Hilfe zu Pellettofen Steuerung

Begonnen von Eppo, 14 April 2024, 19:56:44

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Eppo

Hallo Zusammen,

ich hab hier das Problem, dass der Pelletofen in unseren Vereinsrämen nicht mehr will.
In der letzten Vergangenheit hatte sich das Display immer wieder neu gestartet, aber geheizt hatte er noch normal.
Ein Kollege wollte sich dem Fehler annehmen und dachte mit Kabelwechsel zwischen Steuerung und Bedienteil wieder alles funktionsfähig zu bekommen.

Leider ging nach seinem Reparaturversuch nix mehr  :thumbdown:

Ich habe jetzt hier die Steuerung schon ausgebaut und auf der Werkbank zu liegen,
die Steuerung ist eine Fumis Alpha 65-230V

IMG_20240414_102630_bearb.jpg

Leider konnte ich bisher noch kein ausführlichen Unterlagen zu der Steuerung finden,
allerdings bin ich schon so weit gekommen, dass die beiden grünen LEDs links unten beim Netzwerkanschluss offensichtlich zur Anzeige der Betriebsspannungen dient.
Die Linke LED leuchtet durchgehend, die rechte LED flackert nur leicht.

Vorsicherung habe ich gemessen und auch den nach dem Trafo geschaltenen Brückengleichrichter.
Allerdings sind nur 2,5Volt an den 5V Buchsen und die 16V Buchsen liegen bei 20V.

Sobald die Netzspannung ausgeschalten oder eingeschalten wird, leuchtet auch die rechte LED kurzzeitig dauerhaft grün.

Der Trafo sollte sekundärseitig 12V raus geben, liegt allerdings bei 25V  ???
Die Schaltungen zur Spannungskonstanthaltung der 5V und 16V konnte ich leider noch nicht finden.

Mein nächster Schritt wäre am Trafo vorbei mit dem Labornetzteil die 12V bereit zu stellen.

Vielleicht findet sich hier noch jemand, der sich mit den Steuerungen auskennt bzw. auch Schaltpläne hat.

Das Bedienteil hat seitlich einen USB-Anschluss, den ich soeben am PC angeschlossen habe und das Display geht mit Hintergrundbeleuchtung an und der PC erkennt ein Speichermedium mit 5 Dateien.
Damit scheint das Display schonmal OK und die anfänglichen Ausfallerscheinungen könnten Richtung fehlender 5V-Spannung von der Steuerung hindeuten.

MFG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Eppo

Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

kahlo

Zitat von: Eppo am 14 April 2024, 19:56:44Der Trafo sollte sekundärseitig 12V raus geben, liegt allerdings bei 25V 
Diese kleinen Trafos haben ganz unverschämte Leerlaufspannungen. Die 25V können schon sein. Das bricht dann bei Belastung auf den Sollwert zusammen. Mag ich nicht.

Grüsse,
Kahlo.

patro

Zitat von: Eppo am 14 April 2024, 19:56:44Hallo Zusammen,

ich hab hier das Problem, dass der Pelletofen in unseren Vereinsrämen nicht mehr will.
In der letzten Vergangenheit hatte sich das Display immer wieder neu gestartet, aber geheizt hatte er noch normal.
Ein Kollege wollte sich dem Fehler annehmen und dachte mit Kabelwechsel zwischen Steuerung und Bedienteil wieder alles funktionsfähig zu bekommen.

Leider ging nach seinem Reparaturversuch nix mehr 

Ich habe jetzt hier die Steuerung schon ausgebaut und auf der Werkbank zu liegen,
die Steuerung ist eine Fumis Alpha 65-230V

IMG_20240414_102630_bearb.jpg

Leider konnte ich bisher noch kein ausführlichen Unterlagen zu der Steuerung finden,
allerdings bin ich schon so weit gekommen, dass die beiden grünen LEDs links unten beim Netzwerkanschluss offensichtlich zur Anzeige der Betriebsspannungen dient.
Die Linke LED leuchtet durchgehend, die rechte LED flackert nur leicht.

