Nachbau Eber Leuchte finetuning

Begonnen von Kees, 08 Juni 2025, 20:55:11

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Kees

Für das Gespann habe ich zwei nachbau Eber Leuchte, eine Rot, die andere Weiss. Die sind ziemlich widerlich zusammen geschustert. Löcher nicht symetrisch zum Mittellinie gebohrt, die Position der Fassung ist sehr verschieden, einer hat eine alu Mutter zum befestigen der Kappe, ist jetzt schon kaput. Und ich habe hier im Forum gelesen das die Gläser eine Linse haben, haben diese auch, nur ist er vom Fassung halb verdeckt.

IMG_4599.JPG

Also erste Massnahme war das Glas vorsichtig ausbauen um mehr Platz für die Linse zu schaffen.

IMG_4600.JPG

Danach habe ich die Lampenfassung abgeschliffen und auf eine verstellbare Grundplatte wieder verschweisst. Das war alles ziemlich schwierig weil das Blech so dünn ist.

IMG_4604.JPG

Und dann habe ich eine Testaufbau aufgestellt und nach entloses hin und her schieben der Fassung habe ich jetzt etwas was ziemlich gut sichtbar ist. Es ist noch lange nicht dunkel aber auf 10 meter ist das noch sehr hell.

IMG_4605.JPG

Eigentlich ist das alles sehr kritisch. Und das Licht tritt weit aber in eine sehr schmalle Bahn aus. Daher zwei Fragen , vielleicht gibt es ein Optiker hier....

- Macht es sinn das Lämpchen dichter an die Linse zu positionieren, oder eher mit ein bischen Abstand?
- Was wäre die ideale Einstellung? Wie weit, wie hoch, wie viel Links oder Rechts soll man beobachten?

Und noch etwas, es soll auch eine Rückstrahler sein, muss dafür das Glass von hinten mit Silberfarbe angemalt werden?

Kees


Eppo

Hallo Kees,

ich hatte auch so eine Nachbauleucht und habe sie mir mit einer Zweifaden-Lampenfassung umgebaut,
inkl. auch der Vergrößerung der Lichtaustrittsfläche.

siehe Beiträge hier:
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?msg=376264
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?msg=376585

daneben habe ich auch noch einen Gummiring zwischen dem schwarzen Gehäusedeckel und dem Reflektor gelegt,
da es mir nicht gefiehl, dass das Glas auf dem Metall aufliegt.
und ich habe die Innenseiten noch silbern (Chrome-Effekt-Lack) lackiert, damit auch mehr Licht innen reflecktiert wird.

Ich weiß nicht, ob da innen an das Glas Silberfarbe sollte, denn eigentlich sind die Prismen für den Brechungswinkel gedacht und damit sollte ein Teil des eintretenden Lichtes wieder zurück geworfen werden.

Am Besten das Licht im Dunkeln nochmal Testen, bei Tageslicht ist der Effekt nicht so sichtbar.
Dann z.B. mit Taschenlampe oder Fahrradlampe auf den Reflektor leuchten.

MfG
Eppo
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strichzwojan

#2
Ich kann als Tonnenrücklichtfahrer da jetzt nichts beisteuern, aber fragen, ob du den Rücklichtguide von Rolf kennst?
Schönen Abend noch!

Jan

https://cms.bmw-einzylinder.de/index.php/baureihe/bauteilaufbauten-und-co/102-ruecklichter.html#google_vignette

Übrigens bevor du silberne Farbe auf den Rückstrahler machst, kannst du doch erst einmal Silberfolie aufkleben mit Tesafilm. Ich habe gerade die Verpackung eines "Knoppers" in Händen gehabt. Das Innere ist dafür super geeignet.

Kees

Ja das Epistel von Rolf kenne ich. Das geht aber über die Originalen, nicht die Nachbauten. Die sind doch ziemlich anders und hoffentlich besser gemacht!

@Eppo , wie hast du das Lämpchen auf die Linse ausgerichtet?

Ulrich6027

Hallo Kees,

die LED Umbauten kennst du? Ist auch eine Möglichkeit.

Ulrich

https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=9522.msg126342#msg126342

https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=8705.0

Gesendet von meinem Commodore VC20 mit Tapatalk


Eppo

Zitatwie hast du das Lämpchen auf die Linse ausgerichtet?

Ich hatte die Fassung mit Zweifadenlampe eingesetzt, dann das schwarze Gehäuse ohne das Glas aufgesetzt und halbwegs nach Augenmaß den Glühfaden des Bremslichtes zur Position der Linse ausgerichtet.

