BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Mechanik und ihre Tücken => Thema gestartet von: ingoweirich am 25 April 2025, 08:59:54
Morjen leute
Hab mich jetzt doch entschieden, die Wiederinbetriebnahme meines Mopeds zu dokumentieren. Den letzten Tüv hatte sie 2011 und sie stand angemeldet in meiner Garage und verstaubte. Der Grund, dass ich nicht mehr mit ihr fuhr, war der sehr schlechte Zustand der Speichen. Vor dem Einspeichen habe ich mich jahrelang gedrückt. Das habe ich nun als erstes in Angriff genommen und es ist mir, auch Dank Euch, recht gut geglückt. Als nächstes kamen die Gummilager für Motor und Getriebe dran, drei Stück waren neu zu kleben. Da hab ich mir Weicom GMK 2510 besorgt und diese geklebt. Scheint auch gut zu halten. zum Anmischen des Klebers sollte man aber ein kleine Injektionsspritze verwenden, weil Mischung 100:7 in so kleinen Mengen (50g) sehr problematisch sein kann. das ein und ausbauen der Gummis habe ich hier im Forum nachgelesen, gestaltete sich aber für mich bedeutend schwieriger als beschrieben. Ich habe lange versucht, mit einem abgeschliffenen 22er Maul zu arbeiten, das ging aber schlecht. Die Lösung war dann ein dünner 22er Schlüssel aus dem Internet, der für große Schleifexen zum Gegenhalten der Aufnahme verwendet wird. Nach langem hin und her waren sie dann drin. Man darf die Gummiböckchen bein Einbau nicht in sich verdrehen, sonst lösen sich die Gummis wieder. Das obere Gummilager am Kopf hat gefehlt weil statt eines 27er Kopfes ein 26er Kopf verbaut war. Deshalb wohl die Ablösung der Gummis vom Träger. Um die Schwingungen des Motors im Rahmen zu reduzieren, entschloss ich mich,das günstige Angebot eines lieben Forumsmitglieds anzunehmen und mir einen gut erhaltenen 27er Kopf mit Halteanguss zu besorgen. Den alten Kopf habe ich schon demontiert und auch die Stößelstangen entnommen. Probeweise wollte ich dann die alten Stangen wieder einstecken - war mir aber nicht möglich. Heraus gingen sie saugend, herein gar nicht mehr. Das liebe Forumsmitglied gab mir dann den Tip, zuerst den Kopf einsetzen, dann die Stangen und das ganze mit dem Ventilsteuergedöns fest zu ziehen. Die Stangen würden dann ihren Weg finden. Warte jetzt auf den Kopf und bin mal gespannt, ob das so funktioniert. Ich werde Euch weiter auf dem Laufenden halten.
LG vorerst Ingobertus
An den Gummis hängt der gesamte Antriebsstrang. Bei jedem Lastwechsel stützt sich der Motor in den Gummis gegen den Rahmen ab.
Ich hätte Angst mit geklebten Gummis zu fahren! Auch wenn die Klebetechnik sicher immer besser wird :o
Aber jeder wie er mag...
Bei meiner R27 waren zwei Gummis unten gerissen. Eins längs eins quer. Und beim Oberen der Gewindeeinsatz rausgerissen.
Also alle 5 neu! Das waren keine 100€....
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Du hast die Gummis geklebt ?
Puh ! Hätte ich mich nicht getraut.
Die Gummis werden hart im laufe der Zeit, dann reißen sie.
Erst recht, wenn das obere Gummi fehlt.
Der dünne 22 ger Maul war ne gute Idee, ich hab mir einen Klauenschlüssel
von Gedore besorgt, den dann dünner u schmaler fräsen lassen.
Das war teuer.
Gruß
Respekt... Nebenbei: Stößelstangen nicht mehr rein bekommen? Mal ein Bild zur Hand?
Hallo Heiko
Im Moment kein Bild, ich meine mich aber erinnern zu können, dass eventuell die Führungsrohre der Stößelstangen nicht original sind. Aber wie gesagt, sie lief eigentlich gut.
Jetzt gesehen, dass der Zylinder Riefen hat. Lief aber so problemlos. Besteht hier Handlungsbedarf?
wo kommt das her?
Zitat von: ingoweirich am 25 April 2025, 10:36:09Jetzt gesehen, dass der Zylinder Riefen hat. Lief aber so problemlos. Besteht hier Handlungsbedarf?
Wenn Du da denselben Maßstab anlegst wie bei den Gummis, dann nicht. ;D
Ansonsten Zylinder abnehmen und Kolben als auch Ringe inspizieren.
Kolben und Zylinder ausmessen.
Wenn noch im Toleranzbereich Zylinder einmal honen, neue Kolbenringe auf den Kolben und leicht einfahren.
Manfred
.
Sieht so aus, als wäre der Kolbenbolzen gewandert... wie gesagt, sieht(!) so aus. Zylinder ziehen und nachschauen.
Ich lese hier nach meinem Geschmack zu oft: Sie lief ja problemlos... irgendwann ist Technik ohne großartige Wartung und Inspektion einmal auf. Dann hilft nur das große Besteck.
Wie nicht original? Auch hier: Bild!
Meine nicht originale Rohre. Leider ist der Einbauer verstorben, kann ihn deshalb nicht mehr fragen.
Zitat von: Heiko am 25 April 2025, 11:30:12Sieht so aus, als wäre der Kolbenbolzen gewandert... wie gesagt, sieht(!) so aus.
Für mich nicht. Die Riefen gehen vom obersten Ring aus.
Hadda Recht
Hallo Leute, werde den Zylinder abnehmen und den Kolben kontrollieren. Dumme Anfängerfrage: sitzen die Kolbenringe nach der eventuellen Wiedermontage, wenn z.B. der Kolben nix hat, wieder an der gleichen Stelle? wegen dem Einarbeiten derselben in den geschädigten Zylinder?
Ja. Da ist ne Nut
Aber so wie der Zylinder aussieht schreit es nach Schleifen und neuer Garnitur.
Ist ja schon das zweite ÜM drin. Ich würde, wie andere auch, demontieren, messen, weiteres Vorgehen entscheiden. Dazu das WHB als Gute Nacht Lektüre studieren für die Verschleiss Toleranzen, Ein- und Ausbauvorgehen, Anzugsmomente etc etc.
Zitat von: Stefan am 25 April 2025, 11:51:51Für mich nicht. Die Riefen gehen vom obersten Ring aus.
Hatta tatsächlich recht... Memo an mich: schauen und(!) denken. ::) :oberlehrer:
Für mich sehen die Stößelführungen und Schutzrohre nicht anders aus als das Original.
Würde mich freuen, wenn die original wären. Hatte es nur so in Erinnerung, dass der alte Besitzer das erwähnt hätte. - Das mit den Stößelstangen hat sich auch erledigt. Habe den alten Kopf zum trainieren (Handling Kopf wechseln, Ventile einstellen) wieder drauf gesetzt und siehe da, die Stößelstangen gehen problemlos rein und funktionieren auch. Da habe ich wohl einen Gedankenfehler gehabt, meinte, sie müssten tiefer sitzen. Zylinder abheben hat nicht geklappt, ich bekomme die Fussschrauben nicht auf.
Warte jetzt auf meinen 27er Kopf.
LG
Die Führungen gab es damals mit Sechskant und auch ohne Sechskant.
Vorne links die Mutter ist doof... ja, aber der Rest geht mit 13er oder 14er Schlüssel. Für vorne ggf. Schlüssel biegen und etwas befeilen.
Ja 14er Ring Schlüssel passt. die Muckis machen nicht mit. :verlegen:
Hämmerchen?... zum lösen auf das Schlüsselende klopfen?
Aber aufpassen, dass die geklebten Gummis nicht abreißen! ;D
Jo, Hämmerchen hat geklappt. Bin da wohl noch zu zimberlich. Meiner Meinung nach Kolben noch gut, aber der Zylinder halt nicht. Spiel zum ausbohren scheint noch zu sein. Kennt ihr einen guten und preiswerten Spezialisten?
Jetzt mach mal ein Bildchen vom Zylinder. Innen.
Manfred
Bild Beitrag #5
Was soll ich mit dem Bildchen?
Kolben raus und einmal rundrum fotografieren
Manfred
Zitat von: ingoweirich am 25 April 2025, 18:01:35... Meiner Meinung nach Kolben noch gut, aber der Zylinder halt nicht. Spiel zum ausbohren scheint noch zu sein. Kennt ihr einen guten und preiswerten Spezialisten? ...
Willst Du den Zylinder von 69,0 auf 68,5 aufbohren?
Im Ernst...die Maschinen fangen mit 68,0 an, dann gibt es bis 70,0 in 0,5mm Abständen neue Kolben...den passenden kaufen, Kolben und Zylinder zum Motoreninstandsetzer bringen und Zylinder aufs passene Maß schleifen lassen, einbauen...falls Du in der Nähe einer der Händler wohnst, machen die das sicher auch gerne für Dich, aber es kann wirklich jede Zylinderschleiferei...
