Luftfilterung

Begonnen von strichzwojan, 04 November 2022, 13:24:27

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strichzwojan

Hallo,

im Forum gibt es ja einige Beiträge, die sich mit der Verbesserung der Luftversorgung unserer Einzylinder befassen. Sogar Strömungssimulationen wurden gemacht. Respekt!

Als Fahrer einer 25/2 mit direkt aufgeschraubtem Knecht-Drahtluftfilter mache ich mir über die Wirkung desselben keine Illusionen. Sein einziger Vorteil ist, dass er original ist. Dieses Jahr fuhr ich oft über Straßenbauabschnitte mit viel Staub, was mich den Knecht etwa alle 200 km auswaschen ließ (danke für den Forumstipp mit dem Ausschwenken in Benzin-Ölgemisch!).
Jetzt habe ich kurz vor Saisonende  tatsächlich eine Luftfilterbaustelle aufgemacht...

Überlegung: unabhängig von Anströmung und eventuellen Resonanzen muss der Vergaser mit genug Luft versorgt sein. Er nimmt sich dann schon, was er braucht. Es kann demnach nicht optimal sein, mit einer halb leergegessenen Tortenplatte vor dem Drahtgeflecht herumzufahren. Die britischen Sport-Einzylinder der 50er und 60er Jahre haben schicke, kleine Ansaugtrichter. Strömung gut, Ansauggeräusch kernig, Filterwirkung null. Also irgendeinen brauchbaren Kompromiss finden...

Vor zwanzig Jahren kaufte ich einen Delo-Powerluftfilter, der mit genau 35mm Anschlussweite perfekt auf den 24er Bing draufpasste. Das war aber dann schon das einzig Positive, denn der Motor hatte mit dem kleinen konischen K&N-Klon Atemnot und musste runterbedüst werden auf eine 95er Hauptdüse. Indiskutabel.

Nun hatte ich im Keller ein Stück Kühlwasserschlauch in der Hand mit 35mm Innendurchmesser. Die Überlegung ging dahin, das maximal mögliche an Filtergröße unterzubringen und mit einem Distanzstück direkt auf den Vergaser zu gehen. Der Platz ist beschränkt. Ein Trichter darf nicht zu weit nach hinten gehen, damit die Batterie den Luftansaugstrom nicht behindert. Da kam wieder der Delofilter mit seiner konischen Form ins Spiel. Denn beim Recherchieren fand ich eine Übersicht der Maße des Delos:
https://www.louis.at/artikel/detlev-louis-powerluftfilter-verschiedene-anschlussweiten/10050100?list=196ddfbdcf86026e6b20e4a0d31acc74&filter_article_number=10050102

Dann kurz an der Maschine den vorhandenen Platz ermittelt und gesehen, dass der 10050102 in Verbindung mit dem Kühlwasserschlauchstück perfekt passen müsste.
Das tut er!

Das von manchen Kunden kritisierte Abrutschen des Filters aus der Metallhalterung kann nicht passieren, weil das Ding stramm zwischen Vergaser und Batterie eingepackt ist. Zur Montage musste ich die Batterie halb herausschwenken, damit der Filter aufgesteckt werden konnte.

Zu den "inneren Veränderungen". Konische Ausformung ist für den Venturieffekt ja immer gut. Der Kühlwasserschlauch wurde in das Gummiteil des Filters eingesteckt, was eine Stufe hat, die als Anschlag für den K*schlauch dient. Dann war der Überstand des Schlauchs erkennbar, und konnte mit einem  Teppichmesser mit etwa 45 Grad angeschrägt / weggeschnitten werden. Anschließend wurde mit 80er Schleifpapier noch etwas beigeputzt, was erstaunlich gut geht. Auch das in den Filterkörper hineinragende Gummiteil des Delos bekam noch eine Abrundung verpasst.
Ich glaube, mehr kann man da nicht optimieren in Sachen "strömungsgünstig".

