Gespann R 26 - Steib S 200

Begonnen von juergen67, 22 Juli 2014, 15:14:39

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juergen67

Hallo, bin neu hier im Forum (mein erster Versuch !!) seit ich meinen Steib Seitenwagen S 200 nach dessen Lackierung wieder angeschlossen habe, schwimmt das Gespann beängstigend. Die Spur ist eingestellt und der Sturz laut Handbuch auch. Unterwegs einmal schaukelte sie sich so auf, daß nur eine Notbremsung  schlimmeres verhinderte, ok, die Straße war miserabel, meine Geschwindigkeit angepaßt. Ich freue mich, wenn mir jemand helfen kann. Ich freue mich, Jürgen

juergen67



topcom

#1
Hallo Jürgen, erstmal ein Willkommen. Mit Schwimmen meinst du sicher das Lenkerflattern nach einer Bodenwelle? Funktioniert der Lenkungsdämpfer und ist er angezogen? Die Handbucheinstellungen, meinst du die der R26? Hast du das eingestellt während jemand auf dem Motorrad sitzt? Wieiviel Sturz/Spur hast du gegeben? Da verändert sich bei der weichen Federung auch der Sturz.Welchen Abstand hast du zwischen SW-Rad und Solo Räder?  Gruß Oliver P.S. Ist mir auch mal passiert, als ich sehr hecklastig war (nach Bodenwelle).
BMW R27, R50/2 (800ccm) mit Steib S250, R25, R24.

rolf


Ulrich6027

Hallo Jürgen,
bitte ein Paar mehr Infos, wurden die Anschlüsse zum Lackieren abgebaut
und auch der Rahmen lackiert oder nur das Boot? Vorher fuhr das Gespann?
Schwimmen oder ein Schagen das nichts mehr zu Halten ist?
So weit die Fragen. Alles weitere ist Weltanschauung. Nach dem ich meinen S500
angebaut habe war nach 50 Mentern fahren das Schlagen der Lenkung zu stark das
nichts mehr zu halten war. Es folge das komplette Programm in Salamitaktik, Reifendruck
Lenkkopf, Schwingen und zum schluß auch noch die Radlager, Federbeine und Dampferelemente.
Alles ohne Erfolg.
Jetzt kommt der Punkt Weltanschauung: Ich nutze einen Lenkungsdämpfer zwischen oberer
Federbeinbestigung und S500 Rahmen. Anderen Typ aber sonst fast gleich befestigt

http://www.tcbs2.de/html/lenkungsdampfer.html

Gruß Ulrich

professor buxus

#4
Schwimmen ist anders als Schlagen (vielleicht sagt man besser Pendeln).
Schwimmen hatte ich bei meiner R60 gehabt. Das kam schleichend. Erst kaum merkbar.
Da hatte ich noch gedacht, es läge am Sattel und habe den neu gelagert, bzw. mit Distanzscheiben wieder zur "Spurtreue" gezwungen.
Dann habe ich später die halbe Straße gebraucht um das Gespann auf Kurs zu halten
Die Ursahen waren: Spiel im Lenkkopflager und die Vorderrad-Schwinge habe ich neu ausdistanziert.
Danach lief die wieder "granatenmäßig" wie auf Schienen (ohne angezogenen Lenkungsdämpfer).

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

michaeljohannes0_4

Hallo Ulrich,
gehe davon aus, dass Du ein LS 200 Beiwagen hast. Den habe ich auch an einer R25/2.
Ich habe bei der Wiedermontage den Beiwagen so eingestellt  wie es im Handbuch beschrieben ist, ohne jegliche Belastung. Bei meinem Beiwagen gibt es 4 Befestigungspunkte. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass der Beiwagen horizontal ausgerichtet ist. Er darf nicht nach vorne oder hinten kippen, er sollte gerade liegen.
Sind alle Anschlüsse fest angezogen, da meine ich sehr fest. Motorrad und Beiwagen müssen eine Einheit sein. Ich war am Anfang auch zu zaghaft. Gemerkt habe ich es wenn meine Frau im Beiwagen gesessen ist und ich den Eindruck  hatte es gibt irgendwo  Spiel im System. Befestigungspunkte ließen sich alle um mehr als eine halbe Umdrehung nachziehen.  Dann war alles wieder prima.
Nicht zu fahren ist da Gespann bei lockerem Lenkungsdämpfer, das von Dir beschriebene  schlackern, schlagen ist dann auch bei mir. Lenkungsdämpfer fest bis ganz fest und die Schore läuft wie ein Dop.
Viel Erfolg beim Ausprobieren, denke Du schaffst es .... 

Michael

professor buxus

Hallo Michael,

dass man den Lenkungsdämpfer leicht (von mir aus auch bis "mittelfest") anziehen muss, ist für die meisten Gespanne sicher normal.
Aber ganz fest! Das habe ich noch nicht gehört.
Da ist dann meiner Meinung nach irgend was nicht ok. Es gibt ja viele Dinge, die spielfrei, bzw. korrekt eingestellt sein müssen.
Das würde mich nicht ruhen lassen.

Gruß Buxus
Die Bäume des Waldes sind meine Freunde!

Peter

Schwimmen kenne ich vom Gespann her nicht, ich hätte mir jetzt eher Lenkerschlagen bei bestimmten Geschwindigkeiten vorgestellt.
Bei letzterem hat bei mir die Veränderung vom Sturz des Motorrads Besserung gebracht bzw. ist jetzt fast weg.
Wenn der Seitenwagen nach der Restaurierung genauso angeschlossen wurde wie zuvor, dan würde ich
auch nach Lenkungs,- Schwingenspiel oder Räderunwucht, Seitenschlag nachforschen.
Gruß Peter
Am Sichersten ist die Unfreiheit

rolf

Lenkungsdämpfer fest bis ganz fest.....dann stimmt irgendetwas an der Einstellung nicht....mit ganz festen Dämpfer bekommt man jede Gurkeneinstellung zum laufen....lässt sich aber bescheiden fahren (ziemlich eckig...+ Null Gefühl für die Haftung/Strassenverhältnisse)
Ich bin meine /3 immer ganz ohne Dämpfer gefahren,meine 67/2 mit ganz zart angezogenen.
Beim Anfahren immer leichte Tendenz zum Lenkerschlagen....liess sich aber locker (!) mit der Hand festhalten/verhindern.
"Werkseinstellung" ist mehr eine Empfehlung....eigentlich ist das individuell einzustellen.....egal wie du einstellst....bei einer bestimmten Geschwindigkeit soll sie freihändig geradeaus laufen.....bei welcher Geschwindigkeit bestimmst du (mittels Einstellun). Ich hatte meine immer das sie bei ca. 70 Km/h freihändig liefen.

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