BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: Sven_Schmidt am 27 Oktober 2025, 11:39:39
Hallo zusammen,
bei der letzten Ausfahrt fing die Kupplung an zu rutschen. Ursache Öl.
Erster Verdacht viel auf den KuWe Simmerring. Nach der Zerlegung halte ich aber das Getriebe für den Übeltäter, da hier viel mehr Ölschwitz zu finden ist. Die Schwungscheibe ist vorne (in Fahrtrichtung, Motorseite) sauber und trocken.
Werde trotzdem beide Dichtringe erneuern, sowie auch die Kupplungsscheibe.
Allerdings zeigt die Schwungscheibe Einlaufspuren. Was könnte da die Ursache sein?
Gruß, Sven
1. vom Simmerring
2. dein Motorsimmerrig ist aber sehr tief eingesetzt
Das Einlaufen ist doch fast schon normal auf den Schwungscheiben..
Abhilfe schafft hier der Speedi Sleeve 99878, gibt's bei Agro Lager.
Drauf damit und es ist definitiv dicht.
Den Dichtring am Motor nur bündig einsetzen, nicht tiefer, sonst gehen evt Öl Bohrungen zu.
Gruß Christian
Der motorseitige Wellendichtring soll eigentlich 0,5mm VORstehen. Vielleicht wärst du damit sogar wieder im gesunden Bereich der Lauffläche, ohne Speedi.
Schön auch die nicht sachgerechten Abdrückmarken am Bund der Lagerung. Immer wieder wird solange angezogen, bis sich die Schrauben am Alu befinden. Die Abdrückwirkung muss über die Kurbelwelle und nicht über das Gehäuse gehen!
Kontrolliere, ob sich da vielleicht ein paar Grate aufgeworfen haben, die dann den neuen Wedi gleich beim Einpressen schon am Außenumfang beschädigen.
Zitat von: Re44 am 27 Oktober 2025, 12:45:38Speedi Sleeve 99878
Gute Idee mit dem Ring, kannte ich noch nicht. :thumbsup:
Allerdings hat die Schwungscheibe 45mm Durchmesser an der Stelle.
Der 99878 ist für eine 52mm Welle. Auch die Breite mit 15,8mm ist zu viel.
Die Breite dürfte max. 11mm sein, da die Fläche zur Scheibe hin ansteigt, der Durchmesser etwas größer wird.
Suche ich nach 45er Speedi findet sich 99177 und 99830, allerdings sind die auch beide zu breit.
Den Überstand dann wegschneiden /-schleifen und sauber entgraten? So hab ich's via Suche im Beitrag von "maikitaiki" gefunden.
Hat schon jemand einen Speedi Sleeve auf einer R25/3 Schwungscheibe angebracht?
Oder übersehe ich was?
Gruß, Sven
Alle Einzylinder Schwung. haben 52 mm die ist also mehrfach abgedreht. Am besten andere Schwungsch. beschaffen.
Zitat von: R25-2-3-7Hartmut am 27 Oktober 2025, 16:23:56Alle Einzylinder Schwung. haben 52 mm die ist also mehrfach abgedreht. Am besten andere Schwungsch. beschaffen.
Meine Schwungscheibe hat an dieser Stelle 45mm. Das stimmt auch mit den Größenangaben auf der Rabenbauerhomepage überein. Ist alles OK beim TE.
Müsste da hinter dem Wedi nicht noch eine Wellscheibe zu finden sein ? oder hat den die 3er nicht?
Zitat von: Beppo am 27 Oktober 2025, 17:52:56Müsste da hinter dem Wedi nicht noch eine Wellscheibe zu finden sein ? oder hat den die 3er nicht?
doch, die ist auch da.
Zitat von: strichzwojan am 27 Oktober 2025, 17:51:12Meine Schwungscheibe hat an dieser Stelle 45mm. Das stimmt auch mit den Größenangaben auf der Rabenbauerhomepage überein. Ist alles OK beim TE.
Danke, ich war schon am grübeln, wie das vor 20 Jahren war. Da hätte ich ja damals mit dem Simmerring aus dem Motordichtsatz nichts anfangen können.
Wenn ich mir so die Kommentare durchlese und die Bilder vom TE ansehe, erschließt sich mir noch nicht so recht, wie der Kriechweg vom Simmerring der KW zum Kupplungsbelag aussehen soll?
