Auspuff spachteln oder verzinnen?

Begonnen von Borgward, 03 Oktober 2014, 15:56:05

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Borgward

Die Restaurierung meiner R23 geht jetzt langsam in die Endphase. Ich möchte versuchen, den alten Auspufftopf (ist anscheinend noch das Original von 1939) zu erhalten. Bevor ich ihn neu lackiere, muss ich aber noch ein paar kleine Dellen loswerden. Hat hier jemand Erfahrungen mit hitzebeständiger Spachtelmasse, oder wäre Verzinnen eine Lösung?
Gruß
Borgward

Borgward



Fastnachter

Zuerst würde ICH versuchen die Beulen etwas raus zu ziehen. Habe so einen Ausbeulspotter. Je nach Materialstärke unx Beule geht das recht gut.

Zinn: Sind die Beulen im Topf oder Krümmer?

Gruß
Jan.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Borgward

Hallo Jan,
die Dellen sind im Topf (Krümmer ist so schlecht, dass ich einen neuen brauch). Das mit dem Rausziehen könnte ich mal probieren - wenn die vorhandene Wandstärke ein Anschweißen erlaubt. Um Spachteln/Verzinnen werde ich aber trotzdem kaum herumkommen.

Gruß
Borgward

Hardy275

Wen sich der Topf sich nicht ausbeulen lässt dann füll die Beulen mit Hart- oder Silberlot auf. Das Lot hat den Vorteil das man es mit Flex und Feile bearbeiten kann und es lässt sich problemlos lackieren. SG Hardy
Vater sagte:" Kauf dir was vernünftiges"! Seit dem fahr ich BMW!

Borgward

Klingt gut, Verzinnen mit Weichlot (Zinn) ist wohl wegen der Auspufftemperaturen nicht zu empfehlen ???

guest474

Weichlot hat einen Schmelzpunkt von ca. 200 - 250 Grad.
So heiß wird der Topf sicher nicht.

Manfred

cledrera

Sicher doch.

Vielleicht kann man die Beulen mit Wasser rausdruecken?
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Fastnachter

Sicher nicht. Mit Wasser...

Aber auf die Temperaturproblematik zielte meine Frage nach der Position auch ab. Es wird wohl gehen mit Weichlot aber ich würde wohl auch Hartlot nehmen.

Gruß
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

kruemel

Ich habe schon angelaufene pötte gesehen, 400 grad durften da lokal locker zusammenkommen. Maximal hartlot und vorher ziehen. Allerdings, betrachtet man die arbeitszeit, wäre ein neuer nicht billiger? Wenn ich da einen tag verbringe, hole ich das locker rein, das wären ja weniger als 10€/h...
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

guest474

Wenn sich die Gase nicht an einem Prallblech stauen geht es.
Habe es an einem Topf von einem /7 Boxer probiert.Die Schadstelle war am Ende des Topfes.

Manfred

Borgward

Vielen Dank für eure Tipps!
Ich werde es wohl erst mal an einer kleinen Beule mit Hartlot probieren.
Ist hitzebeständiger Spachtel (oder "kaltschweißen") eine Alternative?

@Kruemel:
Das ist wie gesagt der 75 Jahre alte Original Endtopf, den ich erhalten möchte. Die Arbeitszeit, die ich dafür reinstecke, seh' ich eher als Freizeitvergnügen an - sonst hätte ich mich nicht auf die Totalrestaurierung meiner R23 einlassen dürfen. ::) Ein neuer schwarzer (nicht verchromter!) Topf ist auch nicht so einfach zu bekommen...

cledrera

ZitatSicher nicht. Mit Wasser...

Vielleicht mit Druckluft?
Sandkasten bauen; nur die verbeulte Stelle darf frei rauskucken und dann vorsichtig Druck drauf?
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Fastnachter

Clemens das Blech ist recht stark. Die Beulen damit sehr fest. Das wird nicht funktionieren.

Mit dem Spotter rausziehen, oderfläche aufrauen (Schweißpunkte, etc.) Und Kaltmetall a la JD Weld könnte auch gehen. Muss aber gut Temperaturbeständig sein.

Bin aber zugegeben noch immer nicht überzeugt von meinen Ideeen.

Gruß
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

cledrera

Mmmh,
alles sehr plausibel, was der Jan da schreibt.
Ein paar Fotos, vielleicht Angaben zur Blechdicke wären hilfreich.

Clemens
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Bleifuss

Hallo,

ich hatte bei meiner Zündapp DB 200 das gleiche Problem. So gut es ging hatte ich den Schalldämpfer ausgebeult und nachher mit Weichlot die Dellen ausgefüllt. Nach dem Lackieren war nichts mehr zu erkennen. Wichtig dabei ist, dass kein Lötwasser als Flussmittel, sondern Kollophonium verwendet wird. Lötwasser besteht aus Salzsäure und Zinnschnitzel und ist, wenn es nicht neutralisiert wird sehr korossiv.
Der Endtopf wird nicht so heiss, dass das Lot schmilzt.

Gruß

Arno

Borgward

Hallo Arno,
das ist doch mal eine Aussage!!
Ich hab mal 3 Fotos gemacht; die größte Beule ist auf dem ersten Bild - ist eigentlich gar nicht so wild; ein Ausbeulen wird wohl nicht nötig sein.
Man beachte das eingeprägte "DRP" (Deutsches Reichspatent) auf dem 2.Foto

Gruß
Hubi

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