BMW Einzylinder-Forum

ALLES RUND UM´S THEMA OLDIE-RESTAURATION => Diverses => Thema gestartet von: Manfred S am 10 April 2013, 14:02:54

Umfrage
Frage: Reifenventilabriss
Antwort 1: mir ist noch nie ein Reifenventil abgerissen Stimmen: 17
Antwort 2: ich hatte einen Ventilabriss mit nach unten gedrehter Schraube (zur Felge) Stimmen: 4
Antwort 3: ich hatte einen Ventilabriss mit nach oben gedrehter Schraube (zur Kappe) Stimmen: 0
Antwort 4: ch hatte einen Ventilabriss mit Ventil ohne Schraube Stimmen: 1
Titel: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Manfred S am 10 April 2013, 14:02:54
Hallo zusammen,
habe soeben den als Bild angefügten Beitrag zum Thema
Rändelmutter oben/unten bei Schlauchventilen gelesen. Habe meine bisher immer runtergeschraubt bis zur Felge.
Wie macht ihr dass? Ist dass wirklich sinnhaftig was in der Zeitung geschrieben wird?  :Frage:

Beste Grüße
Manfred
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Heiko am 10 April 2013, 14:47:06
Hi,

ja ist es. Manchmal kann man ruhig glauben was in der OM steht. Die Mutter wird nur bei der Montage des Schlauches gegen die Felge geschraubt, danach gegen die Ventilkappe. Nicht um die Ventilkappe zu sichern, sondern um eine Kontrolle zu haben, ob sich der Schlauch auf der Felge verdreht hat. Passiert gerne bei zu niedrigem Reifendruck besonders am Hinterrad.


Heiko
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: burghard am 10 April 2013, 15:57:30
wenn man die Mutter bis auf die Felge schraubt läuft man auch in Gefahr das Ventil auszureissen, wenn der Schlauch nur geringfügig wandert....
Beim Fahrrad übrigens das gleiche !
Mutter nur für die Montage !

Burghard
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: CarlBorgward am 10 April 2013, 17:00:50
hab die Mutter bis jetzt auch immer gegen die Felge gedreht...

Werde ich sofort heute abend ändern... man lernt halt immer wieder dazu.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: professor buxus am 10 April 2013, 22:45:12
Wenn´s nicht logisch klingen würde, würde ich sagen,
es liegt daran, dass es die April-Ausgabe ist.   ::)

Dann sollte man auch mal die Reifenfritzen aufklären,
Euromaster, Reifen.com und wie die alle heißen.
Die machen´s dann nämlich auch verkehrt.

Boa-eh: Morgen läuft das halbe Forum in die Garage
und schraubt die Rändelmutter ab.   ;D

Gruß Buxus (leicht irritiert)

Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Fastnachter am 10 April 2013, 22:54:19
Buxus das ist kein Scherz, 1.4. ist rum...

Gruß

Jan (die Mutter auch nicht gegen die Felge)
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf.soler am 11 April 2013, 00:01:21
kann ich nur bestätigen. Ventil ausgerissen bei zu niedrigem Reifendruck (OK selber schuld) mit der R50. Tolles Gefühl, sofort platt bei 50 km/h zum Glück nur. Die Rändelmutter gehört NICHT auf die Felge, auch wenns alle falsch machen...ich lass die irgendwo in der Mitte stehen, sodass der Kompressorschlauch draufgeht und die Mutter mind. 1 cm von der Felge weg ist.Man kann sie grad so gut ;D rausnehmen, aber ich hab sie ja bezahlt  ;D
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: bipa3 am 11 April 2013, 08:12:47
Wurde schon x-mal geschrieben und erzählt.  Nur keiner macht es so. Habe vor einiger Zeit mal meinen Reifenfiritzen danach gefragt. Der hat es auch falsch gemacht.
Gruß
Wolfgang
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Stefan am 11 April 2013, 08:34:46
Zitat von: professor buxus am 10 April 2013, 22:45:12
Dann sollte man auch mal die Reifenfritzen aufklären,
Euromaster, Reifen.com und wie die alle heißen.
Die machen´s dann nämlich auch verkehrt.

Sind ja auch keine Fachleute.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Manfred S am 11 April 2013, 08:38:28
Danke für eure Antworten,
dann werde ich dass heute Abend mal machen.
Aber bei Regenfahrten dringt leichter Wasser in den Reifen ein und führt
zu Korrosion, oder?  8)

Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: schraubenkoenig am 11 April 2013, 08:49:20
Da dringt nicht mehr Wasser ein als so auch...

Beim Fahrrad lasse ich die Mutter normal weg, damit ich sehe wenn der Schlauch wandert (dann kippt das Ventil).

Allerdings habe ich noch nie ein Ventil abgerisssen- bei keinem Fzg...
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: 2solingen am 11 April 2013, 09:04:37
Zitat von: bipa3 am 11 April 2013, 08:12:47
Wurde schon x-mal geschrieben und erzählt.  Nur keiner macht es so. Habe vor einiger Zeit mal meinen Reifenfiritzen danach gefragt. Der hat es auch falsch gemacht.
Gruß
Wolfgang

Ehrenrettung für Reifenfritzen: Meiner dreht die Mutter immer hoch und hat mich extra drauf hingewiesen.


Gruß aus Solingen
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: professor buxus am 11 April 2013, 09:32:51
Zitat von: Stefan am 11 April 2013, 08:34:46
Sind ja auch keine Fachleute.
;D
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: krauthahn am 13 April 2013, 01:30:43
Ja und was macht man, wenn das Ventil schiefgezogen wurde ?
Reifen runter und Schlauch ausrichten ?
Luft ablassen und Ventil mit Gewalt zurückkippen ?

Gruß
krauthahn
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: BamBam am 13 April 2013, 08:46:54
Den Mantel auf einer Seite runter und den Schlauch richten.

Beim Fahrrad ist es denk ich mal Schnuppe es sei den man ist wirklich extrem damit unterwegs und bremst damit übelst.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Karl am 13 April 2013, 12:52:16
Zitat von: BamBam am 13 April 2013, 08:46:54
Den Mantel auf einer Seite runter und den Schlauch richten.

