Führungsbuchsen Hinterradfederung

Begonnen von guest474, 06 Dezember 2011, 20:43:58

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guest474

Bin immer noch bei der gedämpften Hi-federung bei der /2.
Ich muß wegen dem Dämpfer die Buchsen neu überarbeiten.
Könnte man da nicht auch welche aus PTFTE nehmen? Kaum verschleiß, kaum Reibung.
Gruss Manfred

guest474


berndr253

#1
Hallo Manfred,

die meisten Kunststofflager sind für die Belastung nicht fest genug - insbesondere reines PTFE wird hier viel zu weich sein und sich abreiben. Es gibt für diesen Anwendungsfall Gleibüchsen aus Messing mit Grafiteinlagerung (Hersteller:MISUMI). Das ist meiner Meinung nach das Beste, was es derzeit auf dem Markt zu kaufen gibt.
Kostet für beide Seiten irgendwas um die 60 Euro.

Bernd
Leben und Leben lassen

guest474

Okay. Danke für den Hinweis.
Frage: Wieviel Luft soll man den Buchsen/ Führungsrohr zugestehen?
Im Hinblick aus eine demnächst montierte Dämpfung. (Dämpfer wird mittig verschraubt)

Gruss Manfred

Jürgen 57

Hallo Manfred,

wg. Misumi Buchsen schau mal hier: 
Die Buchse mit der Bezeichnung MPBZU25-25 sind für die HiRa Federung an der 25/3. Der Tipp stammt von Jörg (sigi_rs).
Er hat damit gute Erfahrungen gesammelt. Bei Misumi findet sich sicherlich auch etwas für Deinen Anwendungsfall.
Die Hotline fand ich sehr hilfreich bei der Suche.

Viel Erfolg

Jürgen 57

schraubenkoenig

Die Gleitbuchsen werden gerne im Werkzeug und Formenbau verwendet. Ich habe sie auch schon als Leisten für Schieber eíngesetzt. Allerdings sollte man sich setzen wenn die Preisliste aufgeschlagen wird... Soo billig werden sie nicht sein.

z.B. http://www.strack.de/ -  (Führungselemente/ Gleitelemente)

http://www.metallguss-luck.de/produkte/gleitelemente.html

Misumi hat den Nachteil, daß die Japaner derzeit unglaubliche Lieferzeiten haben...

berndr253

Hallo Schraubenkönig,

die Kosten für 4 Stück der Buchsen liegt bei gut 60 Euro wenn ich mich richtig erinnere und damit nicht wesentlich über den Kunststoffbuchsen, die "original" sind. Zur Lagesicherung empfiehlt sich das Einkleben der Buchsen.

Bernd
Leben und Leben lassen

guest474

Okay. Danke mal.
Möchte noch einer mitmachen?

Gruss Manfred

Jürgen 57

Hallo Bernd,

von der Größenordnung der Kosten her liegst Du aus meiner Sicht richtig. Dafür gibt es dann Buchsen, die wesentlich länger halten sollten.

Jürgen

guest474

Na dann. Noch den Dämpfer anschrauben und ein Fahrgefühl wie bei einer R26 ;D

Gruss Manfred  (Irland kann kommen)

berndr253

Hallo Manfred,

die Buchsen sind übrigens keine echten Trockenläufer und sollten auf jeden Fall gefettet werden. So wie die Orignalbuchsen halt auch. Dann werden die sicher eine halbe Ewigkeit halten

Grusz und guten Flug

Bernd
Leben und Leben lassen

guest474

Zitatkeine echten Trockenläufer und sollten auf jeden Fall gefettet werden.

Das wäre meine nächste Frage gewesen. ;D

Manfred

schraubenkoenig

#11
Zitat von: berndr253 am 09 Dezember 2011, 20:00:35
Hallo Manfred,

die Buchsen sind übrigens keine echten Trockenläufer und sollten auf jeden Fall gefettet werden. So wie die Orignalbuchsen halt auch. Dann werden die sicher eine halbe Ewigkeit halten

Grusz und guten Flug

Bernd

Sagt wer?

Ganz ehrlich ?  In den Technische Daten der Buchsen steht definitiv "selbstschmierend". Und so haben wir sie auch viele Jahre eingesetzt. Wenn ich nachher doch schmieren muß, kann ich mir auch gleich die Schmierstoffeinbettung schenken und normale Bronzebuchsen verwenden.

