Zu langsames abtouren

Begonnen von Kees, 22 Juni 2025, 21:36:01

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Kees

Wärend der Hinfahrt zum Eulenburg hat sich ein Problem beim R25 gegeben. Drehe ich das Gas dicht dann dauert es eine Weile bis der Motor reagiert. Beim normalen fahren nicht problematisch, aber vor allem als man die Kupplung zieht, zum beispiel zum schalten, ist das ärgerlich weil der Motor weiter mit hohe rpm dreht. Auch das Doppelkuppeln geht so nicht mehr gescheit, der kurze Gasstoss im Zwischenleergang ist dann so kurz nicht mehr.

Problem war eigentlich ziemlich plötzlich da, ist nicht schlimmer oder besser geworden und ist noch immer da.

Was ich schon versucht habe: Schieber im Vergaser ist leichgängig. Gaszug auch. Nach abnehmen der Luftfilter sieht man auch das der Schieber immer schnell nach unten fällt.

Fliehkraftregler ist leichtgängig. Zieht man die Gewichte nach aussen dann schnallen sie beim Loslassen energisch zurück.

Was gibt es da noch mehr für mögliche Ursachen? Ich stehe da jetz auf dem Schlauch.

Kees



RTwenty7

Die Ventile würde ich mal kontrollieren.

Auf Vergaser würde ich nicht tippen, wenn es plötzlich gekommen ist, kann aber natürlich auch sein.
Da gilt, tourt der Motor nicht gleich ab, ist es zu mager. Fällt er deutlich unter das einjustierte Standgas und rappelt sich dann wieder, oder geht gar aus, ist es zu fett. Meist beim starken Abbremsen vor einer Ampel.
Roll On!
Amir

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Kees

Das werde ich mal nachgehen. Gemisch also eher zu mager. 

Schorsch

Auch mal auf falsche Luft überprüfen.

Gruß
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

RTwenty7

Zitat von: Kees am 22 Juni 2025, 22:06:25Das werde ich mal nachgehen. Gemisch also eher zu mager.

Wenn das schon immer so ist in der derzeitigen Konfiguration, würde ich beim Vergaser anfangen. Nach dem Wochenende mit ordentlich Gepäck und den hohen Außentemperaturen würde ich erstmal den Ventildeckel abnehmen und messen.
Roll On!
Amir

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Einzylindär

Aber wenn du wartest, dann kommt die Drehzahl runter?

Ich hatte beim Mikuni Vergaser an der R27 am Anfang eine dauerhaft zu hoch hängende Leerlaufdrehzahl. Mit der Kupplung konnte ich den Motor runterziehen. Dann war die Leerlaufdrehzahl niedrig wie eingestellt. Bei mir war die Leerlaufdüse zu groß und der Motor zu fett.
Nach mehrfachem Verkleinern der Leerlaufdüse ist es nun weg und der Motor tourt schnell ab.

War das bei dir schon immer oder ust das während deiner Tour zur Eulenburg aufgetreten?

Gruß
Stefan, der Einzylindär

Kees

Das zu langsame Abtouren ist neu. Dauert vieleicht 5 Sekunden dann ist das Drehzahl wieder normal.

Aber was ich schon immer hatte ist unregelmässige Leerlaufdrehzahl. Dann ist es wieder etwas mehr, dann wieder etwas weniger. Stehe ich beim Verkehrslicht ist es erstmal ein bischen zu hoch, geht dann nach eine halbe minute oder so plötzlich hinunten. Ich erwische mir das ich oft am Leerlaufschraube rumpimmel damit es nicht zu schnell oder zu langsam läuft.

Gibt es da ein Verband?

Motor hat etwa 4000 km jetzt nach Kompletrevision. Zylinderkopf war ein NOS Teil. Vergaser ist auch sehr gut mit wenig Schieberspiel, trotzdem sehr leichtgängig. Flansch hatte ich natürlich gerade gezogen mit Schleifpapier auf eine Glasplatte, werde aber doch noch versuchen ob da kein Falschluft entlang schleift. Ventilspiel werde ich heute Abend auch checken.

strichzwojan

Ich würde zuerst kontrollieren, ob mit heißem Motor (bei Motor aus!) tatsächlich auch das typische KLACK zu hören ist, wenn man den Schieber per Gaszug schließt, und zwar ganz sachte mit wenig Anlauf.
Mein Bing hat sich gerade diesbezüglich zickig verhalten. Es sieht so aus, als ob ihm die vielen stressigen Hitzekilometer (Testfahrerstatus für Kahlo) nicht gut getan hätten. Irgendwie hat er sich verzogen. Der Schieber schließt eigentlich gut, aber sobald die Nadeldüse fest eingeschraubt und die Schiebernadel eingegbaut ist, will er nicht mehr bis ganz runter, bzw. der Federdruck der Seilzugfeder reicht nicht aus.
Löse ich die Nadeldüse eine Achtel Umdrehung, geht alles prima... :(

Kees

Nadeldüse bischen ausfeilen Jan  ;D

Bei mir ist das Phänomen schon gleich da, nichts mit heiss. Trotzdem werde ich auch das noch mal nachgehen.

strichzwojan

#9
Schau mal zwischen die Ohrstöpsel. Das ist schon passiert... >:(
Das ist die alte Nadeldüse mit unbekannter Laufleistung, mindestens aber 50.000 km. Die alte klemmte, die neue auch.
Und kalt ist das Phänomen auch da. Ich habe jetzt mal Schraubensicherung niedrigfest bestellt. Ja, bestellt, denn in ganz Innsbruck haben die Firmen ausschließlich mittelfest und hochfest.. :( .