Anders als vom Hersteller vorgegeben, habe ich den Filter in Benzin-Ölgemisch getaucht und trocknen lassen. Dann wurde das Ding montiert. Probefahrt mit der bisherigen 110er Hauptdüse.
Der Motor sagte keinen einzigen falschen Ton und drehte vor allem viel freier oben herum aus. Die Beschleunigung von 90 auf 100 war deutlich besser. Also ein voller Erfolg.

Dann eine 115er HD probiert. Keinerlei Unterschied zur 110er Düse! Deshalb bleibt sie drin, wie von Hertweck seinerzeit empfohlen.
Die 115er lief übrigens mit dem Knecht-Lufi nie gut, weswegen ich die 110er als Beste montiert hatte.
Dieser Unterschied sagt ja eindeutig, dass die Gemischbildung durch den neuen Filter jetzt besser ist.
Ich habe Louis kontaktiert und gefragt, ob das eigentliche Filtermaterial Baumwolle oder Papier ist. Die Antwort steht noch aus.
Ausgewaschen wird der Filter übrigens nach Herstellervorschrift nur mit Wasser und Spülmittel. Naja... Pressluft lasse ich wohl auch lieber bleiben.

Dieser neue Filter ist zwei Zentimeter länger und deutlich größer als der Delo von vor 20 Jahren. Auch wenn die exakt passende Anschlußweite von 35mm verlockend sein mag, scheint der Kleine wirklich eher für Mopeds oder Maschinen bis maximal 125 ccm zu sein.

An die Optik muss ich mich noch gewöhnen. 

Ach ja, ein Nachteil muss noch erwähnt werden... Bei der Strichzwei kann nun Regen wunderbar zwischen Tank und Sattel hindurchfallen und trifft dann genau auf den Filter. Ich werde vielleicht noch einen Abweiser am oberen Rahmenrohr installieren (halbe PET-Flasche? Messingblech?).
Für echte Kaltstarts kann man seinen Fahrhandschuh um den Filter legen, um etwas zu choken. - geht aber gut.
Für die jährliche TÜV-Untersuchung - das Pickerl - werde ich dann kurz wieder den Knecht montieren. Da auf dem TÜV-Gelände keine Hochgeschwindigkeitsfahrversuche gemacht werden, sollte das mit der 115er Düse auch klargehen...

Gruß, Jan


strichzwojan



4Taktix

Moin Jan,
was Du beschreibst, deckt sich etwa mit meinen Erfahrungen mit dem DeLo.
-> Innere Kante ausrunden, größer Bedüsen. Bei mir wurde es allerdings eine 185er statt 145er (/3 unterm Tank)
Statt "Choke" habe ich gelernt, sobald der Motor läuft, in regelmäßigen Abständen zu tupfen,
damit er nicht verdurstend abstirbt. Geht.
Über "Wasser" brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Wenn es wirklich mal unterwegs so doll regnen sollte,
dass die dorthin gelangte Wassermenge ausreicht, um den Motor zum Husten zu bringen, bist Du schon lange vorher
nicht mehr mit 90 unterwegs, weil Du eh nichts mehr siehst.  ;)
Oder anders: Es braucht schon sehr, sehr viel Wasser, bis sich das überhaupt bemerkbar macht.

Gruß,
Sascha

Think outside the box !

strichzwojan

Hallo Sascha,

hast Du denn den Delo aktuell noch montiert? Will sagen, hat sich das dauerhaft bewährt bei Dir?
Mit dem Regenschutz will ich nur verhindern, dass sich das Ding sich über Nacht vollsaugt und dann Probleme auftauchen. Während der Fahrt dürfte da kein großer Unterschied zum Knecht vorhanden sein. Der Vergaser sitzt ja incl. Lufi gut gewärmt im Abluftstrom des Kopfes. 

