Reaktivierung R27

Begonnen von berndr253, 07 Februar 2015, 20:12:19

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berndr253

#330
Nach nun fast 3000 km Fahrleistung gibts noch ein paar berichtenswerte Infos:
Mit der Bedüsung befinde ich mich wieder auf dem Weg nach "unten". Zur Zeit eine 145er HD eingebaut, der Motor läuft recht gut. Wollte heute die Zündung kontrollieren und habe dabei festgestellt, dass die beweglichen "Stifte" auf denen die Federn des Fliehkraftreglers sitzen am Deckel schleifen. Könnte sein, dass das auch zu nicht vorhersehbaren Effekten führt.
Um hier Abhilfe zu schaffen muss ich eine Unterlegscheibe zwischen Deckel und Motorgehäuse legen, Stärke ca. 1 bis 2 mm.
Der heutige "Testflug" auf der B1 (ohne Deckel der Zündeinheit) ergab eine Maximalgeschwindigkeit von guten 120 (Tacho), dauerte aber bis die stabil waren.
Anbei nochmal ein Bild von der Innenseite des Deckels.
Gibts hier Vergleichbares?

Bernd
Leben und Leben lassen

berndr253

#330

Leben und Leben lassen

Andre.Hubein

Die Dichtung hast du aber unter dem Deckel,oder?
Gruß
André

professor buxus

Hallo Bernd,

erstmal Glückwunsch zur V-max!   :)
Zum FKR: Position der Nockenwelle zu weit vorn?   ???

Es scheint ja grundsätzlich zu funktionieren,
wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich mir für´s Erste einen Abstandsring basteln.

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

berndr253

Hallo André, hallo Buxus,

danke für die Infos,
die Deckeldichtung hab ich drunter, wenn ich mich recht erinnere waren bei der Demontage sogar zwei Dichtungen (eine graue und eine rote) montiert. Wodurch der Deckel schon mal ein Stück weiter vom FKR weggerückt!
Ich hatte mal den Versuch mit zwei Dichtungen gemacht - dabei hatte sich eine Befestigungsschraube des Deckels gelöst (die Dichtungen sind ein wenig flexibel) und eine Menge Probleme verursacht.

Werde nun die Lösung mit dem "Abstandsring" umsetzen.

Bernd

Leben und Leben lassen

Rütz

Hmm... mich würde mal ein Bild der Gegenseite interessieren.
Eigentlich stehen Welle und Mutter weiter raus als die Stifte des FKR, müßten also mindestens ebenfalls im Deckel geschliffen haben.
Normalerweise ist da aber soviel Platz, daß sich die Mutter sogar komplett lösen kann. Was vielen R27 Fahrern schon passiert ist.
Solche Schleifspuren findet man daher in vielen Deckeln.
Aber eben immer als Folge einer gelösten und abgefallenen Mutter und eines sich darufhin selbständig gemacht habenden FKRs.
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

berndr253

Hallo Rütz,

die Stifte des FKR stehen etwa in Höhe der M6-Mutter mit der der FKR auf der NW verschraubt ist. Wenn man gaaaanz genau in den Deckel schaut sieht man auch Kontaktspuren in der Mitte des Deckels.
Dass die sich die Stifte in den Deckel eingearbeitet haben liegt wohl daran, dass der Deckel nicht vollkommen eben sondern leicht gewölbt ist.

Hab inzwischen die 1,5 mm starke Distanzscheibe aus Alu angefertigt mit der der Abstand groß genug sein sollte - werde ich - wenn der Schnee weg und es ein wenig trockener ist - mal testen

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Fastnachter

"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

professor buxus

Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

FietePF

jau, 5cm hatte ich ich schon im September am Gotthard und Oberalppass unter den Rädern ...

