Ölpumpe mit Ölfilter?

Begonnen von klaus wg als Gast, 29 Oktober 2008, 11:26:55

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berndr253

Hallo Burghard,

wieso Brühe??? Das ist ALTÖL - und woher sonst als aus dem Motor meiner BMW soll das denn kommen??

Zum Verständnis des Effektes, dass die Pumpe die Ölförderung einstellt folgendes:
Durch das Filter muss das Öl erst mal durchfliessen - wofür eine Druckdifferenz zwischen Umgebung und Pumpe erforderlich ist. Die Verlustleistung, die das Durchströmen des Papierfilters erfordert muss die Pumpe aufbringen.
Wenn durch das Ölfilterpapier nun neben dem Öl auch noch Luft durchfliessen kann ist dafür eine wesentlich kleinere Druckdifferenz erforderlich, die Luft geht also "besser" durch das Papierfilter hindurch. Und weil das so ist strömt auch mehr Luft als Öl nach, das bewirkt, dass der Ölstand im Filter absinkt und zwar soweit, dass die Luft bis in die Ansaugbohrung hineinkommt. Geschieht das bricht die Förderleistung der Pumpe zusammen, denn Luft kann die Pumpe nicht fördern. Nun steigt der Druck im Filter wieder an und Öl fliesst wieder nach - die Pumpe zieht nun wieder an und fördert das Öl, was wieder zu einem Unterdruck im Filter führt und wieder Luft nachströmen kann.
Es ergibt sich ein schwingender Zustand des Ölstands im Filter - also den Zuständen von Förderung und Nichtförderung der Pumpe. 

Ich hoffe, dass ich klar machen kann wovon ich glaube, dass das in dem Filter vor sich geht.

Grusz

Bernd

PS Da war Stefan wieder schneller - ich schreib einfach zu langsam!
Leben und Leben lassen

berndr253


Leben und Leben lassen

Stefan

Zitat von: berndr253 am 24 Oktober 2011, 21:39:12
PS Da war Stefan wieder schneller - ich schreib einfach zu langsam!

Ich fasse mich kürzer!
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berndr253

Leben und Leben lassen

Fastnachter

Aber wenn das sieb frei liegt ist die kacke doch eh am dampfen, denn dann fehl ne menge öl was ja irgendwo hin sein muss. Wenn oberkante papier höher sieb ist sehe ich keine probleme und auch keinen vorteil des siebes...

Gruß

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berndr253

Das ist ja das Problem! Das Sieb sitzt immer tiefer als das Papierfilter, das sind mal eben 20 oder 25 mm unter die der Ölpegel keinesfalls fallen darf. Das Sieb reicht mit seinem kegelförmigen Aufsatz fast bis auf den Boden der Ölwanne, da kommt logischerweise dann auch gar keine Luft ran die die Pumpe ziehen könnte.
Das wäre vielleicht noch eine Möglichkeit die Gefahr des Luftziehens beim Papierfilter zu vermindern - eine Haube mit Öffnung nach unten!

Bernd
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Fastnachter

Hat denn jemand ne ahnung wie hoch in der wanne, bzw. Im gehäuse das öl steht bei sagen wir mittlerem ölstand laut peilstab?

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isie

Experiment erfolgte bei Umgebungstemperatur ca 10-12°C ?

berndr253

Umgebungstemperatur=Raumtemperatur=18°C
Leben und Leben lassen

Taz

Hallo Jan.

Die Originalwanne faßt etwa 620ml...

Viele Grüße, Taz
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Fastnachter

Ute jetzt geht es mir tatsächlich um die höhe. Wie hoch übr dem filter steht denn das öl? Oder anders: wie hoch ist denn das risiko des luft ziehens? Ist es,wie burghard annahm bei min ÜBER dem papier?