Bei defektem KW-Simmerring würde ja ein Großteil des austretenden Öls außen an der Schwungscheibe durch die Fliehkraft weglaufen und selbst der Anteil des Öls welcher vielleicht nach innen in die Kupplungsglocke läuft, müsste ja noch einen Weg auf die Rückseite des Kupplungsbelags finden, bevor es durch die Fliehkraft nach außen gedrückt wird ??? .
Da die KW-Mutter zum Kupplungskorb keinen Kontakt hat, würde evtl. Öl in der Schwungscheibe nach außen laufen.
Bei dem Bild mit dem Kupplungsbelag sieht es eher danach aus, als wäre der Weg des Öls über die Verzahnung heraus gekommen, da hätte ich jetzt eher das Getriebe in Verdacht.
Wenn ich mir den Simmerring an der Getriebeeingangswelle anschaue, hat dieser auch schon paar Jahre auf dem Buckel und vielleicht ist ja auch innen von der Kupplungsdruckstange vom Filz nicht mehr viel da ::) (wäre ja nicht der erste Fall)
Anhand der Ölfarbe der kleinen Ölpfütze im Motorflansch sollte doch eine Zuordnung der Ölquelle möglich sein?
MfG
Eppo
Hat er ja auch... siehe #1
wer lesen kann... :engel:
Zitat von: strichzwojan am 27 Oktober 2025, 17:51:12Meine Schwungscheibe hat an dieser Stelle 45mm. Das stimmt auch mit den Größenangaben auf der Rabenbauerhomepage überein. Ist alles OK beim TE.
Seh ich genauso, durch einige R25/3 Schwungscheiben hier bestätigt, siehe auch https://www.bmw-einzylinder.de/Vergleichstabelle/default.html#schwung_DE
Vielleicht wäre es auch sinnvoll, einen normalen, vollgummierten Wellendichtring am Getriebe zu nehmen, und nicht diese "Metallausführung", die man ja extra abdichten muss.
Zitat von: strichzwojan am 28 Oktober 2025, 05:39:11Vielleicht wäre es auch sinnvoll, einen normalen, vollgummierten Wellendichtring am Getriebe zu nehmen, und nicht diese "Metallausführung", die man ja extra abdichten muss
Da wäre ich für einen Quellenhinweis dankbar.
Bei Rabenbauer finde ich nur das komplette Getriebegehäuse (Nr.23), der Dichtring ist nicht separat aufgeführt.
(https://www.ravenlow.de/rabenbauer/Bildtafelsuche_Einzylinder/r253/BMW_R25-3_Tafel-10_Getriebe_02.png)
Gruß, Sven
Zitat von: strichzwojan am 28 Oktober 2025, 05:39:11normalen, vollgummierten Wellendichtring am Getriebe
Das verstehe ich nicht....reden wir immer noch über den Speedy Sleeve an der Schwungscheibe (und den Wedi, der im Motorblock sitzt) oder seid ihr irgendwo abgebogen und ich habs verpennt?
Bitte sehr...
https://www.rabenbauer.com/onlineshop/23/0/1129568/wedi_30407_getriebe_eingang_r24_-_r27;_r50_-_r69s.html
Jetzt geht es um das detailvergrößerte Foto aus Eppos Beitrag. Da fiel mir eben auf, dass am Getriebeeingang, der ja vermutlich die Ölquelle darstellt, so ein Metallrahmenwedi eingebaut ist. Deshalb bin ich in Beitrag 14 umgeschwenkt auf die Getriebeseite. Es ging da nicht mehr um den Schwungradwedi...
Ute, ich habe einmal so einen Wedi mit Metallfläche am Außenumfang eingebaut. Das ist auch prompt nicht dicht geworden.
Ich bevorzuge bei allen Wedis, auch dem großen am Schwungrad, die ganz normale, blaue NBR-Qualität.
Gruß, Jan
Bitte nicht verwirren lassen :-)
Ich werde, neben anderen Teilen, den KuWe-Wedi und den Getriebeeingangs-Wedi erneuern. Danke für den Link, Jan.
Jetzt fehlt mir noch die passende Speedi-Sleeve Lösung für die Schwungscheibe, sofern es denn eine passende gibt oder passend gemacht werden kann.