So genau hab ich das aber noch garnicht getestet, da müsste ich die Lampe nochmal aus der Kiste Ramen und im Dunkeln testen.

MfG
Eppo
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Kees

#6
Endlich ist es ein bischen dunkler. Schön die kurze Sommernächte, aber jetzt hätte ich es lieber etwas früher gehabt  ;D

IMG_4606.JPG

Jedenfalls, die Lampe ist so ziemlich gut ausgerichtet. Ein Autofahrer kann das gut sehen. Ich muss es aber noch am Schutzblech montieren, in die Strasse parken und dann in die dunkle Nacht nochmal gut ausprobieren und feinjustieren.

Wie das damals bei Eber gemacht haben? Die mussen das ganz genau ausgetuftelt haben. Es kommt alles sehr präzise. Und es sitzt am Schutzblech auch nicht im gleichen Winkel auf jedes Motorrad.

Ich habe auch mal schnell mit Alufolie hinter die Ruckstrahler probiert. Das macht aber überhaupt kein Unterschied. So ein Ruckstrahler ist aber auch sehr Richtungsempfindlich. Eigentlich sehe ich nur etwas als ich die Taschenlampe vor meine Nase halte. Die Lampe auf Hufthöhe (wie die Autolampen auch immer tiefer sitzen als die Augen der Fahrer) dann sehe ich überhaupt nichts.

Eppo

Hallo Kees,

durch die 2-Faden-Lampe bei mir, habe ich den Lampensockel etwas nach oben verschieben/biegen müssen.
Der Bremslicht-Faden sitzt so ziemlich mittig zur Linse, dadurch sitzt der 5W Glühfaden etwas tiefer.

IMG_20250608_222937_bearb.jpg

Das sieht man auch mit dem bloßen Auge (die Handykammera kann leider den Kontrast nicht so gut abbilden), ich versuche es zu beschreiben:
- das 21W Bremslicht kommt als voller roter Punkt durch die Linse und streut auch über den Reflektor
- das 5W Rücklicht sieht man als verschwommene rote Querlinie durch die Linse

2m Abstand 5W mit Handyblitz:
2m-5WuHandyblitz.jpg
2m Abstand 5W ohne Handyblitz
2m-5W_ohneBlitz.jpg
2m Abstand 21W ohne Handyblitz
2m-21W_ohneBlitz.jpg

5m Abstand
5m-Ruecklicht.jpg

Im Dunkeln und ohne Fremdlicht kommt aber auch das 5W Rücklicht gut über den Reflektor zur Geltung, da würde ich nichts von Innen abkleben.

Dann war ich eben nochmal in der Hofeinfahrt und habe das maximal Mögliche an Abständen getestet,
auch hier wieder gibt die Handykammera nicht so intensive Bilder wieder, wie man es mit dem Auge sieht.

Reflektor bei verschiedenen Abständen:
Nachbau_Reflektor.jpg

Selbst bei der 30m Distanz mit 50W LED Fahrradlampe angestrahlt ca. im Bereich von 50cm über dem Boden gibt noch einen Reflektionspunkt.

kleiner Hinweis: mir hat der helle Rand vom Grundkörper nicht gefallen, dieser stach mir zu sehr zwischen dem schwarzen Gummi und dem schwarzen Gehäuse hervor, daher habe ich den sichtbaren Bereich am Rand noch schwarz lackiert.

MfG
Eppo
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Kees

Dank für deine ausführliche Bericht und Testreihe. 

Wie du beschreibst, die Linze ist kritisch. Du hast mit die Zweifadenlampe nicht beide Faden im Brennpunkt, daher das die 5W Funzel nur als Linie sichtbar ist. Der hängt dann einfach zu tief oder zu hoch. Man kann das sehr gut sehen wenn man sein Haupt auf und ab bewegt. Dann sieht man wie die gebundelte Lichtstrahl langsam ins Blickfeld kommt und wieder verschwindet. Mit eine Zweifadenlampe ist das natürlich immer ein Kompromis.

Natürlich ist das kein Laser aber es ist doch eine ziemlich konzentrierter Lichtbundel. Da hätte ich noch eine Frage, mein Schulwissen von Optik ist echt zu lange her. Ich verstehe das die Lichtbundel schmall und weitreichend sein kann, oder breit und kurzreichend. Wie verhällt sich das mit die Abstand der Lampe zur Linze?

Und auch Dank für die Messungen mit die Ruckstrahler. Auf Abstand ist der doch besser als ich gedacht hatte. Ich hatte Gesternabend nur die kleine Taschenlampe. Jedenfalls werde ich es nicht von innen abdecken, obschon Eber das damals doch gemacht hat.