Gruß

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burghard

hallo,

1. ohne größere Ölwanne ( z.b. Uli) macht das keinen Sinn !
2. M.E. liegt die Oberkante Filter bei optimaler Montage (= so tief wie möglich in der Uli-Wanne) weit unter Minimum Peilstab ! Wo ist denn da noch das Problem, denn wer unter Minimum fährt ist selber schuld - auch bei Originalsieb.
3. Leider kann ich das erst am Wochenende messen. Wenn jemand messen kann, wie groß der Abstand Wannenboden Uli zum Minimum   ist  sind wir schlauer. Der Filter ist insgesamt mit Verschraubung unten ca. 42 mm hoch.

Fastnachter

Hallo Burghard,

ich glaube ich sehe nur Klärungsbedarf, kein Problem.

Gesetz den Fall:

Jemand ist auf großer Fahrt, kontrolliert morgens vor der letzten Etappe nochmal und der Löstand ist niedrig, aber ok und sagt sich komm, fahr ich heim. Wenn dieser Motor jetzt XX ml Öl im Motor verteil dass während des Betriebes unten fehlt, dann KÖNNTE es in ner Kurve, langem Gefälle/Steigung zu Problemen kommen. Daher nur einfach mein Klärungsbedarf. Bin so ein Faktenmensch. Will da einfach nen mm Wert wissen. Kann aber leider nicht schnell in die Garage messen gehen da meine BMW bei meinen Eltern steht.

Viele Grüße

Jan.
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burghard

hallo Fastnachter - ich sehe das genauso ! Werde einfach mal bei nächster Gelegenheit messen - ich denke auch, daß ich den Filter mit Adaper etc. nächstes Wochenende montiert habe. Da werde ich mal Fotos mit Peilstab etc. machen. Alles andere macht keinen Sinn.
Egal ob Sieb in der Originalwanne oder Mikrofilter in der Uli-Wanne : Wer unter Minimum fährt riskiert eben zuviel - besonders in Kurven und Gefälle etc.  So weit ich mich erinnern kann ist Minimum im Originalzustand nur 0,25 l - da sollte man auch keinen kurven mehr fahren ! Und die Differenz Maximumzu Minimum ist Original wohl 1 Liter ! Soviel verbraucht man eigentlich nicht  auf 1000 km ! Also wer mit Minimum noch längere Strecken fährt ist selber schuld - mit Filter und Sieb.

Burghard

Stefan

The evil is always and everywhere!

burghard

hallo Stefan, keine Ahnung - ist ja wohl auch nur so eine spassige Frage. Was sich bei der Formel 1 wg. der Querbeschleunigung in der Ölwanne abspielt können Dir bestimmt unsere Wissenschaftler in diesem Forum sagen . Gut das wir z.B. den Bernd haben - wäre nie auf die Idee gekommen , daß eine Pumpe Luft ziehen kann, wenn die Ansaugöffnungen im Öl liegen ! Als einfacher Mensch werde ich das mal testen........

Ansonsten noch mal die Anmerkung wg. Kurven etc. : Wir haben keine gleitgelagerten Motore, die einen permanenten hohen Öldruck benötigen, sondern da sind Rollenlager drin - da sieht das ganz anders aus ! Ich meine , die sind wesentlich unempfindlicher - wenn da mal eine Luftblase im Öl ist, spielt das m.E. ü berhaupt keine Rolle ! Denk mal auch an die Schmierung der letzten 2 Takter mit Gemisch 1:50 bis 1:100

Aber all das ist egal, wenn der Filter auch bei Minimum noch genug Öl über Oberkante hat ! Und das werde ich mir am Wochenende ansehen , messen und mal Fotos machen. Und wenn das hinhaut werde ich mir das Ding einbauen und fahren !!

Burgharr


berndr253

Moin Burghard,

Formel 1-Bedingungen brauchen wir nicht - denk mal an einen Eimer mit Wasser gefüllt, den man ohne auch nur einen Tropfen Wasser zu verlieren bei ausreichender Armlänge und Rotationsgeschwindigkeit "lotrecht" rotieren lassen kann. Oder an die Suppe im Zugrestaurant die dem Gegenüber bei einer Vollbremsung auf die Hose schwappt.
Wenn Du - wie Stefan das beschrieben hat - mit Beiwagen oder "hangover" durch die Kurven heizt wird das Öl schon weg fliessen.