Ansonsten: Hat jemand eine brauchbare R25/3 Schwungscheibe abzugeben?
Gruß, Sven
Ah, jetzt, ja...(eine Insel)
Speedi Sleeve R25/3 mal suchen, da hatte Anulu seinerzeit was am Start. bei mir lauert ein SKF 99177 auf seinen Einsatz
https://docs.rs-online.com/77bf/0900766b80eb9e10.pdf
SKF 99177 ist es auch geworden.
Zunächst wurde die hintere Kante ganz leicht beigedreht und die Fläche mit 600 Schmirgel geglättet.
Dann gereinigt, Speedi-Sleeve aufgetrieben, den überstehenden Rand weggeschnitten und entgratet.
Die nächsten Tage werden dann noch die WeDis getauscht und wieder zusammengebaut.
Gruß, Sven
Um noch einmal auf das ursprüngliche Problem mit dem inkontinenten Getriebe zurück zu kommen (Eppo hat es auch schon angesprochen):
Check auch ob der Filz von der Druckstange noch in Ordnung ist - der ist für die Abdichtung in Richtung Motor zuständig (und nicht wie oft angenommen in Richtung Getriebeausgang)
Hubi
Es liegt schon ein neuer Filz auf der Werkbank :thumbsup:
Der Fortgang der Arbeiten lässt sich übrigens sehr schön am plötzlich im Hintergrund auftauchenden Bitburger ablesen... ;D
Soll der Kragen am Speedi-Sleeve dranbleiben? Normale Prozedur wäre, den Kragen mit einem Seitenschneider einzuschneiden und dann entlang der Sollbruchstelle (der Kerbe) abzuziehen.
Zitat von: kahlo am 07 November 2025, 12:49:07Soll der Kragen am Speedi-Sleeve dranbleiben? Normale Prozedur wäre, den Kragen mit einem Seitenschneider einzuschneiden und dann entlang der Sollbruchstelle (der Kerbe) abzuziehen.
Muss der ab? Ich wollt'n dran lassen.
Gruß, Sven
Muss nicht, nur wenn er im weg ist. So steht es glaub ich auch im Handleitung zur Speedisleeve.
https://hoberg-antriebstechnik.de/wp-content/uploads/2020/08/Hoberg-Monateganleitung-Speedi-Sleeve-Reparaturhuelse.pdf
Kannst dran lassen.
Ich hab einen Wedi mit Drall verwendet von Reinz. Achtung beim Loch vor dem Wedi. Ich hab ihn dort ausgeklingt.
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=23729.0
Gruss
Frohes neues Jahr!
Nach etwas Pause hier mal der Zwischenstand:
Für das Motorgehäuse wurde der Reinz WeDi mit Drall genommen und bekam auch eine Kerbe auf 6 Uhr für die Ölbohrung. Obs wirklich notwendig ist? Mir hats gefallen.
Am Getriebe wurde der Metalldichtring durch einen standard WeDi getauscht.
Die Kupplungsdruckstange hatte Schleifspuren und wurde mit neuem Filz ersetzt. Da der Filz nach Montage zu dick für die Bohrung der Getriebewelle war, wurde er mit einem Nähfaden umwickelt.
Jetzt wird sich der weitere Zusammenbau wegen kaputtem Finger erstmal etwas verzögern.
Aber wenn es wieder 2-stellige Temperaturen und die Straßen salzfrei sind sollte Arthur einsatzbereit sein.
Danke an alle Tippgeber.
Gruß, Sven
kleiner Tipp:
wenn das Getriebe eh schon ausgebaut ist, lässt sich die Druckstange mit dem (eingeölten!) Filz von der Motorseite her leichter einschieben als von hinten
Hubi
So eine dermaßen eingelaufene Kupplungsstange habe ich noch nicht gesehen, dem würde ich mal auf den Grund gehen. Die Stange läuft im Betrieb wenige mm hin und her, nicht auf der langen Fläche wie bei deiner eingelaufenen Stange. Nicht dass dir ein Lager eiert und den Lagertod stirbt.
So wie die Stange eingelaufen ist (desachsiert) tippe ich auf eine nicht zentrierte Kupplungsscheibe...muß auf jeden Fall gemacht werden, sonst schaut die neue Stange im kürzester Zeit genauso aus...und der Abrieb hilft sicher nicht...