Beim Fahrrad ist es denk ich mal Schnuppe es sei den man ist wirklich extrem damit unterwegs und bremst damit übelst.


Mist - das steht mir auch noch bevor ... :(
Mal schauen ob ich meine Maschine bis Edersee fertig bekomme. Is noch so Einiges zu tun...
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf am 13 April 2013, 23:44:32
Zitat von: krauthahn am 13 April 2013, 01:30:43
Ja und was macht man, wenn das Ventil schiefgezogen wurde ?
Reifen runter und Schlauch ausrichten ?
Luft ablassen und Ventil mit Gewalt zurückkippen ?

Gruß
krauthahn

1.
das Ganze war hier im Forum schón div mal Thema
2.
Meistens genügt Luft ab und am Mantel drehen (so ist es ja auch passiert...das mit dem schiefen Ventil).
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: schraubenkoenig am 15 April 2013, 07:22:20
Zitat von: BamBam am 13 April 2013, 08:46:54
Den Mantel auf einer Seite runter und den Schlauch richten.

Beim Fahrrad ist es denk ich mal Schnuppe es sei den man ist wirklich extrem damit unterwegs und bremst damit übelst.

Trifft bei mir beides zu...

Außerdem hab ich ne bessere Bremsanlage am Fahrrad als an der Strichdrei...   :juhuu:
Da kriegt man den Schlauch schon verdreht wennz schlecht leuffft.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: klaus wg am 15 Mai 2013, 19:40:53
Das Thema hatte ich aufmerksam gelesen und, wenn man die Suche bemüht sieht man, dass es schon öfter behandelt wurde.

Schaut man dann noch ins Netz, so sieht man, dass die Frage zum Festdrehen der Ventilmutter seit Jahren die Lager spaltet.

Ehrlich gesagt: ich habe auch seit jeher die Mutter zur Felge hin gekontert, selbst meine Kreidler wurde 1976 genauso ab Werk ausgeliefert. Ventilabrisse seither: keine. Zu wenig Luftdruck im Reifen: nie.

Aber was ist nun wirklich richtig: sind seit jeher geschätzt 90% aller Händler und Motorradfahrer so auf der falschen Schiene?

Warum schreibe ich das jetzt? Die Frage ließ mir, nachdem es hier wieder behandelt wurde, keine Ruhe (grübel grübel).
Ich bin zur Garage gewackelt und habe (zugegeben widerwillig) die Kontermuttern vom Felgenrand weggedreht.
Zufriedener war ich danach nicht.
Ich will nun auch hier keine Überzeugungsarbeit leisten, sondern einen anderen Ansatz wählen.
Ich begab mich mal auf die Suche in zeitgenössischer Literatur.

Folgendes fand ich, vielleicht lässt sich die Liste ergänzen:

Hertweck, "Besser machen":

Seite 116 führt ausgerissene Reifenventile wegen wandernder Reifen fast ausnahmslos auf zu niedrigen Luftdruck zurück. Aussagen zur Kontermutter finde ich nicht. Erstaunlich, da dem Aspekt des wandernden Reifens fast eine ganze Seite gewidmet wird.


Trzebiatowsky, "Motorräder, Motorroller, Mopeds...":

S. 597: "Die wesentlichen Teile sind der Ventilkörper, der am Schlauch befestigt ist, und der Ventileinsatz, der in den Ventilkörper eingeschraubt ist. Zum Schutz dient eine abnehmbare Staubkappe. Mit dem Festschrauben der Felgenmutter wird der feste Sitz der Bereifung unterstützt."

S. 607: " Ist der Reifen aufgezogen, wird er am ganzen Umfang durch Abklopfen auf richtigen Sitz geprüft. Das Ventil muss geradestehen und sich leicht eindrücken lassen und wieder vorschnellen können. Danach wird der Reifen nach Vorschrift aufgepumpt, die Ventilmutter festgeschraubt und die Verschlusskappe aufgesetzt."


Hmmmm, das waren noch nicht allzu viele Quellen  :gewissen:. Mehr fand ich in meinem Literaturbestand nicht zum Thema, da die Reparaturanleitungen meiner Motorräder zwar den Ausbau des Schlauchs beschreiben, beim Einbau dann aber auf die "umgekehrte Reihenfolge" verweisen.

Gibt es denn zeitgenössische Literatur, die sich konkreter (oder besser gesagt : überhaupt) mit der Frage beschäftigt, wo sich die Kontermutter zu befinden hat?

Ganz im Ernst, frei von allen Glaubensfragen würde mich das wohl interessieren.

k.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: cledrera am 15 Mai 2013, 21:05:48
Mit Literatur kann ich nicht helfen.
Aber beachte bitte, das damals mit erheblich weniger Luftdruck gefahren wurde. Und... noch nie wurde ein Reifen mit der Kontermutter des Ventils festgezogen.
Davon ab: Kaputten Schlauch wegen zuwenig Luftdruck und runtergeschraubter Mutter hatte ich schon.

Clemens
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: mekgyver am 15 Mai 2013, 22:31:42
Bestimmt seit 30 Jahren habe ich diese Ventilrohrmutter gegen die Felge gekontert, bis
ich mal mit Vaseline einen Reifen aufgezogen habe.
Vaseline trocknet nicht ab, wie die profimäßigen Reifenmontagemittel.
So hat's mir den Schlauch unbemerkt vom Ventilrohr abgerissen, klar weit weg von zu hause, fast im Dänemark  ::)
Das hatte die gleiche Wirkung wie zu wenig Druck im Schlauch, er ist gewandert.

Wenn man nun diese Mutter gegen die Ventilkappe schraubt, hat man einen "Positionsanzeiger" für den Schlauch,
weil die Mutter jetzt nicht mehr dieses Ventilrohr in seiner Position festklemmt.
Das ist ein Vorteil.

