Blankes Metall durch Klarlack schützen?

Begonnen von HaseIgel, 13 März 2025, 21:00:17

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HaseIgel

N'Abend alle,

als ich meine alte Dame vor fünf Jahren restauriert habe, habe ich mir bei vielen verrosteten Bolzen, Muttern und anderen Teilen die Mühe gemacht, sie mit der elektrischen Drahtbürste wieder blank zu machen, und anschließend habe ich sie mit Klarlack überzogen.

Sah jahrelang gut aus, bis ich letztes Jahr mal zwei Stunden in heftigem Dauerregen fahren musste. Es war das erste Mal überhaupt in den Jahren seit der Restauration, dass sie nass wurde – dafür aber richtig (und ich auch).

Jetzt sehe ich: fast alle mit Klarlack ,,geschützten" Metallteile sind angerostet!

Ein Blick auf die Dose: der Klarlack ist für Holz.

Frage: kann das der Grund sein?

Was nehmt ihr, um entrostete, blanke Metallteile zu schützen?
(Habe beim Durchsehen des Forums keinen entsprechenden Beitrag gesehen, aber das will bei mir nichts heißen).

Gruß,
Peter

HaseIgel


Kees

Blanke stahl Teile lasse ich verzinken. Oder kauf sie neu.

92fzr

Der hauptsächlich Grund ist das durch eine Drahtbürste die Schrauben nicht wirklich rostfrei sind.
Der Holzlack dürfte offen porig sein, damit das Holz arbeiten kann, das dürft der zweite Grund sein.

Gruß Dirk
Es grüßt Dirk

Eppo

Bei blanken Schrauben nutze ich gern die Methode des "Brünnieren für Arme" mit Sonnenblumen - oder Rapsöl.

Aber tröste dich, auch modern verzinkte neue Schrauben neigen mitunter zum Rosten, wenn sie im Freien stehen. So geschehen an den verzinkten Ringösen an meinem Traktoranhänger, der hat nie Straßensalz gesehen.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

strichzwojan

Für kleine Stellen nehme ich gerne transparenten Nagellack. Zum Beispiel für die Schweißstelle am Schalthebel meiner Strichfünf - gemacht aus zwei Einzylinder-Schalthebeln. Da wurde der Chrom etwas abgeschliffen, dann geschweißt, dann die Naht mit der Drahtbürste gereinigt und dann direkt mit dem Nagellack versiegelt. Es fällt kaum auf und hat zwei Monate Laternenparken rostfrei überstanden.

Nagellack ist zwar nicht benzinfest, dafür aber sehr elastisch.

cledrera

Schraubensicherung mittelfest = Nagellack
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

M. Bumerang

In er Zeitschrift OM gab es vor einiger Zeit einen Beitrag wie man schwarz färbt oder brünnieren kann.
Und zwar zu Hause
Manfred
Mein Nachbar Aladin schlägt im Garten seinen Teppich aus.
Ich frage ihn: Was ist los? Will er nicht anspringen?

HaseIgel

Zitat von: 92fzr am 13 März 2025, 21:36:26Der hauptsächlich Grund ist das durch eine Drahtbürste die Schrauben nicht wirklich rostfrei sind.
Der Holzlack dürfte offen porig sein, damit das Holz arbeiten kann, das dürft der zweite Grund sein.

Genauso sieht es nämlich aus.

Danke für eure Tipps.

Ich probier's dann mal mit Leinölfirnis, ist im Keller vorrätig. Es kommen einige Teile zusammen, bei Nagellack würden da schon ein paar Fläschchen bei draufgehen.

Zu Kees:
Verzinken: würde mir optisch nicht so zusagen, weil nicht original.
Neukaufen: ok, aber auch da: ich möchte sagen können, dass so viel wie möglich an meinem Moped wirklich 70 Jahre alt ist.

Und da kommt gleich die Frage: würde denn ein Neuteil nicht auch gleich wieder rosten?
Wie war es eigentlich im Neuzustand? Unsere Motorräder sahen doch 1954 nicht gleich nach dem ersten Regen übel verrostet aus?! Das kann sich doch kein Hersteller leisten. Wie waren denn die Metallteile original gegen Rost geschützt?

