BMW Einzylinder-Forum
ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Die Elektrik und der Kupferwurm ... => Thema gestartet von: CHAMBONDU am 15 April 2024, 06:27:49
Hallo Zusammen
Ich hatte bereits darauf hingewiesen, dass diese Art der Zündung zwar den Verschleiß des Unterbrechers verhindert, aber das Starten unserer Motorräder erschwert. Ich habe die Spannung an der Zündspule gemessen, wenn ich die Zündung einschalte: Bei einer mit 6,2 V geladenen Batterie sinkt die Spannung an der Zündspule auf 4,5 V! Deshalb gelingt es dem Motorrad, beim Anschieben zu starten, sobald die Lima 7,2 V erzeugt. Man müsste eine Spule mit einer Spannung von 4,5 V haben, mit einem Vorwiderstand, den man während des Anlassens überbrückt! Bei der Originalzündung beträgt der Spannungsabfall nur 0,5 V.
Jean-Claude
Ist die Transistorbox selbstgebaut? Der Spannungsabfall ist reichlich groß, das sollte besser gehen, spätestens mit heutigen Transistoren. Das Schaltungsdesign scheint mir verbesserungswürdig. Gerade bei 6 Volt muß man sich etwas Mühe geben, bei 12 Volt fällt so ein Spannungsabfall nicht ins Gewicht.
Hallo Zusammen
Spannungsabfall habe ich mit der englischen Gammatronix-Box (Powerdriver) gemessen. Zuvor hatte ich die Box eines kleinen französischen Herstellers eingebaut und der Spannungsabfall war noch größer (1,7 V). Es scheint, dass es die Schutzdioden sind, die diesen Spannungsabfall verursachen? Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der geringe Strom, der durch den Leistungsschalter fließt, die ,,Reinigung" der Kontakte verhindert. Ein Elektronikingenieur schrieb, dass zum ,,Reinigen" mindestens 250 mA erforderlich seien. Bei der französischen Box sind es nur 35 mA und bei der englischen Box habe ich 135 mA durch die Kontakte gemessen.
Jean-Claude
Zitat von: CHAMBONDU am 16 April 2024, 06:22:24Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der geringe Strom, der durch den Leistungsschalter fließt, die ,,Reinigung" der Kontakte verhindert. Ein Elektronikingenieur schrieb, dass zum ,,Reinigen" mindestens 250 mA erforderlich seien.
Jean-Claude
Ich habe identische Erfahrungen mit einem Produkt von Laubers...er aus der Pfalz. In zwei Motorrädern ausprobiert (war ausdrücklich für 6 bis 24 Volt beworben). Einmal im 6 Volt Netz der 25/2, einmal in der 75/5.
In der Strichzwei war es schlimmer. Nach Rückbau lief wieder alles OK. Und der U-Kontakt ist nun über 10.000 km in Betrieb, also durchaus eine brauchbare Standzeit. Manchmal lässt man sich von Anderen einfach verrückt machen...
Ich habe die hier drin
http://www.helotronik.de/
Motor springt wie sonst auch an.
Gruß
Die Angaben bei Helotronik hören sich gut an. Die 6V-Version soll bis runter zu 4V funktionieren. Der Strom über den Kontakt soll 50mA sein, auch das klingt für mich ganz gut. Das erinnert mich an die 50-60mA, die man bei Fernschreibern (https://de.wikipedia.org/wiki/Fernschreiber) einstellte. Deren Kontakte hielten viele Millionen Betätigungen und blieben im Öldunst der Mechanik immer sauber.
10 Mio Betätigungen bei 3000 U/min... satte 55 Stunden ;D .
--
Wenn man das mit einem Griff zurückrüsten kann, ist das schon eine gute Anschaffung.
Ausser man hat NOS-Kontakte auf Vorrat...
Grüsse,
Kahlo.
Zitat von: kahlo am 16 April 2024, 23:27:3610 Mio Betätigungen bei 3000 U/min... satte 55 Stunden ;D .