Hi Manfred, warst Du mal Feldwebel? Wenn ich keine Bildchen rundum fotogafiert habe, war da auch nix.
Und Taz, nein das hatte ich nicht vor. Nur zur Dokumentation mitgesendet.
LG Ingo
Nix Feldwebel. War untauglich.Also hast Du nur an einer Seite die Riefen? Sind die mit der Fingerkuppe stark fühlbar?
Ich bin der Meinung das neu honen und neue Kolbenringe ausreichen könnten.
Manfred
Hi Manfred, nix für ungut. Ja , die Riefen sind nur dort, wo sie auch fotografiert wurden. leider kann ich die tiefe mangels eines Messgeräts nicht bestimmen. Sind aber selbst für meinen (ungeschulten ) Geschmack schon grenzwertig.Die Hauptriefe wird etwa so 0,3mm haben.
Okay. Dann vergiss meine Idee.
Manfred
Das ist meiner Meinung nach ein sogenannter Reiber / leichter Kolbenklemmer.
Wenn es rechts ist, dann müsste es sie Druckseite sein.
Es könnte durch zu geringes Laufspiel entstanden sein oder es gab auch mal (Hefe) Kolben, die keine ordentliche Wärmebehandlung bekommen haben und dann beim ersten Start um ein paar Hundertstel gewachsen sind....
Ich würde das ausbauen und messen. Normalerweise sind auf dem Kolbenhemd nur leichte Laufspuren....
Bei die sieht man nur Spuren...
ein weiteres Indiz für die Theorie Reiber / Klemmer!
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Ich bin der gleichen Meinung. Aber wenn die Riefen 3/10 sein sollten dann war das schon ein richtiger Fresser.
Manfred
.
Zitat von: M. Bumerang am 25 April 2025, 18:49:44Nix Feldwebel. War untauglich.
Das glaub ich nicht. :dazzle:
Hallo zusammen
Betrifft oberen Silentblock an der R 27
Ich fahre schon seit 6 Jahren ohne den Oberen ( war schon beim Kauf zerbröselt) weil ich den bei Ulli oder Rabe nicht finde, nur die unteren sind verfügbar. Ich wußte nicht das der Obere unbedingt nötig ist.Wo gibt es den zu kaufen?
Gruß Dieter
Bei Rabenbauer und bei Uli.
https://www.rabenbauer.com/onlineshop/partscatalog?selection=einzylinder
Guck bei Rabenbauer, dann R 27 , dann Benzintank
Hallo Heiko und Schorch
Danke für Eure Antwort aber ist der Obere überhaupt notwändig? Ich habe den bisher nicht vermisst,der Motor schüttelt sich nur im Leerlauf danach nicht mehr.
Gruß Dieter
Ja... mehr schreibe ich dazu jetzt nicht mehr... doch: mal die unteren Gummis genau(!) geprüft?
Warum hat BMW das wohl so konstruiert?
die hatten Gummi über
Zitat von: rolf am 25 April 2025, 22:59:45die hatten Gummi über
Ist wie mit den gelben Kabeln ;D
Morjen
Ich schau mich jetzt nach einer Schleiferei um, das bau ich so nicht mehr zusammen. Soll ja doch ordentlich werden. LG
So, nächste Frage. Der Kolben wird ja mindestens 69,50. Sehe ich erst nach dem Schleifen. Welche Kolben Marke würdet ihr nehmen, es kommt mir da jetzt nicht auf 50 Euro an. Soll halt ordentlich sein. - Was haltet ihr von dem 300 ccm Kolben von Uli? Wenn sowieso Zylinder und Kolben neu wird.
LG Ingo
Erst messen (lassen) und prüfen auf welches Maß man gehen kann... Dann passend Kolben auswählen und damit zum Zylinderschleifer des Vertrauens gehen.
300ccm? Würde ich an deiner Stelle sein lassen. 300ccm ist dickerer Kolben, größerer Zylinder, usw.
Zitat von: ingoweirich am 26 April 2025, 08:50:24Soll halt ordentlich sein.
Der war gut! ;D Denk an die Gummis!
Zitat von: ingoweirich am 26 April 2025, 08:50:24So, nächste Frage. Der Kolben wird ja mindestens 69,50. Sehe ich erst nach dem Schleifen. Welche Kolben Marke würdet ihr nehmen, es kommt mir da jetzt nicht auf 50 Euro an. Soll halt ordentlich sein. - Was haltet ihr von dem 300 ccm Kolben von Uli? Wenn sowieso Zylinder und Kolben neu wird.
LG Ingo
Lass es doch einfach bei 250. Kolben gibt es bis hin zu 70,5mm neu von KS und auch alte von Nüral (habe ich mal für meine R25 ergattert). Bei Uli sind seine Tuningkolben bis 70mm lieferbar. Einige hier haben schlechte Erfahrungen damit gemacht, ich habe trotzdem einen montiert (nach zusätzlichem Tempern im Backofen, sicherheitshalber!) und nur Gutes zu berichten.
Neuer Kolben, bohren, honen, das alles gibts ja nicht mehr zum Sparkurs. Deshalb würde ich grundsätzlich alles mal anschauen und saubermachen und das Notwendige ersetzen. Wenn das Pleuel krumm ist und den neu gemachten 1.Stock gleich wieder ruiniert oder eine zugeschlonzte Ölschleuderscheibe den Dreck künftig in den 2. Stock liefert, dann ist das nicht zielführend.
Ich würde in deinem Fall alles wieder zusammenbauen und fahren. Deinem Kommentar, dass die Muckis nicht mehr mitspielen um eine 14er Mutter zu lösen, entnehme ich, dass das Motorrad eh kein All Day Rider wird und für die paar Fahrten, die du mit dem Ding noch machen wirst, reicht der Iststand.
Ist doch gefahren vor dem Abstellen, oder nicht?
Hallo Ingo.
Nochmal ich...ich schließe mich @Heiko an, erst ausmessen, dann neuen Kolben bestellen, Zylinder aufs Maß schleifen und honen lassen, dann zusammenbauen...je nach Laufleistung auch das Schleuderblech überprüfen und ggf. erneuern (dazu muß der Motor aber komplett zerlegt werden, setzt auch etwas Spezialwerkzeug voraus)...
Tuning bedeutet nicht, einfach einen größeren Kolben reinzuklatschen, sondern dann sollte alles andere auch top in Schuß sein, bzw. gebracht werden...um mit Meister Röhrich zu sprechen: Arbeit zieht Arbeit nach sich, kann man machen, aber gerade angesichts der beginnenden Saison muß man evtl nicht unbedingt...
In jedem Fall...viel Spaß beim :schrauber: und hernach beim :bike: .
Viele Grüße von der Insel, Taz
Ja, bleibe bei 250, habe einige Anfragen bei Schleifereien laufen.
LG
Hallo, habe eine gute Schleiferei heimatnah gefunden: Schmitt in St. Wendel. Auch preislich o.k.Nur leider im Moment in Urlaub, da werd ich warten.Der soll sich das mal ansehen.
LG
Da ich ja jetzt ein wenig Zeit habe, mache ich mir ein paar Gedanken zur Schmierung des Motors: Wie kann ich am einfachsten erkennen, dass die Ölschmierung für den Motor ok ist? Wenn möglich, bevor das neue Teil fest ist. Und ja, Heiko, Öl ist dann drin, wenn auch die Gummilager geklebt sind.
LG Ingobertus ;)
Ich hatte mir für den Ölpumpentest eine Hilfswelle gebaut, welche an die Stelle der Ölpumpenwelle gesetzt wird und extern vom Akkuschrauber angetrieben wird.
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?msg=350739
Vorteil dabei ist auch, dass ein komplett neu aufgebauter Motor damit im Stand schon alle Ölkanäle mit Öl füllt. Das kann schon mal eine Weile dauern und in der Zeit läuft sonst der neue Motor "trocken".
MfG
Eppo
Bitte auf jeden Fall die Ständerhülsen im Kopf ziehen. Da ist oft viel Schmodder.
Stössel ziehen und auf Pitting prüfen. Bei mir hatte einer Pitting. Ich habe beide durch Wank Stössel ersetzt. Teuer aber gut. Ich will fahren!
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Entschuldigt meine Anfängerfragen. Da ich ja eigentlich nicht vor habe, den Motor auseinander zu nehmen, außer Reinigung des Ölsiebes meine Frage: Ist auf den Zeichnungen nicht gut zu erkennen: Wie kommt das Öl auf die zu schmierenden Stellen im Kopf und z.B.an die Nockenwelle? Gehen von der Pumpe direkte Kanäle an diese Stellen?
LG Ingobertus
Pumpe schmiert nur das Pleuellager, Zylinderwandungen 2xmal bei R27, Kipphebel und Steuerkette. Nockenwelle durch Schleuderöl.