Der Filter geht erst morgen in die Post - hatte gestern abend ja noch ein paar Bilder gemacht und danach Feierabend  ;) !

Grusz

Bernd
Leben und Leben lassen

Stefan

Zitat von: burghard am 25 Oktober 2011, 08:45:32
Formel 1
Die werden Trockensumpfschmierung haben, schon wegen der flacheren Ölwanne.

Zitat von: burghard am 25 Oktober 2011, 08:45:32
wäre nie auf die Idee gekommen , daß eine Pumpe Luft ziehen kann, wenn die Ansaugöffnungen im Öl liegen !
Tut sie auch nicht! Lies Dir #209 und #210 nochmal durch.

Zitat von: burghard am 25 Oktober 2011, 08:45:32
gleitgelagerten Motore
Und was ist im Kopf?

Zitat von: burghard am 25 Oktober 2011, 08:45:32
2 Takter mit Gemisch
Keine Ahnung!

Zitat von: burghard am 25 Oktober 2011, 08:45:32
Aber all das ist egal, wenn der Filter auch bei Minimum noch genug Öl über Oberkante hat !
Genau. Wissenschaftlich besser ausgedrückt: "...in jedem Betriebszustand genug Öl...".

Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

burghard

where the fuck is  # 209-210 ?

Fastnachter

Schau mal in den Antworten. Oben steht immer dick und gelb "Re: Ölpumpe mit Ölfilter?" Da drunter steht links, aufsteigend die Antwortnummer Meine dürfte jetzt #228 sein...

Gruß

Jan.
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isie

#229
Zitat von: berndr253 am 24 Oktober 2011, 22:22:14
Umgebungstemperatur=Raumtemperatur=18°C
Übrigens: Kavitationsgefahr nimmt mit der Temperatur zu, zwischen Betrieb bei 18 °C und bei 120°C Öltemp. bedeutet erheblicher Uhterschied. Dann ist es nicht "LUFT" sondern "GAS", die Schmierung bricht schlagartig zusammen.

Aber das hatten wir ja schon.

burghard

hallo Stefan, Fastnachter - jetzt kapiert - alles klar ! Aber das mit der "Kavitationsgefahr" werde ich mir nicht antun - so was gibts bei mir einfach nicht.......

Burghard

burghard

heir kann übrigens jeder den Filter seiner Wahl raussuchen: flach , breit etc. - nur auf die verschiedenen Ausführungen achten

https://www.mann-hummel.com/mf_prodkata_eur/index.html

..Oder man geht zu Polo und öffnet die 150 Schachteln und sucht sich einen passenden raus !

Burghard

Fastnachter

Zitat von: burghard am 25 Oktober 2011, 11:26:08
Aber das mit der "Kavitationsgefahr" werde ich mir nicht antun - so was gibts bei mir einfach nicht.......

Sehr richtig. Nicht immer alles hinterfragen. Auch einfach mal "Es wird schon seine Richtigkeit haben" sagen (aus Hartmut und Ich, tolle Bücher  ;D)

Bin auf den ersten echten Langzeittest gespannt...

Gruß

Jan.
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burghard

hallo, motiviert durch das Testergebnis von Bernd war ich heute mal in der Garage und habe die Uli-Wanne abgebaut und den Test-Filter mit dem Adapter eingebaut. Sieht sehr gut aus und würde auch funktionieren  - nur der schöne Filter vom Test passt da nicht richtig rein !  Ein anderer Filter und/oder eine andere Befestigung muss her.
Ansonsten habe ich auch mal gemessen : Unterkante Ölsieb/Glocke des Originals liegt ca. 1.5 cm unter Minimum lt. Peilstab und Minimum lt. Peilstab sind (nur noch) 0,25 Liter. Aber dafür ist die Unterkante Ölsieb direkt über dem Wannenboden und nur dort saugt die Pumpe an - im Gegensatz zum Papierfilter.
Habe den Papierfilter dann mittels Adapter so montiert, daß die Oberkante des Filters auch ca. 1.5 cm unter dem Minimum lt. Peilstab liegt. Aber dann ist die U-Wanne leider nicht tief genug bzw. der Filter ist zu hoch.