professor buxus

Aber dieses mal handelt es sich um den "Ober-Wupper-Pass" am halben Berg.    ;D
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

berndr253

Die geklemmten Kolben fallen - wie ich hier gelernt habe - im Durchmesser erheblich ein. Um hier den Verbrauch an neuen Kolben ein wenig einzuschränken habe ich einen geklemmten Kolben gereinigt und im Backofen getempert. Diesen Kolben dann bei Baier in Bad Aibling wieder auf das Nennmaß beschichten lassen.
Die Bearbeitung erfolgte innerhalb weniger Tage - der Preis von 30 € (netto) war auch in Ordnung. Das Kolbenmaß entspricht nun wieder den ursprünglichen 71,95 mm, die Schichtdicke beträgt also 0,05-0,06 mm. Die Beschichtung ist recht hart - eine Bearbeitung der Beschichtung mit dem Fingernagel zeigte keine Wirkung.
Wenn das Wetter ein wenig besser ist werde ich den Kolben montieren und dann berichten.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

professor buxus

#341
Das ging ja verdummich schnell. Klasse, so soll es sein.
Bin mal gespannt was mit der Beschichtung am Feuersteg passiert.
Was mich mal interessieren würde, dass ist die Ovalität im unteren Bereich des Kolbenhemdes.
Das würde ich gerne mit meinem Kolben mal vergleichen.
Wie ist der Unterschied der Messungen des Durchmessers, einmal in der Flucht Kobo und einmal 90 Grad zum Kobo. (unten am Kolbenhemd)
Vielleicht auch noch einmal den Unterschied der Konizität, also einmal im oberen Bereich und einmal wiederum unten,
im rechten Winkel zum Kobo.

Vielleicht ist der Kolben ja noch nicht eingebaut, obwohl bei Deinem Arbeitstempo   :o  da bin ich mir nicht so sicher.   ;D

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

berndr253

Hallo Buxus,

der Kolbendurchmesser im Bereich des Feuerstegs beträgt 71,5 mm, konstant über den gesamten Umfang. Die Ovalität im Bereich des Kolbenhemds beträgt 6/100.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

professor buxus

#343
Danke für´s Messen!
Bei dem neuen R 26 Kolben, den Wahl nachgebaut hat, beträgt die Ovalität 30/100 mm.
Im rechten Winkel zum Kobo: 69,95 (das Nennmaß)
Zum Kobo fluchtend: 69,65 mm
Vielleicht ist der Unterschied ja zuviel.

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

Rütz

Nee, ist beim Bernd zu wenig... logischerweise.

Das macht ja 90% des scheinbaren Kleinerwerdens nach einem Klemmer aus: Daß die Ovalität verloren geht.
Um zu entscheiden, ob ein gelaufener Kolben wirklich zu klein oder bloß "zu rund" (rel. unproblematisch) ist, bräuchte man eigentlich den exakten Umfang... ist aber schwierig zu bestimmen.
Im R25/x WHB gibt es zu dieser Frage (zu klein oder zu rund) daher als Entscheidungshilfe sogar eine Faustformel!
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

Fastnachter

Wieso schwer zu bestimmen? Bandmaß gibts doch in jedem Nähkörbchen...

:)

Jan (d&w)
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

professor buxus

#346
@ Rütz: Seite 18: "Bei der Feststellung des Kolbenverschleißes ist zu beachten, dass die neuen Kolben am unteren Kolbenrand um 0,14 bis 0,16 mm oval sind......

Da würde ich ja schon mal deutlich drüber liegen.

Jetzt kommt die Faustformel:
Ist das Maß am unteren Kolbenrand in Kolbenbolzenrichtung gemessen größer als das am Kolbenboden aufgeschlagene Maß abzüglich 0,14mm, so liegt eine, an sich unbedenkliche Deformierung des unteren Kolbens vor, die quer zum Kolbenbolzen gemessen einen zu großen Verschleiß vortäuscht.
Das wird wohl für Bernd zutreffen.

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

berndr253

Das trifft wohl zu - bin nun ziemlich gespannt wie sich dieser Kolben im Motor verhält. Vielleicht räume ich doch noch mal meine Werkstatt um und schiebe die Graue rein - und baue um.
Werde dann die Kolbenringe verwenden die derzeit in dem montierten Kolben sind - die müssen nicht wieder einlaufen.

Bernd
Leben und Leben lassen

Stephan

Willst Du nicht seit mehreren Jahren Deine Werkstatt aufräumen? ;)

berndr253

Richtig - Planung und Ausführung sind auch in stetigem Fluss ... :-\\

Aber was solls - bins gestern mal angegangen und heute steht die Graue in der Werkstatt. Hab sogar noch genug Platz um drum herum zu laufen.

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

† Oldtimerfahrer

Hast du den Heizungsraum endlich fertig und sind die Maschinen rausgeräumt?
Oder hast du die R 27 verkleinert?

