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Bremskolben Auto

Begonnen von dipl.segl, 26 Mai 2026, 17:47:16

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dipl.segl

Moin an alle,

bei meinem Oldie ist der Bremssattelkolben fest. Leider ist er im  Gehäuse, ist nichts mit der Zange von außen zu greifen. Ich müsste jetzt den Kolben drehen können und mit der Drehbewegung langsam aus dem Gehäuse ,,rausdrehen". Es fehlt mir leider das Werkzeug dazu. Hat jemand eine Idee wie man sich mit ,, Bordmitteln" helfen kann? Das müsste ein Werkzeug sein,d ass sich mit der Drehbewegung am Innenkolben ,,verkeilt".
Und das bei dem Superwetter😉😉😉

Gruß aus dem sonnigen Norden
Michael

dipl.segl


Knaudel

Hallo,
du hast jetzt nicht geschrieben, welches Auto es ist, Bremse vorne oder hinten und ob ggf. Scheibe mit Handbremse.

Darum die Antwort hier etwas allgemein:
Mir ist nicht ganz klar, warum du den Bremskolben drehen willst.
ohne drehen:
Sollte es ein Schwimmsattel vorne sein, kannst du es mit der Fahrzeugbremse selber versuchen. Ist zwar etwas Sauerei aber geht. Bei ausgebautem Sattel mit Druckluft und klopfen, oder mit einer Fettpresse. Festsattel bedingt das Festsetzen der losen Kolben (z.B. durch passendes Holzstück).
Zerlegen der Bremssättel mache ich ungern...

Drehen des Kolbens kenne ich bei Handbremse auf Scheibe. Das geht entweder mit einer Rohrzange oder sachter mit dem entsprechenden (bei vielen Schraubern vorhandenem) Werkzeug.
Keiner hat immer Recht!!

Seltener hier als Rolf und Heiko!!!

4Taktix

Da fällt mir als erstes "Hitze" ein. Also den ganzen Sattel aufheizen.
Nur wie den Kolben zum Drehen "packen" ? Hat der Nuten oder Zapfen oder etwas in der Art ?
Als Zweites: Hydraulik !  Also an die Bremsleitung anschließen, System entlüften, Holz in den Sattel einlegen,
und Bremse treten. ( Das Holz, damit der Kolben nicht wie ein Geschoss in den Sattel knallt )
Mehr Druck lässt sich kaum aufbauen.
Think outside the box !

dipl.segl

Der Bremssattel ist noch eingebaut am MGB, vorn. Mit Hydraulikdruck passiert gar nichts, deshalb der Versuch mit Drehen und gleichzeitig drücken. Wahrscheinlich muss ich einen Ersatz fertig machen, übrigens kann man beim MG die Bremssättel teilen, nur habe ich dann die Sauerei mit der Bremsflüssigkeit. Ich werde mir heute Nacht was überlegen....

Gruß Michael

Heiko

Hi,

ich habe damals am Midget die Sättel geteilt. Beim B GT habe ich neue bestellt. Dauert wahrscheinlich genauso lange wie das Instandsetzen. By the way wird der Sattel dann aber sicherlich auch Riefen in der Bohrung haben nach der Aktion.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

dipl.segl

Ich habe noch Sättel, neue Kolben und Dichtungen liegen. Das wollte ich mir aber ersparen.... War wohl nix😏

Gruß Michael

Heiko

Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Stefan

Beim Motorrad habe ich Bremsflüssigkeit in den Spalt zwischen Sattel und Kolben eingetröpfelt und den Kolben dann weiter eingepreßt, mit Schraubstock oder -zwinge. Dabeit haben sich die verklebten Dichtungen gelöst und der Kolben kam dann mittels pumpen raus.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

Beppo

Zitat von: Knaudel am 26 Mai 2026, 17:59:21Bei ausgebautem Sattel mit Druckluft und klopfen, oder mit einer Fettpresse.
sobal öl oder Fett an Bremsdichtungen kommt sind diese hinüber, die quellen gnadenlos auf. Im Notfall bei kpl Bremsflüssigkeitsverlust lieber Wasser nachfüllen als irgendein Öl, Wasser lässt sich Später ausspühlen. Fett oder Öl nicht.
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

Heiko

Wenn der Sattel sowieso komplett zerlegt und bestückt wird ist das vernachlässigbar, besonders da es beim B Gummidichtringe und Dichtungen aus Standardmaterialien sind.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Einzylindär

#10
Falls du vorhast, Silikonbremsflüssigkeit DOT 5.0 zu fahren, müssen die Dichtungen aus EPDM sein!

