Öl in der Kupplung

Begonnen von big-tschenso, 26 Februar 2020, 15:22:51

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Schorsch

Gehört jetzt NICHT zum Thema, bitte um Vergebung, aber trotzdem.

Dass heute viele Sachen schlechter aber auch billiger angeboten und gekauft werden ist auch dem Käufer anzulasten.
Wenn die Mentalität Geiz ist geil ist, sagt sich der Hersteller, na gut, dann eben schlechter und billiger, weil gut und teurer wird nicht so gut verkauft.

Dass heute viele Teile in der damaligen  Qualität hergestellt werden könnten, ist klar, nur, viele kaufen diese Teile nicht, weil zu teuer. Von den wenigen Kunden, die gerne mehr bezahlen, kann der Hersteller und der Händler nicht leben.

Schorsch

Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

Schorsch

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Stefan

Zitat von: OldsCool! am 09 März 2020, 10:03:52
Außer dem Öl, dem Sprit, den Reifen und dem Regler dürfte alles eher besser/solider gewesen sein, und nicht aus Chinesium  :-\\
Deswegen haben heutige Motorräder mit 200 PS/Liter Hubraum auch achtmal kürzere Wartungsintervalle wie die damaligen mit max. 50 PS/l und gleichem Gewicht.

Zitat von: strichzwojan am 09 März 2020, 09:32:31
... an dieser kühleren Stelle ...
Du hast die Reibungswärme vergessen.

Warum tun sich manche Leute eigentlich so schwer, moderne Erkenntnisse zu nutzen und ziehen diejenigen, die das doch tun (z.B. BT45, Drehmomentschlüssel, Viton-Wedis, MZ-B undundund) immer wieder mit "Hatte Opa damals auch nicht!" ins Lächerliche? Ist es Ignoranz aus Unkenntnis? Ein einfaches "Mach Du das, ich fummel lieber an meinem F-Regler herum, habe den Drehmo im Unterarm und Spaß am jährlichen Wechsel des Wedis." reicht doch.

Nur mal kurz "Umfangsgeschwindigkeit Wellendichtring" gegoogelt und ein bischen 5.-Klasse-Mathe (U=D x pi) sollte auch den laiesten Laien sehr schnell dahinbringen, sich einen minimal teureren Viton-Wedi zu leisten.

Gruß
Stefan

The evil is always and everywhere!

Rawost

Zitat von: OldsCool! am 09 März 2020, 10:03:52
Außer dem Öl, dem Sprit, den Reifen und dem Regler dürfte alles eher besser/solider gewesen sein, und nicht aus Chinesium  :-\\

Da gab es im Agrarland Bayern als Bereicherung der bayrischen Industrielandschaft auch noch hochspezialisierte Flüchtlingsbetriebe.


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If you want to be happy for a day, drink. If you want to be happy for a year, marry. If you want to be happy for a life time, ride a BMW

cledrera

@Stefan,
habe alles durchsucht. Werde immer noch nicht den Lagersitz und den Wedi von außen schmieren.

Was nun die "Ölung" der Dichtlippe/Welle  anbelangt:
Es steht sowohl bei Freundberg, S. 61 ff, wie bei Eriks, S. 14, das Welle und Wedi "idealerweise" eingefettet bzw. eingeölt sein sollten.
Das verbessert aber nur das Einlaufen bzw. erhöht die Laufzeit in nicht verifizierter Art und Weise.
Theoretisch ist der WEDI auch eine drucklose Abdichtung und dichtet in der Praxis nur geringen Überdruck ab.

Daher genügt m.E. beim Austausch eines Wedis in unseren Maschinen die auf der Welle vorhandene Restschmierung.
Das ist mir alle Mal lieber, als ein Sand- oder Dreckkorn auf der Lippe.

Mir ist ein Wedi aus Viton übrigens auch lieber.
Das liegt nicht einmal daran, das bei NBR-Wedis die Wellenumdrehungen auch bei unseren Kisten in den Grenzbereich geraten (Quelle: Eriks S. 7).
Der Grund liegt m.M. in der fehlenden bzw. schwankenden Konstanz der NBR-Qualität; d.h. die Dinger altern schneller und eben je nachdem.
Da lohnt sich der VITON-Dichtring, wenn er auch teilweise schwerer zu bekommen ist.