So knapp wollte ich das nicht ausdrücken, eher 50bit/sec für 10000 Betriebsstunden. Es sind tatsächlich eher mehrere Milliarden Betätigungen ohne Störung...
Die R27 fährt dann 110h.... :thumbsup:
Wieder ein Vorteil der besten Einzylindermaschine....
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Wahrscheinlich sind NOS-Kontakte das Nonplusultra, allerdings kaum zu kriegen und teuer.
Der so oft gescholtene Uli aus Ffm. hat übrigens meiner Meinung nach die besten und günstigsten Nachbaukontakte für die 25/0 bis 26. Mit den Noris-Dingern war ich von der Passform her nicht so zufrieden.
ZitatDer so oft gescholtene Uli aus Ffm. hat übrigens meiner Meinung nach die besten und günstigsten Nachbaukontakte für die 25/0 bis 26.
Ach ja?
Falls ja, hat sich aber schwer was getan.
Hallo Zusammen
Schauen Sie sich den Unterschied zwischen den UnterbrecherKontakt an: Bei dem von Uli gekauften UnterbrecherKontakt ist die Feder weniger gespannt als bei den anderen und die rot eingekreiste Niete ist nicht vollständig gequetscht, sie hat Spiel und der Belag bewegt sich.
Jean-Claude
Merci, Jean-Claude.
Was man auf dem zweiten Foto gut erkennen kann, ist, dass der Noris zu kurz baut zwischen Unterbrecherhammerachse und Schleifklötzchen.
Genau das machte mir Kummer beim Einstellen der Zündung. Die Langlöcher reichten nicht ganz aus, um den korrekten ZZP einzustellen.
Damit der Spannungsabfall nicht zu groß wird, benötigen Sie eine Zündspule mit einem Primärwiderstand von mindestens 1,8 Ohm. Beim kleinen Beru ZS 215 messe ich etwa 5,33 V an den Anschlüssen, wenn ich eine Jawa-Zündspule (1,3 Ohm) anschließe, dann bleiben an den Anschlüssen nur noch 4,50 V übrig.
Jean-Claude
Hallo zusammen
Ich habe mehrere Messungen an den Anschlüssen einer Zündspule durchgeführt, zuerst ohne Transistorbox, dann mit Transistorbox. Der Spannungsabfall ist beeindruckend, wenn der Strom durch den Unterbrecher fließt: Bei 6,2 V an der Batterie sind es an der Zündspule, wenn sie sich füllt: Bei einer Beru-Zündspule: 5,7 V ohne Gehäuse und 4,9 V mit Gehäuse. Bei einer Zündspule von Jawa: 5,34 V ohne und 4,4 V mit Gehäuse! Der Hersteller des Gehäuses hatte mir jedoch gesagt, dass er einen "IGBT" anstatt eines "Mosfet" oder "Darlington" verwendet !
Jean-Claude
Ich krame dieses Thema wieder raus ;D .
Zitat von: bullet am 16 April 2024, 22:50:44Die Angaben bei Helotronik hören sich gut an. Die 6V-Version soll bis runter zu 4V funktionieren. Der Strom über den Kontakt soll 50mA sein, auch das klingt für mich ganz gut. Das erinnert mich an die 50-60mA, die man bei Fernschreibern (https://de.wikipedia.org/wiki/Fernschreiber) einstellte. Deren Kontakte hielten viele Millionen Betätigungen und blieben im Öldunst der Mechanik immer sauber.
Das klang wie ein Pflichtenheft mit plausiblem Hintergrund. Der Winter ist gut für so ein Projekt. Also:
- Funktion gegeben bis herunter zu einer Batteriespannung, bei der dann auch die rein mechanische Zündung versagt.
- 50mA Reststrom durch den Kontakt.
- Abschaltung des Stromes durch die Zündspule bei stehendem Motor.
- LED zur Kontrolle des Zündzeitpunktes.