Gruß, Jan

4Taktix

Jetzt hast Du mich kalt erwischt !  ;D
Nein, der DeLo ist nicht mehr drauf.
Letzte Konfig war direkt mit einem 20cm langen 90°-Bogen Kühlerschlauch und /2-Lufi mit Schieberklappe.
Ich kann nicht mehr genau sagen, mit welcher Konfig ich welche V-max hatte, zu oft geändert.
Es wird auch irgendwie immer "egaler" - ob nun 98 oder 103 - ist offenbar "Tagesform", je nach Wetter,
getanktem Sprit, Füllstand, Wind, Kleidung, Fahrbahn ....
Rechne mich einfach zu den "Suchenden"  ;)
Think outside the box !

strichzwojan

Ich habe noch eine Kaltstartmanschette aus LKW-Planenmaterial genäht, mit Klettverschluss. Dazu noch ein durchsichtiges Dach aus PET-Flaschenmaterial, in der Form wie ein altes Güterwaggondach, befestigt mit zwei Kabelbindern. Damit und mit dem roten Friesennerz sollt das ausreichend wetterfest sein.

Gruß, Jan

cledrera

In Strick
wär`s schick.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

4Taktix

Jan - damit schiesst Du den Vogel ab !!! Wie geil ist dass denn ?  :lol:  :lol:  :lol:  LUFT !
Nein, ich mache mich nicht lustig - ich finde es wirklich einfach nur GEIL !!!
Fehlt nur der Aufdruck: "Remove before Flight"
FANTASTISCH  :thumbsup:  :thumbsup:  :thumbsup:

Gruß,
Sascha
Think outside the box !

Einzylindär

Ich finde deine Detaillösung super.... Hat was von einer Motorsport Reifenheizdecke...
 ;D
Aber optisch? Ihr meckert über die Optik meines Mikunis...  :lol:

Gruß
Stefan, der Einzylindär

strichzwojan

#8
Ich habe mir gestern noch einen zweiten Lufi geholt. Wer weiß, wie lange es das Ding in dieser Größe noch gibt?
Und gleich mal mit dem uneingeölten neuen Teil einen Test gemacht.

Berieselungstest unter dem leicht aufgedrehten Wasserhahn: Das Wasser läuft mehr oder weniger durch den Filter hindurch, es sammelt sich nichts im Filterinneren, und es kann somit auch nichts über das Gummiteil in den Vergaser / Motor laufen! Es tropft einfach an der tiefsten Stelle des Lufis ab.

ABER: Gewicht des reinen Filterkörpers 72g. Nach Tauchen und Abschütteln des Filters: 79g! Also 7 ml Wasseraufnahme. Wieviel das ist, habe ich mal auf die Küchenwaage geschüttet. IMG_8454.JPG

Ein drittel Eierbecher voll... Ein "Einatmungstest" ergibt einen stark erhöhten Widerstand gegenüber dem trockenen Filter. Wie schnell Feuchtigkeit aus dem nassen Filter durch den Luftdurchsatz verschwinden wird? Es dürfte aber eine ganze Zeit zu einer starken Überfettung des Gemischs kommen. Deswegen sind meine Vorkehrungen in Sachen Nässe wohl berechtigt.

Und nun muss ich natürlich noch testen, inwieweit der momentan eingebaute Filter mit seiner Einölung vielleicht weniger Wasser aufnehmen wird. Meine Anfrage bei Louis nach dem Filterlagenmaterial (was erwarte ich eigentlich von einem Teilehändler? ) ist bislang unbeantwortet...
Und schon kommen die nächsten Bastelideen.
Man könnte ja den Akku aus dem Leergehäuse raustun, einen Ansaug-Schlauch vom Vergaser zum Gehäuse
ziehen...

Taz

Hallo Jan.

Lehrreiche Experimente, die Du da mit uns teilst....

Wenn Du den LuFi aber ins Batteriegehäuse steckst, brauchst Du dort ebenfalls wieder Löcher ohne Ende, weil Du sonst möglicherweise nur einen unkalkulierbaren Ansaugwiderstand durch Anfeuchtung des Filtermaterials durch einen dauerhaften infolge schlechter Anströmung ersetzt...