Hier sind mal zwei Fotos von den Schaltgabel-Halteschrauben an der Oberseite des Getriebes. Die eine ist (durch das eine Regenereignis) verrostet, die andere nicht. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube, die verrostete ist eine, die ich vor fünf Jahren neu gekauft habe, die andere ist original. (Bei beiden handelt es sich um nicht mit Klarlack behandelte!)

(Ich hatte wohl die eine ersetzt, weil ihr Innensechskant mir zu verschlissen war, und die andere nicht, weil die neue Schraube einen viel zu hohen Kopf hatte und hervorgestanden hätte; das gefiel mir nicht.)

Also ist die nicht verrostete wohl aus besserem Material?

Und zu Eppo: Sonnenblumen-/Rapsöl: ist das denn von Dauer?

P.

HaseIgel

Die Fotos:

Kees

Lackieren ist auch nicht original  ;D

Original war es entweder Kadmiert oder Bruniert. Kadmieren macht fast niemand mehr weil es sehr Umweltunfreundlich ist. Vielleicht noch  irgendwo in Amerika?
Brunieren kann man sicher machen. Ist aber keine wirklich gute Rostschutz. Ich würde das auch professional machen lassen, weil die das Prozes wesentlich besser machen als so in eine Eimer im Hinterhof. Die benutzen auch etwas anderes mit Mangan oder so. Solche Bolzen muss man aber immer einölen, sonst rosten die genau so schnell.

Verzinken nehme ich als Alterativ zum Kadmieren weil es ungefähr so aussieht und nach einige Zeit fast keine sichtbare Unterschied mehr gibt. 

Wie es original war ist im Ersatzteilkatalog zu sehen. Zu jede Schraube und Mutter steht da die Oberflachenbehandlung.

Beppo

Zum Entrosten kann man die Teile mal ne Nacht lang in Zitronensäure oder Oxalsäure einlegen, dann wandelt sich der Rost auch um an Stellen wo die Bürste nicht hinkommt.(vorher fettfrei machen ) Ich würde danach mit Owatrol behandeln, ist aber warscheinlich ganz ähnlich wie Leinölfirnis. Owatrol enthält mehr Sikative welche die Kristalisation/Trocknung beschleunigen, und ist auch danach überlackierbar. Reines Leinöl/Standöl ist langfristig nicht witterungsbeständig.

Gruß Beppo
Stau hinten ist blöd, vorne aber gehts .

Peter/2

Hallo Gemeinde,
hab mich in Sachen Fahrersattelfeder-Nachbau auch mit dem Thema brünnieren befasst. 
Brünnieren ist kein Rostschutz. 
Würde ich deshalb nur zur Patinierung nehmen. Kaltbrünnierung kam für mich wegen der fehlenden Rostschutzfähigkeit ohnehin nicht in Frage. 
Die Feder war Orginal eigentlich verchromt oder schwarz. Deswegen ein Versuch mit sehr dunkler Kaltbrünnierung, die auch für Schußwaffen zur nachbehandlung verwendet wird. 
"Brünnieren für Arme" hab ich auch versucht, allerdings mit Leinöl an einer stark korrodierten, blanken Feder. Das gab dann eine bräunliche Oberfläche und die nötige Hitze schadet der Feder.
Eher zufällig kam ich durch das Studium der Fertanprodukte auf den Rostkonverter von Fertan, der nach der Behandlung eine phosphatierte Oberfläche hinterlässt. Das ist für solche Fälle eine passable Lösung. Mal schauen, wie lang es dauert bis zum ersten Rost.
Wenn gewünscht kann ich von der Feder mal ein Foto einstellen. Meiner Meinung siehts gar nicht so schlecht aus.
Viele Grüße, Peter

Eppo

"Brünnieren für Arme" geht durch die Hitzeeinwirkung natürlich nicht für alle Teile.
Ich hatte einige Schrauben und Muttern mit Rapsöl behandelt, die Schicht wurde sehr dunkel bis schwarz, auf verzinkten Oberflächen geht es auch nicht so gut, dann wird es ehermattgrau.