Irgendwas taumelt auf jeden Fall, Schwungscheibe, Kupplung, defektes Lager Einganswelle, normaler Verschleiss ist das auf jeden Fall nicht.
Würde ja möglicherweise das Eingangsproblem erklären.
Der Druckstangenvierkant wird radial im entsprechenden Loch in dieser "Blechmembran" geführt, die als Baugruppe
mit den 6 Schrauben auf der Schwungscheibe festgeschraubt wird. ( wenn alles "original /3" ist )
Da würde ich mal genauer inspizieren, ob die Befestigungslöcher ausgenudelt/größer gebohrt sind, oder anderweitig
Spuren von Gewalteinwirkung zu finden sind. Evtl. ist auch die Druckstange krumm. ( Auf Glasscheibe abrollen )
Möglicherweise hat ja ein Vorbesitzer schon das Problem gelöst gehabt und ist mit der Stange weiter gefahren.
Die Ölprobleme vom Anfang des Themas sagen aber was anderes.
Es wird eine komplett neue Kupplungsscheibe inkl. Mitnehmer verbaut werden. Liegt schon parat.
Der Abrieb an der Stange rührt vermutlich von einer ungenauen Positionierung und Vernietung des alten Mitnehmers auf der damals neuen Kupplungsscheibe. Hatte 20 Jahre und rund 8000km Zeit dafür.
(https://www.mf-miehlen.de/bmw/kupplungsscheibe.jpg)
Gruß, Sven
Zitat von: Borgward am 06 Januar 2026, 13:13:15kleiner Tipp:
wenn das Getriebe eh schon ausgebaut ist, lässt sich die Druckstange mit dem (eingeölten!) Filz von der Motorseite her leichter einschieben als von hinten
Hubi
Warum eigentlich? Von hinten ist der Weg doch kürzer.
Fragt sich
Sven
Vorne kommst du direkt an die Bohrung, die da sogar extra für das leichtere Einfädeln des Filzrings eine Senkung hat
Hubi
Sorry, das raff ich nicht. ???
Getriebe liegt auf der Werkbank.
Wenn ich die Stange von hinten rein schiebe ist der Filz doch eher an seiner bestimmten Stelle, als wenn ich die von vorne einführen würde.
Gruß, Sven
Ich will ja nicht stören, aber die Druckstangen hat keinerlei Kontakt zur Kupplungsscheibe.
Die Druckstange greift in die Druckplatte ein. Da würde ich mal nachschauen -siehe Beitrag 34.
Ich hatte mal eine schief gebohrte Antriebswelle, da hat die Druckstange ebenfalls geschliffen.
In deinem Restaurationsbericht von 2001 schreibst du dies:
Ebenso hat es das hintere Kurbelwellenlager komplett mit Simmerring zerlegt, einzelne Kugeln lagen schon im Ölsieb.
War die Stange seinerzeit vielleicht schon angegriffen und du hast sie wieder verbaut?
Wenn nicht, würde ich definitiv nachsehen. Mit der Kupplungsscheibe hat das jedenfalls nix zu tun.
Zitat von: Sven_Schmidt am 07 Januar 2026, 15:04:41Sorry, das raff ich nicht. ???
Getriebe liegt auf der Werkbank.
Wenn ich die Stange von hinten rein schiebe ist der Filz doch eher an seiner bestimmten Stelle, als wenn ich die von vorne einführen würde.
Gruß, Sven
wenn du die Stange von hinten reinschiebst, geht das Einfädeln besonders bei einem neuen Filz schwer, um ihn in die Bohrung zu bekommen. Das hast du ja schon selber bemerkt und den Filz deshalb mit einem Nähfaden zusammengedrückt. Macht man das Einfädeln von der Motorseite her, kann man den Filz mit den Fingern zusammendrücken und so direkt reinschieben. Von hinten funktioniert das nicht so gut, da hier der Getriebedeckel mit der Aufnahme für den Kupplungshebel im Weg steht, wodurch man nicht mit den Fingern an die Bohrung kommt.