Einfachster Test (wenn du keine Ölpumpenwellenverlängerung machen willst) ist, (wo du es ja eh auseinander hast) ohne Kopf mit montiertem Zylinder sechs, sieben mal zu kicken, dann sollte Öl aus dem kleinen Loch in der Zylinderdichtfläche zum Kopf hochkommen. Muss nicht viel sein.
Danke für eure Hilfe. -Nächstes Problem (für mich): Wie ich mir so bei einer Flasche Bier meinen vom Zylinder abgenommenen Motorblock betrachte, sehe ich, das das Bronzelager für den Kolbenbolzen sich um 90 Grad im der Pleuelstange gedreht hat, also das Schmierloch derselben steht auf 9 Uhr, anstatt 12 Uhr. muss wohl so gelaufen sein, kann mir nicht vorstellen, dass ich das war.- Nun ist guter Rat teuer. neues Loch Bohren? Da will ich aber nichts verschlimmbessern. Was meint ihr?
Wichtiger wäre ein Kippspieltest mit dem durchgesteckten Kolbenbolzen. Da sollte tunlichst nichts wackeln. Ein Loch hat meine Strichzwei nie gehabt, hielt aber trotzdem. Die Kolbenbolzenbuchse selbst sollte natürlich fest im Pleuel sitzen und sich nicht verdrehen. Falls du da etwas austauschen willst brauchst du gutes Werkzeug und Erfahrung. Eine normale Handreibahle lässt sich nur von einem Schrauber mit viel Erfahrung halbwegs korrekt einsetzen... Besser wäre das Hungergerät, aber auch das braucht ein handwerkliches Verständnis.
Ich denke gerade an dein "eigentlich wollte ich nicht..."
So kommt eins zum anderen.
Nee, dann mach ich da nix dran, außer Kippeltest, wenn mein reparierter Zylinder mit neuem Kolben da ist.
Noch eine vieleicht dumme Frage. Was nehm ich für eine Zylinderfussdichtung. Die alte hatte 0,5mm. Da gibts ja auch Alu Dichtungen oder normale Papierdichtungen. Was würdet ihr verbauen?
LG
Moin,
die Bohrung würde ich auf jeden Fall einbringen... nein, besser, lieber eine neue Buchse. Höhen-Spiel im Pleuel?... und warum kannst Du sagen, dass es nicht während deines Besitzes passiert ist? Respekt.
Nimm die normale Dichtung. Nicht Alu oder sonst was.
Die Kiste ist total auf... nur gefahren, nie wirklich mit beschäftigt und großartig gewartet und jetzt kommt der Zeitpunkt an dem nun mal alles zu machen ist. Entweder durchziehen oder aufgeben und veräußern.
Zitat von: Heiko am 29 April 2025, 04:46:53Die Kiste ist total auf... nur gefahren, nie wirklich mit beschäftigt und großartig gewartet und jetzt kommt der Zeitpunkt an dem nun mal alles zu machen ist. Entweder durchziehen oder aufgeben und veräußern.
Oder loslegen, nicht mehr weiterkommen, dann aufgeben und alles veräußern!
Es kommt jetzt auf deine handwerklichen Vorkenntnisse an. Der Mensch kann mit seinen Aufgaben wachsen, muss es aber nicht...
Wer heile Knochen haben will, sollte vor einer schwarzen Piste ein paar Grundkenntnisse des Skifahrens erworben haben.
Man kann auch, wie es ein Reifenhändler mal sagte "pneu a pneu" vorgehen
Nee, Nee, aufgeben ist nicht mein Ding. Natürlich kann das Verdrehen der Buchse in meinem Betrieb passiert sein, nur nicht wissentlich vom mir verursacht. Der Zylinderschaden ohne Schaden am Kolben wurde mit Sicherheit nicht von mir verursacht. Wenn die Pleuelbuchse nur eingebresst werden würde, täte ich mir das noch zutrauen. Aber wenn diese noch aufgerieben werden muss, passe ich.- Ja, nie wirklich damit beschäftigt und großartig gewartet. Das hatte mir der Vorbesitzer zugesagt und ich habe mit Sicherheit keine 2000 Kilometer damit gefahren. es ist jetzt so wie es ist, ich versuche mit eurer Hilfe das beste draus zu machen.
LG
Zitatdie Bohrung würde ich auf jeden Fall einbringen... nein, besser, lieber eine neue Buchse. Höhen-Spiel im Pleuel?... und warum kannst Du sagen, dass es nicht während deines Besitzes passiert ist? Respekt.
Die Buchse im eingebauten Motor einpressen und dann frei Hand ausreiben? Und das soll später rechtwinkelig zum Zylinder sein>?
Hut ab vor dieser Zirkusnummer.
Manfred
Zitat von: M. Bumerang am 29 April 2025, 08:17:48Die Buchse im eingebauten Motor einpressen und dann frei Hand ausreiben? Und das soll später rechtwinkelig zum Zylinder sein>?
Hut ab vor dieser Zirkusnummer.
Das habe ich nicht geschrieben.
In 7 Tagen bist du beim Ölschleuderblech gelandet, wart´s ab ;D ;D ;D
Zitat von: Heiko am 29 April 2025, 04:46:53Moin,
die Bohrung würde ich auf jeden Fall einbringen... nein, besser, lieber eine neue Buchse. Höhen-Spiel im Pleuel?... und warum kannst Du sagen, dass es nicht während deines Besitzes passiert ist? Respekt.
Nimm die normale Dichtung. Nicht Alu oder sonst was.
Die Kiste ist total auf... nur gefahren, nie wirklich mit beschäftigt und großartig gewartet und jetzt kommt der Zeitpunkt an dem nun mal alles zu machen ist. Entweder durchziehen oder aufgeben und veräußern.
Manfred
Zitat von: M. Bumerang am 29 April 2025, 11:59:45Manfred
Manchen kann man es auch nicht recht machen... wenn ich so eine Aussage tätige, dann heißt es Welle raus und komplett neu machen. Nochmal: Buchse so tauschen habe ich nicht geschrieben!
Wenn Du das so heraus liest ist es kein Wunder, dass Du(!) für jeden Handschlag ein Kochrezept benötigst.
ZitatNochmal: Buchse so tauschen habe ich nicht geschrieben!
Stimmt. Wenn jemand nicht tief in der Materie drin steckt könnte man ... auf die Idee kommen.
Manfred
PS Rege Dich nicht auf. Sonst hast Du keine Haare mehr ;D
Habe ich schon nicht mehr... nach 23 Jahren Forum. ;D
Wieder ein "dummes" Problem, meinem Unverstand geschuldet. Zylinder noch nicht vom Bohren zurück, hab dann mal die neu eingespeichten Räder eingebaut. Vorderrad alles o.k. Beim Hinterad folgendes Problem: wenn ich das Rad einbaue und die Achse einschiebe und ich ohne das Rag angezogen zu haben die Nabe gegen den Kardan drücke, schließt die Radnabe an das Kardangehäuse sauber ab. Ziehe ich dann die Befestigungsmutter auf der Welle rechts aussen am Kardangehüse zur Endmontage an, bildet sich zwischen Radnabe und Kardangehäuse in Fahrtrichtung vorne ein Spalt zwischen den Bauteilen, Wenn ich die Achsenmutter fest anziehe, bis zu ca. 4mm.
Was habe ich da verkehrt gemacht? Ich hoffe, das einigermassen verständlich erklärt zu haben. Kann es sein, dass da irgendwo Distanzscheiben rein müssen, die ich verschludert habe?
Ingobertus
Folgende Vorgehensweise:
Die 4 Muttern Schwinge/Antriebsgehäuse 2 Umdrehungen lösen.
Rad rein,
Achse rein, natürlich gefettet,
Achsmutter fest,
Achsklemmschraube fest,
dann erst die Muttern Schwinge/Antriebsgehäuse fest.
Ich hoffe die Schwinge sitzt mittig.
Gruß
Danke Schorsch, Du gibst mir Hoffnung. Werd ich morgen früh als erstes machen. An der Schwinge hatte ich ja nix gemacht.
LG Ingobertus
Das wollte ich nicht wissen.
Ich wollte wissen, ob die Schwinge mittig sitzt.
Hallo Schorsch. wo kann ich das kontrollieren/messen?
Den Abstand zwischen Rahmen und Schwinge mit einer Schieblehre messen.
Da, wo die Schwinge am Rahmen verschraubt u gelagert ist.
Der Abstand muss auf beiden Seiten gleich sein, wenn nicht Schwinge neu
verschrauben.
Hutmuttern ab beide dünne Muttern los, Schwingenbolzen raus.
Dann Schwingenbolzen wieder rein, nur so eben sollte das Gewinde fassen, auf beiden Seiten. Dann geht die Lauferei los 😊.
Rechts 3 Umdrehungen, links 3 Umdrehungen, usw. usw. bis beide Bolzen handfest
sind.
Dann beide Bolzen nochmals 1/4 Umdrehung nachziehen.
Bei der Gelegenheit Lager und Simmerringe der Schwingenlagerung überprüfen.