Diese Mutter ist also nur ein Montagehilfsmittel, danach könnte man sie einfach weglassen,
so hat sie eben ihre letzte Berechtigung in der Sicherung der Ventilkappe  :)

Gruß mek  :schrauber: :bike: :prost:
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: schraubenkoenig am 16 Mai 2013, 09:17:55
Wenn der Schlauch oder Reifen wandert, geht der Ärger los... Der Schlauch soll ja nicht festgeschraubt werden, er soll einzig durch die Reibung zum Reifen bzw der Felge fixiert bleiben. Somit sollte es doch eigentlich ziemlich egal sein wo die Kontermutter ist.  Höchstens beim Aufpumpen ist es hilfreich, wenn sie an der Felge aufliegt, weil man dann mit dem Pumpkopf nicht das Ventil in die Felge drückt.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: cledrera am 16 Mai 2013, 10:21:10
ZitatSomit sollte es doch eigentlich ziemlich egal sein wo die Kontermutter ist.

Eben nicht.
Wenn der Schlauch im Mantel anfängt zu wandern und dabei durch die Kontermutter gehindert wird,
spannt sich das Schlauchgummi. Es scheuert sich durch oder reißt dann an der Ventilöffnung der Felge.
Wie gesagt, hatte ich und genau da.
Nicht witzig und kaum flickbar.

Clemens
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: BenW am 16 Mai 2013, 14:45:52
Na, da schauen wir doch mal, was ein grosser Hersteller von Schläuchen und Reifen so dazu zu sagen hat:

ZitatSehr geehrter Herr XXX,
vielen dank für Ihre Anfrage.

Ventilmutter (Schlauchreifen)
Die Ventilmutter ist nur eine Montagehilfe.
Sie wird gegen die Ventilkappe gedreht, um sie zu kontern.

Diese Information kann auf der Internetseite, im Downloadbereich
Technisches Handbuch Seite 177 nachgelesen werden.

Mit freundlichen Grüßen
XXXXX
___________________________________________________
Motorrad / Motorcycle

Continental Reifen Deutschland GmbH
Werk Korbach
Continentalstr. 3-5
D-34497 Korbach

Das erwähnte Technische Handbuch findet sich unter
http://www.conti-online.com/generator/www/de/de/continental/motorrad/themen/download/handbuch_uv.pdf

Die Anfrage wurde übrigens in weniger als 24 Stunden beantwortet!

Grüsse,
BenW



Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Stefan am 16 Mai 2013, 17:09:51
Nur: Wer nicht merkt, daß er mit zu wenig Luft im Reifen herumeiert, der bemerkt erst recht nicht das schief sitzende Ventil. Daher ist die Position der Mutter egal.

Gruß
Stefan
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf am 16 Mai 2013, 18:07:16
Stefan...mit Verlaub: Unsinn
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Stefan am 16 Mai 2013, 18:45:31
Ist der nicht letztes Jahr gestorben?
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: professor buxus am 16 Mai 2013, 20:24:36
Hi,

ob die Frau oder der Herr Unsinn letztes Jahr gestorben ist, weiss ich auch nicht!   ???
Aber, jetzt wo der Thread wieder da ist: ich bin als "folgsamer Forianer" gleich in die
Garage gewetzt und habe alle Ventilmuttern auf "Halbmast" gesetzt.
Und siehe da: Bei der R 60 ist vorne das Ventil deutlich (sehr deutlich) schief.  :o
Hat halt ne gute Bremse!
Da war ich platt (nicht der Reifen)!

Gruß Buxus
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf.soler am 17 Mai 2013, 00:03:13
Zitat von: klaus wg am 15 Mai 2013, 19:40:53
Aber was ist nun wirklich richtig: sind seit jeher geschätzt 90% aller Händler und Motorradfahrer so auf der falschen Schiene?
Ja. Wundert Dich das ?
Wir Mediziner haben z.B. bis vor 20-30 Jahren Menisken rausoperiert, Sprunggelenkbänder genäht, Kinder in Beinschienenapparate gesteckt (siehe Forrest Gump); der Wald ist vor 30 Jahren gestorben usw. usf. - wenn schon die Wissenschaftler Jahrzehntelang etwas falsch machen, warum nicht die Reifenhändler ? Motorradfahrer sind auch nicht besser: haben wir nicht neue Kolben über 10000 km eigefahren, Ventile auf bleifrei umgebaut usw usf ?
Zitat von: cledrera am 15 Mai 2013, 21:05:48
Davon ab: Kaputten Schlauch wegen zuwenig Luftdruck und runtergeschraubter Mutter hatte ich schon.
Ich auch.
Richtig ist: der Schlauch verdreht sich nur wenn der Luftdruck zu niedrig ist. Aber wer ist noch nie mit zu niedrigem Luftdruck gefahren ? (ausser klaus  :) )
Wie mek sagt:
Zitat von: mekgyver am 15 Mai 2013, 22:31:42
Wenn man nun diese Mutter gegen die Ventilkappe schraubt, hat man einen "Positionsanzeiger" für den Schlauch,
weil die Mutter jetzt nicht mehr dieses Ventilrohr in seiner Position festklemmt.
Das ist ein Vorteil.
Zitat von: professor buxus am 16 Mai 2013, 20:24:36
Und siehe da: Bei der R 60 ist vorne das Ventil deutlich (sehr deutlich) schief.  :o
siehst Du, wärst noch ein paar mal oder vielleicht auch nur einmal mit zuwenig Druck im Schlauch gefahren, dann wär er platt, und zwar plötzlich.
Ich schau mir die ventile immer mal ab und zu an
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: schraubenkoenig am 17 Mai 2013, 06:53:43
Zitat von: cledrera am 16 Mai 2013, 10:21:10
Eben nicht.
Wenn der Schlauch im Mantel anfängt zu wandern und dabei durch die Kontermutter gehindert wird,
spannt sich das Schlauchgummi. Es scheuert sich durch oder reißt dann an der Ventilöffnung der Felge.
Wie gesagt, hatte ich und genau da.
Nicht witzig und kaum flickbar.

Clemens

Gut und ohne Mutter?  das Ventil kippt soweit bis es sich in der Bohrung verkantet- ist dann auch blockiert und reißt dann ab...
Der einzige Vorteil ist, daß man sieht, daß etwas nicht stimmt bevor das Ventil abreißt... Falls man ab und an danach schaut. (wie auch nach dem Reifendruck- damit das Ventil eben möglichst nicht wandert...)



