BMW Einzylinder-Forum

ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Bauteile & Co => Thema gestartet von: Hans_R25 am 07 August 2010, 21:21:03

Titel: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Hans_R25 am 07 August 2010, 21:21:03
Hallo Freunde,

was für ein Wetter. Das schreit förmlich nach einer Ausfahrt. Meine Frau muß heute bis 22:00 Uhr arbeiten und die Tochter ist bei ihrem Freund. Super, ich habe 9 Stunden Zeit (abzüglich Bad putzen - das hatte ich versprochen)! Also schnell das Bad geputzt und rauf auf die R25. Ich komme 20 km weit, dann auf der Landstrasse ein leichtes Plopp als hätte ich hinten einen Reifenplatzer und die Kiste fährt sich auch als hätte ich tatsächlich hinten einen Platten. Einzig die Vibrationen in der linken Fußraste passen da nicht dazu. Also bleibe ich stehen und dann das: Rahmen gebrochen (siehe Foto). So eine Sch...e!!!!
Die Stelle scheint wohl klassisch zu sein (R25/0 Bj. 50, zumindest in den letzten 30 Jahren keinen Seitenwagen).

So jetzt was tun? Die Beiträge im Forum sprechen mehrheitlich von Schweißen (WIG), Rahmen richten und Lackieren.
Kann mir Jemand von Euch einen Betrieb empfehlen wo ich diese Arbeiten fachgerecht ausführen lassen kann? Wenn's geht im Südwestdeutschen Raum (Pfalz, BW, Hessen).
Habe auch Beiträge gelesen bei denen dieser Bereich des Rahmens von Innen mit Vollmaterial (Rundeisen) ausgefüllt worden ist. Das scheint mir Sinnvoll zu sein. Heißt das den Rahmen auf der anderen Seite aufsägen und dort auch ein Rundeisen reinschweißen lassen? Dann muß der Rahmen nur einmal auf die Richtbank und Lackiert werden.
Was ist eigenlich vom Pulverbeschichten des Rahmens zu halten?

Wie dem auch sei, damit ist die Saison wohl beendet. Oder doch nicht?

Gruß
Hans

Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Fastnachter am 07 August 2010, 21:36:33
Hallo Hans,

zunächst: Ärgerlich, aber nicht sooo schlimm. Kann man reparieren. Zunächst zur letzten Frage: Lackieren vs. Pulvern. Tja. ich würde sagen geschmacksache. Wens gut gepulvert ist hält das sehr gut und sieht schick aus. Wenn nicht 100%ig gemacht ist und du nen kleinen Steinschlag hast zieht dir Feuchtigkeit drunter und du kannst nach ner Zeit die Beschichtung abziehen. Fein. Lackierung ist halt nicht so stabil wie ne Pulverbeschichtung. Dafür leichter ausbesserbar. Muss letzten endes du wissen. Zur reparatur: Im Süden gibt es da nen Fachbetrieb. Adresse wird sicher bald jemand schreiben. Ich hab sie gerade nicht zur Hand. Nicht einfach füllen und fertig, sondern wenn dann eine Art "Innenrohrschiene" Drahen die an den Enden konisch ist, sprich immer dünner wird. Sonst bricht er dir genau da wo die Innenfüllung aufhört wieder. Meine Variante wäre: Links und recht 2cm blank machen, Getriebe raus damit du Platz hast und das ganze mim Schutzgas Schweißgerät wieder schweißen. Beischleifen, Lack ausbessern, Fertig. Ein Nachmittag und hält erstmal bis du die ganze Maschine mal wieder zerlegen willst und die Saison ist gerettet ;-)

Gruß

Jan.
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Gert am 07 August 2010, 22:25:05
1. Mein Beileid
2. Selbst schuld. Wo ist denn der Anschlaggummi?  ;)

Ist mir selbst aber auch schon passiert.
Dummerweise in Frankreich während meines Urlaubs.
Ich hab ein etwas größeres Rohr in zwei Hälften längs zerschnitten und als Bandage links und rechts mit zwei M6er Schrauben fixiert.
Hat zumindest bis zuhause (und noch etwas länger) gehalten.

Wenn ich jetzt restauriere, kommen auch (konisch auslaufende) Einsätze aus Vollmaterial rein, die ich nicht nur am Stoß, sondern auch durch die 6er Löcher verschweißen werde. Auf der anderen Rahmenseite natürlich auch, denn da hat der Ständer ja genauso oft das Rohr weichgeklopft.
Wenn Du den Rahmen also beidseitig durchtrennst, sollte eigentlich soviel Elastizität in den Rohrstümpfen sein, daß man diese seitlich weit genug auseinander bekommt, ohne was dauerhaft zu verbiegen. Somit ist ein Richten (zumindest aus diesem Grund) überflüssig.