Hier messen !
Hallo Schorsch
Dieser ist auf beiden Seiten gleich, 4mm. Die 4 Schwingenschrauben, die ich lösen soll, sind das die selben? Hutmutter und die Schrauben darunter?
LG
NEIN !!!
Ich sagte und schrubte, die 4 Muttern Schwinge/Antriebsgehäuse.
Rechte Seite, da, wo das Antriebsgehäuse an die Schwinge geschraubt ist.
Hallo Schorsch
jetzt muss ich mich aber endlich mal bedanken für deine unendliche Geduld. Ich habe noch Schwierigkeiten mit den genauen Bezeichnungen der Teile. Hoffentlich habe ich das jetzt richtig. Das sind die 4 Schrauben von dem Kardanwellengehäuse (Schwinge) zum Antriebsgehäuse (hinteres rechtes Gehäuse wo auch der Radlagerbolzen durchgeht).
Hoffentlich jetzt richtig.
LG
Jep,
hier nochmal ein Foto
Ja, Schorsch. musst du armer gutmütiger Mensch den halben Feiertag wegen meiner Dusseligkeit opfern. - Was soll ich sagen, habe trotz meinen Feiertagskleidern mich in die Garage begeben (meine Frau war gerade nicht da), hab nach Deiner Anweisung gearbeitet, passt!!! Wäre ich nie drauf gekommen.
Nochmals Danke und liebe Grüße
Ingobertus
Was haben die 4 (gelösten) Muttern denn für einen Einfluss auf die "Schrägstellung" des Rads im Gehäuse? ???
Ingobertus,
ja ich bin arm, es ist mir ein innerer Fackelzug hier ab u an mal helfen zu können.
Mach keinen Film draus, das ist alles nur angelesenes Wissen. Alleine wäre ich auch nicht darauf gekommen, alles gut.
Amir,
auf diese Weise passt sich der Antrieb dem Hinterrad u der Verzahnung an. Der Antrieb ist dann ein bischen flexibel, das Hinterrad ist ja in seiner Position fest.
Ist aber alles nur wiedergekaut, ich hatte das mal bei den Tipps von Rabenbauer gelesen und angewandt. Klappte gut.
Aber nicht bei jedem Radausbau diese Prozedur, oder doch?
Nein,
nur bei Schwingen/Antriebsausbau oder anderes Hinterrad.
Nur dann fluchtet die Antriebsverzahnung astrein.
Morjen
Warte immer noch auf meinen Zylinder . Dazu fogende Frage. Wird die dünne Papierdichtung am Zylinderfuß trocken verbaut oder geölt. Zylinderkopfdichtung mit Silikonbelägen wird ja trocken verbaut?
LG Ingobertus
ZitatZylinderkopfdichtung mit Silikonbelägen wird ja trocken verbaut?
Die nimmt kein normaler Mensch mehr. Lies dich mal durchs Forum. Dann weißte warum.
Manfred
Die Fußdichtung wird trocken verbaut.
Hubi
Zitat von: RTwenty7 am 01 Mai 2025, 19:42:04Aber nicht bei jedem Radausbau diese Prozedur, oder doch?
nein...nur beim HA Getriebeausbau
Getriebe hatte ich nicht ausgebaut, nur Räder neu eingespeicht, eventuell Vorder und Hinterradnabe getauscht.
LG Ingobertus
Hallo, Zylinder und Kolben jetzt angekommen und schon wieder eine Frage: Auf dem neuen Kolbenschmidt Kolben ist nirgens zu sehen, wie herum er eingebaut werden muss. der alte Kolben hatte obenauf einen Pfeil, der neue nicht,. Wie rum jetzt, einfach mit der Beschriftung nach vorne?
Deachsierung kannst du selbst ausmessen/bestimmen.
MfG
Eppo
Lieber Eppo, könnte ich vielleicht, wenn ich wüßte, wie es geht. Schieblehre habe ich und könnte sie auch ablesen, aber wie messe ich das und wohin kommt dann das größere und das kleinere Mass?
Die neuen Kolbenschmidt Kolben haben KEINE Desachsierung mehr.
War bei meinem R27 Kolben vor ein paar Jahren auch so...!!
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Lieber Stefan, das ist doch mal ne Aussage, vielmals danke :)
Unabhängig davon: Nimm den alten Kolben und messe nach... dann schauen wo der Pfeil ist und Viola. Bei neuen Kolben, wie geschrieben, nicht mehr notwendig wenn nicht gezeichnet.
Naja, wenn keine Markierung drauf ist, heißt das nicht zwangsläufig, dass der Kolben keine Deachsierung mehr hat.
Bei dem neuen Kolben von der R35 meines Vaters konnte man die Deachsierung mit bloßem Auge sehen.
Hier der Beitrag zum Kolben der R35:
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?msg=352641
Falls dein neuer Kolben eine Deachsierung hat, dann kannst du dies einfach mit dem Messschieber von Kolbenbolzen zu jeder Seite der Kolbenlauffläche machen.
Deachsierung bedeutet ja, dass der Kolbenbolzen außermittig platziert ist.
Dann nimmst du die Reverenz an deinem alten Kolben mit Pfeil und entsprechend baust du dann den neuen Kolben genauso ausgerichtet ein.
MfG
Eppo
So oder so ist Messen besser als glauben.
Es wäre allerdings sehr nachlässig einen desachsierten Kolben "irgendwie" einzubauen, weil es ja mittlerweile scheinbar wurscht ist. Sowohl bei den alten Nüralkolben alsauch bei Ulis Kolben ist die Desachsierung mit bloßem Auge zu erkennen.
Wenn kein Pfeil auf dem Kolben dach ist, dann baue den Kolben so ein, dass die "schmalere" Kolbenseite auf der Ölzuleitungsseite des Zylinders liegt.
Hallo Leute
Danke für eure Hilfe. werde den alten und den neuen Kolben ausmessen und nach euren Vorgaben vorgehen.- Hab jetzt nachgemessen, der alte Kolben hat in Laufrichtung rechts 3mm weniger.Der neue KS Kolben ist auf beiden Seiten gleich. Nochmals Danke, wieder ein Problem weniger.
Morjen Leute
Dank Eurer Hilfe läuft mein Schätzchen wieder und geht am Dienstag zum TÜV. Beim Vergaser hab ich mich für den Mikuni VM26 entschieden, der läuft einwandfrei. Habe im Moment wenig Zeit, aber ich werde noch eine Liste der Arbeiten und erneuerten Teile und Bilder senden.
LG Ingo
Das klingt gut.
Ich bin gespannt, was der TÜV Mensch zum Mikuni sagt.
Verrätst Du uns dann auch Deine Bedüsung im Mikuni?
Ich frage für einen Freund. ;D
Gruß
Stefan
bei unserer R27 hat beim TÜV der Mikuni noch nie interessiert.
Dürfte höchstens bei einem Oldtimergutachten Probleme machen.
Hubi
Meinen Tüvmann hat das auch nicht interessiert.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
ZitatDürfte höchstens bei einem Oldtimergutachten Probleme machen.
Nicht unbedingt. Liegt im allgemeinen am TÜV Mann. Ein Vergaser ist ein Ersatzteil. Wenn auch moderner. Aber wenn es keine brauchbaren Vergaser mehr gibt...
Manfred
Ja, so hat mein TÜV Mann den Mikuni auch eingestuft: als gleichwertiges Ersatzteil.
Er hat sich aber interessiert und konnte sich weder den Kommentar noch ein großes Grinsen verkneifen.
Mich würde daher einfach nur interessieren, ob und wie der TüV Mensch das am Dienstag im konkreten Fall kommentiert.
Gruß
Stefan
Ich halte euch auf dem Laufenden. Bedüsung weis ich im Moment noch nicht, da ich den Vergaser ferig konfektioniert von Saarbike gekauft habe und das Teil noch nicht geöffnet habe. War da etwas teuerer, aber einbaufertig. Zum Luftfilterkasten hin hat der normale Verbindungsschlauch gepasst, nach vorne hab ich einen gewebeverstärkten Silikonschlauch mit Innendurchmesser 32mm und 45mm Länge verbaut und den
Motoranschlussstutzen angepasst (habe Drehmaschine). Wie gesagt läuft die Maschine zu 99% super, allerdings sind vereinzelte (so alle 15-30 Sek) kleine Zündaussetzer drin, die sich nur im Standgas bemerkbar machen. Ich werde auf jeden Fall noch eine neue Zündspule verbauen. - Da mein Tacho keine Tageskilometer mehr anzeigt, habe ich mir den Sigma 10 Fahrradtacho bestellt, um die gelaufenen Kilometer nach der Motorüberarbeitung einzusehen. Das wurde ja hier schon mehrfach erwähnt. Wo greift man das Signal idealerweise ab? (Speichen sind ja zu weit weg) Ich wollte den an Vorderrad an der Schwinge zum Nabenabdeckblech verbauen und den Magnet am Abdeckblech befestigen. Vielleicht hat ja einer eine bessere Idee.
