wicklungsabstand an den Federenden 2,2, in der Mitte der Feder 3,2mm.
Ich nenne so etwas progressiv gewickelt.
Federdrahtstärke der alten Federn ist 4,4mm, also 1 Zehntel weniger als die der RB-Federn.
Auf dem ersten Foto sieht man eine Aufweitung der Feder, die an der Gleitrohrseite entstand. Ich vermute, dass es mit gebrochenen Feder auf der anderen Gabelseite zu tun hat. Diese Feder musste in Schottland beim Ausfedern wohl die Haltefunktion der gebrochenen mitübernehmen. Deshalb: überdehnt. Zum Glück hat es gehalten...
Jetzt habe ich zwei Federn aus einer Produktionslinie montiert. Gleich lang und neu.

M. Bumerang

Eine lineare Feder (wie sie häufig in Sport- und Rennmotorrädern verbaut wird) erkennt man optisch und funktional an folgenden Eigenschaften:

1. Das optische Merkmal: Gleichmäßiger Wicklungsabstand

Das sicherste äußere Merkmal ist das Erscheinungsbild der Windungen:
• Konstanter Abstand: Bei einer linearen Feder haben alle Windungen über die gesamte Länge der Feder den exakt gleichen Abstand zueinander.
• Gleichbleibende Dicke: Der Drahtdurchmesser sowie der Gesamtdurchmesser der Feder sind von oben bis unten völlig identisch.
Im Vergleich dazu: Eine progressive Feder ist ungleichmäßig gewickelt. Sie hat an einem Ende sehr eng beieinanderliegende Windungen (für feines Ansprechverhalten) und am anderen Ende weit auseinanderstehende Windungen (für hohe Lasten).

Jan, der 1mm Unterschied dürfte die Fertigungtoleranz sein.
Manfred

Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

strichzwojan

Zitat von: M. Bumerang am 15 Oktober 2026, 23:22:37... der 1mm Unterschied dürfte die Fertigungtoleranz sein.

Na, dann möchte ich aber nicht dabei sein, wenn bei einem deiner Mopeds mal etwas nicht so richtig passt!

3,2 zu 2,2 Millimeter Windungsabstand ist ein Unterschied von 31,25 %...

M. Bumerang

#11
Jetzt wirst du abe pingelig :oberlehrer:
Ein Beispiel wie eine progressive Feder aussieht
https://catalog.zodiac.nl/de/17-vorderradgabeln/gabelfedern/hyperpro-gabelfedern-fuer-indian-33928
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

strichzwojan

#12
Zitat von: M. Bumerang am 16 Oktober 2026, 08:48:13Jetzt wirst du abe pingelig :oberlehrer:

Ein Millimeter am Ziel vorbei ist auch daneben! Ich wehre mich vor allem gegen deine Definition von Progressivität ("Das ist wahrscheinlich Fertigungstoleranz") nach Gutsherrenart...
Ich weiß, wie eine progressive Feder aussehen kann, z.B. die Gabelfedern meiner GS von WP damals.
Progressivität ist eben die nicht gleichmäßige Wicklung. Es spielt keine Rolle, ob das sich im Millimeter- oder im Zentimeterbereich abspielt.

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