- Schnelle Rückbaumöglichkeit auf reine Mechanik.
Geht...
Sie wurde auf dem Basteltisch schon intensiv getestet und hat sich bis Höchstdrehzahl wacker geschlagen.
Nächsten Frühling wird damit der Kondensator in der R25/2 ersetzt und einen ganzen langen Sommer getestet... hoffentlich.
Zitat von: CHAMBONDU am 05 Mai 2024, 05:52:43...
Ich habe mehrere Messungen an den Anschlüssen einer Zündspule durchgeführt, zuerst ohne Transistorbox, dann mit Transistorbox. Der Spannungsabfall ist beeindruckend, wenn der Strom durch den Unterbrecher fließt: Bei 6,2 V an der Batterie sind es an der Zündspule, wenn sie sich füllt: Bei einer Beru-Zündspule: 5,7 V ohne Gehäuse und 4,9 V mit Gehäuse. Bei einer Zündspule von Jawa: 5,34 V ohne und 4,4 V mit Gehäuse! Der Hersteller des Gehäuses hatte mir jedoch gesagt, dass er einen "IGBT" anstatt eines "Mosfet" oder "Darlington" verwendet !
Jean-Claude
IGBTs sind bei 6V Bordspannung ungeeignet - zu hoher Spannungsabfall. Darlingtons haben die transistortypischen Spannungsabfälle von mindestens 0,7V, die am Rande des Akzeptablen sind. Mit einer schwachen Batterie verliert man. Mosfets mit der benötigten Spannungsfestigkeit haben meist einen Innenwiderstand, der bei diesen Strömen zur Überhitzung führt (und, wieder, Spannung vernichtet). Wenn sie nicht teuer sind ;) . Teuer geht :angel: .
Was mach ich jetzt? Ich glaub, ich gucke mal nach den anderen Motorrädern :oberlehrer: ::) :Frage: .
Grüsse,
Kahlo.
:applaus: :respekt: super gemacht!
Das heißt, ab wann gibts eine Bestellliste? ;D
2026? ;D
Ich bin gespannt. Super, dass du dich da so reinhängst!
Ich hatte vor einigen Jahren eine ZTK 1 eines Spezialisten aus der Pfalz montiert, wurde damit aber überhaupt nicht glücklich. Das Elektronikteil war übrigens außerhalb der Lichtmaschine montiert.
Was unsere Lichtmaschinen so besonders macht? Es ist vielleicht die Mischung aus Vibrationen, Wärme, Kohlenstaub, und Fettnebeln. Die Lichtmaschinenkappe ist innen bei mir immer wieder mit anthrazitfarbenem Staub bedeckt, und die Kohlen verlieren 4mm Länge auf 40.000 km, wie ich messen konnte.
Jetzt freue ich mich erstmal auf einen NOS-Kontakt, der am Montag eintreffen soll...
Gruß, Jan
Guten tag zusammen
Ich hatte die Transistorbox unter den Panzer gelegt. Da ich Schwierigkeiten habe, mit diesen Boxen zu starten, habe ich wieder die Originalzündung und den Kondensator verwendet. Das runde ,,MGL"-Gehäuse wurde von einem Franzosen hergestellt. Das ,,Gammatronix"-Gehäuse ist von einem Briten. Da sie nicht mehr angeschlossen ist, sind die Kontakte jedoch beschädigt.
Jean-Claude
Einen Tod muss man sterben. Kontakte sind eben Verschleißteile.
Na jedem seine Projekte,
ich finde es spannend mit welchem Elan Lösungen entwickelt und umgesetzt werden.
Ich freue mich schon auf die Langzeittests und die daraus gewonnenen Ergebnisse :thumbsup: .
Für mich kommt die Elektronik nicht in Betracht, da bleib ich lieber bei meiner simplen Elektromechanik.
MfG
Eppo
ein Hallo an die vorsichtigen Orschinalen und Elektronikerfreunde,
sehe ich das richtig, dass kahlos Transistor-Projekt eine Weichenstellung bekommen könnte?