Hubi
Zitat von: Borgward am 07 Januar 2026, 16:03:16wenn du die Stange von hinten reinschiebst, geht das Einfädeln besonders bei einem neuen Filz schwer, um ihn in die Bohrung zu bekommen. Das hast du ja schon selber bemerkt und den Filz deshalb mit einem Nähfaden zusammengedrückt. Macht man das Einfädeln von der Motorseite her, kann man den Filz mit den Fingern zusammendrücken und so direkt reinschieben. Von hinten funktioniert das nicht so gut, da hier der Getriebedeckel mit der Aufnahme für den Kupplungshebel im Weg steht, wodurch man nicht mit den Fingern an die Bohrung kommt.
Hubi
Kennst du seine Finger? ;D ;D ;D ;D
Moin moin, verwechselt ihr vielleicht Vorne und Hinten ?
Habe meine Druckstange ( R27 ) auch von der Seite des Drucklagers ins Getriebe geschoben.
Von der Kupplumngsseite der Weg für den Filz unnötig lang, hätte angst das er sich auf diesem Weg verschiebt.
Auf ein Gutes Neues
da verschiebt sich nix :)
Die hohl gebohrte Antriebswelle ist im hinteren Bereich auch ein wenig größer im Durchmesser dimensioniert - hat dann aber einen scharfen Absatz mit dem die Gefahr besteht, dass sich beim Einschieben der Druckstange von dieser Seite der Filz "klemmt"
Grusz
Bernd
Moin Bernd,
kannst du das bitte mal näher erläutern, wo da der Absatz sein soll, ich kann ihn beim besten Willen nicht finden/erfühlen/erblicken. Wie weit drin ca. in cm?
Ich hatte in der Vergangenheit häufiger das Problem die Druckstange von der Rückseite in die Hohlwelle einzufädeln - irgendwo hat es immer gehakt. Hab grade mal bei zwei Wellen nachgeschaut - du hast Recht - die Welle hat keinen Absatz.
Hab schon lange keine Druckstange mit Filz in die Hohlwelle gesetzt. Das Ende der Antriebswelle sitzt aber ein gutes Stück hinter dem Deckel - das Druckstück der Stange sitzt ja davor.
Das ist der Grund warum ich es vorziehe die Druckstange von "vorne" in die Antriebswelle einzuführen - da ist es einfacher den Filz (geschlitzt) einzufädeln.
Grusz
Bernd
Noch viel schlimmer ist es ja, den beschi..enen Filz über die einteilige Stange zu bekommen, die es bei den Dealern gibt für die /3. Ich habe erstmal wieder zurück gerüstet auf die geteilte Stange. Da flutscht der Filz eifein rein und wird nicht so dermaßen aufgeweitet, dass er fast gar nicht mehr ins Loch passt. Noch dazu die Nachbaustange durchgehend 8mm Durchmesser hat, was das Auffädeln nochmal erschwert und den Filz nochmals wachsen lässt. :thumbdown:
Auch wieder so´n Nachbaukack, wo es mal eben auf 0.5mm nicht "ankommt", ähnlich dem Schleuderblech.
Ich habe das nur einmal gemacht, vor sehr vielen Jahren, und da war der Filz (wie bei Bernd) geschlitzt, diagonal. Insofern keine Probleme bei der Montage - und auch später im Betrieb nicht. Manche Sachen habe ich nicht hinterfragt, z.B. ob das eigentlich ungeschlitzt montiert gehört.
Geschlitzt möglicherweise Serie ab R26, bei den 25ern passt der Filz ja wunderbar auf den kleinen Teil und anschließend ins Loch. Rabenbauer hat aber nur einen Filz meine ich.
Ich hab auch schon mal einen nicht geschlitzten Filz in Wasser heiß gemacht und dann über die einteile Stange bis zu der "Einschnürung" geschoben - eigentlich mehr "geknetet". Erinnere mich dunkel an diesen Vorschlag - ich glaube der kam von Rütz
Das geht wohl auch - ist aber schon aufwändig. Von der geschlitzten Stange halte ich nicht so viel - die bricht auch schon mal und dann kann es mit der Weiterfahrt schon mal problematisch werden.
Grusz
Bernd
Gefunden:
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=12425.msg165376#msg165376
"Geschlitzt ab R26" kann ich nicht bestätigen,
der Filz an der Druckstange meiner R26 ist durchgehend.
Wird wohl wie von bernd beschrieben, durch "weichmachen" des Filzes gehen.
Ich würde den Filz vor Aufschieben nicht in heißem Wasser, sondern in flüssigem Fett voll saugen.