Arbeit zieht Arbeit nach sich...

Viel Erfolg, Ute
Life's a bugger, and then you die

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strichzwojan

Eben habe ich noch einen kleinen Fächerschleifer im Keller gefunden, 120er Körnung. Mit niedriger Geschwindigkeit lässt sich damit die Ausrundung des Gummiteils in Richtung "Venturi" sehr schön machen.

 

strichzwojan

Neues aus Dr. Drahtknechts Luftfilterlabor:

der technische Kundendienst von Louis hat sich heute bei mir gemeldet. Wegen meiner Frage zum eigentlichen Filtermaterial. Laut Auskunft ist es Papier. Das würde den sehr stark erhöhten Widerstand im nassen Zustand erklären, nicht aber, warum Louis zur Reinigung ausdrücklich Auswaschen mit Spülmittel empfiehlt. Das habe ich in Verbindung mit einem Papierfilterstoff noch nie zuvor gehört.

Jan

cledrera

... erhöht aber die Verkaufszahlen.
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rolf.soler

#13
Nimms nicht übel, aber mir gefällt der originale Luftfilter besser ;D

strichzwojan

Mir auch, Rolf, aber nur optisch. ;)

Gestern habe ich mal die Einlassfläche des Originals mit der des Delo verglichen.
Die Berechnung der "dreieckigen" Tortenstücke am Knecht geht ja noch so in etwa (großzügig gerundet).

Knecht: 16,5 cm hoch 2
Delo :  über 75 cm hoch 2, und da ist nur die umschließende Fläche des Konus
        berücksichtigt, nicht aber die nochmals vergrößernde Faltung der
        Filterfläche!

Natürlich sitzen beide Filter auf dem gleichen Vergaser, der bei 35 Millimetern Durchmesser etwa 9,4 cm hoch 2 Durchgangsfläche bietet.

Der Einatmungstest kostet beim in Benzin/Ölgemisch getauchten Knecht Überwindung. Schmeckt echt übel, auch wenn da schon 300 km seit dem Einölen vergangen sind.
Deutlich stärkerer Widerstand beim Saugen als beim (unbehandelten) Delo. Atem- oder Chokeprobleme kennt der jedenfalls nicht.

Ich überlege, wie man das optisch schöner verpacken kann, vermute aber, dass die Anströmsituation sich durch jegliche Verkleidung, wie großzügig sie auch ausgeführt sein mag, verschlechtern wird.

strichzwojan

Ich habe heute den Filter, den ich eingeölt hatte mit Benzin-Ölgemisch, auch gewogen und danach mit Wasser berieselt.
Er nimmt genausoviel Wasser auf, wie der Uneingeölte. Unterschied ist jedoch, dass das Wasser nicht einfach durchläuft, sondern sich zuerst im Filter etwas sammelt. Ich glaube aber nicht, dass der Pegel im Filter so hoch steigt, dass es über den Rand der Gummi-Anschlußmuffe in den Motor läuft. Es läuft trotzdem auf einen kombinierten Batterie- / Luftfilterkasten hinaus... Wahrscheinlich aus Holz.

Taz

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strichzwojan

Zitat von: Taz am 17 November 2022, 21:50:47Huhu, @strichzwojan 16,5 cm2 ;D

Ute, es soll ja schließlich alles besser werden, vielleicht auch leiser, auf jeden Fall "Luft satt" geben. Dass die Versorgungslage, das Volumen eines Ansaugraums immer Luft nach oben hat, das bewies Porsche ja schon vor zig Jahren, als mehrere Motorradhersteller ihre Fahrzeuge in Weissach ertüchtigen ließen in Sachen Lärm- und Leistungsverbesserung. Da las ich in "Motorrad" Erstaunliches. Moto Guzzi kam auf deutliche Mehrleistung bei deutlich weniger Lärm. Auch Triumph war dabei mit einer Tiger Enduro.