Auf alle Fälle würde ich dafür den Rahmen aber komplett ausbauen. Es schweißt sich dann viel besser rundherum.
Das Teil ist ja für die Fahrsicherheit elementar; da würde ich nicht huddeln, wenn Du an einer weiteren, dauerhaften Nutzung interessiert bist.

Pulver oder Lack wird in einigen Foren immer noch kontrovers diskutiert; in meinem Bekanntenkreis pulvert aber niemand mehr.


Noch ein Tip, bevor Du auseinanderbaust:
Kontrolliere vorher, ob der Rahmen keinen groben Verzug hat. Ich nehme an, das Procedere mit den Dachlatten am Hinterrad ist hier bekannt.
Was auch gern aus dem Ruder läuft, ist die Momentabstützung vorne zum Nockenwellenantrieb.
Die Bohrung im Rahmen sollte, intakte Gummis vorausgesetzt, gut mit der im Block fluchten.
Fällt Dir das erst nach dem Lackieren auf, wirds unnötig lustig.

Wenn Du Dich dranhälst, ist die Geschichte an zwei Wochenenden gegessen.
Und:
Neue Ständergummis montieren!


Gut schraub...
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 07 August 2010, 22:46:10
Schau mal unter Köster nach. Ob der Lamers (München)noch was macht weiß ich nicht.
Aber Rabenbauer dürfte sowas auch machen.
An dieser stelle brechen die Rahmen gerne, da sie hier vom Hauptständer bearbeitet werden.
Deshalb ist ein Seitenständer hier nicht schlecht.

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 07 August 2010, 22:48:08
ZitatWo ist denn der Anschlaggummi?

Habe ich noch nie gesehen.

Gib mal die Info rüber

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Hans_R25 am 08 August 2010, 00:10:35
Hallo Gert,

vielen Dank für Deine Hinweise. Das Einzige was ich unter Anschlaggummi finden konnte ich ein Gummi, dass den Ständer beim Einklappen abdämpft und die erforderliche Halterung gibt es erst ab R25/2. Ich kann mir allerdings nicht erklären wie der Anschlagdämpfer den Rahmen an der Stelle schützen soll wenn Hauptständer ausgeklappt, d.h. das Motorrad aufgebockt ist. Bitte hilf mir zu verstehen was Du meinst.

Gruß
Hans
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: GüllepumpeCH am 08 August 2010, 07:22:11
Hallo Hans

Dieser Anschlaggummi gehört unter den Kickstarter und da sollte er auch sein. Kopf hoch!

Gruss   Daniel
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 08 August 2010, 10:59:18
Was ich mir hier vorstellen könnte, wäre eine Kunststoffleiste die man auf die Auflagefläche vom Hauptständer anbringt. Wird nicht ewig halten, aber besser als Eisen auf Eisen.

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Heiko am 08 August 2010, 11:53:24
Hi,

das Anschlaggummi soll nur ein klappern des Ständers am Rahmen im hochgeklappten Zustand verhindern.

Bei Dir ist der Ständeranschlag am Ständer falsch (besser gesagt gepfuscht). Normalerweise sind links und rechts am Rahmen kleine "Ausleger" die nach innen zeigen angeschweißt. Bei Dir fehlen sie aber und irgendein Künstler hat einen Winkel an den Ständer gescheißt, der sich im aufgebockten Zustand am Rahmen abstützt, und dann noch so geschickt, das die Spitze des Winkels unter das Rahmenrohr schlägt. Das gibt eine Sollbruchstelle und wird auch bei einer Rahmenreparatur wieder auftreten.

Also erst Ständeranschlag ändern und dann Rahmen schweißen.

@Daniel: Er meint Teil 31!

Heiko
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Rütz am 08 August 2010, 12:17:45
Ts, ts, ts... Heiko, es geht hier doch nicht um eine R26! ;D :-*

Nix Pfusch, so sieht der Ständeranschlag original aus, bei R25 und R25/2.
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Gert am 08 August 2010, 16:43:52
Ich bin mal davon ausgegangen, daß eine R25 rahmenseitig genauso gestrickt ist wie meine R26.

Das aber BMW-Ingenieure das da, was man auf Hans´Bild sieht, so für die Serie gebastelt haben sollen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Dann hätten die auch dreieckige Räder...
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 08 August 2010, 16:51:31
So sollte es aussehen


Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 08 August 2010, 16:53:11
Wie Heiko schon geschrieben hat, ist da böse gemurkst worden.

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 08 August 2010, 16:55:27
Hier noch was für gestreßte Rahmen
http://www.motorrad-koester.de/65.html

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Hans_R25 am 08 August 2010, 16:58:24
Hallo Manfred,

das bedeutet, dass an meinem Motorrad der "falsche" Hauptständer eingebaut wurde.
Dann muß ich mich wohl auf die Suche nach einem passenden Ständer machen.