Oder zieht es sich ins Felgenbett und der Schlauch dreht wohin er will? Aufpumpen wird dann etwas schwierig, weil man ja nie weiß wo das Ventil ist :juhuu:
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Stefan am 17 Mai 2013, 12:19:21
Zitat von: professor buxus am 16 Mai 2013, 20:24:36
Hat halt ne gute Bremse!

Buxus...mit Verlaub: Unsinn

Das darf nicht sein, Du mußt etwas für erhöhte Reibung zwischen Felge und Reifen tun, denn selbst eine Moto-GP-Bremse verdreht den Reifen nicht gegen die Felge. Sind die Felgen lackiert oder die Refien mit Vaseline aufgezogen worden?

Gruß
Stefan
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf.soler am 17 Mai 2013, 12:25:48
Zitat von: Stefan am 17 Mai 2013, 12:19:21
selbst eine Moto-GP-Bremse verdreht den Reifen nicht gegen die Felge.Gruß
doch, bei 0,5 bar Reifendruck  :)genügt sogar eine Trommelbremse
Wie gesagt: immer schön pumpen, Ventile ab und ansehen, dann passiert das alles nicht.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf.soler am 17 Mai 2013, 17:06:11
Idee  :juhuu:
Da es keine Literatur/Daten/Statistiken gibt, machen wirs doch selber: eine UMFRAGE
siehe oben...habe leider Schraube statt Mutter geschrieben und kanns nicht mehr ändern - ihr wisst was ich meine....
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: professor buxus am 17 Mai 2013, 19:01:54
Zitat von: Stefan am 17 Mai 2013, 12:19:21
Buxus...mit Verlaub: Unsinn

Hi,

die Aussage mit der "guten Bremse" sollte den Vorgang nicht verniedlichen.
So war das nicht gemeint.
Eher so: Das es mit einer schwächeren Bremse eher nicht passiert wäre.
Aber Du hast natürlich Recht, sowas darf gar nicht vorkommen.
Der Reifen wurde von "Reifen.com" montiert, und das macht mich schon recht sauer!
Ich weis nicht was die für´n Schmiermittel (und welche Mengen) genommen haben.
Die Rändelmutter am Ventil war ja auch festgeknallt.
Spezialisten halt.
Wenn man wegen sowas auf die Fres... fällt hört der Spaß ja wohl auf.
Die Felge ist übrigens verchromt.
Nach diesem Thread habe ich meine Luftdruckpilosphie auch geändert.
Früher bin ich gerne etwas "weicher" gefahren. Ist jetzt Vergangenheit.

Gruß Buxus

Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Rütz am 17 Mai 2013, 19:38:59
Zitat von: rolf.soler am 17 Mai 2013, 17:06:11
machen wirs doch selber: eine UMFRAGE
Hmm... ;D ich habe mein Leben lang die Mutter weder gegen die Felge noch gegen die Kappe gedreht, sondern dazwischen "baumeln" lassen. ...noch vom Vatter so gelernt...
Es hat aber genauso auch sehr oft auf den Packungen/Beipackzetteln von Michelin- und Conti- Schläuchen gestanden.
Im Jahr 2008 gab es dazu sogar noch eine Bildanleitung auf der Michelin-Homepage.
Hatte damals einen Link drauf gesetzt, der jetzt leider tot ist:
http://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=4561.msg49384#msg49384

Später hatten sowohl Michelin als auch Conti vorübergehend Schläuche mit zwei Flachmuttern und der Anweisung, sie auf halber Strecke zwischen Felge und Kappe zu kontern. Diese Muttern "vererbe" ich seitdem auf neue Schläuche.
Richtig montiert sind sie auch sehr praktisch zur "Luftdruck-Schnellkontrolle nach Rolf (http://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=10156.msg135945#msg135945)".

...bei der Umfrage habe ich mich daher für 4. entschieden. :-\\ ;)
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf.soler am 17 Mai 2013, 20:13:39
Hallo Rütz
Gehört am ehesten in die Gruppe der Muttern "oben", gegen Kappe -, oder ""keine Mutter" wichtig ist wohl ob an der Felge oder nicht an der Felge (ob oben, Mitte oder fehlend)
Bist Du also der eine in dieser Gruppe 4 ? d.h. Du hattest trotzdem einen Ventilabriss ?

P.S. ganz ehrlich? meine Mutter ist auch in der Mitte...einfach nie unten seit dem Abriss, aber ich kontrolliere / pumpe auch fleissiger als zuvor
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: klaus wg am 20 Mai 2013, 12:09:46
Zitat von: cledrera am 15 Mai 2013, 21:05:48
Mit Literatur kann ich nicht helfen.
Aber beachte bitte, das damals mit erheblich weniger Luftdruck gefahren wurde. Und... noch nie wurde ein Reifen mit der Kontermutter des Ventils festgezogen.
Davon ab: Kaputten Schlauch wegen zuwenig Luftdruck und runtergeschraubter Mutter hatte ich schon.

Clemens

Das habe ich nun nicht in Gänze bverstanden, Clemens: Warum wurde damals, sagen wir um 1960, mit weniger Luft gefahren? Ich fülle in meine Moppedreifen das, was die OriginalBA ausweist (ok, meist etwas mehr, da ich mehr als der 50er Jahre-Standardfahrer wiege  ;)  ), d.h. auch heute bei der R50 das, was 1955 daselbst vom Werk angegeben wurde.

@rolf.soler: Hallo rolf, das ist gut zu wissen, was Ihr Ärzte so alles getrieben habt (und noch treibt?  ;D . Ich weiß schon, warum ich so selten...).

Aber im Ernst: wenn ich die Beiträge richtig zusammenfasse, drängt sich mir folgende Lesart auf:

1.) Über ungezählte Jahre wurde die Kontermutter ab Werk, von Reifenhändlern und von Fahrern gegen die Felge geschraubt.

2.) Eine gegen die Felge geschraubte Kontermutter kann aber, wenn der Reifen wandert, was er zumeist bei zu wenig Luft tut, zum Ventilabriss und damit zum schweren Sturz führen.