Bis Dienstag
Ingo
Da bin ich auch gespannt, wie Saarbike den Vergaser konfektioniert hat, bitte berichten. :thumbsup:
Die Aussetzer hat / hatte @deepdelver auch....
Mehr Leerlaufluft half etwas. Wir haben nun eine kleinere Leerlaufdüse verbaut. Nun ist das Leerlaufpatschen weg....
Bitte unterscheiden zwischen Zündaussetzern und Verbrennungsaussetzern!
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Morjen Einzylindär und Kumpane
Wie unterscheide ich Zündaussetzen von Verbrennungsaussetzern? Habe mich auf jeden Fall für eine neue Zündspule entschieden, kann nach 62 Jahren kein Fehler sein. Kondensator und Unterbrecher brauch ich nicht, da ich eine Elektronik Zündung drin habe. - Neues Thema: Ich spiele mit dem Gedanken, mir ein Schlüssel- Zündschloss einzubauen, mit dem ich folgendes steuern kann: Aus/Zündung/Standlicht/Fahrlicht. Alle sonstigen Verbraucher an "Zündung" angeschlossen. Wäre das so machbar, wenn ja , welches Schloss kann ich da kaufen? - Ich weis, Stilbruch. Aber mir ist ein sicherer Betrieb meines Gerätes wichtiger.
LG Ingo
Ein Zündaussetzer entsteht durch Wegbleiben des Funkens. Z.B. Wackelkontakt im Zündschloss. Kennzeichen ist der fehlende Funkenüberschlag an der Zündkerze!
Wenn der Funke an der Kerze überspringt, ist es ein Verbrennungsaussetzer. Der durch einen schwachen Zündfunken, aber auch durch ein zu fettes oder zu mageres ZÜNDUNWILLIGES Kraftstoff-Luftgemisch entstehen kann.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Zitat von: Einzylindär am 10 Juni 2025, 10:25:23Ein Zündaussetzer entsteht durch Wegbleiben des Funkens. Z.B. Wackelkontakt im Zündschloss. Kennzeichen ist der fehlende Funkenüberschlag an der Zündkerze!
Wenn der Funke an der Kerze überspringt, ist es ein Verbrennungsaussetzer. Der durch einen schwachen Zündfunken, aber auch durch ein zu fettes oder zu mageres ZÜNDUNWILLIGES Kraftstoff-Luftgemisch entstehen kann.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Nicht zu vergessen, die Unwilligkeiten des Motors, wo man nicht so recht weiß, wer zu verdächtigen ist. Fehlzündungen, die durch Abmagerung entstehen, durch undichte Auspuffe, aber ganz besonders Ventilresonanzen durch zu schlappe Federn bei höheren Drehzahlen. Der Funke muss zum Gemisch passen: das optimale Gemisch kann nicht durch einen schlechten Funken zur Geltung kommen, ein schlechtes Gemisch kann auch durch einen Klassefunken nicht optimal entzündet werden.
Auch ein guter Maskenbildner macht aus einem Schrumpfkopf keine Sophia Loren! (Horst Bonk, Chefmaskenbildner)
Zitat von: Einzylindär am 10 Juni 2025, 10:25:23Ein Zündaussetzer entsteht durch Wegbleiben des Funkens. Z.B. Wackelkontakt im Zündschloss. Kennzeichen ist der fehlende Funkenüberschlag an der Zündkerze!
Wenn der Funke an der Kerze überspringt, ist es ein Verbrennungsaussetzer. Der durch einen schwachen Zündfunken, aber auch durch ein zu fettes oder zu mageres ZÜNDUNWILLIGES Kraftstoff-Luftgemisch entstehen kann.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Und wie erkenne ich das während der Fahrt? So hatte ich Ingos Frage interpretiert.
Gruß
Stefan
Während der Fahrt oder auch im Leerlauf aufgebockt. Na ja, jetzt kommt erst mal die Zündspule. -
Heut Morgen TÜV ohne Mängel absolviert 8) . Zu dem Mikuni hat er keinen Kommentar abgegeben. Alles in allem ein schönes Gespräch gehabt, da war noch einer mit einer alten Guzzi mit selbstgebauter Einspritzanlage, der auch noch eine 25/2 in der Garage hat.
Zitat von: ingoweirich am 06 Juni 2025, 14:58:31Ich halte euch auf dem Laufenden. Bedüsung weis ich im Moment noch nicht, da ich den Vergaser ferig konfektioniert von Saarbike gekauft habe und das Teil noch nicht geöffnet habe. War da etwas teuerer, aber einbaufertig. Zum Luftfilterkasten hin hat der normale Verbindungsschlauch gepasst, nach vorne hab ich einen gewebeverstärkten Silikonschlauch mit Innendurchmesser 32mm und 45mm Länge verbaut und den
Motoranschlussstutzen angepasst (habe Drehmaschine). Wie gesagt läuft die Maschine zu 99% super, allerdings sind vereinzelte (so alle 15-30 Sek) kleine Zündaussetzer drin, die sich nur im Standgas bemerkbar machen. Ich werde auf jeden Fall noch eine neue Zündspule verbauen. - Da mein Tacho keine Tageskilometer mehr anzeigt, habe ich mir den Sigma 10 Fahrradtacho bestellt, um die gelaufenen Kilometer nach der Motorüberarbeitung einzusehen. Das wurde ja hier schon mehrfach erwähnt. Wo greift man das Signal idealerweise ab? (Speichen sind ja zu weit weg) Ich wollte den an Vorderrad an der Schwinge zum Nabenabdeckblech verbauen und den Magnet am Abdeckblech befestigen. Vielleicht hat ja einer eine bessere Idee.
Bis Dienstag
Ingo
Hallo
Das Messgerät ,,Sigma" habe ich unter dem Sattel und den Magnetsensor am Hinterrad verbaut.
Jean-Claude
Warum montiert man denn einen Tacho nicht am Lenker, wo er hingehört, sondern unter den Sitz? Stelle mir gerade die Verrenkung vor, den abzulesen? ???
Zitat von: RTwenty7 am 10 Juni 2025, 15:19:21Warum montiert man denn einen Tacho nicht am Lenker, wo er hingehört, sondern unter den Sitz? Stelle mir gerade die Verrenkung vor, den abzulesen? ???
Ich verwende den Tachometer nur, um meine zurückgelegte Strecke zu verfolgen und mein R26 zu warten. Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle.
Jean-Claude
Es gibt doch auch Fahrradtachos die die Geschwindigkeit mit GPS anzeigen
VDO M7 oder SIGMA Rox2.0 oder 4.0
Manfred
Zitat von: Stefan am 10 Juni 2025, 13:07:13Und wie erkenne ich das während der Fahrt? So hatte ich Ingos Frage interpretiert.
Gruß
Stefan
Unter Umständen erstmal gar nicht! Wie lange ich auf der Vergaserseite nach dieser merkwürdigen Unwilligkeit beim Gasgeben in bestimmten Situationen gesucht habe, bis ich das hier entdeckte...
Im Stand auf dem Hauptständer kannst du ein Stroboskop am Zündkabel anschliessen und die Blitze beobachten. Wenn die gleichmässig kommen auch wenn der Patscher kommt, sind es keine Zündaussetzer!
Mit meinem Hinweis auf Zündaussetzer und Verbrennungsaussetzer wollte ich darauf hinweisen, dass es vielfältige Ursachen gibt...
Es gilt immer "sichere" Zündungsprobleme sind Vergaserprobleme und umgekehrt! ;D
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Wenn ich nun eine 6Volt Batterie in den Tankrucksack packe , die Strobo anklemme und rumfahre, und der Blitz von der Strobo zusammen mit dem Motor aussetzt dann ist das ein Zündaussetzer in Verbindung mit einem Verbrennungsaussetzer?
Manfred
Alles klar, werd ich machen.
Hier nun meine Lösung: Habe den Magneten am Abdeckblech des Vorderrades mittels einer Schraube, die ich ins Blech geschraubt habe und darauf den Magneten geklebt habe, befestigt. Habe als Magneten einen 8mm Neodyme Magneten genommen, weil der flacher ist und ich den Originalen sowieso verschlampt habe. Klappt einwandfrei. Bei mir bleibt der Tacho auch nicht auf dem Lenker. Nur am Anfang zu Kontrollzwecken und später als Gesamtkilometerzähler irgendwo versteckt.
LG Ingo
Morjen
So ab ca. 80km/h hab ich im vorderen Bereich ein störend klapperndes/vibrierendes Geräusch. könnten das die Stoßdämpfer sein. wenn ich drauf klopfe, klappern die auf jeden Fall innen. Muss da was gewartet werden?
Bei mir klappern die Federn auch etwas über Leerlaufdrehzahl und wenn ich mit der flachen Hand auf die Hülsen schlage klappert / scheppert es auch...
Was ist mit Radlager / Schwingenlager / Silentbuchsrn in den Stossdämpferaugen vorne?