Gruß
Hans
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 08 August 2010, 17:09:16
Ich habe keine Ahnung wie Deine Haushaltskasse und Deine Werkstattausrüstung aussieht würde ich mir einen neuen leisten. Meistens sind die gebrauchten schief, Bohrungen ausgeleiert usw. Ich würde mir einen neuen leisten. Ich denke mit 100€ biste dabei.
Du kannst den Rahmen auch zu Köster schicken. Kriegst auch eine Urkunde. Oder Lamers weichkneten. Ab und zu macht er noch was.

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Heiko am 08 August 2010, 19:23:23
Hi,

@Anselm: So oder so ist dort gepfuscht worden!  ;)

@Hans: Der Ständer müsste richtig sein, nur ist da ein falsches Teil angeschweißt... Karl, mach doch mal ein Bild von deiner R 25!


Heiko
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 08 August 2010, 19:46:43
Jo Karl. Mach Mal ein Bild von Deiner R25
Sieht bestimmt ganz anders aus als bei mir..... :-X

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Rütz am 08 August 2010, 19:58:08
Häh??
Wo soll denn da der Unterschied sein zu Manfreds Bild?
Ich kann keinen erkennen, außer daß Manfred die rechte statt die linke Seite fotografiert hat.

Die R25-R25/2 Ständer sehen so aus (Ebay-Bild (http://cgi.ebay.de/BMW-R25-Hauptstander-Rahmen-Stander-Kippstander-Stutze-/170394557679)).

Klar ist Hansens falsch justiert, sollte natürlich nicht auf der Kante aufsetzen. War das denn vor dem Rahmenbruch auch schon der Fall?
Vielleicht fehlen nur die richtigen Lagerbuchsen..

Rütz T
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 08 August 2010, 20:00:52
Linke Seite sieht genauso schön aus.

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 08 August 2010, 20:07:05
Diesen Ständer Ebay-Bild nicht kaufen. Hier ist der auf der linken Seite angebrachte "Rundmaterial" zu weit oben angeschweißt. Wenn man den Fuß dort ansetzt um den Ständer runterzuklappen klappt der Ständer (jedenfalls bei mir) zwar runter, will ich aber nun den Fuß auf das Rohr umsetzen um die Maschine hochzuziehen, klappt der Ständer wieder ein.
Original ist dieses Rundeisen wesentlich tiefer angeschweißt.
Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Rawost am 08 August 2010, 20:49:17
Zitat von: Rütz am 08 August 2010, 19:58:08
Die R25-R25/2 Ständer sehen so aus (Ebay-Bild (http://cgi.ebay.de/BMW-R25-Hauptstander-Rahmen-Stander-Kippstander-Stutze-/170394557679))
Hallo,
den Verkäufer habe ich schon lange aus meiner Suchliste genommen, weil er immer so gepfefferte Preise hat.
Gruß
Rainer
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: † Oldtimerfahrer am 08 August 2010, 21:01:56
Moin,
bin zwar nicht der Karl, kann aber dennoch ein paar Bilder liefern.
Die Aufnahme liegt am Rahmen an, in einem "flachen" Zustand.


(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fup.picr.de%2F4942344.jpg&hash=08ae1c8099cf23c50c782f22e051b7c90b0cf8d8)

(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fs1.up.picr.de%2F4942345.jpg&hash=6b8afa0126a123d8a8aa179fed87b0d81fa9ee77)

(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fs2.up.picr.de%2F4942348.jpg&hash=cd81848316f02c2cdb78876978edd69838c1c263)

Da Motor / Getriebe fehlen kann man es eigentlich gut erkennen.

Gruß Rudi
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Hans_R25 am 08 August 2010, 22:32:30
Hallo Leute,

herzlichen Dank für Eure Anteilnahme und Unterstützung. Gestern war ich noch am Boden zerstört und verzweifelt. Aber Ihr habt mir Zuversicht gegeben. Danke nochmal.

@Manfred: Haushaltskasse - klar, die Haushaltskasse ist immer klamm aber ich sehen ein das ein neuer Hauptständer die günstigere Variante ggü. einem gebrauchten Exemplar ist dem man nie vertraut dass er doch verzogen sein könnte.

Zitat von: Heiko am 08 August 2010, 19:23:23
@Hans: Der Ständer müsste richtig sein, nur ist da ein falsches Teil angeschweißt... Karl, mach doch mal ein Bild von deiner R 25!

@ Heiko: der Ständer müsste richtig sein, nur ein falsches Teil ist angeschweißt. Empfiehlst Du den Ständer zu belassen, das Teil abzutrennen und durch ein neues (Handmade) zu ersetzen?
@ Rütz: Ob das früher auch schon so war kann ich nicht genau sagen, glaube aber schon. Die Druckstelle von unten gesehen ist eher punktuell und nicht flächig.
@ Manfred: "Diesen Ständer Ebay-Bild nicht kaufen." Danke für den Hinweis. Allerdings hätte ich auf Teile aus Andorra wohl auch eher nicht geboten. Da hab ich Zweifel ob ich überhaupt etwas geliefert bekommen.