Kees

Mit ein bischen Google Fu kann ich schon selbst meine Frage beantworten. Dafür dieses Bild, eine Aufgabe von eine Online Schule.

Stralen.jpg
Als die Lichtstrahlen parallel die Linze treffen, werden sie durch das Brennpunkt gesendet. (fig 1). Andersherum, eine Lampe im Brennpunkt wird eine paralelle Lichtbundel produzieren (fig 5). Lampe weiter weg vom Brennpunkt gibt eine konvergierende Lichtbundel (fig 3). Lampe zwischen Brennpunkt und Lampe wird eine divergierende Lichtbundel geben (fig 6, muss man selber noch einzeichnen ;-)  )

Also, wir haben eine ziemlich paralelle Lichtbundel, leicht divergierend. Die Lampe steht also ziemlich nah am Brennpunkt, ein bischen zur Linze versätzt. Als ich die Lampe also noch näher am Linze stelle, würde die Lichtbundel mehr divergieren, also schneller breiter werden. Damit hat man eine grössere Lichtfläche aber weniger intensiv beleuchtet.


Kees

#10
Ich habe die Aufgabe mal fertig gemacht  ;)

Stralen2.jpg

Jetzt muss ich mal mit die Eber Lampe im dunkel vor eine weisse Wand das Brennpunkt bestimmen und die paralellität der Lichtbundel beobachten.

Eppo

#11
Hallo Kees,

der Abstand zur Linse wäre nur wirklich wichtig, wenn du ein scharfes Abbild auf der Gegenseite in einem bestimmten Abstand wünschst, z.B. bei Optischen Geräten: Fotoapparat, Beamer oder Laser etc.

Bei Lichtquellen wie dem Rücklicht ist der Brennpunkt eher uninteressant, da man das Rücklicht nicht auf einem gezielten Abstand "scharf" sehen möchte, der Hinterfahrer hat ja immer einen anderen Abstand und auch zur Ausleuchtung (breiter Lichtkegel) wird das Rücklicht nicht verwendet.

Wenn der Lichtausstritt extrem gebündelt auf einen Brennpunkt wirkt, dann hast du den Effekt, dass die Lichtwahrnehmung zwischen Linse und Brennpunkt gering ist und auch je weiter weg du vom Brennpunkt kommst, dann das Licht gar nicht mehr wahrnimmst. Das ist dann der Effekt, dass Objekte außerhalb des Brennpunktes verschwimmen.

Für die Nutzung am Rücklicht, ist es meiner Meinung nach wichtig, das Licht so weit wie möglich gebündelt austreten zu lassen. Daher die Montage des Glühfadens mittig zur Linse, damit die meisten Lichtstrahlen senkrecht auf die Linse treffen und damit wieder senkrecht die Linse verlassen (Einfallswinkel und Ausfallwinkel)
Hoffe das Bild hilft dir weiter:

Brennebene_einer_Sammellinse_1.png

Z2 und Z3 sind dann der Effekt, wenn der Glühfaden bei Auf- und Abbewegung durch das Sichtfeld wandert,
dann befindet sich dort auf Sichthöhe der Mittelstrahl. Also entweder oberhalb oder unterhalb der gedachten horizontalen Linie zum Rücklicht.

Du hattest in deiner Lösung einen kleinen Fehler, vielleicht hilft dir die Linsengleichung weiter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Linsengleichung

Da die Brennweite einer Linse konstant ist, muss sich bei Verlängerung des Lichtpunktes links zur Linse, der Abstand des Brennpunktes rechts von der Linse reduzieren und proportional verhalten.

Stralen1.jpg

Also fig2 und fig4 sehen anders aus,
fig1 und fig5 sind quasi die Spiegelungen des Abbildungsverhälnisses
und in fig3 herrscht symmetrie, da ist der Abstand links und rechts der Linse gleich.


MfG
Eppo
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Kees

Ja das hatte ich ganz falsch! Je weiter die Lampe nach links geht, je stärker die Lichtbundel konvergiert. Bis in fig 1 die Lampe unendlich weit weg ist und die Strahlen nach die Linze im Brennpunkt zusammenkommen.

Für unsere Eber Leuchte eher nicht so wichtig weil bei uns die Lampe rechts vom Brennpunkt der Linze liegt und eine divergierende Lichtbundel macht. Wie divergierend ist genau die Sache warum es geht.

