R25/3 Bing Vergaser läuft über - ist nicht die Schwimmernadel, oder doch !?!

Begonnen von joerg-d, 16 Juni 2025, 13:32:54

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joerg-d

Hallöchen und Grüße aus dem Süden der Republik!

Hoffe mal, daß mir jemand hier nen genialen Tipp geben kann.

Bei meinem Vergaser habe ich das Problem, daß dieser überläuf, und zwar nach dem Öffnen des Benzinhahns sehr schnell. Fahren ist damit also überhaupt nicht möglich. Ich habe den Fehler schon letztes Jahr identifizieren können, der Sitz neben dem Schwimmernadelventil ist undicht. Die Schwimmernadel selber dichtet einwandfrei, nur drückt sich Benzin da wohl zwischen Alugehäuse und Messingseinsatz durch. Reparaturansatz letztes Jahr: innen den Boden mit Epoxydharz auskleiden und abdichten, sollte ja Benzin-beständig sein. Hat auch gut ein Jahr lang funkioniert, jetzt hat sich das Harz aufgelöst und ich brauch eine vernünftige Reparaturlösung. Aber ich habe noch nicht mal rausfinden können, ob dieser Einsatz demontierbar ist.

Wer weiß da mehr?

Grüße,
Jörg

joerg-d


Heiko

Der Einsatz ist nicht demontierbar. Da hilft nur ein neues Vergasergehäuse.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

big-tschenso

Bei Oldtimervergaser gibt es hierfüreine Dichtung, die gegen das Gehäuse abdichtet. Habe ich auch genommen und funktioniert. Ist aber mi, glaube ich ,33Euro, nicht ganz billig!
Gruß Tschenso
Es ist nicht alles was schwarz ist und zwei Räder hat,eine R25.Aber es könnte doch sein.

rolf

klassiker.... wenn der Messingeinsatz rauswandert und man nichts unternimmt....dasselbem Problem hatte Rawost auch....im Baltikum.



tchenso...nützt nichts...der Sprit läuft weiterhin am Sitz vorbei

Stefan

Zitat von: Heiko am 16 Juni 2025, 13:35:40Der Einsatz ist nicht demontierbar. Da hilft nur ein neues Vergasergehäuse.
Ist der da eingegossen, nicht eingepreßt?
The evil is always and everywhere!

rolf


RTwenty7

Verstehe ich das richtig, dass sich nach Öffnen des Benzinhahns so viel Sprit am Sitz vorbei drückt, dass es oben überläuft, quasi wie ohne Schwimmernadel?
Dann müsste der Messingeinsatz ja schon fast von selbst rausfallen, dass sich da so fix so viel Sprit vorbeidrückt. Die Verschlussschraube könnte man dann doch gar nicht mehr anziehen, weil sich alles mitdreht. Kann mir das gar nicht vorstellen. ???  ???
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RTwenty7

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joerg-d

Tja, gut gemeint, bringt mich aber nun auch nicht weiter. Bevor ich da an ein neues Gehäuse denke (das ist gleichbedeutend mit einem neuen Vergaser, und das wird nicht billig :-) probier ich lieber noch diverse Reparaturansätze. Flüssigzinn wäre vielleicht auch noch eine Option  :Frage:

cledrera

Vorschlag:
Nimm ganz dünnes Messingblech.
Rund ausschneiden mit einem genau passenden Loch nur für die Öffnung der Schwimmernadel.
Das Ganze mit benzinfestem Kleber von innen vollflächig einkleben.

Übrigens ist Dein Foto in der Vergrößerung schlicht unscharf.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

rolf

Zitat von: RTwenty7 am 16 Juni 2025, 14:29:00Verstehe ich das richtig, dass sich nach Öffnen des Benzinhahns so viel Sprit am Sitz vorbei drückt, dass es oben überläuft, quasi wie ohne Schwimmernadel?
Dann müsste der Messingeinsatz ja schon fast von selbst rausfallen, dass sich da so fix so viel Sprit vorbeidrückt. Die Verschlussschraube könnte man dann doch gar nicht mehr anziehen, weil sich alles mitdreht. Kann mir das gar nicht vorstellen. ???  ???

solltest du aber ;D

joerg-d

Zitat von: cledrera am 16 Juni 2025, 15:44:00Vorschlag:
Nimm ganz dünnes Messingblech.
Rund ausschneiden mit einem genau passenden Loch nur für die Öffnung der Schwimmernadel.
Das Ganze mit benzinfestem Kleber von innen vollflächig einkleben.

Übrigens ist Dein Foto in der Vergrößerung schlicht unscharf.