@Rudi: Vielen Dank für die Bilder. Hast Du extra den Motor ausgebaut nur um Bilder für mich zu machen? Das wäre doch nicht nötig gewesen. Vielen, vielen Dank.

Gruß
Hans
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 08 August 2010, 22:59:39
ZitatAllerdings hätte ich auf Teile aus Andorra wohl auch eher nicht geboten
.

Ich habe den meinigen Hauptständer vor 4 Jahren auf der Veterama als Neuteil von einem Oldtimerhändler Namens Kornhas gekauft......

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Jürgen 57 am 08 August 2010, 23:07:02
Wobei Kornhas inzwischen sein Geschäft aufgegeben hat (U in F hat wohl alles erworben).

Jürgen 57
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: † Oldtimerfahrer am 08 August 2010, 23:27:04
Zitat von: Hans_R25 am 08 August 2010, 22:32:30
@Rudi: Vielen Dank für die Bilder. Hast Du extra den Motor ausgebaut nur um Bilder für mich zu machen? Das wäre doch nicht nötig gewesen.

Für gute Fotos macht man schon was.  ;)

Aber im Ernst, Motor war schon raus.

Gruß Rudi
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: isie am 10 August 2010, 23:46:21
Dier konstellation Androrra bzw in Algerien hat doch einen gewissen Charme ?! wohnt, das muss halt ein paar Euro mehr bringen ...

Zum Ausgleich hat der Verkäufer auch keine Ahnung. 
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 11 August 2010, 07:26:31
ZitatDier konstellation Androrra bzw in Algerien

ist es nicht Marokko?

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: BenW am 11 August 2010, 08:04:57
Zitat von: Manfred250 am 11 August 2010, 07:26:31
ist es nicht Marokko?

Ja, ein Händler hat seinen Sitz in Marokko. Der andere (oder derselbe?) in Andorra. Das Prinzip scheint immer dasselbe zu sein: Wohn-/Geschäftssitz im aussereuropäischen Wirtschaftsraum, Versand ab EU unter Umgehung von Zöllen und ggf. Einfuhrumsatzsteuer, d.h. die Ware wird einfach so über die Grenze in die EU getragen. Zitat aus dem Ebay-Angebot: "Um Zollgebühren zu vermeiden wird ab Europäischer Union versendet.". 'Vermeiden', aha.

In Marokko geht das über die Enklaven Ceuta oder Melilla, von Andorra aus nach Spanien oder Frankreich.

Seltsames Geschäftsgebaren.

Grüsse,
BenW
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: cledrera am 11 August 2010, 09:23:34
Nein,
ein verständliches Gebaren, wenn auch in einer Grauzone.
Es geht um die Richtlinie 97/7/EG. Nach der Entscheidung des EUGH vom 15.04.2010 muss ein Versandhändler schon bei schlichtem Nichtgefallen
alle Zahlungen des Käufers rückerstatten, auch die Kosten der Warenübersendung. Bereits früher hat der EUGH entschieden, dass der Händler keine
Ansprüche, etwa Nutzungsentschädigung, Ersatz für Abnutzung oder dergleichen gegen den Käufer geltend machen darf.

So und jetzt stellt Euch mal vor, Ihr seid Händler und verschickt tadellose Ware zum Preis von 50,00 € inkl. Porto.
Keine Woche später habt ihr die Ware zurück, teils nicht mehr im Neuzustand.

Und jetzt mal eine Frage: Wie hoch ist der wirtschaftliche Schaden des Händlers ?

Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: BenW am 11 August 2010, 11:30:02
Zitat von: cledrera am 11 August 2010, 09:23:34
Nein,
ein verständliches Gebaren, wenn auch in einer Grauzone.
Es geht um die Richtlinie 97/7/EG.

Clemens,

ich bezog mich nicht auf die Preisgestaltung des Händlers. Dass das wirtschaftliche Risiko beim Online-Handel hinsichtlich des 14-tägigen Rückgaberechts höher ist als beim Ladenverkauf, steht ausser Frage. Da muss jeder Händler seine eigene Kalkulation machen und der Käufer ist frei in seiner Entscheidung, ob er bei diesem Händler kaufen möchte.

Mit Grauzone und verständlichem Gebaren meinst Du aber nicht die Verbringung von Waren in ein EU-Land ohne vermutlich notwendige Zollerklärungen, oder?

Grüsse,
BenW
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Rütz am 11 August 2010, 12:16:40
Wenn das wirklich so wäre, wäre er dann nicht wenigstens preisgünstig?

- Keine Einkommenssteuer (kann mir nicht vorstellen, daß unser Finanzamt die in Marokko gut eintreiben kann)
- Keine Mehrwertsteuer
- Keine Einfuhrsteuern
- Kein Rücknahmeverpflichtung und sonstige Gewährleistung
- aber trotzdem durch die Bank ~1,5 fache Preise...

