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Bremskolben Auto

Begonnen von dipl.segl, 26 Mai 2026, 17:47:16

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Heiko

Luftfeuchtigkeit diffundiert durch Stahl?
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Heiko


Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Einzylindär

durch Gunniteile kannte ich....
aber durch Stahl?

Gruß Stefan,  der Einzylindär

Beppo

Feuchte diffundiert durch Metall.So wurde uns das in der Meisterschule 94  gesagt und bestädigt hat sich das für mich bei Leckagen der Radbremszylinder. Wer wechselt an einem alten Gabelstapler bei ner Wartung schon die Bremsflüssigkeit?
Da werden Öl und Filter ersetzt und ringsrum abgeschmiert.Nach Jahren  sind dann die Bremsen naß, klar Radbremszylinder undicht. beim Zerlegen der alten Zylinder zeigte sich immer Rost welcher sich im innern gebildet hat.
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

Fastnachter

Aber ist das bis DOT4 nicht egal wo die Feuchtigkeit rein kommt? Bremsflüssigkeit bindet Wasser und es rostet. Fertig. Kann auch ein schlechter Deckel und ein Stapler im Regen sein.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Heiko

Weil Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Beppo

Es lässt sich natürlich darüber diskutieren wie sich das Wasser im Leitungssystem zum Nehmerzylinder vorarbeitet. Aber für mich war klar, spät. alle drei Jahre wird gewechselt am ganzen Fuhrpark. Ich sehe auch keinen Grund die Aussagen eines oder mehreren Lehrern anzuzweifeln. Mit diesem Wissen hab ich mich auf der sicheren Seite bewegt.
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

Stefan

Kunststoffe, so auch EPDM, nehmen Wasserdampf aus der Umgebungsluft auf. EPDM vergleichsweise wenig, aber nicht null. Wenn jetzt in einem Bremssattel auf der anderen Seite eine hygroskopische Bremsflüssigkeit wie DOT 4 schwappt, dann nimmt diese Wassermoleküle aus der Dichtung auf und die Dichtung holt sich Neue aus der Luft. Das geht theoretisch so lange, bis die Bremsflüssigkeit gesättigt ist. So kommt das Wasser in den RBZ, nicht durch das Metall, egal, ob Stahl oder Aluminium.

Ist die Bremsflüssigkeit nicht hygroskopisch wie DOT 5, dann gibt das EPDM nichts nach innen ab, weil da ja nichts ist, was das Wasser aufnehmen würde.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

Alter Schrauber

Das Wasser durch Stahl diffundiert höre ich zum ersten mal.  ???

Das sich die Auswirkungen von Feuchtigkeit im ganzen System finden lassen, ergibt sich doch durch die extrem hygroskopische Eigenschaft von "normaler" Bremsflüssigkeit. Das Zeug nimmt auf jedem Weg Wasser auf und somit ist der prozentuale Anteil von Wasser überall.

Außerdem... die immer kürzer werdenden Wechselntervalle der Bremsflüssigkeiten sind ein Milliardengeschäft!

Und ich bin des Lebens nicht überdrüssig.  ;)
Grüße Jörg

Fastnachter

Aber was ist den jetzt mit der Isettabremse, wenn da Wasser rein kommt. Das wird nicht gebunden? wandert an den tiefsten Punkt? Also den/die Radbremszylinder?

Geuß
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Einzylindär

Wie soll da Wasser reinkommen?
Durch das kleine Belüftungsloch jedenfalls nicht....
Wenn die Bremsflüssigkeit kein Wasser anzieht, dann komnt auch nichts rein.

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Alter Schrauber

Zitat von: Fastnachter am 28 Mai 2026, 22:54:32Aber was ist den jetzt mit der Isettabremse, wenn da Wasser rein kommt. Das wird nicht gebunden? wandert an den tiefsten Punkt? Also den/die Radbremszylinder?