Vorsicherung habe ich gemessen und auch den nach dem Trafo geschaltenen Brückengleichrichter.
Allerdings sind nur 2,5Volt an den 5V Buchsen und die 16V Buchsen liegen bei 20V.

Sobald die Netzspannung ausgeschalten oder eingeschalten wird, leuchtet auch die rechte LED kurzzeitig dauerhaft grün.

Der Trafo sollte sekundärseitig 12V raus geben, liegt allerdings bei 25V  ???
Die Schaltungen zur Spannungskonstanthaltung der 5V und 16V konnte ich leider noch nicht finden.

Mein nächster Schritt wäre am Trafo vorbei mit dem Labornetzteil die 12V bereit zu stellen.

Vielleicht findet sich hier noch jemand, der sich mit den Steuerungen auskennt bzw. auch Schaltpläne hat.

Das Bedienteil hat seitlich einen USB-Anschluss, den ich soeben am PC angeschlossen habe und das Display geht mit Hintergrundbeleuchtung an und der PC erkennt ein Speichermedium mit 5 Dateien.
Damit scheint das Display schonmal OK und die anfänglichen Ausfallerscheinungen könnten Richtung fehlender 5V-Spannung von der Steuerung hindeuten.

MFG
Eppo
Hilfreich ist ein Schaltplan mit Messpunkten und definierten Spannungswerten.

Wenn das Display funktioniert und fünf Dateien anzeigt, spricht das aus meiner Sicht heraus nicht für einen defekten Trafo. Denkbar ist natürlich das eine der Ausgangsspannungen des Trafos nicht geliefert wird.

Aber ohne konkretes Schaltbild ist das alles Spekulation.
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

Eppo

Der Trafo hat nur die 12V   Sekundäranschluss.
Angeschlossen hatte ich alles zur Steuerung, aber ohne die 5Volt läuft keine Elektronik 😕.

Messpunkte sind auf Steuerung zur Genüge, nur leider ohne Schaltplan oder Diagnoseanleitung bringen die Messpunkte leider auch nicht viel.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

patro

Zitat von: Eppo am 14 April 2024, 21:19:28Der Trafo hat nur die 12V   Sekundäranschluss.
Angeschlossen hatte ich alles zur Steuerung, aber ohne die 5Volt läuft keine Elektronik .

Messpunkte sind auf Steuerung zur Genüge, nur leider ohne Schaltplan oder Diagnoseanleitung bringen die Messpunkte leider auch nicht viel.

MfG
Eppo
Vielleicht hast du einen befreundeten Heizungsbauer den du fragen kannst nach dem Schaltplan?
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

Eppo

Da ich es nicht erwarten konnte, hab ich mich eben nochmal ran gesetzt und mit der Fremdeinspeisung vor dem Gleichrichter war nix zu machen.
Fehlerbild sieht genauso aus wie mit 230V-Netz.

Daraufhin hab ich mir die Anschlussbuchsen von GND und +5V gesucht und rückwärts fremdversorgt.
Siehe da die Steuerung startet (beide LEDs an) und bringt natürlich eine Fehlermeldung, weil keinerlei Komponenten und Messanschlüsse dran sind.

IMG_20240414_222420_copy_1984x1488.jpg

Laut Netzteil liegt der Strombedarf bei 100mA.

Also muss ich jetzt irgendwo den Spannungskonstantregler finden, sch... SMD-Bauteile  ::)

So Schluss für heute, mit immerhin einem kleinen Erfolg.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

bullet

#6
Das Bauteil, das fast so aussieht wie ein TO-3-Gehäuse und die Aufschrift 334 hat, könnte die Speicherdrossel des 5V-Reglers bzw. DC/DC-Wandlers sein.  Die Schaltung ist dann in unmittelbarer Nähe, ich tippe auf IC2, IC3 und D7.  Hat die Unterseite auch noch Bauteile?.  Wenn ich das richtig verstehe, wird hier aus 12V ungeregelt eine 5V geregelt gemacht.