Hält nicht ewig, aber solange man nicht permanent im Dauerregen unterwegs ist, geht es. Ich hab jetzt einige Teile seit 5Jahren und es rostet noch nix.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Hodima

wenn es sich rostfreie, also blanke Metalle handelt,
kann man auch gut den sgn. TUPFLACK vom Autozubehör nehmen

dieser Klarlack hat bislang einwandfrei gehalten

Metallic-Lacke werden ja damit versiegelt
wer will, findet Wege
wer nicht will, findet Gründe

HaseIgel

Zitat von: Peter/2 am 14 März 2025, 16:59:50Wenn gewünscht kann ich von der Feder mal ein Foto einstellen.

Gerne,
(auch) Peter

HaseIgel

Zitat von: Hodima am 14 März 2025, 17:41:28TUPFLACK vom Autozubehör

Aha – könntest du vielleicht ein Foto von der Dose einstellen, so dass man sich leichter auf die Suche machen kann?

Peter

strichzwojan

#16
Zitat von: Eppo am 14 März 2025, 17:14:37"Brünnieren für Arme" geht durch die Hitzeeinwirkung natürlich nicht für alle Teile.
Ich hatte einige Schrauben und Muttern mit Rapsöl behandelt, die Schicht wurde sehr dunkel bis schwarz, auf verzinkten Oberflächen geht es auch nicht so gut, dann wird es ehermattgrau.

Hält nicht ewig, aber solange man nicht permanent im Dauerregen unterwegs ist, geht es. Ich hab jetzt einige Teile seit 5Jahren und es rostet noch nix.

MfG
Eppo

Brünieren mit Warmmachen und Öl ist ein wunderbare, zeitgenössische Sache.
Und speziell bei einer Ölablass- oder Einfüllschraube würde ich mir um die "Rostnachsorge" keine Gedanken machen. Das erledigt das Motorrad schon. ;)

Für die Strichfünf hatte ich mir einen zentralen Massepunkt im Rahmendreieck gemacht. Eine kleine Flachstahlplatte mit diversen Gewinden und gut erreichbarem Drehknebel als Schnelltrenner für das Massekabel. Das ist von mir mit Flamme und Öl brüniert worden und ist seit vielen Jahren rostfrei, obwohl da kein Öl in der Nähe ist...

Für hitzeempfindliche Teile hat sich nicht nur bei mir die Ballistol-Schnellbrünierung sehr bewährt (ein 50ml Fläschchen hält ewig).

cledrera

Und dann Brunox Epoxy drüber und gut ist.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Hodima

# 16 Peter,
im Laufe der vielen Jahre habe ich diese kleinen Dosen zur Lackausbesserung aufgehoben.
Gelegentlich einmal ein paar Tropfen Verdünner hinein. Dann halten sie ewig lange.
Bei den Metallic-Lacken ist ja immer eine Dose Farbe und eine Dose Decklack dabei.

Wenn du "nur" den Klarlack nehmen möchtest, würde ich mir die 60ml Flasche von
LUDWIG LACKE besorgen.

An sonsten siehe:  CLEDRERA
BRUNOX verarbeite auch ich gerne.

Gruß Horst-Dieter
wer will, findet Wege
wer nicht will, findet Gründe

HaseIgel

Zitat von: Hodima am 15 März 2025, 10:27:52Wenn du "nur" den Klarlack nehmen möchtest, würde ich mir die 60ml Flasche von
LUDWIG LACKE besorgen.

Danke für den Tipp!
Peter

HaseIgel

Zitat von: strichzwojan am 15 März 2025, 07:46:58Brünieren mit Warmmachen und Öl ist ein wunderbare, zeitgenössische Sache.

Da kommt ja einiges an Tipps zusammen. War mir alles neu – vielen Dank.