Geuß

Wenn das System mit DOT 5.0 befüllt ist, kommt nichts hinein! Dafür wurde es ja entwickelt.
Um beim amerikanischen Militär nicht ständig, (auch beim stehenden Material) die Bremsflüssigkeiten wechseln zu müssen.
Grüße Jörg

Stefan

Moin Jan,

Du hast bei der Montage der Bremsanlage vermutlich ATE Bremsenpaste verwendet. Die verträgt sich wohl nicht mit DOT 5, sagt der Onkel Louis zumindest: https://www.louis.de/artikel/ate-bremszylinder-paste-180-g/10010083?filter_article_number=10010083

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

Fastnachter

Hi Stefan,

das habe ich, ja.
ABER: Doch nicht IM System, sondern nur an den beweglichen Teilen (Einsteller, etc.).
Heißt: Die Radbremszylinder, Hauptbremszylinder, Leitungen, die sind doch unberührt.
Oder mache ich einen Denkfehler?

Gruß

Jan.
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Stefan

Die Dichtungen von RBZ und HBZ hast Du trocken montiert? Oder komplett neu gekauft?
The evil is always and everywhere!

Fastnachter

Die waren allesamt nur noch ein Rostklumpen und sind komplett neu gekommen. Daher kann ich nicht sagen wie die montiert wurden.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Stefan

Tja, jetzt stellt sich die Frage, was die Hersteller der Teile da reingeschmiert haben. Wenn es ATE BremsZYLINDERpaste war, dann könnte DOT 5 als Möglichkeit entfallen.

Davon ab: Du hast bewegliche Bremsenteile außen mit Bremsenpaste (Plastilube?) geschmiert? Wieso nicht mit schnödem Fett? Die Teile werden doch nicht heiß.
The evil is always and everywhere!

Fastnachter



Zitat von: Stefan am 29 Mai 2026, 13:04:33Wieso nicht mit schnödem Fett?
Weil ich ne coole Socke bin und es mir leisten kann!
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Stefan

Wenn das mal alle ist dann bringe ich Dir ein Marmeladenglas voll Ft1v4 mit, das habe ich im Hobbock rumstehen, weil ich das als Unterbodenschutz beim Polo benutze.  :auslach:
The evil is always and everywhere!

dipl.segl

Moin,

Ursache gefunden: Im HBZ war der Kolben des vorderen Bremskreises fest, dadurch war der Bremskolben fixiert und die Scheibe wurde gut temperiert.
Leider gibt es auf die Schnelle keinen Reparatursatz

Muss ich erstmal Zweirad fahren, geht ja auch bei dem Wetter

Gruß aus dem Norden
Michael

Fastnachter

Prima,

dann kann ich das gekaperte Thema ja weiter nutzen!  ;D

neue Erkenntnisse:
Ich habe einen Isetta-Fahrer gefunden, der DOT 5 fährt: Kruemel!
Seit 10 Jahren, allerdings mit Stahlflex Bremsleitungen.
Ohne Probleme.

Dennoch macht mir der einfache Deckel noch ein wenig Sorgen.
Ich mache mal ein Gedankenexperiment:

1m³ Luft kann bei 30°C maximal 30,4g Wasser speichern.
Das könnte dann an den kalten Wänden des Hauptbremszylinders kondensieren und durch die Leitungen in die Radbremszylinder sinken.
Wieviel Volumen hätten wir da? Ich gehe mal von schlampiger Wartung aus und einem niedrigen Bremsflüssigkeitsstand. Sagen wir: 100ml Luft.
Dann hätten wir maximal 0,00304g Wasser.
 
Ja, das ist jetzt nur eine Einmalbetrachtung. Theoretisch könnte immer neue, feuchte Luft nachströmen und kondensieren.
Aber mal im Ernst: Das ist jetzt schon eine ziemlich akademische Übung.

Die 0,00304g Wasser entsprechen einem Volumen von 0,00304ml.
Also ein ziemlich kleines Tröpfchen.
Wenn der sich jetzt im Radbremszylinder festsetzt und ich bremse den auf einer Passabfahrt so richtig heiß, dann geht er in den Gasförmigen Zustand über und das explosionsartig. Er wird also die bremsflüssigkeit in Richtung Hauptbremszylinder drücken, dann dann werden da sehr schnell 5ml draus.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich bin aktuell bei ja, Silikonbremsflüssigkeit, aber nicht mit einfacher Belüftung, sondern mit Membrandeckel.
Und zweitens: Ich muss das Plastilube-Thema nochmal beleuchten.

Viele GRüße

Jan.


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