3.) Aus dieser Erkenntnis heraus haben Hersteller, Händler und Fahrer dazu gelernt, und die Kontermutter wird HEUTZUTAGE sinnvollerweise nicht mehr gegen die Felge geschraubt. Man hat sich quasi einen Schnellindikator geschaffen, um eine verdrehte Reifen-/ Schlauchkombination rasch zu erkennen.

4.) Variante 1 hält sich hartnäckig, da es eben über Jahre hinweg so praktiziert wurde.


Letzteres auch der Grund für meine Frage im letzten Beitrag, wie denn zeitgenössische Literatur (damit meinte ich Publikationen, die etwa zum Baujahr unserer Moppeds verfasst wurde ) mit dem Thema umging.

Da ein wenig über meine Einlassung geschmunzelt wurde, selbst immer mit dem richtigen Luftdruck zu fahren:
leider (oder vielleicht ja: Gott sei Dank) lassen mir "moderne" Schläuche aus heutiger Fernostproduktion nicht mehr die Entscheidungsfreiheit, den Luftdruck nur alle paar Wochen zu kontrollieren. Ich wechsele mit jedem Reifenwechsel auch den Schlauch auf "neu", jedoch: Die früheren Schläuche waren "dichter" (dickeres Material? Das Thema hatten wir schonmal).
Insofern kontrolliere ich den Reifendruck wöchentlich.
Beim kürzlich dann nach Lektüre dieses Beitrags erfolgten Lösen "meiner" Ventilkontermuttern zuckte denn auch kein einziges Ventil in Richtung schräg.

k.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: cledrera am 20 Mai 2013, 12:25:31
Klaus,
folgende Daten zu dem Reifendruck solo aus dem Betriebshandbuch der R25/3:

Vorne: 1,5 atü (umgerechnet: 2,5 bar)
Hinten: 1,6 atü (umgerechnet: 2,6 bar)

Du hast also soweit Recht. War falsch, was ich geschrieben habe.

Clemens

Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: mekgyver am 20 Mai 2013, 12:41:21
Zitat von: cle

Vorne: 1,5 atü (umgerechnet: 2,5 bar)
Hinten: 1,6 atü (umgerechnet: 2,6 bar)

..... War (ist) falsch, was ich geschrieben habe.

Clemens

Holla-di-Höh   ;)
Einem echten "Ironbutt" kann's gar nicht hart genug sein  ;D
Du gibt dem Reifen vorne kernige 2,6bar ? ... wegen dieser Umrechnungserkenntnis ?

'n echter "Schenkelklopper"

Gruß mek  :juhuu:



Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Stefan am 20 Mai 2013, 12:47:27
Wollte ich auch gerade schreiben. Wenns so ist fährt man heute mit weniger Druck durch die Gegend. Bridgestone gibt für den BT45 i.A. 2,3/2,5 bar an, das wären nach rechts(anwalts)rheinischer Deutung 1,3/1,5 atü.

Gruß
Stefan
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: mekgyver am 20 Mai 2013, 12:55:05
Hi Stefan und Cle
habe gerade hier (http://www.einheiten-umrechnen.de/einheiten-rechner.php?typ=druck) mal geguugelt

Was ist da los ?
Also wenn ich mir ein altes Manometer anschaue mit atü-Skala, bsp von alten Kompressoren,
dann sind die Druckgrößenordnungen gleich geblieben 5 atü = 5 bar.
Hab jetzt nicht soo die Zeit mich da reinzugraben, sorry.

Vielleicht hilft das hier (http://www.umrechnung-einfach.de/Umrechnen_Druck.php)

Gruß mek  :poet:
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Rütz am 20 Mai 2013, 15:22:08
Da auch die mit "bar" (oder kp/cm²) beschrifteten Manometerskalen bei "0" und nicht bei "1" anfangen, zeigen die in echt gar keine bar an, sondern "barü". ;D
D.h.die Größe, die diese Geräte messen ist nicht Druck (P), sondern Differenzdruck (Delta-P).

(Manometerskalen mit echten bar sorgten bei Einführung des SI-Systems für so große Verwirrung, daß sie auf Betreiben des ADAC verboten werden mußten.... denke ich mal...)
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf.soler am 20 Mai 2013, 18:38:47
also kann man an den Reifendruckmessgeräten bar (Anzeige) mit atü (aus der Betriebsanleitung) gleichsetzen ?
das heisst gemäss Anleitung fuhr man mit 1,4v/ 1,8h bar (ich heute eher 1,8v/2,0h)
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: cledrera am 20 Mai 2013, 19:34:30
@Mek,
das hier
ZitatDu gibt dem Reifen vorne kernige 2,6bar ?
stammt zwar nicht von mir, aber ich habe vorne ca. echte 3,3 bar drin.  ;D
@Stefan,
du lesen zuwenig Wikipedia.
ZitatDie alte Einheit atü (für ,,Technische Atmosphären über Bezugsniveau") fand sich z. B. auf den Reifendruckfüllgeräten an Tankstellen. Da der PKW-Reifen das Fahrzeug nur tragen kann, wenn der Reifen im Verhältnis zum Umgebungsdruck (etwa 1 bar) einen Überdruck beinhaltet, zeigen die Reifendruckfüllgeräte nur den Überdruck (atü) an. Wird der Reifen mit 2,2 atü befüllt, beträgt der absolute Druck im Reifen 2,2 + 1,0 bar, also somit ca. 3,2 bar.
2 Stunden Nachsitzen, alternativ ein Rolf-Unser, aber auf den Knien, den protektorengeschützten.  ;D
@Rolf S,
ZitatAm 1. Januar 1978 löste das Bar in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich die Maßeinheiten physikalische Atmosphäre (kurz atm) und technische Atmosphäre (kurz at) ab. Das weit verbreitete Kürzel atü (Atmosphäre Überdruck) wird durch ,,Bar Überdruck" ersetzt.
Barü hat sich aber nicht durchgesetzt. Also: Wenn in dem Betriebshandbuch für den Luftdruck im Hinterreifen 1,6 atü steht, sind das 2,6 bar, aber 1,6 barü.  ;D
ZitatDer Reifendruck wird in der Einheit bar angegeben. Dabei ist es üblich, nicht den absoluten Druck anzugeben, sondern den Überdruck im Verhältnis zum Umgebungsdruck (Luftdruck). Die Reifendruckangabe 2,7 bar bedeutet also, der Reifendruck soll 2,7 bar über dem Umgebungsdruck von ca. einem bar liegen.[1] Der absolute Reifendruck wäre dann also 3,7 bar. Die Reifenfüllmessgeräte an Tankstellen machen es dem Autofahrer einfach, in dem sie nur den relativen Reifendruck (d. h. den Überdruck) in bar anzeigen, der auch in den Fahrzeugpapieren genannt wird.