Wir haben Sie als Führungsbuchsen bei Preßwerkzeugen und zur Führung von Auswerferpaketen an SG-Werkzeugen verbaut. -eben weil man sie nicht zusätzlich schmieren muß. Da kam man nach der Montage oft garnicht mehr dran.

mekgyver

... 73er-Gang

guest474

Laut techn Beschreibung sind die selbstschmierend.
Bernd, sind das Erfahrungswerte? oder nur Vorsorge?

Manfred


berndr253

Was heisst hier eigentlich wartungsfrei? Unter welchen Voraussetzungen ist die "Wartungsfreiheit" gegeben? Auch nicht ganz uninteressant - selbstschmierend bei welchem Laufpartner??
Bis zu welchen Gleitgeschwindigkeiten sind die Büchsen ausgelegt? Hiebei wichtig ob rotierende oder linieare Bewegung. Insbesondere bei der linearen Bewegung dürfen die die maximal zulässigen Gleitgeschwindigkeiten ungeschmiert nicht zu hoch sein. Zudem ist der Federweg größer als die Buchsenlänge, damit wird der Schmierstoff langfristig "rausgerieben".
Zudem - wie werden die Gleitrohre vor Korrosions geschützt?? Der hier verwendete Stahl ist nicht korrosionsbeständig - ohne Fett wird das Rohr in kürzester Zeit rosten.

Bernd
Leben und Leben lassen

schraubenkoenig

#15
Bau die Dinger ein und lass dich überraschen...  Und denk dran :  immer ordentlich Fett druff...

Das sind Führungen für translatorische Bewegungen - nicht rotatorisch.  Wenn deinen Dämpfer rotieren- naja...

Die Gleitgeschwindigkeiten an der Hinterradfederung sind ohnehin dermaßen hoch, daß ein Buntmetall-Lager völlig überfordert ist. Da hilft nur Pertinax...

Die Herstellerdatenspezifikationen sind eh alle Mist! Wir wissen das besser. Genau!

Bin raus.  :wc:

berndr253

#16
Was soll denn hier das "beleidigte Leberwurstspiel"?? Natürlich sind die Herstellerangaben zu beachten und korrekt. Deswegen hab ich mal die Beschreibung eines vergleichbaren Lagers angehängt. Was hier unter dem Stichwort "Betriebsbedingungen" genannt wird sollte dann doch wohl gültig sein.
Was hier leider fehlt sind Hinweise bezüglich der tolerablen p*v-Werte. Allgemein gilt, je höher der Druck umso geringer die akzeptable Geschwindigkeit; bei anderen Herstellern finden sich häufig Werte zwischen 0,3 und 1,8 N/mm²*m/s.
Manfred - hier findest Du auch Hinweise bezüglich Toleranzlage und Einbauhinweise

Bernd
Leben und Leben lassen

schraubenkoenig

richtig.
Nur die Passage: "Gleitlager sind für den selbstschmierenden Trockenlauf ausgelegt "  ist natürlich völliger Humbug.


Ich würde die Stimmung auch nicht als "beleidigt" bezeichnen...  Da hab ich ein anders Wort 'für.... Keiner lässt sich gerne in seinem Beruf als doof hinstellen. Ich auch nicht.

Wie gesagt, ich habe die Teile von Hasco und Strack in verschiedensten Größen über Jahre verwendet. 
Aber das ist wie mit den Hummeln... 
Die können auch nur fliegen weil sie keine Ahnung von Aerodynamik haben(Zitat eines Boeing Ingenieurs).




cledrera

Ok,
und ich bin von Berufs wegen Mimofantenpfleger.
Aber weshalb kann ich die PDf nicht ansschauen?

Das mit den Anhängen ist wirklich  :wc:.