Wie immer sind die Elkos im Verdacht.  Tausche erstmal den dicken am Gleichrichter, links vom Trafo.  Die Dinger können austrocknen, ohne daß was ausläuft.  Vielleicht will dann der DC/DC-Wandler wieder, wenn seine Versorgungsspannung stimmt.  Wenn nicht, dann die Elkos dort durchtauschen.  Im Prinzip derselbe Tanz wie bei deinem Schweißgerät.

Wenn der 5V-Regler nicht mehr läuft, dann einfach das Ding stillegen, ein Hilfsplatinchen machen, 7805 mit Kühlkörper und ein paar Kondensatoren drauf und irgendwie festmachen.  Wir vielleicht ein bißchen warm, Heizungssteuerung halt wörtlich genommen.   :P

Eppo

#7
weiter geht der Spaß  ::)

Nach ein wenig Bauteilrecherche konnte ich IC3 mit Aufschrift "SLLB" als Spannungsregler LM5009 identifizieren und dann passt auch der Schaltungsaufbau: L2 ist die Speicherdrossel, von der aus es an einen Pin von R23 geht, dann unter C18 hindurch nach oben zum Anschlusspin +5V.

IMG_20240415_205327_bearb.jpg

Mit Hilfe von ein wenig Kältespray hebt sich dann IC3 aus der Masse hervor  ;D .

IMG_20240415_205500_bearb.jpg

Da ich an den IC3 eh nicht ohne Weiteres ran komme, werde ich vorher den Trafo und den Glättungskondensator C12 auslöten müssen und kann dann noch einmal mit Gleichspannung ran gehen.

Der letzte Test mit Gleichspannung über den Brückengleichrichter brachte das gleiche Ergebnis wie mit 230V Netzspannung.
Damit Vermute ich erst einmal das der ELKO C12 nicht defekt ist.

So Feierabend  :prost:
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

bullet

Ah, hatte ich richtig geraten.  Aber wieso kommst du an IC3 nicht ran? Ist doch gut zugänglich?  Bei der ordentlich lackierten Leiterplatte kannst du hemmungslos mit der breiten Spitze alle vier Pins einer Seite auf einmal löten.  Nicht zu heiß machen, damit der Lack nicht verbrennt, und nicht sparsam sein mit Flux.  Eher wenig Lot, dann findet es schon seinen Weg.

Hast du ein Oszilloskop?  Damit kann man schön sehen, ob der C12 defekt ist und was IC3 (noch) macht.  Im Datenblatt des LM5009 sind alle relevanten Schaltungen gezeigt, damit kommst du schon weiter.

Eppo

ja, danke bullet.
Oszi hab ich da, aber dessen letzter Einsatz ist mindestens genau so lange her, wie das ich das letzte Mal SMD-Teile gelötet habe.
Denke mal mind. so 6 bis 8 Jahre 🙈.

Wenn der Glättungselko tut was er soll, dann sollte ja nur eine minimale Restwelligkeit sein.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Eppo

Heute das Oszi aufgebaut und mich erst einmal wieder mit den Grundeinstellungen und der Bedienung vertraut gemacht  ::) .

Zuerst dachte ich, ich hätte was an den Anzeigeeinstellungen verstellt und zur Sicherheit die Rev-Spannung zur Grundeinstellung geprüft, Anzeige passt.

Danach wieder an den ELKO bzw. direkt Abgriff nach Brückengleichrichter ergibt:

IMG_20240418_204029_bearb.jpg

schöne Sägezahnkurve mit 100Hz, also macht der Gleichrichter schonmal seine Arbeit.
Allerdings bekomme ich nur 0,2V Spitze-Spitze  ???

Da scheint mir einer die Spannung runter zu ziehen.

Daraufhin hab ich den Elko einmal ausgelötet und mit DC-Spannung versorgt, Ergebnis bleibt das Gleiche.
Ersatzelko eingelötet -> gleiches Ergebnis.