Für die Orschinalen endet die Schiene Transistormodul, falls es keine NOS-Kontakte gibt :( ....
... aber ich hoffe auf die andere Schienenrichtung, die Weiterentwicklung zu einer kontaktlosen Zündung mit evtl. wählbaren Kennlinien?
-----> 2026 :)
Grüsse tom27
Zitat von: tom27 am 15 Dezember 2024, 14:09:35-----> 2026 :)
Vielleicht 2027 ;D . Glaub ich aber noch nicht. Das ist was anderes als ein popeliger Regler.
Grüsse,
Kahlo.
Zitat von: tom27 am 15 Dezember 2024, 14:09:35ein Hallo an die vorsichtigen Orschinalen und Elektronikerfreunde,
sehe ich das richtig, dass kahlos Transistor-Projekt eine Weichenstellung bekommen könnte?
Für die Orschinalen endet die Schiene Transistormodul, falls es keine NOS-Kontakte gibt :( ....
... aber ich hoffe auf die andere Schienenrichtung, die Weiterentwicklung zu einer kontaktlosen Zündung mit evtl. wählbaren Kennlinien?
-----> 2026 :)
Grüsse tom27
Alle kontaktlosen Zündungen haben doch wählbare Kennlinien, egal ob Markus Zündung, Ulis, Sachse oder wie sie alle heißen. Oder was meinst du jetzt?
Hallo zusammen
Der Einbau einer elektronischen Zündung wäre viel einfacher, wenn wir statt der Lima ein magnetisches Schwungrad an unseren Einzylindermotoren hätten. Tatsächlich gibt es für Motoren in der Landwirtschaft (Rasenmäher, Motorhacken...) anpassbare Module, die die Konktakte ersetzen und nur 12 € kosten!
Jean-Claude
https://www.pro-motoculture.com/module-d-allumage-electronique-remplace-rupteur-et-condensateur-c2x20006635
Zitat von: CHAMBONDU am 16 Dezember 2024, 05:25:25Hallo zusammen
Der Einbau einer elektronischen Zündung wäre viel einfacher, wenn wir statt der Lima ein magnetisches Schwungrad an unseren Einzylindermotoren hätten. Tatsächlich gibt es für Motoren in der Landwirtschaft (Rasenmäher, Motorhacken...) anpassbare Module, die die Konktakte ersetzen und nur 12 € kosten!
Jean-Claude
https://www.pro-motoculture.com/module-d-allumage-electronique-remplace-rupteur-et-condensateur-c2x20006635
machen diese Module auch die drehzahlabhängige Frühverstellung?
Nein, die erkennen den Zeitpunkt, wenn der Magnet an der Spule ist und schalten dann. Dieser Zündchip ersetzt Kondensator und Kontakt.
Zudem haben die erwähnten Motoren auch KEINE Lichtmaschine, die die Batterie lädt.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Zitat von: Einzylindär am 16 Dezember 2024, 08:49:22Nein, die erkennen den Zeitpunkt, wenn der Magnet an der Spule ist und schalten dann. Dieser Zündchip ersetzt Kondensator und Kontakt.
Zudem haben die erwähnten Motoren auch KEINE Lichtmaschine, die die Batterie lädt.
Gruß
Stefan, der Einzylindär
wie wird denn ein Kondensator ersetzt?
Ist der dann da mit drin?
Muss wohl...Anbei ein Link, wo steht, dass er Kontakt und Kondensator ersetzt.
https://shop.saegenspezi.de/el-Zuendchip-zwei-Anschluesse-passend-fuer-Stihl-009-010-011-012-015
Gruß
Stefan, der Einzylindär
Günstig + interessant !