Da ich auch nicht wusste, was ,,Brünieren" ist, habe ich bei Wikipedia geschaut. Aber da geht es noch etwas anders:

,,Beim traditionellen Heißbrünieren werden ätzende Salze, Nitrat und Nitrit verwendet, um bei 140–145 °C eine Magnetit-Oberfläche zu erzeugen."

Das meinst du/meint ihr anscheinend nicht. – Wie praktizierst du denn das ,,Brünieren mit Warmmachen und Öl" oder die ,,Ballistol-Schnellbrünierung"? Schraube (mit Gasflamme?) erhitzen und dann in Rapsöl abschrecken?

Gruß,
Peter

strichzwojan

Mit Ballistol Schnellbrünierung ist es ganz einfach. Entrosten, entfetten und die Brünierung mit einem Pinsel oder getaucht auftragen. Wird sofort schwarz oder schwarzbräunlich. Trocknen lassen. Abspülen mit Wasser. Abtrocknen, einölen, fertig.
Nicht im Kinderzimmer aufbewaren das Zeug! Enthält Salpetersäure und Selendioxid.

2. Variante: Sauberes Metallstück mit der Flamme erwärmen auf etwa 350 bis 400 Grad, in Leinöl (oder auch Olivenöl) tauchen,  evtl. noch ein bisschen nachflämmen, und das Ganze ein paar Mal wiederholen. Es gibt auch Leute, die das Öl mit dem Lappen auftupfen.
Stinkt und raucht, deshalb am Besten draußen machen. Ist im Vergleich zu 1. sicher eine umweltverträglichere Variante.

Auf YT gibt es sicher auch Videos dazu.

HaseIgel

Danke, das schaue ich mir an.

Peter

HaseIgel

Zitat von: Beppo am 14 März 2025, 12:35:57Zum Entrosten kann man die Teile mal ne Nacht lang in Zitronensäure oder Oxalsäure einlegen,

Hallo Beppo,

ich greife deinen Beitrag auf und möchte wissen:

In welcher Form kaufst/besorgst du Zitronensäure – einfach Zitronen pressen, oder kaufst du ein Pulver, eine Flüssigkeit o. ä. und machst eine Zubereitung?

(Für Oxalsäure – noch nie gehört – würde dieselbe Frage gelten).

Gruß,
Peter

Hodima

Hallo Peter,
das Grundprinzip ist, daß Säure den Rost in eine andere Oxyd-Form umwandelt.

Stichwort: Rostumwandler     gib es in jedem Baumarkt

Es gibt viele Hersteller mit unterschiedlichen Ansätzen.

1. Variante: Der Rostumwandler ist wasserlöslich und "muß" nach erfolgter Behandlung
mit Wasser wieder abgespült werden.

Gibt es zB von MAMMERITE, ROSTIO NIGRIM etc
    Man kann diese Umwandler u.U. auch in einem Behälter als Tauchbad verwenden.
    Ein paar Stunden hinein legen bis der Rost umgewandelt ist. Meist hinterlässt es eine graue
    Schicht. Dann abwaschen und fertig.

2. Variante: Der Rostumwandler wird kombiniert mit einem Kunstharz und verbleibt auf dem Objekt und hinterlässt eine schützende Schicht.
Diese Umwandler hinterlassen einen dunklen manchmal fast schwarzen Film.
Auch hier div. Anbieter. Ich pers. mag hier BRUNOX sehr.
Nach vollständiger Durchtrocknung sind die Objekte dann auch lackierbar.

Es kommt also sehr darauf an, was du vorhast.

Da du offenbar noch keine Erfahrungen damit hast, rate ich dir von dem Einsatz von Säuren aus der Flasche dringend ab.

Gruß Horst-Dieter
wer will, findet Wege
wer nicht will, findet Gründe

HaseIgel

Hallo Horst-Dieter,

was ich vorhabe: nur all die Bolzenköpfe und Muttern am Rad, die wegen des ungeeigneten Klarlacks (für Holz, den ich dummerweise genommen hatte) wieder Rost angesetzt haben, nach und nach nochmal richtig behandeln: Rost weg und dann einmal richtig schützen. Das metallische Aussehen soll erhalten bleiben, also: ich will sie nicht braun oder schwarz haben, wie das Ergebnis beim Brünieren wäre.