Also Kreativität ist angesagt, denn prinzipiell ist das mit dem Filter ja eine gute Sache.  Die alten r 75 haben übrigens 2 liegende Filter unten in der Wanne montiert - aber die R 75 hat auch eine grössere Wanne. Also am Wochenende werde ich dann mal genau messen, zeichnen und sinnieren.... Im internet werden ich nach anderen Filtern suchen und bei Polo noch ein paar Schachteln aufmachen !

Habe dem Bernd und dem Manfred Bilder vom Handy geschickt - bei Interesse könnte man (nicht ich) die ja reinstellen.

Aufgeben gibts nicht - der Winter ist lang und es gibt ja keinen Zeitdruck - wird schon ! Für Anregungen bin ich sehr empfänglich !

Burghard

Stefan

Zitat von: burghard am 25 Oktober 2011, 22:16:18
...ca. 1.5 cm unter Minimum lt. Peilstab und Minimum lt. Peilstab sind (nur noch) 0,25 Liter...

Nur so als Denkanstoß: Welches Ölniveau stellt sich eigentlich bei laufendem Motor ein?
Gruß
Stefan
The evil is always and everywhere!

burghard

ok - werde mal bei laufendem Motor die Wanne abbauen und messen !

Burghard

Taz

Hi Burghard.

Aber bitte bei Betriebstemperatur, das Ölvolumen wird ja mit steigender Temperatur auch größer ;D

Viele Grüße, Taz
Life's a bugger, and then you die

auf Tour:
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mekgyver

#237
Ein Langzeittest muss her, wegen der Kavitation.
Es hätte eine Saugdruckmessung appliziert werden müssen.

Die Antriebsmaschine gibt ja die Drehzahl vor , die wegen der geometrisch unveränderlichen Verhältnisse in der Pumpe sklavisch umgesetzt wird. Hohe Temperatur setzt den Dampfdruck herab herauf, der Unterdruck beim Saugen naturgemäß auch begünstigt weiterhin das Ausgasen des Öls. Da könnte das Öl schnell dampfförmig werden, so als ob Luft angesaugt wird.
Da wird uns Burghard wohl sagen :"Kann nicht sein, ich hab den Ölstand kontrolliert, war bei max."

Ich habe ein Anschauungsobjekt, dass ich damals in der Vorlesung "Kolbenmaschinen" bei Prof Marker in der Uni-Wuppertal, mal mit gebracht hatte. Eine Wasserpumpe, Opel CIH Motor, mit vergleichsweise riesigem Ansaugquerschnitt, ca 50mm.
Da waren richtig viele Grübchen (die Wirkung der Kavitation : Erosion) unter dem Guss-Laufrad.
Bringe ich mal mit, nach Hilgen.

Grüße, mek  :schrauber:  :bike:  :prost:

... 73er-Gang

Stefan

Zitat von: Taz am 25 Oktober 2011, 23:30:42
Hi Burghard.

Aber bitte bei Betriebstemperatur, das Ölvolumen wird ja mit steigender Temperatur auch größer ;D

Viele Grüße, Taz

Die Wanne auch!
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guest474

Ich habe da Gefühl, dass es wieder so ein Ding gibt wie mit dem einkleben der Steuerkopflager.
Millionen von Motoren haben die Dinger. Mit einer ähnl. Konstruktion wie sie Burghard gemacht hat.
Natürlich geht so was bei uns nicht. Wir haben ja Spezialmotoren....

ZitatDa könnte das Öl schnell dampfförmig werden, so als ob Luft angesaugt wird.

Ab wann wird dann Öl dampfförmig?

Gruss Manfred

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