Ich fahre die Mike Sanders DOT 5.0 seit 2014 in zwei Käfern und dem Polo 86c problemlos ohne Wechsel!

Im Polo gab es Probleme mit dem HBZ Repsatz, diese Dichtungen waren nicht aus EPDM. Dann habe ich einen neuen HBZ von ATE classic eingebaut, seitdem ist Ruhe.

Gruß
Stefan, der Einzylindär

dipl.segl

Moin,
die Sache mit Silikon hatte ich auch schon überlegt.
Aber dann müsste ich an alle vier Räder ran und die alte Bremsflüssigkeit rausspülen. Und was die Gummiteile angeht: keine Ahnung was das für Material ist...

Gruß Michael

Einzylindär

#12
Ich habe es gemacht, weil nicht aggressiv für den Lack und kein Wechsel mehr.
Ich bin sehr zufrieden!

Bei den Käfern 57 und 66 gabe ich den alten HBZ zerlegt, durchgehont und einen neuen uralten Repsatz von FAG Kugelfischer verbaut. Vermutlich aus den 60ern...
Bremsschläuche und Radbremsuylinder neu von ATE classic.
Beim Polo hatte ich einen HBZ Repsatz von Ebay, der wurde undicht nach einem halben Jahr. Danach neuen HBZ von ATE classic und gut. Schläuche,  RBZ und Dichtsatz der Faustsättel neu von ATE Classic.
Bei ATE hatte ich per mail angefragt, ob der HBZ Dichtungen aus EPDM hat, weil ich damit Silikonbremsflüssigkeit fahren will. Ich habe innerhalb eines Tages eine Antwort bekommen
"Ja, die Dichtungen sind aus EPDM, aber der Betrieb mit Silikonbremsflüssigkeit ist von uns nicht getestet und freigegeben, erfolgt dann auf ihr eigenes Risiko." TOP Antwort.

Die Mike Sanders Flüssigkeit sollte mit Neuteilen eingesetzt werden, es gibt aber auch andere von Automec glaube ich, bei der "gründlich spülen" stand.

Gruß
Stefan, der Einzylindär

dipl.segl

Das wird dann aber eine Winterveranstaltung, jetzt will erstmal auf die Straße

Gruß Michael

Fastnachter

Also ich hab mich bei der Isetta damit befasst, alles neu, wäre gut möglich. Ich werde das nicht machen. Habe keinen der alten Hasen getroffen, der das für eine gute Idee hält. Nur so zum Nachdenken.
Welches Problem willst du lösen? Das ist die Frage.

Gruß

Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Stefan

Zitat von: Fastnachter am 27 Mai 2026, 10:55:38Habe keinen der alten Hasen getroffen, der das für eine gute Idee hält. Nur so zum Nachdenken.
Hats denn einer von denen mal gemacht und schlechte Erfahrungen gesammelt?

Ich habe meine Motorräder alle umgestellt, angefangen irgendwann 2012 oder so. Alte Dichtungen wiederverwendet. Bremsen alle, wie sie sollen.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

Fastnachter

Der Heiligtag hat in seinem Isetta-Schrauber (Band 5) da seiten zu gefüllt.
Fazit: Es gibt ne DOT 4 von ATE mit einem Wechselintervall von 3 Jahren (laut Freigabe).
Auch Silikon muss ja gewechselt werden, wegen mechanischem Abrieb.
Der Unterschied ist dann nicht mehr sooo gravierend.
Dazu: Der Deckel des Hauptbremszylinders ist nicht geeignet für 100%ige Sicherheit, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann. Und: Durch die stärkere Kompressibilität kann der Hauptbremszylinder an
seine Grenzen kommen. Das kann dazu führen, dass das Pedal auf
Anschlag geht, bevor voller Druck erreicht ist.

Der Zweite (Von Brunn) sagte auch: Gibt immer mal wieder Probleme mit Dichtungen, etc.
Freigabe gibt es nur bis DOT4.