Es gibt da auch für 21E den "Zündchip für Moped oder größere Zweitaktmotoren elektronische Zündung". Dann braucht es nur noch den Initiator (RotorMagnet) und den / die Hinfummel-Adapter. Dieser schaltet übrigens offenbar über Masse.
https://shop.saegenspezi.de/Zuendchip-fuer-Moped-oder-groessere-Zweitaktmotoren-elektronische-Zuendung
ZitatAchtung: Chip nicht geeignet für Modell Vespa, Herkules, Solo, Vicky, Agria, NSU Quickly, Zündapp, Puch und Kreidler!
Hmm, also für fast alle gängigen Mopeds nix :auslach:
Guten Tag an die Elektronikfreunde,
natürlich ist mir der Abschied vom Kontakt nicht mal eben passiert.
Aber nach vielen Korrekturen am Zündzeitpunkt, muckenden Kondensatoren, verbrannter Haut (R27) und anderem Zündzeitpunkten für getunte Motoren habe ich einige von Amir genannten Zündsystemen ausprobiert.
Demnächst versuche ich die EZA-4 Lumen auf der KW meiner R37 anzupassen. Die Spreizung des ZZP kann über den Poti verändert werden - also z.B. auch auf 38 grad vor OT als Frühzündungspunkt.
Wer Geld investieren möchte kann auch dort eine Orientierung bekommen:
https://www.silent-hektik.de/BMW_LiMa_mit_Zuendung.htm
Wer selbst konstruieren und programmieren möchte greift sicherlich zur Ignitech.
Aber ich kann warten... auf die gute und ausprobierte Lösung von kahlo :)
Grüsse tom27
Der Chip eines Zweitaktmotors könnte für einen BMW-Einzylinder geeignet sein, da es außer beim R27 eine Zündung pro Umdrehung gibt. Allerdings darf das magnetische Schwungrad nicht aus Eisen oder Gusseisen sein, damit es funktioniert.
Jean-Claude
Die vollelektronischen Zündungen auf dem Markt für unsere BMW's sind sicherlich gut, wenn sie zuverlässig ihren Dienst tun. Viel kleiner und einfacher geht es wahrscheinlich nicht.
Ich hab lange überlegt, ob die kontaktgesteuerte elektronische Zündung überhaupt einen Sinn hat. Mit einem guten Kondensator und guten Kontakten fährt man schliesslich auch sehr weit und zuverlässig. Überzeugt hat mich schliesslich ein Ersatzteilkauf... Ich fahre immer noch mit der Originalzündspule und wollte zur Sicherheit eine auf Lager legen. Also bei Rabenbauer bestellt und bekommen.
Und vermessen. Der Widerstand der Primärwicklung ist mit 1,5 Ohm weniger als halb so gross wie bei der Originalspule. Das bedeutet, dass die Spule 4A und mehr zieht (statt 2A im Original), was besonders bei Startversuchen zur sehr schnellen Entleerung der Batterie führt. Und auch der Kondensator und die Kontakte sind nicht sehr glücklich mit der doppelten Belastung. Das ist ein starkes Argument für ein wenig Elektronik, die den Zündstrom übernimmt und nach 2s bei stehendem Motor abschaltet.
Man könnte sich auch fragen, warum die neuen Zündspulen nicht der Spezifikation entsprechen :oberlehrer: .
Grüsse,
Kahlo.
Hallo Kahlo
Der Widerstand der Grundierung von 6-V-Zündspulen, den ich gemessen habe, schwankt zwischen 1,2 und 1,6 Ohms. Im Gegensatz dazu hatte ich eine Honda XF-250-A 6V-Zündspule ausprobiert und der Widerstand des Primers betrug 3,5 Ohms.
Jean-Claude
Rabenbauer soll seine Spulen von hier beziehe.
https://www.roland-dankerl.de/indexzuend.html
Manfred
Ja die habe ich auch. Dankert vom Rabenbauer. Bis jetzt null Probleme. Auch keine leere Batterie, obschon das so eine kleine 4Ah ist.