Also doch den Spannungsregler wechseln  :-\\

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

kahlo

Ist da ein Spannungsteiler im Tastkopf (steht normalerweise drauf, 1:10 oder 1:100)?
Oszi auf DC stellen, so siehst du nur den AC Ripple.

Eppo

Nix Spannungsteiler.
Danke für den Hinweis kahlo 😅,
hab jetzt nochmal im DC-Mode laufen lassen und musste die Linie erst einmal ins Anzeigefenster hohlen 😅.
Liegt bei 25V, ähnlich misst auch mein Multimeter, gleicher Wert für verbauten Glättungselko und Testelko mit geringer Restwelligkeit.

Es bleibt beim Spannungsregler 🙄.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

Eppo

So Spannungsregler ist gewechselt,
Fehlerbild hat sich aber nur verlagert  ::) .

Die 5V werden erst bei 24-24,1V DC ausgegeben, unter 24V bleibt es bei 2,3V statt der 5V.
Ein paar Mal könnte ich die Schaltung zum Durchsteuern bekommen, wenn ich aber dann nur das Display als Verbraucher anschließe bricht die Spannung wieder zusammen und ich liege mit der Versorgungsspannung wieder unter 24V.

Beim letzten Test mit Display und 5V Fremdversorgung hat die Schaltung ca. 100mA gezogen.

Was könnte es noch sein?
Glättungselko hab ich schon durch gewechselt und Restwelligkeit liegt bei 0,2V.
Es sind beide Halbwellen vom Trafo vorhanden.
Könnte der Trafo noch einen Treffer haben?
Ich habe aber leider keinen Versuchstrafo, überlege schon, ob ich irgendwo noch einen Modellbahntrafo habe und mir dort 12V AC einstellen kann 🤔.

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

patro

Eigentlich wollte ich heute an der R25 arbeiten ...
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

patro

Das kleine Reparaturkit. Standardfehler bei diesen Büchsen.
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

bullet

Zitat von: Eppo am 20 April 2024, 08:25:14Fehlerbild hat sich aber nur verlagert  ::) .

Dann kommen die Bauteile hinter dem Regler in Frage.  Ist es die Diode?  Muß ein schnelle Schottky-Diode sein.

Die Schaltung entspricht bestimmt einem der Vorschläge im Datenblatt.  Dort war mir aufgefallen, daß die Diode teilweise nicht gezeichnet wurde.  Die darf nicht fehlen.

Es kann auch ein ganz unscheinbarer Fehler sein, ein gebrochener Widerstand, eine kalte Lötstelle, etc.

Die schnelle Lösung bleibt, einen Längsregler (7805) hindengeln und den ganzen Schaltreglerkram(pf) stillegen.  Ich wäre da nicht zimperlich...

Zitat von: patro am 20 April 2024, 09:20:22Eigentlich wollte ich heute an der R25 arbeiten ...

Ach du liebe Zeit, verbrannte Widerstände habe ich zuletzt in Röhrenradios gesehen.  Was ist das für ein gefährliches Teil?

Eppo

Danke bullet,

mit den Schaltbildern und Berechnungen aus dem Datenblatt wollte ich mich eigentlich nicht befassen 🙈.

Aber könnte ja sein ein Fehler in der Ansteuerung sein, da ab 25V die Schaltung geht.

Ich muss mal schauen, ob irgendwo die 16V im Ofen benötigt werden.
Wenn nicht, wird es vielleicht erst einmal einen Quickfix mit Handy-Ladegerät (5V) geben, da für kommendes Wochenende im Vereinsheim eine Feier ansteht und die Wetterlage nicht nach Frühling ausschaut.

@patro: Scheint als würden sich die Öfen absprechen, geht einer Kaputt, folgt bald der Nächste 😅.
Kenne ich von Arbeit: wird an einer Anlage geschraubt, folgt bald darauf die Nachbaranlage (als würde die sich vernachlässigt fühlen).

MfG
Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

patro

#18
Zitat von: bullet am 21 April 2024, 02:36:51Dann kommen die Bauteile hinter dem Regler in Frage.  Ist es die Diode?  Muß ein schnelle Schottky-Diode sein.