Und dafür scheint mir – nach den diversen Beiträgen und Tipps – der einfachste und dauerhafteste Weg zu sein: Zitronensäure, und dann Tupflack.

Ich teste es mal.

Gruß,
Peter

R26SPORT

#26
Zitat von: HaseIgel am 18 März 2025, 17:55:09Hallo Horst-Dieter,

was ich vorhabe: nur all die Bolzenköpfe und Muttern am Rad, die wegen des ungeeigneten Klarlacks (für Holz, den ich dummerweise genommen hatte) wieder Rost angesetzt haben, nach und nach nochmal richtig behandeln: Rost weg und dann einmal richtig schützen. Das metallische Aussehen soll erhalten bleiben, also: ich will sie nicht braun oder schwarz haben, wie das Ergebnis beim Brünieren wäre.

Und dafür scheint mir – nach den diversen Beiträgen und Tipps – der einfachste und dauerhafteste Weg zu sein: Zitronensäure, und dann Tupflack.

Ich teste es mal.

Gruß,
Peter

Hallo, wie wäre es mit dem gleichen Verfahren, das BMW früher verwendet hat, nämlich Schwarzphosphatierung? Das funktioniert mit Manganphosphat, das hier in Argentinien als fertige Flüssigkeit vorgemischt und 1:10 mit Leitungswasser verdünnt wird. 1 Liter ergibt also insgesamt 11 Liter. Die Teile müssen gründlich gereinigt und entfettet werden. Ich verwende Kugelstrahlen mit Glasperlen, und die Teile werden perfekt. Erhitzen Sie die Flüssigkeit einfach auf 97 Grad (so heiß wie möglich, ohne zu kochen) und aktivieren Sie sie anschließend einmal mit Stahlwolle (die man in Säcken im Baumarkt kaufen kann). Nach einigen Minuten Eintauchen herausnehmen und entsorgen. Die Flüssigkeit ist bereit für das Heißbad. Ich habe einen Bottich mit Heizelement und elektronischer Steuerung gebaut, aber Sie können es auch einfach in einem Edelstahlbehälter machen, ihn auf einem Brenner erhitzen und mit einem Thermometer überwachen. Die eingetauchten Teile geben Gase ab und können nach 10 bis 15 Minuten entnommen werden. Abspülen, einige Stunden trocknen lassen und anschließend einölen. Diese Beschichtung entsteht durch einen kontrollierten Oxidationsprozess mit Mikrokristallen, die das Öl binden. Sie sieht sehr schön aus, und wie bereits erwähnt, handelt es sich um das Originalverfahren für die schwarzen Schrauben. Sie ist sehr langlebig und benötigt weder Lack noch Farbe. Die silbernen Schrauben wurden kadmiert, was einer Galvanisierung entspricht, aber das ist ein anderes Thema.

Grüße
Alejandro
Grüße Alejandro

Mein Instagram nur mit BMW-Inhalten  @motorradbmwr26

Heiko

Ich weiß jetzt nicht ob Manganphosphat für den Endverbraucher in der EU so einfach zu beschaffen ist.  :-\\
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

HaseIgel

Zu #26:
Hallo Alejandro,

danke für die detaillierte Beschreibung. Hört sich wirklich gut an, aber ich denke, der Prozess übersteigt meine Möglichkeiten bei weitem. Es fängt schon mit der Frage an: wie komme ich hier an Manganphosphat?

Aber vielleicht könntest du trotzdem, einfach so, ein Foto von deiner BMW einstellen, und vielleicht noch eins, wo man eine so behandelte Schraube gut erkennen kann.

Gruß nach Argentinien,
Peter

Kees

Deshalb würde ich das auch nicht selbst machen wollen. Auch wegen Gesundheit und Umgebung. Das machen die im Galvanisationsbetrieben viel besser.

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