Das mit dem dünnen Messingblech könnte ich mir - glaube ich - sparen, wenn ich einen guten festen benzinbeständigen Kleber habe; mit dem könnte ich dann den Fußbereich, wie schon versucht, leicht auffüllen. Aber egal was ich suche, ich finde immer etwas auf 2k-Epoxydharzbasis und das hat bekanntlich nicht lange gehalten.

Vielleicht hat jemand mit einem guten Kleber positive Errfahrungen gemacht, dann könnte ich das so nochmal versuchen.

cledrera

Das ist, neben der Vergrößerung der Klebekontaktfläche, auch der Sinn des Messingblechs:
Schutz des Klebers vor Benzin.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

RTwenty7

Wenn dein Messingeinsatz dermaßen Spiel hat, dass beim Hahnaufdrehen schon die Schwimmerkammer überläuft, wird das langfristig nicht mit "nur" Kleben funktionieren, da du jedesmal beim Festziehen/Lösen der Schraube den Kleber aufreißt.
Mein Favorit ist und bleibt PETEC Power Bibond. Bei meinem Vergaser habe ich die Verschlussschraube fest angedreht und den Messingeinsatz von innen beidseitig angekörnt gegen verdrehen und dann verklebt.
Zweimal auf und zumachen hat es bislang überstanden und dicht ist es ebenfalls noch.
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Amir

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bertlalbert

Hallo Jörg,
versuch es mal mit JB-Weld, da hab ich mal ein Schwimmergehäuse dicht bekommen.

NordmannR26

Zitat von: bertlalbert am 16 Juni 2025, 16:45:58Hallo Jörg,
versuch es mal mit JB-Weld, da hab ich mal ein Schwimmergehäuse dicht bekommen.
Dichtet auch bei mir den Tank seit 3 Jahren zuverlässig, allerdings mit Edelstahldrahtnetz armiert (Lichtschacht-Laubschutz aus dem Baumarkt).
Ich kann alles...ist nur eine Frage der Zeit.

Stefan

Uhu endfest 300 (mit 300!). Alles bestens entfetten, am besten mit Aceton im Ultraschallbad, und nach dem auftragen des Klebers auf 80 °C aufheizen. Dann wird der Kleber schön dünnflüssig und die Festigkeit höher.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

strichzwojan

Bevor es gleich ein neues Gehäuse geben muss, würde ich das auch probieren. Vielleicht noch, um Stefans Anleitung zu ergänzen, einen eingetrockneten Silikonrest aus einer Dirko-Tülle als Stöpsel von innen als Schutz für den Messingeinsatz einstecken, eine Papphülle (Klopapierrolle) für die Gehäusewand ebenso, und dann kurz mit dem Sandstrahler auf den Boden ballern, um eine saubere und raue Oberfläche für den Kleber zu schaffen.

joerg-d

Zitat von: Stefan am 16 Juni 2025, 17:11:52Uhu endfest 300 (mit 300!). Alles bestens entfetten, am besten mit Aceton im Ultraschallbad, und nach dem auftragen des Klebers auf 80 °C aufheizen. Dann wird der Kleber schön dünnflüssig und die Festigkeit höher.

Gruß
Stefan

Uhu Endfest 300 hatte bereits seine Chance, das Zeug hat nicht gehalten. Ich werde mal das JB-Weld versuchen. Vorher natürlich alles schön sauber machen und Oberfläche anrauhen (muß ja nicht gleich Sandstrahlen sein, vorsichtig mit nem 120 Schmirgelpapier ist auch gut).

Auf die Idee mit dem Körnen hätte ich auch kommen können, schön fein rundum von beiden Seiten verhindert nicht nur das Verdrehen; wenn gut dann könnte die Dichtigkeit auch damit hergestellt weden. War zu Großvaters Zeiten eine nicht ganz ungekannte Methode, um Poren in Rohrleitungen wieder zu verschließen, wenn man nicht gleich schweißen konnte oder wollte.

Bis zum Wochenende weiß ich hoffentlich mehr.

Stefan

Zitat von: joerg-d am 17 Juni 2025, 07:06:39Uhu Endfest 300 hatte bereits seine Chance, das Zeug hat nicht gehalten.
Dann hast Du etwas falsch gemacht; nicht entfettet, nicht erhitzt, nur oberflächlich aufgetragen, falsches Mischungsverhältnis, Kleber überaltert, etc. Bei mir hält das seit Jahren unter Dauerbebenzinung.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

strichzwojan

Vor genau 44 Jahren hatte ich einen Riss im Getriebeboden, hervorgerufen von einem falschen Hauptständer, der sich mit den zwei langen Federhalterungen im Getriebe abstützte. Das war so beim Kauf der Maschine. Ich selbst war noch absoluter Frischling.