Taz

Uiiii...da haben wir mal sauber aneinander vorbeigeredet...ich wollte keine Kritik an Deinem Bemuehen ueben, die Luftversorgung Deines Motors zu verbessern, sondern Dir nur zeigen, dass die Forumssoftware auch 2 kann  ;D
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strichzwojan

Zitat von: Taz am 18 November 2022, 00:34:07sondern Dir nur zeigen, dass die Forumssoftware auch 2 kann  ;D

Die software vielleicht, aber ich nicht...  ;)

Ich habe gerade versucht einen Holz-dummy einzupassen. Es geht einfach nicht, was ich da vorhatte. Es wird wohl auf eine Verschönerung des Regenschutzdachs hinauslaufen, mehr ist nicht machbar für mich. Außerdem hat sich ja die Anströmsituation, so wie sie momentan ist, schon im Fahrversuch als hervorragend erwiesen.

Jan

strichzwojan

#20
Doch, es geht! Gestern ist der Lack fertig geworden. Die Kiste beherbergt einen 4,5 Ah, 6V-Akku und den oben erwähnten Delofilter mit 6 cm Ansaugschlauch. Die Abrundung im oberen Bereich war die entscheidende Idee. Nun kann die Kiste schräg eingeführt und dann in Postition gedreht werden, ein bisschen, wie wenn die Kurbelwelle ins Gehäuse kommt...
Die Ansaugöffnungen im Kasten sitzen im Boden und in der Rückseite. Der Akku liegt in Fahrtrichtung rechts flach hochkant mit den Anschlüssen vorne, auf angeklebten Korkstückchen, die Abstand zum Boden schaffen und auch hier das Luftansaugen ermöglichen. Der Akku wird von zwei zehner Holzdübeln in Position gehalten,  zusätzlich fixiert ihn ein hinten eingesteckter Weinkorken, damit er auf schlechter Strecke nicht nach oben weghüpfen kann.  Sicherheitshalber habe ich mir noch mal die Luft-Einlasshutze am Luftfiltergehäuse meiner Strichfünf angeschaut, die dreimal so viel Hubraum hat, und dann noch zur "R90S-Methode" gegriffen, womit die hinteren Löcher im Kasten gemeint sind. Testweise könnte man die auch wieder zukleben mit Panzerband. Da siehts ja keiner... Winterliche Gedankenspiele.

Und wieder habe ich mir einen cliffhanger zu nächstem Frühjahr gebaut, der wahrscheinlich zu einem frühen Saisonbeginn führen wird.

Gruß, Jan

cledrera

Sehr chic.
Wie realisierst du den Diebstahlschutz?
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berndr253

Wer soll denn schon so ne "Brotdose" klauen?

Bernd
Leben und Leben lassen

strichzwojan

Bernd, das Ding lässt sich mit wenigen Handgriffen in einen Starenkasten verwandeln. Leider nisten die nicht in der Zeit, wo das Gehäuse frei wäre.

Diebstahlschutz? Also wenn ich das mit japanischem Schleiflack gemacht hätte, vielleicht...
Die Demontage erfordert genau wie die Montage ein Abfolge koordinierter Handgriffe, sonst tut sich da nichts. Das geht schonmal mit dem Entfernen von 2 kleinen Messingschrauben am Dach los, dann muss die Spannschelle des Luftschlauchs am Vergaser gelöst werden, dann der Schlauch nach hinten geschoben werden, dann der Deckel abgenommen, die Klemmschraube des Luftfilters gelöst, der Luftfilter entfernt, die Batteriekabel abgemacht... Und dann ist da noch Dr. Drahtknechts Spezialbefestigung, die den Kasten hinten an der originalen Haltekonstruktion für den Akku festmacht.
Und wie schon erwähnt braucht es ein lockeres Handgelenk, um das Ding seitlich rauszuschwenken (muss ich erwähnen, dass vorher die Luftpumpe aus ihrer Rahmenhalterung entfernt werden sollte?). Das Gehäuse sitzt wirklich saugend im Motorrad.