Nee... da muß mindestens noch was ganz anderes hinterstecken... kann ich mir zumindest nicht anders vorstellen...
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Stefan am 11 August 2010, 12:21:30
Zitat von: cledrera am 11 August 2010, 09:23:34
Und jetzt mal eine Frage: Wie hoch ist der wirtschaftliche Schaden des Händlers ?

Und noch eine Frage: Wie oft kommt so etwas vor?

Gruß
Stefan
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: BenW am 11 August 2010, 13:21:53
Zitat von: Rütz am 11 August 2010, 12:16:40
Wenn das wirklich so wäre, wäre er dann nicht wenigstens preisgünstig?

- Keine Einkommenssteuer (kann mir nicht vorstellen, daß unser Finanzamt die in Marokko gut eintreiben kann)
- Keine Mehrwertsteuer
- Keine Einfuhrsteuern
- Kein Rücknahmeverpflichtung und sonstige Gewährleistung
- aber trotzdem durch die Bank ~1,5 fache Preise...

Nee... da muß mindestens noch was ganz anderes hinterstecken... kann ich mir zumindest nicht anders vorstellen...

Nun, er muss seine 'Preisvorteile' ja nicht an die Kunden weitergeben, im Kapitalismus zwingt einen niemand dazu... ;)

Steuern und Abgaben zahlen ist aber dennoch Pflicht und keine Grauzone.

Grüsse,
BenW
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: cledrera am 11 August 2010, 13:42:34
ZitatUnd noch eine Frage: Wie oft kommt so etwas vor?

Das kommt so oft vor, das ein uns allen bekannter Freundlicher stark verärgert ist.
Die Grauzone sehe ich darin, dass die EG-Richtlinie umgangen wird. Abgabenverkürzung
dürfte weniger das Thema sein. Konkrete Anhaltspunkte dafür hat jedenfalls keiner.
Was nun die Preise anbelangt, schlägt sich natürlich der Mehraufwand für Betrieb einer Firma
im Ausland etc. pp. nieder.
Ich hoffe nur, dass nicht noch mehr auf diesen Umweg verfallen.
Dann haben wir den Salat à la EU.

Clemens
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 11 August 2010, 16:30:43
Zitatdas ein uns allen bekannter Freundlicher stark verärgert ist.

Verkauft der Blitz-Schnell?

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Rütz am 11 August 2010, 17:43:29
Heißt das jetzt, das ist ein uns allen bekannter Freundlicher?  ...Oha... :-X
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: BenW am 11 August 2010, 19:03:51
Zitat von: cledrera am 11 August 2010, 13:42:34
Abgabenverkürzung dürfte weniger das Thema sein. Konkrete Anhaltspunkte dafür hat jedenfalls keiner.

Clemens, bitte korrigiere doch bitte mal von fachlicher Seite aus mein laienhaftes rechtliches Halbwissen:

- Der Verkäufer hat seinen Firmensitz und seine Anschrift  im aussereuropäischen Ausland (hier: Marokko)
- Die Ware wird für einen Empfänger in Deutschland bestellt
- "Zur Vermeidung von Zollgebühren" wird die Ware vom Verkäufer zunächst in ein EU-Land gebracht. Zölle werden dabei offensichtlich nicht entrichtet, da sie laut Angebotstext ja explizit vermieden werden.
- Die Ware wird an den Empfänger in Deutschland verschickt.

Welche Anhaltspunkte fehlen da noch hinsichtlich des Anfangsverdachts einer Abgabenverkürzung bzw. Verzollungsumgehung?

Zur Frage der möglicherweise ebenfalls nicht entrichteten Einfuhrumsatzsteuer ergeben nur aus dem Angebot natürlich keine Anhaltspunkte.

Beste Grüsse,
BenW
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: cledrera am 11 August 2010, 19:33:57
ZitatWelche Anhaltspunkte fehlen da noch hinsichtlich des Anfangsverdachts einer Abgabenverkürzung bzw. Verzollungsumgehung?

Zoll entfällt auf Ware, die eingeführt wird.
Ist die Ware aber überhaupt nicht zollpflichtig, da z.B. im EU-Inland produziert, war es das schon.

Praktisch würde das so aussehen, dass die Firma im außereuropäischen Ausland eine in einem steuergünstigen Land Europas sitzende weitere Firma beauftragt,
aus deren Bestand an den Kunden zu liefern. Dann stimmt auch der Satz: Um Zollgebühren zu vermeiden wird ab Europäischer Union versendet.
Wenn mir jetzt noch jemand sagen könnte, ob Andorra Mehrwertsteuer auf solche Geschäfte mit einer in Maroko ansässigen Firma erhebt, wäre ich noch einen Schritt weiter.

Clemens
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: BenW am 11 August 2010, 20:34:18
Zitat von: cledrera am 11 August 2010, 19:33:57
Zoll entfällt auf Ware, die eingeführt wird.
Ist die Ware aber überhaupt nicht zollpflichtig, da z.B. im EU-Inland produziert, war es das schon.

