Spiel an der Ka*welle und die merkwürdige Ursache

Begonnen von strichzwojan, 08 Juli 2026, 14:50:53

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strichzwojan

Weshalb es gut ist, ab und an an seiner Maschine herumzurütteln hatte ich ja schon neulich bei der Radlagerung erleben dürfen. Nicht das Lager, sondern die eine Vierlochverschraubung war lose.

Heute nun Teil 2.

Seit einiger Zeit spürte ich etwas Spiel, wenn die Kardanwelle kurz vor der Schutzglocke des Kreuzgelenks auf und ab gedrückt wird. Hmh, Kreuzgelenk verschlissen, irgendwas an der Lagerung der Ritzelwelle? Das HAG wurde Ende der 90er neu gelagert, Das Kreuzgelenk der Welle noch nie... Und ich fahre halt auch viel.
Also mal nachgeschaut. Splint an der Vielzahnmutter gezogen, den Spezialschlüssel zum Losschrauben angesetzt und da sehe ich, dass die Mutter sich ohne Widerstand einfach so drehen lässt.
Also einfach testweise festgezogen, und das merkwürdige Spiel ist verschwunden!
Alles gut entfettet, die Lochstellen in der Ritzelwelle mit rotem Nagellack markiert, damit man Peilung hat, und richtig festgezogen bis zur nächsten Kerbe in der Mutter. Kostete ein bisschen Kraft, ging aber gut.

Wie kann das passieren? Ich hatte das Kreuzgelenk damals mit genau diesem Spezialschlüssel selber montiert und sicher ganz fest angezogen. Und dann ist ja der Splint da, der ein Losdrehen verhindert.

Etwas ratlos, aber spielfrei, Jan

strichzwojan


Beppo

Da hat sich ein Lager etwas gesetzt??.  Als ich meine damals zerlegte war alles komplett lose, aber auch falsch zusammengebaut.
Vielleicht sollte ich die besagte Mutter auch mal kontrollieren.
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

strichzwojan

Und natürlich den Gewindering, der mit dem Hakenschlüssel in den Gehäusehals geschraubt wird. Vielleicht hat sich auch ein Lager etwas eingearbeitet. Das hatte ich mal mit dem großen Kugellager bei meinem Gespann. Da war die bierdeckelgroße Einstellscheibe deutlich und mit dem Fingernagel fühlbar eingedrückt.
Das HAG war damals von einem BMW-Oldtimermotorrad-Profi instandgesetzt worden, und ich hatte bislang keinerlei Grund an der Qualität der Arbeit zu zweifeln (ca. 65.000 km seither)

4Taktix

Moin Jan,
exakt das Gleiche war bei z.B. Anulu und mir der Fall. ( 25/3 )
Ich sehe drei mögliche Ursachen:
1. Vielzahnmutter "nur" mit hebelndem Schraubenzieher "angezogen"
   (weil vergnaddelt und/oder der rel. teure Schlüssel dafür nicht vorhanden war)
2. Verschraubung Montagebuchse nicht "bombenfest" angezogen.
   (weil auch hier nicht das richtige Werkzeug ( Matra oder vergleichbar ) zur Hand war.
3. Lager etc. haben sich durch vielfaches Erwärmen + Abkühlen des Gehäuses "gesetzt".

Gegen 1. und 2. lässt sich was machen ( Neue Vielzahnmutter + passender Schlüssel / passender Zapfenschlüssel ),
unbedingt zu empfehlen !!! Zapfenschlüssel kann man sich selbst anfertigen, siehe Bild.
Gegen 3. hilft nur Kontrolle + Nachziehen.
Falls dann bei angezogener Vielzahnmutter das Splintloch nicht passt, kann man sich mit Passscheiben helfen,
oder auch den Bund der Mutter "passend" abdrehen.
Gewinde ist M12 x 1,5 - sind von Splintloch bis Splintloch 0,25mm Gewinde, daher würde ich Passscheiben in 0,1mm
Stärke besorgen, ggf. 0,05mm , falls erhältlich.
Think outside the box !

Anulu

Tja Jan. Jetzt weisst du warum du für mich die Scheibe besorgen musst .
Nach der Fahrt vom Treffen viel mir ein völlig verschmiertes Tiefbett auf.
Deswegen Kardan weg, festgestellt das Spiel vorhanden ist. Beim entfernen des WeDi, Scheibe verbogen ( bau ich dann nicht wieder ein).
Ich hab damals wie von Sascha beschrieben die Schraube nur mit Zange und Schlitzschraubendreher ,,angeknallt" mitlerweile habe ich einen Schlüssel und eine neue Mutter. Bei Agro hab ich mir Passscheiben bestellt. Das passiert mir nicht wieder!

Gruß Manu
Gruß Manuel



Rock or Bust!

strichzwojan

Wie gesagt hatte ich von Anfang an den Spezialschlüssel und eine neue Mutter, die ich fest anzog. Es sieht so aus, als solle man nach Neumontage der Innereien nach etwa 4000 km gleich mal kontrollieren oder nachziehen. Ist ja recht schnell erledigt.

4Taktix

"schnell" nur, wenn die angezogene Mutter passend über dem Splintloch steht.
Wenn nicht -> siehe mein letzter Post.
Think outside the box !

strichzwojan

Schnell heißt eigentlich "Splint ziehen, Schlüssel ansetzen und versuchen zu drehen".
Dazu musste nicht mal das Hinterrad raus.
Ich habe es bei mir hingekriegt, auf die nächste Kerbe anzuziehen und neu zu versplinten. Und das Gegenhalten ging mit gedrückter Fußbremse. Muss man halt von Fall zu Fall sehen...
Man kann jedenfalls froh sein, so etwas zu entdecken und zu beheben!

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