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Ist das Rad auch ausgewuchtet worden? Bei mir sind es immer etwa 50 Gramm, die ich anbringen muss (nach Selbstmontage). Man kommt durchaus in Geschwindigkeitsbereiche, wo es ohne Auswuchten nicht geht! Speziell die völlig ungedämpfte R25-Gabel ist da empfindlich. Aber auch eine Vorderradschwinge kann davon betroffen sein über die langen Hebel.
ja, könnte alles sein, allerding merke ich am Lenker wenig.
Morjen, die Probleme mit Vibrationen im vorderen Bereich sind noch da, jetzt ist noch ein tiefer Brummton beim Gaswegnehmen dazu gekommen (ab und zu) Das Problem gehe ich nächste Woche an. -
Zum Mikuni Vergaser: Hab jetzt den Vergaser auf gehabt, die Bedüsung von Saarbike: LD 30er, HD 130er. Hab jetzt die 22,5 verbaut, die Kerze brennt im Standgas rehbraun. Laufkultur aber nicht wirklich im LL verbessert. Das Kerzenbild bei Vollgas hab ich noch nicht untersucht, da ich noch am Einfahren bin. Allerdings zieht die Maschine jetzt bedeutend besser von Halbgas Richtung Vollgas. Ich fahre den Nassluftfilter, ist ja auch wichtig zu wissen.
LG Ingo
Welche Nadeldüse hast Du denn in dem Mikuni und in welcher Position hängt die Nadel?
Ich bin noch nicht ganz da mit meinen Versuchen, da kann jede Info helfen.
Gruß
Stefan
Ich freue mich auf die Einstellerei mit dem Mikuni.
Ich hatte die Daten von einer 275ccm /3 Modell übernommen.Der Naddelstellung 2 und HD 130.Welchen Luftfilter hat er nicht erwähnt.
Die Daten habe ich 1 zu eins übernommen.
Nix wars. Naddelstellung bleib vorläufig. HD liegt bei 145.
Luftfilter ohne Gitter aber mit Schaumstoff.
Manfred
Das ist aber der VM24-473 oder Manfred?
Gruß
Stefan, der Einzylindär
das Schöne am Mikuni ist unter anderem, dass man die Hauptdüse locker innerhalb von 1 Minute wechseln kann. Das erleichtert die Einstellerei ungemein.
Hubi
Zitat von: Einzylindär am 17 Juni 2025, 17:02:30Das ist aber der VM24-473 oder Manfred?
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Yes.
Ich bin jetzt soweit das die Karre läuft. Allerdings, wenn ich die Drehzahl etwas über Leerlauf habe fängt sie an zu stottern.Wenn die Warmlaufphase (die dauert ewig) überschritten ist geht es etwas besser.
Werde die Naddel von 2 auf 3 umstecken.
Manfred
Hallo Bumerang. habe ähnliches stottern, wenn das Teil kalt ist (hab den Choke noch nicht abgeändert)Wenn die Kiste warm ist, ist das so gut wie weg, mit schöner, guter Gasannahme. Dann nur noch gelegentlich gaaanz leichte Fehlzündungen im Fahrbetrieb, fast nicht zu hören. An der Nadel habe ich noch nichts geändert.
Zitat von: ingoweirich am 17 Juni 2025, 16:21:18die Kerze brennt im Standgas rehbraun.
Das möchte ich sehen. Gibt es Bilder?
Vergiß rehbraun. Such bitte mal, was ich zu diesem Thema geschrieben habe. Die meisten Leute wissen nicht, was da an der Kerze braun werden soll. Je nach Kerzenhersteller wird da selbst nach 80.000 km nichts braun.
Heute kann man Kerzenbilder vergessen, und wenn die brauchbar sein sollen, müssen mehrere tausend km mit unveränderter Einstellung gefahren werden.
Lange Warmlaufphase heißt für mich das Gemisch ist zu mager.Ich probiere erst mal die Naddel aus. Das geht am schnellsten. Wenn das nicht geht die Leerlaufdüse.
Dann müsste die Karre aber laufen.
Manfred
Nö. Wenn es warm passt, dann ist das Gemisch genau richtig.
Wenn du deinen Motor OHNE Tupfen oder Choke starten kannst bei Temperaturen <= 20°C, dann ist die Leerlaufdüse zu groß und der Motor läuft zu fett.
Deshalb bin ich beim VM26-665 von der 22,5er LD auf 20 runter.
Den Startvergaser ("Choke") habe ich weiter abgemagert durch Vergrößerung der Chokenadel um 1/10mm auf 1,85mm.
Bei den jetzigen Temperaturen am Morgen um 10..15°C trete ich 2x mit Choke ohne Gas und ohne Zündung. Dann gebe ich etwas Anlassgas und schalte die Zündung ein. 1-2 Tritte und der Motor läuft.
Den Choke fahre ich dann ca. 1km und mache den spätestens rein, wenn ich merke dass der Motor nur noch verhalten beschleunigt.
Danach ist es gut.
Mit der 22,5er LD brauchte ich den Choke nicht zum starten aber zum losfahren für den Übergang. Deshalb die Änderung auf die 20er LD.
DAS SIND MEINE ERFAHRUNGEN AN MEINER R27! DAS MUSS DESHALB NICHT ZWANGSLÄUFIG FÜR ALLE R27 PASSEN..
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Na ja, rehbraun, da hab ich vieleicht etwas übertrieben. Vorher hatte ich die mal draußen, da war sie kohlrabenschwarz. Jetzt ist sie auf jeden fall frei. Ansonsten läuft sie wie beim Vorredner warm sehr gut, allerdings kalt so nicht zu machen, so schlecht läuft das. Da werd ich als nächstes den Choke umändern.
Zitat von: M. Bumerang am 18 Juni 2025, 07:51:25Lange Warmlaufphase heißt für mich das Gemisch ist zu mager.Ich probiere erst mal die Naddel aus. Das geht am schnellsten. Wenn das nicht geht die Leerlaufdüse.
Dann müsste die Karre aber laufen.
Manfred
Was hat die Schiebernadel mit der Warmlaufphase zu tun? ???
Das Standgassystem ist völlig unabhängig von der Schieberstellung, da alles hinter dem Schieber geschieht, dort tritt das Leerlaufgemisch aus in Kombination mit dem Schieberausschnitt. Ist es zu mager beim Kaltstart, wird angereichert mittels Choke oder, bei den alten Dingern mit Tupfer.
Wenn dein Vergaser in einem Bereich nicht tut was er soll, sollte auch dieser Bereich angegangen werden und nicht ein Bereich, der mit der Kaltlaufphase nothing zu tun hat.
Tja,
dieses Problem habe ich vorgestern ausführlich mit CowBoy diskutiert.
In einem beeindruckenden Referat hat er mich aufgeklärt.
Sinngemäß:
Es gab früher Schieberöl, mineralisch natürlich. Zudem auch noch benzinresistent.
Dieses Öl sorgt dafür, dass der Schieber im Vergaser IMMER leicht
rauf und runter geht, zudem dichtet es den Luftspalt zwischen Schieber
und Schieberkammer effektiv ab. Das flutscht nur so, es ist eine wahre
Pracht.
Der Schieber steht beim nicht Gasgeben auch wirklich ganz unten, toll !
Zum Glück gibt es dieses Schieberöl heute wieder, Hurra.
Die Bezugsquelle hab ich vergessen.
:jubel2: :tanz:
Und wenn du das Schieberöl einfüllst geht das nur mit einer Schiebermütze
Manfred
ZitatWas hat die Schiebernadel mit der Warmlaufphase zu tun? ???
Ich befinde mich in der Phase Versuch und Irrtum.
Wenn ich den Motor starten will wird der original Luftfilter geschlossen. 3x Durchtreten, Zündung ein, neuer Tritt, Motor läuft.
Gebe ich nun Gas, so auf ca. 1500Um/min.wieder aussetzer.Ist der Motor warm genung kann ich den Luftfilter öffnen, Motor dreht höher fängt aber bei 2000-2500 U/min zu sprobseln an. Heißt, er hat jede Menge aussetzer und dreht nicht hoch.Wenn nun der Motor wärmer wird verkleinert sich der Aussetzerbereich.Geht aber nie ganz weg. Wenn ich diesen Bereich hinter mir habe dreht der Motor sauber weiter..
Bei den Bing Vergaser (R90/6) habe ich die Erfahrung machen dürfen das eine zu tiefe Naddel eine extreme lange Warmlaufphase nach sich zieht. Naddel eine Rille höher... alles bestens.
Bei dem Versuch den Clip eine Rille tiefer (3 v.Oben) zu setzen hat sich dieser aus dem Staub gemacht.
Jetzt warten wir mal auf die E-Teile
Manfred
Kompletter QUATSCH!