Praktisch würde das so aussehen, dass die Firma im außereuropäischen Ausland eine in einem steuergünstigen Land Europas sitzende weitere Firma beauftragt,
aus deren Bestand an den Kunden zu liefern. Dann stimmt auch der Satz: Um Zollgebühren zu vermeiden wird ab Europäischer Union versendet.

Verstehe, was Du meinst. Falls die im EU-Inland produzierte Ware allerdings in Marokko gelagert wird und zum Versand in die EU gebracht wird, wäre Sie wieder zollpflichtig. Hatte sie nie die EU verlassen, entsteht keine Zollpflicht, richtig?

Grüsse,
BenW

Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt / Bestandsaufnahme
Beitrag von: Hans_R25 am 15 August 2010, 13:01:53
Hallo Freunde der BMW-Einzylinder,

ich habe gestern meine R25 nach dem Rahmenbruch "ausgewaidet" um den Rahmen schweißen zu lassen. Vielen Dank noch einmal für die vielen Vorschläge. Ich hatte vor: Rahme schweißen, beischleifen, Spraydosenlackierung; Motoreinbau und Fahren. Sollte ich Fahrwerksprobleme registrieren, dann Rahmen richten, ansonsten hätte ich das Richten des Rahmens bis zur nächsten größeren Reparaturaktion aufgeschoben.
Lange Rede, kurzen Sinn. Ich habe das Motorrad also zerlegt (Tank und Sattel abgebaut, Achsantrieb, Federung hinten und Kotflügel hinten demontiert und den Motor ausgebaut). Nachdem ich die Maschine "aufgestellt" (wie ein springendes Pferd / FERRARI) hatte konnte ich mir den Schaden mal von unten mit eingeklappten Hauptständer anschauen (siehe Bilder).
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Hans_R25 am 15 August 2010, 13:06:51
Sorry hatte wohl einen falschen Knopf erwischt.
Die Rahmenrohre sind beidseitig eingedrückt. Wie sollte nun ein Reparatur aussehen? Nur einmal ringsum Schweißen wird wohl nicht reichen. Beschädigte Bereiche heraustrennen (wo, bzw. wie weit) und Vollmaterial einschweissen?

Gruß von einem wieder verzweifelten Hans
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: cledrera am 15 August 2010, 16:20:29
Hans,
nicht verzweifeln!
Ich würde
a) die gestauchten Teile raustrennen,
b) Rohre als Stütze und zur Ausrichtung innen in den Rahmen rein und festpunkten,
c) Zum Rahmenrohr nach Material und -stärke passendes Rohr als Manschette über dieses Innenrohr und festschweißen.

Wenn du nicht weist, woher Du passendes Rohr kriegen sollst, schick mal Andre Hubein, Berlin, eine pm. Er hat, soweit mit bekannt, noch einen Schrottrahmen.
Ich glaube übrigens nicht, dass Du Richtprobleme bekommen wirst, wenn sauber gearbeitet wird. Die Stellen sind gerade und krumme Rohre wirst Du kaum einbauen

Clemens
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 15 August 2010, 16:30:27
ZitatLange Rede, kurzen Sinn. Ich habe das Motorrad also zerlegt (Tank und Sattel abgebaut, Achsantrieb, Federung hinten und Kotflügel hinten demontiert und den Motor ausgebaut).

Warum hast Du den Achsantrieb, Federung hinten, Kotflügel abgebaut?
Jetzt sach nich um den Motor+Getriebe rauszubekommen.

Nur ist meine Meinung: Baue jetzt noch die Vorderradgabel kplt. ab, und mach den Rahmen richtig. Heißt: Schicke ihn zum Köster, laß den vermessen und richtig machen, dann sandstrahlen und neu lackieren. Oder meinst Du dass ein Rahmen der bestimmt durch zig Hände lief, noch einwandfrei ist?

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Hans_R25 am 15 August 2010, 16:50:33
@ Manfred. Motor und Getriebe hätte ich schon ohne die Demontage der anderen Teile ausbauen können. Ich wollte diese Teile nur vor Beschädigungen bei der späteren Rahmenreparatur (Schweißen) schützen. Die Gabel habe ich nicht ausgebaut da ich mit Grausen an frühere Abdichtversuch der Gabel entsinne und die Demontage und spätere Montage mit zu erwartenede Abdichtarbeiten mir (eigentlich) zuviel Aufwand war. Daher auch der Gedanke eine "kleine" Reparaturlösung zu wählen.

Tja, eigentlich hast Du ja recht. Wie heißt es so schön? Mach es gleich richtig!
Ich kämpfe noch mit mir.

Gruß
Hans

Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 15 August 2010, 20:13:23
Hans, wo ist das Problem mit der Gabel?

Obere Gabelbrücke ab, Lampe abschrauben, Lampenhalter raus, Gabel nun kplt. nach unten rausziehen. Rad sollte vorher auch schon draußen sein.