Clemens

PS: 12 V Nein Danke, habe bereits 4 statt 2 Takte; (12x 2 = 6 x 4)  ;)
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Stefan

Zitat von: cledrera am 09 März 2020, 11:08:49
Werde immer noch nicht den Lagersitz und den Wedi von außen schmieren.
Mach das, es gibt kein Gesetz, das Dir das verbietet.

Zitat von: cledrera am 09 März 2020, 11:08:49
Was nun die "Ölung" der Dichtlippe/Welle  anbelangt:
Es steht sowohl bei Freundberg, S. 61 ff, wie bei Eriks, S. 14, das Welle und Wedi "idealerweise" eingefettet bzw. eingeölt sein sollten.
Das verbessert aber nur das Einlaufen bzw. erhöht die Laufzeit in nicht verifizierter Art und Weise.
Ich habe das gefunden: "Die Dichtung darf in keinem Fall trocken laufen. Deshalb: Bei Montage der Dichtung Welle und Dichtung leicht einfetten oder einölen.", . Das Wort "idealerweise" ist in dem Pamphlet nicht zu finden.

Zitat von: cledrera am 09 März 2020, 11:08:49
Daher genügt m.E. beim Austausch eines Wedis in unseren Maschinen die auf der Welle vorhandene Restschmierung.
Das ist mir alle Mal lieber, als ein Sand- oder Dreckkorn auf der Lippe.
Wenn Du den Dreck des alten Wedis entfernt hast, dann ist da nicht mehr viel Schmiermittel. Und für eventuell verbaute Sand- oder Dreckkörner ist der Monteur verantwortlich. Das kann man mit Reinlichkeit bei der Arbeit verhindern.

Zitat von: cledrera am 09 März 2020, 11:08:49
... fehlenden bzw. schwankenden Konstanz der NBR-Qualität ...
Das liegt nicht am Material, sondern am Hersteller.

Zitat von: cledrera am 09 März 2020, 11:08:49
... habe bereits 4 statt 2 Takte; (12x 2 = 6 x 4)  ;)
Ich auch: 2 Takte x 2 Zylinder, die mich gestern nach Hilgen getragen haben. Keiner dagewesen, nur eine 25/3 aus GL, die ich nicht kannte.

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

cledrera

"idealerweise" Zitat aus Eriks S. 14
ZitatWenn Du den Dreck des alten Wedis entfernt hast, dann ist da nicht mehr viel Schmiermittel.
Doch. Ich säubere so nämlich keine Welle, weil
"Tut das Not, dass das hier so rumoxidiert?" (Quelle: Werner, Beinhart, mittendrin),
also wird die sofort wieder leicht eingeölt.

Wo steht dem im Freudenberg, dass ich einen Wedi mittels Öl oder Fett zwischen Wedi und Lagersitz verbauen soll?
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

OldsCool!

Ich denke das ist der Knackpunkt. Einsetzen des Wedi in den Sitz -> trocken
Einsetzen des Schwungrads "in" den Wedi -> einölen!
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen. Ich wurde nicht erzogen, ich habe ÜBERLEBT!

Stefan

Zitat von: cledrera am 09 März 2020, 12:57:29
"idealerweise" Zitat aus Eriks S. 14
Wenn das Ideal so einfach zu erreichen ist, dann tue ich das auch. Warum soll ich mit weniger zufriedengeben?

Zitat von: cledrera am 09 März 2020, 12:57:29
Ich säubere so nämlich keine Welle, weil
"Tut das Not, dass das hier so rumoxidiert?" (Quelle: Werner, Beinhart, mittendrin),
also wird die sofort wieder leicht eingeölt.
Du entfernst also die "vorhandene Restschmierung" nicht, ölst dann aber nach diesem Nichtstun die Stelle sofort wieder (!) ein?  ::) Wie verhinderst Du dabei die Kontamination mit den von Dir befürchteten Sand- und Dreckkörnern?  :box2:

Zitat von: cledrera am 09 März 2020, 12:57:29
Wo steht dem im Freudenberg, dass ich einen Wedi mittels Öl oder Fett zwischen Wedi und Lagersitz verbauen soll?
Nirgends. Auch das Gegenteil nicht. Ich empfehle das leichte Einölen nur, weil ich es auch seit jeher so mache und keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht habe. Wohl aber ohne Öl, Kurbelwelle Vespa PX Kupplungsseite.

