Spiel Vorderradbremse R24

Begonnen von BMW.R24.BJ1950, 12 November 2022, 20:26:08

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BMW.R24.BJ1950

Hallo Zusammen,
der Benutzername sagt schon Alles, ich restauriere eine R24 Bj. 1950 u.habe folgendes Problem: bei gezogener Vorderradbremse läßt sich das Rad trotzdem bewegen, Grund ist ein Spiel von jeweils 1mm zwischen Gabelendstück rechts u. dem Vorderradbremsträger. Optisch sind die Flächen nicht ausgeschlagen u. weißen keine Gratbildung auf, auch sind nur Abweichungen im 10-tel mm Bereich der Abstände u. Dicke der Verzapfung meßbar. Fehlt da ein Zwischenstück/Anschlagdämpfung? Auf keiner Zeichnung läßt sich dergleichen entdecken. Handel es sich nicht um Orginalteile? Aber sonst pass doch Alles. Hat da jemand eine Idee o. bereits Erfahrungen gemacht?
Ja ohne Bild schwer nachvollziehbar. Zur näheren Verdeutlichung habe ich mal Bilder beigefügt. Zum belassen u. akzeptiert ist mir das Spiel einfach zu groß. Aufschweißen hört sich gut an, geht mir aber (noch) nicht von der Hand, muß da jemanden suchen.Bedanke mir für Euere Tipps.

BMW.R24.BJ1950



cledrera

Ohne Fotos kann ich nur mutmaßen, das beim Lagerzusammenbau etwas schief gegangen ist.
Die Bildtafel-Suche kennst du?
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

strichzwojan

Hat die R24 auch zwei Zapfen, die in Gegenstücke im Gabelholmendstück greifen? Bei der R25 ist das so. Da habe ich nach dem Kauf auch zuviel Spiel gehabt und Schweißpunkte draufgesetzt und dann gefeilt, bis es spielfrei passte. Das funktioniert auch 43 Jahre später noch.

topcom

Bei meiner R24 gibts auch etwas Spiel. Da sieht man auch keinen Verschleiß. Steckachse mit Linksgewinde muss angezogen sein, Kontermutter gibts ja nicht. Merkt man aber beim Bremsen nicht. Vg
BMW R27, R50/2 (800ccm) mit Steib S250, R25, R24.

Borgward

Das Spiel macht sich meistens nur beim ersten Bremsen durch ein Knacken bemerkbar, vor allem wenn man vorher beim Rückwärtsrollen gebremst hat. Danach liegt die Bremsankerplatte in der richtigen Richtung an der Gabelfaust an.
Hubi

strichzwojan

Das ist natürlich trotzdem nicht erstrebenswert, weil beim Bremsen unter Umständen die Zapfen mit Anlauf auf ihren Widerpart in der Gabelfaust knallen. Es geht mit etwas Feinarbeit auch ohne.

Borgward

#6
stimmt, erstrebenswert ist es nicht, aber so verhält sich die Bremse nun einmal, wenn es ein Spiel zwischen Gabelfaust und Bremsankerplatte gibt.
Man kann es beheben, wenn man beim Anziehen der Achse den Spalt durch passende Blechstreifen schließt.
Professioneller wäre es, den Zapfen der Bremsankerplatte mit Auftragschweißen und anschließendem Fräsen auf das richtige Maß zu bringen.
Hubi

rolf.soler

Hatten wir nicht kürzlich ein grusliges Bild von einer gerissenen Gabelfaust, ww. weil der Bremsankerplattenklotz da drin zu viel Spiel hatte ? würd ich ausgleichen/beheben

BMW.R24.BJ1950

Das mit den Blechen einlegen als provisorische Lösung habe ich mir auch schon gedacht, bis ich mal vollständig die Gabel wieder auseinanderbaue u. aufschweiße. Ich habe mir die Einrastfeder für den Ständer aus Federblech selbst hergestellt. Ich denke das wäre das richtige Material, gibt es auch in verschiedenen Stärken. Da konnte man eine Spange zurechtbiegen, welche das Spiel behebt.

halux

Habe mal gerade bei meiner R24 nachgesehen.
Das Spiel ist eigentlich normal, zumindest hat das meine auch und sogar etwas stärker.
Dafür bremst meine aber bei gezogener Bremse.
Ich gehe einmal davon aus, das die fehlende Bremswirkung eine andere Ursache hat.
Evtl. alte und verglaste Bremsbeläge etc.
Und bitte nicht ganz vergessen, wie alt unsere Schätzchen sind.
Ich habe mir aufgrund der nicht so optimalen Bremswirkung bei meiner Hinterradbremse neue Beläge machen lassen und die Trommel überarbeitet.
Das Ergebnis war, gegenüber der Ausgangssituation, eher marginal.

Gruß Halux
BMW r24 Bj.49
BMW r65 Bj. 86
BMW r850r Bj. 2000
NSU Lux Bj. 52

BMW.R24.BJ1950

Hallo Zusammen,
Beim Bremsen bin ich noch gar nicht. Probier ich nun nach provisorischer Behebung des Spiels, aber Danke für den Tipp. Ich habe, wie beabsichtigt, aus 0,5mm Federblech 2 Spangen gebogen u. eingesetzt, Spiel beseitigt, sollte bis zum Aufschweißen für Bremstests ausreichen.

Eppo

Zum Abschätzen des Tragbildes der Bremsbeläge beim Bremsen
kannst du mittels Stift (z.B. schwarzer Edding) dir die Bremsbeläge mit Wellenlinien anzeichnen
und nach mehreren Bremsversuchen ansehen.

Vielleicht sind auch die Beläge total verölt und greifen daher nicht.

MfG Eppo
Nix muss, alles kann 🛠
Geht nicht, gibt's nicht. Einfach kann ja jeder 😁.

schnaudel

Die Wirkung der Vorderradbremse an meiner R24 war immer unbefriedigend, auch mit neuen Belegen. Irgendwann bin ich darauf gekommen, dass der Bremsnocken so verschlissen oder aus einem anderen unerfindlichen Grund so ungenau war, dass die auflaufende Bremsbacke NACH der ablaufenden Backe an der Bremstrommel anlag und somit die selbstverstärkende Wirkung der auflaufenden Bremsbacke dahin war.(Duplex Bremstrommeln haben z.B.
2 auflaufende Bremsbacken) Ich hab an dem Bremsnocken etwas Material an der entsprechenden Seite aufgelasert und passend hingefeilt. Die Bremse ist nicht wieder zu erkennen!
Das Spiel an der Bremsankerplatte ist auch bei mir so, wie von allen anderen beschrieben. Böd nur, wenn diese Nocken abscheren!
Diese Motorräder stammen ja aus einer Zeit mit sehr schlechten Stassenbelägen: Schotter, Kopfsteinpflaster, Blaubasalt... Da war es schon fast lebensgefährlich, eine zu giftige Vorderradbremse zu haben. Darum wohl auch Bremstrommeldurchmesser  von 160mm vorn und 180mm hinten an der R24 und älteren Vorgängermodellen.
Hinten sollten die Dinger schon ordentlich bremsen!

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