Eber hat damals eine Linze eingebaut damit man mit minimale Leistung der Lampe, maximale Reichweite hat. Und die Linze funktioniert prächtig, es wird echt eine sehr helle Punkt! Nachteil, die Lichtbundel ist weniger breit, also von die Seite her, oder wenn man sehr viel höher sitzt (LKW) dan ist das Auge der Betrachter nicht mehr im Lichtbundel und man sieht die Verstärkung der Linze nicht mehr. Man sieht nur noch das diffuse Licht vom übrigen Teil des Glas.

Es wird immer ein Kompromis sein, schmalle Lichtbundel und grosse Reichweite, oder andersherum. Also, was ist in heutiger Zeit das beste Kompromis?  

Eppo

Bei der Betrachtung ist ja auch noch zu beachten, dass es nicht wie in der Theorie nur ein Lichtpunkt ist, sondern ein Glühfaden mit allseitiger Abstrahlung.
Demnach hast du auch viele Lichtstrahlen, welche nicht direkt zur Linse gehen, sondern vielfach reflektiert werden. Steht auch schon so ähnlich im Hertweck Kupferwurm.

Daher habe ich die reflektierende Lackschicht innen angebracht
und die optische Achse der Lampe sollte zur Linse auf einer horizontalen liegen (siehe Abbildung "Brennebene einer Sammellinse").
Das kann je nach Montageposition des Rücklichtes am Motorrad erfordern, dass die Lichtquelle oberhalb oder unterhalb der Linsenmittellinie verläuft, falls die Linsenebene nicht senkrecht steht.
Selbst die Position der Linsenebene verändert sich mit unterschiedlicher Gewichtsbelastung am Motorrad, sobald das Hinterrad mehr oder weniger Einfedert.
Also Bestimmung der Position bei normaler Belastung mit einem Fahrer (ca. 80Kg) und betriebsbereitem Fahrzeug, ähnlich wie beim Ausmessen des Scheinwerferlichtkegels.

Der "beste" Kompromiss heutzutage, wird wahrscheinlich sein, sich nicht so tiefgründig auf das eigene Rücklicht zu stürzen, da so viele Variablen wirken, auf die du als Fahrer keinen Einfluss hast.
Wie du schon geschrieben hast: Abstand vom Hinterherfahrenden, Sichtposition des Hinterherfahrenden und so weiter.

Selbst der Abstrahlwinkel des Rücklichtes ist da wahrscheinlich am Besten auf horizontaler Linie am Besten,
nach oben oder unten Geneigt bringt wieder Einschränkungen.

MfG
Eppo
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Kees

Na ja, ich bin jetzt dabei das mal gut aus zu suchen. Fakt ist, bei meine zwei Nachbau Eberleuchte ist die Lampe so hoch angebracht das die Linse überhaupt keine Wirkung hat. Die Lichtbundel strahlt auf halbe meter hinter das Motorrad im Boden.

Darum habe ich das einstellbar gemacht, und daher kommen auch alle Gedanken.

Jedenfalls, ich habe noch etwas experimentiert. Hier eine neue Testafbau.
IMG_4608.JPG

Und das Bild auf 1,5 meter.

IMG_4609.JPG
Divergiert deutlich.
Holzplatte ist 60 cm breit. Lichtfleck 30x40 etwa. Ein bischen breiter als hoch, wahrscheinlich weil der Glühspiral im Lampe etwas breiter als hoch ist und ziemlich horizontal ausgerichtet. Mit eine Sofitte wie im Original Eber wäre das noch deutlicher.

Und das bringt mir zur neu Variabele. Die Lampen sind wahrscheinlich nicht normiert. Vor allen nicht die man heutzutage kauft, made in China. Ich habe gerade 10 bestellt, mal sehen wie viel die varieren.



Eppo

So wie ich dich verstanden habe, hast du nur die Einfadenlampen drin.
Diese kannst du ja für weitere Versuche in der Fassung auch um 180° gedreht einsetzen.

MfG
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Kees

Zum gluck macht das kein Unterschied. Soooo kritisch ist es also auch wieder nicht.

Jedenfalls, ich bin jetzt glücklich. Ich kan beide Lampen jetzt haargenau einstellen. Die Linse macht was sie machen soll. Bis auf ziemlich grosse Abstand ist das sehr hell, und hat auch eine ausreichend grosse Blickwinkel. Natürlich sollte man von so ein Funzel keine Wunder erwarten. 10 mal besser als vorher ist es allemal.

Jetzt möchte ich die Grundplatten lackieren. Meistens hellweiss und der Rand schwarz. Brauche nur neue Farbe, ich habe nichts mehr.


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