Hab ich bisher bei allen Filzen, egal ob axial oder radial dichtend, gemacht.
Das Filz sieht dann aus wie ein "aufgequollenes Haribo" ;D ist aber sehr elastisch,
anschließend aufschieben (ist ja ausreichend Fett dran) und dann wieder gleichmäßig warm machen und mittels spiralförmig umwickelnden Kabelbinder "auswingen", damit der Filz im Durchmesser wieder kleiner wird.
Bei der Druckstange an meiner R26 ist der Filz noch in Ordnung, daher werde ich da nix machen, aber ich würde es so versuchen.
Wenn man den Filz schlitzt, kann man ihn eigentlich auch weglassen, weil dann evtl. Öl über die Druckstange zur Kupplungsscheibe wandern kann. Ist genauso als würde man einen O-Ring zur besseren Montage zerschneiden :furz: .
MfG
Die Hutmacher arbeiten beim Formen von Filz mit Wasserdampf. Das habe ich vor wenigen Monaten noch durch die offene Werkstatttür von Hut Heldt in Innsbruck sehen können. Nun ist sie wegen der Jahreszeit zu. Man sieht aber dafür den Wasserdampf aus dem dünnen Abzugsrohr über der Werkbank durchs Dach rauskommen. Schön, dass es so etwas in der Innenstadt noch zu sehen gibt.
Von wegen "Durchschneiden eines O-Rings", Eppo....
Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich das russische Federbein meines Ish-Seitenwagens zerlegte wegen Ölundichtigkeit. Da war unter der Schraubkappe, die den Simmering halten sollte, einfach ein Stück Gummischlauch zusammengerollt und mit Blumendraht umwickelt worden. Der Seitenwagen kam neu aus dem Container in Rotterdam, mit Anschlussteilen und Windschutzscheibe im Boot liegend. Das war 1986.
Jan das war die "Versandverpackung" ;D
Zitat von: Eppo am 09 Januar 2026, 18:46:00Wenn man den Filz schlitzt, kann man ihn eigentlich auch weglassen, weil dann evtl. Öl über die Druckstange zur Kupplungsscheibe wandern kann.
Nein, der quillt auf.
Ich fahre seit mehreren Jahren das R26 Getriebe an der umgebauten Isetta-Maschine mit 300 cm³.
Damals habe ich eine neue einteilige Druckstange mit neuem Filz eingebaut. Den Filz habe ich um eine Umdrehung
durchgeschnitten, also ein Spiralschnitt.
Den habe ich ausdrücklagerseitig mit einem kleinen Schraubendreher nach und nach eingedrückt,
nach dem er eine Nacht lang in Öl quellen durfte.
Getriebeölstand : Krad gerade hinstellen, ggf fixieren, nicht auf dem Hauptständer, Öl bis Unterkante Gewinde, keinesfalls mehr.
Bis heute dicht .... zur Nachahmung empfohlen.
Gruß mek :schrauber: :prost:
Ich habe den ungeschlitzten Filz bei meiner R27 auch mit heissem Wasser gefügig gemacht und dann auf die einteilige Druckstange aufgezogen. Etwas fummelig, ging aber...danach geölt und geknetet, damit er wieder kleiner wird und gut.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Ja das habe ich auch schon ein paar mal gemacht. Geht eigentlich sehr gut. Einfädeln von vorne ist wesentlich einfacher vor allem weil da eine Versenkung am Loch ist.
Zitat von: Kees am 10 Januar 2026, 10:11:50Ja das habe ich auch schon ein paar mal gemacht. Geht eigentlich sehr gut. Einfädeln von vorne ist wesentlich einfacher vor allem weil da eine Versenkung am Loch ist.
Wo ist bei dir vorne? Fahrtrichtung vorne, also Motorseite, oder Kupplungsbetätigungsseite?
Motorseite
Wie Heiko sagt. Vorne ist vorne 8)
Immer im Fahrrichtung betrachtet.
Dann ist da aber nicht die Ansenkung ::)
Ich habe jetzt kein Lust das Getriebe wieder aus zu bauen, war mir doch sehr sicher das da vorne die Ansenkung ist und hinten nicht.
Wir werden alle alt, Kees ;D ;D ;D
Darum mal in die Abbildungen gesucht. Das ist zwar die R69, also Boxergetriebe. Aber die Ansenkung ist deutlich da an die Vorderseite der Welle.