Clemens


Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

berndr253

Moin Schraubenkönig,

was den Trockenlauf dieser Lager angeht - klar KANN man diese Lager unter bestimmten Voraussetzungen ohne Zusatzschmierung benutzen - das hab ich auch nie bestritten. In dem konkreten Anwendungsfall der Hinterachsführung der BMW halte ich das aber für nicht möglich.
Hier sind die Bedingungen halt so, dass mit Wassereintrag und chemisch aktiven Zusätzen (Salz im Winter) gerechnet werden muss. Dann korrodiert die Achse - die Oberfläche wird dann rauh - und was dann mit dem Lager passiert kann man sich vorstellen.
Also bleibt hier nur das Schmieren/Fetten der Lagerung um dieses Problem zu vermeiden. Wenn hier eine Messingbuchsen verwendet würden sollten diese zumindest mit "Schmiertaschen" für die Aufnahme von Fett haben, dann könnte das wohl auch gehen.
Ich verwende in meinen Motoren (Stirlingmotoren) auch trocken laufende Lager und hab hier in den letzten 15 Jahren eine Menge Erfahrung gesammelt was deren Einsatzmöglichkeiten aber auch deren Grenzen angeht.

Grusz

Bernd H(ummel)
Leben und Leben lassen

Stefan

Wie wäre es mit hartverchromten Führungen?
The evil is always and everywhere!

guest474

ZitatHier sind die Bedingungen halt so, dass mit Wassereintrag und chemisch aktiven Zusätzen (Salz im Winter) gerechnet werden muss. Dann korrodiert die Achse - die Oberfläche wird dann rauh - und was dann mit dem Lager passiert kann man sich vorstellen.
ZitatWie wäre es mit hartverchromten Führungen?

Diese bietet der im tiegen Walde an. Und diese werden auch verbaut.
Und im Winter fahre ich eh nicht. Also müßten die ohne Zusatzschmierung auskommen. Aber ich frage mal nach

Manfred

Fastnachter

@Clemens: Lade die Datei runter (Speichern unter...) dann nen rechtsklick drauf, öffnen mit und dann den Adobe Reader auswählen, fertig. Karl wird da denke ich mal irgendwann dran gehen...

@all: Mal ne ganz dumme frage eines Laien: Im Datenblatt steht, wenn ich das richtig verstehe, ohne schmierung: gut, mit Öl oder Fettschmierung: sehr gut. Ist das richtig so?

Jetzt meine Frage: DIe Halter haben meines wissens nen Schmiernippel. Wo bitte ist denn das Problem hier mal 5-6 Hübe mit der Fettpresse reinzuhauen? Oder fällt das wieder in die Kategorie im "Sommer wird nicht geschraubt?" Ist ne ernstgemeinte Frage. Ich sehe die Problematik halt einfach WIRKLICH nicht. Ist doch wohl kein Akt?

BTW Manfred: Das von Bernd erwähnte Salz dürfte auch nur EIN Beispiel für Korrosionsfördernden Strassenschmodder sein...

Viele Grüße

Jan (mit geschmierter HiRa Federung)
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

rolf

Jan....du vergisst die Kavitation und die Ventileinstellintervalle bei gehärteten Ventilsitzen!

BenW

... von den Wechselwirkungen der verschiedenen Umbauten aufeinander mal ganz zu schweigen...

BenW

guest474

ZitatWo bitte ist denn das Problem hier mal 5-6 Hübe mit der Fettpresse reinzuhauen?

Es gibt auch Buchsen mit Dauerschmierung die man nicht schmieren darf!!!

Gruss Manfred

Fastnachter

mag ja sein, aber zumindest die aus dem Datenblatt scheinen ja solche nicht zu sein??
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

Stefan

Zitat von: Manfred250 am 12 Dezember 2011, 12:08:27
Es gibt auch Buchsen mit Dauerschmierung die man nicht schmieren darf!!!

Gruss Manfred

Warum?
The evil is always and everywhere!

cledrera

Damit das federt und nicht schmiert.

D&W
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

berndr253

Zitat von: Stefan am 12 Dezember 2011, 08:49:42
Wie wäre es mit hartverchromten Führungen?

Hallo Stefan,

grundsätzlich interessant (hart verchromte Kolbenringnuten!), aber hier nicht sinnvoll. Das Gleitpaarsystem muss aufeinander abgestimmt sein - eine gehärtete Oberlfäche "läuft nicht ein" sondern reibt den weichen Gleitpartner einfach runter. Gute Erfahrungen habe ich mit "zähen", gasnitrierten Stählen gemacht - äusserst preiswert in der Fertigung wenn genug Masse in den Ofen kommt.

Grusz

Bernd

Leben und Leben lassen

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