Wenn du es ganz genau haben willst (Schweizer gell  ;D): 1 atü sind 1,96133 bar absolut bzw.  0,980665 bar(ü) relativ.
Im Hinterreifen sind also nach Betriebshandbuch R25/3  2,549729 bar absolut bzw. 1,569064 bar am Reifendruckgerät der Tanke ganz ok.
Fährt sich nur Schei...

Daher lieber Klaus, Kommando zurück. Die sind damals mit weniger Druck im Reifen gefahren.
So, ich geh jetzt mal die Sicherungsmutter des Bremsgestänges mit 3 kp(ü) festziehen.

Clemens

PS: Jungs, ich find mich wirklich gut. Ein Fred und erst zweimal die Meinung geändert.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Quarkstrudel am 20 Mai 2013, 20:07:52
Hätt ich jetzt auch falsch gemacht glaub ich...als ich mal bei meiner Schwalbe einen Schlauch gewechselt habe, da hab ich auch gerätselt...2 Muttern und eine Scheibe auf dem Ventil...nie wär ich auf die Idee gekommen es so zu machen wie es der Hersteller scheinbar vorschreibt. IN die Felge kommt auf das Ventil erstmal die Scheibe und eine Mutter um es besser abzudichten, dann von außen die zweite Mutter dazu...is irgendwie ne blöde Konstruktion...aber dicht...abreißen könnte das aber sicher trotzdem wenn ich das so lese  :galgen:
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: cledrera am 20 Mai 2013, 20:46:53
Fahren wir etwa Vee-Rubber?  :galgen:
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Stefan am 20 Mai 2013, 21:47:10
Zitat von: cledrera am 20 Mai 2013, 19:34:30
@Stefan,
du lesen zuwenig Wikipedia.

Ich denke zuerst nach...und verwende im Alltag lieber umgangssprachliche Einheiten; SI-Einheiten sind was für auffe Arbeit und scholastische Physiker.

Gruß
Stefan
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf.soler am 20 Mai 2013, 22:35:27
Ja, der absolute Druck ist aber uninteressant, wenn die Geräte für die dummen Fahrer barü anzeigen. Betriebshandbuch 1,6 atü heisst 1,6 am Gerät an der Tankstelle oder von mir aus 1,5928735 (soo genau nehmen es die Schweizer nur mit dem Geld) - richtig ? sonst müsste ohne Druck der Zeiger bei 1 stehen statt 0.
Ist mir aber zu wenig. Ich will etwa 1,8 vorne, hinten 2,0 oder bisschen mehr. Was habt Ihr denn so drin, hmm?
Zitat von: klaus wg am 20 Mai 2013, 12:09:46

Aber im Ernst: wenn ich die Beiträge richtig zusammenfasse, drängt sich mir folgende Lesart auf:

1.) Über ungezählte Jahre wurde die Kontermutter ab Werk, von Reifenhändlern und von Fahrern gegen die Felge geschraubt.

2.) Eine gegen die Felge geschraubte Kontermutter kann aber, wenn der Reifen wandert, was er zumeist bei zu wenig Luft tut, zum Ventilabriss und damit zum schweren Sturz führen.

3.) Aus dieser Erkenntnis heraus haben Hersteller, Händler und Fahrer dazu gelernt, und die Kontermutter wird HEUTZUTAGE sinnvollerweise nicht mehr gegen die Felge geschraubt. Man hat sich quasi einen Schnellindikator geschaffen, um eine verdrehte Reifen-/ Schlauchkombination rasch zu erkennen.

4.) Variante 1 hält sich hartnäckig, da es eben über Jahre hinweg so praktiziert wurde.


Das hast Du jetzt aber sehr schön zusammengefasst.
Jetzt ist die zeitgenössische Literatur wieder aktuell, da man beim googeln bestimmt unsere Beiträge findet  ;D
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Quarkstrudel am 20 Mai 2013, 22:52:19
Zitat von: cledrera am 20 Mai 2013, 20:46:53
Fahren wir etwa Vee-Rubber?  :galgen:

Steht IFA und Mila drauf...aber Vee-Rubber baut auch so ein Kram  :kopfhau:
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Stefan am 20 Mai 2013, 22:59:33
Zitat von: rolf.soler am 20 Mai 2013, 22:35:27
Jetzt ist die zeitgenössische Literatur wieder aktuell, da man beim googeln bestimmt unsere Beiträge findet  ;D

Morgen früh hat Clemens bestimmt auch den Eintrag für Wikipedia fertig.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: cledrera am 20 Mai 2013, 23:42:41
@Stefan,
erst der Vorschuss.

@Rolf S.
2,3/2,6
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: klaus wg am 21 Mai 2013, 09:39:53
Zitat von: cledrera am 20 Mai 2013, 20:46:53
Fahren wir etwa Vee-Rubber?  :galgen:

. ..auf der letztverwendeten Packung (neu gekauft) stand "Continental" (allerdings Made in Malaysia  :( , was ich aber erst zu Hause bemerkte).

Zur Frage des verwendeten Luftdrucks: In der R50 aktuell: v 1,7-1,8, h 2,0-2,1
In der nur geringfügig leichteren R35: gleiche Werte. Reifengrößen: 3,50 x 18 bzw. 3,50 x 19, bezogen auf die genannten Motorräder.