Die Schaltung entspricht bestimmt einem der Vorschläge im Datenblatt.  Dort war mir aufgefallen, daß die Diode teilweise nicht gezeichnet wurde.  Die darf nicht fehlen.

Es kann auch ein ganz unscheinbarer Fehler sein, ein gebrochener Widerstand, eine kalte Lötstelle, etc.

Die schnelle Lösung bleibt, einen Längsregler (7805) hindengeln und den ganzen Schaltreglerkram(pf) stillegen.  Ich wäre da nicht zimperlich...

Ach du liebe Zeit, verbrannte Widerstände habe ich zuletzt in Röhrenradios gesehen.  Was ist das für ein gefährliches Teil?
Das ist ein 1k Sicherungwiderstand mit Metallbeschichtung. Der Elko macht dicke Backen und dann opfert sich der Sicherungwiderstand. Ich habe insgesamt vier von diesen Kästchen im Haus verteilt und habe da eine Schublade, da brauche ich nur kurz reingreifen. Elektrolytkondensatoren in Netzteilen sind verantwortlich für eine Menge Elektroschrott ...
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

bullet

Zitat von: Eppo am 21 April 2024, 10:43:02Quickfix mit Handy-Ladegerät (5V)

Das wäre meine nächste Idee gewesen.  Mit den Jahren werden die Netzteile zu Schüttgut in jedem guten Haushalt.  ;D   Bau das Ding gleich fest ein, du hast doch Heißkleber, oder?  8)

@patro: Aber was ist das für ein Gerät?  Sieht für mich jetzt nicht direkt nach Heizung aus.

patro

#20
Zitat von: bullet am 22 April 2024, 02:03:19Das wäre meine nächste Idee gewesen.  Mit den Jahren werden die Netzteile zu Schüttgut in jedem guten Haushalt.  ;D   Bau das Ding gleich fest ein, du hast doch Heißkleber, oder?  8)

@patro: Aber was ist das für ein Gerät?  Sieht für mich jetzt nicht direkt nach Heizung aus.
@bullet: Vierfach-Schaltaktor für die Ansteuerung der Thermoantriebe der Fußbodenheizung.
Gruß, Ralf.

R25/2 | KR51/1

Eppo

#21
Heute wieder bis eben noch am Ofen gekämpft  ::) .
Das USB Ladegerät war schnell angeschlossen und vom Kumpel hab ich dafür auch ein ca. 2m langes Ladekabel bekommen.

Nach mehrfaches Startversuchen und Fehlermeldungen an der Unterdruckmessdose inkl. selbständiger Sprachumstellung, kam dann auch die Startmeldung.

IMG_20240424_211110_copy_1984x1488.jpg

Allerdings hat er noch nicht gezündet. Nach Fehlersuche, dann die Diagnose: Schaltrelais für Glühwendel wird mit 12V betrieben, ich hab aber nur 5V vom Ladegerät.
Also mit Drahtbrücke manuell zünden, läuft  :thumbsup: .

Mittlerweile erhärtet sich der Verdacht, dass ich mir als Nächstes die Kondensatoren der Spannungsregelung ansehe, denn unmittelbar nach Einschalten bzw. Ausschalten der Netzspannung, ging kurzzeitig die rechte LED mit an, bevor diese nur noch leicht klimmte.
Sieht ein wenig so aus, wie eine Lade-/ Entladerampe.
Vielleicht gleich den C9, die Elkos sind ja prädestiniert für Ausfälle 🙄

MfG
Eppo
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Eppo

So noch kurzes Update und Fazit zur Reparatur der Steuerung.
Also die 5V konnte ich wieder stabil hinbekommen, mit den Schaltungsunterlagen zum IC3 LM5009 ließen sich die Bestandteile vom Regelkreis leicht ausfindig machen und Schuld war da ein Defekt am Spannungsteiler für die Referenzspannung.