Gruß
Stefan





The evil is always and everywhere!

Krottenkopp

Die Firma SKF verweist da zum Glück nicht auf ein zig-sprachiges Pamphlet sondern auf eine knappe deutschsprachige Montageanleitung.
Solange ich an Moppeds schraube hab ich das auch so gehalten und noch nie Probleme gehabt.




@Clemens
Welche Fehlerquellen sich durch ein benetzen des Außenbereichs des Wedi mit dem zu dichtenden Medium (hier Motoröl) einschleichen können ist mir leider nicht klar geworden. Würde ich aber gerne erklärt bekommen, ich lerne immer gerne was dazu, danke.


Gruß Heiko/2
Gruß Heiko/2

strichzwojan

Im Betrieb kriegt die Dichtlippe von innen Öl ab. Öl  oder Fett kann außen Schmutz anziehen und festhalten, nicht gut! NBR hat ein gutes Verschleißverhalten . Andere Materialien können sich in die Lauffläche auch mal stärker einarbeiten. Das habe ich bei der Strichzwei mit einem Silikonwedi vor vielen Jahren erlebt. Wenn einem gut beleumundete Profis etwas empfehlen, bin ich gerne dabei, aber auf teure Selbstexperimente verzichte ich mittlerweile lieber.

Jan

Stefan

Zitat von: strichzwojan am 09 März 2020, 14:52:30
Wenn einem gut beleumundete Profis etwas empfehlen, bin ich gerne dabei, ...
Z.B. die von SKF?
The evil is always and everywhere!

strichzwojan

"Die von SKF" kenne ich nicht. Ein kleiner aber feiner Instandsetzer vor Ort, der sogar selber härtet, ist da schon etwas anderes.
Wobei ich jetzt nichts gegen Einbauhinweise von Weltfirmen gesagt haben will. Im Zweifelsfall erscheint mir aber eine Warnung oder Empfehlung eines alteingesessenen Betriebs, mit dem ich bereits gute Erfahrungen gemacht habe, vertrauenswürdiger.

Jan

cledrera

@Stefan,
ZitatDu entfernst also die "vorhandene Restschmierung" nicht,
habe ich nicht geschrieben. Du hast das "so" überlesen.
"so" = Säubern der Welle ohne nachträgliches Einölen.

@Heiko/2,
danke. Kannte ich nicht.
Was die Fehlerquellen anbelangt:
Der Wedi soll sich nicht im Wedisitz drehen oder gar hin und her wandern, auch nicht minimal.
Wenn der Wedisitz aber per se etwas geweitet ist oder sein könnte,
(z.B. uralter Einzylindermotor, der schon viele schraubende Deppen ertragen musste)
will ich da nichts risikieren und muss das auch nicht.
Oder messt ihr etwa den Wedisitz und den Wediaußendurchmesser vor Einbau nach?
Ich mach das nicht.
Der Wedi soll nach meiner Meinung mit leichter Presspassung im Gehäuse sitzen.
Leichte Einbauschwierigkeiten sind daher normal und ich nehme lieber ein geeignetes Presswerkzeug, messe dreimals nach und lasse mir Zeit.

@Jan,
dem S. von SKF (Stefan kann fahren  ;D) kannst du ruhig vertrauen.
Im Übrigen weiß ich genau, was du meinst.
Aber NBR ist eben nicht NBR und bei meinem Moped ist das schon mal schief gegangen, wenn auch längerfristig.
(Nein, der Wedis war nicht von X aus Y.; seid Viton-Wedi ist aber Ruhe.)