Ich nahm UHU 300 endfest, weil der einfach zu bekommen war. Getriebe ausgebaut, den Riss freigelegt, ausgekratzt, die Enden angebohrt und (nicht optimal) mit Alkohol entfettet. Von Bremsenreiniger wusste ich noch nichts. Das Getriebe war dicht über viele Jahre, bis es dann doch ausgetauscht wurde - aber nicht wegen des Risses!

Seitdem halte ich diesem Kleber (wenn es drauf ankommt) die Treue.

M. Bumerang

Hattest du den richtigen UHU 300? Stephan hatte doch mal geschrieben das es da 2 verschiedene gibt
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

big-tschenso

Ich schrub doch von dem Dichtring, der gegen das Gehäuse abdichtet. Auch wenn Rolf schreibt, es funtzt nicht, bei mir ist es dicht!!!! Bei mir war der Sitz auch nicht mehr fest und hat gesabbert.
Gruß Tschenso
Es ist nicht alles was schwarz ist und zwei Räder hat,eine R25.Aber es könnte doch sein.

4Taktix

@joerg-d ; Wo genau läuft das Benzin heraus, wenn Du den Hahn aufdrehst ? Bitte ganz genau !
Think outside the box !

RTwenty7

Zitat von: big-tschenso am 17 Juni 2025, 10:07:35Ich schrub doch von dem Dichtring, der gegen das Gehäuse abdichtet. Auch wenn Rolf schreibt, es funtzt nicht, bei mir ist es dicht!!!! Bei mir war der Sitz auch nicht mehr fest und hat gesabbert.
Gruß Tschenso

Nützt ihm doch nichts, wenn der Sprit nach innen läuft, in das Schwimmergehäuse. So zumindest habe ich das verstanden, nach außen ist offensichtlich alles dicht, aber Hahn auf und es suppt oben aus dem Deckel, wie beim Tupfen eben.

Und ja, jeder Klebererfolg hängt zu 99,9% von den Vorarbeiten ab.
Roll On!
Amir

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joerg-d

Zitat von: RTwenty7 am 17 Juni 2025, 10:23:11Nützt ihm doch nichts, wenn der Sprit nach innen läuft, in das Schwimmergehäuse. So zumindest habe ich das verstanden, nach außen ist offensichtlich alles dicht, aber Hahn auf und es suppt oben aus dem Deckel, wie beim Tupfen eben.

Und ja, jeder Klebererfolg hängt zu 99,9% von den Vorarbeiten ab.

Genau das ist mein Problem. Und Ja, Vorarbeit ist alles beim Kleben.

4Taktix

Zitat von: 4Taktix am 17 Juni 2025, 10:16:32@joerg-d ; Wo genau läuft das Benzin heraus, wenn Du den Hahn aufdrehst ? Bitte ganz genau !

Bevor hier in blinden Aktionismus verfallen wird, sollte diese Frage beantwortet/geklärt werden.
Vllt. ist der Messinganschluss garnicht die Ursache für die Undichtigkeit.
Think outside the box !

RTwenty7

Biegsame Dremelwelle und Minibürstenaufsatz (Messing/Edelstahl) ist da meine erste Wahl.
Roll On!
Amir

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RTwenty7

Zitat von: 4Taktix am 17 Juni 2025, 10:50:46Bevor hier in blinden Aktionismus verfallen wird, sollte diese Frage beantwortet/geklärt werden.
Vllt. ist der Messinganschluss garnicht die Ursache für die Undichtigkeit.

Ich kann mir das auch irgendwie nicht vorstellen, aber soll wohl so sein
Roll On!
Amir

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strichzwojan

#29
Zitat von: big-tschenso am 17 Juni 2025, 10:07:35Ich schrub doch von dem Dichtring, der gegen das Gehäuse abdichtet. Auch wenn Rolf schreibt, es funtzt nicht, bei mir ist es dicht!!!! Bei mir war der Sitz auch nicht mehr fest und hat gesabbert.
Gruß Tschenso

Jens, ich bin da absolut bei dir. Auch wenn immer alle schreiben "es suppt am Messingteil vorbei"... Erstens ist bei meinem Schlauchanschluss eine konische Absenkung, die wunderbar mit dem konischen Anschlusspart am Vergasergehäuse zusammengeht. Noch dazu, wo ein sehr breiter Fiberring den Übergang von Messingteil zu Druckguss leicht überdeckt. Da geht bei mir jedenfalls nichts durch an dieser Stelle.

Ist ein 1/24/42 mit geradem, nicht schrägem Schwenkanschluss.

Frage: Der konische Schwimmernadelteil wurde aber hoffentlich schon mit Chrompolitur auf den Sitz im Gehäuse eingeschliffen?

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