Alles gut und schön. Trotzdem hat sie 1,5 Ohm statt original über 3 Ohm, was den Zündstrom verdoppelt und die Kontakte verschleisst.
Das nächste mal werde ich mal nachmessen. Meine ist auch schon etliche Jahre alt.
Meine Urland äh Uralt Zündspule aus Reserve von UliS ca 2004 - habe ich so nicht erwartet:
Zieht an stabilisiertem Labornetzteil bei 6,3V ca. 5A. Ergibt also = ca. 1,3Ohm. Und misst und errechent so immerhin über 31 Watt.
Stromaufnahme fällt übrigens recht schnell d.h. in 10sec von 5,1 auf 4,9A ... Das schwarze Ding wird dabei aber nicht fühlbar warm.
(Ohmmeter spinnt so nah an unterum etwas == 2,1 - Nullwert +0,7 wäre ca. 1,4 Ohm)
Zitat von: Freude am 17 Dezember 2024, 21:23:37(Ohmmeter spinnt so nah an unterum etwas == 2,1 - Nullwert +0,7 wäre ca. 1,4 Ohm)
Ohmmeter haben bei Induktivitäten oft Schwierigkeiten. Es ist besser, eine definierte Spannung anzulegen, den Strom zu messen und das Ohmsche Gesetz zu bemühen.
Zitat von: Freude am 17 Dezember 2024, 21:23:37Stromaufnahme fällt übrigens recht schnell d.h. in 10sec von 5,1 auf 4,9A ... Das schwarze Ding wird dabei aber nicht fühlbar warm.
Das wird trotzdem auf die Erwärmung zurückzuführen sein. Die Primärspule ist innen, direkt auf dem Kern. Die Hochspannungswicklung aussen isoliert eine Weile.
Zitat von: Freude am 17 Dezember 2024, 21:23:37Meine Urland äh Uralt Zündspule aus Reserve von UliS ca 2004
So lange wird das schon so verkauft? :o
Guten tag zusammen
Hier ist eine Sammlung von Zündspulen, die ich ausprobiert habe. Die rechte, die mit einem roten Kreis umrandet ist, hat eine Schweißnaht an den Blechen des Magnetkreises und wird daher aufgrund der ,,Wirbelströme" sehr heiß.
Jean-Claude
Zitat von: CHAMBONDU am 18 Dezember 2024, 06:56:36Guten tag zusammen
Hier ist eine Sammlung von Zündspulen, die ich ausprobiert habe. Die rechte, die mit einem roten Kreis umrandet ist, hat eine Schweißnaht an den Blechen des Magnetkreises und wird daher aufgrund der ,,Wirbelströme" sehr heiß.
Jean-Claude
Aber Gute, die du eingebaut hast, die ist natürlich nicht zu sehen... ;D
Zitat von: strichzwojan am 18 Dezember 2024, 14:38:04Aber Gute, die du eingebaut hast, die ist natürlich nicht zu sehen... ;D
Hallo Jan
Es wird die Beru-Zündspule installiert. Die Zündspulen Lucas und JMP sind ebenfalls geeignet, allerdings müssen die beiden Anschlussdrähte vertauscht werden.
Jean-Claude
Sieht aus wie ein Sprengsatz bei Mac Gyver ;D ;D ;D
Woher kommt eigentlich die Angabe das die originale BMW Zündspulen 3 Ohm haben? Ich kann das nirgendwo finden.
Ich frage weil ich hier zwei uralte Spule habe (keine Ahnung wie alt natürlich) und beide haben primair 1,5 Ohm, sekundair 6 kOhm.
Ich habe gerade in meinem Restaurierungstagebuch geblättert, und habe die Beru ZS 215, die Jean-Pierre und ich fahren, mit 2,0 Ohm gemessen. Keine Ahnung, was "original" ist, aber das funktioniert einwandfrei. Und die Spule passt unter den Tank in den Tunnel.