rolf

Zitat von: strichzwojan am 23 Juni 2025, 09:07:59Ich würde zuerst kontrollieren, ob mit heißem Motor (bei Motor aus!) tatsächlich auch das typische KLACK zu hören ist, wenn man den Schieber per Gaszug schließt, und zwar ganz sachte mit wenig Anlauf.
Mein Bing hat sich gerade diesbezüglich zickig verhalten. Es sieht so aus, als ob ihm die vielen stressigen Hitzekilometer (Testfahrerstatus für Kahlo) nicht gut getan hätten. Irgendwie hat er sich verzogen. Der Schieber schließt eigentlich gut, aber sobald die Nadeldüse fest eingeschraubt und die Schiebernadel eingegbaut ist, will er nicht mehr bis ganz runter, bzw. der Federdruck der Seilzugfeder reicht nicht aus.
Löse ich die Nadeldüse eine Achtel Umdrehung, geht alles prima... :(


Feder einfach länger ziehen...fertig

Kees

Na, es ist doch der Kabel. Jetzt mal gut geschaut und der Schieber geht nicht immer ganz zum Anschlag runter.

Ventilspiel war noch ziemlich in Ordnung, nur Auslass ein bischen zu stram. Vergaser habe ich gereinigt und alles für gut befunden. Ohne Kabel schnallt der Schieber immer zuverlässig zurück.

Im Leerlauf lauft er doch ziemlich fett. Ich habe jetzt die Luftschraube eine halbe Drehung nach aussen gedreht. Mal sehen ob das besser ist. Aber er hat eine 45 Leerlaufdüsse. Das ist ziemlich gross. Sollte passen für die R25, aber alle andere Einzylinder haben eine 35-er. Also, auch was zum probieren.

M. Bumerang

Die R25/2 hat eine 35 LD.
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

Kees

Ja, weiss ich. Ich habe aber die R25/0. Aber nicht ganz original mit eine 24 mm Vergaser.

RTwenty7

Was ist denn am Kabel jetzt die Ursache gewesen? Vergammelt? Oder zu stramm eingestellt und bei Hitze zu sehr gedehnt, oder was war los?
Roll On!
Amir

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Kees

Iche denke das die Riempchen meiner Tanktasse der Kabel ein knacks gegeben haben. Es ist nicht viel, so in die Hand lauft er auch nicht so slecht. Scheinbar doch genug. 

RTwenty7

Ich muss gestehen, ich verstehe kein Wort ???
Roll On!
Amir

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Heiko

#17
Ich helfe Dir mal:

Er hat vermutlich mit den Riemen des Tankrucksackes den Bowdenzug eingeklemmt und minimal deformiert.

;D
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Kees

Das hat Heiko schoen uebersetzt. 

Schorsch

Hmmmm,

ich VERMUTE, dass sich der Gaszug zwischen der unteren Falz am Tank und dem Rahmenrohr
verklemmt hat, dadurch ein Knick im Gaszug entstanden ist.


Gruß
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

Hans Otté

Verklemmt oder nicht verklemmt kann nur festgestellt werden indem man den Zug auf beiden Seiten aushakt, Gasgriff und Vergaserseite, und dann im verlegtem Zustand jeweils über die gesamte Zuglänge bewegt. Sollte hier eine Klemmung vorhanden sein wäre dies sehr schnell und deutlich fühlbar. Grüße, *****
Pour être le meilleur il suffit parfois que les autres soient moins bon!
Et le chemin le plus court d'un point à un autre, c'est de ne pas y aller!

strichzwojan

Zitat von: Hans Otté am 24 Juni 2025, 11:23:43Verklemmt oder nicht verklemmt kann nur festgestellt werden indem man den Zug auf beiden Seiten aushakt, Gasgriff und Vergaserseite, und dann im verlegtem Zustand jeweils über die gesamte Zuglänge bewegt. Sollte hier eine Klemmung vorhanden sein wäre dies sehr schnell und deutlich fühlbar. Grüße, *****

Und wie lange habe ich bei meinem Vergaserproblem auf der Gaszugseite gesucht, nur um dann den Vergaser selbst als Schuldigen zu entdecken!

Kees

Mit Kabel im Schieber eingehackt geht die Schieber mühsam hinunten. Ohne Kabel schnallt der Schieber energetisch zurück. 

Theoretisch konnte es auch noch im Gasgriff sitzen.

Ist es so verständlich?  ;)

RTwenty7

Ich habe die "Zug in Feder" Version noch nie so prickelnd gefunden, bislang habe ich aber noch keine Probleme gehabt.

Versuche doch mal die kleine Feder herauszunehmen und dafür eine große Feder (größer im Durchmesser) zu montieren. Im Mikuni ist die Feder im Durchmesser fast so groß wie der Schieber innen, fast.
Möglicherweise hat der Knick in deiner Feder über die Jahre eine Scheuer/Klemmstelle ausgearbeitet, die nun zu Klemmern führen zwischen Zug und Feder.
Roll On!
Amir

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Kees

Problem solved. Obschon das alte Gaskabel sicher nicht so schlimm war, gleitet der Neue doch viel besser. Es fühlt sich an nach verharztes Fett oder so was. Ich werde noch versuchen ihm zu spülen und neu zu schmieren. 

Damit hat der Schieber schön Klack gesagt beim dichtdrehen vom Gasgriff. Dann noch zwei Optimierungen. Zum ersten habe ich auch eine neue Feder eingebaut, die alte war doch ziemlich eingesackt. Und ich hatte das Gaskabel links vom Steuerkopf laufen, vor allem bei rechtseinschlag wurde das sehr knapp. Jetzt läuft er rechts und hat viel mehr Platz. 


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