Übrigens: seit jeher beziehe ich mich in den Reifendruckangaben auf das, was das Reifendruckgerät anzeigt, egal ob ATÜ (ich bin schon so alt) oder BAR (die Maßeinheit "psi" interessiert mich nicht).
Wenn also in der BA meiner R50 "1,5 atü" steht, so fülle ich gem. Anzeige des Reifenluftdruckmess- und -füllgerätes 1,5 bar ein (zuzüglich der o.g. Sicherheitsmarge)

k.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Rawost am 21 Mai 2013, 18:24:26
Heidenau hatte mir mal auf Anfrage 2,5 +- 0,2 bar für die R27 empfohlen.
Gruß
Rainer
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf.soler am 21 Mai 2013, 19:34:15
Ich denke ein bisschen mehr als in der BA macht Sinn....nicht mehr soviele Kiesstrassen und Unebenheiten wie in den 50er Jahren, geringerer Rollwiderstand, etwas satteres Lenkgefühl für mich... Gerade die R50 neigt zum Schwimmen hinten, wenn sie beladen ist, mit mehr Luftdruck weniger als mit weniger. Ich hab vorne etwa 1,8, hinten etwa 2-2,2. Wobei 2,5 vermutlich auch nicht zuviel ist

Schläuche kommen sowieso fast nur noch aus Fernost; Malaysia, Indonesien etc.  ist mir noch lieber als China. Reifen gibts immerhin noch aus Europa (Heidenau D, Barum-Mitas Osteuropa, andere ? Conti, Dunlop, Michelin sind zwar europäische Firmen, produzieren aber vieles in Fernost
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: BamBam am 24 Mai 2013, 16:42:06
Zitat von: klaus wgIch begab mich mal auf die Suche in zeitgenössischer Literatur.

Jeder kennt die alten Fotos von BMW Classic die meist als Muster hergenommen werden. Beim durchsehen von alten Fotos habe ich auch mal auf die Reifenventile geachtet und zu meiner Überraschung feststellen müssen das immer die Mutter an die Felge geschraubt ist! (soweit das Ventil erkennbar ist).

http://www.bmbikes.co.uk/photos/schemephotos/R17%20Front.jpg
http://www.bmbikes.co.uk/photos/schemephotos/R5%20BP.jpg
http://www.bmbikes.co.uk/photos/schemephotos/R3%20Rear.jpg

Das hier ist das einzige Bild das ich gefunden habe wo es nicht so ist. Hier ist die Mutter lose.
http://www.bmbikes.co.uk/photos/schemephotos/R12%20Rear.jpg
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: klaus wg am 24 Mai 2013, 19:14:41
Das deckt sich absolut mit meinen Erkenntnissen, BamBam. Ich war dann, wie gesagt, gezielt auf der Suche nach Reifenwechselanleitungen in den mir vorliegenden zeitgenössischen BA und sonstigen Büchern, bin aber bis auf den Trzebiatowsky von 1961 nicht fündig geworden.
Bei Gelegenheit werde ich mal die Schrader- Bildbände durchforsten.

Allein die extrem wertige Ausführung der Original-Ventilkontermuttern meiner EMW, in einem Land, das metallknapp war, zeigt mir, dass diese Muttern dort nicht nur als Montagehilfen verstanden wurden. Dann wären sie weitaus materialsparender und weniger massiv ausgefallen.

Gruß
k.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf.soler am 24 Mai 2013, 19:47:44
siehe oben.
Nur weil etwas 60 Jahre falsch gemacht wurde müssen wir dei Tradition nicht fortsetzen  ;D
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: cledrera am 24 Mai 2013, 20:23:39
Klaus, BamBam,
ich find das gut, was und wie ihr recherchiert.  :ok:
Nur: ??-Abteilungen waren damals schon Mist. Denen traue ich glatt zu, aus "optischen Gründen" für die Fotos die Muttern runtergedreht zu haben.
Daher wären zeitgenössische Foto`s von Maschinen im Felde vielleicht hilfreicher.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Stefan am 24 Mai 2013, 20:28:04
Zitat von: cledrera am 24 Mai 2013, 20:23:39
PR-Abteilungen waren damals schon Mist.

Wenn das der Fritz liest...
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: cledrera am 24 Mai 2013, 20:38:44
Wer liest was?
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: BamBam am 24 Mai 2013, 21:44:48
Zitat von: cledreraDaher wären zeitgenössische Foto`s von Maschinen im Felde vielleicht hilfreicher.
Da habe ich natürlich auch hingeschaut allerdings sind auf diesen Bildern meistens so kleine Details nicht erkennbar, zumindest nicht aussagekräftig.

Eines habe ich jedoch gefunden - Mutter auf der Felge!
(absolut geiles Foto finde ich)

Übrigens sieht man auf dem Foto auch das der Kollege nicht wirklich viel Luft in seinen Reifen hat.

Genau so wie es das Handbuch sagt:
"Der hintere Reifen ist immer etwas mehr aufzupumpen als der vordere, der nie ganz prall sein darf, da er sonst zur Aufnahme der Stöße nicht genügend Elastizität besitzen würde.........Es ist äußerst wichtig, diese Vorschrift genaustens zu beachten, da bei härter aufgepumpten Ballonreifen die Maschine auf der Straße leicht springt und die Vorderradfederung übermäßig beansprucht wird."
Ob das heute noch zutrifft wage ich zu bezweifeln!
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: klaus wg am 25 Mai 2013, 11:32:58
Zitat von: cledrera am 24 Mai 2013, 20:23:39
Klaus, BamBam,
ich find das gut, was und wie ihr recherchiert.  :ok:
Nur: ??-Abteilungen waren damals schon Mist. Denen traue ich glatt zu, aus "optischen Gründen" für die Fotos die Muttern runtergedreht zu haben.
Daher wären zeitgenössische Foto`s von Maschinen im Felde vielleicht hilfreicher.

Clemens, da kann ich helfen.
Im Buch "Eisernes aus Eisernach" von A. Schwietzer findet sich auf Seite 14 eine R35 "im Felde", Kennzeichen WH-86354. Das Ventil des Vorderrads ist auf diesem Foto erkennbar.....und....die Mutter steht auf der Felge.