Andere Seite ist aber deutlich ausgeprägter, ich mache gleich ein Bild
Vorne, hinten ;D
Ja du hast recht, habe ich doch nicht gut errinert. Ich werde alt!
Die Versenkung macht das Unterschied also nicht wirklich, gibt es vorne UND hinten.
"Hinten" ist aber wesentlich mehr, von dieser Seite sollte es also viel besser flutschen
Zitat von: RTwenty7 am 10 Januar 2026, 15:57:38"Hinten" ist aber wesentlich mehr, von dieser Seite sollte es also viel besser flutschen
Tut es aber nicht ;D
(Ich hab es auch von vorne und von hinten probiert - Von vorne ging es besser...)
Ich auch ;D ;D
Jetzt keine Herrenwitze :hit: .
:popcorn:
s. #42
Um den Thread hier zum Abschluss zu bringen und ein "Danke" an alle Tippgeber.
- Neue Kupplungsscheibe montiert (Schrauben nur von Hand beigedreht),
- Getriebe gesteckt und KuWe gedreht zum zentrieren,
- Getriebe wieder ab,
- neue Druckstange mit neuem Filz von vorne mit Drehbewegung eingeschoben,
- Getriebe wieder rein,
- Druckstück mit neuem Dichtring montiert,
- den Rest wieder ans Mopped geschraubt, Endantrieb bekam noch frisches Öl und neue Dichtung.
Probefahrt war ein Genuss :thumbsup:
Interessant und Klasse dieser Nachbau wohl von Hugget / Rabe der Orginal Kupplungsscheibe mit den Entlastungsbohrungen - und Aufdruck "Getriebseite" da wo die ÖL-"Aufkantung" eingenietet ist.
Kenne nur den Nachbaut KS ohne diese Bohrungen z.B. von Uli S.
-> Frage: Kann man die K-Scheibe eigentlich auch falschherum montieren = Getriebseite-Öl-"Aufkantung" zu Motor hin ?
te author=Sven_Schmidt link=msg=396868 date=1774337606]
[/quote]
Zitat von: Freude am 24 März 2026, 11:30:43Kenne nur den Nachbaut KS ohne diese Bohrungen z.B. von Uli S.
So eine wurde mir zuerst geschickt, von Rabenbauer. Leider viel beim auspacken eine Belagseite direkt ab, die andere löste sich ebenfalls. Wurde anstandslos getauscht.
Obwohl man es bei diesem Händler nicht vermutet, hat er eine Kupplungsscheibe für die /3 und 26 und 27 im Programm.
https://www.siebenrock.com/antrieb/kupplung/2984/kupplungsreibscheibe-br-oelfest?c=504
Und ölfest soll sie auch noch sein!
klar für 133 Euro also das 2,x-fache von UliS - und dann noch ohne Entlastungsschlitze ... Ob es dann auch Ledergoldeten Handschuhe dazugibt ?!
@Sven_Schmidt: Genau die Grüne KS hatte ich gemeint für rd 60 Euro bei UliS. Dumm gelaufen äh geklebt bei dir.
---> Nochmal nachfrag: Kann man die K-Scheibe eigentlich auch falschherum montieren = "Getriebseite-Öl-Aufkantung" zu Motor hin (statt Getriebe) ?
zwojan link=msg=396883 date=1774364631]
https://www.siebenrock.com/antrieb/kupplung/2984/kupplungsreibscheibe-br-oelfest?c=504
[/quote]
Die Entlastungsschlitze sind mir von meinen anderen BMW-Kupplungen unbekannt. Wichtiger scheint mir, dass die neuen Kupplungsscheiben u.U. liederlich gefertigt sind. Wie immer darf man sich glücklich schätzen, wenn man gute Originalteile hat.
Kupplungsscheibe im Gespann: von 1988, immer noch 1a (174.000 km).
Kupplungsscheibe in der Strichfünf: Erstauslieferung v. 1970 (mind. 90.000 km)
Kupplungsscheibe in der Strichzwei: von ca. 1981, 1a (seit Wechsel damals ca. 95.000 km)
Alles originale BMW-Teile
So eine Scheibe hatte ich auch mal vom Rabenbauer. Das war 2008. ???
Manfred