Gruß Rudi
2011 Schottland I 2012 Großglockner-Hochalpenstraße I 2013 Schottland I 2014 Lettland/Litauen I 2017 Südengland

professor buxus

Ja, also das mit dem "Herumgehen", dass kann ich auch nicht so recht glauben!   ;D

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

berndr253

Herumgehen ist überhaupt kein Problem - beim "Umrunden" des Hinterrads ists allerdings erforderlich möglichst weitgehend auszuatmen!

Bernd
Leben und Leben lassen

Hape25/3

Hallo Bernd,
so klein hab ich dich gar nicht in Erinnerung?  :D
Gruß
Hans-Peter

cledrera

Es geht weniger um die berndsche Höhe ...
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

professor buxus

...aber doch nicht etwa um die Br....    :o
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

cledrera

Das gilt jedenfalls immer noch:
Bitte nicht auf den Bernd treten.  ;D
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

berndr253

Hab den Kolben heute mal montiert, ging alles wie erwartet unproblematisch.
Bei der Demontage des alten Kolbens hab ich festgestellt, dass der Kolbenbolzen wohl mal im Pleuelauge geklemmt hat. Vermute ich aufgrund der Verfärbung des Pleuellagers, das nicht mehr messingfarben sondern eher schwarz war.
Der Durchmesser des Auges in Pleuelrichtung 20,02, um 90 Grad versetzt dazu 20,01 mm. Der Kolbenbolzen 20,00 mm (drei Messpositionen, jeweils um 90 Grad versetzt - keine Abweichung).
Das Pleuelauge hab ich mit einer verstellbaren Reibahle auf "knappe" 20,03 mm aufgerieben.

Nach der Montage, den notwendigen Einstellungen und dem Aufbau des Tanks reichten dann drei Kicks - der Motor läuft sehr ruhig, ein Klappern konnte ich erst mal nicht hören.

Bernd
Leben und Leben lassen

professor buxus

Zitat von: berndr253 am 24 Oktober 2015, 18:02:33
Das Pleuelauge hab ich mit einer verstellbaren Reibahle auf "knappe" 20,03 mm aufgerieben.

Freie Bahn für´s Motoröl!   :)

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

berndr253

#359
Hab heute nachmittag noch eine Probefahrt mit der R27 gemacht!

Ein sehr widersprüchliches Bild - nach ungefähr 500 Metern, ein Klemmer, Motor war schwergängig und ging beim Kuppeln aus. Nach 20 Sekunden war der Motor wieder frei, also weitergefahren. Nach 3/4 Kilometern, das gleiche Spiel - beim Kuppeln geht die Drehzahl runter, Motor aus. EIn paar Sekunden warten, dann wieder starten möglich.
Danach, die letzten Kilometer, nichts mehr.
Scheint, dass sich die Beschichtung dort, wo "es zuviel des Guten" hat, klemmt, wenn der Kolben auf Temperatur kommt. Die Beschichtung scheint sich aber dort, wo es klemmt dann abzureiben, der Abstand zwischen den "Klemmphasen" wird deutlich länger. 

Am Anfang sehr ruhig im Leerlauf, kein Klappern, nix
Dann vorsichtig losgefahren, immer noch leise, keine Geräusche vom Kolben oder aus dem Motor, dann irgendwann mal am Hahn gedreht - da wars wieder - das harte laute Klappern!!  Zwischendurch kam dieses Klappern sogar nochmal ohne Beschleunigung, aber nur kurz.

Dann immer wieder mal ein wenig beschleunigt - das Klackern wurde immer weniger - jetzt ists fast weg. Scheint, dass es was mit einem klemmenden oder nicht leichtgängigen Kolben zu tun hat.
Ich hab allerdings keine Ahnung wo der Kolben geklemmt hat - werde den Motor auch nicht mehr aufmachen! Never touch a running system. Abreiben kann sich nun nur noch die Beschichtung nach dem Fressen ist der Kolben ja noch eine Weile gelaufen (ohne weitere Fresser). Die kleinen Klemmer des beschichteten Kolbens halte ich im Auge.

Die Öltemperatur lag immer unter 100 Grad - das ist erfreulich. Wahrscheinlich ist das frische Öl nun pechschwarz - der Abrieb vom Kolben müsste das Öl sehr dunkel färben. Ist aber nichts kritisches, von daher "keine Panik".

Das zum Thema "Never Ending Story R27"

Bernd
Leben und Leben lassen

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