Fazit war: kann man machen, bremst aber dann auch nicht besser und löst keine Probleme.
Kannst du gerne in 10 Tagen lesen.

Ihr dürft mich auch gerne durch Gegenrede überzeugen.

Viele Grüße
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

dipl.segl

Moin,
in der ,,MG-Fraktion" gibt es auch Für und Wider. Ich finde Silikon ganz charmant weil es nicht so aggressiv ist, es ,,schont" den Lack wenn m as l was passiert.
Mal sehen was wird. Ich habe heute einen Bremssattel zusammengebaut, nachher wird getauscht,

Gruß Michael

Knaudel

Zitat von: Beppo am 26 Mai 2026, 22:34:00sobal öl oder Fett an Bremsdichtungen kommt sind diese hinüber, die quellen gnadenlos auf. Im Notfall bei kpl Bremsflüssigkeitsverlust lieber Wasser nachfüllen als irgendein Öl, Wasser lässt sich Später ausspühlen. Fett oder Öl nicht.

Hallo,
natürlich muss das Fett wieder komplett (!) raus.
Einen Kolben am Radbremszylinder der so fest ist, dass der Hauptbremszylinder keine Bewegung erzeugt muss m.E. nicht nur ausgebaut und wieder eingebaut werden. Da braucht es dann etwas mehr.
Das Fett auszuspülen ist dann das kleinste Problem...
Keiner hat immer Recht!!

Seltener hier als Rolf und Heiko!!!

Stefan

#19
Zitat von: Fastnachter am 27 Mai 2026, 14:35:09Auch Silikon muss ja gewechselt werden, wegen mechanischem Abrieb.
Den Abrieb der letzten 15 Jahre und 50000 km schaue ich mir vielleicht nächstes Jahr einmal bei der RD an ... wenn ich Lust dazu habe.

Zitat von: Fastnachter am 27 Mai 2026, 14:35:09Dazu: Der Deckel des Hauptbremszylinders ist nicht geeignet für 100%ige Sicherheit, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann. Und: Durch die stärkere Kompressibilität kann der Hauptbremszylinder an
seine Grenzen kommen. Das kann dazu führen, dass das Pedal auf
Anschlag geht, bevor voller Druck erreicht ist.
Ist das Isetta-spezifische Erfahrung? Bei meinen japanischen und italienischen Bremsen sind die Ausgleichsbehälter zur Bremsflüssigkeit hin luftdicht und von stärkerer Kompressibilität habe ich nichts bemerkt.

Zitat von: Fastnachter am 27 Mai 2026, 14:35:09Der Zweite (Von Brunn) sagte auch: Gibt immer mal wieder Probleme mit Dichtungen, etc.
Davon habe ich zum ersten Mal vor ein paar Tagen vom Einzylindär gelesen, war aber mit einem "HBZ Repsatz von Ebay", also wahrscheinlich irgendein Schrott zweifelhafter Herkunft.

Gruß
Stefan

The evil is always and everywhere!

Fastnachter

Hi Stefan,

wie ich ja schon schrieb:

Zitat von: Fastnachter am 27 Mai 2026, 14:35:09Ihr dürft mich auch gerne durch Gegenrede überzeugen.

Noch ist das System unbefüllt und "sauber".
lass uns das doch am Edersee nochmal durchsprechen.

Viele Grüße
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Einzylindär

Ich merke schon... ich werde Vertreter für Silikonbremsflüssigkeit UND Mikuni...

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Einzylindär

Zitat von: Stefan am 28 Mai 2026, 08:00:53Ist das Isetta-spezifische Erfahrung? Bei meinen japanischen und italienischen Bremsen sind die Ausgleichsbehälter zur Bremsflüssigkeit hin luftdicht und von stärkerer Kompressibilität habe ich nichts bemerkt.
Davon habe ich zum ersten Mal vor ein paar Tagen vom Einzylindär gelesen, war aber mit einem "HBZ Repsatz von Ebay", also wahrscheinlich irgendein Schrott zweifelhafter Herkunft.

Gruß
Stefan



Bei Motorrädern sind die Ausgleichsbehälter luftdicht wegen Spritzwasser vermute ich. Beim Auto ist immer ein kleines Loch um Deckel!

Repsatz war von Autofrein aus Spanien glaube ich...