Gerade laufen noch Klebstoffversuche, um den Messingdeckel innen mit Schaumstoff zu versehen (Lärmdämmung, der TÜVler soll bei Nachfragen nicht den Eindruck bekommen, es wäre mir um Leistungssteigerung gegangen).
Pattex macht bislang einen guten Eindruck. Das muss 100 Prozent fest sitzen, nicht dass der Luftfilter  plötzlich bei Sommerwetter auf der Autobahn sich einen Würgeteppich ansaugt und man in Schwierigkeiten kommt deswegen.


Borgward

Lässt du die Löcher offen, oder kommt da noch ein Fliegengitter o.ä, dran?

Hubi

strichzwojan

Nein, weil der Filter in der Box ja ein Drahtgitter um die Filterpapierlagen hat.
Das bleibt so "R90 S-mäßig".

jan

Borgward

... und insektenfreundlich  :D

Hubi

cledrera

Ich seh schon umziehende Gabelholmhamster.
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

strichzwojan

#28
Das Ding ist eingebaut, passt prima. Zu meiner großen Freude kann sogar die Luftpumpe in ihrer originalen Halterung montiert bleiben, es ist genau 1 mm Platz zum Messingdach. Erstaunlicherweise wiegt die neue Konstruktion mit allen Anbau- und Einbauteilen 60g weniger als das alte Leergehäuse mit Akku und Knecht-Drahtluftfilter.
Die alten Kabel mit den Faston-Steckern habe ich erneuert (länger jetzt). Sie sind nun an den Polen angelötet, was stabiler ist. Ein Akkuwechsel dauert dadurch natürlich länger, außerdem ist der Akku nicht mehr so gut gegen Vibrationen geschützt, weil das Gehäuse teilweise fest mit dem Batteriehalter verschraubt wurde. Unter dem Gehäuse sitzt auch nur noch eine 1,5mm dicke NBR-Platte und kein Schaumstoff. Ich hoffe, dass die AGM-Akku-Konstruktion mit ihren Vlieseinlagen etwas von den Vibrationen schluckt.
Am Vergaser sitzen nun 6 Zentimeter Kühlerschlauch, der in den Kasten reingeht und dort in den Powerluftfilter führt. Schön ist, dass nur bei sehr genauem Hinsehen einige Löcher für den Lufteinlass in der Rückwand zu erkennen sind.

Nun bleibt abzuwarten, wie stabil der Kasten im Betrieb (Vibrationen) ist. Den Deckel habe ich innen noch mit geschlossenzelligem Schaumstoff beklebt (Pattex), damit das Ansauggeräusch schön gedämpft wird.
Mit der Klangprobe werde ich aber bis zum Frühjahr warten müssen.
Der Varta-Batterieaufkleber macht sich gut und es ist tatsächlich momentan mein kleiner Varta-Zwerg mit 4,5Ah, 6Volt, montiert.
Aufkleber und Edelstahlschelle für den Schlauch am Vergaser waren übrigens die einzigen Teile, die ich kaufen musste. Der Rest war bei mir vorhanden oder wurde mir im Betrieb geschenkt.
Ein weiteres Winterprojekt habe ich nicht vor. Irgendwie schade, denn der eigentliche Winter wird ja erst noch kommen...

Ich stelle die Tage nochmal zwei Fotos ein. Das Licht war heute zu trübe.

Wie der Kasten heißen soll? Da wir ja alle von Lima und Hirafe reden und auf Patentgummisatteln (Pagusa) sitzen... vielleicht Geluba (Gehäuse Luftfilter Batterie) oder Lubabo (Luftfilter Batterie Box) oder Boluba oder...

Gruß, Jan 



Eppo

Wie wäre es mit Gelumbe (Gehäuse Luftfilter mit Batterie Einsatz) ;D

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Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

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