Ich habe eine originale (soweit ich das beurteilen kann) in meiner R25/2 - 3,2 Ohm Primärwiderstand. Eine zweite Zündspule von einer R26 (auch original, wieder nach meinem bescheidenen Urteil) hat ebenfalls 3,2 Ohm.
Aber man kann natürlich alles anzweifeln.
Grüsse,
Kahlo.
Hallo zusammen
Ich habe den Widerstand an den Zündspulen abgelesen, die ich bei verschiedenen Lieferanten gekauft habe: Meyer:2 Ohm - F.AD.AS.A: 1,2 Ohm - Uli :1,7 Ohm - Stemler: 1,2 Ohm - Motorwoks UK: 1,5 Ohm - Beru ZS.215 : 1,8 Ohm (Achtung, es gab 3 verschiedene Referenzen für diese Beru-Zündspule, die vom Fahrzeug abhängt, für "Auto-Union"- Auto) - für Jawa CZ : 1,3 Ohm.
Jean-Claude
Es geht natürlich nicht darum dich anzuzweifeln Kahlo, es geht darum mal die echt richtige Zahlen zu bekommen. Und natürlich ist eine 3 Ohm Zundspule der auch noch genug Funkenergie abgibt besser als eine mit 1.5 Ohm.
Aber woher nehmen? Die 1.5 Ohm ist anscheinend schon seit lange Zeit gang und gabe (siehe meine 2 uralte Zundspule). Ganz praktisch, was mussen wir heute mit diese Wissenschaft? Herr Dankerl anschreiben?
Wer innenliegend hat und original innenliegend weiterfahren will, der tut das einfach.
Wer eine R27 hat oder eine auf außenliegend umgebaute Zündspulenposition, der freut sich, dass die Wärme besser abgeführt wird.
Diese Komprimierung der gesamten Motor-Elektrik in der kleinen Noris-Lima mag produktionstechnisch Vorteile haben, auf den ersten Blick auch elegant wirken, aber im Betrieb hat sich nicht umsonst - auch im Sportbereich - die außenliegende Lösung durchgesetzt.
An der 25/2 passt mein Vape-Regler und die Beru ZS 215 übrigens sehr schön unter den Tank in den Tunnel und ist beinahe unsichtbar.
Gruß, Jan
Dann werde ich meine alte Zündspule nicht so schnell kaputtmachen ;D . Offensichtlich gibt es seit Jahren keinen wirklich originalgetreuen Ersatz. Es ist schon ein Unterschied: statt 2A fliessen 4A, statt 12W sind es derer 24, die die Zündspule aufheizen (im Stand, während der Fahrt wird es weniger, aber auch immer doppelt so viel). Die Kontakte müssen den doppelten Strom aushalten, ebenso der Kondensator. Die Spannungsspitzen über den Kondensator sind bedeutend höher, der Funkenflug an den Kontakten ebenfalls. Auch für die Batterie sind 4A kein Pappenstiel, das geht nur kurze Zeit.
Der Test meiner elektronischen Zündung in der R25/2 wird dann auch nicht allgemein aussagekräftig und sie bleibt damit wohl ein Einzelstück...
Grüsse,
Kahlo.
Vieleicht kann @Hansdampf was zum Widerstandswert sagen. Wenn es einer weiss dann wohl er.
Gruss
Zitat von: kahlo am 19 Dezember 2024, 15:46:41Dann werde ich meine alte Zündspule nicht so schnell kaputtmachen ;D . Offensichtlich gibt es seit Jahren keinen wirklich originalgetreuen Ersatz. Es ist schon ein Unterschied: statt 2A fliessen 4A, statt 12W sind es derer 24, die die Zündspule aufheizen (im Stand, während der Fahrt wird es weniger, aber auch immer doppelt so viel). Die Kontakte müssen den doppelten Strom aushalten, ebenso der Kondensator. Die Spannungsspitzen über den Kondensator sind bedeutend höher, der Funkenflug an den Kontakten ebenfalls. Auch für die Batterie sind 4A kein Pappenstiel, das geht nur kurze Zeit.