Die Warmlaufphase ist gleich, nur die beobachteten Gemischprobleme enden früher, weil der Motor auf Nadelposition 3 fetter läuft.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Jetzt sei mal nicht so streng mit mir. ;D
Das umsetzen von 2 auf 3 bei der Naddel habe ich noch nicht gemacht. Der Sicherungsclip ging seinen eigenen Weg.Ich warte auf Nachschub.Das stottern kommt vom Teillastbereich.Denke ich mir.
Manfred
Vergaserprobleme sind Elektrikprobleme... ;D
Unter Berücksichtigung der Ölsorte, ja ;D
Klappergeräusche kamen tatsächlich (hauptsächlich), wie hier im Forum schon berschrieben, vom neuen Werkzeug im Tankkasten. Sind zwar immer noch Geräusche im Vorderen Bereich (Motor, was auch immer)wenn sie gut warm ist und ansonsten klasse läuft. Auspuff und Seitenständer sind auch noch zu überprüfen. Werde auch heute wieder den Tank abbauen, Ventilspiel nachmessen und Ventilfedern kontrollieren, Kopf nachziehen und vorne an der Lichtmaschine nachsehen, ob alles fest ist. Könnte vieleicht auch die Steuerkette sein? - Wenn ich die Maschine starte und sie die Anfangs Kaltlaufschwierigkeiten überwunden hat, läuft sie geschmeidig leise ohne (große) Nebengeräusche. Auch hat sie beim Gaswegnehmen aus höherer Drehzahl ganz leichte Fehlzündungen beim Drehzahlreduzieren, fast nicht zu hören. Deutet das, wenn die Zündung stimmen sollte (was ich heut auch noch kontrolliere) auf zu viel oder zu wenig Sprit hin?
Zitat von: ingoweirich am 19 Juni 2025, 08:48:11Klappergeräusche kamen tatsächlich (hauptsächlich), wie hier im Forum schon berschrieben, vom neuen Werkzeug im Tankkasten. Sind zwar immer noch Geräusche im Vorderen Bereich (Motor, was auch immer)wenn sie gut warm ist und ansonsten klasse läuft. Auspuff und Seitenständer sind auch noch zu überprüfen. Werde auch heute wieder den Tank abbauen, Ventilspiel nachmessen und Ventilfedern kontrollieren, Kopf nachziehen und vorne an der Lichtmaschine nachsehen, ob alles fest ist. Könnte vieleicht auch die Steuerkette sein? - Wenn ich die Maschine starte und sie die Anfangs Kaltlaufschwierigkeiten überwunden hat, läuft sie geschmeidig leise ohne (große) Nebengeräusche. Auch hat sie beim Gaswegnehmen aus höherer Drehzahl ganz leichte Fehlzündungen beim Drehzahlreduzieren, fast nicht zu hören. Deutet das, wenn die Zündung stimmen sollte (was ich heut auch noch kontrolliere) auf zu viel oder zu wenig Sprit hin?
Mach mal eine Probefahrt in der Frühe, wenn es noch so knapp 20 Grad hat, und die andere, wenn die Nachmittagshitze da ist mit 34 Grad. Da kriegt man wertvolle Hinweise, was abstimmungsmäßig so geht.
Morjen
Hab gestern Nachmittag, nach kontollieren der Zündung, nachziehen des Kopfes alle Möglichkeiten gesucht, wo es noch Geräusche verursachen könnte. Hauptständer, Seitenständer, Scheinwerfer Innereien usw. Jetzt kann ich mit dem Ton der Maschine leben. - Heut morgen kalt gestartet ohne vorher ohne Zündung getreten zu haben: beim zweiten Versuch lief sie, aber nicht durch. - Jetzt habe ich den "Choke" raus geschraubt und möchte da ein 2mm Messingstäbchen einkleben. Um das Teil schön zentrieren zu können, muss es in die Drehbank. Dazu müsste aber der äußere Bedienknopf ab. Weie geht das, ohne ihn kaputt zu machen?
Nochmal morjen
Jetzt finde ich hier im Forum den Bericht zum Umbau des Chokes nicht mehr, bitte um Hilfe
das war von Stefan: schau mal unter
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=21601.0;topicseen
Hubi
Vielen Dank Hubi, das hat mir sehr geholfen, Umbau ist fertig bis auf Nadelrunterschleifen. Da fang ich mal mit 1,85 an. LG
Korrekt 1,85mm fahre ich derzeit.
Ich bin gerade im Harz auf dem Treffen.
Ich werde das in meinem Mikunithread noch aktualisieren.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Morjen
der Umbau des Choke ist fertig (1,85mm Nadel)Mangels kalten Temparaturen noch nicht getestet. Wenn ich ihn bei laufendem halbwarmen Motor im Leerlauf ziehe, geht die Maschine direkt aus.
Ansonsten sprint sie kalt und warm direkt an, aber relativ lange Leerlauffase mit unwilliger Gasannahme, wenn die Maschine warm ist, läuft sie gut im Leerlauf und auf der Strecke.
BMW R27/Mikuni VM 26/Nassluftfilter/HD140/LD22,5/Chokedüse185/Nadelstellung Standart.
Welche Nadeldüse ist verbaut?
Ich fahre LD20/Nadeldüse O-4 / Nadel 3 Mitte / HD 155.
Bei 15°C heute morgen Start mit Choke. Choke für Leerlauf und Übergang nötig. Nach ca 1km Choke rein und gut.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Morjen
Nadeldüse noch nicht kontrolliert(wie geht das am einfachsten?)Ansonsten heut Morgen mit umgebautem 185er Choke und etwas Gas (wie bei warmer Maschine ohne Choke)gestartet und direkt (ein, zwei Tritte) angesprungen und vernünftig gelaufen. nach ca. 1 Kilometer choke raus und gut ist. Sie läuft immer besser. beim gaswegnehmen sind ab und zu ganz leichte Patscher drin, aber nicht großartig störend.
Grüße Ingo
Nadeldüse einfach von unten rausschrauben (hab jetzt nicht im Kopf, ob das zusammen mit der Hauptdüse geht, oder ob zuerst die Hauptdüse abgeschraubt werden muss)
Hubi
Gerade gefunden: Für alle, die sich das Umbauen des Chokes nicht zutrauen, den gibts auch fertig: https://hessler-motorsport.de/shop/chokeknopf-dr/ Allerdings müsste man da noch den genauen Durchmesser des Reduzierstift nachfragen. Evtl. passt der ja.
So, jetzt Nadeldüse ausgebaut, nix 0-4 sondern Komplettbezeichnung:249(dann quadratisches Schriftzeichen)und dann 0-0 .Nadelstellung kann ich erst heut Nachmittag kontrollieren, muss jetzt weg. Bis dann
stimmt alles, bis auf die letzte "0" da müsste z.B. eine 2 oder 4 stehen
Korrektur: 0-0 gibt es tatsächlich auch
Hubi
O-0 ist die Standard Nadeldüse.
Siehe mein Mikunibeitrag....
Ich bin von der Leerlaufdüse 20 und der Chokenadel 1,85mm nun überzeugt!
Heute 309km vom Treffen Überland zurück gefahren bei um die 30°C und mehr.
Nach jeder Pause egal ob 5min oder länger sprang der Motor SOFORT an auf den 1. oder 2. Tritt und lief SOFORT ruhig mit der eingestellten Leerlaufdrehzahl 900 1/min.
PERFEKTER Heißstart!
Kalt muss ich nun 3-5 mal mit gezogenem Choke durchtreten ohne Gas und ohne Zündung als Kaltstartvorbereitung. Dann 1 Tritt und er läuft ruhig mit (durch den Startvergaser) leicht erhöhter Drehzahl!
Nach 500m oder 1km Choke rein und gut.
Ich fahre nun LD20 / ND O-4 / Standardnadel 4J13 / 3. Kerbe / Hauptdüse 155
Im Vergleich zu meiner alten Bedüsung ist der Kraftstoffverbrauch um einen guten halben Liter gesunken und liegt um 3,5l/100km.
Bei der alten Bedüsung wurden teilweise schwarze Wölkchen aus dem Auspuff beobachtet, nun NICHT mehr!
Gruß
Stefan, der Einzylindär
DAS SIND MEINE ERFAHRUNGEN AN MEINEM MOTOR. ES SOLL EINE HILFE SEIN.....
Hallo Einzylinderär. Es ist gar nicht so einfach, die ND O-4 Und die HD 155 zu bekommen, da viele Händler nur 10er Schritte anbieten. Wo beziehst du deine Teile? - Außerdem wäre bei der Kerbenstellung der Nadel noch gut zu wissen, 3.Kerbe von oben oder unten ?
LG Ingo
Ich hab alles bei Mikuni-topham.de bekommen - die sind sehr gut sortiert und kompetent
Hubi
Ha, Ha, Nassvegaser ist gut! Hat von euch einer einen Trockenvergaser? Ich schau mal, dass ich das wieder ändern kann.
Ja Hubi, dann schau ich mal da
Zitat von: ingoweirich am 22 Juni 2025, 17:11:45Hallo Einzylinderär. Es ist gar nicht so einfach, die ND O-4 Und die HD 155 zu bekommen, da viele Händler nur 10er Schritte anbieten. Wo beziehst du deine Teile? - Außerdem wäre bei der Kerbenstellung der Nadel noch gut zu wissen, 3.Kerbe von oben oder unten ?