Clemens
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Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Stefan

Zitat von: cledrera am 09 März 2020, 16:45:40
@Stefan,habe ich nicht geschrieben. Du hast das "so" überlesen.
"so" = Säubern der Welle ohne nachträgliches Einölen.
Du willst mir jetzt allen Ernstes erzählen, daß es für Dich ein Unterschied ist, ob man einen geölten Viton-Wedi auf eine trockene (oder auch geölt, ist hier aber egal) Welle oder einen trockenen Viton-Wedi auf eine geölte Welle zieht!!???

Ich brauch jetzt erstmal ein Bier!
The evil is always and everywhere!

rolf

was....schon Schluß? ;D....ich hatte ja noch auf "KAVITATION" gehofft

4Taktix

... oder "I can get no - Desinfection!"....
Think outside the box !

cledrera

@Stefan,
ich fasse mich kurz: Ja.
Alles was überflüssig ist, ist falsch. Anders formuliert:
Trockene Wellen sind ein Greuel, aber eine doppelte Ölung hat noch niemandem geholfen.
Ich seh das so, dass das Öl zwischen Dichtlippe und Welle nur für die Einlaufzeit da sein soll.
Danach soll zwischen Dichtlippe und Welle kein Öl sein.

Falsch?

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Stefan

Zitat von: cledrera am 09 März 2020, 18:10:53
Falsch?

Ja, siehe . Wenn da kein Öl zwischen Welle und Dichtung wäre, würde der Gummi im Nu verglühen. Wie ein Mopedreifen bei einer Blockierbremsung.
Glaube es mir, ich kann nämlich auch härten (zwar nur unkontrolliert, aber trotzdem).
The evil is always and everywhere!

cledrera

#138
Ok, das mit der Dauerschmierung über die Kappilarwirkung ist verständlich.
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Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

mekgyver

Zitat von: cle
...
Ich seh das so, dass das Öl zwischen Dichtlippe und Welle nur für die Einlaufzeit da sein soll.
Danach soll zwischen Dichtlippe und Welle kein Öl sein.

Falsch?

Hallo Cle, ich bin erstaunt, ob dieser Auffassung ! Das hat leider nix mit dem realen Betrieb zu tun.

Der Wedi soll gegen Motoröl dichten an einer laufenden Welle.

Den trockenen Einbau habe ich früher auch mal in der Literatur gefunden, da ging es um eine Erzeugung einer nötigen Betriebsrauhigkeit.
Diese ist naturgemäß ziehmlich sehr kurz, bis das Motoröl, das es zu dichten gilt, am Ort des Geschehens ankommt.

Gruß mek  :schrauber:
... 73er-Gang

berndr253

Es gibt selbstverständlich trocken laufende Dichtringe - aber nicht in unseren Motoren.
Wie bereits beschrieben ist das Probleme dabei die Temperaturentwicklung (Reibungswärme) - bei den trocken laufenden Ringen ist diese sowohl vom Anpressdruck, den geometrischen Randbedigungen und der Gleitgeschwindigkeit abhängig.
Zum Einsatz kommen hier bei Dichtungsringen mit Festschmierstoffen - die Welle muss gehärtet und geschliffen sein.

Bernd


Leben und Leben lassen

cledrera

Hi Mek,
da hat mich Stefan (Antwort Nr. 137) schon eines Besseren belehrt.
Ich habe übrigens ein Kaviationsgerät gefunden.
Ob man ihm das an den See mitbringen sollte?
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Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Heiko

Das hat dann aber nichts mit Kavitation zu tun.  ;D
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

cledrera

Wenn ihm das aber hilft?  ;D
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Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Stefan

Zitat von: cledrera am 10 März 2020, 09:47:10
Ob man ihm das an den See mitbringen sollte?

Bring das mit, was links auf den Bildern zu sehen ist. Das hilft bestimmt.
The evil is always and everywhere!

4Taktix

... oder direkt auf Ölbadkupplung umbauen. Entspricht dem heutigen Stand der Technik.  ;D
Think outside the box !

CarlBorgward

Zitat von: Stefan am 11 März 2020, 11:39:48
Bring das mit, was links auf den Bildern zu sehen ist. Das hilft bestimmt.

Damenunterwäsche?


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Besser 'ne Gummikuh als Rinderwahn!

rolf

Wäre ja schon mal ein Anfang ;D

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