Haben wir ein Thema für die Eulenburg!  :popcorn:

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Alter Schrauber

#23
Zitat von: Fastnachter am 27 Mai 2026, 14:35:09Dazu: Der Deckel des Hauptbremszylinders ist nicht geeignet für 100%ige Sicherheit, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann.

Wenn dann tatsächlich Wasser durch überwindung der Deckeldichtung in den Hauptbremszylinder eindringen sollte, dann ist sie da drin. Und dann? In die Silikon Bremsflüssigkeit gelangt sie jedenfalls nicht!

Zitat von: Fastnachter am 27 Mai 2026, 14:35:09Und: Durch die stärkere Kompressibilität kann der Hauptbremszylinder an
seine Grenzen kommen. Das kann dazu führen, dass das Pedal auf
Anschlag geht, bevor voller Druck erreicht ist.

Das ist ja mal eine seltsame Theorie.
Auf welchen Anschlag soll das Pedal denn gehen, auf das Bodenblech, warum?
Dann müsste doch Luft im System sein, Woher?
Auch Wasser welches durch Erhitzung beim bremsen in Dampf übergehen könnte, kann ja nicht im System sein, weil Silikon ja kein Wasser aufnimmt.
Und ich habe mal gelernt, Flüssigkeiten kann man nicht komprimieren.

Ich habe DOT 5 seit 2012 in meiner Guzzi.
Einmal alle Gummiteile neu und die Leitungen durchgespült, seitdem ist alles Tutti.

Gruß Jörg
Grüße Jörg

Fastnachter

Also zumindest die Entlüftungsbohrung ist da.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Stefan

Zitat von: Fastnachter am 28 Mai 2026, 11:46:33Also zumindest die Entlüftungsbohrung ist da.

Das ist eine Belüftungsbohrung, und zwar für den Raum zwischen Deckel und Membran, der größer wird, wenn die Bremsbeläge verschleißen und der Flüssigkeitsstand und damit auch die Membran sinkt. Durch diese Bohrung gelangt kein Wasser an die Bremsflüssigkeit.

Motorräder haben eine kleine Nut quer durch die Anpreßfläche für die Membran.
The evil is always and everywhere!

Knaudel

Zitat von: Stefan am 28 Mai 2026, 12:16:05Das ist eine Belüftungsbohrung, und zwar für den Raum zwischen Deckel und Membran, der größer wird, wenn die Bremsbeläge verschleißen und der Flüssigkeitsstand und damit auch die Membran sinkt. Durch diese Bohrung gelangt kein Wasser an die Bremsflüssigkeit.

Motorräder haben eine kleine Nut quer durch die Anpreßfläche für die Membran.

Nein, das ist die Belüftungsbohrung, es gibt darunter keine Membran (Membran kenne ich da nur am Motorrad).
Durch diese Bohrung kommt Luft und damit auch Luftfeuchtigkeit ins System...
Keiner hat immer Recht!!

Seltener hier als Rolf und Heiko!!!

Stefan

Zitat von: Knaudel am 28 Mai 2026, 13:54:11Nein, das ist die Belüftungsbohrung, es gibt darunter keine Membran (Membran kenne ich da nur am Motorrad).
Durch diese Bohrung kommt Luft und damit auch Luftfeuchtigkeit ins System...

Oha, das ist natürlich etwas anderes. Und im Deckel ist nur ein Labyrinth wie in Benzintankdeckeln, damit nichts raussabbert?
Trotzdem kommt da doch nur dann nennenswert Wasser an die Flüssigkeit, wenn Jan die Isetta mit dem Dampfstrahler reinigt und verweise ansonsten auf Stefan Einzylindär mit drei Autos mit DOT 5.
The evil is always and everywhere!

Fastnachter

"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Beppo

mal so nebenbei bemerkt  :oberlehrer: Die hygroskopischen Bremsflüssigkeiten welche alle 2-3 Jahre gewechselt werden sollen ziehen ihr Wasser vielleicht auch durch den Deckel aber schlimmer ist das diffundieren durch die Stahlteile ! auch in den Leitungen und Zylindern reichert sich Wasser an! Wer denkt,macht nix solange ich die Bremse nicht heiß fahre und kein Dampf ensteht irrt. Rost und damit Leckagen werden dann zum Problem.
Woher ich das weiß? Meisterschule und eigene Erfahrung.
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

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