Nachdem die 5V wieder da waren, wollte aber das System immer noch nicht wieder starten.
Schlussendlich musste der Service ran und es wurde richtig teuer.
Der Monteur wollte die Daten aus dem alten Controller auslesen, aber es war keine Kommunikation zur Steuerung möglich. Nachdem er eine neue Steuerung eingebaut und alle Parameter per Hand konfiguriert hatte (er wollte eigentlich gleich das Backup von alten Controller nutzen), machte die Bedieneinheit noch Probleme und startete immer wieder alle paar Sekunden neu.
Das ließ sich erst durch Einbau einer neuen Bedieneinheit beheben.

Da die Bedieneinheit mit 5V läuft, kann ich aktuell nicht genau ergründen welcher Teilnehmer den Fehler verursacht hat, allerdings meinte der Monteur, dass ein solches Verhalten eher selten sei.
Ich fragte, ob evtl. ein Blitzschaden in Frage käme, was er nicht kategorisch aus schloss.
Dies wollte ich dann noch so mit auf der Rechnung vermerkt haben, um evtl. bei der Versicherung anklingeln zu können.

Schlussendlich kam die Rechnung und es war fast 4-stellug  :o , die Bedieneinheit kostet nochmal etwas mehr als die Steuerung und dann noch die Arbeitsleistung.

Aber wo ich mich richtig satt hatte, war der Text der Verfasserin dieser Rechnung, Wortlaut aus meiner Erinnerung:
"Auf einen Blitzschaden kann hier nicht direkt verwiesen werden, so etwas kann nach einer solchen Einsatzdauer schon vorkommen."

Bei der Einsatzdauer reden wir hier über 6 Jahre, was in meinen Augen nichts ist  :thumbdown: .
Ich hab eine Gasheizung im Keller, welche seit dem Hochwasser 2002 läuft und meinem Vater seine Ölheizung hat mittlerweile 30 Jahre auf dem Buckel und bisher nur einen Brennertausch und das Schaltrelais für die Umwälzpumpe musste ich wechseln, weil die Kontakte geklebt haben (das war aber ein Pfennig-Teil von Finder).

So bequem wie ein Pelletofen ist, aber wehe da versagt die Steuerung, dann ist die Bude kalt, dann lieber einen Feststoffofen, da bekomme im für 1000€ etliche Festmeter  ::) .

MfG
Eppo
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Anulu

Gibt da aber nur noch eine Firma in Polen oder CZ die sich damit auseinandersetzt. Das sind alles Holzvergaser wegen Feinstaub bla bla bla...
Und Elektronik haben die auch schon drinn.
Gruß Manuel



Rock or Bust!

Heiko

#24
Ob ein Pelletofen sinnvoll ist oder nicht, mag ich nicht beurteilen... zusammenfassen kann man aber, dass nach monatelangem eigenen Reparaturversicherung der Kack immer noch nicht funktioniert hat und man letztendlich doch einen Techniker (Fachkraft!) benötigt, der den Bumms repariert... und da es nun mal Fachkräfte sind die nicht für Mindestlohn arbeiten inkl. Ersatzteile finde ich knapp(!!) Vierstellig eigentlich günstig bis okay. Ich bin ja auch ein Freund von selber machen wo es geht, aber irgendwann ist die Grenze erreicht wo man keinen Bock hat oder es einfach nicht kann.
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Eppo

Naja wo viel dran ist, kann eben auch viel Kaputt gehen,
der Vorteil von dem Pelletofen ist eben die Automatik und der geringe Installationsaufwand .
Das ist im Vereinsheim ganz gut, weil da nicht jeden Tag jemand hin muss, um mal eben für paar Stunden Feuer zu machen bzw. wenn Veranstaltungen sind, kann man rechtzeitig die Zeiten programmieren.
Die Ersatzteile sind Standardkomponenten aus Slowenien (Fa. Fumis), die werden dann je nach Ofenhersteller mit entsprechenden Konfigurationen bespielt.
Was mich eher gestört hat, war die Aussage, dass sowas nach 6 Jahren schonmal passieren kann.

MfG
Nix muss, alles kann 🛠
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