Der Test meiner elektronischen Zündung in der R25/2 wird dann auch nicht allgemein aussagekräftig und sie bleibt damit wohl ein Einzelstück...
Grüsse,
Kahlo.
Alle Wege führen zur VAPE ;D ;D :auslach: :auslach:
Isso
Hallo zusammen
Es ist wichtig, dass die Elektroden nicht zu weit von der Zündkerze entfernt sind, denn je größer der Abstand ist, desto höher ist die Spannung an den Unterbrecherkontakten und auch am Kondensator. Aus diesem Grund hatte ich einen ,,Wima"-Kondensator geplatzt, indem ich einen Abstand von 2 mm zwischen den Elektroden geschaffen hatte, als ich einen Versuch auf dem Tisch in meiner Werkstatt machte. Die Spannung kann dann über 500 V betragen.
Jean-Claude
Bei 20W50 sollte das nicht passieren ;D ;D
Wenn widernatürliche Betriebsbedingungen und zu knappe Reserven zusammenkommen, dann passiert sowas. Ich fahre den größten WIMA MKP, der sich noch unterbringen lässt. Er verträgt 1600 V Gleichstrom und 650 Volt Wechselstrom.
Zitat von: strichzwojan am 20 Dezember 2024, 13:06:06Wenn widernatürliche Betriebsbedingungen und zu knappe Reserven zusammenkommen, dann passiert sowas. Ich fahre den größten WIMA MKP, der sich noch unterbringen lässt. Er verträgt 1600 V Gleichstrom und 650 Volt Wechselstrom.
Die 1600V sagen nix über den Strom aus.
Ich denke das Du dich da verschrieben hast.
Und jetzt?
Zitat von: Kees am 19 Dezember 2024, 07:56:32Es geht natürlich nicht darum dich anzuzweifeln Kahlo, es geht darum mal die echt richtige Zahlen zu bekommen. Und natürlich ist eine 3 Ohm Zundspule der auch noch genug Funkenergie abgibt besser als eine mit 1.5 Ohm.
Ja, ist schon klar. Inzwischen zweifle ich an mir selbst :hit: . Alte Quellen gibt es anscheinend nicht.
im Inter-Nett findet man immer wieder bei Abfrage "6v Zündspule Ohm" den Wert 1,2 - ... 3 Ohm z.B.
https://forum.cvc-club.de/topic/2775/diagnose-widerstand-6v-zuendspule/
Zitat von: kahlo am 20 Dezember 2024, 15:31:28Ja, ist schon klar. Inzwischen zweifle ich an mir selbst :hit: . Alte Quellen gibt es anscheinend nicht.
In die alte Literatur habe ich auch keine Wiederstands Angaben gefunden. Nur im Kupferwurm redet Carl Hertweck von Hochleitungsspulen die man nicht nehmen sollte. Und die hätten eine Primairstrom von 4-5 Ampere. Also, das stimmt mit die 1,5 Ohm meiner Spulen überein.
Habe mal bei unseem Experten nachgefragt. Seine Antwort
ZitatDanke. Hab schon Urlaub und kann jetzt keine Z-Spule nachmessen. Gewickelt werden sie mit 3 Lagen 0,5. Das soll dem Original entsprechen. Natürlich ginge auch dünneren Draht und mehr Windungen. Würde dann aber nicht so eine große Funkenlänge schaffen, könnte aber dennoch reichen.
Äußern kann ich mich also erst im Neuen Jahr.
Schöne Feiertage
Gerhard
Dann kommt klarheit ins Dunkel der Zündspulen
Manfred
Guten tag zusammen
Ich habe gelesen, dass, wenn eine Zündspule ein niedriges Umwandlungsverhältnis zwischen Primär- und Sekundärseite hat, dies zu einer hohen Spannung am Kondensator führt, wenn sich der Kontakt öffnet.
Jean-Claude