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Fastnachter am 15 August 2010, 21:15:53
...also ich schließe mich Manfred an. Entweder ich hätte nur eben das Getriebe raus gemacht und geschweißt, oder richtig. Und da du jetzt ja quasi zerlegt hast... Maches richtig.

Gruß

Jan.
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Oerlov am 15 August 2010, 22:55:02
übrigens, für die Flick-Variante (von der ich auch eher abraten würde) wäre es sinnvoller gewesen den motor zunächst drin zu lassen:

Vorteil hierbei ist, dass man den Rahmen erstmal an der Bruchstelle punkten kann, während er noch durch Motor und Getriebe fixiert ist. Dann erst den Motor/Getriebe ausbauen und durchschweißen (wird sonst krumm).

Bei fachgerechten Reparatur kenne ich es so, dass man den Rahmen entweder auf einer Stahlplatte / Richtbank aufspannt (wo die Festpunkte eines intakten Rahmens markiert sind) oder eine Lehre für die Festpunkte mit dem Rahmen verschraubt. Für den gelernten Schlosser bzw. Edelschrauber ist das kein Hexenwerk, macht aber trotzdem viel Arbeit (die man eigentlich nur selbst macht, wenn man die Herausforderung sucht ...)

Gruß

Carsten
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: cledrera am 15 August 2010, 23:02:18
Mal anders herum:
Sind Rahmen und Motor nummerngleich?

Clemens
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 16 August 2010, 01:40:09
ZitatSind Rahmen und Motor nummerngleich?

Was willst Du damit sagen?  Vielleicht, wenn ein anderes /3 Gehäuse drin ist, der Rahmen gebrochen ist?

@Hans: Der Onkel Köster spannt den Rahmen auf seine Richtbank (von BMW abgenommen und für gut befunden) auf, und richtet den, soweit vertretbar, kplt. nach. Du erhälst ein Meßprotokoll, und schweißen tut er auch. Früher machte dass noch Lamers in Münschen. Der hat inzwischen seinen Laden altersbedingt geschlossen.
Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: cledrera am 16 August 2010, 09:33:57
Was ich meine, ist das ein neuer alter Rahmen gegebenenfalls  billiger ist.
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 16 August 2010, 09:58:58
Und woher willst Du Wissen, dass der neue alte Rahmen i.O ist?
Mußt Du also auch vermessen lassen. Für das Geld (neuer Brief, TÜV Zulassung usw.) kann ich auch den alten Neu machen lassen.
Die meisten glauben hier sie kaufen immer Neuteile. Das Zeug ist schon zig Mal verscherbelt worden. In die Türkei, nach Griechenland und wieder zurück.  Mit Beiwagen, STEINBRUCH HOCH UND RUNTER;
Habt Ihr mal auf einem Moped gesessen, dass bei 100km/h ein Eigenleben entwickelt hat?

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: cledrera am 16 August 2010, 10:01:28
Manfred,
da hast du nicht Unrecht mit.
Es war nur eine Frage, wobei bei Nummerngleichheit ein Ersatzrahmen ohnehin kaum in Betracht gezogen werden kann.

Clemens
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: † odeon8 am 16 August 2010, 15:07:40
Zitat von: Hans_R25 am 15 August 2010, 13:06:51
(...)Wie sollte nun ein Reparatur aussehen?

Servus Hans,

bei meiner R26-Paula gabs ein ähnliches Problem am Rahmen im Bereich der
Ständeranschläge.

Reparatur s. hier (http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=7024.msg87612#msg87612)

In Deinem Fall würde ich (!) ein ca. 100 mm langes dickwandiges Rohr in die beiden Bruchteile eintreiben und verschweißen.

Viele Grüße - Thomas
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: cledrera am 16 August 2010, 16:56:41
Thomas,
wie willst Du da was eintreiben, wenn die Rahmenrohre nach innen eingedrückt sind?

Clemens
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Hans_R25 am 16 August 2010, 20:17:41
Zitat von: cledrera am 15 August 2010, 23:02:18
Mal anders herum:
Sind Rahmen und Motor nummerngleich?

Clemens

Auf Deine Frage Clemens: Ich habe zwei Motoren. Der eine, der Nummerngleich mit dem Rahmen ist (auf dem Foto der Hintere R25/0), wurde kürzlich komplett überholt aber noch nicht eingebaut. Der Andere (R25/2), damit natürlich nicht Nummerngleich mit dem Rahmen, war die letzten 32 Jahre eingebaut und wurde nur notdürftig restauriert (Kolben neu, Zylinder ausgeschliffen und Ventile eingeschliffen - sonst nichts) läuft aber noch (halbwegs) zufriedenstellen. Never touch a running system.
Jetzt will ich natürlich den überholten Originalmotor wieder einbauen.