Ich habe es nicht elektronisch und wüsste adhoc auch nicht, ob ich dies aus urheberrechtlichen Gründen hier publizieren dürfte, aber das genannte Buch ist 2002 erschienen und recht verbreitet.

Anschaulich dienen kann ich aber mit diesem im Netz gefundenen Foto einer Luftwaffen-R35 "im Felde":
http://www.wehrmachtphotos.com/wp-content/uploads/2012/04/kradmelder_bmw_r35.6d2qxe483340o0w00oos08sgo.ejcuplo1l0oo0sk8c40s8osc4.jpeg
-> siehe Vorderrad.

Und damit wir hier nicht Gefahr laufen, einem versehentlichen Militarismus zu verfallen, hier ein "ziviles" Foto:
http://www.google.de/imgres?q=motorrad+fotos+emw+r35&sa=X&biw=1220&bih=565&tbm=isch&tbnid=vhnmoZ83ZiqgpM:&imgrefurl=http://www.emw-r35.de/historisch.html&docid=dyP1-Xd7dJqAOM&imgurl=http://www.emw-r35.de/det/foto/postR35.jpg&w=808&h=570&ei=foqgUY_wJ4KQ4AS83YCACQ&zoom=1&iact=hc&vpx=2&vpy=70&dur=109&hovh=188&hovw=267&tx=144.42857360839844&ty=138.0357208251953&page=2&tbnh=133&tbnw=180&start=18&ndsp=24&ved=1t:429,r:30,s:0,i:180

.(p.s.: ich schrub es bereits oben; es geht nicht darum, Alttradiertes auf Biegen und Brechen fortsetzen zu wollen, sondern darum, warum bis heute die meisten Fahrer die Ventilmutter gegen die Felge schrauben, und da hilft ein Blick in die Vgh.
Erkenntnisse, wieviele Ventilabrisse es im russischen Gelände mit dieser Ventilmethode gab, liegen mir allerdings nicht vor.  ;D)


Gruß
k.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: BamBam am 25 Mai 2013, 13:27:27
Nun wir wollen ja auch nicht vergessen das man zum Ventilabreissen Speed und hauptsächlich Grip braucht.

Die sind aber früher auf Kopfsteinpflaster, allen Arten von Makadam-Strassen und übers freie Feld gedonnert.
Da gab es keinen Grip wie auf modernen Strassen und so schnell wie heute waren die wohl auf den Buckelpisten auch nicht unterwegs.
Dann wurden damals die Reifen beim Aufziehen auch nicht eingeseift sondern mit Talkum eingerieben.

Und somit wird sich der Ventilabriss klamm heimlich mit dem Wandel der Zeit eingeschlichen haben, der Mopedfahrer erstmal den Reifendruck erhöht und irgendwann auch mal an der Ventilmutter gedreht haben.
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Fastnachter am 25 Mai 2013, 13:48:43
Also das glaub ich jetzt so nun nicht. Sorry.

Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: BamBam am 20 Juli 2013, 17:08:06
Shit - heute nicht aufgepaßt.  :kotz:
Zu wenig Luft im Reifen und auch gleich das Ventil verrutscht. Dank hochgedrehter Mutter aber nix abgerissen.
Handluftpumpenfunktionstest durchgeführt, Mutter komplett entfernt und mit Zwischenstopp bei der Tanke wieder heim gefahren.
Allerdings muß ich jetzt das Vorderrad raus machen und darauf hab ich überhaupt keinen Bock, wollte lieber an der R4 :schrauber:
Nun ja kann ich die Bremse vorne auch gleich mal richten - die Schuhsohlen werden schon dünn. :tot2:
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: rolf.soler am 20 Juli 2013, 19:45:01
Nachtrag:
mein Schwiegervater letzte Woche überwinterte R50 geholt, auf den Albis gefahren, beim Abstellen hier pffff...Ventilabriss
Im Winterquartier vor Abfahrt natürlich Reifendruck nicht geprüft ("sah OK aus..."), Ventilmutter auf die Felge gedreht ...
habe den Reifen gewechselt und ihm gesagt Mutter bitte nach oben...
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: mharms am 31 Juli 2013, 00:20:33
Habe mir diesen Beitrag mal interessehalber durchgelesen.

Kann mir aber nicht so recht vorstellen wie der Schlauch wandert ohne das
es der Reifen auch tut!
Die Verbindung Gummi Schlauch gegen Gummi Reifen sollte schon recht stark sein.

Wenn der Reifen dann, wie heute bei Autoreifen auch üblich (wobei diese Schlauchlos sind)
mit Flutschi (oder wie auch immer dieses Schmiermittel heißt) aufgezogen werden,
kann ich mir schon vorstellen das dort etwas verrutscht.
Zumindest nach der Montage. Wann Flutschi fest ist weiß ich nicht.

Von daher denke ich ist die Frage, welches Know-How hat das Montageunternehmen bzgl. Oldtimer?

In Ursprungszeiten unserer Maschinen hat man sicher nicht mehr gehabt als etwas Talkum!
Und damit ging der Reifen über die Felge und gut war!!!

Ansonsten mag ja eine hochgedrehte Mutter eine Warnanzeige sein wenn sich das Ventil neigt,
das ist aber Alles! Wenn es passiert ist etwas bei der Reifenmontage schief gelaufen!

Gruß

Manni
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Fastnachter am 31 Juli 2013, 00:40:41
Manni glaub es oder nicht. Verrutschen tun sie. Die Gefahr des Abrisses ist so deutlich geringer.

Gruß
Titel: Re: Beitrag in Oldtimer Markt 04/13 zu Reifenventilen
Beitrag von: Heiko am 31 Juli 2013, 06:44:19
Zitat von: mharms am 31 Juli 2013, 00:20:33
Kann mir aber nicht so recht vorstellen wie der Schlauch wandert ohne das
es der Reifen auch tut!

Moin,

es wandert nicht nur der Schlauch, sondern es wandern immer Reifen und Schlauch und dafür ist es ein Indikator.


Heiko