LG Ingo
Ich habe immer vei Topham bestellt.
Innerhalb von 2 Tagen lag der Brief im Kasten.
Die Nadel hat 5 Kerben...da ist egal ob von oben oder unten! ;D
Mikuni zählt die Kerben von oben nach unten.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Morjen, ihr Freunde und Freundinnen und * der Eintöpfe. nachdem ich jetzt ca 500 km Fahrstrecke hinter mir habe, folgende Eindrücke: Maschine springt kalt (bei den jetzigen Temperaturen) direkt an (1-2 Tritte) Dann brauch sie einen leicht erhöhten Leerlauf für ca. 1 Minute und ab gehts. Nach ca. 2 Kilometern läuft sie sehr gut. Wenn sie dann warm ist, 1 Tritt mit leichtem Gas und schon schnurrt sie.Ich werde vorerst die Bedüsung so lassen. Das geht, glaub ich, nicht besser.- Ein leichter Vermutstropfen sind die Vibrationen bis ca. 2500 Umdrehungen und die Geräusche im Motor, meistens im Schiebebetrieb (Kupplung ziehen, Gas weg bis in den Leerlauf, dann sind die weg, wie auch die Vibrationen) Ab 2500 Umdrehungen aufwärts fast nix mehr. Jetzt hätte ich gerne von euch gewusst, ob die Vibrationen so in etwa normal sind. Steuerkette und vordere Lager kommen als nächstes dran.
LG Ingo
Ich bin jetzt schon wieder neugierig.
Wie verhält sich Deine R27 mit der aktuellen Bedüsung bei Landstraßentempo und Steigungen? Bist Du insgesamt mit Leistung und Geschwindigkeit zufrieden?
Bei meiner 27 suchen wir noch ein paar Pferdchen. ;)
Gruß
Stefan
Hallo Stefan
Ja, bin damit zufrieden, habe aber auch keinen Vergleich. Geschwindigkeitstest gestern auf einer langen ganz leichten Steigung im Vierten Gang abgebrochen. Da kam zum Schluss (so um die 100) nochmal richtig Schub, wurde mir dann für die Oldies (Maschine u. mich) entschieden zu schnell. Wenn sie gut warm ist, hat sie ein ganz leichtes Beschleunigungsloch nach dem hochschalten, da häng ich bei Gelegenheit die Nadel mal zum Test einen Ring höher. Habt ihr keine Vibrationen unter 2500 Umdrehungen?
Grß Ingo
Unter 2500 fahre ich nicht....
eher so ab 3000 in den höheren Gängen 3500.
Mit der O-0 könnte das Magerruckeln sein....das war bei mir zu mager.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Ja, Magerruckeln. Das schreibt Reich Tuning auch, hat eine gute Seite über Mikuni: http://www.reichtuning.de/vergaser_mikuni_20_26.php. Das wird dort mit einer Nadel Stufe höher behoben. LG
Moin Stefan, ich hab's mit einem Ohr mitbekommen, dass Stefan (Einzylindär) und Du parallel den Mikuni verbaut habt, dass Deine aber mit identischer Bedüsung trotzdem nicht so gut läuft.
Wie steht's denn mit dem Auspuff ? Sind Eure identisch innen ?
Hinterrad dreht frei ? -> Bremsgestänge-Umlenkung liegt nicht auf einer Achse mit der Schwingenachse,
bei knapper Einstellung kann es passieren, dass die Bremse mit aufsitzendem Fahrer und evtl. noch Gepäck
hinten so weit einfedert, dass die Bremse schleift. Hatten wir mal am See - die Nabe hat geknistert
und sämtliches Fett aus dem Lagern hat es herausgeschleudert.
Wenn ich es richtig sehe, hat Reich Tuning ja eher mit Zweitaktern zu tun, Simson und Konsorten. Das hat mit unseren Viertakt Einzylindern ja wenig zu tun und die dort angegebenen Werte stimmen ja nicht wirklich.
Zitat von: ingoweirich am 01 Juli 2025, 13:22:24Ja, Magerruckeln. Das schreibt Reich Tuning auch, hat eine gute Seite über Mikuni: http://www.reichtuning.de/vergaser_mikuni_20_26.php. Das wird dort mit einer Nadel Stufe höher behoben. LG
wenn ich die reichtuning seite anklickse kommt von Bitdefender eine dicke Warnung.,
Bei euch nicht?
Manfred
Nein
Hallo Leute
Mag ja eventuell sein, dass die Werte nicht für alle Motore relevant sind, aber zum Verständnis der Wirkungsweise des Mikuni finde ich die Seite klasse. Mir könnte (oder wollte) noch keiner sagen , wie das mit den Einstellungen über den ganzen Gasweg funktioniert. Mir hat sie klasse geholfen und mein Mikuni lief danach prima. Natürlich auch mit den Tips zur Bedüsung desselben von den Koniferen hier aus dem Forum. Hierzu nochmal meinen herzlichen Dank.
LG
Zitat von: 4Taktix am 01 Juli 2025, 13:46:26Moin Stefan, ich hab's mit einem Ohr mitbekommen, dass Stefan (Einzylindär) und Du parallel den Mikuni verbaut habt, dass Deine aber mit identischer Bedüsung trotzdem nicht so gut läuft.
Wie steht's denn mit dem Auspuff ? Sind Eure identisch innen ?
Hinterrad dreht frei ? -> Bremsgestänge-Umlenkung liegt nicht auf einer Achse mit der Schwingenachse,
bei knapper Einstellung kann es passieren, dass die Bremse mit aufsitzendem Fahrer und evtl. noch Gepäck
hinten so weit einfedert, dass die Bremse schleift. Hatten wir mal am See - die Nabe hat geknistert
und sämtliches Fett aus dem Lagern hat es herausgeschleudert.
Moin,
Ich hatte vor meinem Umbau auf Mikuni, Stefans Vergaser mit der damaligen Einstellung bei mir montiert, und ja, da lief sie nicht wirklich gut mit, (aber schon besser als mit meinem Bing).
Aktuell fahre ich LLD 17,5 / HD 145 / Nadeldüse O-8 auf Nadelstellung 2.
Die LLD passt gut, startet zu 99% auf den ersten Tritt mit Zündung, hat mit 1,5 Umdrehungen LL-gemischschraube stabilen Leerlauf.
An den anderen Positionen basteln wir noch.
Auspuff haben wir getestet. Ich fahre generell den VA Auspuff aus der zweiten Serie, Einschubtiefe 42 cm, analog zu Stefans VA Topf aus Serie 1, auch 42cm.
Ich habe dann auf den alten Auspuff gewechselt, den mein Vater 1990 montiert hatte, ebenfalls 42cm tief.
Das macht aber keinen Unterschied, ich habe subjektiv das Gefühl, dass das Patschen beim anfahren eher ein µ schlimmer geworden ist, aber das kann auch täuschen.
Das Hinterrad dreht frei.
Es bleibt also noch was zu tun und ich warte jetzt auf das kühlere Wochenende, ich plane grade Einstellungsfahrten nach Hilgen am Sonntag.
Gruß
Stefan
halt uns weiter auf dem Laufenden :-*
Ich habe ja nun schon einiges mit dem Mikuni probiert und muss feststellen, dass es zwar für jede Düse einen grundsätzlichen Wirkungsbereich gibt, es aber auch globale Auswirkungen gibt.
So habe ich z.B. nach Verkleinerung der Leerlaufdüse um eine Größe deutlich an Höchstgeschwindigkeit verloren, so dass ich die Hauotdüse deutlich vergrößern musste.
Den Übergang bestimmt die Leerlaufdüse, Nadeldüse und der Schieberausschnitt. Aber eben auch die Nadel. Daher ist es richtig zum Testen auch die Nadel mal eine Kerbe hochzuhängen.
Das könnte bei hoheren Lasten aber zu fett werden.
Daher würde ich immer mit der Leerlaufdüse anfangen. Wenn die stimmt geht es weiter. Anschluss mit Nadel / Nadeldüse. Und für oben danach dann die Hauptdüse. Unvergessen, dass mein Motor mit viel zu kleiner Hauptdüse im 3. Gang 6000 bergauf ging. Nur über die Nadel!
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Hallo Stefan
Genau so geht Reichtuning auch vor: Siehe Kapitel Abstimmreihenfolge. Auspuff hab ich den beim Kauf montierten, wie der original aussehende, drauf. Habe vergessen hier nochmals zu erwähnen, dass ich eine Elektronikzündung montiert habe, da ich bei Bastelarbeiten meinen Fliehkraftversteller zerstört hatte.
Stefan, das wird schon, nicht verzagen. Wenn einem relativ unbedarften Schrauber wie mir das zufriedenstellend gelingt, hab ich bei Dir keine bedenken.