Zitat von: odeon8 am 16 August 2010, 15:07:40
Servus Hans,

bei meiner R26-Paula gabs ein ähnliches Problem am Rahmen im Bereich der
Ständeranschläge.

Reparatur s. hier (http://www.bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=7024.msg87612#msg87612)

In Deinem Fall würde ich (!) ein ca. 100 mm langes dickwandiges Rohr in die beiden Bruchteile eintreiben und verschweißen.

Viele Grüße - Thomas

Hallo Thomas,
wenn ich das Rohr oder auch Vollmaterial in der einen Seite reinstecke wie bekomme ich wenigstens ein kleines Stück in das gegenüberliegende Rohrende (ohne den Rahmen aufzubiegen, was eher einen Totalschaden des Rahmens bedeuten dürfte)?

Gruß
Hans
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: † odeon8 am 16 August 2010, 20:47:36
@ Clemens & Hans:


Habe ich beim Rahmenumbau der R34/4 auch so gemacht und vom TÜV genehmigen lassen.

 
Thomas
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: guest474 am 16 August 2010, 21:15:33
ZitatIch (!) würde die Reparaturstücke anschließend hart einlöten - nicht schweißen.

Aber dann ein sehr gutes Silberlot verwenden.

Thomas, welches hast Du genommen?

Gruss Manfred
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: † odeon8 am 16 August 2010, 21:58:34
ok, ok, mal schnell in den Keller gesprintet:

Oerlikon Schweißtechnik GmbH, Fontargen A 203/6 W WIG Schweißstab
Werkstoff Nr. 2.1022  DIN 1733: S CuSn 6 (S-SnBz 6)
Schutzgas: Rein Argon DIN 32 526 - l1
Schmelzbereich 910 - 1040°C
"Korrosions- und überhitzungsbeständige Zinn-Bronze-Legierung
Besonders geeignet (...) für Verbindungsschweißungen von Ms / Cu (...) Fe-Werkstoffen und Gußeisen."

Das Ding heißt "Schweißstab" weil es auch für Schweißungen von Cu und / oder CuZn geeignet ist.

Thomas
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: Viking1412 am 16 August 2010, 22:20:26
Hallo aus Dänemark,

Nach meinen Erfahrungen sollte man Rundschweissungen vermeiden, da sie stets die Gefahr von neuen  Bruchstellen mitführen.

Mein Vorschlag wäre, dir gebrochenen Rohrenden soweit möglich wieder rund zu machen, wo sie durch Abknicken verformt sind, eventuell auch durch nachschleifen, wenn plastische Verformung nicht genügt, und dann einen äußeren Mantel um die gebrochenen Rohre zu klemmen und zu verschweißen.

Den Mantel habe ich in einer primitiven Skizze dargestellt, die ich anhänge.

(https://bmw-einzylinder.de/forum/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.bmw-einzylinder.de%2Fforum%2Findex.php%3Faction%3Ddlattach%3Btopic%3D7442.0%3Battach%3D13766&hash=bd6c21a0e154d0bee68be4003074fa7f1a18d828)

Der Mantel wird aus einem passenden Rohrstück hergestellt, das aufgeschnitten wird, sodass es warm um die Rohrenden gefügt werden kann.

Zuerst wird die Längsnaht des Mantels geschweißt, während er noch warm ist, sodass er beim Abkühlen stramm um die Rohrenden liegt. Erst nach dem Abkühlen werden die 4 Spitzen an beiden Enden geschweißt.

Der Mantel sollte etwa die selbe Wandstärke wie die Rohrenden habe. Die Länge der Spitzen sollte nicht weniger als 2 mal Durchmesser der Rohrenden sein.

Das ist nur ein Vorschlag.

Schöne Grüße
Karl
Titel: Re: Rahmenbruch - das Ende einer Ausfahrt
Beitrag von: bullet am 16 August 2010, 22:36:38
Zitat von: Viking1412 am 16 August 2010, 22:20:26
Das ist nur ein Vorschlag.

Der ist gut.   :respekt:

Variante: Das Rahmenrohr schweißen, verputzen, und die skizzierte Verstärkung hart auflöten.  Beim Lot kann man eines aus dem Fahrradbau nehmen, das braucht nicht so hohe Temperaturen.  (Nebenbei und OT: die Bullet kann ihren Auspuff wieder selbst festhalten, seitdem die Lasche am Rahmen hart angelötet wurde.  Diese war ursprünglich elektrisch angeschweißt und dabei wohl versprödet, weshalb sie abbrach.  In früheren Baujahren wurde diese Lasche autogen angeschweißt, und das hat besser gehalten.)

Lediglich für die Optik wäre ein innenliegendes Verstärkungsrohr ähnlichen Zuschnitts besser, aber dann muß man das Rahmenrohr mehrfach durchbohren, um das Innenrohr punktweise anzuschweißen.  Mit einigem Geschick (auch mit der Flex) sieht man dann weniger.

Grüße!
HaGü